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zu bewahren; wir haben uns deshalb auf das System der Vertrauens- Ländern thatsächlich aus der Partei ausschließen; das wollen wir Imag es geschehen. Eigentlich halte ich die Resolution für über männer gestützt. Falsch ist es, daß in Halle ein verbändlerischer nicht, das fönnen wir nicht. In andren Ländern, wie in Württem flüssig. Wir sind so gut und den Frauen so hold, daß man uns an Entwurf vorlag und daß es dem Einfluß eines Genoffen berg, Baden, Hessen , vor allem in den Hansastädten, tönnen die unfre Pflicht den Frauen gegenüber nicht zu erinnern braucht. gelungen ist, diesen Entwurf zu Fall zu bringen. Nein, der Frauen Mitglieder von politischen Vereinen sein, und unsre württem Weniger bin ich mit dem Antrag 73 einverstanden. Die Frauen Gedanke des Vertrauensmännerfystems, überhaupt der ganze Organi- bergischen Genossen haben ja auch die Frage bereits gelöst, indem verlangen immer Gleichberechtigung und in demselben Augenblick sationsentwurf, wie er in Halle geschaffen ist, mit einer ganz fie sich eine Landesorganisation geschaffen haben, die zugleich treten fie für eine Ausnahmestellung für sich ein.( Widerspruch der minimalen Aenderung dem Parteitage damals unterbreitet worden. auch die Partei gegenüber dem Gesamtvorstand repräsentiert. Die Frauen). Sie wollen von den Organen der allgemeinen Bewegung Das Vertrauensmännersystem ist eingeführt infolge des Koalitions- bayrischen Genossen haben etwas Aehnliches beschlossen ohne Rüd- zu allen Arbeiten und Sizungen als gleichberechtigte Mitarbeiterinnen verbots, das System hat sich bewährt. Heute fragt es sich: Centrali ficht darauf, daß bei ihnen Frauen nicht Mitglieder politischer Vereine herangezogen werden, nicht als Vertrauenspersonen, sondern als sation, gestüt auf Lokalvereine oder Beibehaltung der losen sein fönnen. Meine lieben Landsleute find also weniger galant Bertrauenspersonen der Genoffinnen. Wollen Sie gleichberechtigt sein- Form der Organisation durch Vertrauensmänner.( Heiterkeit), und ich wundere mich nur über meine bayrischen Lands- ich bin überzeugt, Sie werden immer den Kürzeren ziehen!( Frau Betting Wir haben in der Kommission versucht, die widerstrebenden Inter- männinnen, daß sie sich das so ruhig haben gefallen laffen Hört, hört!) Wenn Sie nicht zu den Sigungen berufen werden, ei essen auszusöhnen und eine Form zu finden, die den Genossen da,( Heiterkeit) da solltet Ihr einmal unfre Berlinerinnen nun, so ertragen Sie das. Auch nicht alle Männer werden berufen. wo sie sich der festen, strammen Organisation des Lokalvereins be- fennen lernen.( Heiterfeit.) Ich muß aber grundsäglich aussprechen, Anders steht es, wenn eine Frau Vertrauensperson am Orte iſt. dienen können, diese Möglichkeit einräumt, zugleich aber den Ge daß wir allerdings der Meinung sind, daß da, wo sich solche Dann ist sie aber Vertrauensperson der Partei und nicht Vertrauensnoffen, bei denen die Gründung eines Lofalvereins aus irgend Schwierigkeiten aus der Lage der Gesetzgebung ergeben, es einfach person der Genoffinnen. Ihr Antrag 73 fonftituiert ein eignes Recht. welchen Gründen nicht angängig ist, es zu ermöglichen, durch Ver- parteipolitische Pflicht der Genossen ist, Rücksicht auf die Frauen, zu( Widerspruch der Frauen.) Ja, das schlimme ist, daß mit den trauensmänner ihre Parteiinteressen wahrzunehmen. nehmen.( Sehr richtig!) Die Frauen haben ja bezügliche Anträge Freundinnen nicht zu reden ist.( Heiterfeit.) Ich habe mir Wir haben in die alte Bestimmung neu aufgenommen, daß gestellt, auf die ich noch zu sprechen komme. schon in den schönsten Privatunterhaltungen alle Mühe gegeben. die zur Wahrnehmung der Partei Interessen berufenen Genossen In der Kommission waren wir uns darüber einig, daß wir den( Heiterkeit.) Sie wollen aber gleichberechtigt sein, daneben aber auch in zu diesem Zweck einberufenen Vereinsversammlungen ge- uns durch die Gesetzgebung aufgezwungenen Zustand, wonach Frauen noch eine Extrawurst gebraten haben.( Große Heiterkeit.) wählt werden können. Während wir bisher ausdrüdlich verlangten, als politisch minderwertig gelten, nicht legalifieren dürfen, indem Auch Ihren Antrag 74 fönnten wir nicht annehmen. Wir können daß diese Wahlen nur in öffentlichen Parteiversammlungen statt- wir sagen: Wir schaffen uns Männern, was uns paßt, aber um die nicht den Genossen von Württemberg, wo die Frauen Mitglieder finden dürfen, lassen wir jezt auch die Möglichkeit der Frauen fümmern wir uns nicht. Ich zweifle auch nicht, daß der politischer Vereine werden dürfen, vorschreiben, daß sie alle ParteiWahl in Vereinsversammlungen offen. Der Ver- Parteitag den Frauen so weit entgegenkommen wird wie irgend angelegenheiten in öffentlichen Versammlungen erledigen. Diese Betranensmann selbst soll bleiben. Wer dieser Vertrauensmann ist; möglich. Daß es in Deutschland auch noch ein Land giebt, wo die Stimmung hätte da einen Sinn, wo die Gesetzgebung den Frauen kann der Centralleitung ganz gleichgültig sein. Bisher mußten wir mit Männer fein Vereinsrecht haben, Medienburg, das wissen Sie die Teilnahme an politischen Vereinen verbietet. Wo die Frauen Rücksicht auf die gesetzlichen Bestimmungen daran festhalten, daß der Leiter alle. Daß es Verhältnisse giebt, wo es den besten Parteigenoffen die Mitgliedschaft in politischen Vereinen erwerben dürfen, brauchen eines politischen Vereins unter feinen Umständen mit dem Amt eines wegen ihrer socialen Stellung nicht möglich ist, in einen politischen fie es ja nur zu thun, dann kommen sie auch in geschlossenen Ver Vertrauensmans betraut wird. Das ist in Zukunft nicht mehr Verein einzutreten, schon weil die Mitgliederlisten der Polizei ein- fammlungen zu Wort. notwendig. In Zukunft tönnen die Genossen an den einzelnen gereicht werden müssen und dadurch z. B. die Zehntausende von Zum Schluß für heute möchte ich die Frauen bitten, sich ihre Orten sehr wohl auch ihre Vereinsleiter beauftragen, die Verbindung Staatsarbeitern in die Unmöglichkeit versetzt sind, einem social- Anträge bis morgen noch einmal zu überlegen. Seien Sie so gut mit dem Centralvorstand zu unterhalten. Für den Vorstand ist der demokratischen Verein beizutreten, wissen Sie auch. Und weil dem und überspannen Sie den Bogen nicht, denn es sind viele unter Betreffende nun nicht der Vereinsvorsitzende, sondern der Vertrauens- so ist, deshalb glaube ich, sind die Vorschläge der Kommission zu§ 3 uns, die es nicht so gut mit Ihnen meinen, wie wir.( Große mann des Orts. Wenn die Genossen aber glauben, daß es besser durchaus berechtigt. Heiterfeit.) ist, neben dem Vorsitzenden noch eine andre Person mit dem Amt Nun liegt eine Resolution 72 vor, die die Frauen gestellt haben, Der Redner bricht hier seinen Vortrag ab, da es 7 Uhr ge des Vertrauensmanns zu befleiden, so fönnen sie es thun. wohl ein Ergebnis der Frauenkonferenz. Darin wird ein Wunsch worden ist. Darüber ist nichts vorgeschrieben. Vorgeschrieben ist mur, daß über- ausgesprochen, den ich ganz gern unterstützen will. Ob es aber hilft, Zahlreiche Begrüßungsschreiben und Telegramme sind im Laufe all ein Genosse da sein muß, der die Aufgabe hat, die diesen Wunsch als Resolution auszusprechen, weiß ich nicht. Auch die des Tags eingegangen und werden zur Mitteilung gebracht. Verbindung mit der Centralleitung herzustellen. Weiter ist es frei Frattion wollte, daß, soweit Parteiattionen in Betracht kommen, auch das Schluß 7/4 Uhr. gestellt, diese Personen in öffentlichen oder in Vereinsversammlungen Wort der Frauen in der politischen Bewegung gehört werde. Das llebelist, ( Fortsegung in der 2. Beilage.) zu wählen. Das ist geschehen, weil vielfach die Leitung daß wir zu wenig Parteigenoffinnen haben( heiterkeit). Ich wünschte, es der Parteiangelegenheiten einem Verein nicht übertragen wären weit mehr. Die wenigen, die alle Arbeit leisten müssen, sind tverden kann und weil es im größten Teil Deutschlands überlastet und werden da leicht griesgrämig( Heiterkeit). So kommt es, für die Frauen überhaupt fein politisches Versammlungs- daß sie uns, die wir gar nichts dafür können, das Leben so sauer Berichtigung. Im gestrigen Parteitagsbericht ist auf Spalte 1 recht giebt. Würden wir allgemein fordern, daß nur die Vereine machen.( Erneute Heiterkeit.) Ich wünschte, wir hätten 1000, 10 000, der 4. Seite ein Fehler enthalten. Der zweite Absatz der Ulrich in den einzelnen Orten die Partei repräsentieren, dann würden 100 000 überzeugte Parteigenossinnen! Wenn die Frauen Wert darauf schen Nede rührt nicht von Ulrich her, sondern mußte die Ueberschrift wir die Frauen in Preußen, Bayern , Sachsen und einigen fleinen legen, daß ihrem Wunsche formell Ausdruck gegeben wird, so tragen: Scherm- Nürnberg.
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