Rußland.
Es ist den Arbeitgebern freigestellt, ihre Arbeiter bei der Reichs- und bedenkliche Erscheinungen gezeitigt haben, um das Ober- ift richtig. Aber ganz falsch ist, daß es sich dabei besonders um Versicherungsanstalt, die errichtet werden soll, zu versichern, und fommando zu veranlassen, aus einem derartigen Anlaß fofort eine Akademiker handelte, die sich vorher der Partei aufgedrängt haben dann sollen sie so lange von der Erstattungspflicht befreit sein, als neue Expedition auszurüsten. diese Versicherung ausreicht.- sollen. Gewiß ist von den Mitgliedern des„ Mohrenklubs", der in Eigenartig nimmt sich dies Vorgehen auch gegenüber dem von seiner Mehrzahl aus Studenten bestand, manches aus den Japan geäußerten Wunsch aus, daß China wieder Truppen der kämpfenden Genossen verschollen; die Mehrnach Betschili jenden möge, um die Aufrechterhaltung der Ord- Reihen Die Furcht vor den Arbeitern. Wie bekannt herricht jest in nung wieder zu übernehmen. Die übrigen Mächte scheinen ganz andrer zahl der„ Mohren" aber hat unter aber hat unter dem Ausnahmegesetz Rußland, besonders in Südrußland , eine starke wirtschaftliche Krisis. Meinung zu sein, sonst würden sie sich nicht anschicken, die erste treu zur Partei gehalten, derselben manches Opfer gebracht und Zehntausende von Arbeitern sind brotlos. Diese Arbeitslosen flößen Truppenabteilung, die kaum die Grenze der Interessensphäre über- wirken heute noch als allgemein geachtete Genossen in unfren der Regierung besonderen Schrecken ein, um so mehr, als der schritten hat, wieder vermittelst eines großen militärischen Auf- Reihen. 1. Mai vor der Thür steht. So greift denn die Regierung zu gebots zurüdzutreiben. folgendem Mittel. Sie schiebt einfach die Arbeitslosen nach Was von den Berliner Mohren gilt, darf als zutreffend für die Wenn übrigens den Versicherungen des China - Korrespondenten erbrüdende Mehrzahl der akademisch gebildeten Genossen behauptet ihrer Heimat ab. So sind schon aus Jekaterinoslaw, Charkow , der Frankfurter Zeitung " zu trauen wäre, wären unsre China - werden, die zur Zeit der Proklamierung des Socialistengesetes sich Mostow a. D. einige tausend Arbeitslose ausgewiesen, weitere Aus- truppen vom Grafen Waldersee an bis herab zum letzten weisungen fommen nach. Auf solche Weise wird die Regierung Soldaten gründlich chinamüde und nur Rußland trüge unterliefen, versteht sich am Rande. zur Partei bekannten. Daß auch damals Ausnahmen mit jorgen, daß bis ins entlegenſte Bauerndorf die Nachricht von den die Schuld, daß immer neue, vom russischen Rubel anunterliefen, versteht sich am Rande. Doch handelte es sich dabei legten Ereignissen in Rußland dringt, und daß der Haß gegen die geftiftete inesische Unruhen die Heimreise unser China - meist um Mitläufer, die sich gern an im öffentlichen Leben stehende despotische Regierung, der die städtische Arbeiterbevölkerung erfüllt, fruppen verzögerten. Die durch Rußlands Fürsprache geretteten Personen herandrängen, um dann in ihren Kreisen mit ihren„ beauch dem rückschrittlicheren Bauernvolt allmählich eingeimpft wird.-Tuan und Tungfuhsiang feien Kreaturen der russischen rühmten" Bekanntschaften zu prahlen. Solches Schmarogertum macht Trübungspolitik. Danach hätten wir also auch in Liu ein Werkzeug sich zu allen Zeiten breit, vorausgesetzt, daß keine Gefahr damit ver russischer Intriguen zu sehen. Sollte die Auffassung des Kor- bunden ist, man soll aber mit diesem Auswuchs nicht unsere wirkrespondenten der Frankf. 8tg." zutreffen, so hätte Waldersee aller- lichen Genossen aus den Kreisen mit akademischer Bildung ver dings noch weniger Ursache, sich in immer neue militärische Abenteuer verstricken zu lassen. wechseln.. Daily Netvs" erfährt, der Oberkommissar Sir Alfred Reader" berichtet von einem Wiederauffladern der Bogerbewegung" Auch eine Meldung des Morning Haben die proletarischen Genossen während der schweren Zeit Milner habe darum nachgesucht, Südafrika mit Urlaub in der Nähe von Boatingfu. Die Boyer hatten eine 35 Kilometer des Socialistengesezes ihre Pflicht gethan, so wollen wir nicht ververlassen zu fönnen; der Urlaub sei gewährt worden. Das lange Strecke der russischen Eisenbahn zerstört, weshalb Rußland gessen, daß auch die akademischen Genossen es nie an ihrer MitBlatt fügt hinzu, obwohl die vorübergehende Abwesenheit Milners denunächst bedeutende Truppenverstärkungen nach dieser Richtung ab- wirkung haben fehlen lassen. Es war ein Akademiker, der in der von Südafrika möglicherweise mit seinem Gesundheitszustand zu gehen lassen werde. jammenhänge, glaube es, daß er nach England berufen werde, schlimmsten Zeit des Socialistengesetzes seine reichen Mittel der Partei um dem kabinett seine Ansicht über die Lage dar Die Entschädigungsfrage. zur Verfügung stellte und ihr so ermöglichte, den Kampf gegen die zulegen.„ Daily Chronicle" bestätigt diese Meldung und be-" Daily Telegr." meldet aus Peting: Die Gesamt- reaktionäre Niedertracht mit voller Wucht aufzunehmen. merkt, Milner komme Anfang Mai nach England; sein Aufenthalt Entschädigungsforderungen der Mächte dürften auf Ueber die Opfer und Leiden einzelner Akademiker, die sie wegen daselbst werde nicht länger als zwei Monat dauern. 50 Millionen Pfund Sterling herabgesett werden. ihrem Bekenntnis zur Socialdemokratie zu erdulden hatten, belehrt Während Milners Abwesenheit soll Lord Kitchener Andre Telegramme sowie die Blätter vermuten, daß infolge einer uns aber das Kapitel:„ Die Universitäten und die interimistisch die südafrikanischen Regierungsgeschäfte führen und zu Herabsetzung der Entschädigungen die verschiedenen Mächte darauf Socialdemokratie" in der auch sonst mit Nutzen zu lesenden diesem Zweck einen Mitarbeiter erhalten. Milner wird später nach bedacht sein werden, mit China Sonderverträge abzu- Broschüre„ Nach zehn Jahren". Macht sich auch in unsren Reihen Pretoria zurüdfehren. fchließen, um sich auf diese Weise zu entschädigen.
-
Der Boeren- Krieg.
Milner geht in Urlaub.
-
Eine japanische Finanzkrise
steht nach einer Meldung der„ Central News" aus Yokohama bevor. Die ungünstige Finanzlage Japans sei der Grund, daß eine japanische Anleihe im Ausland gescheitert sei. Auch habe sich Japan nur aus finanziellem Grunde in der Mandschurei frage mit Rußland verständigt. Verständigt hat sich Japan mit Rußland in der Mandschureifrage nun feineswegs, wenn es auch vorgezogen zu haben scheint, Rußland in der Mandschurei freie Hand zu lassen. Defenfiv- Vertrag zwischen Japan und England.
Milner, der vor einigen Monaten zum Gouverneur der Boerenrepubliken ernannt worden war, ist, welche Gründe immer seinen Urlaub veranlagt haben mögen, jedenfalls leicht abkömmlich. da von der Einſegung einer geordneten Civilverwaltung in den annettierten Republiken einstweilen gar keine Rede sein fonnte. Der politische Grund für seinen Urlaub ist einstweilen nicht zu erkennen. Sollte man ihn aus Pretoria entfernen wollen, um bei den Friedensverhandlungen mit den Boeren, denen er äußerst unsympathisch ist, einen Stein des Anstoßes himvegzuräumen? Oder reist er nach London , um die Regierung für weitergehende Zugeſtändnisse an die Boeren zu gewinnen? Vielleicht ist er auch nur in London , 17. April. Die„ Birmingham Bost" teilt mit, daß Urlaub gegangen, weil er vorläufig ja doch nichts in Pretoria zu diplomatische Noten zwischen England und Japan gewechselt thun hat.; werden und daß die Abschließung eines Defensiv Vertrages zwischen beiden Mächten demnächst zu tande kommen dürfte. Diese Alliance soll den Zwed verfolgen, die Integrität des chinesischen Reichs zu sichern.
hie und da noch ein blöder Autoritäts- Dusel breit, der sich da noch ein tüchtiges Arbeitsgebiet vor uns. Die zu uns kommenden an Rang und Titeln hängt, so bekämpfe man diesen. Wir haben Akademiker sind aber wirklich unschuldig daran, wenn der Doktorund Pfarrertitel auch in Arbeiterkreisen noch immer mit einem gewissen Glorienschein umgeben ist."
Maifeier Umzug. Die Magdeburger Parteigenossen haben an das dortige Polizeipräsidium den Antrag gestellt, ihnen am ersten Mai einen Durchzug durch eine Reihe von Straßen zu
-
-
gestatten. In dem Gesuch wird darauf hingewiesen, daß vielen andren Korporationen, auch folchen, die nicht in Magdeburg ansässig sind, dort also auch keine Steuern zahlen, wiederholt Umzüge geAus Middelburg wird berichtet: Die Kriegsoperationen stattet worden sind. Der Antrag ist seitens der Magdeburger Parteiim östlichen Transvaal haben nunmehr begonnen. Verschiedene leitung alljährlich gestellt, aber ebenso regelmäßig ohne Angabe der Gründe. Wird dem Antrage in diesem Kommandos sind nach südlicher Richtung abgegangen. Schalt Burgher abgelehnt werden. hat seine Regierung nach Ermelo verlegt. Er hatte eine Unterredung Jahre ein besseres Schicksal beschieden sein? Wir wagen's kaum zu mit Botha, Stejn und De Wet. Wie nach englischer Quelle ver- Versammlungen werden, wie wir bereits mitgeteilt haben, die Auf den jetzt stattfindenden Frühjahrs- Kontroll- hoffen. lautet, liegt die Wahrscheinlichkeit vor, daß Botha und Stejn sich Gestellungspflichtigen darauf hingewiesen, daß ihnen zum freiDie Stettiner Stadtverordneten - Ersatzwahl vom 16. d. M. mit dem Gedanken tragen, das Land zu verlassen und sich auf willigen Eintritt in das China- Erpeditionstorps brachte der Socialdemokratie einen Sieg. Der Hausbesizer Genoſſe portugiesisches Gebiet zu flüchten(?). werbung bezweckt, wie die„ Volts- gtg." noch erfährt, den Ersatz bezwv. für alle Waffengattungen Gelegenheit geboten sei. Diese An- Barz wurde mit 651 gegen 307 liberale Stimunen gewählt. die Ablösung der gegenwärtigen Chinatruppen, die für kommenden Polizeilidhjes, Gerichtliches us. Herbst in Aussicht steht. Als Hauptbedingungen zum Eintritt in das der„ Boltsstimme" zu Frankfurt a. M. und dann in der WohFahndung nach einem Hunnenbriefe. In der Redaktion Freiwilligenforps gelten ein vorwurfsfreier Lebenswandel, Tropen- nung des Genossen Dr. Quard haussuchte dieser Tage die Polizei dienstfähigkeit und zweijährige Verpflichtung. Als Gegenleistung nach einem Hunnenbriefe, der in der Nummer vom 11. Januar in werden dem gemeinen Soldaten neben der üblichen Militärverpflegung dem genannten Blatt zum Abdruck gebracht worden war. Gefunden und Löhnung eine Jahresgratifitation von 600 M. und jedem Ge- wurde natürlich nichts. freiten eine solche von 690 M. zugesichert.
Der Boerengeneral Celliers, von welchem berichtet war, daß er bei Lichtenburg gefallen sein sollte, ergab sich den britischen Truppen bei der Befeßung von Warmbad, wo er wegen einer bei Lichtenburg erhaltenen Verwunding in Behandlung war.
3. Grubenunglück in Johannesburg .
In einer Grube der Geldenhuis Deep Mine riß heute das Seil eines Förderkorbs, in welchem sich Eingeborene befanden; der Förderkorb stürzte in die Tiefe, 26 Eingeborene wurden getötet.
Die Tagesverluft: Lifte
vom südafrikanischen Kriegsschauplaze umfaßt für gestern fünf Tote, neun Verwundete, einen Vermißten und 24 an Krankheiten Verstorbene.
Auch den in China befindlichen Mannschaften werden, wie aus Briefen von dort hervorgeht, ähnliche Angebote gemacht. Die Volts- Zeitung" fragt:
China stationieren? Es ist hohe Zeit, daß im Reichstag Will man denn eine deutsche Heeresabteilung dauernd in eine Aufklärung verlangt wird, ehe es wieder zu spät ist."
Reform des Tsung- li- jamen.
Das Schöffengericht zu Gera verurteilte den Redacteur der Reußischen Tribüne", Hermann Seifarth wegen Beleidigung des Pastors Garthe in Thräniz zu 2 Monaten Gefängnis. worden, daß er die Kirchenvorstandswahlen anstatt in der Kirche im Es war in der Tribüne" dem Pastor Garthe der Vorwurf gemacht Gasthof habe vornehmen lassen. Dies entsprach jedoch nicht der Wahrheit. In dem Gasthof waren die Gewählten nur verpflichtet
=
Parlamentarisches. Das dauernd eine Besagungstruppe in China worden. zurückbleiben soll, in der auch Deutschland mit mehreren- Schanksperren Prozeß im Ruhrrevier. In dem be Kriegsinvaliden. In der Budgettommission wurde tausend Mann vertreten sein wird, ist ja bekanntlich ein fannten Schantiperren Prozeß wider Genoffen Redacteur Anton heute die Beratung der Vorlage über die Versorgung der Kriegs. Sauptpunkt des Friedensvertrags mit China . Bredenbeck in Dortmund ist ernenter Verhandlungstermin für den invaliden und ihrer Hinterbliebenen begonnen. In der General- Nichtsdestoweniger ist eine Anfrage, wie groß denn eigentlich diese 30. April und 1. Mai angesetzt. Der Angeklagte hat zur Beweis.. diskussion ging der Abg. Dr. Müller Sagan( frf. Vp.) auf die Kolonialarmee sein soll, sehr wohl am Blaze. Umsomehr, als die führung die Ladung einer großen Zahl Zeugen beantragt. Das Dedungsfrage ein und meinte, diese Frage müßte vor allem ge- Unterhaltungsfosten dieser Truppen ganz sicher nicht durch die Gericht hat den Anträgen stattgegeben und find insgesamt 70 Zeugen regelt werden. Der Staatssekretär Frhr. v. Thielmann wider ohnehin noch in weitem Felde stehende chinesische Kriegsentschädigung geladen. Unter diesen auch Vertreter aller angeblich beleidigten sprach dieser Anregung. Er meinte, es würden sich später noch gedeckt werden. Behörden, vom Oberpräsidenten von Westfalen abwärts bis zu größere Kosten herausstellen und der zu deckende Betrag sei noch nicht einem Amtmann. Im ersten Termin beantragte der Staatsanwalt borauszubestimmen. Abg. Dr. Müller- Sagan erwiderte, gerade deshalb müsse man sich über die Deckungsfrage flar werden; er empfahl eine Berlin wird den Angeklagten vertreten. wider Bredenbeck ein Jahr Gefängnis. Genosse Rechtsanwalt HeineReichs- Vermögenssteuer. Abg. Miller- Fulda( C.) befürwortete demgegenüber eine Reichs- Erbschaftssteuer. Die übrigen Parteien gingen aber auf die Frage nicht mehr ein und so wurde die Generaldistusfion gefchloffen. In der Specialdiskussion wurden nach langen, aber belanglosen Reden des Abg. Grafen Oriola die§§ 1 und 2 muverändert angenommen. Die Diskussion erstreckte sich dann noch auf die§§ 3 und 5 der Vorlage. Die Abstimmung aber soll erst in der nächsten Sigung am Donnerstag stattfinden.
Ein ernstes Gefecht
wird bei uilu, 120 Meilen von Paoting fu, als bevorst chend angekündigt. Das Reutersche Bureau meldet aus Peking vom 16. April:
Lin hält eine starke Stellung bei Huilu besetzt. 5000 Mann deutscher und 3000 Mann französischer Truppen werden zu einer Expedition gegen ihn verwandt. Weitere Truppen gehen morgen und Freitag von Beting ab. Die Expedition wird vom Generalmajor Freiherrn v. Gayl befehligt. Die chinesische Streitmacht soll 10 000 Mann start sein und es wird ein heftiges Gefecht erwartet. Die chinesische Stellung befindet sich mehrere Meilen innerhalb der Grenzen deg bom Grafen Waldersee als Operationssphäre der verbündeten Truppen be= stimmten Gebiets. Lin hat sich bisher geweigert, sich
-
fremden Gesandten in ihrer Besprechung am 15. d. M. dem Antrag Nach einem Telegramm der„ Times" aus Peking haben die Rockhill- Komura gemäß zu dem Artikel 12 der gemeinsamen Note betreffend die Reform des Tsung- li- jamen und die Aenderung des gegen§ 166 des Reichs- Strafgesetzbuchs) verurteilte die Strafkammer Wegen Beschimpfung der katholischen Kirche( Vergehen Sofceremoniells bei den Empfängen der Gesandten beschloffen, des Landgerichts Waldshut ( Baden) unsern Parteigenossen daß an Stelle des Tsung- li 9amen ein Ministerium Schauer, früher in Lörrach , jegt in Mannheim wohnhaft, zu bes. Aeußern geschaffen werden folle, welches aus einer Gefängnisstrafe von drei Wochen. Schauer hatte einem faiserlichen Prinzen als Präsidenten und im verflossenen Spätjahr in einer von den christlichen Gewerkschaften awei Ministern zusammengesezt sei, die direkten Zu- in Eädingen einberufenen Versammlung von dem Rechte der freien tritt beim Kaiser hätten. Es sollten forner zwei Viceminister Diskussion Gebrauch gemacht und dabei auf die Angriffe der ernannt werden, von denen einer einer fremden Sprache mächtig gegnerischen Redner, darunter eines katholischen Geistlichen, sich über sein müsse. die Grundsätze der katholischen Kirche in abfälliger Weise geäußert. Die Verurteilung zu der verhältnismäßig hohen Strafe erfolgte, obwohl Schauer bisher noch völlig unbestraft war.
Partei- Nachrichten.
Erklärung.
In Nr. 86 des Vorwärts" wendet sich Genosse Göhre in einer Erklärung gegen folgende von mir gemachten Ausführungen in der Landesversammlung der sächsischen Socialdemokraten: „ daß Göhre, nachdem er feinen Eintritt in die socialdemo- Die Arbeitsbedingungen der Puker vor dem Einigungsamt fratische Partei erklärt hatte, einem hervorragenden Parteigenossen brieflich mitgeteilt habe, daß er auch zur Uebernahme einer und schreibt dazu: Reichstagslandidatur bereit sei",
Ich lege Wert darauf, hierzu öffentlich zu erklären, daß diese Mitteilung Kadens unwahr ist." zurd zuziehen, indem er erklärt, wenn die Verbündeten wünschen. Irrtum unterlaufen ist, als Genosse Göhre nicht Hierauf habe ich zu erklären, daß mir insofern ein daß er sich zurüdzieht, dann thäten sie besser, zu kommen und brieflich, sondern mündlich einem hervor ihn zu zwingen. Einem heute eingegangenen französischen ra gen den Parteigenossen sagte, wenn er zur Partei Bericht zufolge glaubt man zwar, daß er sich jetzt zurückzieht, übertrete, sei er auch bereit, eine Kandidatur zum jedoch nimmt man an, daß, wenn dies wirklich der Fall ist, es nur teichstag resp. ein Mandat zu übernehmen. ein Rückzug von 7 oder 8 Meilen ist, um eine viel stärkere Diese Thatsache ist in engeren Parteifreifen längst bekannt und Stellung einzunehmen. ich lege Wert darauf, diefes öffentlich zu erklären. Gohlis- Dresden , 16. April 1901.
Morgen gehen 1100 Mann deutscher und 1000 Maun franzöfifcher Truppen von hier ab, um sich einer Expedition anzuschließen, welche von Paotingfu aus gegen Liukwanting und cinige tausend Chinesen entsandt wird, die sich weigern, Li- HungTichang in Betreff der Innehaltung der vereinbarten Grenzen Gehorsam zu leisten.
Eine Legende.
August Kaden.
81/2 Stunden und beziehen einen Abschlagslohn von 8 M. pro Tag, Die Buzer haben seit etwa zwei Jahren eine Arbeitszeit von der bei der meist üblichen Accordarbeit den Charakter eines garan= tierten Lohnes angenommen hat. Ferner sind die Arbeitgeber in den lezten Jahren zur Bezahlung der Hilfskräfte( Träger) Jezt versucht num der Arbeit. umgegend an diesen Errungenschaften zu rütteln. Er hat sich an verpflichtet worden. geberverband der Bund der Baugeschäfte Berlins und bas Ginigungsamt gewandt und schlägt vor, festzujeßen, daß die Arbeitszeit 9 Stunden betrage und daß bei Accordarbeit alle während des Accords erfolgenden Zahlungen an die Buzzer sowie auch der den Trägern( Hilfsarbeitern) gezahlte Lohn lediglich als Abschlags. zahlungen auf den Accordpreis anzusehen seien.
Gestern trat das Einigungsamt unter dem Vorsitz des Gewerbegerichtsdirektors v. Schulz zusammen, um in der Sache zu vers Handeln. Als Arbeitnehmer- Beifißer fungierten Steinfeger no II und Former Körsten, als Arbeitgeber Beisiger Klempnermeister Dietrich und Bildhauermeister Streich mar. Außerdem hatten Ein alter Mohr, der aber kein Akademiker ist, schreibt uns: Aus Anlaß der Akademiker- Debatte auf der sächsischen den Baurat kyllmann als Vertrauensperson in das Einigungsdie Arbeitnehmer den Buzzer Siemanowsky und die Arbeitgeber Es ist bezeichnend für die Haltung der Khalimächte, daß man fich in einem so vorgeschrittenen Stadium der Friedens- Landeskonferenz begeguen wir in der Parteipreffe der Behauptung, amit delegiert. Die Parteien waren durch die Bauunters verhandlungen abermals in triegerische Attionen daß wiederholt die Arbeiter mit Akademikern schlechte Erfahrungen nehmer Pfahl, Göride und Heuer, sowie durch die großen Stils einlassen will. Die geforderten Bestrafungen gemacht haben, so beim Erlaß des Socialistengefeßes, wo eine große Buzer Schulz, Richter und Vogel vertreten. Die sind in der Hauptfache vollzogen, die Entschädigungsfrage Reihe von„ Studierten", die sich vorher der Partei angeschlossen Unternehmer verlangten den Ausschluß Ausschluß der der Oeffentlichkeit, nähert sich angeblich ihrer Lösung und trotzdem nimmt man die Beige- hatten, unsre Fahne im Moment der Gefahr feige im Stiche ließen, nahmen aber nach energischem Einspruch der Arbeitnehmer, die sonst rung eines chinesischen Truppenführers, sich um wenige Kilometer io auch später noch in einzelnen Fällen". überhaupt nicht verhandeln wollten, davon Abstand. In der Bes hinter die von Waldersee gezogene Grenzlinie der sog. Operationssphäre so auch später noch in einzelnen Fällen". Vorstehende Behauptung, die ohne jeden näheren Beweis auf- gründung ihres Antrags machten die Arbeitgeber geltend, daß sie zurückzuziehen, zum Anlaß, den Krieg von neuem zu bebestrebt seien, die Verhältnisse durch tarifliche Vereinbarungen zu ginnen! Der Mangel an Beschäftigung der Shatitruppen, gestellt ist, entspricht den thatsächlichen Vorgängen durchaus nicht. regeln. Die Festlegung der neunstündigen Arbeitszeit wünschen sie, über den bereits verschiedentlich lebhaft geklagt wurde und der nach Daß nach Inkrafttreten des Socialistengesetzes und besonders nach weil auch die Maurer diese Arbeitszeit hätten und zweierlei Arbeitsneueren amerikanischen Meldungen den asiatischen Befehlshabern Broklamierung des Kleinen Belagerungszustands über Berlin verschiedene zeit auf den Bauten ein Unding wäre. Durch die Lohngarantie schwere Sorgen bereiten foll, rauß wirklich einen hohen Grab erreicht vorher in der Oeffentlichkeit stehende Genossen sich aus dieser zurüdzogen, fühlen sie sich benachteiligt.
-
0