zelnen Fällen ziemlich herbe Worte von dem Hauptmann gebraucht! Hauses, Dr. Hagemann, beleidigt und stellte Strafantrag; aber nicht neuesten Statistik annähernd 92000. Die Führer der Opposition wollen worden sind. Diese Worte sind zum Teil rein füddeutscher Art. etwa gegen den Briefschreiber, sondern natürlich gegen den Beitungs- aber auch sonstige Reformien in den Gewerkvereinen einführen, sie stellen ( Große Heiterkeit.) In einzelnen Fällen hat Hauptmann von redacteur. fich nämlich auf den Standpunkt, daß man mit den übrigen GewerkFeilipsch die Leute, wie sie selbst angegeben haben, etwas geschüttelt. Man bezweifelte nämlich die Echtheit des Briefes, und diefem fchaften für eine Befferstellung der Arbeiter einzutreten habe, statt Es ist festgestellt worden, daß diefe etwas harten Worte und dieses gweifel gab der Vorsitzende des Gerichts auch im Termin Ausdrud. fich vie bisher feige zu drücken. Aus dem Grunde sei es nötig, fogenannte Schütteln nur erfolgt ist bei sehr groben Ver- Günther hatte mm außer andren Beweiserhebungen auch die fich von der freisimmigen Volkspartei zu emancipieren und die nachlässigungen der Leute. Ich habe die Aften durchgelesen. Es ist Ladung des Briefschreibers, des Dr. Wesche, beantragt, zum Be Gewerkvereine vollständig von jeder politischen Partei umabhängig 11112 bei fehr schweren Bergehen eingeschritten worden. weise dafür, daß er den Brief geschrieben und daß die darin be- zu machen. Als nun aber die Opposition für diese ihre So hatte ein Bosten einen Chinesen laufen laffen, der unbedingt haupteten Thatsachen wahr feien. Diefer anptzenge war Ansicht Propaganda in der Gewerkvereinspresse machen wollte, in Haft behalten werden sollte. Ferner hat man Maultiere laufen aber im Termin nicht erschienen und der Vorsitzende da verschloß man ihr von seiten der Hauptleitung in Berlin die Taffen, lauter Vergehen, die mit strengem Arrest hätten bestraft theilte mit, daß die Regierung dem Zengen die Zeugnis Spalten der Presse und schloß einige der Führer aus. Dies war werden müssen. Das war aber in China , wo man jeden ablegung verboten habe.
Tag ein andres Quartier hatte, unmöglich. Trozdem mußte Nach längerem Verhandeln über dieses unbegreifliche Verfahren natürlich gegen den Hauptmann von Feiligsch durch ein kriegs- legte schließlich Ginther das Original des Briefes vor, gerichtliches Urteil erkannt werden.( Abgeordneter Bebel ruft: der vom Borsigenden des Gerichts sofort als echt Aha!) Wenn Herr Bebel das Strafgesetzbuch kennte, müßte anerkannt wurde. er wissen, daß eine gerichtliche Bestrafung erfolgen mußte. Das Gericht beschloß nun die Ladung dieses Zeugen abermals Herr v. Feiligsch ist friegsgerichtlich mit einer und vertagte die Verhandlung. ibuerur sid Freiheitsstrafe belegt worden. In übrigen hat der
Aus dem preußischen Staatsgebiet ausgewiesen wurde bayrische Bataillonskommandeur des Herrn v. Feiligsch ihm besonders unser Genosse Haschtowig in Höchst a. M. und zwar aus den beattestiert, daß er bei jeder Gelegenheit seine Schuldigkeit gethan und kannten polizeilichen Gründen. Haichkowitz war Oestreicher und fich bei besonderen Aufträgen besonders ausgezeichnet hätte.( Hört, von Beruf Bürstenmacher; er gehörte dem Socialdemokratischen hört! rechts.) Es ist nun mit dem bayrischen Kriegsminister unter Verein an, hat sich aber sonst in der öffentlichen Agitation wenig handelt worden, wo der Hauptmann v. Feilißsch einzustellen wäre. hervorgethan. Herr v. Feiligsch selbst hat gebeten, in der preußischen Armee eingestellt zu werden. Auf Grund der Vorgänge, die Se. Majestät der Kaiser felbst eingehend geprüft haben, haben Se. Majestät beschlossen, Herrn v. Feiligsch als Hauptmann und Compagniechef im 32. Regiment einzustellen, und wir sind alle der Ueberzeugung, daß er ein treffliches Mitglied unsrer Armee sein wird.( Beifall rechts.)
Bayrischer Generalmajor v. Endres:
Oel ins Fener gegossen, denn die Opposition gründete jetzt in Düsseldorf ein eignes Organ,„ Der Gewerkvereinsbote", und bestellte einen der Ausgeschlossenen, einen Herrn Halstenberg, zum Redacteur. Das Organ besteht nun ein Jahr und scheint die Opposition durch die Schreibweise desselben sehr verstärkt worden zu sein. Schwere Breßfehden hat es schon mit den Organen des Berliner Centralvorstandes ausgefochten, welcher das Düsseldorfer Blatt in Acht und Bann gethan hat. Aus der Abonnementseinladung des„ Gewerkvereinsboten" wollen wir einige Säge wiedergeben, um die Stimmung zu illustrieren, welche in den Lagern der feindlichen Brüder Platz gegriffen. Es heißt da unter anderm: SRE einem Jahre eine Stelle in der Gewerkvereinsorganisation vorhanden Man hat es in den Leitungen noch nicht verwunden, daß seit ist, die den Herren auf die Finger fehen kann und die unerschrocken in der Oeffentlichkeit die unterstützt, die einen freiheitlichen Bug in die Gewerkvereinsbewegung bringen wollen. Nächst den Reformern wird der„ Gewerkvereinsbote" am meisten von den Berlinern und ihrem Anhange gehaßt und gar zu gerne würde man unser Verschwinden sehen. Wir glauben das den Herren gerne, denn Eine Generalversammlung der Berliner Tischlerimmung, die zu in dem Buchthausstaate, den sie zu errichten bestrebt find, das den Größen" in der Organisation Herr v. Feilisich hat niemals das Ersuchen gestellt, wieder derselben Beit tagte, wie die Vertrauensmänner- Versammlung des ist ein Blatt, in die bayrische Armee aufgenommen zu werden. Wenn Ab- Holzarbeiter- Verbandes, über die wir gestern berichteten, beschloß, die ungeschminkt die Wahrheit sagt, nicht zu gebrauchen geordneter Bebel Vorgänge in der bayrischen Abgeordnetenkammer Aussperrung der Holzarbeiter in den nächsten Tagen vor- Gegen die Versuche, eine Stutenpolitik in einer freien Arbeiterhier berührt hat, so kann ich ihm auf Grund der Neichs- zunehmen, wenn die Sperre über die Firmen Weinland, organisation einzuführen, gegen die Versuche, mit zweierlei Maß verfassung auf diesem Gebiete nicht folgen. Die Verhandlungen Geisler, Biehe und Hülsenbeck nicht aufgehoben würde. innerhalb einer freien Berufsorganisation zu messen, muß jeder, der in unsrer Abgeordnetenkammer sind ausschließlich interne Angelegen- Die Junung beschloß sich wegen der Aussperrung mit allen Borständen ehrlich das Fortkommen der Gewerkvereinsbewegung erstrebt, auf heiten.( Lachen bei den Socialdemokraten. Sehr richtig! rechts.) der befreundeten" Berbände in Verbindung zu segen, damit die Aus- das entschiedenste ankämpfen und die unterstügen, die in diesem be Herr Bebel vermutete, ein Artikel der Augsburger Abendzeitung" iperrung von 10 Prozent der Arbeiter über alle Betriebe der Holzrechtigten Stampfe als Führer stehen... Verbandsgenossen, zeigt, daß sei bom bayrischen Kriegsministerium inspiriert worden, um dem Industrie ausgedehnt werde. Die Aussperrung soll ihr mit der brutalen Gewaltpolitit der herrschenden Größen", von der preußischen Kriegsministerium Unannehmlichkeiten zu bereiten. ich lediglich auf die Mitglieder des Holzarbeiter die legten Nummern des Regulators" und des Gewerfvereins" Wenn die beiden Ministerien etwas mit einander zu reden verbandes erstreden. Diese lettere Einschränkung beweist, Beugnis ablegen, nicht einverstanden seid. Protestiert gegen diese haben, so geschieht das auf andrem Wege. Gegen daß es sich in diesem von den Arbeitgebern bewußterweise vom Wirtschaft, indem ihr die Bestrebungen der Reformer unterstützt." Herrn bon Feilitzsch ift Der Generalrat sucht jetzt die Geister dadurch zu baunen, daß auf eine schwere Strafe Baume gebrochenenen Streit lediglich um eine Vernichtung des erkannt worden. Wenn man ihm gesagt hätte, daß er in der Koalitionsrechtes der Arbeiter handelt. Leider er Ortsvereine, in welchen der Vorstand aus Anhängern der Opposition bayrischen Armee nicht wieder angenommen werden könne, so hätte glücklicherweise hat die Rechnung der Herren ein Loch. Be- besteht, auflöst; das Schicksal traf dieser Tage noch den Ortsverein in er außer dem Erleiden der Freiheitsstrafe auch noch seine ge- fauntlich steht es keinem Arbeiter an der Nase geschrieben, ob er Oberbilt bei Düsseldorf , welcher 200 Mitglieder zählte. Die Mitfamte giftena verloren. Ich will feineswege behaupten, Witglied des Holzarbeiter- Verbandes ist oder nicht, zu einem Offen- glieder der aufgelösten Vereine schließen sich gewöhnlich wieder zu daß er ungerecht bestraft worden sei. Aber unser Herr Minister barungseid über diese Frage tönnen die Arbeiter auch nicht ge- sammen, wählen einen neuen Vorstand und treten in ihre alten bat die Sache sehr streng angesehen. Die Einstellung in die pren zwungen werden, und da auch das überzeugteste Verbandsmitglied Rechte wieder ein. Der Oppositionsgeist ist aber der nämliche geBische Armee sollte bewirken, daß für diese schwere Strafe eine auf die Frage: Willst du gemaßregelt werden, dann blieben troz der Auflösung. Die Sache ist soweit gediehen, daß gewisse Remedur eintrat. Bon feiten Preukens wurde die bekenne, daß du Mitglied des Holzarbeiter Verbandes entweder der Centralrat der Opposition Konzessionen machen muß, Sache nicht so sehr streng angesehen. bist?" nicht zu antworten braucht:" Ja, ich bin Mitglied oder aber die Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine gehen in den beiden und bitte um gefällige Maßregelung", fo werden die Herren eben Provinzen zu Grunde, was von unserm Standpunkte nur zu be= ohne Rücksicht auf die Mitgliedschaft oder auf vage grüßen ist. Vermutungen hin maßregeln müssen. Damit erreichen sie aber das Gegenteil von dem, was fie beabsichtigen. Sie givingen die ohne jeden Rückhalt dastehenden Nicht verbändler, die in jedem Augenblick auch eine Maßregelung zu befürchten haben, dem Verbande zu ihrer eigenen Sicherheit beizutreten und füllen ihre Werk stätten ahnungslos mit heimlich Organisierten. Den Vorteil hat dann der Holzarbeiter- Berband, der seine verdeckt stehenden Truppen je nach Gelegenheit und Konjunktur bald da bald dort losschlagen lassen kann.
-
Zum Schluß hat mich Herr Bebel einen Diplomaten geheißen. Ich glaube nicht, daß die Herren aus meiner letzten Rede ben Eindruck gehabt haben, daß ich in diplomatischer Weise meine Gedanken zu verstecken suche.( Seiterkeit.)
"
"
-
oder vielmehr
Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung. Es folgen persönliche Bemerkungen. Abg. Bebel( Soc.): Im Laufe der Debatte werde ich noch Gelegenheit haben, dem Grafen Bülow und Herrn v. Gozler zu antworten. Der Kriegsminister hat heute auf meine Rede vom 23. November 1900 Bezug genommen, in der ich gesagt habe, daß ich die Verfasser der Hunnenbriefe nicht nennen dürfe. Ich hatte deshalb keinen Grund, dies zu thun, weil die Hunnenbriefe in der Presse veröffentlicht waren, weil ich mich nur auf bereits veröffentlichte Der Fachvercin der Tischler Berlins und Umgegend giebt hier bezog und weil ich keine Briefe benutzte, die mir privatim hiermit bekannt, daß von jetzt ab bis auf weiteres jeden Abend von zugegangen waren. Ich habe heute nicht erklärt, daß ich die Echtheit 7-9 hr bei Franke, Pallisadenftr. 9, Hof parterre, die Bureaudes Inhalts für bewiesen halte( Aha! rechts), sondern nur die Echt- stunden stattfinden. heit der Briefe selber.
Abg. Dr. Sattler( natl.): Herr Bachem hat mich etwas fagen Tassen, von dem er nur gewünscht hat, daß ich es sagen würde.
Abg. Dr. Bachem( Ctr.) bestreitet, falsch citiert zu haben. Herr Bebel hat behauptet, die Berufung Spahns sei wegen feines Buches über den Großen Kurfürsten erfolgt. Das Buch ist aber noch nicht erschienen gewefen, als die Berufung bereits erfolgt fei. Abg. Bebel( Soc.) wiederholt, daß ihm der Sachverhalt so, wie er ihn vorgetragen, mitgeteilt worden sei.
Nächste Sigung: Montag 1 Uhr. Fortsetzung der heutigen Beratung. Schluß 6½ Uhr.
Partei- Nachrichten.
Der Vorstand.
Ausland.
Subvention für die Gewerkschaften. Im Hinblick auf die starke Inanspruchnahme der Gewerkschaftskaffen durch die Arbeitslofen- Unterstützung, hatten wir seiner Zeit den Vorschlag gemacht, die Gemeinde möge Subventionen an die Gewerkschaften gewähren, um diesen die Lasten bei der gegenwärtig großen Arbeitslosigkeit zu erleichtern. Unser Vorschlag hat in der bürgerlichen Preffe viel ängriffe erfahren, ohne daß wir von Unrechtmäßigkeit unsres Verlangens überzeugt wären. Wenn andre Korporationen oft zu viel weniger nötigen Aufgaben Unterstüßung erhalten, dann wäre das Verlangen der Gewerkschaften gewiß nicht unbillig zu nennen.
Auch im Auslande sind unsre Parteigenossen zu gleichen Anfort erungen gekommen. Dr. Adler stellte im öftreichischen Vedtag bei Besprechung des Notstandes in Wien folgenden Antrag:
„ Der Landtag wolle beschließen: Dem Landesausschuß wird ein Kredit von 50 000 kronen eingeräumt mit dem Auftrage, aus diesem Kredit den Gewerkschaften und Fachvereinen der Arbeiter in Wien und Niederöstreich zu dem Zwecke Subventionen zu gcwähren, um ihnen zu ermöglichen, jenen arbeitslosen Mitgliedern, die die ihnen statutengemäß gebührende Arbeitslosen- Unterstügung bereits in Anspruch genommen haben, weitere Aushilfen zu gewähren. Diese Subventionen sind auf jedesmaliges Einschreiten der Vereine zu gewähren und von den Vereinen detaillierte Berichte fiber die Verwendung der Summen zu verlangen."
Zur Einigung der Maurer. Die Maurer Braunschweigs machten schon vor einiger Zeit den Verfuch, eine Einigung zwischen felben Berufs herbeizuführen. Der Vorschlag wurde einer Fünferdem Centralverband der Maurer und den Lokalorganisationen desStommiffion unterbreitet, von diefer aber abgelehnt. Am 29. Dezember vorigen Jahres beschäftigte sich nun mit derfelben Angelegenheit eine Konferenz der fokalorganisierten Maurer des Herzogtums BrannBlankenburg, Wernigerode , Gifhorn , Schöppenfchweig. Dieselbe war beschickt: aus Braunschweig durch, 4, aus Natürlich wurde der Vorschlag von den Christlichsocialen nieders stedt durch je 2, aus affelfelde, Gr. Veltheim, gebrüllt und nicht einmal zur Abstimmung zugelaffen. Wie schon Thiede, Weltenhof, Ribagshaufen und Broißem berichtet, haben sich auch unsre dänischen Parteigenossen neben durch je 1 Delegierten. Außerdem waren vom Vorstand des Centrals einigen andren Forderungen zu einem ähnlichen Autrage entverbandes Vö melburg und von der Geschäftsleitung der Verschloffen. trauensmänner- Centralisation Kater und Puttlig aus Verlin Die Arbeitslosigkeit nimmt in Kopenhagen erschreckend zu. Am Auf dieser Konferenz wurde folgende Resolution an Mittwoch fanden 4 große Arbeitslosen VersammInngen in der dänischen Hauptstadt im großen Saale des " In Erwägung, daß eine Arbeiterorganisation, deren Aufgabe Guttemplerordens und in den drei größeren Versammlungshäusern der es ist, im Stampfe gegen das Kapital die wirtschaftliche Arbeiterschaft statt. In allen 42otalen standen die Bersammlungsbesucher Lage ihrer Mitglieder zu heben, möglichst alle Arbeiter in fich ver- dicht gedrängt bis auf die Treppen und Gänge, um die Vorträge einigen muß, in weiterer Erwägung, daß die principiellen Gegens der Folkethings- Abgeordneten J. Jesen, Borybjery, Sigwald Offen fäge, welche bisher noch hemmend zwischen den Organisationen und des Stadtverordneten P. Knudsen anzuhören. In den Verder Maurer vorhanden waren, beseitigt find- und in fernerer fammlungen wurde eine Resolution angenommen, in der Regierung Erwägung, daß durch die Verhandlungen der beiden bestehenden und Reichstag aufgefordert werden, so bald wie nur möglich die Maurerorganisationen leider keine Einigung erzielt wurde, be- von der socialdemokratijchen Fraktion eingereichten Gesetzvorschläge schließt die heutige Konferenz: Alle anwesenden Delegierten vers betreffend die Arbeitslosigkeit zur Durchführung zu bringen. pflichten sich, möglichst eingehend in den Versammlungen ihrer Organisation darüber zu diskutieren, ob es zweckmäßig sei, fich dem Centralverband der Deutschen Maurer anzufchließen."
anwesend.
genommen:
-
Der Krosigk Prozeß
Die Parteigenoffen Elfaß- Lothringens hielten in Colmar eine Landeskonferenz ab, deren wichtigste Gegenstände die Reform der Landesorganisation und die Regelung der Breßverhältnisse bildeten. Nach dem Bericht der Straßburger Freien Presse" wurde allfeitig hervorgehoben, daß sich die im Jahre 1897 bei Gründung der nenen Landesorganisation gehegten Erwartungen nicht erfüllt haben. Der Fehler wurde in der allzu straffen Centralisation er blickt, die den einzelnen Bezirken nicht die genügende Aktionsfähigkeit genährte und den so verschiedenartig gestalteten wirtschaftlichen Berhältniffen zu wenig Rechnung trug. Man einigte sich schließlich auf einen Antrag Böhle, laut welchem das Land in drei Bezirke ein geteilt wird, für welche selbständige Agitationskomitees gewählt werden. Ueber die Presse wird berichtet: Sowohl die Mülhanser als auch die Straßburger Genossen einigten sich dabin, vom 1. Januar ab selbständig ein Blatt für sich herauszugeben. Für Mülhausen Die Delegierten aus Blankenburg und aus Wernigerode enterscheint nun feit diesem Tage die in Frankfurt gedruckte Freie hielten sich der Abstimmung. Diefer Tage befaßte fich nun mit Presse", socialdemokratisches Organ für Oberelsaß, während in diesem Beschluß die Freie Vereinigung der Maurer Braunschweigs". Straßburg die" Freie Presse" für Elsaß- Lothringen weiter er mit 198 gegen 50 Stimmen beschlossen die Anwesenden die Aufscheint. Mehrere Redner aus der Provinz tadelten das Vorgehen lösung der„ Freien Vereinigung" und den Anschluß an den daß beide Urteile, sowohl das Todesurteil gegen Marten als der beiden Städte. Beide Blätter wurden jedoch von der Konferenz Centralverband der Maurer. Damit ist zur Einheit der das freisprechende gegen Hickel aufgehoben wurden. Der Prozeß als Parteiblätter anerkannt und es den Genossen der einzelnen Organisation im Maurergewerbe ein bedeutsamer Schritt gethan. wurde in die Vorinstanz zurückgewiefen. Ueber die Verhandlung geht Partei- Orte überlassen, welches Blatt sie in Zukunft beziehen wollen. uns folgender Bericht zu: Die mechanische Segeltuchweberei von Gottschalk u. Co. Der gefesselte Redacteur, Genosse Anton Bredenbeck in in Kassel hat ihren Arbeitern eine 20prozentige ohuherab Dortmund , verließ am Donnerstag das Gefängnis, in dem er fegung, welche am 18. Januar in Kraft treten soll, als Neujahrs51/2 Monate zugebracht. Mehrere hundert Parteigenoffen empfingen gefchent angeboten. Dieselbe betrifft alle gangbaren Qualitäten. Wer ihn am Bahnhofe und bewiesen ihm durch ein freudiges Willkommen nicht zu dem neuen Lohn arbeiten will, soll den Stuhl stehen lassen. ihre Sympathie und Achtung. Lange wird er sich der Freiheit nicht Die Arbeiter sind nicht gewillt, dies gutwillig hinzunehmen und treten erfreuen, da bereits wieder eine Strafe von 3 Monaten gegen ihn in die Lohnbewegung. rechtskräftig geworden ist.
vor dem Reichs Militärgericht.
Die Verhandlung im Krosigk Prozeß hat gestern dahin geführt,
$
gegen den die
Der kleine Saal, in welchem gestern vor dem Reichs Militärgericht über den Gumbinner Mordprozeß verhandelt wurde, bietet im Zuhörerraum nur für etwa 40 Personen Platz. Die erſte Playreihe ist für die Bertreter der Preffe bestimmt. Unter den Zuhörern be= Damen wohnen derVerhandlung bei. Pünktlich um 10 1hr erscheint finden sich überwiegend höhere Militärs und Juristen, auch mehrere der Gerichtshof, dem Generalmajor v. Kaltenborn- Stachau vorDie fechfte ordentliche General - Versammlung des Textil- figt. Der Verhandlungsrichter, Senatspräsident Prof. Dr. Weiffenbach, Einen Gantag wird die socialdemokratische Partei Nordbayerns arbeiter- Werbandes findet an beiden Osterfeiertagen im Lokale eröffnet die Verhandlung, indem er den Aufruf der Angeklagten anam 23. Februar in Bayreuth abhalten. " Bum bumten Bock" in Kassel statt. ordnet. Von diesen erscheint nur der Angeklagte Sergeant idel, Totenliste der Partei. Einen ihrer trenesten und ältesten Streit italienischer Lohndrücker. Sämtliche am Thalsperren- in Uniform, und nimmt neben den Verteidigern Rechtsanwalten Mitkämpfer verloren die Parteigenossen in Elingen durch den bau in Martlissa beschäftigten italienischen Arbeiter, etiva 100 Dr. v. Simson( für Marten) und Dr. Bieber( für Hickel) Tod des ehemaligen Spinners Silberhorn. Er hat namentlich an der Bahl, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt inzwischen rechtskräftig gewordene Strafe wegen Fahnenflucht Blaz. Der Dragoner Franz Marten , unter dem Socialistengeset manches schwere Opfer gebracht und und nehmen eine drohende Haltung gegen die nichtansständigen vielfach Proben seiner Charakterfestigkeit abgelegt. Ein Betriebs- deutschen Werkführer und Beamten ein. Die Gendarmerie wurde gegenwärtig vollstreckt wird, ist nicht zur Stelle. Der unfall machte ihn zum Krüppel, was ihm den Kampf um das aus den benachbarten Orten telegraphisch in die Nähe der Bau- eingehende Darstellung der Ergebnisse der beiden früheren VerBerichterstatter Reichs Militärgerichtsrat Menz giebt eine bißchen Brot besonders erschwerte. Die Parteigenossen werden ihm stelle zusammengezogen. ein treues Andenken bewahren. handlungen des Falles vor den Gerichten in Gumbinnen . Das ausZersetzung in den Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereinen. gefertigte Urteil des Ober- Kriegsgerichts, durch welches Polizeiliches, Gerichtliches usw. Man schreibt uns aus Krefeld : Bekanntlich drängen schon seit Marten zum Tode verurteilt und Sickel freigesprochen Ein auffälliges Verfahren der anhaltischen Regierung einiger Zeit eine Anzahl Mitglieder der Gewerkvereine darauf, daß wurde, bildet ein ziemlich umfangreiches Aftenstück. Gegen das offenbarte fich in einem Piozefse, der gegen den verantwortlichen der bekannte Revers, wonach Socialdemokraten nicht Mitglieder Urteil ist seitens des Marten sowohl als auch wegen der Redacteur unseres anhaltischen Parteiblattes, den Genossen Günther werden können, aus dem Statut gestrichen werde. Auf dem Freisprechung des Hickel feitens des Gerichtsherrn die Nein Deisau, angestrengt worden ist. Günther veröffentlichte im Kongreß, welcher Pfingsten vorigen Jahres in Köln tagte, ist die vision eingelegt worden. Das Urteil beschäftigt sich in einApril v. J. einen Brief des damaligen Kreisphyfitus Dr. Besche, Opposition zwar in der Minderheit geblieben, weil die alten gehendster Weise mit der Feststellung des Zeitpunktes, in welchem jetzt Dezernent für Medicinalangelegenheiten bei der an Führer mit der Wucht ihrer Autorität fich gegen die das Verbrechen begangen ist und der zeitlichen Möglichkeit, daß
$
-
baltischen Regierung. Der Brief war gerichtet an den Vor- Streichung des Reverses aussprachen, doch war die Minderheit schon Marten der Thäter sei. Aus der Gumbinner Berhandlung, ist bekannt, gänger Dr. Weichen in feiner jetzigen Stellung und enthielt eine ziemlich bedeutende. Ihren Hauptstützpunkt hat die Opposition daß dabei mit wenigen Minuten gerechnet wird. Was den Hauptcine scharfe Kritik der Zustände im Bernburger Krankenhause. in Rheinland und Westfalen , in welchen Bezirken die Hirsch- Duncker- belastungszeugen Stoppet betrifft, so führt das Urteil aus, daß Durch den Inhalt dieses Briefes, dessen Schreiber also Mitglied der schen Gewerkvereine überhaupt wohl ihre meisten Mitglieder haben. dieser dem Ober- Militärgericht durchaus glaubwürdig eranhaltischen Regierung ist, fühlte sich der Direktor des Krankens Beiläufig bemerkt, beträgt die Mitgliederzahl der Gewerkvereine nach der schienen fei.