Nr. 228 BEILAGE

Neuer Vorwärts

Das Ziel: der Krieg

24. Oktober 1937

Aus den Geheimreden der Naziführer vor dem Offizierskorps

Wir schließen heute unsere Veröffentlichungen aus den Geheimreden der nationalsozialistischen Führer vor dem Offizierskorps der Wehrmacht . Jeder dieser Vorträge gipfelt in dem Bekenntnis: der oberste Zweck des Dritten Reiches ist der Krieg. Die Politik des Dritten Reiches dient der Bereitstellung des ganzen Volkes für den Krieg. Gegenüber dem Kriegszweck verschwinden alle anderen Werte! Der Vortrag des Reichsleiters Wal­ ter Buch über die Parteigerichtsbarkeit der NSDAP läßt erkennen, wie kaltblütig jedes Recht und die Rechtsgleichheit vom braunen System zu Boden getreten wird. Krieg führen ist alles mag auch die europäische Kultur zugrunde gehen!

Alles für den Krieg!

Das Ziel in Mitteleuropa

Zum Abschluß der Vorträge trug der Oberregierungsrat Dr. Walther Kayser» Richtlinien für den natio­nalpolitischen Unterricht an den Kriegsschulen« vor. Darin heißt es: > Das Reich ist die politische Lebensform des deutschen Volkes und das Werkzeug sei­ner geschichtlichen Selbstgestaltung. Bedeu­tungswandel des Reichsbegriffes im Ersten

Himmler

der Mann des inneren Kriegsschauplatzes

der

Reich, im Zweiten Reich und im Dritten Reich . Das nationalsozialistische Reich reine Willensausdruck der eingeborenen deut­ schen Volkheit.

Erbeigenschaften weitergeben, die wir selber| Volk so erbgesund und kräftig, seelisch und haben, sondern auch solche unserer Vorfah- körperlich so gesund geboren wird, daß es im ren, die bei uns selber gar nicht in Erschei- Herzen Europas auf Jahrhunderte hinaus be­nung treten. stehen kann. Wenn uns das gelingt, so be­

So enthält diese Erb- und Rassenpflege steht gar kein Zweifel daran, daß unser Volk ein hohes ethisches Ziel, indem sie uns zum nicht untergehen wird. So müssen wir also Sinn des Lebens zurückführt, zu einer natür- nicht nur von seiten des Staates Erb- und lichen Lebensauffassung, damit uns aber auch Rassenpflege treiben, sondern auch von seiten wieder ganz anders als bisher in die Volks- des Heeres diese Bestrebungen unterstützen; gemeinschaft und in das Leben des Gesamt- denn wir werden nur dann brauchbare Solda­volkes einreiht! Wir müssen, wenn wir so ten und Offiziere haben, wenn die Entartung weiterdenken, zu der Ueberzeugung kommen, aufhört, und wenn wir wieder eine Höherent­daß wir für diese Kinder zu leben verpflich- wicklung unseres Volkes erreichen!<< tet sind, für sie zu sorgen und zu schaffen! Die Tschechoslowakei

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als Ziel

Regierungsrat Dr. Ruttke prägte in einem Vortrag über» Bevölkerungs­politische Tatsachen« die folgenden un­zweideutigen Sätze über die Tschecho­ slowakei :

Hess

der nach der Weltherrschaft strebt

neuen

>> französischen Bevölkerung<

Diese unsere Kinder müssen weiterleben, also sind wir verpflichtet, Vaterland und Volk zu verteidigen; also müssen wir auch wieder be­reit sein, wenn es sein muß, für unser Volk zu sterben! Sehen Sie, man denkt darüber noch so verschieden, oft liberalistisch und in­dividualistisch, z. B. habe ich mich letztens mit einem Herrn über diese Frage unter-» Die ehemalige Großmacht baren halten, der mir sagte: Wissen Sie, es ist Frankreich befindet sich schon jetzt in Platz. gar nicht gut, wenn die Offiziere diesem Zustand: Seit 1935 sind dort mehr Ein anderes Beispiel für die bevölkerungs­früh heiraten; denn wenn sie das tun, Todesfälle als Geburten, Frankreich nimmt politische Lage an Deutschlands Grenzen bie­sagen sie sich: ich habe eine Frau, ich zahlenmäßig ab. Dabei bemüht sich Frank- tet die Tschechoslowakei . Sie ver­habe womöglich Kinder dann reich ständig, die fehlende Geburtenleistung fügt immerhin noch über eine Geburtenziffer will ich doch nicht fallen oder gar durch Aufnahme von Menschen aus geburten von 17.9 v. T., die aber ganz deutlich alljähr­mit dem Flugzeug abstürzen und so ähnlich! freudigeren Ländern auszugleichen. lich absinkt. Untersuchungen tschechischer Ich stehe aber auf einem anderen Stand- Frankreich ist das Land, in dem es für Bevölkerungspolitik haben aber ergeben, daß punkt und möchte gern, daß wir uns zu fol- Europa unvorstellbare Mengen von Auslän- an diesem Absinken in erster und haupt­gender Lebensauffassung durchringen: Gewiß dern gibt. 1931 lebten 2,890.923 Nichtfranzo- sächlichster Linie die deutsche Minderheit soll ein Mensch nicht heiraten, wenn er sich sen in Frankreich . Von ihnen werden ständig sowie die tschechische Bevölkerung beteiligt noch in der ersten Berufsausbildung befindet, zahllose in Frankreich eingebürgert, so z. B. ist. Die Tschechoslowakei enthält bekannt also nicht in den ersten Jahren, darnach sind zwischen dem 6. und 12. Dezember, also lich kein einheitliches Volk, sondern stellt aber so früh wie möglich! in einer einzigen Woche, mehr als 2700 Aus- eine Vereinigung mehrerer Völker dar: Tsché­länder in Frankreich eingebürgert worden. chen, Deutsche und Slowaken( von anderen Diese Praxis wird aber schon seit Jahren Minderheiten abgesehen). Die Geburtenziffer gar nicht darauf an, daß er nun unbedingt ausgeübt, und so ist es kein Wunder, daß die des Ostens, also der slowakischen Bevölke­sehr alt wird, sondern ich muß mir wieder Zahl der Ausländer von 1931 bis 1936 auf rung, liegt noch immer weit über 20 v. T., 2,453.507 abgenommen hat. Frankreich wird die der Tschechen und der Deutschen ist bis Glied in der Kette der Geschlechter, ich ständig unterwandert. Es ist bekannt, auf 13 v. T. gesunken, mit anderen Worten: kann ruhig sterben, wenn ich zahlreiche auch afrikanische Menschen in Frankreich die deutsche und die tschechische Bevölke­Aufnahme und gleichberechtigte Anerken­Kinder habe, ich kann also auch ins Feld rung stirbt aus, an ihre Stelle tritt die slowa­nung finden. In der französischen Armee kische Bevölkerung. gehen und fallen, denn meine Familie, mein gibt es zahlreiche schwarze Unteroffiziere, Geschlecht lebt weiter! die weißen Franzosen zu befehlen haben. Auch italienische Wanderarbeiter werden in Massen eingebürgert, von den deutschen Emigranten ganz abgesehen.

Wenn jemand zahlreiche Kinder hat, SO kommt es völkisch und biologisch gesehen

dessen bewußt werden: Ich bin nur ein

daß

a) Der großẞdeutsche Gedanke. Geschichtlicher Rückblick auf das Ver­hältnis von Volksraum und Reich im Wandel der Jahrhunderte. Das Erste Reich als über die Volkstumsgrenzen hinausreichendes Uni­Allerdings muß ich auch die Gewißheit versalreich, das Zweite Reich als Verwirk- haben, daß dann die Allgemeinheit, das Volk, lichung der kleindeutschen Einheit und das für meine Kinder, für meine Familie, soweit Dritte Reich als der Anspruch sie nicht versorgt ist, eintritt und dafür auf- Es zeigt sich aber, daß die Geburten­auf eine einmal kommende Er kommt, daß diese Kinder erzogen werden. leistung Frankreichs trotz dieser Einbürge­füllung des großdeutschen Ge- Umgekehrt glaube ich, sollte derjenige, der rungen» fruchtbarer« Fremdlinge ständig dankens. Gegenwärtige Reichs- nicht geheiratet hat, der keine Familie ge- abnimmt. Dafür gibt es zwei Erklärungen: grenzen im Vergleich mit den gründet und keine Kinder hat, eigentlich be- entweder gehen auch die eingebürgerten Volkstumsgren- sorgt und unruhig ins Feld ziehen und sich Fremdlinge rasch zur Geburtenbeschränkung zen. Die Lage der deutschen Volksgruppen sagen: Wenn ich falle, vielleicht morgen oder über, oder aber die echten Franzosen über­Grundsatz jenseits der Reichsgrenzen. Der übermorgen, dann sterbe ich, ohne Kinder lassen den Geburtenreichtum von Jahr zu der Selbstbestimmung des deutschen Volkes hinterlassen zu haben, dann bin ich, dann Jahr mehr ganz den eingebürgerten Neu­über seine staatliche Zusammengehörigkeit sind mein Geist, meine Seele, alles für immer franzosen. Damit würde sich aber in wenigen und Lebensform in Mitteleuropa.< aus dem Lebensstrom meines Volkes ausge- Menschenaltern ein völliger Wandel in der Wer Kinder hat, soll sterben! löscht! Dann bin ich im wahrsten Sinne des rassischen Substanz des französischen Vol­

gegenwärtigen

Ministerialdirektor Dr. Gütt sprach über die

nationalsozialisti­

Wortes

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biologisch gesehen> tot<!

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kes vollziehen: das französische Kulturvolk

So kommen wir über Erb- und Rassen- von gestern stirbt und macht einer in seiner

sche Rasse- und Erbgesund- pflege, über die Familienpflege wieder zu inneren Beschaffenheit völlig unkontrollier­

heitsgesetzgebung.

Er er­

zum

mahnte die Offiziere, sich

Sterben bereit zu machen:

Lebens? Der Sinn

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zu

daß

einer ganz anderen Auffassung von Heldentum, Opfermut und Einsatzbereitschaft für Volk und Gerade für unser Heer und von ungeheurer

daß

als ihre Pflicht zu gründen

ein gerechter Familien

Was ist denn letzten Endes der Sinn des Vaterland! Lebens? Was ist der Sinn des Lebens im für die Wehrmacht ist es Pflanzen- und Tierreich? Was ist der Sinn Bedeutung, daß sie sich diese Gedanken der des menschlichen des Erb- und Rassenpflege zu eigen macht, biologischen Daseins ist Fortpflanzung der es gerade unsere Offiziere Art, ist Rasseerhaltung, und so ist es auch ansehen, zu heiraten, Familien der Sinn des menschlichen Lebens, eine und möglichst viele Kinder zu haben! Not­Familie zu gründen und Kinder haben! wendig ist aber ferner, daß Denn wir wissen die Lehre vom Leben, Lastenausgleich für kinderreiche die Biologie, beweist es uns, wir geschaffen wird, daß man also die biologische letzten Endes in Kindern weiter. Leistung entsprechend berücksichtigt. Ferner es eine Höherentwicklung leben! Wenn also jemand mehrere Kinder wissen wir, daß hat, so darf er die Gewißheit haben, daß er des Menschen, der Familie und damit unseres damit die Erbeigenschaften, die er von seinen Volkes nur gibt, auf dem Wege über die ge­Vorfahren bekommen hat, fortpflanzt, daß eignete Gattenwahl und nur, wenn wir Fami­in diesen Kindern die Erbeigenschaften der lienpflege, Erb- und Rassenpflege treiben. Vorfahren und Ahnen weiterleben, zwar nie- Damit aber kommen wir auch zu einem mals in einem Kind alles genau so wie im neuen Glauben an die Zukunft unserer eige­Vater und der Mutter, aber doch in jedem nen Familie, unseres deutschen Volkes und Kind ein Teil von ihnen. Wir wissen weiter, Vaterlandes! Es muß wieder als Pflicht an­daß wir mit unserer Erbmasse nicht nur gesehen werden, dafür zu sorgen, daß unser

unseren

Rosenberg

der Feind der europäischen Kultur

Von diesem Gesichtspunkt aus gewinnt die Tatsache der Sowjetierung der tschechoslowakischen Armee eine ganz besondere Bedeutung: Auch in der Tschechoslowakei bereitet sich eine völlige Umwandlung eines Volkes in ein anderes vor. Nicht mehr lange, und die Tschechen müssen auch die politische Oberleitung des Staates an die Slowaken abgeben. Der Kommunismus ist aber in den slowakischen Gebieten besonders stark ver­treten.

Das tschechische Volk ist ein sterbendes Volk. Ein sterbendes Volk aber dehnt sich niemals aus, ist in keiner Weise veranlaßt, eroberungslustig über seine Grenze Za blicken. Wenn trotzdem die tschechische Regierung entlang der deutschen Grenze militärische Flugplätze mit Unterstützung der russischen Regierung einrichtet, 80 steht dahinter keinerlei bevölkerungspoli­tische Notwendigkeit. Das tschechische Volk ist kein Volk ohne Raum! Sondern dahinter steht einzig und allein der Befehl Moskaus ! Die bevölkerungspolitische Lage Deutsch­ lands ist diese: Deutschland ist das einzige bevölkerungspolitische Bollwerk des europäi­ schen Nordens. Mit Polen und Italien zusammen ist Deutschland das bevölkerungspolitische Boll­werk Europas gegen den bolsche­wistischen Osten. Dabei stehen Deutschland und Polen an der gefährdetsten Stellung: Polen als unmittelbares Grenzland gegen Osten, Deutschland als das Herz Europas .

Ich habe versucht, Ihnen in großen Zügen die bevölkerungspolitische Lage des Deut­schen Reiches inmitten von Europa plastisch darzustellen. Der Nationalsozialismus be­gnügt sich nun nicht damit, über die bevölke­rungspolitische Lage wissenschaftliche Ab­handlungen zu schreiben und in langatmigen