der Schweiz und in Paris von Herrn Marr wiederholt in Aus- drücken sprach, auf deren Wiedergabe wir, um keine Injurien- klage uns zuzuziehn, leider verzichten müssen. Herr Marr, der von seinem Werth ziemlich correkte Vorstellungen hat, wird es sich annähernd wohl denken können. „Die Ziffer von 60,000 Thalern" ist nicht„bedenklich hoch" gegriffen— offiziell betrug die Dotation, welche die deutsche Bourgeoisie Freiligrath bezahlte, 56,000 Thaler; das war aber nicht die ganze Summe, die 60,000 Thaler überstiegen hat. Wir sind in Bezug auf diese Angelegenheit sehr gut unterrichtet. Herr Marr dagegen ist unzweifelhaft sehr schlecht unterrichtet. Er läßt die Sammlung veranstalten„als Freiligrath — um sich und die Seinen zu ernähren zum Comptoirpult zurückkehrte." Zu besagtem„Comptoirpult"(in London ) kehrte Freiligrath zu Anfang der 50 er Jahre zurück, 15 Jahre bevor die deutsche Bourgeoisie daran dachte, ihn zu dotiren. Daß an der Sammlung„sich alle Parteien betheiligt" hätten, ist einfach eine Unwahrheit. Es war die Bourgoisie der verschiedenen Parteischattirungen, welche dem Dichter des revolutionären Prole- tariats ihr goldenes Netz überwarf, das schwerer zu zerreißen ist als das Stahlnetz Vulkans. Hat Freiligrath sich verkauft? Das haben wir nie gesagt, nie gedacht— aber für das deutsche Philisterthum stieß er 1870 in„die Trompete von Mars la Tour", und für das kämpfend sterbende Proletariat vou Paris hatte er 1871 kein Lied, kein Wort.„Freiligrath's Naturell war für die politische Bewegung nicht geschaffen," sagt Herr Marr. Es fragt sich eben, was Herr Marr unter„politischer" Bewegung versteht. Das Eine wissen wir: so lange es eine deutsche Sprache giebt, und so lange es Menschen giebt, die für Freiheit begeistert sind, deren Herz für die Unterdrückten und die Rebellen schlägt, und von tödtlichem Haß gegen die Unter- drücker erfüllt ist— werden Freiligrath's politische Gedichte zu den schönsten Perlen der deutschen Literatur, der Weltliteratur gehören. Und damit genug. Die zwei tobten Dichter mögen es uns verzeihen, daß wir den Namen des Herrn Wilhelm Marr mit den ihrigen zusammengebracht haben. Wir hätten ihnen die Gesellschaft gerne erspart. Red. d.„Vorwärts". Congrch der Sozialdemokraten Deutschlands . Zur Vorbereitung des Congresses hat sich hier ein Lokal- comits constifaiirt. Um die nöthigen Quartiere zu beschaffen, werden die ge- wählten Delegirten ersucht, sich an Emil Sauerteig zu wenden. Mitglieder des Lokalcomites werden schon am Sonnabend den 26. Mai von Vormittags an, mit rothen Schleifen versehen, am Bahnhof die Delegirten empfangen. Das Lokalcomits eröffnet sein Bureau am 26. Mai Vor- mittags im Congreßlokal: Thüringer Hof. Gotha , 4. Mai 1877. Das Lokalcomits. Emil Sauerteig, Vorsitzender. Correjpondenzen. Isertoh«, 29. April. (Volksversammlung.) Am 22. ds. Mts. erstattete ich hier in einer zahlreich besuchten Volks- Versammlung zunächst Bericht über den Verlauf einer großen Bergarbeiter-Versammlung, welche an demselben Tage Vormit- tags in Dortmund zum Zweck der Besprechung einer neuen Ar- beitsordnung stattgefunden hatte, welche auf verschiedenen Zechen eingeführt werden soll. Die Volksversammlung(nahm die Mit- theilung mit lebhaftem Beifall entgegen, daß die Bergarbeiter die schnöde Arbeitsordnung entschieden zurückgewiesen und auf meinen Antrag beschlossen hätten, den Reichstag aufzufordern, dem von den sozialistischen Abgeordneten entworfenen Gesetze zum Schutze der Arbeiter seine Zustimmung zu ertheilen und dasselbe auch auf die Berg-, Hütten- und Salinen-Arbeiter aus- zudehnen. Nachdem ich der Volksversammlung den Entwurf des Ge- setzes im Wesentlichen auseinandergesetzt hatte, beauftragte die- selbe daß Bureau einstimmig, den Reichstag zur Annahme des Gesetzes aufzufordern. Die Petition wird morgen an das Prä- sidium des Reichstags abgesandt. Nach eingehender Debatte beschloß die Volksversammlung ferner einstimmig die Beschickung des bevorstehenden Congresses der Sozialdemokraten Deutschlands , sowie, an den Congreß An- träge zur besseren Regelung der Parteipresse zu richten. Unterzeichneter wurde einstimmig als Delegirtcr gewählt und der Antrag des Herrn C. Malter, dem Congreß den in Nr. 46 des„Vorwärts" veröffentlichten Vorschlag des Hrn. P. Köhler zur Ausführung zu empfehlen, mit allen gegen die Stimme des Herrn Malter abgelehnt Mit Gruß C. W. Tölcke. Hffenvach, 1. Mai. Eine wahrhaft herzerhebende Demon- stration, die die Stärke unserer Partei hierorts erkennen ließ, fand letzten Sonntag bei Gelegenheit der Beerdigung unseres Freundes und Parteigenossen Ädam Bleß statt. Schon vor der festgesetzten Zeit hatten sich die Freunde des Verstorbenen vor dem Trauerhause eingefunden, und als sich der Leichen- wagen in Bewegung setzte, bildete sich ein imposanter Zug der Leibtragenden; mehr als 600 Personen folgten dem Sarge. Dem den Zug eröffnenden Leichenkommissar folgte unmittelbar die mit schwarzem Flor behangene rothe Fahne des Gesang- Vereins„Lassallea", dessen langjähriges Mitglied der Verstorbene war, und darauf der Leichenwagen, der die Hülle des Dahinge- schiedenen ihrer letzten Ruhestätte zuführte. Hinter dem Wagen folgten zunächst die Verwandten; Frauen und Jungfrauen mit Kränzen und Sträußen, dann ein großer Kranz mit rother Schleife seitens der sozialistischen Arbeiterpartei, deren treuer und wackerer Mitkämpfer er war, dem Parteigenossen und Freund gewidmet. Dann folgte ein Theil der Leidtragenden, die rotbe Sozialisten-Fahne Frankfurts und der größte Theil der Freunde des Verstorbenen.— Aus dem Friedhofe angelangt, senkte man den Sarg in das Grab, worauf zunächst der Gesangverein „Lassallea" in ergreifender Weise ein Trauerlied sang und dann Herr C. Ulrich mit wenigen Worten des Verstorbenen gedachte, dessen unermüdliches Wirken am Werke der Befreiung der Menschheit sowie dessen Treue und Charakterstärke hervorhob, und auf das Fortleben seines Andenkens im Gedächtniß seiner Freunde und Genossen sowie der Nachwelt hinwies. Hierauf ergriff Herr C. Frohme aus Frankfurt das Wort und führte in längerer, ergreifender Rede aus, daß nur Der die Freiheit und das Leben verdiene, der täglich sie erkämpfen müsse, und daß Der, an dessen Grabe wir ständen, zu jener Schaar gehörte, die stets kämpfend, trotz Roth und Sorge, in der sie leben, der Freiheit und dem Glücke unserer Nachkommen ihre freie Zeit gewidmet haben. Der� Gesangverein„Lassallea" sang hierauf wieder ein Lied, und Herr C. Ulrich nahm das Schlußwort und warf im Namen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit drei Hände voll Erde auf den Sarg, wünschend, daß die Erde dem verstorbenen Freunde leicht werden möge. Stuttgart , i. Mai. In der Parteiversammlung vom 2. Mai wurde betreffs der mit E. unterzeichneten Stuttgarter Correspon- denz in Ztr. 50 des„Vorwärts" nachstehende Resolution mit 40 gegen 10 Stimmen angenommen: „In Erwägung, daß Compromisse von uns nie und nirgends gemacht oder versucht worden sind; daß die Unterstützung unseres Candidaten bei der Landtagswahl in weiteren bürgcr- lichen Kreisen und notorisch seitens der Volkspartei ohne eine Spur von Gegenleistung oder eine Aufforderung unsererseits sich vollzogen hat; daß, wenn diese Unterstützung bei der Reichs- tagswahl trotz der notorischen Empfehlung des„Beobachters" geringer als bei der Landtagswahl ausfiel, der Grund hiervon nicht in einem mehr„radikalen" Candidaten, sondern darin lag, daß dieser Candidat in weniger weiten Kreisen bekannt war und überdies mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, als welche das Fortfallen von Couverts bei der Stimm- abgäbe und die Verhaftung von Genossen in der letzten Wahl- Versammlung, welche uns schwer geschädigt hat, anzuführen sind; in Erwägung auch, daß die Jacobyfeier im reinsten sozialistischen Sinne gehalten und auch von den theilnehmenden Mitgliedern der Volkspartei als sozialistische Feier aufgefaßt wurde, erklärt die Parteiversammlung vom 2. Mai die be- treffende Einsendung, soweit sie die Stuttgarter Mitgliedschaft betrifft, für ein haltloses Gemisch von Verdächtigungen und Entstellungen." I. A.: W. Riegers, Schriftführer. Dresden , 5. Mai. Heute wurde unsere Parteigenossin und Herausgeberin der„Blätter für geistigen Fortschritt", Frau Eu- genie Klemich, vor die königliche Staatsanwaltschaft gefordert, um fich auf eine Denunziatton des hiesigen Subdiakonus Jo- Hannes Paul Botichius zu verantworten wegen angeblicher Stö- rung„gottesdienstlicher Handlungen", verübt gelegentlich einer von ihr gehaltenen Grabrede für eine verstorbene Parteigenossin. Es stellte sich jedoch heraus, daß der Denunziant ganz übersehen hatte, daß die Rede der Angeschuldigten am Grabe erst dann begonnen wurde, als die„gottesdienstlichen Handlungen" that- sächlich schon verrichtet waren, und daß der„fromme" Herr nichts ein- zuwenden gehabt hatte, als die Leidtragenden ihm Mittheilung von der zu haltenden Rede gemacht hatten. Auch über den Inhalt der Rede selbst hatte der Denunziant— der bei Beginn der Rede davongegangen war, dieselbe also nicht vernommen hatte— Angaben gemacht, die sich aus dem vorgelegten Concept keineswegs bestätigen ließen. Sonach erklärte der Staatsanwalt von einer Strafverfolgung absehen zu müssen. Der Herr Sub- diakonus soll nun die Absicht haben, einen letzten Versuch bei der Polizei zu machen, um von dieser eine Ordnungsstrafe für die Missethäterin zu erwirken.— So rufen die geistlichen Herren, welche die Nächstenliebe predigen, selbst gegen eine Frau die weltliche Macht an. Äktcnöurg, 25. April. Herr Max Wagner, der liberale Diomedes, dessen edle Absichten mein letzter Bericht aufdeckte, strebt ehrgeizig nach höherm Ruhm, als er ihn etwa durch Be- kämpfung des Sozialismus in der Kneipe erringen könnte. In Nr. 94 der„Altenburger Zeitung", von der wir beharrliche Auf- nahmeverweigerung unserer Entgegnungen gewohnt sind, läßt er einen drittehalb Spalten langen, sehr schlecht stylisirten Artikel gegen die„rothe Internationale" im Allgemeinen und gegen mich im Besondern drucken, der zum Zweck hat, meinen Vortrag zu verhunzen und mir Worte in den Munde legt, die ich nie gesprochen. Von sich selbst redet Herr Wagner in der dritten Person wie Cäsar im bellum xallieum und führt einige Treppen- gedanken als von ihm in der Versammlung gesprochen auf, die ihm wohl erst lange danach gekommen sind. Am Schluß wird eine Stelle aus Scherr citirt und der wackere Rufer im Streit, Herr Diomedes-Wagner, ruft den„Philistern" empathisch zu: „Laßt uns nicht zu Hause bleiben! Laßt uns den Sozialdemo- traten zeigen, daß wir auch Männer unter uns haben, die für die gute Sache nicht nur reden, sondern auch handeln können! Laßt uns einen Reichsverein gründen!" Auf den 23. April hatten wir eine öffentliche Versammlung einberufen mit der Tagesordnung:„Rundschau, Zeitungsfrage", zu der sich die Parteigenossen anfangs nur spärlich eingefunden hatten, doch erschienen sie zahlreich während des Vortrags. Und auch die Mitglieder des städttschen Vereins waren nicht zu Hause geblieben, 30—40 Mann stark erschienen sie pünktlich. Der tapfere Herr Wagner durfte hier nicht fehlen, jedenfalls hatte er vorher verwegen versichert, uns wieder entgegenzutreten, und wohl deshalb saß er jetzt so trostlos in einer Ecke. Unter „Rundschau" stellte ich als Hauptpunkte: Ketzerprozesse im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Das Arbeiterschutzgesetz. Ruß- land und die Türkei , russischer Sozialismus. Zunächst sprach ich über die Verurtheilung des Redakteurs der„Glauchauer Nachrichten" zu drei Monaten Gefängniß wegen Abdruck eines Gedichts aus Nr. 30 des Sonntagsblatts von 1876. Dieses Gedicht(Vor dem Kreuze) wollte ich vorlesen, kam aber nur zum zweiten Vers, da sprang der überwachende Beamte auf und erklärte diese Nummer des Sonntagsblatts für confiszirt. Nun las ich die Artikel:„Ein Ketzcrprozeß" und„Abermals ein Ketzerprozeß" aus Nr. 15 und 16 des Sonntagsblatts von 1877 vor und kritisirte alsdann das Vorgelesene. Unter Anderm sagte ich etwa:„Man nennt die Sozialisten ausnahmslos Atheisten. Ich könnte das bestreiten, will es hier aber nicht erörtern. Jedenfalls bin ich überzeugt, daß der von uns erstrebte Staat Jeden nach seiner Facon wird selig werden lassen. Der Sozial- staat darf aber keine Religion als, Staats- oder herrschende Religion dulden und ich finde es bedauerlich, daß noch heute den Kindern in der Schule der Glaube an einen Gott anerzogen wird, dessen Existenz nicht erwiesen ist und nicht bewiesen werden kann!" Hier sprang der Beamte abermals auf und erklärte die Versammlung für aufgelöst. Dagegen ließ sich nichts machen, aber auch die Herren Liberalen gaben laut ihre Mißbilligung kund, und ein hiesige? Advokat suchte dem Beamten sogar zu erklären, daß er im Unrecht sei und die Auflösung doch wieder rückgängig machen möge, dieser aber kannte seine Macht und blieb fest. Jawohl, die Liberalen fanden diese Auflösung un- gesetzlich, aber wollen diese Herren denn nicht begreifen, daß der Liberalismus, weil er zu solchen Ungesetzlichkeiten schweigt, diese in erster Linie mit verschuldet? Beschwerde ist von uns sofort erhoben worden, aber was hilft das? Noch ein Kuriosum. Neulich brachte die„Altenburger Ztg." ein„Sonett" auf Bismarck aus der Feder eines hiesigen Ar- beiters und begrüßt deshalb denselben als einen Mann von ehrenwerther Gesinnung; Arbeiter, die nicht auf Bismarck schwören, besitzen also nach der„Altenburger Zeitung" keine ehrenwerthe Gesinnung. Hugo Grunwald. Augsburg . Der hiesige Stadtmagistrat bat die hiesige Mit- gliedschaft der Metallarbeiter- Gewerksgenossenschast geschlossen. Unterzeichnet ist der Magistratsbeschluß vom ersten Bürgermeister Fischer, der Leuchte des hiesigen Liberalismus. Die Begründung des Beschlusses entzieht sich der Kritik. Es wird am Anfang eine lange Geschichtsdarstellung gegeben, beginnend mit den Worten: Die Metallarbeiter- Gewerksgenossenschast, um deren hier bestehende Mitgliedschaft es sich gegenwärtig handelt, ging ursprünglich aus der allgemeinen deutschen vereinigten Metall- j Arbeiterschaft hervor, deren Sitz in Berlin war und deren Prä-! sidium Dr. v. Schweitzer daselbst führte. Und so geht es weiter. Um zu beweisen, daß es sich um einen politischen Verein handelt, wird die Vignette der Statuten- I bücher, das Annonciren in sozialdemokratischen Blättern hervor- gehoben, ferner, daß in den Versammlungen sozialdemokratische Agitatoren gesprochen haben und daß in den Pausen von all- gemeinen Arbeiterversammlungen Eintrittserklärungen in die Ge- nossenschaft angenommen wurden. Doch es lohnt sich kaum, der Logik des Bürgermeisters folgen zu wollen. Derselben sowie dem Style entspricht die Orthographie des Schreibers. Die Schreibfehler zählen nach vielen Dutzenden. Wir lesen Agigator und Gagiatoren, zweimal heißt es befollmächtigte, Prodokolle, Abendcrung und Bestättigung u. s. w. Wir glauben, der erste Bürgermeister der Stadt Augsburg hätte sich ein größeres Ber- dienst erworben, wenn er die Zeit zur Abfassung des Beschlusses auf die Ausbildung des Knaben verwandt hätte, welcher ihm als Schreiber diente. Briefkasten der Redaktion. I. B. in Constanz: Wir haben Ihren Brief nebst Einlage erhalten. Das„liberale" Flugblatt:„Das schwarze und rothe Gespenst" betitelt, ist so absurd, wie der Altkatholicismus, von dem eS herstammt. Als Berfaffer nennen sich 22 Personen, unter den- selben Professoren, Landtagsabgeordnete, Juristen, Staatsanwälte, Aerzte und Fabrikanten. Die Collektivarbeit dieser Herren ist eine recht schwache, wie sehr sind deshalb erst diejenigen Menschen zu bedauern, an welchen sie Einzelarbeit verrichten. Um unseren Lesern nur ein Pröbchen zu geben:„Der Sozialismus kennt nur Hohn gegenüber allen geheiligten(!) Einrichtungen des Rechtsstaats(siehe Affaire Kantecki!), der Ehe(Duncker ist auch wohl ein Sozialist?), des Eigenthums(siehe die Sozialisten Stroußberg, Ofenheim, Giskra ,„Unser Braun", Miguel zc.) u. s. w., wobei er alle Gefühle für Familie(wiederum Sozialist Duncker!), Bater- land(siehe die Zeichner der französischen Anleihe), Religion(siehe Culwr- kämpf), Sitte(siehe unseren letzten Leitartikel: Pfui über das Gesindel) mit Füßen tritt."— Saptenti sat. der Expedition. G. Mann Kgswlde: Ja. In der Thätigkeit d. R. T. von Bbl. ist nur die Stelle von Bismarck-Bleichröder zu streichen. Sonst Alles zum Vortrag geeignet. In 6 Wochen erwarten das Wei- tere wie versprochen. Adr.: Genossenschaftsbuchdruckerei Färberstr. 12/Il. Quittung. Lgs Hannover Ann. 1,80. Khlmnn Bielefeld Ann. 2,00. Arbeiterverein Plagwitz Plakate 1,60. Rbl. Halle Ann. 0,50. Schps hier Ab. 0,60. Dr. Hngr Rybnik Ab. 3,00. Glls Hochfeld Ab. 4,10. Pfffr Gießen Ab. 10,00. E. Brggmr Seesen Ab. 22,10. Pfrtzschnr Hohenstein Ab. 32,00. W. C. St. Johann Schr. 20,00. Dr. Pl. Rheinau Ab. 8,00. Exped. der„Freie Presse" Berlin Ab. 5,00. W. Mllr Mannheim 2,00. Hrninn B..Leipa Ab. 0,99. Ge- werkschaft der Holzarbeiter hier Ann. 9,00. Ullrch hier Ab. 2,55. Lgs Hannover 0,70. Bttchr hier Ab. 5,45. Für die gemaßregelten Krupp'scheu Arbeiter in Essen : Bon Dr. P. Rheinau 5,00. Sozialdemokratischer Wahlverein. <�JilUUVVvl* Sonnabend, den 12. Mai, Abends S'/j Uhr, im Bercinslokale, Mittelstraße 11: Geschlossene Versammlung. Fortsetzung der letzten Tagesordnung. __(Fl 63)_ Der Präsident.[70 Gewerkschaft der Holzarbeiter. Sonnabend, den 12. Mai, Abends 8 Uhr, im Saale ' von Jacobi, Rosenthalgasse: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Die Auflösung der Gewerkschaft und Kranken- kasse, resp. Anschluß an den Bund; 2) Anträge; 3) Agitation; 4) Neu- wähl des Vorstandes. Angesichts der wichtigen Tagesordnung wird das Erscheinen Aller erwartet. Fehlende haben die übliche Strafe zu zahlen. Der Vorstand. f110 Metallarbeiter-Gewerkschaft. •VVlP'glVz. Sonnabend, den 12. Mai, Abends 8 Uhr, in Mcnzel's Restauration, am Täubchenweg: Versammlung. Tagcsord.: 1) Abrechnung; 2) Diskussion über eingegangene Anträge. f40 Mannheim u. Umgegend. fing nach Heidelberg . Sammelplatz dortselbst m der alten Gundei und Abmarsch von dort um'/«ü Uhr. Alle Freunde und Gesinnungsgenossen sind höflichst eingeladen. f1,50 Morgens'/-A t Uhr, in der alten Gundei) erste gemeinschaft- liche SiNung der Prcß-Commisfion, bei welcher Keiner fehlen darf. 30)_(5222)_ F. I. Ehrhart. Genossenschaftsbnchdruckerei Leipzig . Die diesjährige Ordentliche Generalnerfainmiung sindct am Montag, den 28. Mai, Nachmittags 2 Uhr, im Gasthaus zum„Thüringer Hof" in Gotha statt. Die Tagesordnung lautet: 1) Aeschäftbericht des Vorstandes. 2) Revisionsbericht des Auffichts- raths. 3) Richtigsprechung der Jahresrechnung. 4) Feststellung der Dividende und Bestimmung über den Geschästsgewinn. 5) Feststellung des Etats für das neue Rechnungsjahr. 6) Wahl des Vorstandes. 7) Bestimmung über den Sitz des Aufsichtsraths. Laut§ 18 des Statuts steht es den Mitgliedern, welche nicht am Ort der Generalversammlung wohnen, frei, sich auf Grund einer eigen- händig unterzeichneten Vollmacht vertreten zu lassen. Die betreffenden Bollmachtsformulare, welche den Stempel der Genossenschaft tragen müssen, werden von den mitunterzeichneten A. Geib, Hamburg , Rödings- markt 12, auf Verlangen den Genossenschaftsmitgliedern zuschickt. Hamburg , den 9. Mai 1877.(2a) Der Aussichtsrath. I.«.: G. W. Hartmann. I. Auer. H. Brasch. August Geib. C. Derossi.[260 In den nächsten Tagen erscheint im Verlag von C. Grillen- berger in Nürnberg : Gruppenbild der Reichstags-Abgeordneten des ar- bettenden Volkes Deutschlands . Stahlstich in Folio-Format. Kin Kunstblatt in des Wortes vosser Aedeutnng. Da der bedeutenden Kosten wegen auf Masscimbsay gerechnet werden muß, so ist auch der Preis dem entsprechend niedrig gestellt und kostet das Blatt nur 60 Pfg. Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. Für die Schweiz zu beziehen durch die Expedition der„Tag- wacht" und die Schweizerische Volksbuchhandlung.[5,10 BeraMworilichrr Redakteur: W. Hasenclever in Leipzig . Redattwn und Erpedition Färberstraße 12/11. in Leipzig . Druck und Verlag der GenoffenschaftSbuchdruckerei in Lt'pztK
Ausgabe
2 (11.5.1877) 55
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