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hat aber auch schon im vorigen Jahre direkt zu befördernder Abg. Blell( frf. Bp.) bringt postalische Mißstände in Rathenow | Gesetzgebung vorzunehmen, da das Schazamt den Zolltarif und, verschlossene Bentel zwischen Deutschland und unsren und Saarbrücken zur Sprache. Um das Gedränge in vielen Post- wie er hoffe, auch neue Handelsverträge zu bearbeiten habe. Kolonien eingeführt, und diese sind, so viel uns bekannt ist, von der anstalten zu verhindern, wäre es sehr angebracht, ähnlich wie bei der Abg. Dietrich( f.): Jeder, der so radikale Anträge stelle, wie englischen Verwaltung auch nicht geöffnet worden. Es ist weiter Eisenbahn es so einzurichten, daß zu den Schaltern stets nur eine Abg. Müller- Fulda mit seinem Vorschlage, die Maischraumsteuer bereits offiziös erklärt, daß die Zeitungsnachrichten über ein so einzelne Person herankann. aufzuheben, erwecke den Verdacht, daß er überhaupt nichts zu stande genanntes Schwarzes Kabinett" in Hamburg natürlich ein Staatssekretär Kraetke: Dem Herrn Abg. Albrecht erwidere ich, bringen wolle. Phantom find. daß es bei den Millionen von Drucksachen sehr wohl vorkommen fann, daß auf einzelnen Bostämtern auch Krankenkassenbücher, die als Drucksache frantiert waren, nicht beanstandet werden. Diese That: sache beweist nichts dagegen, daß dies im allgemeinen nicht ge­schehen darf. Hierauf vertagt sich das Haus.

Was die Entlastung der ersten Bestellgänge betrifft, so dürfen in den großen Städten, wo das Bedürfnis vorliegt, schon heute Druck sachen mit Ausnahme von Zeitungen und Börsenberichten von der ersten Bestellung ausgenommen werden. Mit Bezug auf die Sonntags- Bestellungen möchte ich betonen, daß den Inhabern von letter boxes Gelegenheit gegeben ist, alle Briefe, die im Laufe des Sonntagvormittags eingegangen sind, mittags in Empfanz zu nehmen. Abg. Dr. Arendt( p.): Mir sind Fälle bekannt geworden, daß Briefe aus deutschen Kolonien mit deutscher Marke nach neutralen Ländern, z. B. nach Holland , von englischen Behörden geöffnet und mit der Aufschrift versehen sind: Geöffnet auf Grund des Kriegsrechts. Danach scheint das englische Kriegsrecht nur einen Paragraphen zu haben: Gewalt geht vor Recht. Ich erwarte, daß der Herr Staatssekretär energischen Protest einlegt gegen folche Verlegung deutscher Rechte. Auch meine Freunde wünschen den vertraulichen Charakter der Kommissions­Berhandlungen afrecht zu erhalten, wir würden es auch begrüßen, wenn diese Gepflogenheit des Hauses auch auf die Zeitungs­Berichterstattung ausgedehnt würde. Man fängt ja heute auch in den Kommissionen schon an, mehr zum Fenster hinaus zu reden.( Sehr richtig! rechts.)

Abg. Albrecht( Soc.):

In der Behandlung der Geschäftspapiere liegt teine einheitliche Behandlung seitens der einzelnen Bostämter vor. Die Krankenkassen Beamten in Berlin helfen sich daher jetzt so, daß sie die Bücher auf den Bostämtern aufgeben, die sie als Drucksachen behandeln. Ich habe Klage zu führen wegen le berlastung von Briefträgern

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im Bostamt II in Halle. Dort müffen am Sonntagmorgen drei Brief­träger für denjenigen ihrer Kollegen die Arbeit mit übernehmen, der gerade dienstfrei ist. Die Folge ist, daß erstens die Beamten z wei Stunden länger arbeiten müssen, und zweitens häufig Irrtümer in der Bestellung vorkommen. Ich bitte den Herrn Staatssekretär, hier Remedur zu schaffen. Ferner mache ich den Herrn Staatssekretär darauf aufmerksam, daß die Stadt Harz gerode durch die Neueinteilung der Postbezirke erheblich gegen den früheren Zustand benachteiligt ist. Die Stadt hatte mit einer Reihe fleinerer Orte früher direkte Verbindung. Durch die Neueinteilung werden die kleinen Geschäftsleute dort, die auf den Nahverkehr an­gewiesen find, sehr geschädigt. Dadurch, daß der jeßige Bostort Gernrode von den kleinen Orten viel weiter entfernt ist als Harz­ gerode , erhalten ferner diese Orte ihre Postfachen heute viel später als früher. Schließlich bedarf die Stadt Harzgerode dringend eines Bostamis II. Selaffe. Ich hoffe, daß der Herr Staatssekretär auch diese Beschwerden prüfen wird. Abg. Eickhoff( frs. Bp.):

Nächste Sizung: Freitag 1 Uhr.( Fortsetzung der heutigen Be­ratung. Außerdem: Etat des Allgemeinen Pensionsfonds und Etat. des Reichs- Militärgerichts.) Schluß 6 Uhr.

Parlamentarisches.

Postetat.

Die Budgettommission des Reichstags be­schäftigte sich am Donnerstag mit dem Postetat. Zunächſt wurden auf Anregung des Abg. Eickhoff( frf. Vp.) Berliner Lokal­schmerzen besprochen, so die langsame Abfertigung des Publikums im Thorhäuschen am Potsdamer Plaz.

vis- a- vis eine zweite Abfertigung eingerichtet werden soll. Staatssekretär Kraetke verspricht, daß in dem Thorhäuschen Abg. Bachem( C.) fragt, wie fich die einzelnen Zweige der Post­und Telegraphenverivaltung rentieren. Staatssekretär Kractfe erwidert, daß sich eine sirenge Scheidung nicht überall durchführen laffen. Die Telegraphie schließe mit einer Unterbilanz von 15 Millionen Mark; die Telephonie balanciere gerade; die Porti allein gäben Ueberschuß.

Briefbeförderung zwischen den Berliner Vororten und die Ueber­Abg. Müller- Sagan( frs. Bp.) bemängelt die Langsamkeit der lastung der Briefträger besonders auch an Sonntagen. Staatssekretär Kraetke erkennt das Vorhandensein dieser Miß­stände an und sagt Abhilfe zu.

Abg. Müller- Fulda( C.) erwidert, schließlich werde der ganze Ertrag der Maischraumsteuer von der Denaturierungsprämie ver­schlungen werden. Die ganze Gesetzgebung solle ja doch nur dazu dienen, die Spirituspreise in die Höhe zu treiben. Zu wessen Gunsten aber, das sei die Frage. Kein Gesez könne es allen recht machen. Seine Freunde, die Bauern, sträubten sich gegen jede Ver­teuerung des Branntweins, weil sie doch keine Brenner seien. Geheimrat Korcuber betont, daß daß alle drei Anträge. produktionsanreizend wirken; deshalb müsse jedes Gesetz auf Grund dieser Anträge nur auf turze Zeit festgelegt und nur mäßig vergünstigend gestaltet werden. Goldene Berge dürfe sich niemand von dem Antrag Arenberg versprechen; er sei mur ein zeitweiser Notbehelf.

Abg. Holtz( Rp.): Der Antrag Semler fcheine allseitig abgethan zu sein.( Bustimmung.) Es komme alles darauf an, für den Brannt­vein Abfaz zu schaffen.

Abg. Fit( natl.) erklärt, daß auch ihm der Antrag Semler in der Produktionseinschränkung viel zu weit gehe und deshalb für ihn unannehmbar sei. Abg. Semler( natl.) hält die Meinung des Abg. Holz, daß bald alle Kriegsschiffe mit Spiritus geheizt werden können, für ein Phantom. Abg. Dr. Müller- Sagan( fr. Vp.) weist darauf hin, daß jeder Vertreter der Branntweinparteien volle Vergünstigungen für seine Betriebsart wolle. Das sei die Quintessenz aller Vorschläge. Redner erklärt sich für Aufhebung der Maischraumsteuer, Einführung einer Fabrikat anstatt der Materialsteuer, Fortfall aller Liebesgaben. Daß die den Agrariern gräßliche Flotte" mit Spiritus geheizt werden solle, sei zwar für sie vielleicht ein versöhnlicher, aber noch Gewinnes aus dem Spiritus hätten die Zwischenhändler, die jährlich fein realisierbarer Gedanke. Abg. Lucke( Bund der Landw.) meint, den Löwenanteil des etwa 400 Millionen daran verdienten.

Die Abgg. Speck und Dietrich( t.) bezeichnen als giele der Abg. Dr. Haffe( natl.) wünscht größeres Entgegenkommen in Gesetzgebung: teine Einschränkung der Produktion, sondern Steige­Bezug auf die Beförderung von Drucksachen. Staatssekretär rung des Absatzes. Abg. Dietrich meint weiter, die Herstellung von Kraette erklärt, in dieser Hinsicht sei schon das Aeußerste geschehen; Spiritus aus Torf müsse durch die Gesetzgebung ausgeschlossen es werde sogar zu erwägen sein, ob nicht die Drucksachen von der werden. Beförderung mit gewissen Schnellzügen wegen Ueberlastung der Post- wein sehr verteure, so bleibe doch den Wirten infolge der hohen Abg. Wurm( Soc.): Wenn der Schnapshandel auch den Brannts wagen mit Brieffachen auszuschließen seien.

Das ganze

Abg. Müller- Fulda( C.) beklagt, daß die Reichspost in diesem Spesen sehr wenig. Die Spiritusnot fei nur eine Folge der Jahre nur einen Mehrüberschuß von 20 Millionen Mark erbringe. Kartoffelnot und diese sei dadurch hervorgerufen, daß die Erute Es müsse mit Verkehrserleichterungen und Tarifverbilligungen, sowie durch Auban minderwertiger, aber sehr ertragreicher Kartoffeln über­mit Besoldungsverbesserungen für Beamten äußerst vorsichtig vor- mäßig gesteigert wurde. Seit zehn Jahren sei der Ertrag pro hektar gegangen und im Gegenteil an eine Revision der Gebühren unter um mehr als 70 Broz. gestiegen; der Verbrauch der Kartoffeln für Erhöhung der Tariffäße gedacht werden, um die Liebesgaben die Brennerei von 7/8 auf 62/3 herabgegangen. der Reichspost an die Industrie zu beseitigen, namentlich Gesez spite fich zu auf den Vorteil der ostelbischen Kartoffelbrennerei.( Abg. Holz: Das wollen wir ja!) in betreff der allzu billigen Beförderung von Drucksachen. Kartoffelbrennerei. Ich halte es nicht für glücklich, daß die Ober- Postdirektions- bg. Das bach( C.) wünscht eine Detaillierung der Einnahmentitel Notwendig sei eine gänzliche Umwälzung des Spiritus. für Porti und Telegraphengebühren.- Abg. Prinz gesetzes. Zum mindesten müsse das zu beschließende Gesetz eine sekretäre in Zukunft Silfsreferenten" heißen sollen. Man sollte doch Arenberg( C.) weist darauf hin, daß die Postbeamten und Unter- furze Geltungsdauer bekommen. dem Wunsche der höheren Postbeamten nachkommen und die Titel " Postreferendare" und" Postassessoren" einführen. In Bayern beamiten es nach Meinung der Landleute schon sehr gut hätten; fie existieren diese Titel bereits. Das höhere Verwaltungsexamen der hätten festes Gehalt und brauchten nicht unter der Not der Zeiten Bostsekretäre fann sich dem Referendaregamen sehr wohl zu leiden. Sie wollten immer neue Zulagen. Das müsse ein Ende an die Seite stellen. Ganz unglücklich sind die Sekretäre haben. Redner spricht sich für eine Gebühren- Erhöhung aus; die dran, die das Verwaltungsexamen nicht bestanden haben; fie Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): Die Postverwaltung sei eine Verkehrs­Grenze der Porto- Ermäßigung sei bereits überschritten. Abg. geraten für ihre ganze weitere Karriere in eine sehr peinliche und feine fiskalische Verwaltung. Sie habe in erster Reihe Kultur­Bwitterstellung zwischen höheren und niederen Postdienst. Bei einer und feine Finanzaufgaben zu erfüllen. Die gewerbliche Bevölkerung Berwaltungsreform sollte man diesen Beamten doch eine beffere Stellung anweisen als den ewigen Schalterdienst, den sie häufig nur bringe die Mehrerträge im Postverkehr auf, aus denen die Mehr mit Erbitterung erfüllen. Was die Assistenten anlangt, so begrüße ausgaben des Postverkehrs auf dem platten Lande gedeckt würden. ich die endlich erfolgte Abänderung der Dienstaltersstufen mit Besoldungsverbesserungen für die Beamten seien unabweisbar. Freuden. Von welchem Termin an sollen die Assistenten Abg. Miller- Fulda. Staatssekretär Kraetke wendet sich gegen die Ausführungen des

zu den Stellen der Sekretäre zugelassen werden? Meine Freunde haben eine Resolution eingebracht, die eine Weitereinstellung von

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Die Abgg. Müller- Fulda( C.) und Dr. Müller- Sagan( frf. Bp.) weisen dem Abg. Lucke gegenüber noch nach, wie sehr die kleinen Bauern durch Verteuerung des Branntweins belastet werden, wäh­rend Abg. Gamp( Rp.) den Bauern empfiehlt, Spiritus von der Centrale zu beziehen. Dann schließt die Generaldiskussion.

Nach längerer Geschäftsordnungs- Debatte wird beschlossen, bie nächste Sigung am Donnerstagabend abzuhalten.

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Die Wahlprüfungs- Kommiffion beschloß in ihrer Sigung vom Donnerstagmittag die Wahl des Abg. Gothein( Greifswald­Zu der vom Plenum an Grimmen ) für gültig zu erklären. die Kommission zurückgewiesenen Wahl des Abg. Sieg( III. Bezirk Marienverder) find inzwischen neue amtsgerichtliche Erhebungen ein vernehmungen beschloß. gegangen, auf Grund deren die Kommission die Kommission neue Bengen­Käufmännische Schiedsgerichte. Die zur Vorberatung des

Abg. Gröber( C.) befragt den Staatssekretär wegen des legten Jahresabschlusses. 1000 Affiftenten in den Etat verlangt; ich gehe henteldarauf nicht weiter ein. Die Rechnungen noch nicht abgeschloffen; er schätze aber das Deficit Staatssekretär Kraetke erwidert, für 1901 feien Ich komme zu den Unterbeamten. Abg. Singer hatte für 1901 auf 15 Millionen, und zwar 5 Millionen weniger an Ein­durchaus recht mit seiner Forderung, daß die Zulage bei den fog. nahmen und 10 Millionen mehr an Ausgaben. Abg. Gröber( C.) Antrags Bassermann auf Errichtung faufmännischer Schiedsgerichte gehobenen Stellen" in das Dienstaltersstufen- System einbezogen fragt an, ob der Postvertrag zwischen der Reichs post und eingesezte Reichstagskommission beschloß, den von der Regierung werden müsse. Nach der jezigen Praxis wird neben das Buderbrot werden müsse. Nach der jezigen Praxis wird neben das Zuckerbrot württemberg dem Reichstage zur Genehmigung vorgelegt werden über dieselbe Materie in Aussicht gestellten Entwurf erſt abzuwarten. die Peitsche gelegt. Der Wohnungsgeld 8uschuß der Unterbeamten steht namentlich im Rheinland in gar feinem Ver= Staatssekretär Kraetke beruft sich auf Artikel 48 der Ver- Die nächste Sigung der Kommission dürfte erst nach Ostern statt­hältnis zu den hohen Wohnungsmieten. Auch nach der bevor- fassung, auf Grund dessen bisher auch die Verträge mit dem Aus­stehenden nenen Servistlaffen- Regelung sollen ja leider die Wohnungs- erachte die Vorlegung des Vertrages nicht für geboten. Nach weiterer lande selbständig abgeschlossen worden seien. Der Reichskanzler geld- Buschüsse nicht erhöht werden. Debatte giebt sich Abg. Gröber( C.) damit zufrieden, daß die Frage in einer Resolution formuliert und diese an die Kommission zurücverwiesen wird. So wird beschlossen.

solle.

Die Beratung des Poftetats wird am Freitag fortgesezt; außerdem steht der Invalidenfonds auf der Tagesordnung.

Die Branntweinsteuer- Kommission

finden.

und

Aus Industrie und Handel.

Noch eine Bemerkung allgemeiner Natur. Der vorige Staats. fekretär des Reichs- Postamts trat an sein Ressort mit frischer Vor­Eine Stütze der Syndikate. Die preußische Regierung, die ihre Abneigung gegen die Arbeiterorganisationen nicht start genug urteilslosigkeit heran; er hat manchen alten Zopf abgeschnitten. Jest haben wir wieder einen bewährten Fachmann an der Spitze der zum Ausdruck bringen, die durch das Rundschreiben des Ministers v. Schönstedt Anweisungen an die Staatsanwaltschaft ergehen läßt, Reichs- Postverwaltung, und ich fann nur wünschen, daß er mit gleicher Vorurteilslosigkeit an seine Aufgaben herantrete wie sein wie die Agitation für die Gewerkschaftsorganisationen durch den Er­Borgänger. Die Postinspektoren sind gegenwärtig überlastet; viele tann, giebt sich auf pressungsparagraphen bestraft werden der andren Seite als der ihnen jetzt zugewiesenen Aufgaben tönnten sehr wohl von den des Reichstags behandelte am Mittwochabend zunächst einen Antrag ein eifriger Förderer der Syndikate Wie Unternehmerorganisationen. berichtet Postdirektoren erledigt werden. Man darf von dem jezigen Staats- des Abg. Speck( C.), der die Regierung ersucht, der Kommission der preußische Eisenbahnminister die Schienenaufträge nur an das wird, foll sekretär, der schon so lange in hohen Reichspostdienst thätig ist, er noch folgendes Material zugängig zu machen: I. eine Uebersicht des Schienenkartell vergeben. Vor kurzem ist nun die Firma Thyssen u. Co. warten, daß er die noch bestehenden Mißstände abstellt.( Bravo ! durchschnittlichen Steuerertrages der Mais chraum- Steuer für aus dem Kartell ausgetreten, weil das Kartell der Firma die ge­lints.) die Jahre 1895-1901 mb 3var in vier Kategorien getrennt forderte höhere Beteiligung abgelehnt hatte. Triumphierend verkünden Abg. Gamp( Rp.): Das platte and wird noch vielfach nach der Größe der Brennereien, die dieser Steuer unterliegen darauf die Interessenten des Kartells, daß der Elustritt der Firma auf den bernachlässigt im Gegensatz besonders zu Berlin . Während und berechnet pro hektoliter reinen Alkohols und im Gesamt: Bestand des Verbandes keinen Einfluß hat. Der Schienenverband die großen Städte durch Ausdehnung des Vorortverkehrs immer betrage für jede dieser vier Kategorien; II. eine Uebersicht der in ist das einzige Startell, mit dem der Minister paktiert. Die Kündigung mehr begünstigt werden, wird das Land durch Errichtung immer jedem dieser Jahre erfolgten i dvergütung an Maischraum- Thyssens wird, wie man annimmt, den beabsichtigten Zived nicht neuer Postbezirke mit höheren Porto- Ausgaben belastet. Das Steuer; und III eine Uebersicht des der Reichskasse verbliebenen erreichen, jedenfalls müßte Thyssen sich die Beschäftigung für seine billigere Ortstagenporto darf auf dem Lande nicht noch mehr be- Reinertrages an Mais chraumsteuer im ganzen und pro Hektoliter Schienenverke außerhalb des preußischen Staats­schränkt werden; mit der Errichtung jeder Posthilfsstelle Trinkbranntwein berechnet. Ein Antrag des Abg. Augst ( füdd. Bp.) bahn- Bereiches suchen, da, wie gesagt, die Lieferung des in einem Gasthaus usw. wird ein neuer Bezirk gebildet, der forderte außerdem eine Uebersicht, wie viele Brennereien vom§ 42 Bedarfs der Staatsbahn dem Schienenverbande verbleibt. aus dem Ortstagenverkehr der benachbarten Dörfer ausscheidet. des Branntiveinsteuer- Gesezes Gebrauch gemacht und an Stelle der Dem Lande müßte wenigstens ein einigermaßen entsprechendes Material- und Maischbottichsteuer die dort festgesetzten Zuschläge zur Mequivalent gegeben werden für die großen Vorteile des Vorort- Verbrauchsabgabe bezahlt haben. verkehrs in Berlin . Der Forderung erhöhter Wohnungsgeld- Zuschüsse schließen wir uns namentlich auch für gewisse Orte des platten Landes an.

Abg. Dasbach( E.): Der Wohnungsgeld Zuschuß ist namentlich in den großen Städten, speciell Berlin , für die unteren Beamten ganz ungenügend. In Berlin find die Preise für kleine Wohnungen ganz unerschwinglich hoch geworden.

Wie verträgt sich diese Stellung der Regierung mit der empfohlenen Verfolgung der Arbeiterorganisationen. Ist hier wieder der Grundsatz maßgebend gewesen, wenn zwei dasselbe thun, so ist es nicht dasselbe? Hier werden indirekt durch Ausschalten der freien Konkurrenz die Machtmittel des Kartells gestärkt, den Zwangsmitteln gegen die außenstehenden Werke eine Schärfe gegeben, wie es ohite die Parteinahme des Eisenbahnministeriumis niemals möglich wäre. Der Zweck des Kartells ist die Preisherauffegung ihrer Fabrikate, mithin eine Bewegung, die finanziell zum Schaden der Eisenbahnverwaltung ausschlagen muß. Eine Regierung, die einseitig ihre Aufträge an das Kartell vergäbe, macht sich der Partei­nahme für eine bestimmte Unternehmertlique schuldig, eine Stellung, die vom Standpunkt der allgemeinen Interessen die entschiedenste Miß­billigung erfahren muß. Ümsomehr, weil dieselbe Regierung für die wirtschaftlich schwächer gestellte Klasse der Arbeiter die Anwendung auch des geringsten Zwanges, für den mit vieler Mühe erst ein juristischer Nachweis erfunden werden muß, strafrechtlich verfolgt wissen will. Will man die Gewerkschaften unter Ausnahmegeſetze stellen, dann thue man es offen und rückhaltlos!

Die Regierungsvertreter fagten die in diesen Anträgen ge­wünschten Informationen für bald zu. Sodann wurde die General debatte wieder aufgenommen. Geheimrat Geiger erklärt für Bayern , allem Anschein nach habe die Regierungsvorlage mit ihrem Denaturierungs zwange feine Aussicht auf Annahme. Der Antrag Semler habe manches für sich, aber er treffe die Nicht- Mord Abg. Dr. Crüger( frs. Vp.): Die Aeußerungen des Abg. Dr. Arendt brenner auch in Süddeutschland zu schwer. Der Antrag Aren waren sehr charakteristisch, sowie auf der linken Seite das Wort berg bilde eine geeignete Grundlage für eine jahrelang brauchbare " Bolltarif" fällt, glaubt ein Herr von der Rechten uns eine große Regelung der Brennsteuer. Die Aufhebung der Maischraumsteuer sei Borlesung über die Not der Landwirtschaft halten zu müffen.( Sehr nicht angängig, weil sie zu tief in das Brennereigewerbe eingreife gut! lints.) Seit wann darf man stolz darauf sein, wenn man in und eine gewaltige Umwälzung bedeute. seinem Gewerbe nicht vorwärts tommt? Ober- Bolldirektor Kunkel erklärt für Mecklenburg sich ebenfalls Wir wollen mit der Aufbesserung der Postbeamtengehälter nicht gegen die Aufhebung der vorzüglich bewährten" Maischbottich warten, bis die Finanzlage eine beffere wird. Was notwendig ist steuer, obwohl er die großen Vorteile einer Befreiung des Gewerbes zur notdürftigsten Lebenshaltung, muß beschafft werden können.( Sehr von dieser engen Fessel nicht verkenne. Er empfiehlt dringend eine richtig! links.) Eine weitere Erhöhung der Lebensmittelpreise würde Resolution gegen die Maischraum Steuer, da diese die Härten noch weit empfindlicher machen. Weiter habe ich Be- ihre Rolle ausgespielt habe, unter gleichzeitiger Herbeiführung einer schwerden vorzubringen über die unglaublichen Verhältnisse in der erneuten Staffelung. Briefbeförderung zwischen Charlottenburg und Berlin . Ein Brief, Abg. Gamp( Rp.) steht in dem Antrage Semler ein ver­der abends in Charlottenburg nach Königsberg i. Pr. aufgegeben schleiertes, in der Regierungsvorlage ein offenes Kontingentierungs­wird, gelangt dort früher an den Empfänger als ein Brief, der zur system. gleichen Zeit abends von Charlottenburg nach Berlin aufgegeben Abg. Dr. Pachnicke( frs. Wg.) giebt seiner Freude Ausdrud, zeichnen gewesen. Redner wünscht des weiteren, daß das Militär- daß die Linte seit 1887 sich zur Branntweinftener Gesetzgebung Konkurse in Sachfen. 1420 Bahlungseinstellungs- Verfahren Dienstjahr auf die Besoldungs Dienstjahre angerechnet negativ verhalten habe; denn es sei Mißerfolg auf Mißerfolg zu wurden im Jahre 1901 im Königreiche Sachsen eröffnet, das sind 221 wird und führt Klage darüber, daß die Postaffiftenten bei der Bu- verzeichnen gewesen. Die Linke dürfe sich rühmen, an diesen Schiff- mehr als im Vorjahre. Wie gewaltig diese Zahl im letzten Jahre laffung zum Reserve- Offizier als Stieffinder behandelt werden. brüchen unschuldig zu sein. Die andren Parteien aber seien trotz der emporgeſchnellt ist, zeigt folgende Busammenstellung: Es wurden Abg. v. Trenenfels( Hosp. d. Konf.) wünscht Aufbefferung der bisherigen schlechten Erfahrungen bereit, auf falschen Bahnen weiter in Sachfen eröffnet 1896: 805 Verfahren, 1897: 937, 1898: 1060, Wohnungsverhältnisse der Postbeamten auf dem Lande. zu steuern, um nur einen Nothafen zu erreichen. Zu einem neuen 1899: 1105, 1900: 1199, 1901: 1420. Staatssekretär Kraette sagt Abstellung der auf diesem Gebiete System der Branntweinsteuer zu schreiten, fei jetzt noch Zeit genug, etwa vorhandenen Mißstände zu. Charlottenburg hat eine Unzahl da vor Ostern doch an keine Erledigung irgend eines Ge Postverbindungen nach Berlin . Ein abends 11 Uhr in Charlotten- feges zu denken sei. burg aufgegebener Brief kommt noch am nächsten Morgen sogar in Unterstaatssekretär v. Fischer erklärt es für ganz unmöglich, in Lichterfelde an. absehbarer Zeit eine gründliche Umarbeitung der Branntweinsteuer

wird.

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den Monat Januar gegenüber der Gesamtbeteiligung eine Minder­Das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat verzeichnet für förderung von 19,99 Proz. bei einer vorgesehenen Einschränkung der Förderung von 20 Proz. Eine gleich große Minderförderung ist seit Bestehen des Kohlensyndikats auch noch nicht annähernd zu vers

In der Humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula der Friedrich- Werderschen Ober- Realschule, hält am Sonntag, vorm. 10 Uhr, Herr Dr. Rudolf Penzig den vierten Vortrag des Cyklus: Bilder aus der Religionsgeschichte. 4. Tierverehrung. Damen und Herren haben freien Buritt.