Ein interessanter Fall von Zwangs- Etatisierung beschäftigte dieser Tage das Ober- Verwaltungsgericht. Am Gymnasium in Eberswalde fungiert der konservative ReichstagsAbgeordnete Pauly als Professor der Mathematik und Physik. Während der Verhandlungen des Reichstags hält sich Herr Pauly Die Holzarbeiter nahmen gestern abend in drei öffentlichen in Berlin auf. Als er 1898 wieder nach Berlin übersiedelt war, Versammlungen Stellung zu den Einigungsbedin
an
Die Stadt Eberswalde habe freiwillig die Einrichtung und den Betrieb des Gymnasiums übernommen und die Konzession vom ProvinzialSchulkollegium unter der selbstverständlichen Voraussetzung erhalten, daß der Betrieb in der genehmigten Weise aufrechterhalten werde. Wenn also ein Lehrer längere Zeit verhindert sei, den Unterricht zu erteilen, dann müsse die Stadt für einen Stellvertreter sorgen. Es handele sich hier nicht um eine erhöhte neue Leistung, sondern es solle mur der Betrieb aufrechterhalten werden, wie es genehmigt sei. Die Frage, ob die Stadt Herrn Pauly erjagpflichtig machen könne, habe nicht der Verwaltungsrichter, sondern der Civilrichter zu entscheiden. Das Provinzial- Schulfollegium fei befugt gewesen, einen Vertreter für den abwesenden ReichstagsAbgeordneten zu stellen, denn als der Aufsichtsbehörde liege es ihm ob, dafür zu sorgen, daß der Schulbetrieb gehörig fortgesetzt werde. Die Zwangsetatisierung sei zu Recht erfolgt.
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Jau prüfen und eventuell als gerechtfertigt festzustellen ist lediglich Sache der noch zu bildenden Achtzehner Kom mission, und in letter Linie des Einigungsamts. Gewerbegericht als Einigungsamt. Der Vorsitzende v. Schulz." Versammlungen.
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den Sitzungen des Reichstags teilzunehmen, sollte guugen. die Stadt für einen Stellvertreter jorgen. Nach vergeb Der Saal der Brauerei Friedrichshain war dicht gefüllt und lichen Aufforderungen schickte das Provinzial- Schulfollegium wurde, bald nach 8 Uhr polizeilich abgesperrt. Nachdem Glode Der Wahlvercin des dritten Berliner Reichstags- Wahleinen Lehramts- Standidaten zur Vertretung Baulys nach Eberswalde. ein Referat über die Einigungsverhandlungen gegeben hatte, kreises hielt am Dienstagabend eine gut besuchte Versammlung ab. daß er, Die Stadt lehnte die Erstattung der Kosten ab, worauf der betonte einer bedingungslosen Aufnahme der Reichstags Abgeordneter Rosenow hielt einen beifällig aufin den Werkstellen, Regierungspräsident im Wege der Zwangs- Etatisierung gegen sie vor- Arbeit der Mindestlohn von genommenen Vortrag:„ Die Lohnarbeiter im Mittelalter und im Die Zeitalter der Reformation." Eine Diskussion über den gehörten ging und die Einstellung der Kosten in den Etat verfügte. Die 24 Mart nicht erreicht wird, gar keine Rede sein könne. Stadt focht die Verfügung durch die Klage an, das Ober- Ver- Streilleitung werde am Freitag beim Einigungsamt anfragen, ob Vortrag fand nicht statt. Im Punkt Vereinsangelegenheiten teilte waltungsgericht erkannte jedoch zu Gunsten der Regierung es der Auslegung zustimine, welche die Meisterversammlung diesem der Vorsitzende mit, daß am nächsten Sonntag im Märkischen Hof", und führte aus: Bassus giebt. Sei dies der Fall, dann könne natürlich der Einigungs- Admiralstraße 18c, ein gemütliches Beisammensein, verbunden mit vertrag nicht angenommen werden. Auch die von der Meister Gesangsvorträgen, Tanz usw. stattfindet. Nach einigen internen Anversammlung angenommene Resolution, welche den Nachweis ordnungs- gelegenheiten wurde die gut besuchte Versammlung geschlossen. mäßiger Entlaffung fordert, sei kein Beweis loyaler Auslegung Der focialdemokratische Wahlverein für den 4. Wahlkreis der Ginigungsbedingungen seitens der Arbeitgeber. Mit wenig Ausnahmen sprachen die Diskussionsredner gegen die Annahme der( Südost) hielt am Dienstag bei Graumann, Naunynstraße, eine von Genosse Dr. Leo Einigungsvorschläge und die Versammlung gab durch lebhaften Beifall etwa 500 Personen besuchte Versammlung ab. ihre Zustimmung zu diesen Ausführungen zu erkennen. Allgemein ging Arous referierte über die Konsumgenossenschaften und ihre Bedeutung für die Arbeiterklasse. die Ansicht dahin, daß mit Rücksicht auf die Haltung, welche die Meister in deutung für die Arbeiterklasse. Seine interessanten Ausführungen ihrer Versammlung eingenommen haben, der Streit noch nicht beigelegt gipfelten darin, daß Konsumgenossenschaften zwar nicht die Befreiung werden könne. Durch die Abstimmung erklärte sich die Versammi- aus der kapitalistischen Wirtschaftsordnung herbeiführen könnten, daß lung fast einstimmig gegen die Einigungsvorschläge und be- fie aber sehr wohl im stande seien, in gewiffem Maße zur Bessefchloß, die Arbeit nicht eher aufzunehmen, bis die am 19. Februar ung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Arbeiterfamilie zu gestellten Forderungen soweit bewilligt find, daß der fünfwöchige dienen und das Solidaritätsgefühl in sonst sehr schwer zugänglichen Kreisen des Proletariats zu fördern. Ferner könnten die KonsumStreit gerechtfertigt erscheint. genossenschaften nach Sicherung eines genügenden Absatzgebiets mit Die Versammlung im Böhmischen Brauhaus nahm Erfolg an die Produktion gewisser Waren der Lebensmittel- und einen ähnlichen Verlauf; das Lokal war bereis 81/4 Uhr abgesperrt. Bekleidungsindustrie gehen und gerade in diesen die Ausbeutung beTischler Maas erläuterte hier die Einigungsvorschläge unter großer fonders begünstigenden Industrien, die zum Teil Hausinduſtrie Unruhe der Anwesenden. Stürmische Zwischenrufe bei den Ausfeien, Musterwerkstätten einrichten. Redner wandte sich zum entschieden Schluß führungen der Redner, die sich zumeist gegen die Vorschläge aussprachen und die nachfolgende Abstimmung zeigte, daß der größte den vermeintlichen Ersparnissen ihrer Mitglieder könne man Teil mit den Einigungsvorschlägen nicht einverstanden ist. geradezu sagen, daß sie in die Tasche hineingelogen seien. Der Von der dritten Versammlung steht bei Schluß der Vortrag fand lebhaften Beifall. Genosse Müller teilte mit, daß der von Parteigenossen gegründete Konsumverein Berlin - Nixdorf in Redaktion das Resultat noch aus. Arbeiter, die gestern Donnerstag bei Fiebig, Frankfurterstraße, nossen stehe dem Konsumverein sympathisch gegenüber. Da aber Die an den Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten der Bücklerstraße eine Verkaufsstelle habe, wo jederzeit Mitglieder aufgenommen würden. Donner meinte, die Mehrzahl der Geeine sehr stark besuchte Versammlung abhielten, in der der Vertrauensmann über die Verhandlungen vor dem Einigungsamt auch im Rabatt- Sparverein Südost fast dieselben Parteigenossen man nicht, wohin der Spize ständen, berichtete, beschlossen die Beteiligung an der geplanten Achtjolle. Dr. Arons stimmite dem zu. Er Jm übrigen erklärten fich wenden würde eine reinliche Scheidung je eher je lieber sehen. zehner- Kommission abzulehnen. mit dem Verhalten ihrer Versich die Versammelten aber Kunze vom Vorstand des Rabatt- Sparvereins erklärte auch
Der Prozeß wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften, Der Prozeß wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften, welcher vorgestern vor der VIII. Straffammer gegen die Verlags: Buchhändler Schuster und Löffler, den Referendar Ernst Schuhr und die Schriftsteller Dr. phil . Richard Dehmel und Theodor Kabelig begann, ist erst gestern nachmittag beendet
worden.
Das Urteil lautete für die Angeklagten Schuster und Löffler wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften in je zwei Fällen, für die Angeklagten Schuhr und Kabelig in je einem Fall, für jeden Fall auf 30 M. Geldstrafe event. 6 Tage Haft. Im übrigen wurde auf Freisprechung erkannt.
19 717.
Industriegruppen:
Sociales.
Gruppen
Metallverarbeitung
Steine und Erden
•
Maschinen 2c.
Bekleidung und Reinigung
Nahrungs- und Genußmittel
Zahl der
beendeten Streifs
Zahl der
betroffenen Betriebe
Höchstzahl
лад
Streifenden
4968 1600 2558 4050 2149
68
750
38
290
27
60
26
102
24
60
22
28
1427
19
60
1041
14
56
402
Lederindustrie
11
11
472
Polygraphische Gewerbe
10
269
•
Handelsgewerbe.
5
5
97
Bergbau, Hüttenwesen ze.
3
3
268
Papierindustrie
2
Künstlerische Gewerbe
2
9
119
Gärtnerei
1
1
4
Chemische Industrie
1
1
27
1
1
212
Verkehrsgewerbe.
28
eines Redners, wenn sich die Arbeiter den Beschlüssen ihrer eignen Organisation nicht fügen, jo werde auch der Arbeitsnachweis des olzarbeiter- Berbands nicht mehr funktionieren und die Arbeit geber würden sich einen eignen Arbeitsnachweis einrichten, der die jenigen Arbeiter zurückweist, welche sich den Einigungsbedingungen nicht fügen.
an
gegen
die
wüßte
Rabatt Sparvereine.
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man
Hauptsache sei, daß
der Rabatt- Sparverein mit seinen 24.000 Mitgliedern doch nicht sojeder für den Konjumverein agitiere. bald fallen gelassen werden könne und dürfe. Der Vorsitzende stellte fest, daß der Vereinsvorstand mit den Vortrage des Genossen Arons nicht etwa bezweckt habe, für den Beitritt zum Konsumverein zu agitieren. Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen wurde die Verjammlung geschlossen.
Die Textilarbeiter beschäftigten sich in ihrer Versammlung am Dienstag mit dem zu Ostern stattfindenden Kongreß zu Gößniz. Als wichtigste Frage, die dem Kongreß zur Beratung vorliegt, ist, wie der Referent tote ausführte, die des Behnstundentags zu be trachten. Im Interesse der Kultur sei es erforderlich, daß der Kongreß zur Durchführung dieser für die Textilarbeiter geradezu brennenden Frage die geeigneten Mittel und Wege prüfe und wähle. In trefflicher Weise verstand es der Referent, den Versammelten die Norwendigkeit einer Verkürzung der Arbeitszeit vor Augen zu führen, erörterte sodann
Der Krieg.
Lord Roberts meldet vom 21. aus Bloemfontein : Da eine große Anzahl Burghers den Wunsch ausgesprochen haben, sich unter den Bedingungen der letzten Proklamation zu ergeben, habe er kleine Kolonnen nach verschiedenen Richtungen entsandt, um die Waffen der Burghers entgegenzunehmen.
Deutsche Streifftatistik im vierten Quartal 1899, Nach den Veröffentlichungen des kaiserlichen statistischen Amts wurden im vierten Quartal des vorigen Jahres im ganzen 238 Streits be- treter vor dem Einigungsamt einverstanden. In der Diskussion wurde den Konsumverein für das richtigere, er war aber der Meinung, daß gounen und 272 beendigt. Die beendeten Streits erstreckten sich auf in den Streit getreten sind und feine Forderungen gestellt haben, und Die Höchstzahl der gleichzeitig streifenden Arbeiter belief sich auf tomten. Sie sind ohne Ursache von den Unternehmern brutal aufs 1453 Betriebe, in denen zuſammen 61 638 Arbeiter beschäftigt waren. folgedessen bei den Einigungsbedingungen gar nicht in Betracht Die beendeten Streiks verteilten sich auf nachstehende Pflaster geworfen worden, sie haben demzufolge teine Veranlassung, sich an der Kommission zu beteiligen, um dadurch ohne jewede Vorteile auf längere Zeit in ihrem Vorgehen behindert zu sein. I Die Tischlermeister nahmen in einer start besuchten Ver sammlung, die gestern nachmittag im Konkordia- Saal tagte, Stellung zu den Vorschlägen des Einigungsamts. Zunächst teilte Direktor Lorenz mit, daß jetzt die Gesellen in einzelnen Werkstellen von den Einigungsbedingungen abweichende Specialforderungen gestellt haben. Herr Lorenz verlas ein Schreiben des Gewerberichters v. Schulz, worin dieser die Stellung von Specialforderungen nach Annahme der Einigungsbedingungen für unstatthaft erklärt, denn es sei Sache der Achtzehner- Kommission, über derartige Forderungen zu entscheiden. Hierauf erläuterte Herr Bry die Einigungsvorschläge. Er eriuchte die Tischlermeister, daß fie nichts zugestehen, wozu sie die ablehnende Haltung weitester Unternehmerkreise zu dieser zur Ueberwindung dieses Widerstands nach dem Einigungsprototoll nicht verpflichtet sind. Wo die Accord- Forderung und betonte löhne so niedrig sind, daß nicht 24 m. verdient werden, die Notwendigkeit einer wohldisciplinierten und wohlorganisierten da könne es me es nur im Interesse der Berliner Holzindustrie Arbeiterschaft. Die Diskussion ergab das Einverständnis der VerSollte der sammelten mit den gehörten Ausführungen. liegen, wenn solche Accordlöhne erhöht werden. Als Delegierte zum Kongreß wurden Gosemärker und Minderverdienst aber darauf zurückzuführen sein, daß die Gesellen die Arbeitszeit nicht inne halten oder sonst nachlässig sind, da sei Boigt gewählt. Eine Resolution, die ausgesperrten Holzarbeiter eine Lohnerhöhung nicht zuzubilligen. Die Untersuchung derartiger moralisch und finanziell zu unterstützen, fand einstimmige Annahme. Gosemärker schilderte in anschaulicher Weise die geradezu haarVerhältnisse jei Aufgabe der Achtzehner Kommission. Die Ents scheidung der Kommission resp. des als Berufungsinstanz fungie- fträubenden Zustände in einigen Färbereien, in denen beispielsweise ohne jede Pause von früh 6 bis abends 1/26 Uhr gearbeitet werde, renden Einigungsamts müsse von beiden Parteien unbedingt nicht fügen, wie überhaupt in diesen Giftbuden von einer Nachachtung der befolgt werden. Arbeitgeber, die sich dem würden von der Freien Vereinigung nicht unterstützt werden. Die gesetzlichen Bestimmungen zum Schuße der Arbeiterschaft wenig zu verspüren sei. Achtzehner- Kommission sei das Fundament eines dauernden Friedens, Sind kaiserlich deutsche Beamte Sklaven? Die General ihre Thätigkeit solle den Erfolg haben, daß die particllen Streifs direktion der Reichs- Eisenbahnen in Elsaß- Lothringen hat eine Ver- aus der Welt geschafft werden. Da heute verschiedene Arbeiter erfügung erlassen, die diese Frage rechtfertigt. Sie verweist darin auf flärt hätten, sie seien mit den Einigungsbedingungen nicht zufrieden, Die Operationen scheinen thatsächlich für einige Zeit zu ruhen. die jetzt vermehrten Ruhetage und auf die vielfach erhebliche Ab- und deshalb für ihre Werkstellen Specialforderungen gestellt haben. Nachrichten über kriegerische Ereignisse laufen nicht ein und der Türzung der Dienstdauer der Betriebsbeamten. Leider benutzten so seien die Tischlermeister heut nicht in der Lage, den Streik als aber die Beamten vielfach ihre dienstfreie Zeit in einer beendet zu erklären. Erst müsse in der Mehrzahl der Betriebe die Korrespondent der„ Daily Mail" in Bloemfontein meldet, er habe Weise, die eine wirtschaftliche Erholung und die Erreichung größerer Arbeit aufgenonunen werden. Ueber die endgültige Beilegung des in Bloemfontein erfahren, daß auf drei Wochen hinaus Frische und Leistungsfähigkeit für den Dienst ausschlösse. Anstatt Streits folle eine am Sonnabend stattfindende Bersammlung ent- feine weitere Bewegung wahrscheinlich fei, da Unterhandlungen im fich der Ruhe hinzugeben und nur mit leichteren Berrichtungen in Haus scheiden. Später erklärte Bry als Entgegnung auf die Ausführungen Gange feien. und Garten zu beschäftigen, unterzögen sich einzelne Beamte während ihrer freien Zeit teils im eigenen, teils im fremden Haushalt ans strengenden und ermüdenden Arbeiten, andre dagegen benutzten die vermehrte freie Zeit zu vermehrtem Wirtshausbesuch. Infolgedessen seien fie, insbesondere nach ihren Ruhetagen, weniger frisch und leistungsfähig, als fie es sein würden, wenn sie ohne Nuhetag in ihrem regelmäßigen Dienste berblieben wären; sie schädigten dadurch aber nicht nur ihre Gesundheit, sondern gefährdeten auch die Sicherheit des Betriebsdienstes. Die Verfügung schließt dann mit einer entsprechenden, an die Beamten gerichteten Mahmung, und einer Aufforderung an die Vorsteher, ihre nachgeordneten Beamten auch in dieser Hinsicht Hierauf nahm Holzarbeiter Maß das Wort. Er meinte, die zu überwachen und, wenn Ermahnungen fruchtlos bleiben, an Ausführungen des Herrn Bry tönnten zu Irrtümern und neuen zuzeigen. Differenzen Veranlassung geben. Er wolle deshalb feststellen, daß Die reichsländische Eisenbahnverwaltung scheint zu glauben, daß nach dem Einigungsprotokoll den Arbeitern derjenigen Werkstellen, sie für die Bezahlung, die sie gewährt und die gewiß nicht glänzend wo nicht 24 D. verdient werden, das Recht zustehe, mit den beist, den ganzen Menschen in ihren Beamten gepachtet hat. Sie kann treffenden Arbeitgebern wegen Erhöhung der Accordlöhne in Ver- de Wet ist heute hier eingetroffen. wohl verlangen, daß jeder Beamte seinen ihm zugemessenen Dienst handlung zu treten, ohne daß es von vornherein der Anrufung der vorschriftsmäßig leistet und sich dabei feiner Nachlässigkeit schuldig Achtzehner Kommission bedürfe. Es sei vielmehr zu wünschen und macht, aber den Angestellten vorzuschreiben, wie sie ihre freie Zeit liege ja auch im Intereffe der Arbeitgeber, daß sie sich ohne Dazwischen- Tehke Nachrichten und Depelthen. nügen sollen, wohl gar zu überwachen, wie sich diese in ihrem treten der Kommission mit ihren Arbeitern einigen. Weiter erflärte Krupps Flottenprofit. Haushalt beschäftigen, das ist wirklich eine Anniaßung, die alle der Redner, daß der Holzarbeiter- Verband für eine loyale Durchführung Köln , 22. März.( B. H. ) Die Köln . Volfstg." fordert Grenzen überschreitet. der Einigungsbedingungen jorgen werde. Bry bemerkte darauf, den Reichstag und insbesondere die Budgetkommission auf, allen Erustes Bemerkenswert ist dabei noch, daß der Bahnverwaltung bei daß er der von Maß gegebenen Auslegung des Vertrags beipflichte, in eine Prüfung der vielfach besprochenen Angaben einzutreten. dieser Gelegenheit flar geworden ist, daß übermäßige Anstrengung jedoch dürfe die Wiederaufnahme der Arbeit, wo Verhandlungen er upp verdiene allein bei dem Flottenprojekt an den Nickelstahlplatten der Beamten die Betriebssicherheit gefährdet. Es ist doch notorisch, wegen des Lohns stattfinden, nicht von einer vorherigen Einigung 176 millionen Mart. The die Sache nicht völlig klargestellt daß effektive 16stündige Arbeitszeit noch massenhaft auf deutschen abhängig gemacht werden. Selbst wenn eine Einigung nicht erzielt Bahnen vorkommt, das heißt also eine Arbeitszeit, nach deren Ab- wird, müßten die Gesellen die Arbeit aufnehmen, sie könnten dann sei, könne nicht ein einziges Schiff bewilligt werden. Mit unLeistung es keinem Menschen mehr möglich ist, noch irgend eine andre eben die Achtzehner- Kommission anrufen. Maß blieb demgegenüber bestimmten Redensarten dürfe der Reichstag von der MarineArbeit zu leisten. Man wird sich nun mit der Behauptung, daß bei seiner Auffassung, daß, wo 24 M. nicht verdient werden, erst verwaltung sich nicht abspeiſen laſſen. verlangen. Es tomme nicht in Betracht, ob die Marincverwaltung durch die den Eisenbahn Beamten zugemutete Arbeitsanstrengung eine Einigung erzielt und dann die Arbeit aufgenommen werde. die Betriebssicherheit gefährdet wird, auf die eignen Erklärungen der An diese Ausführungen fnüpfte fich eine längere Debatte, in der die Redner beider Seiten auf ihrem Standpunkt verharrten. Schließlich Frankfurt a. M., 22. März.( B. H. ) Die Franff. 3tg." erklärte Maß, wenn die Meister den betreffenden Paffus loyal auslegen, dann werde es auch zu einer Einigung kommen.( Allseitige meldet aus New York : In San Francisto find neue Fälle von Bustimmung.) Bubonenpest vorgekommen. Die Behörden suchen sie zu vertuschen. Zum Schluß wurde noch folgende Resolution angenommen: Samme( Ostflandern ), 22. März.( W. T. B.) Von den Arbeitern Um eine richtige Durchführung des auf dem Einigungsamt des einer Anzahl Spinnereien, die feit legtem Freitag ausständig sind, Eine sehr mangelhafte Kinderschuh: Verordnung hat die verpflichten sich alle Arbeitgeber der Berliner Holzinduſtrie, während 2000 Arbeiter brangen in verschiedene Bäckereien und plünderten Berliner Gewerbegerichts gefchloffenen Vergleichs zu ermöglichen, wurden gestern abend schwere Ausschreitungen begangen. Etwa Polizeibehörde in Hannover erlassen. Danach ist die Beschäftigung der nächsten 14 Tage neue Arbeiter nur dann einzustellen, wenn dieselben. Die Gendarmerie war den Ausschreitungen gegenüber schulpflichtiger Kinder unter 12 Jahren in Gaft- und Schankwirt dieie ihre ordnungsmäßige Entlassung durch schriftliche Bescheinigung machtlos; zwei Gendarmen wurden durch Steinwürfe schwer verletzt. schaften verboten. Sie kann aber für Knaben schon von 10 Jahren Auf heute morgen hatte der Bürgermeister die Fabrikanten zu an gestattet werden, ein Amtsarzt bescheinigt, daß einer Besprechung zur Beilegung des Ausstands eingeladen. feine Nachteile für die Gesundheit eines solchen Knaben zu befürchten sind. Hoffentlich findet sich kein Arzt, der eine solche Be- In Sachen des Tischlerstreiks ist zur Beseitigung von Miß- Da mehrere Fabrikanten dieser Einladung nicht gefolgt waren, fcheinigung ausstellt. Schulkinder über 12 Jahre dürfen bis 11 Uhr verständnissen folgendes Schreiben an die Beteiligten erlassen zogen die Ausständigen nach den Wohnungen dieser Fabrikanten und schlugen dort die Thüren und Fenster ein. Es sind drei abends in Wirtschaften beschäftigt werden, dann aber nicht mehr worden: früh vor Beginn der Schule. Auf die eigenen Kinder der Wirte ,, Wir teilen mit, daß nach dem Zustandekommen des Vergleichs Bataillone Infanterie eingetroffen, welche die Gendarmerie bei der findet die Verordnung keine Amvendung. Auf andre gewerbliche Specia I forderungen einzelner oder aller Arbeiter in den einzelnen Aufrechterhaltung der Ordnung unterstügen sollen. Auch in den Beschäftigung der Schulkinder bezieht sie sich nicht. Werkstellen nicht erhoben werden dürfen. Derartige Forderungen benachbarten Gemeinden fam es zu Ruheſtörungen. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt.
reichsländischen Eisenbahn- Berwaltung berufen können.
Zur Förderung des Bauarbeiterschutzes ist durch Beschluß einer Stonferenz, die am Sonntag in Lübeck tagte, für Mecklenburg , Lübed 2c. eine Landeskommission gebildet worden, deren Aufgabe es ist, die Thätigkeit der örtlichen Kommissionen zu regulieren und zusammenzufajjen.
wenn
Die Vorschläge des Einigungsamts wurden von der Versammlung einstimmig angenommen und weiter erklärt, daß der Streit mit Rücksicht auf die bezeichnete Haltung einer Anzahl von Arbeitern noch nicht beendet sei.
nachweisen.
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Im Vocrenlager ist man dagegen, wie aus den gestern vers öffentlichten Nachrichten aus Kronstadt ersichtlich, noch unentmutigt. Letzte Meldungen.
London , 22. März. Das„ Reutersche Bureau" meldet aus Stroonstad vom 20. d. Mts.: Die Boeren unter Olivier haben die brittischen Truppen unter Gatacre in der Nähe von Bethulie in ein Gefecht verwickelt. Die brittischen Truppen wurden geschlagen und erlitten schwere Verlufte. Die Boeren machten viele Gefangene. Die Boeren ziehen eine starke Streitmacht zusammen. Kommandant
Er müsse volle Klarheit
am liebsten mit gewissen Firmen arbeite, sondern nur, ob andre es billiger machen können.
Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin . Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin . Drud und Verlag von May Bading in Berlin .
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