Nr. 253.
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Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin"
Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2.
Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508.
Die verlachte Weltpolitik.
Aus amtlichen Quellen hat man in Deutschland eben nicht viel Buverlässiges über den China feldzug erfahren. Das deutsche Bolt durfte die 300 Millionen bezahlen, die das Abenteuer, dieser schmählige Bankrott aller politischen und moralischen Fähigkeiten des herrschenden Regiments, von uns verlangt hat; es konnte sich auch an den Depeschen über Bogerjagden laben und die sittliche Verwilderung, die dieser beispiellose Krieg zeitigte, an den Hunnenbriefen schaudernd studieren die Wahrheit über die blutige Furie hat man uns aber bisher amtlich vorenthalten.
Allmählich aber beginnen die Thatsachen bekannt zu werden und jede neue Mitteilung belastet das deutsche Schuldconto mehr. Eine französische Veröffentlichung läßt jetzt insonderheit die tragikomische Rolle, die der gloriose Borschußlorbeerreisende Graf Waldersee zu spielen hatte, in aller Deutlichkeit erkennen. Was man längst vermutete, wird jetzt unwiderleglich bewiesen: Graf Waldersee war den andren Mächten nichts als ein Gegenstand spizigsten Hohns. Und nicht nur Graf Waldersee allein. Deutsch= land wird von den andren Staaten diplomatisch überhaupt nicht mehr ernst genommen. Man belustigt sich an der krassen Unfähigkeit der deutschen Staatsmannskunst, man höhnt über die großen Worte, die alles dirigieren wollen und hinter denen doch nichts steckt als Thorheiten und Tollheiten.
Die Waldersee Bosse und der Rachezug hat eben aller Welt sichtbar gemacht, was alle Urteilsfähigen in Deutschland längst wußten: Unfre innere wie äußere Politit ist nichts wie ein wirres Gemenge von Unüberlegtheiten, Widersprüchen, romantischen Launen, hochfahrendem Hans Dampftum und jämmerlichen Niederlagen.
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Dienstag den 29. Oftober 1901.
Rechte als Generalissimus, kritisiert. In seiner Antwort, die unter dem 30. Dezember 1900 erfolgte, lehnt Boyron das Ansinnen des Marschalls unbedingt ab. Bohron versichert,
Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3.
Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121.
der französischen Fahne erklärt, welchen fie getrieben haben. Um diesen Zustand der Dinge zu ändern, müßte man die Beschaffenheit der Gefühle der Bevölkerung uns gegen ,, daß es niemals in meinen Intentionen gelegen hat, ebenso über ändern. Aber unsre Pflicht ist es, nach Maßgabe unsrer wenig wie in denen des Generals Bailloud, einen Eingriff in das Kraft fortzufahren, uns die Ideen der Humanität und GePrincip der Gleichheit der Nechte der verbündeten Armeen gegenrechtigkeit einzuhauchen, welche die Ehre aller civilifierten über der chinesischen Bevölkerung zu machen. General Bailloud Nationen sind, und welche oft die Stärke ihrer Waffen bilden." hat sich einfach den Jahrhunderte alten Traditionen anpassen Alle Anklagen, die von der Socialdemokratie gegen die Kriegswollen, welche uns den Schutz der katholischen führung in China erhoben worden sind, verschwinden vor der tödMissionen überall übertragen, wo die französische lichen Wucht dieser mit der Zierlichkeit eines Salonplauderers geübten Autorität in China vertreten ist. Kritik des französischen Generals. Ja, es ist nicht zu leugnen: die Es liegt nicht in meinen Obliegenheiten, das höhere Princip, Gingeborenen haben allerdings Mißbrauch mit den französischen welches dieser Frankreich anvertrauten Mission zu Grunde liegt. Fahnen getrieben, indem sie sie überall auf ihren Häusern zu diskutieren oder zu verteidigen, aber ich halte darauf, Euere aber was fönnen die Franzosen dafür, Excellenz meines feften Willens zu versichern, alle Vorrechte Ihres fchizend hißten Oberkommandos skrupulös zu respektieren, und ich bin überzeugt, daß sich die Chinesen zur französischen Humanität flüchten vor diesen daß es mir in der Praxis leicht sein wird, dieses Ziel zu erreichen, Deutschen , die durch ihre harten Nequifitionen und grausamen Boyerohne mich einer der Schußpflichten gegenüber den katholischen jagden perhindern, daß Ruhe und Frieden in der Bevölkerung Missionen zu entschlagen, welche zu den Obliegenheiten des fran- einkehrt. zösischen Expeditionscorps zählen.
In diesem Gedankengange hat General Bailloud, nach seiner Ankunft in Baotingfu, unsre Missionäre wissen lassen, daß fie ihre Forderungen durch seine Vermittlung und nicht durch die des Generals Gafelee einreichen müßten, der nur für eine zeitweilige, ausschließlich militärische Mission an die Spize der dortigen Truppen gestellt ist, während die religiöse und politische Frage außerhalb feiner Kompetenz bleiben.
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Man hat die Hunnenbriefe als socialdemokratische Fälschungen oder als renommistische Lügen zu entfräften versucht jetzt erhebt der in China kommandierende französische General Anklagen gegen die deutsche Kriegsführung, die das Schlimmste bestätigen, tas bisher vermutet worden ist. Die Tägl. Rundsch." erläutert den Brief Bohrous so: Die Franzosen könnten die beregten 1ebelstände nur abstellen, wenn fie Barbaren würden wie die andren friegführenden Mächte. Und Ich halte also noch einmal darauf, Gurer Excellenz respektvoll das sagt der General Büron dem Grafen Waldersee zu bemerken, daß nach meiner Ansicht die Gleichheit der Rechte taltblütig ins Gesicht. Eine unerhörte Under verbündeten Armeen gar nicht in Frage steht und darum auch verschämtheit!" Gewiß, das fagt der General, offen und nicht betroffen fein kann. Unfre franzöfifchen Miffionen be- unzweidentig. Mit einem Schimpfwort tommt man darüber nicht trachten uns als natürliche Vermittler in den Fragen, hinweg die Wahrheit ist für die, welche sie zu fürchten haben, welche gegenüber den deutschen Militärbehörden aufgeworfen hinweg
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Es mußt nichts mehr, daß unsre Patrioten" das Blane vom find. Aber dieser Standpunkt hindert uns nicht, die Rechte dieser allemal unverschämt. Himmel herab lügen, um die deutsche Politik schön zu färben; das Behörden durchaus zu achten, und es könnte uns gar nicht ein- In einem dritten Briefe geißelt General Voyron in der er Khalioffiziösentum hat sich vergebens die Finger wund geschrieben, fallen, uns in Fragen der inneren Disciplin der Truppen göglichsten Weise gewisse organisatorische Vorschläge Walderfees, um die Wahrheit zu vertuschen, jenseits unsrer Grenzen, erhebt einzumischen, welche diese Angelegenheiten in gewissen Fällen die darauf hinausliefen, in Peking eine centralisierte Polizeiwachrufen könnten." fich immer lanter und dreister das höhnende Gelächter, und nur die verwaltung unter eines der Leitung deutschen Generals Gewiß, Graf Voyron respektiert durchaus den Grafen Walderfee, zu schaffen. General Boyron hat zwar bie die lebhaftesten völlige Gewiffenlosigkeit kann sich über diese bitteren Thatsachen mit dem Zingogeheul hinweg täuschen, daß wir Deutschen doch die tüchtigen Kerler mischt sich auch nicht in die innere Disciplin der deutschen Truppen Gefühle der Bewunderung für die vorgeschlagene Organisation" Jingogeheul hinweg täuschen, daß wir Deutschen doch die tüchtigen Kerle cin. Aber er hält es für sein gutes Recht, daß der französische die das Modell derjenigen ist, welche in fast allen militärischen seien, die nichts fürchten außer Gott, und an denen nur der blasse ohn- General den Schutz der Missionen und der chinesischen Bevölkerung Reglements Europas ohn- cin. file Städte im mächtige Neid der Fremden umhernörgelt. Das Fuchteln mit den übernimmt, die gegen die Maßnahmen der deutschen existiert" Belagerungszustande Bajonetten hat leine Wirkung mehr. Man lacht über uns, und das aber er behält sich nachdrücklich das Recht vor, die Lächerliche ist auch für die Staaten töblicher als Millionen flein militärbehörden schußbedürftig sind. Der General Bolizeiverivaltung in dem französischen Teil Pekings nach seinem Lächerliche ist auch für die Staaten tödlicher als Millionen Klein Teitet das höhere Recht der Franzosen nicht nur aus der historischen Gutdünken zu organisieren. falibriger Geschosse. Das Ende des Lachens ist der Schreden. Tradition ab, sondern auch aus dem Verhalten der deutschen Truppen, So sehen also in Wahrheit die diplomatischen Erfolge Walderüber deren Disciplin zu urteilen ihm im übrigen ja fernliege. fees aus! Man fann gespannt sein, wie sich unsre Regierung diesen Das ist der Sinn der höflichen Andeutungen: die, schwerste Enthüllungen gegenüber verhalten wird, die eine schlimmere NiederAnklage gegen die Kriegsführung der Deutschen . Das geht noch lage für Deutschland bedeuten, als wenn die deutschen Truppen von flarer aus einem zweiten Briefe hervor. Es ist bereits bekannt, daß den Bogern geschlagen worden wären. auf dem Zug nach Boatingfu, der von den Deutschen mit besonderer Schneidigkeit ausgeführt wurde, die Franzosen den Deutschen immer
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Schutzzollpolitif.
Die Walderfee- Affaire gedich von Anfang an unseren so intim befreundeten und verbündeten Kulturvölkern zum boshaftesten Gaudium. Keine Phantasie eines Aristophanes vermöchte auch solchen Reichtum tollster Situationen zu erfinnen, wie die Thaten und Leiden des Weltmarschalls Tag für Tag verschwenderisch zeugten. Waldersee wurde das bebauernswerte Opfer einer mit untauglichen Mitteln ver fuchten dekorativen Gloirepolitit. Zuerft wurde uns der Graf als der Erwählte und mit Sehnsuborgekommen waren. In jedem Dorfe fanden unsre Truppen Mary' Stellung zur Freihandels- und die französischen Fahnen wehen. Ueber diese Minderung des fucht Begrüßte des ganzen Erdenrunds vorgestellt. Väterchen selbst deutschen Nuhms führte Graf Waldersee Klage. Boyron weist, wieder hatte den Wunsch ausgesprochen, daß dieser Seld ohnegleichen die mit der vollendeten Liebenswürdigkeit eines geistreichen Mannes, die hafte Vergnügen, in einem langen drei Spalten umfassenden Die Kreuz- Zeitung " leistet sich wieder mal das zweifelHeere der Welt in China leiten möge. So schrieben unsre deutschen Beschwerde ab. Er hält es nicht für nötig, Offiziösen, deren Lebensberuf es ist, das deutsche Bolk geistig zu „ den Truppen, welche ich kommandiere, eine andre Haltung und Leitartikel die bekannte Rede, die Mary am 9. Januar 1849 verfrüppeln. Alsbald erließ die Regierung des garen jene bissige neue Verhaltungsmaßregeln vorzuschreiben. Sie werden nur den in der Demokratischen Gesellschaft zu Brüssel über den FreiKundgebung, in der Klipp und flar ausgesprochen wurde, daß es Regeln gehorchen, welche wir von Anfang angewendet haben und handel gehalten hat, gegen die heutige Haltung der socialnicht Rußland gewesen, das den Weltmarschall begehrt habe. die uns ausgezeichnete Resultate geliefert und unsre Position in demokratischen Arbeiterpartei gegenüber den agrarischen dem Lande beträchtlich verbessert haben. Bollwucherforderungen auszuspielen. Schon vor einigen Wir haben in der That einige Punkte allein und ohne Monaten versuchte das Organ des ostelbischen Junkertums es Teilung befegt und bewacht, um dort, da wir allein waren, auch mit diesem Spiel, zog dann aber, nachdem wir ihm verausschließliche Rechte zu haben( Bahnhöfe, Eisenbahnen usw.). In schiedene Entstellungen und Citatfälschungen nachgewiesen den andren Fällen habe ich immer den Kommandanten der fran- chiedene
Diese eine unerhörte Blamage belehrte unser Khatioffiziösentum nicht. Jetzt spann man die Legende ins Unendliche, wie es dem diplomatischen Geschick Waldersees wundersam gelungen, alle Gegenfäße auszugleichen, wie unter seiner Führung die vereinigten Truppen die herrlichsten Erfolge erzielten. Zwar bewiesen alle Thatfachen das Gegenteil. 8war gingen die verschiedenen Kontingente offenbar ihre eignen Wege, und wenn sie sich ja einmal berührten, so geschah das nicht in freundlicher Absicht troßdem erzählten uns die Khakioffiziösen die erstaunlichsten Dinge von den diplomatischen Siegen Walderfees.
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Vornehmlich war es unfren Offiziösen darum zu thun, das Märchen zu verbreiten, als ob zwischen den Deutschen und den Erbfeinden von 1870, den Franzosen , das innigste Verhältnis bestanden hätte. Bis in die leyte Zeit hinein versorgte man uns mit Kundgebungen, die die gewaltige Hochachtung beweisen sollten, die die deutschen Leistungen in China den Franzosen eingeflößt hätten.
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Jetzt wird auch diese Legende erbarmungslos zerstört. Und awar ist es der französische Oberkommandierende selbst, General Boyron, der mit geradezu niederschmetternden Dokumenten zeigt, welche unsägliche Rolle in Wahrheit dem Grafen Waldersee be schieden war. General Voyron veröffentlicht im Matin" drei Briefe, die er seiner Zeit an Waldersee gerichtet hat. Es sind Ant worten auf Walderfeesche Oberbefehle", und diese Briefe sind- bei aller zuckersüßen Höflichkeit der äußeren Form so gesättigt mit verlegendem Spott, daß sie alles andre cher verraten als Hochachtung und Anerkennung. General Voyron erklärt in jedem der Briefe, unter dem Aufwand anmutig und boshaft höhnender Huldigungen, daß es ihm gar nicht einfalle, den Weisungen des Oberstkommendierenden zu folgen. Ja mehr noch: er übt an der Politik des Grafen Walderfees eine Stritit, deren Schärfe durch ihre ironische Höflichkeit noch gesteigert wird. General Voyron spielt geradezu mit dem Oberstkommandierenden, wie ein überlegener Geist mit einem guten alten Herrn, der sich im Grunde nicht wehren kann.
Die Briefe Waldersees, deren Beantwortung wir kennen lernen, find selbst bisher nicht veröffentlicht. Doch erkennt man aus den Antworten den Sachverhalt ziemlich genau..
Waldersee hatte in einent Briefe an den französischen General den Anspruch der Franzosen , das Protektorat über die Missionen auszuüben, wohl unter Geltendmachung seiner tonfurrierenden
zösischen Truppen, welche sich in irgend einem Orte vor den hatten, sich unter allerlei komischen Verlegenheitsausflüchten Detachements der andren Mächte festießten, empfohlen, die Eins mit der Erklärung zurück, die betreffenden Citatfälschungen quartierung auch der andren Detachements zu erleichtern, wenn die feien nur Schreibfehler, die dem Artikelschreiber bei einer vor Notwendigkeiten des Feldzugs fie in die Lage versetzen sollte, sich vierzehn Jahren vorgenommenen stenographischen Niedernach uns dort einrichten zu müssen. schrift unterlaufen seien. Inzwischen hat, wie es scheint, sich Was die Requisitionen betrifft, so erlaube ich mir die Auf das Blatt die im Dietschen Verlage erschienene deutsche Aus merksamkeit Gurer Excellenz auf einen wichtigen Bunft zu lenken, in dem das Interesse der verbündeten Kontingente identisch mit dem geschafft, der als Anhang die betreffende Rede beigefügt ist, in dem das Interesse der verbündeten Kontingente ibentisch mit dem gabe der Marrschen Schrift„ Das Elend der Philosophie" ander französischen Truppen ist. Ein Detachement, das sich feit und nimmt nun das Geplänkel wieder auf. Soweit die Ausder franzöfifchen Truppen ist. Ein Detachement, das sich seit einiger Zeit in einem Orte festgesetzt hatte, hat es ver standen, sich Vertrauen zu erwecken und die Bevölkerung in lassungen des Junkerblattes für die Stellungnahme von Mary die verlaffenen Dörfer zurückzuführen. Das gewöhnliche Leben zu der damaligen englischen Freihandelsbewegung in Betracht beginnt wieder, die Märkte werden geöffnet, und die Hilfsquellen kommen, lassen wir sie folgen: der Truppen vermehren sich rapide. Das Detachement bezahlt feine Einkäufe skrupulös und infolgedessen befißen die Einwohner Geld. Darauf kommt ein Detachement einer andern Macht dahin und ohne sich informiert zu haben, was sich vorher abgespielt hat, legt es dem Dorf eine zuweilen übertriebene Kontribution auf, welche dann mit dem Gelde der ersten Macht bezahlt wird. Das Resultat ist dann immer dasselbe. Die erschreckten Einwohner flüchten, die Hilfsquellen verschwinden, und das Wohl der Truppen ist gefährdet.
Diese Handlungsweise ist eine derartige, vom Gesichtspunkte der Unzuträglichkeiten, welche sie bietet, daß es genügt, fie anzudeuten, damit alle Nationen sich vornehmen, sie in die Acht zu erklären.
Was endlich die Flaggen betrifft, so muß ich Ew. Excellenz zugestehen, daß gewisse Mißbräuche begangen sind, aber nur durch die Einwohner. Die erlassenen Vorschriften, von denen in dem Armeebefehl, den Ew. Excellenz mir mitgeteilt haben, die Rede ist, werden durchaus genügen, um jede Reibung zu ver hindern. Diese Fahnen, welche derart placiert sind, hindern niemals eine andre Nation, sie beiseite zu schaffen. Es ist schwierig für uns, die chinesischen Dörfer zu vertadern, zu versuchen, einen Schutz unter unseren Farben zu finden. Wir haben immer gegenüber friedlichen Einwohnern eine Saltung bewahrt, welche fie und angenähert hat. Wir haben sie mit Milde hehandelt, und sie wissen, daß ihr Hab und Gut und ihr Leben vor uns sicher find. Das ist vielleicht der Umstand, welcher den Mißbrauch
Marg berhöhnt zunächst die freihändlerischen Schlagworte ( billiges Brot, hohe Löhne) und zeigt, daß der Getreidezoll durchaus nicht eine Steuer auf den Lohn" bedentet. Er zeigt dann, daß der fleine Kaufmann und Handwerker nie durch den industriellen Aufschwung das ersegt erhalten können, was ihnen durch den Rückgang der heimischen, Landwirtschaft treibenden Bevölkerung verloren geht. Darauf beruft er sich auf Ricardo, den„ Apostel der englischen Freihändler" und ausgezeichnetsten Oekonomen unsres Jahrhunderts", welcher ausführt:„ Wenn wir, anstatt bei uns Getreide zu ernten, einen neuen Markt entdeckten, wo wir es uns zu einem billigeren Preise verschaffen fömiten, so würden in diesem Falle die Löhne sinken und die Profite steigen. Das Fallen des Preises der landwirtschaftlichen Produkte reduciert die Löhne nicht nur der in der Landwirtschaft beschäftigten Arbeiter, sondern auch all derer, die in der Industrie arbeiten oder im Handel beschäftigt sind." Denn erklärt Mary dazu: wird das Getreide billiger, so verbilligt fich die Lebenshaltung, also genügt ein geringerer Lohn für den industriellen Arbeiter. Wird aber der Lohn geringer, so wächst der Profit; also erweitert sich zunächst die sociale Seluft zwischen industriellem Arbeiter und industriellem Unternehmer. Das ist eine nachteilige Folge, die niedriger Getreidepreis für den industriellen Arbeiter hat. Aber nicht nur die sociale Stellung, sondern auch die materielle Lage des Arbeiters leidet: So lange der Getreidepreis noch höher war und der Lohn gleichfalls, genügte eine fleine Ersparnis am Brotverbrauch, unt ihm andre Genüsse zu verschaffen. Sobald aber das Brot und folglich der Lohn sehr niedrig steht, wird er fast nichts
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