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folgendes Schreiben: Von der Direktion der Artilleriewerkstatt erhalten wir Bezugnehmend auf die in der 1. Beilage zum Vorwärts" Nr. 278 am 27. November 1991 enthaltene Nachricht, betreffend Einstellung von Arbeitern in die hiesige königl. Artilleriewerkstatt

1. Bu jener Zeit hatte die Direktion der Artilleriewerkstatt keinerlei Inserat in irgend einer Zeitung zwecks Arbeiter- Annahmen erlassen.

Gleichwohl sind derselben in der Zeit vom 16. bis 26. No vember d. J. 2848 schriftliche Gesuche von Arbeitern um Giu­stellung in die Artilleriewerkstatt zugegangen. Es muß daher angenommen werden, daß Seitens eines Unberufenen bezügliche Inserate in den Zeitungen erlassen worden sind.

Gerichts- Beitung.

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Eristenz oder die Gestaltung der Schule besessen hat. Richtig| find aber leider ein Raub der Flammen geworden. Der Betrieb ist ferner, daß infolge von Theuerung und Arbeitsmangel große des Etablissements war nur kurze Zeit unterbrochen. Vermuth­Kreise der Arbeiterschaft hoffentlich vorübergehend außer lich ist der Brand durch ein weggeworfenes, noch glimmendes - Stande sind, die die Schule materiell zu unterstügen, was- Streichholz oder einen Eigarrenreft verursacht worden. Der§ 360 des Strafgesetzbuches bedroht denjenigen mit Haft oder Geldstrafe, der ohne schriftlichen Auftrag einer gleichfalls hoffentlich vorübergehend- Geldmangel verursachen mußte ein Bustand übrigens, den selbst sonst wohlversorgte Ein Untersuchungsgefangener des Moabiter Kriminal- Behörde Stempel, welche zu öffentlichen Bescheinigungen oder bürgerliche Schöpfungen, wie die Humboldt- Akademie, zu theilen gerichts wurde gestern getraut. Es ist der Schlosser Kautz, der Beglaubigungen dienen können, oder Stempelpapier, welches von scheinen. zu der Bande von Milchdieben Muhme und Genossen" gehört, Behörden benutzt wird, anfertigt oder an einen Anderen als die Von einer Auflösung der Arbeiter Bildungsschule ist keine die hinter Schloß und Riegel figt. Das Aufgebot war schon be- Behörde verabfolgt. Unter der Anklage, gegen dies Gesetz ver Rede, es wird vielmehr nur die Zahl der Schulen bis zu besseren stellt, als Kauß verhaftet wurde, und da die in Reinickendorf stoßen zu haben, standen kürzlich der Buchdruckereibefizer Beiten von sechs auf die ursprüngliche Bahl vier reduzirt, was wohnende Braut ihrem Bräutigam auch im Unglück" treu Leopold Gronau, der Stempelfabrikant Hermann Fiedler die Verhältnisse der Schule festigen wird. Auf Erfindung be- bleiben will, so hat sie von der Behörde die Erlaubniß erwirkt, und der Mechaniker Friedrich Bandermann vor der 93. Ab­ruht ferner die Bemerkung, daß sich Liebknecht von der daß die Trauung trotz der Untersuchungshaft des Bräutigams theilung des Schöffengerichts. Der Sachverhalt, der der An­Schule zurückgezogen habe! flage zu Grunde lag, hat bei der Behörde viel Staub auf­stattfinden darf. gewirbelt, da man anfangs glaubte, einem großartig ange Diese furze fachliche Berichtigung wird Allen denen genügen, Die Ursache der Explosion im Belt Nr. 4 ist( immer legten Betrugsversuch auf der Spur zu sein. Die Vermuthung welche an den Bildungsbestrebungen der Arbeiterschaft Freude noch nicht vollständig aufgeklärt. Allem Anschein nach liegt in hat sich indessen nicht bestätigt, es ist nur das Material zu obiger haben und ihnen Erfolg wünschen. Die Gegner haben Grund der That nur eine Explosion von Gafen vor. Auflage übrig geblieben. Der Angeklagte Bandermann hat ge die Zunahme dieser Bestrebungen zu fürchten und deshalb werden ständlich bei dem Stempelfabrikanten Fiedler einen Stempel mit fie, soweit wir sie kennen, diese Berichtigung ebenso sicher unter- Die Weihnachtsfreude gestört wurde in erschrecklicher bem Berliner Bär und der Umschrift" Steuerkasse des Magistrats schlagen, wie sie ihr Schweigen über die Schule nur dann Weise den Bewohnern eines in der Weißenburger Straße zu Berlin " bestellt und erhalten. Ebenso sind dem An­brechen, wenn ihnen schlimme und mißgünstige Nachrichten auf- belegenen Hauses. Als am Donnerstag zwischen 6-7 Uhr geflagten Bandermann aus der Gronau 'schen Druckerei 500 Stüd getischt werden. Der Vorstand der Arbeiter- Bildungsschule. Abends eben die Tannenbäume auszuflammen begannen, erhob Quittungsformulare geliefert worden, wie sie in den Spar­J. A.: E. Vogtherr, 1. Vorsitzender. sich in der P.'schen Wohnung ein großer Tumult. Von Ber- tassenbüchern der städtischen Sparkasse eingeheftet werden. folgungswahnsinn plöglich befallen, hatte B. sich aller Kleidung Der Angeschuldigte Gronau stellte unter Beweis, Die Freifinnige Zeitung", das Organ des tapferen entledigt und stürmte nun, nur mit einem Hemd und den er von der Bestellung und deren Ausführung gar nichts wußte, Eugen, hat, wie wir aus der Fränkischen Tagespost" ersehen, Strümpfen bekleidet, aus der Wohnung, um, wie er sagte, sich sein Wertführer müsse die Sache besorgt haben. Diese Behaup die Aufnahme einer Annonce verweigert, in welcher die Verlags- feinen Verfolgern durch Selbstmord zu entziehen. Das wahn- tung wurde erwiesen und Gronau deshalb freigesprochen. Der Buchhandlung Wörlein u. Ro. die soeben erschienene Mehring wizige Geschrei des Unglücklichen und die gellenden Hilferufe der Angeklagte Fiedler wies auf einige Unterschiede hin, die zwischen sche Schrift:" Herrn Gugen Richter's Bilder aus ihm nacheilenden Angehörigen alarmirten das ganze Haus, dessen dem von Bandermann bestellten Stempel und demjenigen des der Gegenwart", in dem freisinnigen Moniteur anzeigen Bewohner sich der Jagd auf P. anschlossen. Dieser wußte seinen Magistrats beständen; er will deshalb in dem Glauben gewesen wollte. Die Tagespost " schreibt aus diesem Anlaß:" Als vor Berfolgern immer aufs Neue zu entgehen, bis es ihm schließlich sein, daß er den Auftrag ausführen dürfe. Der Angeklagte einiger Zeit bei uns die Kurt Fall'sche Arbeit:" Die Bestrebungen gelang, das Freie zu gewinnen, so daß auf der Straße die Ber Bandermann führte an, daß er die Gegenstände gebraucht habe, der Sozialdemokratie, beleuchtet vom Irrsinn Eugen Richter's " folgung fortgesetzt werden mußte. Hier endlich gelang es, des P. um eine Antwort auf Eugen's Irrlehren", erschien, lehnte er gleich- habhaft zu werden, ihn nach heftigster Gegenwehr zu überwältigen reiche Einrichtung zu stiften. mittelft derselben eine für die Arbeiter segens Er habe die Absicht ge falls die Aufnahme einer einfachen buchhändlerischen Ankündigung und gefesselt nach der Wohnung zurückzuschaffen. Mittelst Kranken- habt, einen Spar- und Unterstüßungsverein zu gründen, ab, und zwar damals mit der Motivirung, daß der Titel der Siemens u. Halste Broschüre eine Beleidigung seiner geheiligten Person( das Wortwagens wurde der Unglückliche dann fortgeführt, nachdem ein wie ein solcher in der Fabrik von abermaliger Fluchtversuch vereitelt worden war. " Irrfinn") enthalte. Diese Ausrede steht ihm diesmal nicht zu bestehe. Die Mitglieder sollten Bücher nach Art der städtischen Gebote. Auch der Inhalt der neuen Schrift hat keine beleidigende Form. Allerdings aber haut derfelbe den Herrn Richter in nachtsfest hat die Familie des in der Brunnenstraße wohnenden wie es bei der städtischen Sparkasse geschieht. Auffallender Weise Selbstmord unterm Tannenbaum. Ein trauriges Weih- Sparkassenbücher erhalten und die auf 50 Pf. festgesetzten Ein­zahlungen in ähnlicher Weise quittirt und abgestempelt werden, literarisch und ökonomisch- kritischer Weise so zusammen, daß der Deftillateurs W. erlebt. Der Letztere betreibt bortselbst ein hatte Bandermann sich bei Bestellung des Stempels einen falschen biedere Bilderdichter als Sozial polititer für jeden Denkenden, Schankgeschäft, das recht gut ging, nur hatte der Inhaber durch Namen beigelegt, anfangs widersprechende Angaben gemacht und welcher nebenbei auch nur das ABC der Nationalökonomie fennt, feine Gutmüthigkeit in legter Beit größere Verluste dadurch er sich überhaupt durch sein ganzes Verhalten in der Angelegenheit einfach todt ist. Und das hat Herrn Eugen so verschnupft, litten, daß er nicht unbedeutende Summen ausgeliehen, welche im hohen Grade verdächtig gemacht. Der Gerichtshof belegte daß er das Schweigegebot" über die unangenehme Kritik er nicht zurückerhielt. Dies hatte dem W. petuniäre Sorgen be- den Angeklagten Bandermann mit sechs Wochen Haft, der verhängt." reitet, die ihn zum Selbstmord veranlaßten. Als die Familie am höchsten zulässigen Strafe, während der Angeklagte Fiedler mit Gegenüber der Fülle von Pfefferkuchen und Marzipan, heiligen Abend nach Geschäftsschluß sich in der Wohnung ver- einer Geldstrafe von 20 m. davonkam. welche feilgeboten werden, um auch dem Magen die Erkenntnis einigte, um das Fest der Bescheerung zu begehen, sandte W. seine einer Geldstrafe von 20 M. davonkam. welche feilgeboten werden, um auch dem Magen die Erkenntniß Frau und seine fieben Kinder hinaus, weil er ihnen noch etwas Tante Meier. Ach Jotte doch, wie is die Schlechtigkeit von der hohen Bedeutung der Feiertage beizubringen, wird Besonderes aufbauen" wolle. Da W. jedoch eine halbe Stunde von die Menschheit doch jroß, det sie mir so um die Weihnachts fich auch der Alterthumsforscher dem Drange nicht ver­schließen können, diesen Dingen seine Aufmerksamkeit zuzuwenden. hindurch nichts von sich hören ließ, wurden die Angehörigen zeit noch in so bedrängte Verhältnisse bringen," so jammerte eine Allerdings, cr wird sich weniger mit dem frisch gebackenen Pfeffer ängstlich und traten in das Zimmer. Hier fanden sie den Gatten etwa 60jährige, einfach aber sauber gekleidete Frau, als sie vom und Water dicht neben dem Christbaum an einem Kleiderhaken Gerichtsdiener in den Anklageraum des Schöffengerichts gewiesen kuchen und dem frisch aus Zucker und Mandeln zubereiteten hängend. Alle Versuche, den Bebauerswerthen ins Leben zurückwurde. Worfizender: Na, Angeklagte, beruhigen Sie sich Marzipan befassen, als wie mit jenem, welchen unsere Altvordern zurufen, waren vergeblich. nur, die Sache wird wohl so schlimm nicht werden, Sie sind ja bereits vertilgt haben. Ihm ist hoher Genuß, wenn er nach­eine völlig unbescholtene Person.- Angetlagte: Ach! Jd weisen kann, daß man Pfefferkuchen und Marzipan bereits im 14. oder 18. Jahrhundert mit großem Behagen verspeist hat. Ja, danke Ihnen ooch so sehre. Sie können sich denten, wie mir det schrecklich is, hier so an den Marterpfahl jebunden zu stehn. Un Pfefferkuchen und Marzipan sind schon sehr alt so alt, daß dabei kommen die höchsten Herrschaften zu mir. Jestern erst die die Formen, in welchen sie hergestellt worden sind, das gediegenfte Fräfin... nee, ict fage nich, wer et jewesen is, nich in die jeringſte Unrecht erlangt haben, in die Museen ausgenommen und dort ob Entfernung.- Borf.: Wollen wir auch gar nicht wissen. Wir ihres Alters selbstverständlich als mustergiltig hingestellt wird mitgetheilt: haben uns nur mit dem Betrug zu beschäftigen, dessen Sie be werden. Von solchen Dingen befibt auch unser Kunstgewerbe­schuldigt sind: Sie sind die unverehelichte Julie Meier?- Museum gar ansprechende Proben. Es greifen die dort vor Angefl.: Jawohl, aber wiffen Sie wat, Herr Jerichtsrath? handenen Lebkuchen und Marzipanformen aus Holz und ge Alle Leite, die mir kennen, sagen eenfach ,, Tante Meier" zu mir, branntem Thon bis in das 15. Jahrhundert zurück. Gar anmuthig so könnten Sie mir eijentlich ooch anreden. Vors.: Das schnitt man in diese Formen Wappen und sonstigen Schmuck, werde ich wohl bleiben laffen. Aber sagen Sie mal, Sie be fette Rebte, die Jungfrau mit dem Kinde, den Schneider auf dem fassen sich wohl mit Kuriren? Angek: Warum soll ic Ziegenbod, die feiste Gans und noch Vieles, in dem sich frommer Sinn und frischer Humor zu erkennen gab. Zu den Holzformen det fireiten? Un id fann behaupten, det die höchsten Herrschaften Wors : die Tante Meiern ufsuchen, wenn ihnen wat fehlt, wählte man gewöhnlich Buchen- oder Eichenholz. Gar fein und Nun gut, es ist aber ein Fall zur Anzeige gelangt, der wie ein forgfältig geschah die Ausführung dieser Intaglien, und scharf arger Schwindel aussieht. Angel I.: Neio, Schlechtigkeit und und genau prägte sich denn auch das Relief auf dem Pfeffer Fronie, det sind drei häßliche Eigenschaften, ich habe noch feenen kuchen und dem Marzipan aus. So sieht man in einer dieser in die Erde rinkurirt un wat wahr bleibt, det is richtig, Formen in trefflicher Ausführung die drei Wappen von Nürn­Dabei bleibe icf. tommen wir Vors: So berg mit den Wappen der sieben Kurfürsten, eine Arbeit aus nicht weiter. Der pensionirte Briefträger S. will von Ihnen be dem 16. Jahrhundert, und in einer anderen das Wappen von Uus kommt die Sache trotzdem etivas dunkel vor. trogen sein. Er war wohl einer Ihrer Patienten?- AngelL.: Würzburg . Nürnberg , die alte Lebkuchen- Stadt, hat in diesen Jawohl, aber zehn von der Sorte un denn is Tante Meier selbst Dingen prächtige Leistungen zu Stande gebracht, wie am Besten Polizei- Bericht. Am 24. d. M. Nachmittags entstand auf todt. Hat der Mann mir wat zujesett mit seine 99 injebildete die schöne Formensammlung im germanischen Museum bezeugt. dem Grundstück In den Zelten Nr. 4 eine Explosion, durch Krankheiten!- Borf.: Jetzt scheint er aber wirklich frank zu Was will gegen diesen Kunstfinn der Altvordern, welche beslissen welche die Umfassungswand von der Gartenhalle theilweise zum sein, denn er hat fommissarisch vernommen werden müssen. waren, sogar dem Magen eine Dosis Aesthetik zuzuführen, das Kunstgefühl der Modernen besagen, welche schon zufrieden sind, Einsturz gebracht, das Dach der Halle fortgeriffen und die im Angefl.: Wat der Mann sagt, is nich wahr un nich richtig, wenn die Oberfläche des Pfefferkuchens mit flebrigem Guß be Innern der Halle aufbewahrten Möbel bis zu 30 Metern weit wenn ich wollte, tönnte ich die höchsten Herrschaften als Beujen deckt ist. Nur der Marzipan ja, er kann sich sehen lassen, fortgeschleudert und rtrümmert wurden. In den angrenzenden vor mir ustreten lassen, aber ich habe meine Fründe und deshalb Restaurationsräumen wurden sämmtliche Fensterscheiben zer dazu eenen eenfachen Mann als denn mit jedem Stück desselben verspeist man den edel geformten trümmert. Menschen sind bei dem Vorfall nicht zu Schaden ge- Beujen mitjebracht, ber seine Stimme for mir Körpertheil einer Grazie oder eine holde Blüthe. Möchte auch dem Lebkuchen wieder ein feinerer Sinn, der zu anmuthigem tommen. Abends wurde ein Schuhmachergeselle in feiner jeben wird.- Borf.: Der Mann wird Ihnen wohl Wie war es denn nun mit dem Brief­Wohnung in der Dranienstraße erhängt vorgefunden. Als zu wenig nüßen. Schmücken hindrängt, entgegengebracht werden, auf daß die derselben Zeit ein Arbeiter wegen ungebührlichen Verhaltens aus träger S.?- Angefl.: Der Mann tam jeden Dag un hatte mustergiltigen Vorbilder der Vergangenheit erreicht werden. einem Schantlokal in der Brunnenstraße entfernt worden war, en neiet Leiden, bald war et det un bald wat anderet un vor Der Schuß eines Militärposteus. Es ist wieder einmal schlug er von der Straße aus eine zum Lokal gehörige Fenster- Allens sollte Tante Meiern jut sind! Wat wahr bleibt, bet is von einem Militärposten scharf geschossen worden und wieder ist scheibe ein und verletzte sich dabei so schwer am Unterarm, daß richtig, det is mein Sinnspruch, an den ick halte, aber so'n Mann muß ooch nich det Menschenmögliche von Genen verlangen. es der Posten in der Dranienstraße vor dem Haufe der Staats- er nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden mußte. schulden Verwaltung, mit dem ein Passant das zur Abgabe des Am 24. d. M. Abends wurde ein 7jähriger Knabe, als er mit Vorfs.: Der Mann soll von Ihnen ein Mittel gegen Schlaf Schusses veranlassende Rentontre gehabt hat. Die Schießaffäre feinem Vater vor dem Neubau Neinickendorferstr. 7 vorbei ging, losigkeit verlangt haben? Angetl.: Wat wahr bleibt, is Am Abend des durch des Bauwächters Hund spielte in der Nacht zum zweiten Feiertag. das rechte richtig, det hat er jebahn, aber wat hat er nich Allens verlangt! gebissen and bedeutend verlegt, 25. d. M. hatte der Klempner Gustav Kasper( am 20. April 1868 Bein fo daß er Hegen fann ich nich! Als er alle Dage tam und ich insehen in Wittschücken geboren, bei Wolltopf u. Senftleben, Prinzen nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden mußte.-dhat, det er en jang misantijer Trop war, da habe ick denn ooch straße 12, in Arbeit stehend und bei Frau Lindegaard, Gitschiner- Am 25. d. M. Vormittags wurde ein Dienstmann nach seiner jedhan, wat Jeder duht, wenn man so Genen los find straße 59, wohnhaft) seine Verlobung gefeiert und an der Feier- Angabe beim Ueberschreiten der Breitestraße am Schloßplay von will. Ich sage zu ihm: Wat? Sie können nich schlafen? lichkeit hatten auch seine Freunde, der Schlosser Richard Jahn einem Wagen überfahren und nicht unerheblich im Gesicht ver- Haben Sie des Nachts denn ooch' ne Weste an? Nee, meente und der Klempner Hermann Kittel theilgenommen. Mit diesen legt. Nachmittags schaukelte sich ein elfjähriger Knabe er, die dhäte er blos am Dage dragen. Je jut, sage ich, denn fam Rasper nach Beendigung der Verlobungs- Feierlichkeiten gegen unbefugter Weise vor dem Hause Urbanstr. 103 an einem von schlafen Sie erst mal drei Nächte mit' ne Weste und denn fom­2 Uhr Nachts die Oranienstraße herunter; vor dem Haufe der einem dort aufgestellten Bockgerüst herabhängenden Tau. Das men Sie wieder! Nach drei Dage kommt er richtig wieder an. Staatsschulden- Verwaltung hatte Kasper die Straße verunreinigt. Gerüst fiel infolge dessen um und ihm auf den Leib, wodurch er Na, frage ic, wie is et? 3h wo, meent er, id friege teen Doge Der Militärposten trat an ihn heran und machte ihn auf das einen Bruch des Oberschenkels und innere schwere Verletzungen zu. Na, un wat wahr is, bleibt richtig, da habe ich ihm denn den Rath jejeben. Vors.: Ja, welchen denn?- Anget!: Unzulässige feiner Handlung aufmerksam. Kasper, welcher ein erfitt. Er wurde nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. wenig angeheitert war, erwiderte, das gehe den Soldaten nichts zu derselben Zeit wurde ein obdachloser Arbeiter beim Ueber- Jck habe ihm sechs Erbfen jejeben, die follte er det Abends an, fei vielmehr Sache des Wächters. Der Posten erklärte ihn schreiten des Fahrdammes vor dem Hause Alexanderstr. 44 von bei't Zu Bettejehen in die rechte Westentasche stecken. Alle hierauf für seinen Arrestanten und wollte ihn nach dem einer Droschte überfahren und erlitt eine bedeutende Ver- halbe Stunde sollte er denn eene Erbse in die linke Tasche Schilderhause zuführen. Kasper tam jetzt dem Mathe feiner legung des Hinterkopfes, so daß er nach dem Kranken- rieber stecken un damit sollte er beibleiben, bis die Erbsen In der Nacht alle wären. Ja, meente er, wenn die sechs Erbsen nun Freunde zu entfliehen nach und rannte der Alten Jakobstraße zu. hause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Da er auf das dreimalige Halt des Postens nicht stand, gab dieser zum 26. d. Mts. stürzte ein Arbeiter sich in einem Anfall von alle sind, wat mache ich denn? Dann bringen Sie die Erbsen Feuer. Die Kugel verfehlte ihr Ziel und schlug durch eine Noll- Säuferwahn aus dem Fenster seiner im vierten Stock des Hauses wieder, alle halbe Stunde eene, von die rechte in die linke Tasche, jalousie und ein Fenster in einen Laden. Kasper wurde dann Manteuffelstraße 64 belegenen Wohnung auf den gepflasterten so lange bis Sie inschlafen, det hilft immer. Det is en janz un durch einen Nachtwächter festgehalten und nach der Polizei- Sof hinab und verstarb bald darauf. Am 26. d. Mts. fehlbaret Mittel, dabei bleiben Sie nur! Vorf.: Der Mann wache in der Alexandrinenstraße gebracht, aber gleich wieder Vormittags versuchte ein nach eigener Angabe stellenlofer scheint allerdings etwas beschränkt gewesen zu sein, aber das entlassen. Raufmann von außerhalb, welcher am Tage vorher in einem durften Sie doch nicht mißbrauchen. Sie sollen ihm außerdem So berichtet ein bürgerliches Blatt. Uns gegenüber bestreitet Gasthofe in der Friedrichstraße abgestiegen war, durch einen Schuß für den famosen Rath 50 Pf. abgenommen haben.- AngelL: Herr Kasper auf das Entschiedenste, daß der Posten Halt ge- in die Bruft seinem Leben ein Ende zu machen. Schwer verletzt Wat wahr bleibt, is richtig, det habe ick ooch gedhan. Aber wat rufen habe. Er habe vielmehr sofort sein Gewehr schußbereit wurde er nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. In der frage ich nach fünfzig Fennije, wenn die höchsten Herrschaften zu gemacht, und als Kasper sich zum Gehen wandte, auf eine Ent- Nacht zum 27. d. M. fiel ein Tischler vor dem Hause Admiral- mir kommen? Wenn ich nischt jenommen hätte, wäre er vielleicht fermung von höchstens zwanzig Schritt auf ihn gefeuert. straße 18 infolge der Glätte und zog sich einen Knöchelbruch des noch mal jekommen. Wer bezahlt mir meine Zeit? Stundenlang hat er Er wurde ebenfalls nach dem Krankenhause bei mir jesessen un mir mit seine injebildeten Krankheiten ufje­rechten Beines zu. Am 27. d. M. Nachmittags wurde eine halten. Ich habe ihm immer jesagt, er sollte zu eenen studirten Am Urban gebracht. von ihrem Manne getrennt lebende Frau in ihrer Wohnung in Arzt jehn, aber wollte er denn?- Bors.: Können Sie das der Lausigerstraße mit einem Taschentuch um den als be- beweisen? Angetl.: Det fann ich, mein Zeuge is draußen. - Vors.: Nun, wir können den Zeugen ja anhören. sinnungslos aufgefunden. Sie hat sich angeblich infolge von Der Zeuge M. betritt auf den Ruf des Gerichtsdieners den Nahrungssorgen zu erwürgen versucht, kam jedoch bald wieder zu sich und scheint feinen Schaden erlitten zu haben. Abends Gaal und giebt folgende Aussage ab: Jd wohne schon vier wurde ein Arbeiter mit schweren, von Messerstichen herrührenden Jahre mit Tante Meiern uf eenen Korridor un muß sagen, det Fener im Paffage- Panoptikum. Vorgestern Vormittag Verlegungen am Kopfe, welche er bei einer Schlägerei am sehr feine Leite zu ihr kommen. Aber sie versteht noch wat. brach in dem Paffage- Panoptikum Unter den Linden auf bis jetzt Marheinefeplatz erhalten haben will, nach der Wache des Wenn in unsere Familie mal wat nich in Ordnung is, noch nicht aufgeklärte Weise Feuer aus. Als dasselbe etwa gegen 67. Bolizeireviers, 3offenerstr. 37, geführt und von dort nach denn heeßt et: Wende Dir an Tante Meiern". Vor drei 12 Uhr Mittage entdeckt wurde, stand der genannte Raum be- dem Krankenhause Am Urban gebracht. Am 24., 25., 26. und Jahren hatte ich die iroße Herz-, Leber- und Lungen­reits in hellen Flammen. Sofort wurde die Feuerwehr alarmirt, 27. d. M. fanden 20 Brände statt, darunter einer im Passage- frankheit un da jing id ooch zu Tante Meiern. Sie kurirt ja die alsbald auf der Brandstätte erschien und nach nicht zu lan- Panoptikum, durch den einige der Darstellungen beschädigt blos mit Sinnpantienen, aber die jehen noch über Doktor un ger Zeit des Feuers Herr wurde. Die werthvollen Kunstwerke wurden. Millegien. Als mein Junge damals den Nothlauf hatte, hat sie

Wenn das Geschoß nicht zufällig sein Biel verfehlt hätte, wären wir heute wieder um eine militärische Großthat reicher, zwei Familien aber wären für immer unglücklich gemacht worden. Angesichts solcher Vorkommnisse können wir nur immer und immer wieder unsere Forderung nach dieser Nichtung hin wieder holen: Fort mit dem Militärposten von den Straßen! Die Straßen gehören den Bürgern, nicht den Soldaten.

2. Die Direktion der Artilleriewerkstatt würde die Porto­tosten für die Antwortschreiben übernommen haben, wenn Be­werbungen auf diesseitige Ausschreibungen eingegangen wären. Die Redaktion wird ersucht, im vorstehenden Sinne eine be­richtigende Notiz in ihre Zeitung aufzunehmen. Name unleserlich.

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