" Vorwärts" habe die Beendigung des Strikes berichtet, ebenso auch die„ Berliner Freie Presse".
Wir warnen hiermit nochmals nachdrücklich vor Zuzug. Im Auftrag: J. F. Ehrhart.
( Wir lönnen nur sagen, daß wir unsere Information über den Strike dem Centralorgan der englischen Gewerkschaften, der Industrial Review", entnommen haben. Red. d.„ V.")
Aus Baden. Unsere liberalen ,, Volksvertreter" in der zweiten bürgermeister Herr Mar Strohmeyer wegen Beleidigung der Kammer find, sammt der sehr liberalen" Regierung, durch die Mitglieder des Schatzungsrathes zu einer Geldstrafe von 50 M., beabsichtigte Tabakssteuer arg in die Klemme gebracht worden. sowie zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurtheilt. Zu Sie sehen ein, daß sie das Wasser nicht auf beiden Schultern bemerken ist hierbei, daß Herr Strohmeyer der Abgott der tragen können, d. h. daß sie außer Stande find, gleichzeitig den Liberalen war, der aber die Stadt derart in die Schulden hinWünschen ihres Herrn und Meisters in Varzin und ihrer eingebracht hat, daß selbst die Regierung einen Commissionär Mandatgeber, des badischen Volkes, zu willfahren. Dies zeigte nach Constanz schicken mußte, um wieder Ordnung in die Versich so recht deutlich gelegentlich der Anfrage Schneider's in der waltung zu bringen.
zweiten Rammer über die Stellung der Großherzoglichen Regie- Neuerdings ist die Opposition gegen die liberale Wirthschaft rung der beabsichtigten Tabakssteuer gegenüber; sowie in der wieder stärker hervorgebrochen, darob großer Jammer in der ersten Kammer, wo Freiherr v. Göler beim Posten Matrikular- liberalen Presse, die glaubte, die Sache werde so stillschweigend beiträge zum Reich" die Tabakssteuer zur Sprache brachte. im Sand verlaufen. Man sieht, der Liberalismus wirthschaftet Der Abg. Schneider( bürgerlicher Demokrat) hob in seiner sich immer mehr ab.
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Die Gewerkschaftskonferenz zu Gotha . Rede hervor, daß durch die beabsichtigte Steuer der Tabaksbau Frankenhausen i. Th. , im Februar. Wenn Sie von hier Die Konferenz wurde Sonntag, den 24. Februar durch in Baden fast aufhören würde, es würde dadurch nicht nur der eine fleine Correspondenz bekommen, so dürfen Sie um keinen A. Kapell eröffnet. Anwesend waren 23 Delegirte und zwar: Consument, sondern auch die Landwirthschaft, Handel und In- Preis denken, es ist doch nur Einer dort, der mit der SozialVerband der Buchbinder: Päcke und Pollerich, Leipzig . dustrie schwer getroffen. Der Gesezentwurf sei nicht anders zu demokratie sympathisirt", im Gegentheil, die große Masse des Verband der Buchdrucker: Härtel, Leipzig . Verein der Böttcher: Fröhner, Leipzig . Glasarbeiterbund: Horn und Völkel, betrachten denn als Vorläufer des Monopols, was in den Mo- Volkes Nordthüringens ist sozialistisch und besonders um hiesigen tiven deutlich hervorgehoben sei. Das Monopol tönne aber zu Ort herum. Wenn auch die Sozialistentödter im verflossenen Dresden . Maurer- und Steinhauerbund: Hurlemann, Ham- politischen Zwecken mißbraucht werden und bedeute eine An- Jahre jubelten:„ Frankenhausen ist aus der sozialdemokratischen burg. Metallarbeiter Gewerksgenossenschaft: Söhler, Braun schweig , Brenner, Berlin . Manufaktur- und Hand- Arbeiter: näherung an die sozialdemokratischen Ideen. Die Genehmigung Partei ausgeschieden", so war damit doch sicher nicht gesagt: schweig, Brenner, Berlin . Manufaktur- und Hand- Arbeiter: der Vorlage und ihre Folge( Monopol) würde bei uns den Ruin Frankenhausen ist zur Fortschrittspartei übergegangen. Die BerBöttcher, Brehm, Crimmitschau , Fahrenkamm, Erfurt . Allgem. Deutscher Schneiderverein: Klery, Dresden . Für die zahlreicher Existenzen nach sich ziehn, die Steuerkraft vermindern, hältnisse waren damals derart, daß es( in kleinen Orten wie dem Mitglieder der Schneider: Dunker. Schuhmacher: Gewerkschaft: in seiner Beantwortung hervor,„ daß die Großh. Regierung in schen Kräften fehlte. Man wird in solch kleinen Orten in der die Auswanderung vermehren." Der Geh. Rath Ellstätter hob hiesigen wird sich dieses oft wiederholen) an den nöthigen agitatoriGiesede und Porschen, Gotha . Stellmacherverein: Schulze, Berlin einen prinzipiellen Widerspruch nicht erhoben habe, weil Regel nur einen Mann finden, der öffentlich auftreten kann, und Hamburg . Tischlerbund: Weidemann, Mannheim . Tischler ein dringendes Bedürfniß zur Erhöhung der unmittelbaren das war auch hier der Fall. Hier nur ein ganz kurzer RückErfurts: Schüler. Töpferverein: Klaws, Erfurt . Bimmerer Reichseinnahme auch im Interesse der Einzelstaaten liege. Ab blid. 1868 entwickelte sich hier die Sozialdemokratie, ein einGewerkschaft: A. Kapell und Pfeiffer, Hamburg . Für die Mitglieder aller Gewerke Heidelbergs : Weber. In das Bureau hülfe sei durch direkte Reichssteuer nicht möglich und könne nur zelner Mann leitete Alles. Daß der Mann als Feind von allen gesucht werden auf dem Gebiete der indirekten Steuern. Hier Parteien angesehen wurde, ist selbstverständlich. Die Arbeitswurden gewählt: Weidemann und A. Kapell als Vorsitzende, biete sich kein Objekt, das zur Besteuerung geeigneter wäre als entlassung, Chikane, Prozesse, Geldstrafen 2c. 2c., gerade wie Klery, Bremer und Horn zu Protokollführern, Weber als der Tabak. Diese Thatsache sei nicht zu bestreiten. Man könne anderswo auch, waren an der Tagesordnung. 1870 auf HochFührer der Rednerliste. 316 i Nach Schluß der General- Diskussion werden in der Spezial- beklagen, daß dies Baden am meisten treffe, aber die Sache sei verrath angeklagt, bei der Verhaftung und folgenden Haft förNach Schluß der General- Diskussion werden in der Spezial- weder zu ändern, noch vom Lande abzuwenden. Die Regierung perlich vollständig ruinirt 1871 in den Schwarzburg - Rudolstädter Diskussion folgende Punkte angenommen: Punkt 1. Vorschläge habe im Bundesrath beantragt, den Centner inländischen Tabak Landtag gewählt, 1874 wiedergewählt, hielt er es aus bis 1875, zu einem Normal- Statut, betr. Centralisation. Punkt 2. Preſſe. mit 18 Mark zu besteuern, und nachdem dies abgelehnt wurde, da erklärte er gegen Freunde: es geht nicht mehr!" So viel Von einem Centralorgan wird Abstand genommen, dem gegen ich mich entsinne, machte er im Jahre 1876 seine lezte Strafe über empfohlen, daß die verwandten Berufsgenossen sich so viel gegen das ganze Gesetz gestimmt." Die Kammer mußte nun wohl oder übel in die Debatte ein- von drei Wochen ab. Es würden sich wohl jüngere Kräfte als möglich auf Grund der staatlichen Gewerbestatistik in Grup- treten, um zu sehen, wie sie sich am besten aus dieser unan- finden, aber der Anstoß fehlt; sollte es möglich sein, daß ein pen vereinigen. Punkt 3. Betreffs der Agitation wird empfohYen, dieselbe möglichst gemeinsam zu betreiben. Punkt 4. Be- genehmen Situation befreien kann. O Bismarck, warum hast du Agitator von außerhalb Gelegenheit hätte, einmal nach hier zu treffs der Unterstützung bei Arbeits- Einstellungen und Ausschlüssen uns das gethan! hätte der Abg. Paravicini ausrufen fönnen tommen, so würden bald die Sozialistentödter eines andern und als er sagte:„ Es gebe nicht leicht einen Einzelstaat, der dem bessern belehrt werden. wird empfohlen, eine möglichst gleiche Beisteuer sämmtlicher Ge- Reich so viel leiste wie Baden, was man ihnen aber jetzt zuwerke zu erheben, um in Fällen der Nothwehr eine Sicherung muthe, gehe zu weit, sie hätten gethan und würden auch ferner Im Monat Januar vergangenen Jahres traten wir zum erstenFriedberg( Oberhessen), im Februar.( Agitationsbericht. herbeizuführen. Punkt 5. Betreffs der Reiseunterstüßung wird thun was fie tönnen." Nun, mehr verlangt Bismard auch nicht, mal öffentlich auf, und zwar gezwungen durch einen Angriff der empfohlen, dieselbe bei sämmtlichen Gewerkschaften einzuführen, als schließlich" Ja" zu sagen, und das können die liberalen conservativen Partei bei Gelegenheit der Reichstagswahl. Wir sowie Errichtung gemeinschaftlicher Arbeits- Nachweis und Ver- Volksvertreter doch aus dem ff. Der Abg. Kiefer machte sich schickten den Candidaten dieser Partei gebührend heim, und scheint kehrs- Lokale. Punkt 6. Centralisation der Krankenkassen sei zu die Geschichte schon etwas leichter, das Gesetz, wie es jetzt vor ihm seitdem die Lust zu weiteren Kämpfen vergangen zu sein. empfehlen und solle man sich bemühen, auf diesem Wege baldigst liege, sei zwar ungerecht, weil es Baden am meisten treffe, aber Die" Lorbeeren", welche sich dieser Herr errungen, ließen, wie prinzipiell fönne man die Tabakssteuer- Erhöhung nicht von der es schien, die hiesigen Koryphäen der Nationalliberalen nicht Bur Durchführung der Konferenzbeschlüsse soll eine Commission Hand weisen, die gegenwärtige Zeit, wo eine Kabinetsfrisis in schlafen, und als gar der Artikel eines Herrn L. F. seinerzeit gewählt und auch mit der einheitlichen Leitung betraut werden. Destreich, oder eine Intrigue in Paris , oder dergleichen den im Vorwärts" erschien, da war es beschlossene Sache im Lager Um dieses möglichst bald herbeizuführen, beschloß die Conferenz, europäischen Frieden bedrohen können und sich zahlreiche, ja dieser Herren, dem frechen Eindringling, genannt Sozialismus, zu Pflingsten einen allgemeinen Gewerkschafts- Kongreß abzuhalten, sogar deutsche Stimmen für Bertrümmerung des verhaßten deut einen empfindlichen Schlag zu versehen. Verschiedene schlecht wo, wenn thunlich, die noch in Aussicht stehenden Generalverschen Reiches aussprechen, sei nicht dazu angethan, das Reich geführte Hiebe im„ Oberhessischen Anzeiger", Kreisblatt für den sammlungen der einzelnen Gewerkschaften tagen sollen. Als Ort finanziell zu schwächen und damit die Wehrkraft desselben zu Kreis Friedberg , wurden natürlich von uns präcis parirt, und hierzu wurde Magdeburg oder Hamburg in Aussicht genommen. beeinträchtigen. als endlich ein in angeblich 10,000 Eremplaren verbreitetes, Zum Schluß wurde noch beschlossen, daß Gewerkschaften, Der Abgeordnete Bär, auch Reichstagsabgeordneter, bemüht durch und durch confuses Flugblatt gegen uns erschien, konnten welche sich vorstehenden Bestimmungen anschließen, zu jeder Zeit nach vorhergehender Kündigung sich auch wieder separiren können. sich, in echt liberaler Weise dem Volk Sand in die Augen zu wir nicht umhin, auf eben diese Weise, d. H. mittelst Flugblatt, Die Einberufung des Gewerkschafts- Kongresses, sowie die nöthi- streuen, indem er betonte, daß Baden nach dem Entwurf ½½s der zu antworten. Genosse Frohme in Frankfurt hat später in gen Borarbeiten dazu wurden den Hamburger Genossen über- ganzen Steuer bezahlen müsse, obgleich dasselbe nur 33 des einer Nummer des„ Volksfreund" in der richtigen Art dieses ganzen Reichs ausmache. Deshalb könne er dem Gesezentwurf Erzeugniß liberalen Verstandes gegeißelt. Während dieser Vortragen. Auch sprach die Kouferenz noch den Wunsch aus, daß sich Auch sprach die Kouferenz noch den Wunsch aus, daß sich nicht zustimmen, es werde aber nichts anderes übrig bleiben, gänge hatten wir in verschiedenen nahegelegenen Ortschaften möglichst sämmtliche Gewerkschaften an dem abzuhaltenden Kon- als das Monopol einzuführen. Als ob wir uns dann besser Versammlungen abgehalten, und alle hatten günstigen Verlauf stehen würden! Ja, Bismarck würde sich sogar freuen, wenn und Erfolg. Das Landvolk der Wetterau ist, soweit wir es greß betheiligen möchten. Sodann wird die Konferenz ge- alle Reichstagsabgeordneten auf dem Standpunkt des Abg. Bär fennen gelernt haben, wenn auch derb, so doch keineswegs unzuschlossen. ständen, er brauchte dann das Uebergangsstadium der Steuer gänglich. Mittlerweile sagten uns Genosse Pfannkuch aus nicht und könnte gleich das Monopol einführen. Die Offenburger Raffel und Frohme aus Frankfurt zu, über die kapitalistische Wähler können sich zu ihrem Abgeordneten, der bismärckischer Großproduction"," die Lage des Kleinhandwerker- und Bauernals Bismard ist, gratuliren.
etwas zu schaffen.
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Correſpondenzen.
während jene WirthschaftsforOrt unservorbringung von
fönnten.
und J. R.
standes" und" die sozialistischen Productivassoziationen" referiren Der Abg. Junghanns( ultramontan) meinte, so lange die zu wollen, während Barteigenosse B. von hier schon früher einen Chemnik. Der berüchtigte Emil Käſtel, der unter dem Völker ihre Militärausgaben nicht einschränkten, müsse das Volk Vortrag über die historische Entstehung des Sozialismus, dessen Namen„ Raphael Schüz" sich eine Beit lang als Sozialdemo- allerdings bezahlen, und da sei es gleich, ob wir gefotten oder Bestrebungen und Biele" gehalten hatte. Am 10. Juni fand der trat aufspielte und in der Partei freilich ganz fruchtlos gebraten gegessen werden, d. h. ob Steuererhöhung oder Monopol Vortrag Pfannkuch's und Frohme's statt. Das war ein heißer Stänkereien zu machen suchte, dann den Nationalliberalen, nicht das Geld einbrächten. Pflicht jedes badischen Abgeordneten und Tag in doppelter Hinsicht. In dem Lokale, einem schönen ohne Erfolg, seine Dienste anbot, ist dieser Tage in Dresden der badischen Regierung sei es, den Gesezentwurf ohne Phrasen großen Gartensaal, herrschte eine tropische Temperatur, und bald wegen Unterschlagung und Betrug zu zweijährigem Ge- zu Fall zu bringen. Was den Ersaz betreffe, so hätten wir ja entwickelte sich ein hißiger Redekampf, an dem sich sämmtliche fängniß verurtheilt worden. So hätte die Nemesis wieder Finanzkünstler in Deutschland genug, die Abhülfe anrathen hervorragende Persönlichkeiten unserer Gegner, welche wir besoneinen Sozialistentödter" beim Schopfe gepackt. 8 ders eingeladen hatten, betheiligten. Von 4 bis 7 Uhr Abends Der Abg. v. Feder sprach sich ganz entschieden gegen den wogte der Kampf hin und her, doch können wir mit Bestimmtarbeit der Fall ist. Diese produzirt mit der Absicht, den Welt- Gesezentwurf aus, weil er eine ungerechte Belastung Süddeutsch- heit sagen, von gegnerischer Seite mit wenig Geschick und noch markt mit ihren Erzeugnissen zu versehen und Profit zu machen, lands involvire. weniger Anstand. Ein Herr Schulinspector nannte uns VerWenn sich nun auch sämmtliche Redner gegen die Steuer- führer der Jugend, Umstürzler und Demagogen, unser Herr Naturalien bedacht war, die an Ort und Stelle consumirt wur- erhöhung ausgesprochen haben, so konnte man es ihnen doch Landtagsabgeordnete betitelte uns Vaterlandslose, die durch ihre den. Die Ausbeutung der Leibeigenen war daher auch auf jenen anmerken, wie schwer es ihnen wurde, und außerdem ist noch zu unsinnigen Forderungen die Liberalen in die Arme der Reaction Güterkomplexen am ärgsten, wo das Hütten- und Bergwesen bedenken, wie billig sie es da haben konnten, da die Entscheidung trieben, und ein hiesiger Müller that sogar den classischen Ausvorherrschte, während auf den übrigen Gütern dies Verhältniß nicht in der badischen Kammer, sondern im Reichstag liegt. Auch spruch, daß Alles, was wir sagten, nicht wahr sei; nicht die zwischen Gutsbesizer und Leibeigenen in den meisten Fällen einen in der ersten Kammer sprach man sich, mit Ausnahme des Herrn großen Grundbesizer machten die kleinen Bauern, sondern im patriarchalischen Charakter hatte. Hemmel, dem das deutsche Interesse" unter allen Umständen Gegentheil, die kleinen Bauern die Großgrundbesizer kaput. Gewöhnlich bestand die Leistung der Leibeigenen darin, daß über das des engeren Vaterlandes geht, gegen das Gesez aus. Darauf wüthendes Bravobrüllen der anwesenden landwirthschaftsie den Gutsbesitzern Frohngelder zahlten, die aber nur in den In Folge der zweideutigen Haltung des Nationalliberalismus, lichen Größen, was sich um so komischer anhörte, als unser gewerbtreibenden Orten hoch waren, oder daß sie wöchentlich deri a in Baden beinahe ausschließlich dominirt, sind sich auch Müllerlein vorher bemerkt hatte, er gehöre zum Kleinbauerneine dreitägige Frohnarbeit auf den gutsherrlichen Aeckern zu die Tabaksbauern vielfach im Unklaren über die Tragweite des stande, und sei er infolge dessen ein Feind der Großen". Das leisten hatten, wofür die Leibeigenen ihrerseits vom Gutsbesizer Gesetzes. Sie sehen zwar ein, daß die beabsichtigte Steuer- thut aber alles nichts, wenn es gegen die Sozialisten geht, ist ein Stück Land zur unentgeltlichen Benutzung erhielten. Außer erhögung schädigend auf den Tabaksbau einwirken muß, glauben eben alles, auch das tollste Zeug recht. dem waren die Gutsbesizer verpflichtet, Steuern für die Leib- aber vielfach, daß es beim Monopol besser wäre, indem dann Frohme und Pfannkuch standen wie zwei Felsen im Meer, eigenen zu entrichten und mußten sie dieselben bei Mißernten, den vielen Zwischenhändlern das Handwerk gelegt würde, sie umtost von wüthender Brandung. Ihre Antworten waren schlaBiehjenchen, Feuersbrünsten zc. unterstützen. Und hier sehen sehen aber nicht ein, daß es der Regierung gar nicht darum gend, überzeugend und ruhig; nur wenn die Gegner in zu unwir abermals dieselbe Erscheinung wie bei den Kronbauern: die zu thun ist, sondern nur um möglichst viel Geld dabei heraus- artiger Weise sich ergingen, ward ihnen, von Frohme hauptsächGutsbefizer waren, wie die Kronbauern- Administratoren, nur ein zuschlagen. Die Regierung würde dann den Preis für den lich, die verdiente Büchtigung. Schließlich räumten die Herren So stand es im Allgemeinen um die ökonomische Lage der Tabaksfeldes gegenüber anderen Feldfrüchten, wie es gegenwärtig balgen zu wollen. Viele der Anwesenden, wir möchten sagen russischen ländlichen Bevölkerung in der Borreformen- Periode. der Fall ist, gar nicht mehr zu denken ist. Tabak würde dann die Mehrzahl, war auf unserer Seite. Einige Wochen später Da kam die Zeit der„ Reformeu". Unterlassen wir hier die nicht mehr eintragen als z. B. Kartoffeln, und mit dem so oft wolten wir eine Versammlung in Münzenberg , einem schönen umständliche Aufzählung der Ursachen, die diese Reformen her- gepriesenen, Wohlstand" der Tabaksbauern wär's vorbei. Das großen Nachbarorte, abhalten, in welcher Genosse Ullrich von vorgerufen haben. Bemerken wollen wir nur, daß wir in dieser Wochenblatt des landwirthschaftlichen Vereins im Großherzog Offenbach referiren sollte, allein ein Gensdarm vereitelte durch Hinsicht mehr Gewicht auf die ökonomischen Ursachen als auf die thum Baden" sprach sich denn auch gegen die Steuerhöhung sein Anflösen der Versammlung ohne Grund unsere Absicht. liberalen, humanitären und politischen Combinationen legen. Der sowie gegen das Monopol aus. Dem Manne wurde später auf unsere Beschwerde beim hiesigen nationale Reichthum" erwies sich als zu gering, man mußte Wenn also die süddeutschen Abgeordneten den Wünschen ihrer Kreisgericht ein Verweis, und unsere Versammlung fand vier diesen„ Reichthum" vermehren und die Produktion im Innern Wähler Rechnung tragen, so ift Aussicht vorhanden, daß das Wochen später unbeanstandet statt. des Landes fördern, denn durch die Förderung der Produktion, Gesetz im Reichstag abgelehnt wird. Ob sich aber dieselben, Vor Kurzem nun hielt Frohme einen zweiten Vortrag über das weiß jeder Kapitalist, wächst der Reichthum, der natürlich sofern sie der nationalliberalen Fraktion angehören, zu einer das„ sozialdemokratische Programm". Redner entledigte sich nur in die Taschen der Kapitalisten fließen darf. solchen That ermannen werden, muß ich sehr bezweifeln. seiner Aufgabe in ausgezeichneter Weise und hat einen sehr Durch die Zeitungen geht gegenwärtig folgende Notiz: quten Eindruck gemacht. Um noch verschiedener Kleinigkeiten zu
*) Man darf daraus keineswegs folgern, daß wir die alte gute Beit zu idealiſiren gesonnen find. Wir wolten nur auf den Unter schied zwischen der auf der Leibeigenschaft baſirenden Wirthschaft und der kapitalistischen hinweisen.
( Fortseßung folgt.)
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Konstanz , 9. Februar. Der Gemeindevoranschlag für 1878 gedenten, so sei bemerkt, daß wir einen Majestätsbeleidigungsist noch nicht ganz vollendet, doch wird uns mitgetheilt, daß sich prozeß hatten, der aber den Anstistern zum Aerger wegen die Einnahmen auf ungefähr 150,000 m., die Ausgaben auf Mangels an Beweisen niedergeschlagen werden mußte. Ferner 464,000 M. belaufen werden. Darnach sind ungefähr 314,000 m. fuchten in mehreren Wirthschaften flegelhafte Burschen Scandale durch Umlagen zu decken, was nach Abzug des Ertrags der mit Mitgliedern der Partei anzustiften, hie und da aber kamen Kapital- und Klaffensteuer etwa 1 M. 20 Bf. auf 100 M. des sie an die Unrechten. Noch sei bemerkt, daß bei letter stattGrund, Häuser- und Erwerbsteuerkapitals ergiebt." gehabter Gemeinderaths- Ergänzungswahl Parteigenosse Lorenz Berg 41 Stimmen erhielt, obgleich wir als Bartei uns nicht
In heutiger Schöffengerichtssigung wurde der frühere Ober