Die Emigration in der Geschichte

von

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len und geistigen Waffen gegen Napoleon zu schmieden; hätten Marx und Engels ihre umwälzenden Ideen zur Erneuerung der Gesellschaft kaum je zu Ende gedacht, wenn

sie am heimischen Herd verblieben wären;

> Emigrants. Aber darum steckt in der Ge­

Die Nazipresse, besonders die ausland- einem Staate bedeuteten, der seinem Ideal| einige zu nennen: der hochbegabte Kaiser trieb die Zornliebe zu Deutschland Nietz­deutsche, kennt kein ärgeres Schimpfwort zunächst gar nicht und später nur unvoll- Heinrich IV. , der dem Widerstand der sche aus dem Bismarckschen Reich und ließ als>> Emigrante , und durch unermüdliches kommen entsprach. Auch sein großer Nach- Herzöge und Bischöfe zutrotz die Einheit des ihn sein Idealbild eines hohen freien und gro­Wiederholen hämmert sie ihren Lesern die folger Peisistratos, der autoritäre De- deutschen Volkes herstellen und die kleinen Ben Menschen in der selbstgesuchten Verban­Ueberzeugung ein, daß sich nur der schlimm- mokrat<, dessen Regierungsjahre im Gedächt- Leute, Bürger und Bauern, fördern wollte; nung finden; bereitete Lenin die Neugeburt ste, verachtenswerteste Auswurf der Mensch- nis der Athener als gesegnetes Zeitalter des der sagenumwobene, im Kyffhäuser seines Rußlands aus dem Geiste des Sozialismus als heit der Emigration schuldig machen könne. Handels, der Künste und der Wissenschaften Triumphtages harrende Friedrich II. ruhelos umhergetriebener Flüchtling vor, un­Die Geschichte, von der keine Ahnung zu ha- fortlebten, mußte zweimal die Vaterstadt ver- von Hohenstaufen , der erste moderne ternahm Masaryk als einsamer, ganz auf ben oder die in ihr Gegenteil zu verdrehen lassen, und bald nach seinem Tode brachten Fürst auf einem europäischen Thron; die sich selbst gestellter Exulant das ungeheuere das besondere Vorrecht des> neudeutschen seine Landsleute die Emigration durch die große Reihe der Reformatoren von Wiclef Wagnis, der eigenen Nation zuliebe das mor­Menschen ist, die Geschichte freilich weiß Einrichtung des Ostrakis mos, des über Hus ziu Luther, Calvin und sche Habsburgerreich zu zerstören. Man ver­es anders. Sie kennt einige, verhältnismäßig» Scherbengerichtes<, sozusagen in gesetzliche Zwingli ; der geniale Mystiker Meister steht die Wut der von ihm gefährdeten wenige, Beispiele der politischen Auswande- Form: wer mit mindestens 6000 Stimmtäfel- Eckhart, an den sich Alfred Rosenberg schwarzgelben Exzellenzen, begreift, daß Na­rung, deren Träger sich irgendwo in der Ferne chen dazu verurteilt wurde, mußte auf zehn mit imposanter Verdrehungskunst so gern poleon den Freiherrn vom Stein ächtete, daß in ohnmächtigem Groll über die Neugestal- Jahre in die Verbannung gehen, und es ver- anbiedern möchte, die Forscher und Denker die Beauftragten des Kapitals unzählbare tung ihrer Heimat verzehrten, etwa die unent- steht sich von selbst, daß gerade diejenigen, Wilhelm Occam, Giordano Kübel der Verleumdung über Marx und En­wegten Bourbonenanhänger zur Zeit der fran- die etwas Großes und Neues planten oder de- Bruno, Galilei und Campanella gels ausschütteten und daß Hitler zusamt zösischen Revolution und Napoleons oder die ren Fähigkeiten, die der Mitbürger gewaltig fürwahr, wer dem Morgen diente und das er- seiner inner- und auslandsdeutschen Nazi­rückwärts gewendeten Propheten des russi- überstiegen, dem Mißtrauen der Masse zum starrte, entseelte Heute bekämpfte, sollte presse kein ärgeres Schimpfwort kennt als schen Zarismus heute. Aber in der erdrücken- Opfer fielen. Themistokles, Aristi- im Reich der Kirche heimatlos werden. den Ueberzahl der Fälle waren die namhaften des, Kimon und Alkibiades , Männer, Die Sprengung dieses Reiches durch die schichte der politischen Emigration doch ein politischen Emigranten, wie das Buch der an deren Namen sich die glänzendsten Taten Kirchenspaltung und die Kombinierung der konzentriertes Stück bester Weltgeschichte, Geschichte auf mancher schönen und erheben- Athens knüpften, gehörten zu ihnen, und noch weltlichen mit der geistlichen Macht brachten leuchtet aus ihr die Erkenntnis hervor, daß den Seite zu erzählen weiß, Wegbereiter des größer war die Zahl jener, die, wie der epo- in der Folgezeit eine wahrhaft erschütternde zum Schluß, trotz aller Gewalt und allen Ge­Neuen, vom Hauch des Werdens umwitterte chale Begründer der kritischen Geschichts- Flut der Einzel- und der Massenemigration. zeters, nicht die Austreibenden, sondern die Einsame, deren Geist von der Zukunft ihres schreibung Thukydides , freiwillig ins Wie sturmgepeitschte Wellen folgten sie auf Vertriebenen Recht behalten. Auch Hitler Volkes auch der Menschheit trächtig war. Exil gingen. Im Exil sammelte Thrasy- einander, geladen mit blindem Haß, blutiger wird es erfahren. Alfred Kleinberg. Auf die Gefahr hin, die folgende Beweis- bulos die notwendigen Streitkräfte, um die Grausamkeit und lebenzeugender Befruch­kette in den Augen jedes guten Nazi unrett- dreißig Tyrannen aus Athen zu vertreiben tungskraft: die Vertreibung der Juden bar zu diskreditieren, muß sie( schon aus chro- und dort die Demokratie wieder herzustellen, aus Spanien , die Hugenottenver- Ein deutsches Kämpferleben nologischen Gründen) mit den großen Pro- vom Exil aus befreite Pelopidas sein ge- folgungen in Frankreich , die deutsche Aus dem Nachlaß des leibhaftigen Vorläufers pheten Ezechiel und Esra beginnen, liebtes Theben von der spartanischen Will- Gegenreformation, die Puritaner­Hitlers. die fern an den Wassern Babels die Wesens- kürherschaft und erhob die Vaterstadt, so bedrückung in England. Wohl brachten art der jüdischen Nation formten und für im- lange er lebte, zur unbestrittenen Vormacht sie vielen der Betroffenen Jammer, Not und mer bestimmten. Denn erst diese beiden schu- Griechenlands . Reihen wir hier noch Hamil - Tod; aber keines der Mutterländer, am wenig- leger J. F. Lehmann fen in genialer Konzeption des> auserwählten kar Barkas, den Vater Hannibals , an, der sten Spanien , wurde der Austreibung seiner mann, über dessen kongeniale Vorläuferrolle Gottesvolkes< und des Priesterstaates jenes nach dem Miẞerfolg des Ersten Punischen Kinder in fremde Welten froh, und was uns im Hinblick auf Adolf Hitler gar kein Zwei­- hat eine Art literarischen wohldurchdachte Flechtwerk von geschicht- Krieges nach Spanien zog, um hier die finan- hier noch weit mehr angeht, ist, daß die Ver- fel bestehen kann lichen Legenden, Gesetzen, Verboten und Bräu- zielle und militärische Grundlage für die Er- jagten ihren Gastländern durchwegs zur Zier- Nachlaß dem deutschen Buchmarkt jetzt ver­chen, durch das sich die Juden von allen übri- neuerung des Krieges mit den Römern zu de und zum Gewinn gereichten. Neben Spi- macht, eine Manuskript- und Briefsammlung, gen Völkern absondern und mit ausschließli- legen, so können wir die Bedeutung der noza, den Stolz der Niederlande , und neben die seine Tochter Melanie Lehmann im> Bör­cher Leidenschaft um den Tempel Jahwes in Emigration für das Altertum richtig ermes- die späte Verklärung der Salzburger prote- senblatt für den deutschen Buchhandel<< un­Jerusalem als Zentralheiligtum sammeln soll- sen: sie war das Asyl derer, die ihrer Zeit stantischen Emigranten in» Hermann und ter dem Titel ankündigen läßt:» Ein Leben ten. Und nach der Rückkehr aus dem Exil zer- vorausgeeilt waren oder der Vulgärmeinung Dorothea« treten da die Juden und hugenot- im Kampf für Deutschland <. Das Buch er­riẞ Esra, der wahre Erfinder des politischen entgegen handelten, und ließ in fruchtbarer tischen Refugiés , die Holland zum mächtigsten scheint in Lehmanns Hausverlag. Im Werbeinserat werden eine Reihe Kapi­Rassismus und so der Ahnherr Hitlers , mit Abgeschiedenheit Taten reifen, die in der Luft Handelsstaat des 17. Jahrhunderts erheben blutiger Härte Mischehen und festgefügte Fa- und Gewohnheit des Alltags kaum je gesetzt halfen, treten die gewerbefleißigen französi- telüberschriften dieses modernen» monumen­milienbande und verjagte alle Fremdstäm- worden wären. schen Einwanderer in Preußen und am sinn- tum Germaniae« verheißungsvoll angeführt. migen aus Juda, nur um die Herrschaft der Der große Flüchtling der frühmittelalter- fälligsten die 102 puritanischen Pilger- Danach sieht Ein Leben im Kampf für Leviten über die Jahwegläubigen unerschüt- lichen Sage, Dietrich von Bern , gehört väter«, deren strengkirchliche Geisteshaltung Deutschland < folgendermaßen terlich zu machen. Hat je ein nationaler Heros ähnlich wie Solon und Brutus wieder nur als den Nationalcharakter der Vereinigten Staa- sich allerdings auch vorgestellt hat die Geschichte seines Volkes entscheidender bezeichnende Symbolgestalt hierher, weil der ten im Guten und Bösen bis heute entschei­> Deutsche und Tschechen < beeinflußt als dieser Emigrant? > Bei Ohm Krüger< historische Theodorich nie landesverwiesen dend mitgeprägt hat.

Der kürzlich verstorbene Münchener Ver­der Dolchstoẞ- Leh­

wie man es aus:

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>> Reines Herz und Gottvertrauen< >> Im Kampf um das Ohr des Kaisers<< >> Was von der Frankfurter Zeitung zu hal­ist<

> Mein Anteil an Bethmanns Sturz< » Schütze Lehmann bei der Eroberung Mün­ chens <

>> Der Jude und die Rassenhygiene<< » Vom Recht der deutschen Ortsnamen<< > An Hindenburg über Gerechtigkeit<< » An Brüning über Zinswucher < » Bekenntnis zu Hitler<

Für die Bedeutung, welche die Emigra - war, sondern als erobernder Usurpator Ita- In solchen schöpferischen Leistungen be­tion innerhalb der griechisch- römi- lien in seine Gewalt brachte; das spätere, stätigt und bewährt sich die geistig- seelische schen Kulturwelt hatte, zeugen die christliche Mittelalter aber verleg- Vorbedingung aller politischen Emigration: symbolstarken Sagen, daß der Gesetzgeber te die Emigration zumeist aus dem Staatlich- Lebenswille, Spannkraft und die feste Ent­der Athener , Solon , und der Befreier der Politischen ins Geistig- Religiöse. Es stieß, schlossenheit, sich und die eigene Ueberzeu­Römer von Königstyrannei, der ältere Brutus, soll diese Feststellung besagen, den Miẞliebi- gung in die Zukunft hinüber zu retten, der sich wahnsinnig stellen mußten, um ihre ret- gen aus dem Verband, der dem mittelalter- Schwache und Hoffnungslose unterwinft sich. geschichtsträchtigen tenden Taten leisten zu können. Nur so, als lichen Menschen aller Zungen die eigentliche Weil die besten, die Sendboten der Götter aus einer andern Welt Heimat war: aus der Kirchengemeinschaft, Emigranten aus solchem Holz geschnitzt sind, mit andern Gesetzen, vermochten sie ihre und machte ihn so schutzlos auf Erden und war für den Feuergeist Rousseau , als er die Völker Unerhörten mit fortzureißen, im Himmel. Und merkwürdig, wieder sind es furchtbaren Brandpfeile gegen den umsturz­und im übrigen ist es sehr wohl möglich, daß unter den geschichtsbekannten Persönlichkei- reifen französischen Staat vorbereitete, in der auch die zahlreichen Reisen, die Solon vor ten die eigenartigsten, am entschiedensten in Heimat kein Raum; mußten der Freiherr und nach seinem Gesetzgeberwerk unternom- die Zukunft weisenden, die von dieser Form vom Stein und sein treuer Gehilfe Arndt ter ausrufen: Welch ein Glück für die Feder! um aus der Verbannung betroffen wurden, nur aus Preußen fliehen, um die rechten materiel­men haben soll, die freiwillige Flucht

nen

zum

Stilzchens Ende

> Gegen tschechische Schuhe<

» Ich dien', bis mir die Feder aus der Hand fällt.<

Da kann man wirklich nur mit dem Dich­

F. E. Roth.

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chenden Lesern, wie sie am 30. Januar mit handfesten Maßstäben geht die Nazipresse an einigen Freundinnen von früh 47 bis nach­die> nationalsozialistische Kunst< heran! vor der Reichskanzlei ge­Einen Schönheitsfehler jedoch hat das Monu- mittags 1/4 Uhr standen hat, um ihn, den Herrlichsten mentalgemälde, die> Preußische Zeitung< sprichts offen aus: Warum hat der Künstler, allen, zu erwarten.» Mein schönstes Erlebnis<<, >> da das Bild doch für ein motorisierte Truppe so heißt die nicht mehr ganz neue, aber sicher bestimmt ist, dies nicht angedeutet, sondern ewig junge Ueberschrift. Nach 8% Stunden und nach einigen Unannehmlichkeiten mit der SA und mit den Pförtnern gelingt der Durch­

zweimal ein Pferd dargestellt?<< Aber der Künstler bedeutete dem Interviewer, das Pferd sei zeitlos, dagegen» ein Wagentyp ändert sich jährlich...<

bruch:

seinesgleichen hatten sich die Auferstehung| mand gewußt, daß Mädchen früher oder spä-| nen gelesen werden, schwärmerische Auf­wohl anders gedacht: nicht ohne Hugenberg, ter Kinder zu kriegen pflegen. zeichnungen überschnappter Gören ernst neh­Nun geht auch er dahin, er, der die Tra- nicht ohne Stahlhelm, nicht mit soviel Be-» Lengrüsser hat hier sehr modern und men, ist immerhin neu. Wir werden ein wirklichkeitsgetreu gemalt, der Reiter z. B. selbstverständlich stark gekürztes Kabi­dition des seligen Reichslügenverbandes so schimpfung der Alten und wohl auch nicht trägt die Uniform, wie es die Beklei­neckisch fortsetzte. Wenn später einmal die mit soviel Maulkorb. nettsstückchen solcher Art zitieren. dungsvorschrift heute erfordert.<< Schuldigen im Geiste aufgezählt werden, die Die Nazipresse benützt die Gelegenheit, um Im> Westen«, Berlin , erzählt die Schülerin Und jeder Muschkote kann daran ersehen, Wegbereiter der braunen Schwammflut, die ihrem einstigen Vorkämpfer etliche Dreck- wie das Koppel zu sitzen hat... Mit solch Ursala Bartsch aus Wilmersdorf den aufhor­Streiter wider Freiheit und Gewissen, dann batzen nachzuschmeißen. Weg mit den alten wird sein Name auf der Liste einen Stern Kämpfern! Futterkrippe frei! Jeder von den haben. In den Plaudereien seiner Korrespon- Lumpenhunden wird vom andern abgetan. Sie denz war alles, was die Nazis später nur auf- überschreiben ihren Nachruf:» Ein Abschied zunehmen brauchten: die Klubsessel der roten ohne Tränen<. Bonzen, die korrupte Demokratie, die Juden- Einen großen Augenblick hat Scherls fresserei. Rumpelstilzchen unterzeichnete er. Major gehabt, als er sich den Kriegsnamen Vielleicht schämte sich der Major a. D., se!- Rumpelstilzchen beilegte. Damals ahnte er Familiennamen Stein unter die Ver- wohl bereits, daß er sich wie jenes ergrimmte leumdungen zu setzen. Die Nazipresse setzte Männchen im Märchen eines Tages mit einem seinen Schwindel nur fort und überrumpel- Bein selbst in die Erde stampfen würde. stilzte ihn um einiges, sodaß er schon unzeit­Das will uns nicht einleuchten. Den Wa­gemäß geworden, als das Dritte Reich aus- Sieben Meter fünfzig man jedes Jahr überstreichen brach. Außerdem konnte er einige alte Ge- Ein Königsberger Maler hat den Auftrag er- gentyp kann wohnheiten nicht lassen: das Heraufbeschwö- halten, eine Wand des Unteroffizierskasino der und den jeweils neuen militärisch korrekt da­ren wilhelminischer Herrlichkeit, den Lobge- Kraftfahrkaserne in Rothenstein mit Malerei für rein pinseln. Wenn sang auf gute alte Zeiten. Das konnte nicht zu versehen. Das Königsberger Naziorgan ge- fünfzig, dann> wirklichkeitsgetreu<<, wie es die gut gehen, denn Gangsterien schneidet bei rät darob vor Entzücken aus dem Häuschen, Nazipresse versteht und an dem vorschrifts­jedem Vergleich schlecht ab. Die Nazipresse denn auf dem Kolossalgemälde soll so ziem- mäßig bekleidetem Reiter lobt. Diese meter­lange Kasino- Banalität ist für das Naziblatt was das> Bekenntnis zum griff seine gesammelten Werke an. bringt er seinen letzten Band. Der heißt: neuen Staate ausmacht. Und was ist das?» Kunst des neuen Deutschlands ...< > Nee, aber sowas!<. Darin erklärte er, Größe: 2.30 mal 7.50 Meter. Darauf ein kraft­daß er die Feder niederlegen will. Die Zeiten strotzendes Siedlerehepaar komplett, nämlich sie mit Kindern; ein Pferd; ein Greis; ein feld­verstehe seien so anders geworden; nicht mehr ganz; sie vertrügen eine satirische grauer Reiter mit Pferd und fahnenschwen- nant schwärmt, Behandlung nicht mehr. Er weiß, daß auf kende Turnerinnen: jeden miẞverstandenen Spaß mindestens KZ stehen kann. Sofern Mut dazu gehört, macht diesen schreibenden Majoren die ganze Er­neuerung keinen Spaß mehr.

er

Nun lich alles sein,

Wenn aber Rumpelstilzchen die Zeit nicht mehr versteht, wer dann überhaupt? Er und

schon sieben Meter

Tenor- Ersatz

Ob so ein Backfischchen für einen Leut­für einen Tenor oder flir einen Heldendarsteller etwa des Namens Adolf > Bewußt hat hier der Künstler die vor- Hitler ist gänzlich einerlei. So oder so finden wärtsstrebende Jugend durch Mädel sym- die unklaren und verworrenen Sehnsüchte des bolisiert, da der Gedanke, daß die Mäd- Entwicklungsalters ein Ventil, und wenn die chen, die Mütter von morgen, dem Volke

gegenüber große Verpflichtungen haben, Kinderkrankheit überwunden ist, stürzt das Idol gewöhnlich mit lautem Krach vom Sok­

nationalsozialistisch ist.<<

>> In zwei Gliedern angetreten!<< hieß es. Und wer, denkt ihr, wer den Befehl gege­ben hatte? Niemand Geringeres als der Führer selbst. Wie strahlten seine Augen, als er durch unsere Reihen ging und jede der einzelnen die Hand drückte!> Heil, mein Führer!« brachte. unsere Führerin noch eben heraus.» Heil, meine Mädel!<, lächelte er. Aber ich! Keinen Ton gab mei­ne Stimme her. Und so ging es den meisten. Das Herz schlug uns bis zum Halse herauf! Und gar erst dann, als unser heißester Wunsch in Erfüllung ging. Denkt euch! Sein Bild mit seiner eigenhändigen Unter­schrift, in unserer Gegenwart vollzogen, überreichte er uns. Daß ich das erleben durfte! Wie betäubt stand ich da. Erst als ich merkte, daß die andern sich in Bewe­gung setzten, kam ich zu mir. Der Füh­

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rer war gegangen. Wie wir aus der Reichs­kanzlei herausgekommen sind, weiß ich nicht. Aber das weiß ich: Und wenn ich hundert Jahre alt würde, den Tag, vergesse ich nie!<

Pubertätsgefühle als staatserhaltende

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Ist er auch, denn vor Hitler hat noch nie- kel. Daß Tageszeitungen, die von Erwachse- Kraft ob solche Säulen sehr stabil sind?