tung: die planmäßige Verwendung über­

Menschenökonomie andersrum flüssiger Arbeit läßt sich in einer geschlos 15

senen Binnenwirtschaft wohl von der da die Die braunen Maschinenstürmer des Dritten Reiches Staatsgewalt erzwingen, aber da überflüssige Arbeit keinerlei zusätzlichen Wert schafft, so kann sie die Gesamtlohn­Das Ei des Kolumbus ist zum Stehen um nach Herrn Proudhon berechtigt zu sein, mehr produzieren als vordem die eintau- summe nicht erhöhen, und da sie den gebracht, das Mittel zur Beseitigung der beim Austausch sechismal so viel zu ver- send, genau verdoppeln. Jede derartige Warenvorrat nicht vergrößert, kann sie Arbeitslosigkeit gefunden! Es ist so kin- langen, als derjenige, der auf die Produktion Preissteigerung einer einzelnen Ware be- den auf den einzelnen Arbeiter entfallen­disch einfach, daß jeder hinterwäldlerische desselben Gegenstandes nur eine Stunde auf- deutet aber ihre Verdrängung vom Markt den Anteil an Gütern nicht vergrößern. Bauernknecht es hätte ausdenken können. gewendet hat." durch andere wohlfeilere Waren oder Das ganze Experiment Hitlers erweist Aber wie es niemanden gelang, ein Ei Damit ist in der Tat alles gesagt. Ein durch Einschränkung des Verbrauchs. sich als barbarischer Dilettantismus, aufrecht hinzustellen, bevor ein Kolumbus Großverdiener des Dritten Reiches , wie Z. B. gehen bei künstlicher Verteuerung es ist nichts als die Maschinenstür­kam und die Spitze des Eies eindrückte, Adolf Hitler , kann sich natürlich bei sei- von Zigarren zahlreiche Raucher zur merei der altenglischen Handweber so mußte eben auch erst ein Adolf Hit- nem Villenbau den privaten Luxus leisten, Pfeife über, bei künstlicher Verteuerung ins Gesetzgeberische übertragen. · ler kommen und der Welt folgendes vor- eine Arbeit, für die unter normalen Ver- von Flaschen sieht sich die Hausfrau mit demonstrieren: hältnissen nur eine Stunde erfordert wird, diesen mehr vor man erinnere sich, Und dies eine hat Karl Marx im Jahre in sechsen verrichten zu lassen. Aber wie in der ,, Sachwertzeit der Inflation 1847, soviel er auch sonst von der kapi­das bleibt die Marotte des reichen Sonder- Flaschen und Korken, die heute auf den talistischen Entwicklung voraussah, nicht lings, der ebensogut einen Arbeiter dafür Müll wandern, sorgfältig gesammelt wur- vorausgesehen: daß die Verzweiflungstat besolden kann, daß dieser sechs Stunden den. lang Sand ins Meer schippt. Auch das wäre ,, Arbeitsbeschaffung."

Die Arbeitslosigkeit beseitigt man, in­dem man die Arbeit, die durch einen Menschen ausgeführt werden · kann, durch zwei ausführen läßt.

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Punktum. Bei sich selbst fing der große Mann, wie sichs gehört, an ,, charity Sobald aber die Wirtschaft, d. h. die begin's at home"( Wohltun beginnt zu Hause), sagt der Engländer. Seine Leib- auf Profit eingestellte und angewiesene Privatwirt­presse berichtete das grandiose Beispiel: kapitalistische

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In diesem Fall endet also das Ex­periment mit Rückgang der Produk­tion, d. h. mit erneuter Arbeitslosig­

keit!

verhungerter, unwissender Proletarier zu Beginn des neunzehnten Jahrhun­derts, daß sie im fortgeschrittenen z wa n- zigsten Jahrhundert der Weisheit letz­ter Schluß sein würde für den Diktator eines totalen" Staatswesens. Aber es

Deutschlands Wirtschaft

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licher Weise mehren sich die Aufträge zur Besetzung solcher offener Stellen in Indu­strie und Handel, die bisher von weiblichen Kräften besetzt waren. Teils werden sie durch Verheiratung frei, teils aber auch da­durch, daß Arbeitgeber zur Entlassung schrei­weiblicher Angestellter

In der Praxis werden sich beide Mög- scheint, daß die Totalität dieses Staatsge­ein Gästehaus sollte auf dem Sommersitz schaft sich auf dies Gleis begibt, rich­des klassenlosen Volksführers errichtet tet sie sich notwendig zu Grunde. Kein lichkeiten mischen: es werden sowohl bildes sich in nichts sehr verkörpert wie werden. Der Bauunternehmer rückte mit Mensch gibt dem Fabrikanten für seine Löhne gesenkt als auch die in der totalen Unwissenheit seines Lei­einer Betonmaschine an. Aber der Ware einen Pfennig mehr, weil er über- Preise erhöht werden. Grundsätzlich| ters über die volkswirtschaftlichen Grund­große Adolf winkte ab: fein mit der flüssige Arbeit darauf hat verwenden ändert das nichts an der obigen Betrach- gesetze! Hand sollte der Beton gemischt werden, lassen. Nur die notwendige Arbeit damit mehr Leute Arbeit davon hätten. erzeugt Wert, nur die Arbeit, die einen Wundert man sich, daß diese Patent- Wert, wie Marx sagt ,, in dem Minimum lösung verblüffend einfach wie alles von Zeit, in dem sie produziert werden Die Schwerindustrie erholt sonst Rück­Geniale allenthalben freudige Nach- kann" herstellt. ahmung fand? Bei Notstands- und Wege- Allerdings, dies Minimum wird nach gänge. Aus den Monatsberichten der Handels­sich, daß nur in der bauten gab es künftig keine Maschinen Marx durch die Konkurrenz festge- kammern ergibt Schwerindustrie( Rüstungsaufträge) im mehr. Dann kam der Staathalter von stellt. Wenn Hitler diese Konkurenz aus­Thüringen auf die Idee, in der Glasindu- schaltet, wenn er durch Gesetz sämt- November eine Belebung war. Textilindustrie strie die Flaschenmaschine zu liche Konkurrenten eines Berufszweiges und Schuhindustrie klagen sehr über Absatz­verbieten, ein Verbot für Maschinen zwingt indem er ihnen die Maschinen weg- mangel. Im Einzelhandel setzt sich die Ab­in der Tabakindustrie schloß sich nimmt, überflüssige Arbeitszeit auf eine wanderung zur billigen Ware verschärft fort. eine Blödheit, die Die Klagen über die Ausfuhr dauern unver­an. Und wenn es so weiter geht, dann Ware zu verwenden ändert an. Offiziell aber wird immer wieder behauptet, wird in einem Jahrzehnt der Wanderer für das Jahr 1847 noch so undenkbar war, Die Pläne des Oberpräsidenten Koch auf man wolle die Frauen nicht grundsätzlich auf's durch das Riesengebirge wieder die daẞ Marx sich mit dieser Möglichkeit nicht Handweber des Hauptmanndramas an befaßt hat- so verwandelte Hitler zwar Errichtung einer neuen Industrie in Ostpreu- Pflaster werfen. Man wirft sie ja auch nicht man verdrängt sie durch Aufklärung". Hof­ihren Webstühlen sitzen sehen, in jeder auch auf diese Weise nicht die überflüs- Ben werden vom Verband sächsischer Indu­sige Arbeit in notwendige, aber er verhin- strieller in Grund und Boden kritisiert. Wirt- fentlich bedeutet das für die abgesägten weib­Hütte einen... Es ist wirklich gut, daß Adolf Hitler dert die Feststellung der überflüssigen schaftlich unverantwortlich aber wäre lichen Angestellten, von denen einst hundert­die Werke von Karl Marx hat ver- Arbeit in den Grenzen seines Machtberei- es, neue Industrien aufzubauen, indessen noch tausende Hitler wählten, wenigstens einen brennen lassen. Bekäme man sie nämlich ches. Aber nur in diesen Grenzen! unzählige Betriebe stilliegen oder kurz arbei- Trost. in Deutschland noch zu lesen, so könnte Sobald die Ware, um die es sich handelt, ten. Ein kapitalarmes Land kann sich derglei­der oder jener aus Karl Marx Zweifel an in die freie Konkurrenz des Weltmark- chen Dinge nicht leisten. Private industrielle

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ten, um an deren Stelle männliche Kauf­mannsgehilfen einzustellen.

Lügen haben kurze Beine

dem Wert dieser Art von Arbeitsbeschaf- tes gerät, sinkt ihr Preis automatisch auf Initiative wagt sich nicht nach Ostpreußen. Von Arbeitslosen frei fung schöpfen. Da hat nämlich dieser die Höhe, die allein der notwendigen, Eine staatliche Subventionspolitik kann die we­Karl Marx schon im Jahre 1847 ein Buch nicht aber der überflüssigen in ihr ent- sentlichen Schwierigkeiten keine Boden­schätze, keine Wasserkräfte, geringe Bevölke­geschrieben worin er die Lehren des haltenen Arbeit entspricht. Franzosen Proudhon grausam zer- Allerdings, Hitler strebt ja zur Autar- rungsdichte, schwachen Absatz- höchstens pflückte. Da wir gerade dabei sind, so kie, zu einer von der Weltwirtschaft ab- mildern, keinesfalls aber beheben." 57 Millionen fehlen erfreulich. Im Ver­wollen wir bemerken, daß dieser von getrennten Binnenwirtschaft. Nehmen wir

Es ist in Hitlerdeutschland still geworden große Propagandaféldzug gegen die Arbeits­um die Schlacht an der Arbeitsfront". Der losenstatistik hat seinerzeit in Ostpreußen be­gonnen. Ostpreußen von Arbeits­

Marx bekämpfte Proudhon der Schöpfer einen Augenblick an, eine solche wäre für waltungsrat der Reichspost erklärte der Mini- osen frei" das war das Signal für die des berühmten paradoxen Wortspiels ist, Deutschland wirklich möglich, so ließe ster: Der Vorjahresverkehr ist noch nicht Propagandaschlacht des Reichspropagandamini­das: die Göbbels und Konsorten als die sich für diesen Sonderfall allerdings nicht überall erreicht. Die Einnahmen im abgelau- sters. Aber Lügen haben kurze Beine! Heute Quintessenz des Marxismus hinzustellen bestreiten, daß durch ein Verbot arbeit- fenen Teil des Rechnungsjahres sind erheblesen wir nun in der gleichgeschalteten Presse: belieben: ,, Eigentum ist Dieb- sparender Maschinen die Zahl der Arbeits- lich hinter der Schätzung bei der Aufstellung stahl." Marx schrieb scharf ablehnend stunden künstlich gehoben werden kann, des Voranschlages von 1933 zurückgeblieben. die zur Herstellung bestimmter Produkte In den letzten sieben Monaten ist gegenüber zu diesem Text: ... Im besten Fall kommt dabel heraus, daß nötig sind. Nur tritt dann folgendes ein: dem Soll ein Einnahmenausfall von die bürgerlich juristischen Vorstellungen von dauert die Herstellung einer Sache statt 57 Millionen zu verzeichnen." Der Mini­,, Diebstahl" auch auf des Bürgers eigenen bisher eine jetzt zwei Stunden, so ster meinte trotzdem, die Lage zeige ein redlichen" Erwerb passen. Andererseits ver- halbiert sich entweder der Stunden- etwas erfreulicheres Bild." Sehr bescheiden! wickelt sich Proudhon, da der Diebstahl" als lohn des Arbeiters oder der Preis der gewaltsame Verletzung des Eigentums das Ware verdoppelt sich. Eigentum voraussetzt, in allerlei ihm selbst un­klare Hirngespinnste über das wahre bür­gerliche Eigentum."

Allerdings müssen wir

D

Das erste bedeutet Verelendung der Arbeiterklasse:

,, Auf einer Kundgebung in Königsberg sprach der Vizepräsident von Ost­ preußen, Dr. Bethke, über die Ar­beltslosigkeit. Er führte u. a. aus: Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit habe Ostpreußen seine Pflicht getan. Die in der ostpreußischen Arbeitsschlacht getroffenen Maßnahmen seien

Kampf den Frauen! aber kein Dauer- und Idealzustand.

In der, Sächsischen Kaufmanns­statt beispielsweise tausend vollentlohn- gehilfen- Zeitung", dem Organ des zugunsten ter Beschäftigter Arbeitsloser im Be- braunen Angestelltenverbandes, liest man un­Proudhons hinzusetzen, daß die Hitler, triebszweig sind dann zweitausend Be- ter der Ueberschrift ,, Stenotypistin gesucht": Göbbels und Genossen durch den Dieb- schäftigte, aber zu halben Löhnen stahl des Eigentums der Arbei- da. Damit wäre nichts gewonnen, die terklasse alles getan haben, Proudhon gegen Marx ins Recht zu setzen und zu beweisen.

konsumieren um zweitausend als Ganzes nicht für einen Pfennig mehr als vordem. Würde aber allen zweitausend der alte Lohn fortgezahlt, so muß sich der Preis der Ware, da ja die zweitausend in­folge des Wegfalls der Maschinen nicht

daß das Eigentum des Dritten Reichs in der Tat- Diebstahl

ist.

von

Doch nach dieser Abschweifung zurück zur Sache. In seiner Hauptschrift gegen Proudhon ,, Das Elend der Philosophie" kommt es Marx an einer Stelle darauf an, den falschen Gedankengangs Proudhons zu widerlegen, wonach der Wert jeder Ar­beit ohne Rücksicht auf ihre gesellschaft­liche Notwendigkeit von vornherein etwas Gegebenes sei. Und da schreibt Marx- und er schreibt es nicht nur für Proud­hon, sondern auch für die braunen Maschinenzertrümmerer 1933 fast ein Jahrhundert im voraus: ,, Es ist wichtig, den Umstand im Auge zu behalten, daß, was den Wert bestimmt, nicht die Zeit ist, in welcher eine Sache produziert wurde, sondern das Minimum von Zeit, In welchem sie produziert werden kann, und dieses Minimum wird durch die Konkurrenz festgestellt. Man nehme für einen Augenblick an, daß es keine Konkurrenz mehr gebe und folglich kein Mittel, das zur Produk­tion einer Ware erforderliche Arbeitsminimum zu konstatieren. Was wäre die Folge davon? Es genügte, auf die Produktion eines Gegen­standes sechs Stunden Arbeit zu verwenden,

60.000 Menschen habe man draußen mit Not­standsarbeiten beschäftigen können, mit ein­tretendem Frost wird aber der größere Teil dieser Arbeiter in die Städte zurück­fluten und die Arbeitsämter wie zuvor füllen. Es gelte daher, Maßnah­men zu treffen, um für die zurückströmenden Arbeitermassen eine Auffangstellung zu schaffen."

» Wenn bisher unser Kampf gegen die Frauenarbeit im Handelsgewerbe noch von geringem Erfolge war, so scheint doch auch darin im neuen Deutschland eine Wand­lung zum Besseren einzutreten... Schon geht die Reichsregierung dazu über, durch Im Sommer las mans anders! Da war das Aufklärung die Frauenarbeit aus den Män- Arbeitslosenproblem gelöst, da war es der nerberufen zu verdrängen... In erfreu- Idealzustand wenn auch die Arbeitslosen in

Du hast doch

irgendwo in der Welt einen Deutschen als Freund oder besitzt im Ausland Verwandte und Bekannte, die gern etwas über Deutschland erfahren möch­ten. Bitte teile uns deren Adressen mit, damit wir ihnen den Neuen Vor­wärts" anbieten und einige Probeexemplare zuschicken können.

An den Verlag des Neuen Vorwärts".

KARLSBAD, HAUS GRAPHIA"

Ich nenne folgende Adressen von mir Bekannten, denen der Neue Vor­wärts" zuzuschicken ist:

den Arbeitsdienstlagern für Hungerlöhne, dürf­tiger Ernährung und gesundheitsschädlichen dürftiger Ernährung und gesundheitsschädlichen Jetzt werden sie die Arbeitsämter wie zu vor füllen, und alles wird sein, wie zuvor. Aber die deutschen Spießbürger, auf die das Reichspropagandaministerium spekuliert, wer­den Arbeitsdienstlagern bei Hungerlöhnen, geschaltete Presse im Sommer erzählt hat. Wenn die Arbeitslosen sich an den Stempel­stellen drängen, wenn sie frierend durch die Straßen gehen, wird der deutsche Spießbürger mit dem guten Gewissen, das ihm die Pro­pagandalügen verschafft haben, in den Winter hinaus sehen und sich sagen: im Dritten Reich geht es niemandem schlecht; denn Hitler hat die Arbeitslosigkeit abgeschafft!

Woher soll er das Gegenteil wissen? Als die Arbeitslosen im Sommer in die Lager ge jagt wurden, schrie die gleichgeschaltete Presse mit den dicksten Lettern: von Arbeitslosen frei". Jetzt, wo der Winter herannaht, teilt sie ganz klein an versteckter Stelle mit: ,, in die Städte zurückfluten und die Arbeitsämter wie zuvor füllen."