Erscheint in Feipjig Mittwoch, Freitag, Sonntag. ?! Bestellungen nehmen cm alle Postanstalten u. Buchhand- �, lungen des In-».Auslandes. ). Filial- Expeditionen tz für die Bereinigten Staaten: !g' F. A. Sorge, Hoi 101 Hoboken, N. J. f.„ Peter Haß, it 8. W. Corner Third and ). eoates str. Philadelphia , Der Mtslkit Abonncmentspreis für ganz Deutschland IM.MPf. pro Quartal. Monats- Abonnement s werden bei allen deutsden Postanstalten auf den Lieu u. 3len Monat und auf u 3ten Monat besonders a»- genommen; im Kgr. Sachs, n u. Hrzgtd. Sachs.-Altcnbu,.; auch auf den Itcu Monat d. a Quartals i 51 Pf. OrgandersozialdemokrattschenArbetterparteiundderinternationalenGewerksgenliffenschasten. MttatC. dt««khilttwg von Partei-, Verein«- nutz Volksversammlungen, sowie die Filial. Expeditionen und sonstig« Partei- Angelegenheiten betreffend, werde» mit 10 Pf.,— Privat- und Vergnügung«- Anzeigen mit 25 Pf. dt» dreigespalten« PeA- Zeile berechnet. Nr. 42. Mittwoch, 14. April. 1875. Herwegh tobt! Laut steigt die Lerche in die Luft, Nun muß der Frühling siegen, Doch ach! hinab in die schweigende Gruft Ist die»eiserne Lerche- gestiegen. Wer nimmt die Fahne in die Hand? Berlaffen steht die Warte, Wo Herwegh groß und einzig stand, Der Freiheit letzter Barde. Schon naht der Dichter Heer in Hanf, Im Geist von mir entboten: Wer wagt sich auf die Zinn hinauf An Statt de« edlen Tobten? Ich sprach'« und hob den Trauerflor, Der um die Fahn' gewunden, Da war der Dichter ganzer Chor Wie Nebelgestalten verschwunden. Kurt Mook. Die trvckeue Guillotine. Im Unterschied von der Schnellköpfung durch die bekannte Maschine de« Dr. Goillotin, die nasse Guillotine, haben die Franzosen für die langsame Tödtung eine« politischen Gegner« durch Deportation in Landstriche mit ungesundem Klima den Au«- druck»trockene Guillotine- erfunden. Man tödtet den Feivd dicht mit einem Gewaltstrciche, nicht im Angesicht der Oeffentlich- feit, nicht brutal aber bi« zu einem gewissen Grade ehrlich,— dem, man»schont- sein Leben, fließt womöglich von Humanität«- Phrasen über und versetzt ihn in Lebensbedingungen, die mit uor- walem Leben sich nicht vertragen, heimtückisch, schleichend, langsam, aber ebenso unfehlbar wie da« Messer der»nassen- Guillotine, de» Tod herbeiführen. Die ftanzöflsche Regierung, die Colonien hat, benutzt Cayenue und Neu-Caledonicn zu diesem philantro- pischcu Geschäft. Die preußische Regierung, die keine Colonien, und doch da» Bedürfniß einer»trockenen Guillotine- hat, mußte sich anderweitig helfen: il kaut corriger la fortune— man muß da« Glück korrigireu, sagt der geniale»Erbfeind- in»Minna von Barn- Helm-, und wenn wir ein»innere« Düppel- haben, warum nicht »uch ein innere« Cayenne, ei» innere» Neu- Caledonien? Gedacht, gethan. Wa« die Natur versagt, hat die Kunst ge- schaffen— wir haben Plötzeusee. Da« langsam tädtende Clima ist sinnreich durch eine langsam tödtende Diät ersetzt; und die trockene Guillotine der Berliner GesellschastSretter»arbeitet- mit derselben Sicherheit wie die der Bersailler. Hären wir ein Opfer dieser künstlichen»trockenen Guillotine-. Än einem Briefe vom 2. März d. I. schreibt Most: »Wein meinst Du, dürfte ich trinken? Der Traum ist süß, die Wirklichkeit bleibt kläglich! Ja, gesprochen wurde wohl von Wein, aber trinken— o weh!— trinken heißt'S Pumpenheimer. C« hat mir zwar Bamberger , kurz nachdem Geib hier war, eine Flasche Wein gebracht, allein diese steht ganz ruhig und weit von Meinen Lippen im kühlen Schatten und lagert. C« ist ferner eine Thatsache, daß meine körperliche Schlaffheit, allem Zimmer- turnen zum Trotze, im stetigen Zunehmen begriffen ist, so daß e« Mit einem Wunder zugehen muß, wenn ich nicht bald eine Glieder- krankheit, ein Nervenfieber oder Aehuliche««ich befallen sehen soll; und nicht minder ist e« ein Faktum, daß mich eine mäßige Wein- kur retten �könnte, wa« sogar ärztlicherseit« bereit« Anerkennung gefunden hat; allein die Verwaltung legt einfach ihr Veto ein, uud so muß ich eben langsam kaput gehen. Da« Einzige, wa« ich in Bezug aus meine Ernährung seither errang, ist die Er- laubuiß, täglich für 5 Pf. Dünnbier zu trinken. Du weißt so gut wie ich, daß e« meine Gewohnheit nicht ist, zur Wein flasche zu greifen, wirst daher auch begreifen, daß mein Verlangen nach Wein lediglich dem Umstände geschuldet ist, daß ich darin— und wahrlich uicht mit Unrecht— ein nervenstärkende« Arzneimittel erblicke. Indeß soll damit nicht gesagt fein, daß meiner Gesundheit nicht anderweitig noch besser gedient werden könute. Gestattete man mir, daß ich mich selbst beköstigte, resp. daß ich lebte wie ein civilistrtcr Mensch, dann wäre ich uicht schachmatt und brauchte auch keinen Wem. E« ist wahr» ich erhalte außer der Gisängoiß-»Kost- etliche genießbare Nahrungsmittel, aber von diesen allein kann ich doch uicht leben. Und diese Bohnen-, Erb- sen-, Linsen-, Rei«-, Kartoffel-, Brod- und Grütze-Suppen, weit entfernt, mir allmälig zur Gewohnheit zu werden, wiedersteheu wir täglich wehr; schon ihr Geruch flößt mir ungeheuren Abscheu ein. E« mag recht wohl zugegeben werden, daß abgedachte Stoffe hier so gut gekocht werden, al« die« den Verhältnissen nach denk bar ist; jedenfalls wird in anderen Gefängnissen nicht besser ge kocht, aber wa« nützt die« Alle«: ich bringe da« Zeug eben nicht mehr den Schlund hinab. Mein Gaumen und meine Zunge sind, wie man sich in Baiern ausdrückt, schon ganz»pelzig-; mein Ge» schmackSstnn ist förmlich abgestorben. Meiner Meinung nach rührt diese Wirkung nicht daher, daß gedachte Gefängnißsuppea an und für sich gar zu schlecht schmecken, denn ich fand sie in der ersten geit meine« Hiersein« durchaus uicht so übel und aß ziemliche nantitäten davon, vielmehr glaube ich» daß da« beständige Einerlei von solch verderblichen Folgen begleitet ist. Die« dringt mich zu der Ueberzengung, daß die Gesäugnißkost weit leichter sich essen ließe, wenn man sich wenigsten« allerlei viktualien(nament- lich scharfe Substanzen) kaufen könnte. Daß diese Ansicht nicht unrichtig ist, beweist schon der Umstand, daß sie von vielen Ber- waltungSbeamten de« Gefäognißwesen« getheilt wird. So gestattet man z. B. in Oesterreich den Gefangenen, neben dem Bezug von Rauchtabak(auch ein ganz vorzügliche« Appetit-Beförderung«- und Reizmittel), auch den Ankauf von Obst(namentlich von Citronev), sauren Gurken o. s. w., einfach weil man einsieht, daß irgend welche Extra- Kleiuigkeiten zur Erhaltung de« Appetit« absolut nothwendig sind. Aber in Preußen heißt e« eben»stramm- (buchstäblich):»Bogel ftiß oder stirb!- E» ist möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, daß die Gesängniß.„Reform-, welche gegen- wärtig zurecht gemacht wird, einige Wendungen zum Bessern im Gefolge hat, aber mir will scheinen, daß die Geschichte verdammt langsam geht. Uud eine vernünftige generelle Hausordnung wäre doch so leicht und so rasch anzufertigen— mindesten» eben so leicht und schnell al« ein Bank-, Civilehe- rc. Gesetz.-— Und vier Wochen später, am 29. März, schreibt Most an den- selben Freund: »Jetzt noch Einige« über meinen Corpu». Derselbe befindet sich zur Zeit in keinem österlichen Zustande, gleicht vielmehr einem alten Möbel, da« jeden Augenblick an» dem Leime gehen kann. Zu Anfang der vergangenen Woche hatte ich geschwollene Drüsen und Halsentzündung; und jetzt, wo sich jene Uebel wieder gelegt haben, bin ich förmlich deSorganistrt. Auf der Brust ein Gefühl al« wenn ein schwerer Stein darauf läge; sämmtliche Gelenke so schmerzhaft, al« ob sie mit Stricken zusammen geschnürt würden; ab und zu einen trockenen, sich sehr schwer lösenden Auswurf; und al« Krone für da» Ganze ein fieberartiges Frösteln. Wa« darau« werden soll, ist nicht abzusehen. Geschwitzt habe ich bereit» nach Noten, allein umsonst; Medizin mag ich keine, weil solche doch nicht« nützt, und meine Naturheilmittel kann ich hier nicht er- langen. Wiederholt hatte ich seit meinem Hiersein Krankheit«- anfalle— im Gegensatz zu meinem sonstigen stetigen Wohlsein—, allein in Zeit von 1—2 Tagen verzogen sich die Uebel wieder; die»mal aber scheint c« mich hartnäckiger packen zn wollen. Da- bei wird mir oft gesagt, daß ich gut aussehe, und ich sehe in der That nicht ganz schlecht au«, so daß mau mich vielleicht für einen Simulanten hält— da» Schlimmste, wa« einem Gefangenen passtren kann. Ich aber schreibe mein Uebel nur meiner Gefangen- schaft zu. Seit meinem dreizehnte» Jahre bi« jetzt hatte ich nie ärztliche Hilfe nöthig, und war nur ein einzige« Mal(vor 4 Jahren) krank, kurirte mich aber» trotzdem e« sich um die Pocken handelte, binnen 14 Tagen selbst. Solche Selbstkuren sind natürlich nur möglich, wenn man essen und trinken, sich bewegen, sich Tempe- ratur verschaffen, kurz sich verhalten und pflegen kann, wa» und wie und wo man will. Ich sage Dir, mir ahnt e«, daß mich hier noch die Würmer de« Boden« reklamireu werden; uud wenn e« ander« kommt, passirt ein Wunder. Dabei ist noch zu be merken, daß sich meine Lage insofern gebessert hat, al« ich von dem Ertrage meiner literarischen Arbeit den dritten Theil ver zehren kann. Ich kann also wöchentlich für ca. 2V Sgr. Viktua- lien kaufen, und lebe Früh und Abend« ungefähr ebenso, al« wenn ich Selbstbeköstigung ausübte. Freilich Mittag«— da liegt der Hund begraben. Bier Mal pr. Woche erhalte ich ein kleine« Stückchen Fleisch und etwa« Bouillon, und da« ist gut, drei Mal aber habe ich einfach»icht«, und da« ist faul. Gefängnißfutter könnte ich ftcilich, und noch dazu in wahren Riesenportioneu, be- kommen, aber— lieber verhungern.— Wenn ich nur wieder wohler wäre! Heute lag ich den ganzen Tag im Bett; wer weiß wie e« morgen ist. Diesen Brief schrieb ich Abend«, nachdem ich, vom Hunger übermannt— den ganzen Tag hatte ich nicht« ge gessen— ein Bischen Zehrung erhielt.- So Most. Au« der galgenhumoristischen Hülle herausgeschält, lautet die nackte Wahrheit: ich sterbe an der Gesäugnißkost. »Ich sterbe an der Gesäugnißkost I- Und der Beschluß, welchen der Reichstag in feiner vorletzten Sitzung»mit sehr großer Mehrheit-, wie Präsident Forckenbeck ausdrücklich konstatirte, in Sachen der Most'schen» Petition- faßte? Er liegt in den Schubladen, wen» nicht bereit« im Papierkorbe de« BundeSrath«. Der Reichstag ist an Fußtritte gewöhnt, und Most, der so zialistische Bertteter von 10,000 sozialistischen Wählern— Most muß in corpore vili, an seinem uichttwürdigen sozialistischen »Corpu«- die Borttefflichkeit und Wirksamkeit der trockenen Guillotine erproben lassen— der trockenen Guillotine von Plötzensee! Zur Ei»ig»»s auf gewerkschaftliche« Gebiete. (Schluß.) � Wir wollen de» ersten zwei Punkten keiue weiteren Ergänzun- gen hinzufügen, da sie selbstverständlich sind, und erlauben un« nur Einige« in Bezug auf den dritten Punkt— eine eventuelle Centtalverwaltung— zu bemerken. Bi« jetzt ist die praktische Her- stellung der»Union der Gewerkschaften- hauptsächlich theil« an der großen Unklarheit einzelner Gewerkschaft«!«»» in Beziehung auf diesen Puntt, theil» an der Eifersüchtelei und dem gegen- fettigen Mißttaueu gescheitert. Der erstere Uebelstaud dürfte nun wohl heute nicht mehr in dem ausgedehnten Maßstab« wie ftüher obwalten, wa» aber den letzteren Faktor anbettifft, so wird derselbe »icht zu beseitigen sein, so lange man nicht zu dem hier allein helserrden Mittel greift und die Verwaltungen der einzelnen Ge- werkschafteu, welche dem Bund beitreten, an einen und denselben Ort zusammenlegt. Dadurch wird diese« Hiuderniß ganz gewiß schnell uud ganz beseittgt, und e» ist auf dem einfachsten, vernünf- tigsteu und billigsten Wege eine Centtalverwaltung herbeigeführt. Hier müssen wir etwa« einschalten. E« wird nämlich dem Einem und dem Anderen unpraktisch erscheinen, daß wir die verschiedenen GewerkschaftSvcrwaltungen au einem Orte vereinigt wünschen; und et wäre auch unpraktisch, wenn anzunehmen wäre, daß die sämmtlichen in Deutschland be- stehenden Gewerkschaften, welche, klein und groß zusammengerechnet, wohl au die dreißig zählen— und zwar nicht nach Organisa- tionen, sondern nach Gewerken gerechnet— sich mit einander uniiren würden. Die« ist aber durchaus nicht anzunehmen uud wird nie der Fall sein. Die Cigarrenmacher, Goldschmiede, Buchdrucker werden der»Union - ferne bleiben,«eil sie bereit» eine Organisatton haben, die besser und kampffähiger ist, al« die »Union -, auch den besten Willen vorausgesetzt, sie vorläufig über- Haupt nur schaffen kann. Andere Gewerke werden un« ferne blei- den, weil wir unter der sozialistischen Fahne marschiren und daran« kein Geheimniß machen. Wir können heute, vorausgesetzt, daß die»Union - mit Ber - ständniß in« Leben gerufen wird, mit ziemlicher Bestimmtheit aus folgende Gewerke rechnen: Maurer , Zimmerer, Metall- arbeiter, Tischler(Holzarbeiter), Schuhmacher. Ob e« möz- lich sein wird, die Neineren Bereine, wie Spenglerverband, Sattlerverein, Schneidcrverein:c. mit hereinzuziehen, wird sich zeigen— die Möglichkeit ist vorhanden—, aber weiter wird e» wohl nicht gehen und braucht e« vorläufig auch nicht zu gehen. Die genannten Gewerke können ganz gut ihre Vorort«verwaltung an einem und demselben Orte haben, und werden dann die einzelnen Verwaltungen je einen oder zwei Bertteter zum CenttalauSschuß wählen, dessen Befugnisse bestimmt zu begrenzen und festzu- stellen sind. Vor Allem wird dieser CenttalauSschuß die Leitung de« Ge- wnkfchaftSorgan« zu übernehmen haben, und so die Bevorzugung de« etneu oder andere« Theil« verhindern. Da die verschiedenen Gewerkschaften ihre BerwaltungSbeamten so wie so bezahlen müssen, so braucht der CenttalauSschuß, der ja an« den Mitgliedern der einzelnen Gewerkschaft«- Verwaltungen besteht, nicht besonder« bezahlt zu werden und ist anzunehmen, daß nur eine einzige gemeinsame Abgabe für die verbündeten Ge- werkschasten nothwendig werden würde, uud zwar die Abgabe für da« gemeinschaftliche Organ. Außer der Leitung de« Organ», dürfte e« besonder« die Regelung der Agitation sein, wa« dem CenttalauSschuß zu unterstellen wäre. Daß auch bei ausbrechenden Sttike«, welche UniouS-Angchörige berühren, Seiten« de« Centtal- auSschnsse» auf die gegenseitige Unterstützung der einzelnen Gewerk»- gruppeu Rucksicht genommen werden müßte, ist selbstverständlich, doch müßte die eigentliche Leitung derselben Sache der betteffenden einzelnen Gewerkschaft«-Verwaltung sein. In dieser Beziehung mit Reglemeutirungen eingreifen zu wollen, hieße die heute wirken- den wirthschaftlichen Gesetze verkennen uud auf den Kopf stellen wollen. Wir glauben, daß wenn der CenttalauSschuß in diesem Sinne zusammengesetzt und seine Befugnisse so begrenzt sind, dann auch der skrupulöseste Gegner eine« Verbände» oder einer Union der Gewerkschaften seine Skrupel fallen lassen und Ja! sagen wird.— Da« wäre e« also, worüber die Conferenz sich klar zu werden, wa« sie in bestimmte Normen zn bringe» hätte. Ist die« ge- schehen, so kann zur Einberufung de« allgemeinen Congresse» ge- schritten»erden, dem die gemeinsam ausgearbeitete Borlage z« unterbreiten und dessen Urtheil anzuhören wäre. Hat sich der allgemeine Congreß über die Normalbestimmunzen geeinigt, s» können die einzelnen Gewerke in Gruppen zufammentteten, ihre Jahre»-Generalversammlungen abhalten uud sich darüber schlüssig machen, ob sie da» Normalstatnt anerkennen, überhaupt der Union beitreten wollen. Wird diese Frage von den einzelnen General- Versammlungen zum ersten Punkte ihrer Tagesordnung gemacht, so können sofort, nachdem sich alle vertretenen Gewerke über den Beittitt oder Nichtbeittitt entschieden haben, die Bertteter der sich verbindende« Gewnke zusammentreten und den gemeinsame« Vorort bestimme«. Nachdem auf diese Weise die Einheit gesichert ist, können die einzelnen Generalversammlungen ruhig weiter tagen und ihre Angelegenheiten ordne». Die« ist unsere Meinung und unser Lorschlag, der, wen» »»«geführt, gewiß allseitig befriedigen wird. Nu« wird man aber auch begreifen, warum wir gegen da« einseitige und störende Bor- gehen der Schuhmacher-Gewerkschast sind. Wie wir hören, wollen auch die Metallarbeiter mit der Einberufung ihre« Jahre«- Congresse« vorgehen, und zwar weil sie einzelne Paragraphen de« Statut« zu ändern haben. Wa« die« Angesicht« eine« zu entwerseudcn Normalstatut« bedeuten soll, ist un« unerfindlich, und hoffen wir, daß die Vorortsverwaltung der Metallarbeiter-Gewertschaft von ihrem Borhaben Abstand nehmen wird. A. Politische Uebersicht. — Die KricgSgerüchte erhalten sich. Theil» Börsenspiel, theil« Diplomatenspiel. Bedrohlich ist die politische Lage unzwei- felhaft und scheint au» den Ergüssen der Reptilienpresse hervorzu- zehn, daß e« der StaatSkunst de« Fürsten Bismarck gelungen ist, Frankreich die langgesuchten Allianzen zu verschaffen. Durch aller- lei»Genialitäten- gegen Belgien und Italien hat er letztere« zur Allianz mit Frankreich und Oestreich, und die Schutzmächte de» erstereu insbesondere England in feindliche Opposition zum preußisch-
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7 (14.4.1875) 42
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