Wegen Beleidigung des Schokoladenfabrikanten König Kolonialschacher. Kopenhagen , 5. April. Rigans Bureau in Blauen wurde der Genosse Riem, Redakteur der Sächs. Arb. erfährt, daß die Berhandlungen zwischen Amerita und Dänemark 3tg." vom dortigen Schöffengericht zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. betreffend den Verkauf der dänisch - westindischen Juseln bis zum- Anläßlich eines Schmiedeſtreiks, der bei dem Kommerzien Schluß der jetzigen Reichstage- Seffion, welche nur noch einige Tage rat Hallström in Nienburg zum Ausbruch gekommen war, dauert, nicht zu Ende geführt werden können. hatte das„ Boltsblatt für Anhalt" in Dessau die niedrigen Löhne der genannten Firma einer Kritik unterzogen. Der Herr Kommerzienrat fühlte sich durch den Artikel beleidigt und Genoise Günther, der Verantwortliche, wurde vom Schöffengericht zu 100 92. Geldstrafe verurteilt. Das Landgericht bestätigte als Berufungsinstanz dieses Urteil.
Der Löwe von Plewna" gestorben. Muschir Ghazi Osman Pascha ist, wie das W. Z. B. vom 5. aus Konstantinopel mitteilt, gestorben, nachdem er bereits vor mehreren Wochen tot gesagt worden war.
Sie sehen in der Gründung einer solchen Schule eine„ empfindliche Schädigung ihrer gewerblichen Interessen". Die Freigabe der jungen Lente auf einige Stunden schädigt natürlich den Profit. Um diese recht schofle Ablehnung nicht so auffällig werden zu lassen, wurde sie noch mit einem andern Grund vervrämt. braven Lehrlinge" könne durch den regelmäßigen Verkehr mit Die Moral der noch lockeren Altersgenossen leiden. Gründe find billig wie Brom
beeren!
Aus der Frauenbewegung.
Die Kellnerinnen hielten in der Nacht vom Mittwoch gum 1837 zu Amafia in Kleinasien geboren, trat Osman Pascha Donnerstag wieder eine Versammlung ab, in der Frau E. Ihrer und Fräulein A. Pappriz über die Lage der Kellnerinnen und 1850 in die türkische Militärakademie ein, wurde 1854 Unterlientenant der Kavallerie, um 1867, nachdem er sich in mehreren über die Mittel zur Beseitigung der vorhandenen Mißstände referierten. Die Erhebungen der Kommission für Arbeiterstatistik Feldziigen hervorgethan hatte, zum Oberstlieutenant und Bei des Achtung, Schrifthaner! Am 2. April beschlossen die SchriftGeneralstabs befördert zu werden. Er erklomm num raich die hauer, nicht eher die Arbeit in den Grabstein- Geschäften wieder auf- haben ergeben, daß in diesem Beruf eine 16- bis 18stündige daß Ruhepausen und Nuhetage militärische Stufenleiter, wurde 1871 Oberst, 1874 Brigadegeneral, zunehmen, bevor der neue Tarif von den Meistern unterschrieben Arbeitszeit vorherrscht und 1875 Divisionsgeneral und 1876, nachdem er sich in den Kämpfen und der Kommission zugestellt ist. Es kann für uns nicht mag- rin wenigen Fällen gewährt werden. Troßdem daß meistens gegen Serbien ausgezeichnet hatte, Marschall( Muschir). Weltruf gebend jein, wenn der eine oder andre Geschäftsinhaber in der überhaupt kein Lohn oder nur ein ganz geringer gezahlt wird, crwarb sich Osman Bascha durch seine Thaten im russisch - Hauptperiode bezahlen will, aber jetzt nicht unterschreibt. Pflicht gleicher Höhe mit der Ausbeutung seitens der Wirte steht die der müssen sich die Kellnerinnen gewöhnlich noch selbst beföstigen. Auf türkischen Krieg bei Blewna. Er schlug mehrere russische eines jeden Schrifthauers ist es, nur in solchen Geschäften zu Stellenvermittler, die oft gleichzeitig auch die Logiswirte sind und Angriffe blutig ab, mußte jedoch schließlich am 10. Dezember 1877 arbeiten, wo der Tarif unterschrieben ist. Folgende Geschäfte haben in dieser Weise die Kelnerinnen auf die unverschämteste Art wegen Mangels an Proviant kapitulieren, wobei er in Gefangen- den Tarif anerkannt: Wallwiz, Poppe, Albrecht, Bw. Kroll, Rey, ausmützen. Wie sehr der Gesundheitszustand unter den Arbeitsfchaft geriet. Erst 1885 fchicd er aus seiner Stellung als Striegs- Schober, Sipperling, Stahl u. Herzog, Pfaffenberg, Zabel, Bieregg, verhältnissen leidet, wird schlagend durch die Statistik der OrteKramer, Neuendorf, Lange u. Bierschröder.
minister aus.
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Von der Pest. Sonstantinopel, 4. April. Der Sanitätsrat erhielt ein Telegramm, demzufolge in der Ortschaft Lasfa unter dem Stamme Beni Amer zwei Bestfälle festgestellt find. Der Stamm hat seinen Siß in dem Affir- Distrift, in welchem sich zur Zeit 28 000 Beirampilger aufhalten.
März.
Unterm neuesten Kurs.
2. Sanau. 2 Maurer 6 Wochen bezw. 8 Tage Gefängnis wegen Beleidigung von Streitbrechern. 5. Magdeburg . Je 15 M. Geldstrafe 5 Borstandsmitglieder der Orts- Krantenfasse wegen Uebertretung des Vereinsgeiezes. 6. Erfurt . Genosse Maŋ wegen Beleidigung des Landrats 300 M. Geldstrafe.
Jena . Begen Verübung groben Unfugs die Genojien Grunewald 50, Slopfer 30 und Topelius 25 M. Geldstrafe. 7. Chemnik. 2 Wochen Gefängnis Genosse Schöpflin wegen Beleidigung eines Fabrikanten. 16. Altenburg . Genoffe Stüdlen wegen Beleidigung eines Lehrers 1 Monat Gefängnis.
Frankfurt a. M. 200 M. Geldstrafe Genosse Quard wegen Beleidigung eines Pfarrers. Straßburg i. E. Begen Beleidigung eines Gendarmen Genoise Deinhardt 150 m. Geldstrafe. Zwickau . Die Genossen Kunz- Cainsdorf, Trinks und 3ihenderlein Niederplaniz wegen unerlaubten Sammelns
Die Kommission der Schrifthauer. J. A.: A. Meyer. Achtung, Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen! Die Sperre über die Filzichuhfabrik von Kusche, Büschingstr. 24, dauert unverändert fort. Laut Beschluß der letzten Generalversammlung hatte die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher von neuem den Versuch unternommen, die Sache beizulegen, jedoch hat sich herr Kusche diesen Versuchen gegenüber ablehnend verhalten. Der Verband deutscher Schuhmacher.
Seutsches Reich.
Die Tabakarbeiter in Finsterwalde werden um eine geringe Lohnerhöhung in den Streit treten, da ihnen von den Unternehmern eine entschiedene Absage zu teil wurde. 320 Arbeiter haben die Kündigung eingereicht.
Die Mühlenbefizer haben in Halle am 26. März d. J. eine Konferenz abgehalten, in der die Gründung einer Organisation be fchloffen wurde. Die Herren haben dann festgesetzt, daß die Eingabe der Lohnkommission nicht beantwortet wird. Ferner müffen die Mitglieder einen Bertrag unterschreiben, der ihnen verbietet, Nachrichten über in der Vereinigung gefaßte Beschlüsse bekannt zu geben und sie anhält, die schwarzen Listen über migliebige Arbeiter streng zu befolgen. Jede Uebertretung dieser Vereinbarung wird mit 50 m. Strafe geahndet. Mögen die Arbeiter dieses Berufs fich ihrer Organisationspflicht erinnern und die vom Unternehmerdünkel bittierten Pläne ihrer Ausbeuter durchkreuzen.
frankenkasse der Berliner Gastwirte und verwandten Gewerbe be wiesen. Von ca. 5000 Kelinerinnen in Berlin sind in dieser Kasse etwa 3500 versichert. In vielen Fällen melden die Wirte die Kellnerinnen überhaupt nicht oder erst dann, wenn dieselben erkrankt sind. Von diesen 3500 gemeldeten Kellnerinnen sind im verflossenen Jahre ca. 1350 erkrankt und kosteten der Kaffe rund 70 000 D., während sie der Kasse nur etwa 30 000 m. einbrachten, so daß die übrigen Mitglieder rund 40 000 m. jährlich nur für die Kellnerinnen aufbringen müssen. Neben dem außerordentlich hohen Prozentsatz der Geschlechtsfrankheiten bilden natürlich die Magenkrankheiten, die Folgen des starken Alkoholgenusses, der schlechten Ernährungs- und Lebensweise, den Bürge- Engel unter den Berufsangehörigen. Die Referentinnen als auch Frl. Salomon und Frau Lies wiesen darauf hin, daß hier unter allen Umständen die Gesetzgebung eingreifen, die Kellnerinnen selbst auf die geschliche Regelung der Arbeitsverhältnific dringen müssen, um den ganzen Beruf zu einem foliden zu gestalten und um den flandalösen Zuständen ein Ende zu bereiten. In der Diskussion schilderten mehrere Kellnerinnen, in welcher gemeinen Weise sie seitens eines Teils der Wirte be handelt, wie sie geradezu zur llujittlichkeit veranlagt werden, und im Interesse solcher Birte die Gäste ausbenten und dabei ihre eigne Gesundheit opfern müssen. In den größeren Lolalen, das fant auch in dieser Versammlung wieder zum Ausdrud, ist die Lage der Stellnerinnen etwas erträglicher, wenigstens sind sie nicht so den Animir Gemeinheiten ausgesetzt, als in den berüchtigten fneipen", deren Inhaber den Namen Gastwirt wirklich zu Unrecht führen. Wie aufpruchslos die Kellnerinnen schon geworden sind in Bezug auf den Lohn, geht daraus hervor, daß eine Rednerin ein Monatsgehalt von 10 bis 15 Mark als erstrebenswertes Ziel bezeichnete und nebenbei nur noch wünschte, daß die Wirte auch einen Teil der Krankentassenbeiträge, die jest fast immer von den Kellnerinnen allein bezahlt werden müssen, ersehen. Kaun hatte aber diese Rednerin die gewiß bescheidenen Wünsche ausgesprochen, so trat die Inhaberin einer wie oben geschilderten Kneipe auf, meinte, es wäre purer Unsinn, den Kellnerinnen Gehalt zu bezahlen, sie müßten eben sehen, daß sie an den Gästen genug verdienten. Diese Wirtin wundermild wurde ob einer derartigen Zu mutung fo aufgebracht, daß ihr schließlich, un weiter ver= Handeln ชน können, das Lokal verwiesen werden mußte. Buiritt zur Versammlung verweigert, desto zahlreicher waren dafür die weiblichen Angehörigen dieser Kategorien vertreten. Nach einer Ein Bergarbeiter- Ausstand ist auf der Grube, Pring Wilhelm" längeren Diskussion gelangte abermals eine eingehend begründete der Braunschweiger Kohlenbergwerfe ausgebrochen. Von 400 Mann Resolution zur Annahme, in der die reich gejegliche Regelung der Eberswalde . Ebenfalls 4 Monate Gefängnis der Handels- fuhren nur 93 an. Die Ausständigen verlangen höhere Löhne und Arbeitsverhältnisse im Gastwirtsgewerbe gefordert wird. Die Reso lution soll den in Betracht kommenden Körperschaften eingereicht mann Reppin Oderberg i. M. wegen Majestäts- Verkürzung der Arbeitszeit. werden. beleidigung. Lohnbewegung der Schneider. In Dresden haben dic 29. Rostock . Genosse Groth 50 M. Geldstrafe wegen Be- Schneider ihren Tarif in 130 Geschäften durchgesetzt. Die Ver- Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe. leidigung eines Polizeisenators. handlungen mit den Inmungsmeistern vor dem Gewerbegericht Montag, den 9. April, abends 81/3 Uhr in Uhland's Brauerei, Leipzig . In der Revisionsinstanz Genosse Haupt- Magde- fcheiterten an der schroffen Haltung der Meister. Die Schneider Turmstr. 25/26, Vortrag von Frl. Adele Schreiber über burg 200 M. Geldstrafe wegen Beleidigung des preußischen Augsburgs find in den Streit eingetreten. 13 Firmen mit Frau als Mutter". Um zahlreichen Besuch der Mitglieder und Gäste ca. 140 Arbeitern haben die Forderung bewilligt. Die Meister der bittet 3wangsinnung bingegen weigern sich, auf die Forderungen der Gehilfen einzugehen. In Konstanz ist eine Erhöhung des Tarifs durchgefeßt, die 1-3 W. wöchentlich Mehrverdienst bebeutet.
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je 15 M. Geldstrafe.
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17. Leipzig . In der Revisionsinstanz Genosse Hofrichter Köln 2 Wochen Gefängnis wegen Beleidigung des Reichsfanglers. 17. Güstrow . 3 Jahre Zuchthaus Genosse Holst- Wismar wegen wissentlichen Meineids.
20. Erfurt . Genosse Man wegen Beleidigung des Staatsanwalts 2 Monate Gefängnis. Gera .
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Begen Zeugnisverweigerung Genosse Seifert 50 M. Geldstrafe.
21. Bochum . 4. Wochen Gefängnis Genosse Wolf wegen BeLeidigung eines Werkdirektors.
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Berlin . Der Schuhmacher Großmann 4 Monate Gefängnis wegen Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten verschiedener Bevölkerungsflaffen gegen einander.
Staatsministeriums.
30. Jnchoc. Begen Beleidigung eines Streifbrechers das Dienst mädchen eines Lederfabrikanten 3 Tage Gefängnis. Bochum . 1 Monat Gefängnis Genosse Ostrowski- Herne wegen Aufreizung zum Klaffenhaß. Berlin . Der Sattler Schneider 50 M. Geldstrafe wegen Bedrohung eines Streifbrechers. Zwickau . 15 M. Geldstrafe Genosse Lorenz Marienthal wegen unerlaubten Sammelns. Die gleiche Strafe die Genoffen Helbig wiltau und Lorenz- Bodwa wegen Streifpoftenstehens.
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31. Naumburg . In der Berufungsinstanz der Ladierer 3 auschs 14 Tage Gefängnis wegen Verübung groben Unfngs. Oldenburg . Genoffe Pager wegen Beleidigung der
fängnis.
Schwerin . Die Genossen Groth und Schmidt- Nostoc Monate Gefängnis bezw. 30 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Polizeifenators. Jusgesamt wurde erkannt auf 3 Jahre Zuchthaus, 1 Jahr 7 Monate 4 Wochen und 4 Tage Gefängnis und 1300 M. Geldſtrafe.
Der Parteivorstand.
Partei- Nachrichten.
Gemeinderatswahlen. Auch in die schlesischen Gemeinden bringen nach und nach Socialdemokraten ein. So wurde fürzlich wieder in Häßlich( reis Striegan) ein socialdemokratischer Ber treter in der dritten Alaise mit 19 gegen 14 Stimmen durchgebracht.
Die Handschuhmacher in Sahnau( Schlesien ) haben den Erfolg zu verzeichnen, daß fie cine Lohnerhöhung von 10 Broz. für Accordarbeit durchgesetzt haben. Die übrigen Forderungen wurden von den Handschuhmachern zurüdgezogen und somit von beiden Teilen der so revidierte Lohntarif mit der Gültigkeitsdauer von 3 Jahren angenommen. Damit ist die Lohnbewegung, ohne daß es zum Einstellen der Arbeit fam, beendet.
Breslau , 5. April .( Privattelegramm des Vorwärts".) Der Streit der Holzarbeiter bei der Aktiengesellschaft Linkesche Wagenbau- Anstalt wurde heute beendigt. Die Forderungen der Arbeiter sind beivilligt worden.
Kiel , 5. April .( Privat Depesche des ( Privat Depesche des Borwärts".) Die Den Wirten und Agenten hatte man überhaupt ben Stemmer der Germaniawerft traten wegen Lohreducierung und Maßregelung eines Kollegen in den Ausstand.
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Die
Der Vorstand.
Kommunales.
Stadtverorducten Versammlung.
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nachmittags 5 1hr.
Die Textilarbeiter in Bramsche haben auf die an die Unter- 15. Sigung vom Donnerstag, den 5. April 1900, nehmer gesandten Forderungen die Antwort erhalten, daß in allen Betrieben die Arbeitszeit auf 10 Stunden herabgesetzt werden soll. nur über die Lohnerhöhung ist keine Einigung erzielt. Ob es deshalb zum Ausstand kommen wird, oder auch hier noch eine Verftändigung eintritt, ist ungewiß.
Ausland.
Zur Unterstützung der öftreichischen Lohnkämpfe find bis zum 24. März für den Streitfond der öftreichischen Gewerkschaft tommission 330 048,40 Stronen eingegangen. Davon erhielten die Bergarbeiter 313 140 Kronen, die Tertilarbeiter in Wernsdorf 13 300, in Grünwald 400, in Waystadt 300, in Jägerndorf 1200 und die Meerschaum und Massapfeifenschneider in Wien 400 Stronen, so daß die Gesamtsumme der von der Gewerkschaftskommission ausgezahlten Streitunterſtüßungen 328,740 Kronen beträgt.
In diesen gewaltigen Summen sind die sehr bedeutenden Be träge nicht enthalten, die in den einzelnen Streitgebieten felbft aufgebracht und direkt an die Streiffomitees abgeführt wurden, ebenso wenig die der czecho- slavischen Gewerkschaftskommission in Prag zu gelommenen Unterſtüßungsgelder. Erst wenn die Abrechnungen der Streitfomitees vollständig vorliegen werden, wird es möglich sein, einen genauen Ueberblick über die gesamten Kosten des Bergarbeiter streits zu geben.
Sociales.
Zu Beginn der heutigen Sigung wird der int 44. Bezirk III. Abteilung nengewählte Stadtv. Expedient Glode in ſein Amt eingeführt und verpflichtet.
Die Akademie der Wissenschaften spricht den Gemeindebehörden für die aus Anlaß der 200jährigen Jubelfeier beschlossene Stiftung von 100 000 M. ihren Dank aus.
Zur Erörterung steht zunächst der schon vor drei Wochen ein
gebrachte, damals aber bis nach der Feststellung des Stadthaushaltstats vertagte Antrag Dinse und Genossen betr. die Einlegung einer gemischten Deputation zur Beratung über die Lage bezw. Neuregelung des höheren und mittleren Schulwesens in Berlin .
Stadtv. Dinse: Meinem Antrag liegt nichts ferner als eine Spige oder auch nur die geringste Tendenz gegen die humanistischen Anstalten. Aber die Zeit, in der fie allein unfre höhere Jugend vozubilden hatten, sind seit der Inbetriebjegung der ersten Dampfmaichine vorüber. Die Industrie ist in Prengen derart erstarft, die Technit zu einer solchen Vollkommenheit gelangt, daß die Vorbildung reformiert werden muß. In Berlin ist, abgesehen von den Beriramder Techniker durchaus dem modernen Standpunkt entsprechend schen Realschulen, auch nicht bot dem kleinsten Schritte gu berichten. In den allerletzten Tagen Tagen hat hat Professor Slaby. der frühere Rektor der Charlottenburger Technischen, Sochschule, im Herrenhaus die Forderung der Aufhebung der monopolistischen Privilegien der humanistischen Gymnasien erhoben, Dem Mülhausfeuer Gemeinderat haben die Genoffen Sidel und Bueb einen Antrag unterbreitet, wonach bei Ausführungen Jn 34 Zuchthäusern und 1121 Gefängnissen befanden sich am und das mit Recht, damit muß angefangen werden. Die Stadt städtischer Arbeiten eine Stlanfel aufgenommen werden soll, welche 31. März 1899 im ganzen etwa 58 000 Gefangene. Außerdem waren in steht im Begriff, cv. zwei neue Gymnasien zu errichten. In einem die Unternehmer verpflichtet, den Arbeitern ihren Lohn in derjenigen Erziehungsanstalten" 582 3öglinge" im Alter von 12 bis Moment von solcher Tragweite und da fich die Organisationsfrage Höhe zu zahlen, die sie in ihren eingereichten Angeboten selbst an- 18 Jahren untergebracht, die wegen mangelnder Einsicht frei- des gesamten höhren Schulwefens im Fluß befindet, ist mein gesprochen waren. Antrag eine Notwendigkeit. gegeben haben. Die Zahl der Zuchthausgefangenen belief sich 1898/99 auf Die Nede des Stadtv. Dinse wird an dieser Stelle behufs Vor23 464 und war die kleinste in dem Zeitraum nahme der auf 6 Uhr angesezten war Die Zuchthausfriminalität int nach den Wahl des zweiten Bürgermeisters Angaben 1898/99 11111 31,5 unterbrochen. Es werden 136 Stimmgefiel abgegeben, davon ist 1
Polizeiliches, Gerichtliches uliv.
" 1
Gefängnisse und Gefangene in Preußen.
Stadtfyndifus Menbrink erhält 66, Bürgermeister Brinkmann Königsberg 69 Stimmen. Lesterer ist somit auf 12 Jahre gewählt.
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Bom Polizeikampf gegen die Socialdemokratie. Ain verfeit 1869. gangenen Sonntag fand in heigen bei Zeit zum erstenmal Reichs- Anzeiger" gemachten nach etwa fünf Jahren eine Boltsversammlung ftatt, in welcher der Prozent günstiger als 1869 und um 46,5 Prozent günstiger unbeschrieben. Abg. Genosse Thiele Halle mit größtem Erfolge sprach. Am wie 1881/82, in welchem Jahrgange der höchste Stand der folgenden Tage erhielt der Wirt des Bersammlungslokals nach ganzen Periode erreicht wurde. Die Zuchthauskriminalität ist stehendes Schreiben: ( Stempel.) Theißen , den 2. 4. 1900. also in entschiedenem, seit Jahrzehnten andauerndem Sinken begriffen. Diese amtlichen Feststellungen find befonders wertvoll Die Auszählung wird mit wachsender Spannung seitens der Da Sie Ihr Lokal der socialdemokratischen Partei zur Ab- gegenüber dent fortgesetzten Berlangen gewiffer Kreise nach Verhaltung von Berjammlungen überlassen, so wird für dasselbe fchärfung des Strafvollzugs. Auch die Zahl der Vorbestraften unter Bersammlung und der dichtgedrängten Zuhörertribüne verfolgt, da die Polizeistunde hiermit auf 10 Uhr nachts festgesetzt. den Zuchthausgefangenen ist gefunten und zwar die Zahl der Vor- fich die beiden Kandidaten lange Zeit genau die Wage halten und An den Gastwirt Der Amtsvorsteher: bestraften überhaupt, wie die der mehr als dreimal Vorbestraften. noch bei 50 und 56 Stimmen gleichstehen. Erst ganz zulegt neigt gez. Shiller. Im übrigen befanden sich unter den 1898/99 neu aufgenommenen sich die Wage zu Gunsten Brinkmanns; in dem Moment, wo jeiné Zuchthausgefangenen 87,20 Proz. rüdfällige Männer und 77,52 Pro3. Baht entschieden ist, erhebt sich im Saale bei den Siegern und auf Theißen.( Stempel.) rüdfällige Frauen. der Zuhörertribüne stürmisches, langandauerndes Beis Serr Schiller ist in der That ein recht offenherziger in Mann, er giebt unumwunden den Grund seiner Maßnahmen an; Nicht Ausbildung- Ausbeutung der Lehrlinge, das ist fallsrufen, das sich im Saale wiederholt, als der Vorsteher sonst geschicht die Maßregelung solcher Wirte meist in mehr oder cs, was die Herren Handwerksmeister uneingeschränkt betreiben das Resultat amtlich vertündet. iveniger verschleierter Form. Klarheit und Deutlichkeit ist natürlich wollen. In dem fchesischen Städtchen Münsterberg follte eine Darauf beendet Stadtv. Dinie unter nur sehr geringer Aufvorzuziehen; die Arbeiter wissen so wenigstens, woran fie find, sie gewerbliche Fortbildungsschule gegründet werden. Die Kleinmeister merksamkeit der fast verödeten Versammlung seine Ausführungen zu werden mun erst recht den betroffenen Sirt unterſtügen. erflärten sich in einer geharnischten Resolution einstimmig dagegen. I Gunsten seines Antrags.
Herrn Trautmanntal
in: