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r. 290. 17. Jabrgang. 2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Donnerstag, 13. Dezember 1900.

Kommunales.

Die Influenza beginnt wieder um sich zu greifen. Nach den bis zum 24. November vorliegenden Meldungen erlagen ihr in der 18.- 24. November 7 Personen. Woche vom 11.- 17. November 5 Personen, in der Woche vom 18.- 24. November 7 Personen. Einzelne Todesfälle waren schon in den vorhergehenden Wochen zur Meldung gekommen.

Die städtische Gewerbedepntation beschäftigte sich gestern abend mit den Bestimmungen über die Sonntagsruhe im nächsten Jahre. Nach einem Vortrage des Referenten Stadtv. Rosenow wurde beschlossen, dem Polizeipräsidenten, der auch noch die Das Endergebnis der viertägigen Wahlen zum Di Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft um Vorschläge ersucht rektorium der akademischen Lesehalle stellt sich wie folgt: hat, borzuschlagen, die vom Centralausschuß gewerblicher und Wahlberechtigte Mitglieder 1965( im Vorjahre 1638); abgegebene induſtrieller Vereine gewählten 36 Tage( 9., 16., 23. und 30. März, Stimmen 1668( 1378). Davon entfielen auf den Verein Deutscher 3., 4., 6., 13.. 20. und 27. April, 4., 11., 15., 23. und 24. Mai, 5., Studenten und verbündete Korporationen 623( 632), auf die Finken­12., 19. und 26. Oftober, 9., 16., 22., 23. und 30. November, 7., schaft 389( 300), auf den Socialwissenschaftlichen Studentenverein 215 13., 14., 16., 17., 18., 19., 20., 21., 23., 24. und 31. Dezember) als( 200), auf die katholischen Korporationen 208( 146), den Verein die Tage zu bezeichnen, an denen die offenen Ladengeschäfte statt bis jüdischer Studenten 124 und auf die Freie Wissenschaftliche Ver­un 9 bis 10 Uhr geöffnet bleiben dürfen. einigung 108( 100). 8u später Stunde schloß sich an die Wahlen Die Deputation bedauerte dann lebhaft, dem Magistrat die Konstituierung des Direktoriums im größten Hörsaal der und den Stadtverordneten die Errichtung taufmännischer Universität: Zum ersten Vorsitzenden wurde Karbe( V. D. St.), zum Schiedsgerichte nach Lage der heutigen Gefeßgebung nicht zweiten Vorsitzenden Deibel( Fintenschaft) gewählt, zum ersten vorschlagen zu können. Ferner beschloß die Deputation, dem Schriftführer Ortmann( katholische Askania), zum zweiten Schrift Inhaber einer sogenannten, Mechanischen Berufs- Lehr- Werkstätte", in führer Hesse( Socialwissenschaftlicher Studentenverein), zum ersten der bei dem Prinzipal ein Wertführer 28 Lehrlinge ausbildet, die Stassenwart Stuhn( nationaler Verband wissenschaftlicher Vereine), zum Entlassung sämtlicher Lehrlinge bis auf sechs aufzugeben. zweiten Kassenwart Herz( F. W. V.)

angenommen war.

Lokales.

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So haben die Hauswirte gesteigert! Die Kanali­fationsabgabe, um deren Herabsetzung die Hausbesitzer im borigen Jahre petitioniert haben und in diesem Jahre von neuem petitionieren, hat in dem am 31. März 1900 abgelaufenen Etats­jahr 1899" um 226 407 M. mehr eingebracht, als im Voranschlag Das ist um so bemerkenswerter, da die Zahl der beitragspflichtigen Grundstücke hinter dem Voranschlag zurüdgeblieben ist. Das Mehr an Beiträgen ist darauf zurückzuführen, daß der Nuzertrag der Grundstücke im legten Jahre bedeutend höher war, als der Voranschlag annahm. Jene 226 407 M. entsprechen, da die Kanalisationsabgabe gegenwärtig gleich 1/2 Prozent des Nuzertrags ist, einer abgabepflichtigen Summe von 15 Millionen Mart . Um so viel ist also der Nutzertrag der Berliner Hausgrundstücke über den Voranschlag hinausgegangen. Man sieht, wie die Hauswirte die Mieten in die Söhe geschraubt haben.

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Zu der Majestätsbeleidigungs- Affaire im hiesigen fönigs lichen Wilhelms Gymnasium schreibt uns Herr Rechtsanwalt Dr. Lehfeld:

Der Artikel in der letzten Sonntagsnummer Ihres geschätzten Blatts, der mit den Worten: Wegen einer Majestätsbeleidigung" beginnt, bezieht sich auf meinen neunjährigen Sohn Hans, der bis um 27. November a. c. Schüler der Quinta des tönigl. Wilhelms­Gymnasiums gewesen ist. Im Interesse der Wahrheit halte ich mich, ohne auf die Sache selbst eingehen zu wollen, für verpflichtet, Ihnen ergebenst mitzuteilen,

1. daß mein Sohn nicht aus der Schule entfernt worden ist, sondern daß ich ihn aus derselben abgemeldet habe, 2. daß eine derartige Anordnung des Kultusministers nicht ergangen sein kann, da mein Sohn schon seit mehreren Tagen wieder in der Quinta eines hiesigen Gymnasiums Aufnahme ge funden hat.

Der ,, Giftmörder vom Teufelsfee", Töpfer Jänicke, erhielt am Dienstag im Krankenhause den Besuch seine Frau. Frau Jänide, die in Potsdam einem Kinde das Leben geschenkt hatte, erhielt vom zuständigen Gericht die Erlaubnis, ihren Mann zu besuchen und ihm fein Kind zu zeigen, wenn nicht ärztliche Bedenken entgegenständen. Da die Aerzte diese Frage verneinten, so konnte vorgestern der Besuch stattfinden. Wie die Frau später mitteilte, war Jänide sehr gerührt und sprach mit ihr des weiteren über ihre Zukunft. Frau gerührt und sprach mit ihr des weiteren über ihre Zukunft. Frau Janice ist jetzt mit dem Stinde nach ihrer Heimat gereist, um dort einstweilen zu bleiben.

Das Komitee zur Schaffung eines Centralhafens im Norden Berlins und für den Berliner Nordkanal hat durch Baurat Düsing in Potsdam eine Denkschrift herstellen lassen, die den Verwaltungen und Vertretern der beteiligten Gemeinden sowie auch dem Magistrat zu Berlin zur Prüfung und Aufnahme in das städtische Bauprogramm zugestellt wurde. Nachdem schon früher zu ben notwendigen Vorarbeiten von der Gemeinde Neu- Weißenfee 200 m. bewilligt wurden, liegt jetzt wieder ein Antrag vor, diese für den Kanal notwendigen Arbeiten durch einen weiteren Beitrag zu unterstützen.

Im Laboratorium des in Grünau liegenden Fabrik­Etablissements der deutschen Hartspiritus- und Chemikalien Fabrik Aftiengesellschaft entstand gestern vormittag gegen 11 Uhr ein Schadenfeuer, durch welches das Laboratorium und einige an­grenzende Räume ausbrannten. Es ist ein beträchtlicher Teil des Warenlagers, insbesondere zum Versand fertig gestellter Hartspiritus, Das Feuer wurde durch die aus Grünau , Köpenick , verbrannt. Adlershof , Niederschöneweide schnell erschienenen Feuerwehren und die der Chemischen Fabrik Grünau, Landshoff u. Meyer Attiengesell­fchaft, abgelöscht. Eine Betriebsstörung gilt nur für einige Artikel, wird aber in furzer Zeit gehoben sein; besonders sei betont, daß das Feuer nicht durch Entzündung des Hartspiritus entstand, daß vielmehr letzterer sich während des Brandes als unexplosiver, ungefährlicher Brennstoff zeigte. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.

Fenerbericht. Gestern nachmittag hatte die Feuerwehr Lands­bergerstraße 106 einen größeren Kellerbrand abzulöschen, der Nutz­sogenannten Aufmarschterrains an der Kreuzbergstraße mit Park- eines Schaufensters. In einer Buchbinderei Fehrbellinerstraße 54 Wegen Ausdehnung des Victoriaparks und Belegung des hölzer einäscherte. Kommandantenstraße 35 brannte der Inhalt anlagen, worüber der Magistrat schon wiederholt mit dem Militär- ging ein großer Teil einer Ladeneinrichtung in Flammen auf. Nachts fistus unterhandelt hatte, war der Freifimige Verein der Halleschen 2 1hr war Wilhelmstraße 121 in einem Droguengeschäft Feuer zu Thorbezirke bei der städtischen Barkdeputation vorstellig geworden. beseitigen, das einen Posten Droguen und Farben zerstörte. Vorher Er hat jetzt die Antwort erhalten, daß der Militärfistus das war in Central- Theater nach Schluß der Vorstellung elektrischer Terrain zu militärischen Zweden für unentbehrlich hält. Kurzschluß in der Beleuchtung entstanden, ohne indes Schaden zu Damit ist die Sache für lange Zeit erledigt. verursachen.

Auf den Staatssekretär v. Podbielskt ist eine Neuerung im Weihnachts- Batetverkehr zurückzuführen. Es ist dies das Verbot der Vereinigung mehrerer Postpatete zu einer Bosipatetadresse im innern deutschen Verkehr für die Zeit vom 15. bis 25. Dezember. Dienstliche Rüdsichten sollen das Berbot für diese Zeit rechtfertigen.

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müsse.

Gerichts- Beitung.

Man sollte denken, daß dies unglaubliche Urteil ebenso zur Be­feitigung des Meldeparagraphen im Vereinsgefeg beiträgt, wie 1896 der bekannte Brozeß gegen den socialdemokratischen Parteivorstand und die Berliner Partei- Organisation die Aufhebung des Verbindungs­verbots zur Folge haben mußte.

Versammlungens

Die volkstümlichen Hochschulkurse dieses Winters find zur ersten Hälfte nunmehr zu Ende gegangen. Unter ihnen hat der von den Herren Professor Dr. Diels und Privatdocent Dr. Helm ge­leitete ateintursus besonderes Aufsehen erregt. War der Ge­danke an sich schon fühn, die klassische Sprache einer Zuhörerschaft zu lehren, die zumeist weit entfernt, von fremden Sprachen eine Ahnung zu haben, fich der grammatikalischen Formeln der eignen Mutter Der Tod und§ 2 des Vereinsgesches. Der Bankdirektor Sprache von der Boltsschule her nur schwach erinnert, so fiel es noch Amorfen war als Borsigender eines dänischen Vereins in mehr auf, daß die Einführung ins Latein in der kurzen Spanne Zeit Flensburg , der als politisch gilt, wegen Vergehens gegen das von sechs Stunden bewerkstelligt werden sollte. Jetzt nach Be endigung des ersten Kursus werden wir den beiden Lehrern wohl Wir werden um Aufnahme folgender Mitteilung gebeten: Vereinsgefeß zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil der am nicht zu nahe treten, wenn wir unsre Ansicht dahin zusammenfassen, Alte, noch brauchbare Schlittschuhe erbittet dringend zum Ziveck der 13. April 1900 eingetretene Tod eines Mitglieds der Polizei erst daß es mit dem Erfolg des Kursus nur recht schivach Verteilung an unbemittelte Schulkinder der Verein für gesundheits- am 20. April, also am siebenten Tage, gemeldet worden war. Be­bestellt ist. Was wohl auch niemand überraschen fann. gemäße Erziehung der Jugend an folgende Sammelstellen: Stadt- tanntlich schreibt§ 2 des Vereinsgesetzes vor, daß die Vorsteher von Die ganze Formenlehre wurde vorgetragen und daher ging es berordneter Drenste, Boffenerstr. 8; Direktor Guzmann, Martus politischen Vereinen die Veränderungen im Mitgliederbestande der sozusagen im Fluge durchs Latein. Herr Dr. Helm las an jedem straße 49; Frau Stadtrat Dr. Cohn, Augsburgerstr. 30/31; Stechts- Polizei binnen drei Tagen anzuzeigen haben. Der Angeklagte legte Abend zwei lateinische Stücke vor, welche in dem eigens für den anwalt Jacusiel, Kaiser Wilhelmstr. 20; Rektor Ehrhardt. Ruheplatz- Revision ein, und Justizrat Mundel machte für ihn vor dem Kursus hergestellten llebungsbuch eine bis zwei Seiten füllten und straße 7; Kaufmann Jden, Wilhelmshavenerstr. 54; Dr. Jucufiel, Kammergericht geltend: Wenn ein Mitglied sterbe, brauche der Vereins­vorstand natürlich nicht erst das Ausscheiden aus dem Verein zu docierte dann im Anschluß an das Vorgelesene jedesmal etwa so- Genthinerstr. 14 I. gestatten. Der Tod besorge das allein. Nicht mit dem viel Regeln als dem Durchschnitts Sertaner zur Ausfüllung eines Vom Krach in der Preußischen Sypotheken Afticubank. To de trete die Veränderung im Mitgliederbestande ein, sondern ganzen Semesters genügen. Allerdings war den Zuhörern aus- Auf Veranlassung der Revisionskommission der Aktionäre ist gegen erst mit dem Augenblid, wo der Austritt Vereins­drücklich anempfohlen worden, zu Hause nicht müßig zu sein und sich den früheren Direktor der Bank, Herrn Heinrich Schmidt, der, thatsache" werde, wo der Vorstand den Tod erfahre. Das sei fleißig ans Einüben der Deklinationen und Konjugationen heranzu abweichend von dem Berhalten der früheren Direktoren, Stommerzien nun hier erst am 18. April der Fall gewesen, so daß die polizeiliche machen. Aber trotz aller Anstrengung wird diese Mühe wohl nur rat Sanden und Buchmüller, die Anerkennung seiner Regreßpflicht Abmeldung vom 20. April noch binnen 8 Tagen" erfolgt sei. bei recht wenigen gefruchtet haben. Dies haben denn wohl auch die und die Herausgabe von Vermögensstücken abgelehnt hatte, der Das Kammergericht wies die Revision ab und führte beiden Lehrer selber gefühlt. Am geftrigen letzten Vortragsabend nahm dingliche und persönliche Arrest verfügt worden. aus: Die§§ 2 und 13 des Vereinsgefeges feien ohne Rechts­Herr Prof. Diels in einer furzen Ansprache Gelegenheit, den Hörern und Durch Verfügung des Polizeipräsidiums find für das irrtum angewendet worden. Die Anzeige des Ausscheidens des ver­Hörerinnen zu danken für die bewiesene Aufmerksamkeit, die in der Bädergewerbe der 20., 21., 22. und 31. Dezember als ueber- ftorbenen Mitglieds hätte binnen drei Tagen seit dem That Anerkennung verdient. Denn fast alle hatten, den großen That Anerkennung verdient. Denn fast alle hatten, den großen arbeitstage zugelassen worden. An diesen Tagen dürfen in Eintritt des Tods erfolgen müssen. Wenn der Vorstand den Schwierigkeiten zum Troy, tapfer bis zum Schluß ausgehalten. Dann teilte Herr Prof. Diels mit, daß am 15. Januar ein zweiter Bäckereien und Konditoreien Gehilfen und Lehrlinge über die Tod nicht rechtzeitig erfahren habe, dann läge das an einem Man gel Lateinturjus beginne, der sich mit der Caesarlettüre befassen werde. der Bundesratsverordnung vom 4. März 1896 vorgeschriebene Zeit der Organisation, den der Borstand vertreten Weiter aber offenbarte der Lehrer einen Plan, der, wenn er zur hinaus beschäftigt werden. Ausführung kommen sollte, überaus bedeutsam ist. Studenten Erholungsstätten für Kranke in der Art, wie sie vorigen der hiesigen Universität haben sich nämlich erboten, den Männern Sommer in der Jungfernbeide hergestellt worden find, sollen und Frauen, welche den ersten Lateinkursus besucht haben, in fleineren im nächsten Jahre mehrere errichtet werden. Bekannt ist das große Cirkeln Privatunterricht zu erteilen und so den Stoff, der in diesem Interesse, das Eisenbahnminister Thielen den Erholungsstätten Kursus nur höchst unvollkommen aufgenommen werden konnte, nach entgegenbringt. Er erschwerte den franken Arbeitern dadurch die pädagogischen Grundsägen zu verarbeiten. Dieser Gedanke, der Benugung dieser Einrichtungen, daß er kategorisch verbot, den bantbar begrüßt wurde, ist schon darum von Belang, weil er Erholungsbedürftigen zur Fahrt nach der Jungfernheide Arbeiter­beweist, daß nicht alle Studenten sich die bekannten häßlichen Aus- Wochenkarten zu verabfolgen. brüde zu eigen machen, in denen einige Herren sich ausflegelten, Arbeiterinnenheim. Von befreundeter Seite werden wir um als es sich darum handelte, die Akademische Lesehalle an Sonntagen Aufnahme folgender Mitteilung ersucht: Das Arbeiterinnenheim_in Eine äußerst stark besuchte Versammlung der Maler tagte dem Publikum zu öffnen. Wir glauben, daß der angedeutete Plan der Brückenstraße 8 wird fleißig von Arbeiterinnen benutzt, die ihre am Donnerstagabend im großen Saale des Gewerkschaftshauſes. nicht allein den Arbeitern Rugen bringt, sondern daß auch die freien Stunden regelmäßig im Heim verbringen, dort ihre Wahl- Dieselbe war vom Gehilfenausschuß einberufen, um zur Lohnfrage Akademiker erheblich von einem Zusammenwirken mit den niederen" zeiten einnehmen( Mittagbrot 20 Bf.), fich an den Gesangs, Schneider- Stellung zu nehmen. Altgehilfe Märtens teilte mit, daß die Volksschichten profitieren werden. stunden usw. beteiligen, oder die Abende dort in zwanglofer Gefellig- Innung erklärt habe, fie werde nur in Verhandlungen über Lohn­Die nach Neujahr beginnende zweite Vortragsreihe dieses teit, mit Lektüre oder dergleichen zubringen. Das Heim, welches forderungen eintreten, wenn eine durch den Gehilfenausschuß ein­Winters enthält auch im übrigen manches Beachtenswerte. U. a. jeder politischen oder religiösen Tendenz entbehrt, ist jeder Arbeiterin berufene Versammlung Forderungen aufstellt. Daher mußte die wird Professor Dr. v. ist über aktuelle Probleme des Völker- täglich von 12-2 Uhr und von 6-10 Uhr unentgeltlich geöffnet; heutige Versammlung stattfinden. Redner teilte weiter mit, daß rechts sprechen; Professor Dr. 8 un spricht über die Ernährung es ist namentlich Mädchen, die in Schlafstellen wohnen und des Herr Malermeister Stapft ein in Vertretung des Obermeisters für des wachsenden Menschen; Herr Profeffor Dr. Waldeyer über Familienanschlusses entbehren, zu empfehlen. die Innung anwesend sei. Flemming sowohl wie Slot Atmungs- und Ernährungsorgane und Herr Dr. Mar Hermann sprechen für den von der Vereinigung aufgestellten Tarif und über das Theater und seine Geschichte. Zwei Einbrecher, die schon mehrere Jahre im Zuchthause zu ersuchen um Annahme desselben. int beleuchtet das Verhalten gebracht haben, sind von der Kriminalpolizei wieder festgenommen der Innung und bespricht dann den von Schütz eingereichten Lohn­Zur Frage der Reform des Kommunalwahlrechts. Der worden. Einer von ihnen, Namens Koch, ist in der Verbrecherwelt tarif. Es sei sehr leicht, Forderungen, wie achtstündige Arbeitszeit Stadtverordnete Docent Dr. Preuß hat folgenden Antrag zum unter dem Spignamen Maler Baul bekannt. Seitdem die beiden und 65 Pf. Shundenlohn, aufzustellen, aber durchzuführen ist so Antrag Singer, der die Abänderung des bestehenden Kommunal- Verbrecher das Zuchthaus verlassen hatten, tamen wieder Diebereien etwas nicht, wo heute noch in einer ganzen Reihe großer und wahlrechts behandelt, der Stadtverordneten- Versammlung unter- und Einbrüche nach Art derer vor, die sie früher verübt hatten. mittlerer Geschäfte( Bodenstein, Bartel, Braunert, Bergemann usw.) breitet: Die Versammlung wolle beschließen: In Erwägung, daß Diese Strafthaten häuften fich, bis die Kriminalpolizei die alten noch nicht einmal die 50 Pf. gezahlt werden. Redner bittet für den eine Betition an die gesetzgebenden Faktoren unmittelbar nach Erlaß Sünder wieder festnahm. Diese wollen es nun aber nicht gewesen von der Vereinigung aufgestellten Lohntarif zu stimmen. Es sprachen bes neuen Kommunalwahl- Gesetzes zwedlos erscheint, lehnt die Ver- fein, behaupten vielmehr mit der unschuldigsten Miene, daß sie feit dann Schüz, Klein und Behrend für den Lohntarif, der eine fammlung den Antrag Singer ab, indem fie gleichzeitig erklärt, daß Werbüßung der legten Strafe einen ordentlichen Lebenswandel ge- achtstündige Arbeitszeit verlangt. Außer Mietz, Bartel, eine befriedigende Reform des kommunalen Wahlrechts die Beseiti führt hätten. Sie betrieben denn auch einen Handel mit Stiefeln, Bünger und Nicolai- welch letzterer aus Zweckmäßigkeits­gung der Klassenwahl, der öffentlichen Stimmenabgabe und der Be- Ladschuhen für Herren und Damen, Touristenstiefeln mit schwarzen gründen ebenfalls den von der Centralorganisation aufgestellten vorrechtung der Hausbefizer enthalten muß." Außerdem liegt vom Sohlen, schwarzen, feidengefütterten Damencapes und federbefesten Lohntarif mit einer fleinen Modifikation empfahlgriff noch Link Ausschuß ein Antrag vor, über den Antrag Singer aus ähnlichen Mänteln. Alle diese Waren aber find wahrscheinlich aus Schaukästen wiederholt in die Debatte ein. Bei der Abstimmung stimmten für Gründen zur Tagesordnung überzugehen. Das wäre allerdings für die Interessenten des heutigen Wahl- gestohlen und für die Eigentümer im Simmer 87 des Polizei den Lohntarif Schütz( acht Stunden und 65 Bfg.) circa 40 Per­präsidiums ausgestellt. sonen. Der von der Vereinigung aufgestellte Lohntarif wurde mit Einen schweren Zusammenstoß zwischen zwei Straßenbahn Ausschluß des Pajjus 9 gegen 4 Stimmen angenommen. Ueber Ein großer Teil der Wuhlheide ist vom Magistrat vorzügen gab es Dienstagabend um 63/4 Uhr an der Ecke Landsberger- Paffus 9 wurde besonders abgestimmt und wurde auch dieser gegen behaltlich der Genehmigung der Stadtverordneten- Versammlung vom und Kleine Frankfurterstraße. Als aus dieser heraus ein Zug der etwa 40 Stimmen angenommen. Sodann teilte der Altgehilfe Forstfiskus für den Preis von 4/2 Millionen Mart angetauft Linie Friedrichsberg- Spittelmarkt in jene einbog, faßte ein sehr ärtens mit, daß die Junung die Lohnkommission durch 6 Ber worden. Die Verhandlungen über den Kauf sind schon zum Abschluß schnell vom Alexanderplatz nach dem Büschingplatz zu fahrender fonen aus dem Verband der Malereigeschäfte Berlins und Umgegend gekommen, nur die faiserliche Ermächtigung muß noch eingeholt Motorwagen seinen Anhängewagen mit großer Bucht. Bier Männer, ergänzen werde und daß auch der Gehilfenausschuß durch weitere Der angetaufte Teil der Wuhlheide liegt gegenüber dem die auf der hinteren Plattform des Anhängewagens standen, flogen 6 Kollegen ergänzt werden solle. Auf Vorschlag ink werden dazu alten Gierhäuschen und dem Blänterwalde. Der Preis beträgt 10 M. auf den Bürgersteig. Drei blieben unversehrt, der vierte dagegen, Flemming, Roebel , Mies, Grubig, Bartels und für den Quadratmeter ohne Holzbeftand. Es soll eine Gasanstalt der Schumann Liebich vom Weidenweg Nr. 9, 30g fich an der Plum gewählt, sämtlich der Vereinigung angehörend. Die Ver­auf dem Terrain errichtet werden. Stirn, der Nase und der Oberlippe so bedeutende Verlegungen zu, sammlung war von etwa 1000 Personen besucht. Die Landes Versicherungsanstalt Berlin hatte am Schluß daß er die Hilfe der Unfallstation X in der Alten Schützenstraße in des Rechnungsjahrs 1899 ein Vermögen von beinahe 46 mill. Mart, Anspruch nehmen mußte. in Wertpapieren, Grundbesig und Bar, am Schluß der fünf Borjahre Ein Bauunfall trug fich gestern, den 11., nachmittags gegen 1898, 1897, 1896, 1895, 1894 runb 41 Millionen, 843/4 millionen 2 Uhr auf dem Grundstück des Reichstagspräsidiums in der Sommer­291/2 Millionen, 231/2 Millionen, 181/2 Millionen Mart . Der Hauptstraße zu. Ein Sandstein fiel aus der Höhe herab, traf den unten bestandteil der Einnahmen, der Erlös für verkaufte Beitragsmarken, stehenden 32 Jahre alten Steinmeßen Paul Schäfer aus der Hagels belief fich 1894 auf rund 43/4 Millionen Mart, 1899 auf rund bergerstraße 14 am Stopf und schlug ihn zu Boden. Schäfer erlitt 6/8 Millionen. An Zinsen für Wertpapiere usw. wurden 1894 rund einen Schädelbruch und wurde von einigen Mitgehilfen in einer 1/2 Million Mart, 1899 bereits 1/3 Million eingenommen. Droschte in ein Krankenhaus gebracht.

systems das bequemste.

iverden.

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Nieder Schönhausen. Am 5. Dezember fand in Nieders Schönhausen bei Vilwock eine öffentliche Voltsversammlung statt, in der Genoffe Rosenow unter gespannter Aufmerksamkeit der Anwesenden über Kohlenteuerung und Wohnungsnot referierte. Nachdem Eichler zum Beitritt in den Arbeiterverein aufgefordert, wurde die Versammlung geschlossen.

Charlottenburg . Sigung der Barbier und Friseurs gehilfen am Donnerstag, den 13. b. M., abends 10 Uhr, in der Gambrinus- Brauerei, Wallfir. 94.