niemand die zweijährige Dienstzeit in Schut! Die hier verzeichneten Seuchen betreffen faft ausnahmslos
nahm. Sein Fraktionskollege v. Gersdorff entfesselte wieder eine kleine Polendebatte, indem er die Forderung nach mehr Garnisonen im Osten wiederholte.
Schweine. Verseuchtes Rindvieh tommt in Oestreich fast gar nicht vor. Salzburg , Kärnten , Tirol, die Exportländer für Bayern , find als, völlig feuchenfrei anzusehen. Böhmen , gegen das sich Sachsen absperrt, ist ebenfalls durchaus unbedenklich.
In der Schweiz waren zur selben Zeit 6 Ställe von der Maul- und Klauensenche, 6 von der Schweinefeuche heimgesucht
Der Centrums- Abgeordnete Gröber nahm sich noch mal Herrn Romen vor und fand die Ansicht des ReichsMilitärgerichts geradezu erschreckend, daß der Gerichtsherr auf Grund der Kommandogewalt selber in die Untersuchung ein- eine winzige Zahl. greifen kann. Hoffentlich hält das Centrum Wort und hilft Die Statistik ergiebt demnach, daß nicht der mindeste gesundbei der nächsten Revision der Militär- Strafprozeß- Ordnung beitliche Grund vorliegt, die Grenze weiter zu sperren, zumal die Kontrolle an der Grenze viel zuverlässiger und gründlicher ist als das Institut des Gerichtsherrn beseitigen. Aus unsren Reihen sprachen 4 Redner. Stadthagen im Innenverkehr. Oft el bien ist der eigentliche Seuche- teilte einen Fall mit, der auf das schlagendste beweist, zu herd, während Ostreich sich eines gefunden Viehbestandes erfreut. welchen ungeheuerlichen Konsequenzen der Erlaß des Kriegs- Die Oeffnung der Grenzen würde das Fleisch verbilligen, geministers von 1894 führt, der die Bethätigung socialdemo- sunde Tiere auf den deutschen Markt bringen und infolge der Konfratischer Gesinnung im Heere verbietet. Leider hielt es der furrenz auch zur forgfältigeren Pflege und strengerem Seuchenschutz Kriegsminister, der heute ganz in Schweigen versunken war, hinsichtlich des inländischen Viehs führen. wohl um die Bewilligung seines Gehaltes nicht noch länger Für die Grenzsperren tam in Ernst feine sanitäre Rücksicht hinauszuschieben, nicht für nötig, auf die direkte Frage unfres geltend gemacht werden, sie muß folglich so schnell wie möglich beGenoffen zu antworten und einen Kommentar zu jenem feitigt werden. und einen komme зи јелен jenem
Erlasse zu liefern.
bureaus
den Dank Sr. Majestät auszusprechen. Der Raifer sendet seinen Bruder nach Amerika , um der Administration und dem Volke der Vereinigten Staaten einen neuen Beweis feiner freundschaftlichen Gesinnung zu geben und die Bande, welche die beiden Nationen verbinden, fester zu knüpfen. Seine Majestät ist überzeugt, daß das amerikanische Volt seine Intentionen zu schägen weiß, und wünscht seiner Befriedigung über die Unterstützung, welche die amerikanische Presse seinen Bes Mit großer strebungen entgegenbringt, Ausdruck zu geben. Genugthuung bemerkt der Kaiser, daß jene amerikanischen Zeitungen, die früher Deutschland gegenüber sehr argwöhnisch waren, zu besserem Verständnis der freundschaftlichen Politik der deutschen Regierung belehrt worden sind."
Monarchisten mögen es nicht sehr taktvoll finden, daß Herr Hamman die Person des Kaisers benutzt, um die Einwirkung auf Sie zugängliche Presse zu verstärken.
Wie steht es mit dem Brief des Prinzen Heinrich an Dewey, Herr Hamman?-
每
Ausland.
Die Triester Totenopfer.
-st- Wien, 19. Februar.( Eig. Ber.) In Triest ist vollDie Straßeukämpfe in Spanien ständige Ruhe eingefehrt und nur die brutalen Maßregeln der Re Bebel fertigte den Grafen Roon gründlich ab und stellte die Unwissenheit dieses ehemaligen Generallieutenants in der scheinen, namentlich in Barcelona , wieder einmal einen geradezu gierung Koerber: Die Verhängung des Standrechts und die früheren und gegenwärtigen Militärlitteratur fest. In wahr- revolutionären Charakter angenommen zu haben. Freilich läßt sich Siftierung der staatsbürgerlichen Rechte erinnern an die schredlichen haft überzeugender Weise that unser Genosse das Gerede von der wahre Charakter der Vorgänge nach den Telegrammen feines- Tage, an welcher das Mannlicher- Gewehr wider die eignen Staatsder Vaterlandsfeindlichkeit der Socialdemokratie ab. Kunert wegs ohne weiteres erkennen. Denn wenn auf der einen Seite auch bürger gerichtet worden ist. In dem Augenblicke, da der Spruch des erwiderte dem Kriegsminister auf seine gestrigen Angriffe und die spanischen Behörden alles aufbieten, um eine wahrheitsgetreue Schiedsgerichts bekannt wurde, legte sich in der aufgewühlten Stadt hielt fein Urteil aufrecht, daß die Mißhandlung absolut Darstellung der Vorgänge zu unterdrücken, so haben andrer- die Erregung: Die Gewaltmaßregeln der Verwaltung waren schon wehrloser Menschen eine Feigheit sei. Fischer Sachsen feits doch frühere Erfahrungen gelehrt, daß die Depeschen- in dem Moment überflüssig und zweckwidrig, da sie erlaffen schließlich besprach abscheuliche Soldatenquälereien, die und bürgerlichen Privatkorrespondenten oftmals mit wurden. Wohl war schon lange nicht der Streit der Lloydheizer die in Zittau vorgekommen find, und den Militärboykott, Sensationsnachrichten über Einzelheiten aufwarten, an der die Ursache, die die Erregung! genährt hatte, aber wer die Psychologie der Maffen begreift, versteht schon, daß eine selbst den der dortige Regiments- Kommandeur über die Wirte ver- schöpferische Phantafie ihrer Verfasser einen starten Anteil hat. weitab entfernte Thatsache auf hängt hat, die ihre Säle nur zu Gewerkschaftsversammlungen ernsten Charakter zu tragen. In Barcelona Herrscht der General- die Leidenschaften ernüchternd wirken konnte. Immerhin scheinen die augenblicklichen Unruhen einen sehr von ihrer Empfindung Dann famen die hergeben. Der fächsische Militärbevollmächtigte Krug zu Nidda streit, stockt aller Verkehr, werden Barrikadenschlachten geschlagen. Elemente Herrn v. Koerber zu Hilfe, eine schreckliche Bora hatte die erklärte dieses Verhalten des Regiments- Kommandeurs mert lehuliche Zustände herrschen in andren Städten Cataloniens. Auch Straßen gesäubert, nicht die Drohungen, die in den verhängten würdigerweise für eine Privatangelegenheit, auf welche die in Madrid selbst scheint es zu gären: man hält die Truppen in Gewaltmaßregeln der Regierung liegen. Am Montag wurde die Arbeit auf allen Punkten aufgenommen; die vom Bureau Herold fächsische Militärverwaltung feinen Einfluß habe, und verwies Kampfbereitschaft. in Sachen der Militärmißhandlungen in Zittau auf die schwebende sein, die auch alle die früheren Unruhen hervorriefen: die Mißwirt- den Streik verkündet und verlangten zuerst die Zurückziehung Die Ursachen des neuesten Aufstandes scheinen die gleichen zu auch nach Berlin versandte Nachricht, die Arbeiter hätten neuerlich Untersuchung. Nachdem dem Kriegsminister das Gehalt bewilligt war, schaft der Regierung und des Pfaffentums, die Notlage der des Militärs, war, wie so viele offizielle" Meldungen, die die wurde die Lenzmannsche Resolution gegen das Duell gegen Arbeiter, die Agitation des in Spanien noch eine Art politischer Triester Tage hervorgebracht haben, eine tendenziöse unwahrheit. Gestern tamen die erbitternden Ereignisse von Triest im die Stimmen der Rechten angenommen und dann die Weiter- Macht bildenden Anarchismus und der catalonischen Unabhängigkeitsberatung des Militäretats auf Freitag vertagt.- partei. Alle diese Momente häufen den Zündstoff an, lokale Be: Abgeordnetenhause zur Sprache. Gemäß dem Geseze legte die gebenheiten, Etreits und dergleichen lassen die ersten Funken Regierung die Ausnahmeverordnung vor und Herr v. Koerber 6fprühen, und das Vorgehen der Behörden und der Polizei entfacht begründete sie mit einer langen Rede. Aber die entstellten und dann die Lohe. Von dem eigentlichen Flammenherd aus gefärbten„ amtlichen Berichte" des mit Schuld und Blutschuld beDas Abgeordnetenhaus beriet am Donnerstag in erster fallen dann Brände auch in der Umgebung nieder. Das ladenen Triester Statthalters wurden von unserm Genossen Ellen Lesung die Vorlage, betr. den Erwerb von Bergwerks: Barlament pflegt dann für die betreffenden Provinzen bogen in einer von leidenschaftlicher Erregung durchglühten Rede eigentum im Ober- Bergamtsbezirk Dortmund für den Staat. Die verfaffungsmäßigen Garantien aufzuheben und die Sol- in unbarmherziger Weise zerpflückt, und mit unbarmherziger Logif In seiner einleitenden Rede pries der Minister Möller batesta übt folange ein Schredensregiment aus, bis die wurde dargethan, daß die Schuld an den traurigen Dingen niemand die fegensreiche Wirkung des Kohlensyndikats und erklärte Stommisstiefel den legten Funken ausgetreten haben. Da aber die anders trifft, als die unzureichende, gewissenloſe, verwahrloste staatausdrücklich, daß eine Berstaatlichung des geursachen der ewigen Aufstände ungemilbert fort bestehen, liche Verwaltung in Triest . Außer der Socialdemokratie wurde die samten Bergbaues nicht in der Absicht der züngelt oft schon nach Monaten die Flamme von neuem empor. Regierung liege. Der wohlwollenden Beurteilung der Vorlage schlossen sich Redner aller Parteien an. Abg. Schulh Barcelona, 20. Februar. Die Lage verschlimmert sich immer ( Bochum , natl.). gab dabei der Hoffnung Ausdruck, daß der mehr. Fort während finden Zusammenstöße statt, wobei Staat auch für die Wohlfahrt der westfälischen Bergarbeiter stets zahlreiche Personen verwundet werden. Eine fein möglichstes thun werde. große Anzahl Bäckereien wurden vom Böbel zerstört. Die SchriftNach Ueberweisung der Vorlage an die Budgetkommission feger bedrohen diejenigen Kameraden mit dem Tode, welche die setzte das Haus die Beratung des Etats der Justizverwaltung Arbeit wieder aufnehmen wollen. Ebenso bedrohen sie die Drudefort. Wie alljährlich wies die Regierung die Wünsche einzelner reien, in denen noch gearbeitet wird, mit Zerstörung. Die ZeitungsRedner auf Aufbesserung verschiedener Beamtenkategorien, befizer haben beschlossen, ihre Blätter so lange nicht erscheinen zu namentlich der Kanzlisten und Gerichtsvollzieher, mit Rücksicht lassen, bis die Ruhe wieder hergestellt ist. Die Censur waltet auf die schlechte Finanzlage des Staates zurück. Gegen immer noch aufs strengste ihres Amtes. Schluß der Sitzung gab es noch einige heitere Momente, als Barcelona , 20. Februar. Von den Ausständigen ein katholischer und ein evangelischer Geistlicher, die Herren wurden drei Arbeiter, welche die Arbeit wieder aufnehmen Hoheisel( C.) und Schall( f.), die Bedeutung der Seel- wollten, getötet; ferner wurde ein Bäcker, welcher den Preis forge und einer guten Lektüre für die Gefangenen anpriesen, des Brotes erhöht hatte, ermordet. Der Verkehr der und der Vertreter des Ministers insbesondere die Schriften Straßenbahnen hat noch nicht wieder aufgenommen werden können. aus dem bekannten Hülleschen Zeitschriftenverlag als Befferungs- Auf den Märkten herrscht Mangel an Lebensmitteln, mittel empfahl.
Abgeordnetenhaus.
Am Freitag soll zunächst die Beratung fortgefekt und dann mit der Beratung des Etats des Ministeriums des Innern begonnen werden.
Die Vichverfeuchung in Preußen.
Die Unverschämtheit, mit der die Agrarier aus fanitären Gründen" die Sperrung der bayerischen Grenze gegen östreichisches Vieh verlangen, hat die Aufmerksamkeit wieder auf jenen schamlosen Fleischwucher gelenkt, den die Agrarier durch die von ihnen bewirkten Grenzsperren treiben.
Die Telegramme melden:
-
--
die Ausständigen verhindern das Schlachten von wich im Schlachthause. Es sind noch weitere Truppenverstärtungen eingetroffen. Die Ruheftörungen haben einen aus
geprägt anarchistischen Charakter.
Der größte Teil der Schiffe hat den Hafen verlassen, ohne die Ladung zu löschen. Zwischen den Soldaten und den Ausständigen in Tarrafa und Sabadell haben neue Zusammen Stöße stattgefunden. Einige Personen wurden verwundet.
Gewaltthat in heftigster Weise von den italienischen und radikalczechischen Parteien angegriffen; die sogenannten maßgebenden Parteien schwiegen. Sie wollten wohl ihrem geliebten Stoerber nicht wehe thun, für seine Brutalitäten zu sprechen fand aber niemand den traurigen Mut. Die Vorlage wurde einem Specialausschuß zugewiesen, dessen Wahl heute erfolgte ind der nach einem Antrag der Deutschen Volkspartei seinen Bericht binnen acht Tagen erstatten soll. Es unterliegt aber fast feinem Zweifel, daß dieser Bericht nicht erscheinen, sondern daß die Ausnahmeverfügung bald aufgehoben werden wird. Herr v. Koerber wird auf die Wiederholung der gestrigen Debatte nicht erpicht sein.
durch
Bekanntlich hatte die Regierung, um ihre Brutalitäten zu entschuldigen, das Gerücht aussprengen lassen, daß die Ausschreitungen die Arbeiter gar nicht teilgenommen haben sollen der Maffe an der ja nach der Erklärung des Herrn v. Koerber anarchistische Aufreizungen erfolgt sein sollten. Um diese Ausstreuungen wahrscheinlicher zu machen, hat man denn bekanntlich auch eine Anzahl Anarchisten" verhaftet und aivar follten bei diefen Nädelsführern allerhand Waffen ge= funden worden sein. Wie nun der Wiener Arbeiter Zeitung" von dem Genossen Hueber, der sich selbst einige Tage in Triest auf. gehalten hatte, mitgeteilt wird, ist man bei der Verhaftung dieser " Anarchisten" einfach derartig vorgegangen, daß man mit großer Waffenmacht in Cafés und Restaurants eindrang und dort aufs Gerate wohl Leute verhaftete, deren Physiognomie man für verdächtig hielt. Im ganzen seien über 100 Personen verhaftet worden. Daß bei den Verhafteten Waffen gefunden worden seien, sei absolut unwahr.
#
Beilegung des französisch - venezolanischen Konflikts. Minister Delcassé und der bevollmächtigte Vertreter von Venezuela Maubourguet unterzeichneten gestern ein Abkommen betreffend Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Venezuela , dessen Ratifizierung bis zum 1. Mai d. J. erfolgen soll, und ferner einen Me i st be günstigungsvertrag zwischen beiden Ländern, der unmittelbar nach jenter Ratifi jierung dem Parlament zur Ges
Hier halten die Ausständigen alle Waren an, bevor sie in das Zollgebäude gelangen. Madrid , 20. Februar. General Wehler foferierte gestern Nachdem jetzt die Fleischpreise, namentlich auch für Schweine- mit der Königin- Regentin und hatte heute eine Unterredung mit den fleisch, eine gewaltige Höhe erreicht haben, ist es die Pflicht der Re- Militärbehörden. gierung, endlich die Sperren durchweg aufzuheben. Die Truppen in Madrid haben Munition erhalten; fie Mit der dieser Tage verfügten Aufhebung des Verbots der Einfuhr stehen in Bereitschaft, um im Notfalle sofort auszurüden. galizischen Rindviehs ist es nicht gethan. Madrid , 20. Februar .( Privat- Telegramm.) Aus Barcelona , Nun wird freilich behauptet, die Grenzsperren hätten sehr fegens- wo eine große Panit herrscht, ist es unmöglich, genaue Nach reich gewirkt, weil so erzählt heute der Schweinburg- richten zu erhalten. Zwischen Militär und Bevölkerung kommt es infolge ihrer strengen Durchführung nahezu Seuchenfreiheit erreicht vielfach zu Zusammenstößen, bei denen es Tote und Vernehmigung unterbreitet werden wird. worden sei. wundete giebt. Zahlreiche Familien beginnen die Stadt zu verDieser Einwand ist aber mehr als eine grobe Lüge. Obwohl lassen. die Grenzen Preußens mit einer chinesischen Mauer gegen fremdes Vieh blodiert sind, sind die Seuchen nicht erloschen.
Maul- Klauenfenche 238 Gehöfte Schweinefeuche 651 Gehöfte. Von den 651 Gehöften, die von der Schweinesenche befallen sind, entfällt faft die ganze Zahl auf die preußischen Provinzen Ost- und Westpreußen , Brandenburg , Pommern , Posen, Schlesien und Sachsen . In Bayern ist z. B. nur ein einziger Hof verseucht.
Wie die nahezu" erreichte„ Seuchenfreiheit" aussieht, das lehrt die letzte amtliche Nachweisung über den Stand von Tierseuchen Aus der Zollkommiffion wird uns noch geschrieben: In der am 15. Februar 1902. Danach find in Deutschland zu dieser Zeit Donnerstag- Sigung offenbarte fich zu Anfang eine außerordentliche Schwerhörigkeit des Borjizenden, die ihn hinderte, verseucht durch ben socialdemokratischen Antrag zu verstehen, über die noch nicht vorgetragenen Petitionen demnächst Bericht erstatten zu laffen. Schließlich gelang es doch. Viel Zeit ging auch dadurch verloren, daß die Linke die Befolgung der Geschäftsordnung auch an diesem Tage erst durch eindringliche Darlegungen sich erzwingen mußte. Auf le berraschung ein und leberrumpelungsversuche muß die Linke jederzeit in der Zolltariffommission gerüstet sein. Es heißt, die Mehrheit beabsichtige, die Debatte über die Kornzölle durch einen Schlußantrag vor einer eingehenden Erörterung der Wirkung der Zölle zu Ende zu bringen. Dadurch wird einer fachlichen, gründlichen, schnellen Erledigung der Kommissionsberatungen nicht gedient. Dafür werden die Socialdemokraten nicht verantwortlich gemacht werden können.
Es sind also augenblicklich in Deutschland 889 Gehöfte verfeucht, deren weitaus größter Teil auf die östlichen Provinzen Breußens entfällt. Das ist das gesamte", nahezu feuchenfreie" Ostelbien, das Paradies der Junker, das sich die gesundheitsverderbliche aus ländische Hölle schützen muß.
Wie aber ist der Stand der Viehseuchen in diesem Ausland, dessen verpestetes" Vieh wir aussperren?
Nach der letzten uns vorliegenden, vom Ende des Jahres 1901 stammenden Statistik betrug die Zahl der verfeuchten Höfe( Schweineund Rindviehkrankheiten zusammengenommen):
.
28
3
.
0
13
Kärnten
13
Tirol.
10
1
Böhmen
15
5
Schlesien
6
Galizien
117
-
Tauffahrt und Preßmache. Das Auswärtige Amit in Berlin hat alle Hände voll zu thun, um eine gute Bresse" für die Amerikafahrt des Prinzen Heinrich zu schaffen; ist doch fogar der Direktor des Wolfffchen Telegraphen- Bureaus beauftragt worden, an oder Steise teilzunehmen, damit er nach dem Muster der Walderseeaschen Triumphfahrt im Sommer 1900 für die nötige Begeisterung ader Stimmungstelegramine sorge.
"
-
Bei Beratung des Kultusbudgets in der französischen Kammer brachte der socialistische Abg. Breton einen Antrag ein, die Regierung zu ersuchen, die Trennung von Kirche und Staat vorzubereiten. Wenn die abgehende Kammer auch nicht mehr das Gesetz durchführen könne, so solle sie doch wenigstens einen principiellen Beschluß annehmen und der kommenden Legislaturperiode denselben als Erbe hinterlassen. Der Antrag wurde mit 386 gegen 172 Stimmen ab Auch der Antrag des socialistischen Abg. Dejeante, in gelehnt. welchem die Regierung ersucht wurde, die Priesterseminare nicht mehr unentgeltlich von staatswegen herzugeben, wurde mit 319 gegen 205 Stimmen abgelehnt. Im weiteren Verlauf der Debatte werden die minimalen Lehrer- und Lehrerinnengehälter fritisiert und eine Aufbefferung derselben verlangt.-
Ein focialistisches Telegramm an den König. Von der Bersammlung, die am Sonntag in Charleroi zu Gunsten der Einführung des einfachen gleichen Wahlrechts stattfand, und an der gegen 15 000 Personen teilnahmen, wurde die Absendung eines Telegramms an den König beschlossen. Es lautete:
An Se. Majestät Leopold II ., König der Belgier. 15 000 Broletarier, die im Maison du Peuple zu Charleroi vereinigt find, fordern die politische Gleichheit aller Bürger und hoffen, daß Se. Majestät Leopold II . die Stimme des belgischen Voltes, welches das allgemeine, einfache und gleiche Wahlrecht verlangt, hört." Die Annahme dieses Telegramms geschah unter den Rufen:„ Hoch die Republit!" Es sollte nicht etwa ein Ergebenheits- Telegramm sein, fondern, wie der Antragsteller, der Genosse Pasteur, ausführte, bes deutete das Telegramm eine Mahnung an den König, den Wünschen des Volkes sich nicht zu widersetzen. Afien.
Ans
Für diese Breßbearbeitung ist ein Telegramm charakteristisch, das Verschleppung der Mandschurei Verhandlungen. ein Herr Robert Warner dem New York Journal and American" Petersburg wird der Frankf. 8tg." berichtet: Der Tod des hiesigen fendet: Berlin , 6. Februar. Geheimrat Dr. Hamman rief mich chinesischen Gesandten Juan Juan dürfte eine weitere Stockung in spät heute nachmittag per Telephon nach dem Auswärtigen den Verhandlungen zwischen China und Rußland über die mandschu Amte, um mir als Bertreter des Reichskanzlers v. Bülow zul rische Frage zur Folge haben. Der Tod des Gesandten kommt der erklären: Ich bin offiziell beauftragt, dem Journal I chinesischen Regierung, wie man hier meint, sehr gelegen, da bis zur