Achte Generalversammlung des Verbands der Bäder
ständen als wir.
Gewerkschaftliches.
Gerichts- Beifung.
ober 10 Uhr, namentlich an den Sonnabenden. Viele Laden ges währten an Sonnabenden ihren Angestellen einen halben freien Tag. Ein allgemeiner früher Ladenschluß würde für die ordentlichen Internationale Textilarbeiter- Konferenz in Basel . Die Geschäftsleute nur günstig sein. Der Sekretär des Verbandes der vom Agitationskomitee der badischen Tertilarbeiter in Lörrach auf Gehilfen in Kolonialwarengeschäften flagte über sehr lange ArbeitsNach einem Bericht vom internationalen Bäderkongreß wurde in Ostermontag nach Basel ins Restaurant" Bum Walded" einberufene zeiten, 79 Stunden in der Woche bei 22/2 Schilling Gehalt. Fräulein die Diskussion über den Vorstands- und Kaffenbericht eingetreten. Konferenz von Textilarbeitern Badens, Elsaß - Octavia Hill , eine der besten Kennerinnen der Verhältnisse der Sämtliche Redner waren mit demselben sowie mit dem Wachsen des Lothringens und der Schweiz war von 42 Delegierten ärmeren Bevölkerung in London , befürwortete ebenfalls einen früheren Verbands zufrieden, besonders wurde hervorgehoben, das Süd- besucht, darunter drei Frauen. Aus Elsaß- Lothringen waren die Ladenschluß, hielt aber eine gründliche Beseitigung des Verkaufs am deutschland eminente Fortschritte zu verzeichnen hat. Einstimmig Industrie- Orte des Oberelsaß vertreten, sowie der unterelsässische Sonntag für noch notwendiger. Auch Charles Booth und eine Reihe wurde ein Antrag, dem Vorstand Decharge zu erteilen, angenommen. Ort Bischweiler , aus Baden die Textilarbeiter- Orte des Wiesen- anderer Sachverständiger äußerten sich zu Gunsten des zwangsweisen Zu Punkt 4 der Tagesordnung: Anträge auf Einfüh- thals und Mannheim . Für den Centralverband schweize- Ladenschlusses zu einer bestimmten Stunde des Abends. Die Errung der Arbeitslofen Unterstügung hielt Kretschmar- rischer Textilarbeiter war der Vorsitzende Egli anwesend, hebungen der Kommission sind noch nicht abgeschlossen. Hamburg das Referat. Er führte die Organisationen, welche diesen für den deutschen Centralverband der Geschäftsführer Treue Unterstüßungszweig sich schon längst zu eigen gemacht, den An- Berlin , für den Verband elsaß lothringischer Tertilarbeiter Gsellwesenden vor Augen, und wies auf die Stabilität in diesen Mülhausen , dem die Leitung der Konferenz übertragen wurde. Das Verbänden hin. Wenn diejenigen, welche gegen die Ein- Textilarbeiter- Syndikat der französischen Region Belfort Gegen das Einkommensteuergesch sollte sich der Oberführung dieser Unterſtüßung opponieren, die Behauptung auf- endlich hatte zwei Vertreter entfandt, so daß die Grenzbezirke aller lieutenant v. Hammerstein vergangen haben. Herr v. Hammerstein, stellten, daß der Kampfes charakter verloren gehe, so wäre dies mit vier Länder auf der Konferenz zur Geltung tamen. Um so bescheidener der eine Zeitlang nach der Offizierreitschule abkommandiert war, wurde Einführung der Reiseunterstüßung schon geschehen. Diejenigen Ver- war das praktische Resultat der Konferenz. Die in der Vormittags- zum 14. Juni 1900 in ein Regiment in Münster versetzt. Infolge eines bände, welche seiner Zeit diese Unterstützung einführten, standen sich fizung erstatteten Situationsberichte ergaben, daß zu einem erfolg- Urlaubs und Dienstes auf der„ Senne", tam er thatsächlich erst wirtschaftlich auch nicht besser wie wir jetzt. Referent ist der Meinung, reichen Vorgehen noch die erste Borbedingung, eine innerlich solide am 3. Juli nach Münster . Einige Tage später zeigte dies der Oberst daß man mit dem Antrag des Hauptvorstands, Festsetzung eines und durch die Mitgliederzahl imponierende Organisation fehlt. Bur des Regiments bei der Steuerbehörde unter Nennung des Gehalts, Wochenbeitrags von 30 Pf., nicht auskomme und glaubt, daß 35 Pf. Frage des Zehnstundentags, über welche Heuberger- Basel welches der Oberlieutenant bezog, an. Die Anflage gegen v. Hammerunbedingt notwendig wären. das Referat hatte, lag ein Antrag auf Erlaß eines gemeinsamen stein wurde damit begründet, daß er sich gegen die Bestimmung verKorreferent Stahl- Leipzig betrachtet die Einführung der Arbeits- Flugblatts vor, ferner war beantragt, in allen auf der Konferenz gangen habe, wonach beim Wechsel des Wohnsizes jedermann den Iofen- Unterstügung für noch verfrüht, vermißt bei vielen die vertretenen Landesteilen unter der Arbeiterschaft eine Unter- andren Wohnsiz binnen vierzehn Tagen anzumelden Kontrolle, welche dazu unbedingt notwendig ist, weil in vielen schriftensammlung für den Behnstundentag vorzunehmen, die und die die Steuerbehörden interessierenden Angaben zu machen Städten Deutschlands der Arbeitsnachweis noch in den Händen der als Grundlage für eine Eingabe an die Unternehmer zu habe. Bei Versetzungen sei nun der neue Wohnsitz mit dem Tage Innungen liege. Redner ist der Ansicht, daß die Meister die größte dienen hätte, mit dem Verlangen, als Termin für die Ein- begründet, wo das neue Amt beginne. Das sei hier der 14. Juni Freude daran hätten, wenn wir diese Unterstüßung einführen, denn führung des Behnstundentage den 1. Juni 1902 festzusetzen. Die gewesen, also sei die im Juli erfolgte Anmelding verspätet. Die fie würden unsre Kollegen so lange arbeitslos liegen laffen, bis Eingabe sollte durch Vermittelung der Fabrikinspektoren den Unter- Gerichte erster und zweiter Instanz gingen von derselben Aufunsre Staffe erschöpft ift. Redner bestreitet, daß die Verbände, welche nehmern zugestellt werden. Der auf einer noch sehr rofigen Auf- faffung aus und verurteilten v. 5. zu einer Geldstrafe. feiner Zeit die Unterstützung einführten, sich wirtschaftlich beffer faffung des socialen Interessentampfes beruhende Vorschlag wurde auf die Revision des Angeklagten sprach ihn jedoch das Kammerin der Debatte von allen Seiten preisgegeben; unter großem Bei- gericht mit folgender Begründung frei: Staatsanwaltschaft und Eine lebhafte Debatte schloß sich den beiden Referaten an. fall erklärte dabei der Belforter Delegierte, seine Kameraden in Borinstanzen nähmen zu Unrecht an, daß die Anzeige zu spät Mainz , 10. April. Frankreich feien sich wohl bewußt, daß die thatsächliche Durch erfolgt sei. Der§ 61 des Gesetzes spreche von einer Anmeldung Der Anzug fönne aber verschieden In der Diskussion über die Arbeitslosenunterstügung wird fort- führung des von der französischen Kammer beschlossenen Behn- nach erfolgtem Anzuge. der Veränderung des Wohnsizes. Es sei gefahren. Fast alle Redner, einschließlich der Gegner derselben, er stundentaggefeßes Millerand nur durch eine starte Organisation der sein von Hären sich im Princip für Einführung der Arbeitslosenunterstügung, Arbeiterklasse verbürgt werden könne. Schließlich wurde auf Antrag zunehmen, daß die Anmeldungsfrist erst beginne, wenn der nur fei( so führten die Gegner an) die Einführung jetzt noch ver- Heuberger ergänzt durch ein Amendement Thief( des Redacteurs der Steuerpflichtige vollständig angezogen sei, seinen Wohnsitz früht und angesichts der drohenden Krise in der Industrie gefährlich. Arbeiterstimme") beschlossen, mit aller Macht der Organisation auf wirtlich genommen habe. Auch die polizeiliche Anmeldung In warmer Weise wurde die Einführung namentlich von den die Erlangung des Behnstundentags hinzuwirken mit der gleichzeitigen brauche nicht früher zu erfolgen. Es genüge auch die Anzeige durch Münchener Delegierten empfohlen, die bisher schon eine lokale Arbeits- Forderung einer geseglichen Regelung der Hausindustrie und den Oberst, wobei es nicht darauf ankomme, ob der Oberst einen lofenunterstützung haben, die sich vorzüglich bewährt hat. Vielfache der Freigabe bes Sonnabendnachmittags für Fabrit Auftrag von v.. gehabt habe oder nicht. Da Angeklagter erst am Klagen wurden laut, daß den Delegierten, die im Herzen für die arbeiter. Ein in längerer Rede begründeter Antrag Meise- St. Ludwig, 3. Juli wirklich angezogen sei, so sei die Anzeige rechtzeitig bewirkt Arbeitslosen- Unterstützung seien, von ihren Mitgliedern ein ge- zum weiteren Ausbau der Organisation in den Grenzworden, und er müsse freigesprochen werden. bundenes Mandat gegen dieselbe mitgegeben sei. 32 Redner bezirten und als ständiges Bindemittel zwischen den großen sprachen in der oft sehr erregten Diskussion, welche durch Centralverbänden eine Kommission einzuseßen, in welche die Ein mysteriöser Todesfall einen Schlußantrag beendet wurde. In namentlicher Abstimmung Schweiz , Baden und Elsaß je einen Vertreter entfenden, wird aus Beting gemeldet. Der Hauptmann Bartsch, Compagnie wurde schließlich die Arbeitslosenunterstügung mit 23 gegen wurde zwar mit Stimmenmehrheit angenommen, die Aus- chef im zweiten ostasiatischen Infanterie- Regiment, ist in der 17 Stimmen abgelehnt. führung scheiterte jedoch an der ablehnenden Haltung der großen Nähe des Sommerpalastes tot aufgefunden worden. Ein Schuß Auf Antrag Heßschold- Berlin wurde über Einführung oder Mehrzahl der schweizerischen Delegierten, die von der neuen in den Rücken soll seinem Leben ein Ende gemacht haben. Sein Nichteinführung mit großer Majorität Urabstimmung beschlossen. Stommiffion mur neue Bersplitterung der Sträfte erwarten, und deren Reitpferd war verschwunden. Im Fall der Annahme der Arbeitslofemunterstügung durch Centralvorsitzender im Namen der schweizerischen Verbandsleitung Natürlich erblickt die Khatipresse in dem Toten bereits das Urabstimmung soll diefelbe am 1. Januar 1902 in Straft treten. von vornherein jede finanzielle Unterſtügung ablehnen zu müssen Opfer eines neuen Racheatts der fanatisierten Ein Eventualantrag der Mitgliedschaft Stuttgart , im Fall der Ab- erklärte. Nicht beffer erging es dem weiteren Antrag Meise auf Bogersette"" und in der That einen Beweis für die NotTehmung der Arbeitslosenunterstüßung eine Statistit über die Arbeits- Anstellung eines befoldeten Agitators; der Bunft aus China noch nicht Tofigkeit als Grundlage für spätere Entschließungen zu erheben, wurde soll auf der nächsten Generalversammlung des deutschen Central- wendigkeit, die Truppen angenommen, alle übrigen Anträge der Urabstimmung vorbehalten. verbands zum Austrag kommen. Zum Schluß wurde das Agitations von der Kugel eines Chinesen niedergestreckt worden wäre, was erst Agitations- 3urück zuziehen. Selbst wenn der Hauptmann thatsächlich Ueber die Tattit bei Lohnbewegungen und komitee in Lörrach beauftragt, im nächsten Jahre cine zweite noch bewiesen werden müßte, so wäre damit noch keineswegs die Streits" referierte IImann- Hamburg . Stonferenz mit gleichartiger Zusammenſegung aus den beteiligten Notwendigkeit einer längeren Anwesenheit der Khatitruppen in Beting In längeren interessanten Ausführungen verbreitete sich Redner Ländern einzuberufen. dargethan. Handelte es sich bei der Ermordung des Offiziers doch über unsre bisherige Taktik, deren Erfolge, ihre Mängel, und wie Der Steinfegerstreit in Salle ist insofern in ein günstiges schlimmstenfalls nicht um den offenen Angriff einer Borerbande, dieselbe den fortwährend sich ändernden Zeitverhältnissen entsprechend Stadium für die Streifenden übergegangen, indem die Nichtimmungs- sondern höchstens um den meuchlerischen Ueberfall eines Einzelnen. berbesserungsbedürftig ist. Die Diskussion gestaltete fich ziemlich meister das Streiffonitee baten, Verhandlungen anzubahnen, auf Morde dieser Art kommen aber überall vor, selbst in Berlin trotz lebhaft, wobei namentlich die Vertreter von Frankfurt a. M., Ham- Grund deren es vielleicht möglich wäre, den Streit aufzuheben. seiner vielen tausend Schußleute, sogar trotz der in Berlin burg , Würzburg , Negensburg, München und Berlin die Erfahrungen Eine nachmittags 3 Uhr stattgehabte Versammlung der Streikenden garnisonierenden Alexandriner. bei den letzten Lohnbewegungen und die Fehler, die hierbei gemacht ging auf das Angebot der Meister ein und zum Freitagabend wurde Nach einer andren Meldung ist Hauptmann Bartsch aber gar wurden, schilderten. eine Besprechung der Meister und Gesellen anberaumt. nicht einem Verbrechen zum Opfer gefallen, sondern verunglückt. Dann wäre also die Meldung von der Schußwunde im Rücken völlig erlogen.
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Zu Punkt 5 der Tagesordnung: Unire Stellung zu den Innungseinrichtungen,
a) Gesellenausschüsse und deren Rechte und Pflichten, b) wie bekämpfen wir die übermäßige Lehrlingszüchterei? c) die Jnnungs- Krankenkassen
hören.
wurde beschlossen, die drei einleitenden Referate hintereinander zu Rose Harburg empfahl eine allgemeine Beteiligung der Organisation an den Wahlen zu den Gesellenausschüssen und deren Nebeneinrichtungen.
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Der Straßenbahnerstreik in Halle wird noch einige gerichtliche Nachspiele haben, da der Direktor der Gesellschaft, Delius, die Entlassungsscheine der Streifenden mit einem roten Vermert Deutschland richtet sich häuslich ein. versehen hat, was nach der Gewerbe- Ordnung unzulässig ist. Zur Dienstleistung in Ostasien haben sich neuerdings über der Fränkischen Berlagsanstalt" beschäftigte die dortige Pre- bantur beamte, Kaserneninspettoren ze. verpflichtet, Der Nürnberger Buchbinderstreit mit der Geschäftsleitung zwanzig Beamte der Militärverwaltung, Inten kommission in einer Sigung, an der fünf Vertreter des Buchbinderver: die dazu bestimmt sind, in China für unsre Truppen eine Verbands, die Handelsgesellschafter nebst dem Geschäftsleiter Genossen waltung nach deutschem Mufter einzurichten und zu unterSydow und für die Redaktion der Fränt. Tagespost" Genosse halten. Das gesamte Beamtenpersonal fährt am 16. d. M. über Rafting Breslau verbreitete sich in längeren Ausführungen sprünglich die Errichtung einer Buchbinderei und Anstellung eines Scheidemann teilnahmen. Die Buchbinder verlangten ur- Genua nach Ostasien ab. Man scheint in den Regierungskreisen also mit einem sehr über die Lehrlingszüchterei und deren Schädlichkeit. Pietschmann- Dresden referierte über die Innungs- Buchbinders in dem Parteigeschäft. Diese Forderung wurde starken Truppenkontingent zu rechnen, das dauernd in China be= Krantentassen und befürwortete deren absolute Bekämpfung. jedoch in der Sizung zurückgezogen und der Sigung zurückgezogen und dafür verlangt, lassen werden soll. nur Buchbinderaufträge Firmen vergebe, die die gewerkschaftlichen Forderungen in Bezug Tehte Nachrichten und Depeschen.
Zu allen drei Punkten liegen mehrere Resolutionen und An
träge vor.
Die Diskussion wird auf morgen vertagt.
die Parteidruckerei ihre
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VI. Verbandstag des Verbands der deutschen Mühlenarbeiter wozu die Aufträge nicht ausreichten. Dazu komme, daß eine Buch- präsident und Kriegsminister Schott v. Schottenſtein sein
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Militärbefreiungs- Prozek.
auf Lohn- und Arbeitszeit erfüllten. Die Fränkische Tagespoſt" foll verpflichtet werden, die gegen die Buchbinderorganisation gerich Der Kriegsminister mit dem Civilverhältnis. teten Vorwürfe zurück zu nehmen. Genosse Sydow begründete den Frankfurt a. M., 11. April. ( B. H. ) Der„ Frankf. Zeitung" ablehnenden Standpunkt wegen Errichtung einer eignen Buchbinderei, wird aus Stuttgart gemeldet, es bestätige sich, daß der Ministerbinderei sachverständiger Leitung bedürfe, wenn sie wie andre Geschäfte Abschiedsgesuch eingereicht hat. Wie der Korrespondent des am 7., 8. und 9. April zu heilbronn. rentabel sein solle. Den Vorwurf, er lasse in Buchbindereien arbeiten, Blattes hört, ist in dem Prozeß, zu dem er von einem Angeklagten Vertreten waren 1700 Bollmitglieder durch neunzehn Dele- die unter dem Tarif der Buchbinder Organisation bezahlen, widerlegte als Zeuge aufgerufen worden war, von diesem Angeklagten selbst gierte. Der Verbandstag gab der Organisation ein vollständig Sydow, indem er darauf hinwies, daß in Nürnberg ein Buch der Antrag auf Vorladung des Minifters zurückgezogen und neues Statut, beschloß mit Zweidrittel Majorität die Arbindertarif nicht besteht, überhaupt nie bestanden auf seine Beugenbernehmung als unerheblich verzichtet worden. beitslosen Unterstügung nach nach einjähriger Starenzzeit hat. Man möge erst für zeitgemäße Lohntarife sorgen, ehe man Kriegsminister wird der Generallieutenant Schnürlen, Ministereinzuführen, und erhöhte zu diesem Zwede Beiträge Vorwürfe erhebe. Aus den Verhandlungen wurde festgestellt, daß präsident der Justizminister v. Breitling. bon 20 auf 30 Pfennig pro Woche. Außerdem wurde der seit 1892 in Nürnberg keinerlei Lohnforderungen an die BuchbinderHauptverwaltung und dem Ausschuß statutarisch das Recht ein- meister gerichtet und damals nur von einem Teil derselben bewilligt geräumt, nach Bedarf eine weitere Beitragserhöhung um wurden; daß ferner weder eine Arbeitseinstellung versucht, noch auch Elberfeld , 11. April. ( W. T. B.) In der heutigen Verhandfünf Pfennig pro Woche eintreten zu lassen; ferner sollen die Sperre über die nicht bewilligenden Firmen verhängt wurde, lung ermahnte der Vorsigende den Angeklagten Baumann erneut beide, wenn auch mit diesem Beitrag die Arbeitslosen- Unterstützung daß somit Lohntarife nicht bestehen. In einer einstimmig an dringend, der Wahrheit die Ehre zu geben. Sein Leugnen mache es welch lettere auch in Krankheitsfällen bezahlt wird nicht durch genommenen Resolution wurde konstatiert, daß der Geschäfts- nötig, festzustellen, wie die Familie Dieckhoff ihr Gewerbe betrieben zuführen ist, das Recht haben, die in Heilbronn beschlossenen Unter- leitung ein Vorwurf nicht zu machen ist und deshalb die Art der habe, um daraus zu entnehmen, daß er als Freund des Dieckhoff, der stügungssäge zu ermäßigen. öffentlichen Behandlung der ganzen Angelegenheit durch die Buch- sich auch schon längere Zeit mit Freimachungen befaßte, dessen Gewerbe Beschlossen wurde weiter, den Hinterlassenen von verstorbenen binder auf das entschiedenste zu mißbilligen sei. Beschlossen wurde: als Nachfolger fortgefegt habe. Es müßten sämtliche Fälle erörtert verheirateten und den bedürftigen Angehörigen unverheirateter Wit Die Buchbinderarbeiten der Fränkischen Verlagsanstalt find in Ge- werden, in welchen offenbare Freimachungen stattgefunden, und glieder nach einjähriger Mitgliedsdauer eine Unterstützung von 200 fchäften anzufertigen, in denen Arbeitsbedingungen herrschen, die von nachgeprüft werden, ob die Personen, die sämtlich bei den bebis 250 M. zu gewähren, die durch Umlageverfahren mit je 10 Pf. der Organisation der Buchbinder mit ausdrücklicher Genehmigung treffenden Musterungen thätig gewesen, wissentlich oder fahrlässigerpro Mitglied eingezogen wird. der Centralleitung von allen Firmen verlangt sind. Das Verhalten weise ihre Pflicht nicht erfüllt hätten. Unter diesen Personen be Als Vorsitzender des Verbands wurde Gen. Käppler- Altenburg der Geschäftsleitung und der Redaktion wird gebilligt. fände sich eine große Anzahl, bei denen schon die Thatsache, daß einstimmig wiedergewählt, sein Gehalt wurde von 1200 auf Die Buchbinder haben über die Firma Wendler u. Weinmann fie in ihrer amtlichen Stellung in Verbindung mit dem Treiben 1400 M. erhöht. Der Verbandsausschuß wurde in Lübed in Erlangen die Sperre verhängt. Da die Firma beabsichtigt, Baumanns getreten wären, die Vernichtung ihrer Gristenz belassen. Aus dem Geschäftsbericht der letzten drei Jahre ist zu in Berlin Arbeitskräfte anzuwerben, so bitten wir die Buchbinder, entnehmen, daß die Organisation der Mühlenarbeiter auch unter den hiervon Notiz zu nehmen.
Ausland.
schwierigsten Agitationsverhältnissen, wenn auch langsam, so doch In Danzig find gestern früh die Stauer in den Ausstand stetig nach vorwärts fich entwickelt und an innerer Festigkeit ge= winnt. Es ist wahrlich feine leichte Arbeit, die da von den Führern getreten. dieses Verbands geleistet wird, müssen sie doch ihre Mitglieder in den Zahlstellen meist aus einem stundenweiten Umkreise, wo fie Ein Bergarbeiterftreit ist in Nöros in Norwegen ausbereinzelt arbeiten, zusammenholen und, was das schwerste ift, fie gebrochen. Daran find 600 Bergleute beteiligt. Der Ausstand ist müffen meist aus der unfren Bestrebungen passiv, meist auch feindlich durch eine 10proz. Lohnreduktion hervorgerufen worden. Die Ausgegenüberstehenden Landbevölkerung herausgeholt werden. Nechnet man ständigen find gut organisiert.
dazu, daß die Reichsregierung erst im Jahre 1895 den Mühlenarbeitern für 26 Sonntage im Jahre die Sonntagsruhe und durch Bundesratsverordnung im Vorjahre den 16stündigen Marimalarbeits
Sociales.
bedeute. Außer denjenigen, die gestern schon gestanden hätten, würden noch viele kommen, die Beziehungen zu Baumann zugeben Wahrheit zu sagen. Baumann leugnet trotzdem erneut, damals mit würden. Der Vorsitzende ermahnt Baumann nochmals dringend, die den Familien Dieckhoff über Militärbefreiungen verhandelt oder von jemandem Geld zu Freimachungen erhalten zu haben. Bürgermeister Gläßner- Höhscheid bekundet, daß schon Baumanns Bater in Höhscheid und später der Angeklagte Baumann im Verdacht gestanden hätten, Freimachungen zu betreiben.
Straßburg i. Elf., 11. April. ( W. T. B.) Heute vormittag wurde durch Professor Gerland, den Direktor der kaiserlichen HauptErhebung über die Arbeitszeit in offenen Ladengeschäften station zur Erforschung der Erdbeben an der Kaiser Wilhelmstag aus socialreformatorischen Gründen gewähren mußte, so muß in England. Eine Kommission des Oberhauses untersucht zur Universität, im Saale des Landesausschuß- Gebäudes die erste man anerkennen, daß in diesem Zweige der Arbeiterbewegung Beit die Arbeitszeit in den offenen Ladengeschäften. Zwed der Tagung der permanenten feismologischen Kommission des siebenten durch Ausdauer und zähes Festhalten am Organisations- Erhebung ist die Frage, ob ein frühzeitigerer Laden internationalen Geographen- Kongresses eröffnet. Bum Borsigenden gedanken wahrlich Großes geleistet worden ist. Der Verband ichluß notwendig, und wenn dies der Fall ist, ob er durch der heutigen Vormittags Sigung wurde Professor Lewißtider Mühlenarbeiter, der im Jahre 1894 faum 400 Mitglieder zählte, Gesetz eingeführt werden soll, wie dies bekanntlich seit kurzer Zeit Dorpat gewählt, während in der Nachmittagsfizung der japanische hat sich nach und nach auf 2500 gehoben, von denen bereits am in Deutschland geschehen ist. Die Kommiffion hat Sachverständige, Professor Cruori den Vorsiz führte. Anivesend find etwa 40 Ber20. Januar d. J. 1700 ihre Steuern voll fürs 4. Quartal 1900 be- Ladenbefizer, Angestellte, Socialpolitiker vorgeladen, um in münd- sonen, darunter Gelehrte aus Oestreich- Ungarn , Italien , Irkutst, zahlt hatten. Der Kassenbestand des Verbands stieg trotz reichlicher licher Vernehmung die Lage der Dinge klarzustellen. Der Sekretär Stuttgart , München , Potsdam , Jena usw. Lohntämpfe und zahlreichen Maßregelungen von 1800 auf 7000 m. ber Early Closing Association, der fich auf eine 25 jährige Lens, 11. April. ( W. T. B.) Der allgemeine Kongreß der Die Beschliffe des foeben geschlossenen Verbandstages find ficher Erfahrung berief, wies darauf hin, daß die besten Geschäfte schon franzöfifchen Verglente trat heute hier zu seiner ersten Sigung geeignet, dem Verbande zu noch größerem Aufichwunge zu verhelfen. jegt um 7 Uhr schlöffen, biele um 7/2, andre freilich erst um 9. zusammen und sprach sich für Nationalisierung der Gruben aus. Berantwortl. Redacteur: Heinrich Wetter in Gr..Lichterfelde . Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin . Druck und Verlag von Max Bading in Berlin . Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt.