der Opposition angehören, fo will die Regierung noch mit den alten Listen die Wahlen vornehmen. Solche Kniffe sind kennzeichnend.
Unser Wahlgeses ist bekanntlich sehr reaktionär; es enthält aber einige Bestimmungen, z. B. die Lese- und Schreibflausel, welche den demokratischen und socialistischen Fluthen Einlaß gewähren. Dies wird freilich zum großen Teil dadurch neutralisiert, daß die Regierung in Stalien einen außerordentlichen Einfluß auf die Wahlen hat. Und dieser Einfluß wird diesmal in rücksichtslosester Weise geltend gemacht werden. Im ganzen Land arbeitet die Reaktion mit Hochdruck. Von allen Seiten hört man, an, daß Bersammlungen verboten, Vereine auf gelöst werden. Judes bei der herrschenden Erbitterung wird durch derartige Maßregelungen nur Oel ins Feuer gegossen. Wir Socialisten sind nicht überrascht worden, wir waren auf die Auflösung vorbereitet. Das Wahlbündnis mit den Republikanern mud Radikalen dauert fort und unire Freunde im Ausland dürfen auf uns vertrauen: wir werden unsre Schuldigkeit thun.-
übrigen soll die Novelle zum Stempelgesez, deren Be- Imit seiner ausdrücklichen Billigung die anhaltischen Kriegers ratung hiermit abgeschlossen ist, am 1. Juli 1900 in Kraft vereine Politif getrieben hätten. Der Staatsanwalt bewies aber- treten. und das Gericht schloß sich ihm an daß die Kriegervereine gar Es folgt noch die zweite Lesung der Novelle zum 3011- feine Politit trieben. tarif. Mit dieser Sache haben sich nun schon 4 Gerichte befaßt. Das Eine Debatte fnüpft sich nur noch an die in erster Lesung Schöffengericht in erster Instanz verurteilte die beiden zu je 100 M. beschloffene 3ollerhöhung für ausländische Biere. Abg. Geldstrafe, die Berufungskammer sprach sie frei wegen eines FormRichter weist besonders auf die Gefahr der Vergeltung hin. fehlers im Strafantrage, das Oberlandesgericht hob das freisprechende Staatssekretär Frhr. v. Thielmann erklärt, daß Oestreich mit Urteil auf, weil es feinen Formfehler entdecken konnte und nun verder Zollerhöhung auf ausländisches Bier also vor allem deutsches urteilte die Strafkammer wieder.
Bier
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vorgegangen sei. Die Abgg. Dr. Hasse, Graf Arnim,- Vom Schöffengericht in Striegau wurde Genosse Heinzel Dr. Paasche empfehlen die Beibehaltung des Beschlusses erster 31 20 M. Geldstrafe verurteilt, weil er während des Streits in einer Lesung. nicht angemeldeten Versammlung, die sich mit angeblich öffentlichen Bei der Abstimmung wird der 30II auf ausländisches Angelegenheiten beschäftigte, gesprochen haben soll. Die Versammlung Bier aufrecht erhalten, auch im übrigen die Novelle zum war nur von Berufsgenossen besucht und hat auch nur berufliche 3olltarif- Gesch unverändert in der Fassung erster Lesung bestätigt. Angelegenheiten erörtert.- Auch die Zolltarif- Novelle soll am 1. Juli d. J. in Kraft treten. Es werden darauf noch folgende beiden Resolutionen au genommen:
Eine abermalige Drohuote der Mächte. Den„ Times" wird aus Peking vom 21. Mai gemeldet: Das diplomatische Corps richtete hente eine gemeinsame Rote an den dem Reichstage vorzulegen, der eine Besteuerung der im 1. Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, einen Gesezentwurf Tiungligamen, in welchem die Regierung aufgefordert wird, Julande hergestellten Schaumweine einführt und gleichdie" Borers" und die fremdenfeindliche Bewegung zu bekämpfen, zeitig einen Deklarations zwang für die mit künstlichem welche ernste Proportionen angenommen habe. Die Note ist in Rusas von Kohlensäure hergestellten Schaumweine schafft, sowie befestem Tone gehalten und stellt in Aussicht, daß, wenn die stimmt, daß in Deutschland angefertigte Schaum= Bewegung nicht niedergeworfen werde, die Vertreter der aus- iv eine nur unter Angabe des Anfertigungsorts ärtigen Mächte gezwungen sein würden, wieder militärische in den Handel gebracht werden dürfen. 23 a chen nach Peking zu bringen. 2. Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, spätestens Anfang der nächsten Session des Reichstags einen Gefeßentwurf vorzulegen, durch welchen die Besteuerung des Saccharins und ähnlicher Süßstoffe in einer der bestehenden Zuckersteuer und der Süßkraft der fünstlichen Süßstoffe entsprechenden Höhe gesichert wird. Damit hat die Kommission die Beratung des ihr überwiesenen Flottengefeges beendet.
sid Tie Lage Kumassis hat sich nicht gebessert. Die Beſtürmung durch die Aschantis dauert allem Anschein nach mit unverminderter Heftigkeit fort. Ein Telegramu meldet:
London , 22 Wiat. Das Kolonialamt ist seit einigen Tagen ohne Nachrichten von dem Gouverneur von Kumaſſi.
Amerika.
Miserfolg der Boeren- Mission in den Vereinigten Staaten . Ans Washington wird vom 21. Wai gekabelt: Staatssekretär Hay empfing heute die außerordentliche Boeren- Gesandtschaft in nicht offizieller Beise im Auswärtigen Amt . Nach der Besprechung, die civa eine Stunde Sauerte, erklärten die Mitglieder der Mission Berichterstattern gegenüber, sie hätten teinerlei Mitteilung zu machen.
Der Senat hat heute mit 36 gegen 21 Stimmen beschlossen, den Boeren- Delegierten den Zutritt zum Sigungsjaal zu verweigern, nachdem der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses. Davis in nachdrücklicher Rede ausgeführt hatte, die Delegierten seien im Lande herumgezogen, indem sie sich an Versammlungen beteiligten und das Volk dafür zu gewinnen suchten, einen Druck auf die Regierung auszuüben.
Trotzdem die Mitglieder der Boeren- Gesandtschaft sich in Schweigen hüllen, weiß ein weiteres Telegrammi den angeblichen Inhalt der Erklärungen des Staatssekretärs Say wiederzugeben. Deninach soll derselbe erklärt haben, daß Präsident Mc Kinley bei der gegenwärtigen Lage der Dinge fich genötigt fehe, gegenüber England und den Boeren- Republifen bei der Politit der Neutralität und Unparteilichkeit zu verharren.
Wenn die Mitteilung sich auch nur auf Mutmaßungen stützen sollte, so dürfte sie doch den Thatsachen sehr nahe kommen.
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Ueber die inneren Zustände Mexikos , die durch die Nachrichten über den Aufstand der Yaqui- Indianer, über den auch wir berichteten, in einem feineswegs günstigen Licht dargestellt worden waren, veröffentlicht der Hamburger Korrespondent" die Buschrift eines Keuners" der merikanischen Verhältnisse, die die selben in einer wesentlich andern Beleuchtung zeigt. Die Zuschrift
lautet:
Wie sehr jener amerikanischen Notiz der Stempel der Lüge aufgedrückt ist, ersehen Sie daraus, daß die Notiz von fortwährenden inneren Wirren redet, um deretwillen kein Teil zu sehr von Militär entblößt werden dürfe. Du lieber Himmel! Wenn unser Präsident das gesamte Militär in einer Stadt cinquartiert, fo bringt das nicht die geringste Nenderung hervor: daß Merifo jeit 25 Jahren feine Revolution gehabt hat und daß die Zeit der inneren Wirren vorüber ist, dürfte Ihnen bekannt sein; die deutschen Geldmänner wissen das jedenfalls, sonst hätten sie wohl kaum unserm Finanzminister im vorigen Jahre bei der Konvertierung der Nationalschuld geholfen. Wir fönnte es persönlich ganz gleichgültig sein, ob es in Mexiko Revolutionen giebt oder nicht, da ich als Naturforscher gar kein Interesse daran habe; aber ich muß der Wahrheit die Ehre geben, wenn ich andauernd systematische Lügen über einen Staat lese, in dem ich dem ich gegenwärtig wohne. Merifo ist heute finanziell so gut wie irgend ein Staat der Welt; feine Silberbons stehen über Pari und höher als die Goldbons. Merito hat in den lezten Jahren konstant lleberschüsse, trozdem das Budget jährlich wächst. In diesem ersten Halbjahr sind schon wieder 2 Millionen Dollar Ueberschüsse in den Finanzen der Förderalregierung. Merito hat 14 000 Kilometer Eisenbahn ( Deutschland 48 000) und in feinem Lande der Welt werden gegenwärtig fo viele Bahnen gebaut, wie hier. Die Industrie nimmt einen mächtigen Aufschwung und der derbau ebenfalls..
Parlamentarisches.
Ju der Budgetkommiffion
des Reichstags wurde am Dienstag zunächst die Debatte über die Novelle zum Reichs Stempelgejeg fortgesetzt. Die Position 6 des Tarifs: Schiffsfrachturkunden, erhielt nach dem Antrage der Abgg. Frese( frs. Vg.) und Dr. Paasche( natl.) folgende Faffung:
Konnoſſemente und Frachtbriefe im Schiffsverkehr zwischen inländischen und ausländischen Seehäfen, oder zwischen inländischen Flußhäfen und ausländischen Seehäfent, sofern sie im Julande ausgestellt, oder behufs Empfangnahme oder Auslieferung der darin bezeichneten Sendung im Julande vorgelegt oder ausgehändigt
werden
1 W.
Im Verkehr zwischen Hafenplägen der Nord- und Osisee, des Kanals oder der norwegischen Küfte ausgestellte, vorgelegte oder behändigte Konnoffemente und Frachtbriefe... 10 Pf.
Der vom Abg. Müller- Fulda verfaßte Bericht über die Beratungen des Flottengejezes wurde verlesen und genehmigt. Der vom Abg. Dr. Paasche zu erstattende Bericht über die VerhandLungen betr. die Deckungsfrage, also über die Novellen zum Stempelsteuer- Gesez und zum Bolltarif, soll auch noch diese Woche, wahrscheinlich Freitag, festgestellt werden.
Reichstag, dem er seit der im Januar erfolgten schweren Erkrankung Der Abg. Dr. Licber erschien heute zum erstenmal wieder im hatte fernbleiben müssen. Dr. Lieber wurde von zahlreichen Abgeordneten aller Parteien auf das lebhafteste begrüßt und zu seiner Genejung beglückwünscht. Er sieht zwar noch etwas angegriffen aus, fühlt sich aber, wie er versichert, im ganzen recht wohl. Sein Play war mit einem mächtigen Rosenstrauß geschmüdt..
Genosse Stolpe in Grünberg in Schlesien soll in einer Bersammlung den dortigen Kommerzienrat Beuchelt beleidigt Beantragt waren deren vier. haben. Er wurde deshalb zu einem Monat Gefängnis verurteilt.
Gewerkschaftliches.
Von den Berliner Glasschleifern befinden sich noch 86 Maut im Streif. Bewilligt haben 10 Firmen, darunter die Firma Fröhlich, Juhaber H. Mai, Hollmannstr. 22, mit 15 Mann. Diese Firma hat den Austritt aus dem Bund der Berliner Glasschleiferei- Besizer erklärt.
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An die Textilarbeiter aller Länder! Arbeitsbrüder! Der internationale Tertilarbeiter Kongreß in Roubaig 1897 hat beschlossen, den vierten internationalen Kongreß in Deutschland abzuhalten. Die deutschen Textilarbeiter haben die Vorbereitungen getroffen und laden wir alle Nationen freundschaftlichst ein. vierte internationale Tertilarbeiter- Kongreß wird vom 16. bis 20. Juli 1900 in Berlin im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, abgehalten.
Der
Der Empfang der Delegierten findet Sonntag, den 15. Juli, im Gewerkschaftshaus statt.
Tagesordnung: 1. Gröffnung des Kongresses Montag, den erstattung des internationalen Sekretariats. 3. Berichte über den 16. Juli, und Prüfung der Mandate der Delegierten. 2. Bericht Stand des Gewerbes und die seit dem legten Kongreß eingetretenen Veränderungen. 4. Abschaffung von Tageslohn- Arbeit. 5. Abfchaffung der Ueberzeit- und Nachtarbeit. 6. Wie ist eine beijere Durchführung der Arbeiterschutz Gesetzgebung möglich? 7. Wittel und Wege, Gejeze für die Arbeiterschaft zu erreichen. 8. Die Bertreter der Arbeiter in öffentlichen Körperschaften. 9. Wie können es die organisierten Arbeiter bewerkstelligen, um dem Genuß alkoholischer Getränke in der Arbeiterklasse wirksam entgegen zutreten. 10. Wie sind die Kongreßunkosten zu decken.
Abänderungen und Ergänzungen der Tagesordnung sind dem Kongreß vorbehalten.
Man schreibt uns: Nur noch wenige Tage trennen uns von dem Termin der Wahl und noch hat man nichts von einem eigentlichen Arbeitsbrüder aller Länder! Die deutschen Arbeiter laden Ench Wahlkampf verspürt, wenigstens nicht von der Heftigkeit, wie er fich freundschaftlichst ein und wir erwarten, daß alle Nationen auf dem bei früheren Gelegenheiten stets äußerte. Die Gegner, die ja mit fachlichen Argumenten gegen die Socialdemokraten nicht aufämpfen Stongres vertreten find. Wir wollen gemeinsam Mittel und Wege fönnen, verschmähen offenbar diesmal ihre früher stets befolgte suchen, welche geeignet sind, die schlechten Erwerbsverhältnisse, unter Taktik, sich in Beschimpfungen gegen einzelne Personen zu ergehen, welchen die Tertilarbeiter aller Länder leiden, zu beseitigen. Durch wenn sie sich dies nicht etwa bis auf die legten Tage vor der Wahl gemeinsame Beratungen wollen wir die Wege finden, wie es uns aufgespart haben. Bis jetzt ist es im gegnerischen Lager merkwürdig wir ersuchen Euch, uns recht bald Nachricht zu geben, wie viel Delemöglich wird, in allen Ländern fraftvolle Organisationen zu schaffen. still gewesen. Der Kampf wird unsrer Partei diesmal besonders leicht gemacht. Als gierte aus Eurem Lande kommen, auch wünschen wir die Adressen Gegner kommen in Betracht nur Freifinn und Nationalliberalismus, der gewählten Delegierten zu erfahren, damit wir diesen das nötige Material zusenden können. die sich nunmehr, nachdem sie sich noch vor kaum drei Jahren in der Das Organisationstomitee. unflätigsten Weise bekämpften, gegen die Socialdemokratie koaliert Franz Kofe, Berlin , Marienburgerstr. 31: haben. Man war sehr gespannt darauf, was der„ kommende", noch Alle Anfragen und dergleichen sind an genannte Adresse zu unverbrauchte" Mann sein würde, den die Gegner als standidaten prokla- richten. mieren würden, und man war nicht wenig erstaunt, als bekannt wurde, Die Arbeiterzeitungen aller Länder werden ersucht, die Bekannt daß ihre Wahl auf eine ganz unbekannte Größe fiel, den Herr Fabrifanten Seiler, der im politischen Leben noch in leiner Weise hervor- machungen des Komitees zu veröffentlichen. Der Verband der Baugeschäfte von Berlin und den Vor getreten ist. Der Kandidat hat am Sonntag in Altdorf, der Hochburg" des Freisinns im Wahlkreise Nürnberg , seine Eröffnungsvorstellung orten verbreitet anscheinend von allen Streits in seinem Beruf gegeben, wobei die nationalliberale Fränkische Morgenzeitung" ganz schwarze Listen. Wir erhielten ein Cirkular über den Ausstand in unbesonnen aus der Schule schwägte, indem sie in der Ankündigung Bromberg . das 225 Namen enthielt, cin andres über den Ansdieser Versammlung von dem nationalliberalen Kandidaten stand in Wildan bei Königs- Wusterhausen weist 91 Namen aus Seiler sprach. Das war den Organisatoren der gegnerischen Nieder ständiger Arbeiter auf. Je umfangreicher diese Thätigkeit der Scharflage sehr unbequem und der Redacteur des genannten Blatts wurde macherorganisation wird, um so erfolgloser wird ihr Mittel. Deutsches Reich . gezwungen zu berichtigen, daß der Kandidnt nicht nationalliberal fei.. Man weiß aber trotzdem, wie man daran ist. Den FreiDie Weingerber in Neumarkt i. Schl. erhielten nach vier finnigen wurde der im Herzen nationalliberale Kandidat von den Nationalliberalen aufgezwungen, weil jene durch eigne Kraft tägigem Ausstand die zehnstündige Arbeitszeit( bisher elf Stunden) Eine Lohnerhöhung von 19 auf 20 M. folie ver nicht einmal mehr einen Achtungserfolg zu erringen im stande bewilligt. find. Von diesem Kandidaten um erwartet man, daß es ihm geschiedene Verbesserungen der Lohnsäge für Accordarbeit setzten lingen werde, die Socialdemokratie zu besiegen oder doch mindestens ohne Arbeitseinstellung die Weißgerber in Haynau i. Sal. start zu schwächen. Wie kindisch die Leute in ihren Hoffungen sind, durch. In legterem Ort ist die 10stündige Arbeitszeit vor einigen zeigt die von ihnen angestellte Berechnung, sie brauchten von den Wochen durchgesetzt worden. Die Lohgerber und Lederzurichter in 18 000 indifferenten Wählern nur 13 000 für den Mischmasch mobil Breslau , die Weißgerber in Königsee i. Th. und die Lederfärber in Johanngeorgenstadt i. S. befinden sich zur den 3 machen und die Niederlage der Socialdemokratie wäre fertig! Unternehmern Den in Unterhandlung. Ein Objekt des Etreits zwischen Nationalliberalen und Frei- Beit mit in Breslau find bereits einige Lohnauffinnigen waren stets Marine- und Militärvorlagen; eine Flotten Lohgerbern vorlage war auch die Ursache der Gehässigkeiten zwischen beiden bei befferungen in Aussicht gestellt, doch von der Verkürzung der der Ersatzwahl im Jahre 1897. Beim Abschluß des diesmaligen Arbeitszeit, worauf gerade von den Arbeitern der Hauptivert gelegt Kompromisses glaubte man diesen Bunft nicht berühren zu müssen, wird, wollen die Unternehmer nichts wissen. Die Arbeiter beharren da als feststehend angenommen wurde, daß bis zur Wahl über die auf dieser Forderung und werden nicht ruhen, bis sie Geltung be= Da dies nun nicht kommen. neueste Flottenvorlage entschieden sein werde. der Fall sein wird, so wird Herr Seiler wohl noch seine Stellung hierzu präcifieren müffen.
Achtung, Metallarbeiter! Infolge der Aussperrung der Former in der Maschinenfabrik in Buckau bei Magdeburg ist der Zuzug streng fernzuhalten. Besonders werden die Berliner Former gebeten, von dieser Mitteilung Notiz zu nehmen, da aus Berlin fortgesezt Arbeitswillige eintreffen. Die Aussperrung der Former ist erfolgt, weil diese eine Reihe von Uebelständen in der Die bloße Geltendmachung dieser
Bei Beginn des Wahlkampfs machte das freisimmige Blatt den Versuch, den Fall Oertel" für die politischen Zwecke der Kuddelmuddelpartei auszunügen, mußte dies aber bald als aussichtslos aufgeben. Die übrigen politischen Parteien find in diesem Wahlkampfabrik abgestellt haben wollten. gänglich bedeutungslos. Die Organisation der Volkspartei faßte den Wünsche fegte die Leitung der Firma so in Erregung, daß sofort Beschluß, da der Mischmaschkandidat nicht von einem überzeugten die sämtlichen Arbeiter dieser Branche ausgesperrt wurden. Es ist Freifinnigen, noch viel weniger aber von einem Demokraten gewählt deshalb dringend notwendig, den Zuzug feinzuhalten. werden könne, ihren Parteigenossen zu empfehlen, direkt für Südefum Die Aussperrung der Lübecker Metallarbeiter in den Die fonservative zu stimmen oder sich der Wahl zu enthalten. beiden großen Betrieben der Maschinenbau Gesellschaft und der Bartei läßt ihren Anhängern freie Hand, nachdem Herr Seiler ihre Schiffswerft von Koch ist beendet.. Beide Betriebe haben den Anfrage, ob er für Einführung des Hopfenzolls und für Bei- Arbeitern Zugeständnisse gemacht, die eine Aufnahme der ließen. Zunächst wird behaltung des Thalers als Zahlungsmittel eintrete, verneint hatte. Arbeit empfehlen ließen. Zunächst wird keine Maßregelung Sodann wird eine StundenErhöhung des Die Centrumspartei stellte in der Person des Dr. Heim einen Zählfandidaten auf. 2 Pfennig eintreten die Nachtschicht mit Von unsrer Seite wird der Wahlkampf mit derselben Promptheit 20 Broz. Aufschlag bezahlt. Die Schiffswerft von Koch gewährt und Sicherheit geführt, wie schon jedesmal bei früheren Wahlen. den Lohnarbeitern für Ueberstunden 50 Proz. und den AccordFast täglich finden im Wahlkreise Versammlungen statt, deren Verlauf überall Zeugnis ablegt von der Begeisterung für die social arbeitern 20 Broz. Aufschlag. Der Abschluß des Streits ist ein Die Kandidatur Südeluns, der durch seine äußerst befriedigender, die Organisation der Arbeiter hat sich in demokratische Sache. zweijährige Thätigkeit in der socialdemokratischen Partei Nürnbergs trefflicher Weise bewährt, sie hat den Angriff der Unternehmer zurückfich großes Vertrauen erworben hat, findet bei allen Genoffen rüd geschlagen. Dieser Antrag wird angenommen. haltlosen Anklang, und so können wir die bestimmte Zuversicht hegen, Abg. v. Kardorff teilt darauf mit, der preußische Land- daß wir am 26. Mai nicht nur einen Sieg, sondern einen wirtschaftsminister habe ihn wissen lassen, es sei nicht möglich, die glänzenden Sieg erringen werden, der es den Gegnern ein für Besteuerung des Totalisators sofort in Kraft zu fegen, allemal verleiden wird, fich in trügerischen Hoffnungen zu wiegen. wein nicht die Rennvereine in ärgste Verlegenheit geraten Nürnberg ist eine proletarische Stadt und wird sie bleiben.
Die Abgabe ist für jede Sendung nur einmal zu entrichten." Ein Antrag Richter, die Frachtbriefe für Nord- und Ostsee Kanal und die norwegischen Küsten ganz frei zu lassen, wurde abgelehut. Zu Artifel 8 der Novelle zum Stempelgesez beantragt Abg. Müller Fulda( C.) folgende Fassung für Abs. 2 des§ 39 des Gesetzes vom 27. April 1894:
Der Prüfung in Bezug auf die Abgabenentrichtung unterliegen alle diejenigen, welche abgabepflichtige Geschäfte der unter Nr. 4 und 6 des Tarifs bezeichneten Art gewerbsmäßig betreiben
oder vermitteln."
für den Totalifator erst später eintreten zu
stattfinden.
11m lohnes
und
Die Arbeiter der Bremer Erleuchtungs- und Wasserwerke hatten an die Deputation dieser Werke ein Gesuch um Erhöhung ihres Lohns gerichtet, das abschläglich beschieden wurde. Die Arbeiter haben darauf die bestimmte Forderung gestellt, ihren Lohn um 20 Proz. zu erhöhen und für Ueberstunden- und Sonntagsarbeit ihnen 25 Proz. Aufschlag zu gewähren.
niedergelegt. G6 waren vorher mit den Unternehmern unterband= lungen angebahnt, die leider refultatlos verliefen. Die Forderungen find minimaler Natur: Einführung eines einheitlichen Tarifs und ca. 3 Proz. Lohnerhöhung. Der einheitliche Tarif ist die wichtigste Forderung, da einige Unternehmer das doppelte Quantum für den gleichen Preis anfertigen lassen.
sollten. Es empfehle sich daher, die erhöhte Steuer 4000 Stück Agitationskalender Ostpreußischer Landbote" laffen. Abg. Bring Arenberg( C.) unterſtüigt dieſe Anregung waren unfren Barteigenoffen in Königsberg , polizeilich beschlagnahmt Abg. Graf Stolberg( fons.) stellt den Antrag, die erhöhte Steuer bringen müssen. Die Beschlagnahme hat sich als unhaltbar erfür den Totalisator erst vom 1. April 1901 ab eintreten zu lassen. wiesen. Die Stalender werden ihren Zwed noch erreichen. Bis dahin feien die Regierungen der Einzelstaaten in der Lage, sich von Polizeiliches, Gerichtliches usw. den Landtagen größere Unterstützungen für die Remiten bewilligen zu lassen. Abg. Richter bekämpft den Antrag, Abg. Dr.Paasche befür- 3u je 100 M. Geldstrafe wurden der Verleger und der Textilarbeiter- Konferenz von Rheinland und Westfalen . wortet ihn. Schließlich wird zwar der Vorschlag des Grafen Stolberg ab- Druder eines Flugblatts, die Genossen Stelzer und Franke in gelehnt, dagegen ein Antrag des Abg. Graf Arnim angenommen, wo- Deffan verurteilt, weil sie in dem Blatt den Staatsminister am 20. Mai tagte die obige Konferenz in M.- Gladbach. Benach der verdoppelte Stempel für den Totalisator v. Koferiz beleidigt haben sollen. Zu dem Flugblatt wurde ihm sucht war dieselbe von 58 Delegierten und dem Agitationskomitee erst vom 1. Januar 1901 ab in Kraft tritt. Im vorgeworfen, daß er eine Ungefeßlichkeit gebilligt habe, indem aus Elberfeld .