Ver derber der Jngend Beridite aus Deutsdiland über die Zustände in der Hitlerjugend Berichte über die Hitler-Jugend , die uns aus Deutschland zugehen, schil­dern übereinstimmend die Verrohimg und Verwahrlosung, deren die Führung nach wie vor nicht Herr zu werden scheint. An sich ist die HJ eine Riesen­organisation mit straffem mihtärisch- bürokratischem Aufbau, aber bei dem schnellen Wachstum der Bewegung in den letzten beiden Jahren ist die Füh­rerfrage nur unzulänglich gelöst wor­den. Jetzt wird der Grundsatz der HJ , daß Jugend nur durch Jugend geführt werden soll, durch die Einberufungen zum Arbeits- und Heeresdienst aufs neue gefährdet. Es ist bezeichnend für die Zustände in der HJ , daß sich die Berliner Gebietsführung genötigt gese­hen hat, nach dem Vorbild der SA-Feld- polizei und der PO-Streifen einen eige­nen Streifendienst der HJ ein­zurichten, der die Haltung der HJ in der Oeffentlichkeit überwachen soll. Rheinland -W estf alen 1. Bericht: Sowohl auf dem platten Lande wie in den Industriestädten macht sieh im­mer mehr eine Verwahrlosung: der Jugend bemerkbar. Auf dem Lande hat die Beteiligung an den Veranstaltungen der Hitlerjugend sehr nachgelassen. Es sind sehr viel Austritte erfolgt. Die Beiträge werden sehr mangelhaft gezahlt. Haben erst Solda­tenspielen und die Uniform einen starken Heiz ausgeübt, so wird der streng geordnete Dienst gerade von den Kindern nun als eine Last empfunden. Die Befehlsgewalt, die Kin­dern als Vorgesetzten übertragen wurde, bringt Unmut und Widerstand hervor. Es ist keine Seltenheit, daß ein knabenhafter Schar­führer einfach eine Tracht Prügel bekommt, wenn er seine jungen Untergebenen in Ueber- spannung seiner ihm in den Kopf gestiegenen Autorität schleifen will. Die Eltern sind ebenfalls in zahlreichen Fällen, vor allem auf dem Lande gegen die HJ und so fühlen die Kinder, daß sie auch bei den Eltern keine Unzufriedenheit erwecken, wenn sie über die HJ unzufrieden sind. Ueberau können Aus­tritte aus der HJ festgestellt werden. In den Städten herrschen unter der » Staats jugend« katastrophale mora­lische Zustände. Jungen und Mad­chen von 14 bis 20 Jahren sind oft mora­lisch vollkommen defekt. 16- bis 17jährige Mädchen sind in anderen Umständen. In Buer wurden 17 Mädchen aus dem BdM ausgeschlossen, weil sie schwanger sind. Vor allem die Mütter sind verzweifelt über die sittlich ungehemmte Art ihrer Kin­der. Die immer wieder auch der Jugend in plumper Art zu Gehör gebrachte Propaganda vom rassereinen Nachwuchs ist zu unge­zügelter Sexualität entartet. Da Jeder andere moralische Halt in der Nazi­jugend fehlt, immer nur von Blut und Bo­den, reinem Germanentum und kriegerischer Bereitschaft geschwefelt wird, richtet der Mangel an innerer Bildung und Humanität breiteste Verwüstung an. Die jungen Mäd­chen im BdM sind tatsächlich fast durchweg sittlich gefährdet. Immer wieder werden Schwangerschaften bei Mädchen von 14 bis 17 Jahren bekannt. Die Mütter der Mädchen sind oft verzweifelt. Es ist verbürgt, daß in einigen großen Kranken­häusern Müttern ein besonderer Saal einge­richtet wurde. In der HJ herrscht eine Ueberheb- lichkeit und ein Größenwahn, wie er schlimmer nicht gedacht werden kann. Man schimpft auf die eigenen Bonzen, gewiß. Aber nur, weil sich jeder Lausbub für den geeig­netsten Nachfolger hält und danach strebt, so schnell wie möglich irgend einen Posten zu erobern. Eis ist die Frucht der jahrelangen Agitation der Nazis, es ist schließlich auch die Frucht der Bewegung selbst, die den jun­gen Menschen Tag für Tag eintrichtert, daß der deutsche Junge, das deutsche Mädel etwas ganz besonderes seien. Alles preußische wird gefördert, Kommiß und noch einmal Kommiß. Jeder hält sich für einen kommenden Feld­herrn, und die Lausbuben werden mit der Zeit richtige Landsknechte. Sie glauben so­gar, daß, wenn sie einmal etwas ausgefres­sen haben, sie sich nur bei irgend einem Staat in Südamerika oder bei der französi­ schen Fremdenlegion zu melden brauchten und das»Leben voller Wonne« könne begin­nen, d. h. ein Leben, in dem es für den»tüch­tigen Kerl« nach preußischem Muster nur Lorbeeren zu ernten gebe. Im allgemeinen scheint es, daß die ganze Bewegung versandet. Es ist kein Ideal da, es sei denn, daß man die Er­ziehung im Komißstll als Ideal ansieht. Ueberau Großmannssucht. Ein Beispiel: Einer unserer Leute sitzt mit einem HJ -Füh- rer zusammen. Sie rauchen Zigaretten und es fällt unserem Mann auf, daß der HJ seine Zigaretten immer nur halb aufraucht. Er­staunt fragt er, wie das denn ginge, das koste doch Geld. Darauf kommt die Ant­wort:»Ihr seid eben nichts gewohnt. Ihr solltet einmal sehen, wie das unsere Bonzen machen: zwei Züge und die Zigarette fliegt weg. Der Adjutait hat dann schon eine an­dere bereit und Streichhölzer.« Solche Dinge sehen die Jungen und sie ahmen sie natür­lich nach. Südwestdeutsdiland Die moralische Verwahrlosung in der HJ und im BdM ist der Oeffentlichkeit allgemein bekannt. Immerhin gibt es auf diesem Ge­biete immer wieder Neuigkeiten, die Auf­sehen erregen. Am Montag dem 25. März 1935 wurden in Mannheim In der Trinita­tiskirche 25 15- bis 16jährige Mädchen kon­firmiert, die in anderen Umständen sind. Diese Mädchen gehören sämtlich dem Bund deut­scher Mädels an. Allgemein hat man gerade im Bürgertum schwerste Befürchtungen über die Früchte der Erziehung in der HJ . Die Stern klagen, daß die Kinder überaus frech werden, daß sie alles besser wüßten usw. Die Autorität des Eltern­hauses sei vollständig zum Teufel. In der Pfalz mehren sich in erschrek- kendem Maße die Fälle, in denen Kinder durch Umgang mit Schuß- und Hiebwaffen und durch Kriegsspiele schweres Unheil an­richten. In Edenkoben wurde Anfang April der 12jährige Herbert Haubensenk beim Spiel von einem 15jährigen Gymnasiasten durch einen Revolverschuß in die Stirn töd­lich verletzt. In Böhl hat der 10jährige Walter Wacker auf den 6jährigen Willi Klink mit einem Revolver geschossen und ihn in die Brust, oberhalb der Lunge getroffen. In N e u- p f o t z schoß der 17jährige Karl Rother, der mit einer Waffe spielte, dem 11jährigen Franz Malthauer in die rechte Brustseite. Der Zu­stand des Verletzten wird als hoffnungslos bezeichnet. In Pirmasens fanden zwei Jungen von 12 Jahren den Tod beim Kriegs­spiel. Sie hatten sich unter einem Felsen verschanzt, der zufällig abstürzte und beide begrub. Zwei weitere Jungen konnten noch rechtzeitig beiseite springen. Sadisen In Heidenau fand vor einiger Zeit ein Werbeabend für die Hitler-Jugend und den Bund deutscher Mädchen statt, bei dem freie Aussprache angekündigt worden war. Als die Veranstaltung dann durchge­führt werden sollte, bemühten sich die lei­tenden Lehrer, es nicht zu einer freien Aus­sprache kommen zu lassen. Damit fanden sie aber bei der Mehrzahl der Versammlungs­besucher keine Gegenliebe, die mehr oder min- der stürmisch nach Einhaltung der Zusage verlangten. Nach einigem Hin und Her kam es dann wirklich zu einer Aussprache, in der die Eltern oft in sehr drastischer Form ihren Unwillen über die Zustände in d eV HJ 'und Im BdM zu erkennen gaben: Ich schicke mein Kind nicht mehr in den BdM , es soll diese Schweinerei dort nicht kennen lernen Ihr wißt ganz genau, wie­viel BdM -Mitglieder diesmal nicht konfir­miert werden konnten Die Kinder werden gegen uns ausgespielt und man sagt ihnen. daß sie sich von uns nicht beeinflussen las­sen sollen. Wir denken nicht daran, unsere Kinder anzumelden, wir wissen ja nicht, was daraus wird, usw. Alle diese Aeußerungen hatten mehr oder minder die sexuelle Verwahr­losung in der Hitler-Jugend und im Bund deutscher Mädchen zum Gegenstand. Die HJ hat die Jugend keineswegs voll­ständig erfaßt. Eis gibt Schulklassen, in de­nen nur wenige oder gar keine HJ -Mitglieder sind. Einstweilen geht die Wirkung der neuen Jugenderziehung noch nicht sehr tief. Wenn die Sache nicht zu lange dauert, dann werden die Kinder das ganze in vier Wochen vergessen haben. Die Hitlerjugend und das Jungvolk kann In den Zwickauer Arbeitervororten keinen E\ fassen. Diese Organisation ist heute nicht stärker als früher die Konfessio­nellen. In den einzelnen Schulklassen sind zwei bis höchstens 10 Schüler Mitglied die­ser Organisation. Beim Staatsjugendtag geht der Schulbetrieb fast ungestört weiter. In den Vororten, wo die Beamtenschaft über­wiegt, ist die HJ stärker und umfaßt mehr als 50 Prozent der Schuljugend. Dabei ist noch interessant, daß sich ein ganzer Teil der EUtem gegen diesen Staatsjugendtag wen­det und die Kinder in die Schule schickt. Sdilesien Die Sorge um eine vollständige Verseu­chung der Jugend durch die nationalsoziali­stische Erzichungs- und Propagandamethoden darf man nicht übertreiben. Aus zahlreichen Gesprächen mit Lehrern gewinnt man den Eindruck, daß auch die Jugend jetzt langsam anfängt, kritisch zu werden. Es liegt in der Eigenart jugendlichen Denkens, daß sich die jungen Menschen weniger scheuen, einen Ge­danken zu Ende zu denken, als die Erwach­senen. Das machen die Jungen und Mädel heute auch mit dem nationalsozialistischen Gedanken und dabei stoßen sie natürlich sehr schnell auf Widersprüche zwischen Idee und Verwirklichung. Daß diese Widersprüche die Jugend beschäftigen, zeigt sich sogar schon an Schulauf Sätzen. Die Sympathien der Jugend für die HJ sind merklich abgekühlt. Es gibt heute schon eine ganze Menge Kinder, die den Dienst Im Jungvolk satt haben und die zu den Nichtmitglledern, die am Staatsjugend­tag Schule haben, sagen:»Ach, ich würde auch lieber am Sonnabend in die Schule ge­hen. Wenn ich doch endlich einmal rau«- geschmissen würde.« Das Verhältnis zwischen Mitgliedern und Nichtmitglledern ist in den einzelnen Schulen und auch in den einzelnen Klassen sehr ver­schieden. Es gibt Mädchenklassen, in denen nur ein Mädel im BdM ist, andere, in denen wieder zwei Drittel mitmachen. Auf dem Dorf sind in der Regel fast alle Kinder in der HJ . Am Anfang war der Druck, den die Lehrer auf die Kinder ausübten, in die HJ einzutre­ten, sehr stark. Kinder, die nicht beitraten, wurden als Kommunistenkinder verschrien. vor. den Mitschülern geschnitten und von den I, ehrern schlecht behandelt. Jetzt hat sich das Bild etwas gewandelt. Die Nichtmitglie- der werden nicht mehr von der Kamerad- KamVad Seldte Der letzte Harzburger Als»Frontsol­dat« im Brandstifter-Kabinett. Immer noch amtiert»Kam'rad Seldte« als sogenannter Reichsarbeitsminister. Mit einem Doppelzentner von Ressort und einem Milli­gramm von Autorität. ISs ist, nehmt alles nur in allem, die wahrhaft lustigste und grim­migste aller politischen Komödien, die dieses Mal freilich nicht ein Shakespeare, sondern die noch weit genialere Wirklichkeit geschrie­ben hat! Kam'rad Seldte, aus den sehr un­kriegerischen, aber meist auch sehr einträg­lichen Bezirken der Selterwasserfabrikation sozusagen ins Staatsmännische entgleisend, ist doch wohl mit seiner besonderen»Front­soldaten-Ideologie, die ihn zur Würde eines vaterländischen Verbandsbonzen erhob weiß es Gott grade dem Zivilistenpack und Demokratengesindel immer friederizlanisch gekommen. Von jenem alten Föritz stammt das Schmähwort eines heroischen Leuteschin­ders und Korporäls, das er seinen»lieben Kin­dern«, als sie retirierten, zurief:»Kanaille, wollt ihr denn ewig leben!« Nun Kam'rad Seldte scheint wenigstens als Reichsarbeits­minister einem solchen ewigen Leben sicht­baren Geschmack abgewonnen zu haben, wo­bei sich der letztere eben so auch auf das Netto-Gehalt, als die Pensionsberechtigung eines jeden bezieht, der den kurulischen Ses­sel von Hitlers Gnaden drückt Grade jetzt, da die Göringsche Gestapo den»Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten « kaum weniger zynisch und höhnisch behan­delt als früher die»Marxistenschweine«, be­darf es der wehmütigen Erinnerung daran, was hier einst war, aber auch der belustigen­den Vergegenwärtigung, was jetzt nun ist. Um einem klassischen Ausschnitt aus dem Leben und Erdenwallen des einstmaligen Scl- terwasserfabrtkanten handelt es sich da; der einmal in diesem seinem sonst so ruhmlosen und unromantischem Dasein eine ganz große Zeit durchmachte. Nämlich: jenes erschüt­ternden Erlebnisses teilhaftig wurde, da ihm, dem bis dahin ob seines Berufes weder Satis- faktions- noch Kasinofähigen die Würde eines Artilleriehauptmannes der Reserve in zwei goldenen Sternen auf die Achselklappe genäht wurde, weil sich wirklich das damalige Vater­land der Barone anders keinen Rat mehr wußte! Man muß sich erinnern, was alles schon passiert ist, seitdem zum ersten Male der Name von Kam'rad Seldte neben den vie­len anderen Ehrhardt und Roßbach, Esche­rich und Röhm in der neudeutschen Ge­schichte auftauchte vor allem aber, was alles sich schon ereignet hat, seitdem Herrn Seldtes offenkundiges Lebensziel, die Pen­sionsberechtigung, durch seine unentwegte Ministrabllität sich realisiert hat! Als im kleinen Bergstädtchen Harzburg zwei Jahre vor Ausbruch des Dritten Reiches die »nationale Einheitsfront« von schwarz-weiß­rot und braun, von Kriegsflagge und Haken­kreuz, proklamiert wurde, galt Kam'rad Seldte noch als des Vaterlandes Ober-Retter zehn Schritte vor dem böhmischen Hitler er, der die großen innerdeutschen und inner- preußischen Mächte des ostelbischen Latifun­dienbesitzes, der westdeutschen Schwerindu­strie, der Berliner Geheimrätlichkeit trium­phal gewissermaßen hinter seinem Fahnen­wall hinter sich herzog. Der Wander- und i Dauerredner Hitler mit dem schlechten sude- tendeutseben Zungenschlag und der wenig vorschriftsmäßigen Schlawiner-Locke da­mals übrigens grade zum Hllfsgensdarm von Hildburghausen ernannt stand sehr ersicht­lich im bescheidenen Hintergrund. Ja Kam'rad Seldte ließ damals noch mit Julius Cäsar die wohlbeleibten Männer um sich sein, die nachts gut schlafen... Da war in seiner allernächsten Umgebung immer hauptsächlich der Eitel Friederich in ganzer abgerun­deter Männlichkeit, die da von sich sagen konnte:»Seht Leute, so gesund sind wir Ho- henzollem immer noch in dem, weis ihr ko­mischerweise die Republik nennt!« Auch Herrn Hugenbergs schwarzer und unta­deliger Gehrock bekam da noch einen Sprit­zer von jenem Glänze mit, der hinter Kam'rad Seldtes Hauptquartier -Standarte daher- rauschte. Man betete auch den oft schon früher einer ach so geduldigen Republik vor­getragenen Verscbwörerkatechismus und das politische Exerzierreglement der erstreb­ten deutschen»FYontsoldatenoDiktatur her­unter und sah bereits Kam'rad Seldte als preußischen Borghia, Gchelmrat Claß als den zugehörenden Machiavelli und Hocbwürden Herrn Dibelius als Alexander den Sechsten mit Bäffchen. Renaissance-Menschen, die wirklich dem Trommelfeuer der Somme- schlacht und dem Geschützbelfer von Ska- gerrak im Politischen neue heroische Wirklich­keit zu geben versprachen?»Kabinette der Frontsoldaten« geisterten nur so damals durch jene deutsche Luft, von der freilich die Mil­lionen deutscher Erwerbsloser, die es zur sel­ben Zeit schon gab, nur nicht leben konn­ten... Wo ist das alles hin, Kam'rad Seldte? Fürchtest Du nicht dem Berliner zu begeg­nen, der es sich nicht verkneifen kann: »Maxe, wie hast Du Dir verändert?!«-- Die Frage erhebt sich: War es wirklich eine Veränderung, die sich da, von Harzburg bis heute, mit Kam'rad Seldte begab? Ist er wirklich den Weg von Achül auf dem Streit­wagen zu Diogenes in der Tonne, vom Heros zum als Minister aufgemachten Subaltern­beamten, vom Consul designatus aller»natio­nalen« Deutschen bis zum klebefesten Pen­sionsberechtigten mit aller innerlichen und seelischen Qual und Pein solcher Prozedur gegangen? Oder war das alles jener ganze faule Spuk von damals nicht vielleicht doch nur die hohle Draperie jenes falschen und ver­logenen»Frontsoldatentums« der Nachkriegs­legende, das auch über Seldte im Sturm der Zeit grade noch rechtzeitig zusammenfiel, während er selbst durchaus blieb, was er Im­mer nur gewesen: der kleine Philister ach so urdeutscher Prägung, der einmal, in einen Weltorkan durch widriges Geschick verschla­gen, sich so vorkam, als müsse er sich jetzt wie Hannibal oder FYundsberg gebärden? Der »Gründer« des»Stahlhelm , Bundes der Front­soldaten« gab ja auch, nicht lange, bevor ihn Hindenburg ins Kabinett der nachmaligen Reichstagsbrandstifter berief, ein Buch über seine»Fronterlebnisse: heraus, vielleicht nur deshalb, weil ihn Remarques und Ludwig Renns Lorbeeren nicht schlafen ließen und im übrigen der Absatz bei einer Million ein­geschriebener und zahlender»Frontsoldaten« gesichert war. Das Buch ist so ziemlich die schandbarste Schändung des wirklichen unbe­kannten Soldaten geworden, der auf deut-