Die Maurer von Halle a. S. streiken bereits die siebente Boche; auch die Butzer, Rabizpuzer usw. find in den Streit mit einbegriffen. Diese lettere Thatsache verschweigen vielfach die Unternehmer und suchen so Arbeitskräfte nach dem Streikort zu loden. Ausland.
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Bociales.
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Die amtliche Statistit faßt unter dem Begriffe Vermögensdelikte" allerdings noch eine ganze Anzahl andrer Strafthaten zu fammen, wozu außer Urkundenfälschung jeder Art, Lotterievergehen, Sachbeschädigung, Brandstiftung 2c. auch verschiedene Verlegungen andrer Reichsgefeze gehören. In diesem weiteren Sinne sind folgende Bestrafungen zu verzeichnen:
1894
1895
1896
1897
1898
1899 186 016 185 243 179 136 183 797 190 955 188 265
Die Bewegung dieser Zahlen ist nicht wesentlich anders wie die der vorher genannten. Wegen Mord und Totschlag wurden bestraft in der Reihe der genannten Jahre: 275; 283; 270; 275; 269; 250 Personen.
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Barbier Sandmann
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Staats
Deutsches Reich. geblieben. Er beantrage ferner, gegen die Angeklagte Wender, sie habe es bejaht. Zur Schivester: Sage doch die Wahrheit! In Auch eine gewerkschaftliche Organisation. Kürzlich wurde die er gestern habe festnehmen lassen, einen lebhaftem Hin und Her zwischen den beiden Schwestern erklärt Zeugin in Stade in Hannover ein Maurerverein gegründet, den man den Haftbefehl zu erlassen. Frau Miller: Sternberg habe sie nicht veranlaßt, die MalerAnnoncen aber zu veröffentlichen, ihres Verein der„ Blauen" nennt. Der Verein hat folgende Parole auf Erachtens habe Es sei gelungen, einen Brief der Margarete Fischer bei der er das feine Fahne geschrieben: Wahrung aller gewerkschaftlichen Rechte Beugin Pfeffer zu beschlagnahmen, durch den die Angeklagte Senit Bestehen Annoncen solcher annehmen müssen, und Verbesserung der Lohnverhältnisse auf gütlichem Wege. Wender noch mehr belastet wird und es liege Sollusionsgefahr Mädchen ihn als Maler ansprachen. Es sei also ein gewisses stiller habe doch nicht dagegen protestiert, daß die Abschaffung aller befoldeten Agitatoren usw., da dieselben nur vor. Die Angeklagte Wender erklärt, daß sie, nichts verbrochen schweigendes Uebereinkommen. Da Sternberg ihr gefagt habe, er Terrorismus und Ausbeutung verursachen, dafür lediglich Ehren hat und nicht im entferntesten daran denke, irgend welche habe Freude an jugendlichen Körpern und da sie glaubte, daß er beamte; Aufhebung der Agitation auf der Baustelle. Berdunkelungsschritte zu thun. Sie habe mit der Frieda Woyda auch zeichne, so habe sie als Wunsch Sternbergs aufgefaßt, was fowie Herstellung eines guten Einvernehmens zwischen Arbeitgeber nie etwas gemacht. Vori.: Durch den beschlagnahmten Brief auch zeichne, so habe sie als Wunsch Sternbergs aufgefaßt, was Vors. Durch den beschlagnahmten Brief vielleicht gar nicht sein Wunsch war und worin sie ihn vielleicht und Arbeitnehmer. haben sich die gegen Sie vorliegenden Verdachtsgründe erheblich misverstanden habe. Die Zeugin Miller wird vom Vorsitzend en verstärkt. Ich könnte Ihnen nur raten, daß Sie durch ein reu- und den Beisigern noch nach vielen Punkten befragt und ihr das mütiges Geständnis Ihre Lage verbessern.- Angell. Wender: unwahrscheinliche ihrer Angaben vorgehalten. Sie erklärt wiederHätte ich etwas gemacht, so hätte ich es schon in der vorigen Verholt, daß sie nichts davon ivisie, daß mit der Frieda Woyda irgend Handlung gesagt. Ich habe niemals mit Frieda Woyda etwas ge- etwas in ihrer Wohnung vorgekommen jei. Zeugin Clara macht und dabei kann ich nur bleiben. Vorf.: Waren Sie zu Fischer. ruft ihrer Schwester etwas erregt zu: Du hast gegen oder haben Sie gesehen, daß Sternberg unfittliche Hundlungen mir zugegeben, daß Sternberg Dich veranlaßt hat, ihn als Den Spinenfabrikanten von Calais fommt jetzt der Bürger- mit der Woyda vorgenommen hat? Angell: Niemals. Der Maler, aus Frankfurt a. D. auszugeben. Staatsanwalt meister von Le Puy , der Hauptstadt der Ober- Loire, zu Hilfe. Er Gerichtshof beschließt die Angeklagte in Haft zu nehmen. Braut: Dann liegt doch aljo eine schimpfliche Heuchelei richtet an sie die Aufforderung, ihre Fabriken doch dahin zu verlegen. Es wird dann wieder die Zeugin Frau Miller( Margarete bor. Auf der einen Seite hat Sternberg gesagt, er fei Könnte doch daselbst eine Verschmelzung der Industrie der Maschinen- Fischer) vernommen. der Maler aus Frankfurt a. D. und auf der andren Seite Spigen mit der bereits bestehenden der Handspitzen erfolgen; beide Das Geständnis der Margarete Fischer. Branchen seien doch Schwestern". Der Maire weist ausdrücklich ist Frau Suchard nach Frankfurt a. D. gegangen, um nach dem Der Präsident teilt ihr mit, daß ihre Lage jezt folgende sei: Maler aus Frankfurt a. D. zu recherchieren. Die Zeugin Miller darauf hin, daß auch an Arbeitskräften, die nur der Beschäftigung Es sei ihr freies Geleit gewährt worden und sie könne sicher sein, erklärt auf weiteren Vorhalt: Es wäre ja abscheulich von ihr, wollte harren, fein Mangel ist. Der Herr Bürgermeister hat wohl vergeiſen, daß, wenn Hand- und Maschinenweberei Schwestern" find, daß sie innerhalb eines Monats, vom Schluß der Verhandlung ab sie den Angeklagten Sternberg in seiner jezigen Lage noch mehr beso doch höchstens Stiefschwestern; die mechanische Weberei ruiniert gerechnet, nicht verhaftet werden würde. Wenn sie aber in Deutsch - lasten, als der Wahrheit entspricht. Das fönne sie nicht. Sie glaubte. ihre rückständige Schwester. Er hat aber auch ferner nicht bedacht, land bleiben wolle, so sei es doch besser, wenn sie ein offenes Ge- Sternberg so verstanden zu haben, daß er solche Annoncen nicht undaß die Arbeiter Brüder sind, die sich so leicht nicht in den Rüden ständnis ablegen würde. Er richte deshalb die Frage an fie, ob fie gern fähe. Der Zeuge an ihren bisherigen Aussagen etwas zu ändern habe. fallen. 3eugin: Nein, ich muß bei mieinen früheren Aussagen bleiben. Bräf. Frau Zeugin, ich habe hier einen Brief, der von Ihnen her- muß der Zengin Frau Miller ins Gesicht sagen, daß er wiederholt rührt, ich wollte, bevor ich den Brief verlese, Ihnen Gelegenheit berg es betreten hatte. Die Wender sei bald darauf mit einem Schulgesehen habe, wenn Auta Wender das Haus verließ, nachdem Stern Zur Kriminalftatistik. Nach den foeben erschienenen bor - geben, durch ein offenes Geständnis Ihr 192 mädchen, einmal auch mit zweien, zurückgekehrt. 3eugin: Jch Täufigen Mitteilungen zur Kriminalstatistik des Jahrs 1899 wurden Gewiffen zu erleichtern. nahm aber an, daß Sternberg die Mädchen nur zum Modellstehen in dem genannten Jahre im ganzen 455 595 Personen wegen Ver- Es hat dies im Laufe dieser Verhandlung schon so mancher gethan. benutzen wollte. Ich habe die Kinder auch nur gefragt, ob sie sich brechen und Vergehen gegen das Reichs Strafgesetzbuch Als die Zeugin noch zögert, wird sie vom Staatsanwalt Braut dazu hergeben wollten. Präs.: Warum fragten Sie denn die verurteilt. Die Vergleichung mit früheren Jahren ergiebt folgende in nicht minder eindringlicher Weise zur Wahrheit ermahnt. Der Kinder nach dem Alter?- Zeugin: Ich war der Meinung, daß Zahlen: Staatsanwalt macht sie darauf aufmerksam, daß sie eine Verhaftung es strafbar sei, Kinder unter 14 Jahren zum Modellstehen zu ber1894 1895$ 1896 1897 1898 1899 nicht zu befürchten habe, selbst wenn sie alles zugäbe, was sie wenden. Präs: Und Sie wollen geglaubt haben, daß Stern427 657 433 697 434 359 439 536 454 512 455 595 gethan habe. Es sei ihr schon angedeutet worden, daß Kuppelei berg die Mädchen zeichnete, obgleich Sie wußten, daß er gar kein Die Zunahme in den 6 Jahren beträgt nur reichlich 51/2 Proz. nicht so schwer bestraft werde. Einem offenen und ehr- Maler war? Sind Sie aus Amerifa gekommen, in uns so etwas und bleibt hinter der zu erwartenden Bevölkerungszunahme nicht lichen Geständnis gegenüber werde auch die Strafe milde glauben zu machen?- 3eugin: Ich war der Meinung, daß er unerheblich zurüd. ausfallen. Bräsident: Ich frage Sie nun zum legten an jugendschönen Formen Vergnügen fände und die Mädchen zeichnete. Die eigentlichen Vermögensdelikte: Diebstahl, mal, wollen Sie die Wahrheit sagen oder nicht?- 8eugin:- Präs. Haben Sie einmal eine solche Zeichnung gesehen? Unterschlagung, Raub und räuberische Erpressung, Erpressung, Be- Ja, ich will.- Präsident: Dann frage ich Sie, wer war der 3eugin: Nein, ich behaupte aber außerdem, daß Schul günstigung, Hehlerei und Betrug zeigen folgendes Bild: eigentliche" Mann, der in Ihrer Wohnung in der Alexandrinen- mädchen nie dabei waren. Präs.: Befanden sich in Ihrer 1894 1895 1896 1897 1898 1899 straße verkehrte? 8eugin: Es war Sternberg. Präsident: Wohnung unzüchtige Bilder?- 3eugin: Nein. Präs.: Aber 146 240 144 368 140 487 144 683 150 778 146 571 Hat Sternberg mit der Frieda Wohda unsittliche Handlungen vor Frau Zeugin, es baben verschiedene Zeugen diese Thatsache bekundet, Es war also nur im Jahre 1898 eine nennenswerte Steigerung genommen? 3eugin: Ich selbst weiß davon nichts, es ist mir wenn Sie in folchen Kleinigkeiten die unwahrheit sagen, wer soll der Vermögensdelikte zu verzeichnen; die ganze Jahresreihe dagegen aber erzählt worden. Präsident: Von wem? Zeugin: Einige Bilder habe 3eugin: Ihnen dann noch etwas glauben? zeigt eine relative und für drei Jahre sogar eine absolute Abnahme ich fann es wirklich nicht mehr sagen. Präsident: Aber ich ja einmal gehabt, sie lagen in einer Schublade.- Präs.; Von dieser Strafthaten gegen 1894. Zeugin, einzelne Thatsachen zugeben und andre gravierendere in wem erhielten Sie das Abrede stellen, das ist kein offenes Geständnis. Sagen Sie doch die Kabeltelegramm, volle Wahrheit. Beugin: Ich kann doch nicht anders aus- worin Ihnen die Aussage Ihrer Schwester mitgeteilt wurde? fagen, es ist die Wahrheit. Präsident: Hat die Wender 8eugin: Den Absender kenne ich nicht. Die Depesche wurde mir Ihnen etwas mitgeteilt von dem, was Sternberg mit von Friß Friedmann gezeigt, aber der Name des Absenders nicht.- Frieda Woyda vorgenommen haben soll? Beugin: Nein. Zeugin Fräulein Clara Fischer: Meine Aussage in der ersten Bräs: Nun, dann kann ich Ihnen nicht helfen. Wollen Sie Ihr Verhandlung ist meiner Schwester ganz entstellt wiedergegeben worden, Geständnis" wirklich in dieser Form abgeben?- 3eugin: Ich wahrscheinlich in der Absicht, fie gegen mich aufzureizen.- Staats bleibe dabei, daß es die Wahrheit ist. Präs. Hier dieser Brief amvalt Braut: Zengin Frau Miller, als Friedmann damals von ist von Ihrer Hand?- 3eugin: Ja. Präs.: Er ist bei dem Ihnen die Aussage verlangte und Sie dafür 20 000 M. forderten, Fräulein Pfeffer mit Beschlag belegt worden, man hat ihn ihr mit hatten Sie damals schon Kenntnis von dem Telegramm? Gewalt abnehmen müssen, da sie ihn freiwillig nicht hergeben 3eugin: Ja, es war an demselben Tage angekommen. wollte. An dem Briefe fehlt ein Stüd, welches Wesentliches ent- anwalt Braut: Dann sollte wohl durch das Telegramm Ihre Körperverlegung(§§ 223-227 R- Str.- G.- V.) weist in halten haben muß. Der Brief enthält Mitteilungen, die Aussage beeinflußt werden? Zeugin: Ich weiß es nicht. ziemlich stetigem Wachstum gegen 1894 eine Vermehrung um etiva Staatsanwalt Braut: Können Sie sich jetzt vielleicht entsinment, 171/2 Broz. auf, nämlich von 103 791 auf 122 029, so daß hier auch von einer relativen Vermehrung gesprochen werden kann. Zeugin: Geschrieben habe ich es, das Mitgeteilte ist aber wer Absender der Depesche war, die in Cherbourg an Sie eintraf? Zeugin: Nein, ich kann es nicht sagen. Staatsanwalt Es ist eine beliebte Specialität derer um Oertel, Kropatsched 2c., nicht wahr.- Präs: Ich kann doch nicht annehmen, daß Sie unBraut: Weiß Ihr Mann etwas davon?- Zeugin: die Zunahme der Roheitsdelikte in Zusammenhang mit der Arbeiter wahre Thatsachen in dem Briefe andeuten, etwa um Geld von fann fein. Staatsanivalt beantragt und 3eugin: Ich habe die Mitteilungen bewegung zu bringen. Demgegenüber sei darauf aufmerksam Sternberg zu erlangen. gemacht, daß wir schon wiederholt nachgewiesen haben, wie dieser nur auf Grund von Zeitungsberichten und dem Inhalt von Briefen. der Gerichtshof beschließt, den Ehemann Miller als Zeugen zu vers die ich von Bekannten erhalten habe. Vors. Ich kann Ihnen nehmen. Die Zengin Frl. Clara Fischer: erklärt auf Befragen, daß zufammenhang eher in umgekehrter Weiſe beſteht: Die Roheits- immer nur wieder vorhalten, daß Sie durch ein reumütiges Ge- fie nicht wisie, was auf dem abgerissenen Teil des Briefs gestanden delikte find am geringsten in den Bezirken, wo die Arbeiterbewegungständnis ihr Gewissen erleichtern und sich eine mildere Strafe habe. Kriminalkommissar v. Treschow tritt vor und bekundet, daß start ist. Leider ist unsre offizielle Statistik sehr langsam und gesichern fönnten. 3eugin: Ich kann nichts andres fagen, es ist die Frau Miller gestern auf dem Sorridor an ihn herangetreten sei stattet folche Nachweisungen immer erst sehr spät. Für 1899 sowohl unmöglich, ich sage wirklich die Wahrheit, so weit ich sie weiß. und gefragt habe, ob sie sich auf die Gewährung des freien Geleits wie für 1898 liegen erst summarische Zahlen fürs ganze Reich vor und auf die Tabellen für die einzelnen Verwaltungsbezirke werden orf.: Hat Ihnen Auta Wender in Amerika nicht gesagt, daß und verlassen könne, sie würde in dem Falle noch manches sagen wir twohl noch eine Weile warten müssen. was sie mit Frieda Woyda vorgehabt hat? Es gehören hierzu Zeugin: Nein, nie- fönnen. mals. Angell. Wender beteuert nochmals, daß sie weder in Angeklagter Sternberg erklärt nomals, daß er nichts davon übrigens noch Gewalt und Drobung gegen Beamte(§§ 113, 114, 117 bis 119), weshalb 1894 16 297 und 1899 17 150 Personen Gegenwart von Fräulein Fischer noch sonst etwas mit der Woyda gewußt habe, daß er als Maler aus Frankfurt a. D. ausgegeben bestraft wurden, und Nötigung und Bedrohung(§§ 240, 241); gemacht habe. Bori. Haben Sie das Mädchen Teichert werde. Auf Beschluß des Gerichts wird in Ihrer Wohnung gesehen? 10 306 im Jahre 1894 und 12 379 im Jahre 1899 bestraft. 3eugin: Nein. Bors.: Na, Richard Miller, aus Ihnen die Wahrheit der 24 Jahre, alte Ehemann der Zeugin, als Zeuge vernommen. Gr Unzucht mit Gewalt, Notzicht(§§ 176 bis 178) zeigt die ich muß es hiernach aufgeben, herauszubringen. Bahlen: 4093; 4156; 4477; 4177; 4505 und 4594. Darunter ſind andres sagen, als was ich gesagt habe. Vorf.: Haben Sie nicht Margarete Fischer verheiratet habe. Er wisse aus der ganzen Stern Beugin: Herr Präsident, ich kann nichts erklärt, daß er sich am 23. November in New York rite mit der die Mehrzahl der Verbrechen gegen§ 1763, unzüchtige Handfungen an Personen unter 14 Jahren. Sie werden erst die Frieda Woyda nur angenommen, um fie Sternberg zu- berg- Affaire nur das, was in den Zeitungen stand. Seine Ehefrau zuführen? feit 1897 besonders nachgewiesen und ergaben 1897: 3085; 1898: 3eugin: Onein, ich hatte schon längst die Absicht habe gesagt, manches, was in den Zeitungen stehe, set unwahr. Er 3478; 1899: 3569. Wo diese Verbrechen besonders gedeihen, zeigt der Ber Beugin nunmehr den bei Frl. Pfeffer vorgefundenen Brief vor, Aufklärung darüber haben wollte, was falsch und wahr fei. Er gehabt, ein kleines Mädchen anzunehmen. Der Vorsitzende hält habe sie dann veranlaßt, nach Berlin , zu gehen, weil er selbst gern Brozeß Sternberg nur allzu deutlich. legt das Original Telegramm Bestrafungen wegen Suppelei(§§ 180, 181) erfolgten: 2656; in welchem es u. a. heißt: Mir ist Dasselbe ist aus 2886; 2816; 2671;: 2765; 2622. Geld für eine falsche Anssage Queenstown datiert und lautet:" Habt alles fertig, fomme Wegen Majestätsbeleidigung erfolgten Bestrafungen: hier angeboten". Präs: Was soll das heißen? Sie haben hier ou Bord in Southampton abrufen, habe alles und jedes bei mir und Ihr könnt 622; 598; 561; 428; 466; 416. Darunter Beleidigung des behauptet, daß Ihnen gesagt sei, Sie sollten nur die Wahrheit dann immer noch thun, Kaisers im Jahre 1897: 403; 1898: 445; 1899: 375( darunter sagen. Eugen." Der Zeuge versichert, daß er nicht Zeugin: Man wollte mir Geld dafür geben, wenn ich Ihr wollt. acht jugendliche Personen). Cafagen würde, daß ich von Frl. Pfeffer und meiner Schwester wisse, was das Telegramm bedeuten solle; jedenfalls sei int Kriminal Zu diesen Bestrafungen auf Grund des Strafgesetzbuchs kommen Clara beeinflußt worden sei, ungünstiges über Stern- Southampton zu ihnen niemand an Bord gekommen. noch Bestrafungen wegen Verbrechen und Vergehen gegen andre berg auszusagen. Vorf: Wer wollte Ihnen denn Geld fommiffar v. Tresdow glaubt, die Sache vielleicht aufklären zu Reichsgesege: dafür geben? Zeugin: Ich glaube, Herr Ebstein. fönnen. Das Millersche Ehepaar sei mit dem Kaiser Wilhelm der 1899 In dem Briefe steht weiter etwas von dem" Mädchen, mit dem Große" vou New York abgefahren, Eugen Friedmann sei etwas 23 295 22 543. etwas vorgegangen sein soll, der Angeklagte Sternberg habe das später mit der Oceanic" abgefahren. Dieser Dampfer fahre schneller Gewerblicher Kinderschuh. Im Regierungsbezirk Frank- Bimmer gemietet, er persönlich habe die Modelle geschafft, es wird und da bei„ Kaiser Wilhelm der Große" eine Verlegung an der furt a. D. haben furz aufeinanderfolgend die Polizeiverwaltungen von der Schuld" der Auta Wender gesprochen und damit gedroht, Maschine vorgekommen war, fo sei der Occanic" früher in daß eventuell dem Staatsantvalt ant Der Hand fleiner Southampton angekommen, und Eugen Friedmann wäre wohl in folgender sechs Städte Verordnungen gegen die gewerbliche Kinderarbeit erlaffen: Frankfurt a. D., Fürstenwalde an der Episoden aus Sternbergs Liebesleben" reicher Stoff unterbreitet der Lage gewesen, dort an Bord zu kommen. Er sei aber thatsächwerden würde usw. usw. Ferner wird die Adressation auflich nicht gekommen. Spree. Kottbus , Guben , Sorau und Schwiebus . Am weitesten geht die vom Bortvärts" schon mitgeteilte Stottbuser gefordert, Briefe nicht unter der Adresse„ Fischer" zu senden, denn Berordnung, welche die Arbeit von Kindern unter 10 Jahren völlig lebe noch unter dem Namen Luppa oder vielmehr Luba. Der Vorsitzende beantragt nunmehr folgendes: Ihm sei der Der Gedanke gekommen, ob nicht vielleicht Frau, Miller deshalb mit verbietet. Die andren Städte haben meist das Alter von 9 Jahren Inhalt des Briefs wird in seinen Einzelheiten der Zeugin vom Vor- der Wahrheit zurückhalte, weil sie nicht wünsche, daß ihr Ehemann als Schutgrenze festgesezt, ältere Kinder dürfen meist von früh 6 1hr bis abends 7 Uhr beschäftigt werden. Am schwächlichsten ist die fizenden sehr ernstlich vorgehalten, auf die belastende Fassung einiger von den Vorgängen erfahre. Der Ehemann wird deshalb ersucht, den Frankfurter Verordnung, die schon Kinder vom vollendeten 8. Lebens- Säße hingewiesen und die Zengin immer wieder ersucht, doch die Saal zu verlassen und Frau Miller wird nochmals vorgerufen und Wahrheit zu sagen. Die Zeugin Miller bleibt dabei, daß sie nichts andres unter Hinweis auf das freie Geleit darauf hingewiesen, daß sie ohne jahre der Ausbeutung preisgiebt. fagen fönne, als wie sie gesagt habe. Sie bitte doch, Fräulein Gefahr vor einer Verhaftung über alles aussagen könne, was sie Pfeffer zu befragen, ob sie nicht das abgerissene Stück des Briefes wiffe. Die Zeugin wünscht zunächst durch sorgsame Erfundigung noch befize, denn daraus würde sich ergeben, daß der Inhalt des zu erfahren, vie weit das freie Geleit gehe Briefes nicht wahr sei. Der Brief sei thatsächlich nicht wahr, er fei und ob fie auch wirklich nichts zu befürchten habe. nur zu dem Zwed geschrieben, um Geld von Sternberg zu Frau Miller erklärt sich zur Aussage bereit. Der Vorsitzende hält be tommen. Sie habe nicht Geld erpressen, sondern nur Sternberg ihr hierauf alle Einzelheiten vor, die nach Frieda Woydas Aussage ans Herz legen wollen, ihr zu helfen. Der Vorsitzende hält in der ersten Verhandlung mit dem Kinde unter Beihilfe der Ander Zeugin wiederholt das unwahrscheinliche ihrer Ausiage vor, fie geklagten Wender in ihrer Wohnung paffiert sein soll. 3eugin: erklärt aber, sie könne nicht anders aussagen. Der Vorsigende ruft Das ist alles gelogen, fein Wort ist davon wahr! Borf.: Sie sodann Frieda oyda vor und fragt sie, ob sie angesichts dieses können doch nur sagen, daß Ihnen davon nichts bekannt ist. Briefes ihre Aussage vielleicht ändern wolle? Frieda oyda: 3eugin: Dann will ich mich so ausdrücken.. Nein, ich habe jetzt die Wahrheit gesagt. Der Vorsitzende Rechtsanwalt Fuchs I überreicht den schriftlichen Anitrag: Da ruft numehr die Zeugin Clara Fischer vor, um sie mit ihrer Untersuchungsaften ganz oder teilweise durch Verlesung von Schwester zu konfrontieren.let Original- Protokollen oder Abschriften einem Mitgliede des Gerichtshofs zur Kenntnis gekommen sind, wird beantragt, dieses Material auch der Verteidigung zugänglich zu machen." Der Gerichtshof behält sich den Beschluß hierüber vor. Kommiffar Thiel belastet Herrn Sello.
1894 1895
1896
1897
18 453 20 514 22 640 24 049
1898
Volkszählungs- Ergebnisse. Die Stadt Hamburg hatte nach der vorläufigen Zusammenstellung am 1. Dezember d. J. 704 669 Einwohner und damit eine Zunahme gegen 1895 um 79 117. Dazu kommen noch 62 716 Einwohner auf das hamburgische Landgebiet, so daß der hamburgische Staat 767 385 Ginwohner zählt. Altona hat 160 885 Gintvohner. Württemberg befigt jegt 12 Ortschaften mit über 10 000 Einwohnern gegen 11 im Jahre 1895; darunter ist Stutt gart mit 176 318, 18 000 mehr wie 1895.
Breslau zählte 422 415 gegen 373 163 im Jahre 1895. Görlig 80842, gegen 1895 eine Zunahme um 10 667.
Prozeß Sternberg.
38. Berhandlungstag.
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Sternberg fchwer belasten.
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Nochmals die Modellaunoncen..
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Sie
Es
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Der
vor.
Das freie Geleit.
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was
Beide Schwestern treten sich ziemlich scharf gegenüber. Die Nach Eröffnung der Sigung teilt Landgerichtsdirektor Müller Beugin Clara Fischer bekundet, ihre Schwefter habe ihr gesagt, fie mit, daß von Frl. Platho ein ärztliches Attest eingegangen ist, wo wolle die Wahrheit fagen. Die Zeugin jest bezüglich des Briefs nach sie bettlägerig frant ist. hinzu, daß sie nicht einsehen könne, zu welchem 3wved ihre Schwefter Nach einer kurzen Pause betritt Kommissar Thiel abermals Staatsanwalt Braut: Die Verteidigung habe einen in dem Briefe. Unwahrheiten geschrieben hätte. Vorf.: Frau den Saal. Vori.: Sie haben mir mitgeteilt, daß Sie Ihre anonymen Brief überreicht, nach welchem ein Erpressungs- Miller, wollen Sie nicht doch noch Ihre Aussage ändern? Zeugin gestrige Aussage noch ergänzen wollen. Zeuge Thiel: Der versuch gegen den Angeklagten Sternberg vorliege. Seine Clara Fisher: Ich habe meine Schwester gefragt, ob Sternberg Herr Untersuchungsrichter hat mir vorgehalten, daß ich meine AusVersuche, den Schreiber des Briefs zu ermitteln, feien ohne Erfolg ihr den Auftrag gegeben habe, die Maler- Annoncen zu erlassen und fage bezüglich des Juftigrats Dr. Sello anders vor und nach der
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