Radfahrer den Weg der Feuerwehr.
mußten die Fahrzeuge stoppen, wobei nicht verhindert werden konnte, daß eine Dampfiprize mit dem Straßenbahnwagen zusammenstieß und ein Radfahrer auf den Bürgersteig flog. Der Arbeiter wurde unter dem Wagen hervorgeholt und nach der Unfallstation in der Eichendorffstraße gebracht.
an
And verlegtem Ehrgefühl in den Tod gegangen ist der 48 Jahre alte Gürtler Emit B. vom Kottbuser Ufer. B., der in guten Verhältnissen lebte, war seit Anfang dieses Jahres brustleidend und arbeitsunfähig, geriet aber in den Verdacht, daß er nicht arbeiten wolle. Diese Kränkung wollte er nicht überleben. Gestern mittag ging er von Hause weg, aber nicht, wie er angab, um frische Luft zu schöpfen, sondern um sich im Tiergarten zu vergiften. Eine Schutzmannspatrouille fand ihn in der Nähe der Löwenbrücke und brachte ihn in ein Krankenhaus. Hier starb er nach ganz kurzer Zeit. In einer Aufzeichnung, die er hinterließ. beklagte sich der Unglückliche, daß er für faul gehalten werde, weil er nicht arbeite, während er frant sei. Frau und Kinder möchten ihm vergeben. me
bereits zwei der Räuber, den 25 Jahre alten Arbeiter Casprid und fahren, und da gleichzeitig derfelbe Unternehmer für die Stanislaus Givitt spricht zunächst deutsch, sehr bald muß aber auch den 30jährigen Bäcker Conrad, beide im Hause Auguftftr. 50 wohn- Betonarbeiten solchen zu liefern hatte, auch für lettere Swede zum bei diesem der Dolmetscher helfend eingreifen. Diefer Knabe be haft, verhaftet. Teil verwandt. Nunmehr macht der Unternehmer der Bauleitung tundet: Er habe einmal in der Rechenstunde ungenügende Antwort Ein merkwürdiger Straßenunfall ereignete sich am Dienstag und vorschriftsmäßig auf die Filter gebracht werden möge, dafür Geficht geschlagen worden, so daß ihm die Nase blutete. Aisbaun den Vorschlag, daß der auf der Baustelle befindliche Sand gewaschen gegeben, deshalb sei er von dem Lehrer Kühn mit der Faust ine abend. Von der elektrischen Straßenbahn wurde vor dem Haufe folle pro Stubikmeter 5 M. berechnet werden. Das heißt, der mit habe ihn der Lehrer mit dem Kopf an die Schiefertafel gestoßen. Gartenstr. 153 der Arbeiter Schmidt überfahren und anscheinend 7 M. angebotene Sand stellt sich auf 12 M. Ist das nicht unschiver verletzt. Trotz dieſer ber Trotz diefer von den Kindern bekundeten haarsträubenden Da er nicht gleich befreit werden konnte, wurden lauterer Wettbewerb. durch den Feuermelder zwei Züge der Feuerwehr alarmiert. Ats Wenn mum hier die Unverfrorenheit auch Büchtigungen fam der Gerichtshof zu dem Ergebnis, daß Kühn das diese in schnellstem Gang an der Unfallstätte erschienen, freuzten zwei pure Ablehnung erfuhr, ein netter Beitrag zum Mindestgebot" Büchtigungsrecht nicht überschritten habe. Die Frei sprechung des Gemeindevorstehers erfolgte, weil er in WahrUm fie nicht zu überfahren, bleibt sie doch. Jahres gab der Gemeindeſchöffe Bechard der Befürchtung Ausdruck, Bartsch in die Bekundung abgab, daß der Lehrer Kühn die Kinder Armenhaus- Zustände in Friedrichsfelde . Im Herbst vorigen nehmung berechtigter Interessen gehandelt habe. Bemerkt sei noch, daß der Kreis- Schulinspektor Kempfdaß luxuriöse Wohnungen im neuen Anbau zum Armenhause eingerichtet werden könnten. Wie wenig von Lurus die Rede sein kann, nur in unerheblicher Weise gezüchtigt habe. zeigen folgende Thatsachen. In einer im oberen Stockwerk des alten Eine nette Pflanze. Die phantastischen Märchen eines ver" Bei der Arbeit" erwischt wurde in der letzten Nacht ein Armenhauses belegenen Räumlichkeit, welche aus Stube und Küche schwundenen Mädchens" beschäftigten gestern die erste StrafBei der Arbeit" erwischt wurde in der letzten Nacht ein besteht, hausen sieben erwachsene Personen, nämlich fünf Männer lammer des Landgerichts in einer gegen den Bügler August Doliva Goldwaren- Dieb Ostar Günther, ein mehrfach vorbestrafter Mensch. im Alter von 56 bis 81 Jahren und zwei weibliche Personen, die gerichteten Anflage wegen Sittlichkeitsverbrechens. Im Frühjahr der an der Spitze einer Einbrecherbande stand. Mit drei Selfers- Frau des einen der Infaffen und seine 16 jährige Tochter, welche in vorigen Jahres verschwand das 11 jährige Schulmädchen Frida helfern fuhr er auf dem legten Straßenbahn- Wagen nach der ber Fabrik arbeitet. Die Stube ist 4 meter lang, ebenso breit liegner aus der Ballisadenstraße. Alle Nachforschungen nach Steinidendorferstraße und stieg in der Nähe des Hauses Nr. 10 ab. tb 2,63 Meter hoch, die Küche ist 2,15 Meter breit und dem Mädchen blieben erfolglos, und es tauchte schließlich das Gerücht Nachdem sie sich nach allen Seiten umgesehen hatten, hoben 41/2 Meter lang. die Spizbuben der Uhren- und Goldwaren Handlung teine Feuerung liefert, Geheizt wird nicht, da die Gemeinde auf, daß das Mädchen erschlagen und dann in einer Laubendie Wände von Frant die Rolllade in die Höhe und zertrümmerten Stälte und schlechten Lüftung mit Schimmel bedeckt. find infolge der kolonie in der Petersburger Straße bergraben worden sei. Das GeIn der rücht verdichtete sich so, daß die Polizei feiner Zeit auf dem Gebiet der behutsam eine Scheibe. Während drei Mann draußen blieben, um Küche, die den Zugang zur Stube bildet, schlafen die beiden Frauen. Laubenkolonie Nachgrabungen anstellen ließ, die aber auch erfolglos aufzupassen, stieg Günther ein, um die wertvollsten Sachen aus Ein altes Ehepaar, welches das Armenhaus bewohnt, ist Ende blieben. Das Mädchen blieb fast acht Monate verschwunden, bis im zusuchen und herauszureichen. Ein Schußmann, den die Einbrecher nicht gesehen hatten, beobachtete von einer dem Hause gegenüber August vorigen Jahres ermittiert worden. Die Gemeinde hatte sich Dezember die Eltern von ihrem Dasein Kunde erhielten. Das liegenden Bedürfnisanstalt aus das Treiben der Einbrecher, fam geweigert, zur Miete einen Zuschuß zu geben, und so tam es, daß Mädchen befand sich unter dem Namen Else Hofmann bei einem das bißchen Mobiliar brei Tage lang auf der Straße lag, bis es in Einwohner von Müncheberg in Waisenpflege. Die dortige Bolizei dann aus seinem Versteck hervor, stieg ebenfalls in den Laden ein einem Stall untergebracht wurde. Am 1. Oktober erhielten die alten hatte durch eine Aeußerung des Mädchens, daß es aus der Pallisadenund nahm Günther fest, während seine Helfershelfer entflohen und Leute das oben beschriebene Quartier in Armenhause. Eine aus straße in Berlin stamme, den Verdacht geschöpft, daß das Kind mit von einem Wächter und einem andren Schuhmann nicht wieder ein- elf Köpfen bestehende Familie, welche das Armenhaus schon früher der verschwundenen Frida Fliegner identisch sei. Als der herbeigeholt werden konnten. Günther, das Haupt der Bande, hatte bereits bewohnte, war aus diesem Asyl entfernt worden, und der Vater der citierte Bater diesen Verdacht noch bestätigte und sein Kind in die eine sorgfältige Auswahl getroffen, als der Beamte ihn am Kragen Familie hatte eine Anklage zu bestehen, weil er kein Obdach für sich Arme schließen wollte, wurde das Mädchen dreift und erklärte fatenahm und auf die Wache brachte. und die Seinen beschafft haben sollte. Er mußte aber freigesprochen gorisch: Ich kenne Sie wohl, Sie sind Herr Fliegner aus der Pallisadenwerden, weil er nachweisen konnte, daß niemand am Ort ihm eine straße, Sie find aber nicht mein Vater!" Es bedurfte erst stundenWohmung vermieten wollte. Hierauf mußte die Familie wieder im langer Ueberredung, um das Mädchen zu bewegen, die Komödie Armenhause aufgenommen werden. aufzugeben und dem Vater nach Berlin zu folgen. Hier wurde sie ins Gebet genommen und gab über ihren Verbleib folgende Aus Zehlendorf berichtet man uns: Die Gemeindevertretung Münchhauseniade zum besten: Am 13. Mai sei sie aus Furcht vor von Behlendorf hatte voriges Jahr beschlossen, die neue höhere Strafe wegen einer von ihr begangenen kleinen Unterschlagung in Töchterschule füdlich der Wannseebahn zu erbauen. Schwere Höhe von 2 M. aus der elterlichen Wohnung weggeblieben und habe Stämpfe waren diesem Beschluß vorausgegangen. Jetzt wird bekannt, fich planlos in den Straßen umbergetrieben. Da habe sich ein unbekannter daß die Partei, die für den Bau nördlich der Bahn eingetreten war, Mann zu ihr gesellt und habe sie zu einer Frau in der zwar neben dem Elettricitätswert, gekauft werde. Man will an diefer Dann sei sie vorübergehend nach dem Waisenhause gebracht worden. es durchsetzen will, daß doch ein Grundstück an der Nordseite, und Röpniderstraße gebracht, wo sie über vier Monate geblieben fei. Stelle die Schule errichten, um fünftigen Scherereien mit Eigentümern, Eines Tages habe sie derselbe Mann auf der Straße aufgegriffen die sich durch das Wert in der Nachtruhe gestört fühlen könnten, aus dem und abermals zu der Frau gebracht, sie wäre dann von beiden mit Die Abgehärteten. Wenn ein Schuljunge die alten Griechen Wege zu gehen. Ob dies Motiv wirklich das allein maßgebende war? auf die Neise genommen worden und habe in einem Schaunadt abgebildet steht, so wird er von Neid und Wonne zugleich er- Dadurch, daß die Angelegenheit vorige Woche in nichtöffentlicher spieler- Wohnwagen die Tour einer Schauspielergesellschaft füllt. Er erwägt, wie schön es ist, wenn man niemals wegen zer- Sigung von der Gemeindevertretung behandelt wurde, ist allerhand durch die Provinz mitgemacht. Als sie eines Tages kurz vor riffener Hosen geprügelt werden kann und auch des Morgens sich Vermutungen Nahrung gegeben. Müncheberg sich bon dem Wagen etwas entfernt gehabt nicht erst anzuziehen braucht. Man kann da eine Viertelstunde Der Gemeinde Etat balanciert mit 626 612 M.; es ist habe, sei dieser bei ihrer Rückkehr verschwunden gewesen und länger schlafen. Nur im Winter wird die Sache mulmig. Wenn es gegen das Vorjahr eine Erhöhung um 254 922 M. eingetreten. Sie habe mu bielflos allein dagestanden. Schließlich sei sie von der friert und schneit, giebt ein jeder der unästhetischen Tracht von heute während für das Gymnafium 150 000 m., für die Töchterschule Bolizei aufgegriffen und, da sie erklärte, elternlos zu sein, durch die den Vorzug und bewundert mur scheu den alten Sokrates, der 50 000 M. angesetzt sind, fungiert das Armenhaus nicht im Waisenverwaltung dem Pfleger in Müncheberg überwiesen worden. ohne Winterüberzieher und barfuß den Schnee vor seiner Thür fort- Etat, obgleich ein Gemeindevertreter das jetzige Gebäude als ein Die Polizei machte nun alle Anstrengungen, um die angeblich in der geschippt haben soll. Die verweichlichten Kinder des 20. Jahr für die Gemeinde unwürdiges bezeichnet hat. Die erhöhten Aus- Köpeniderstraße wohnende Frauensperson. die offenbar eine hunderts aber auch im Winter an die griechische Radiheit zu ge- gaben sollen durch eine Anleihe in Höhe von 200 000 m. gedeckt Supplerin sein mußte, zu ermitteln. Das Mädchen hatte ein wöhnen, hat sich der Deutsche Verein für intelligente werden. ganz bestinumtes Haus angegeben, in welchem die Frau hinten auf Leibeszucht zum Ziel gesetzt. Im letzten Sommer haben wir Als sie aber dorthin mehrfach auf das Licht- und Luft- Sportbad am Kurfürsten- männlichen Haushaltungsvorständen Schönebergs nur eine geführt wurde, ergab sich Das Millionendorf. Während noch vor drei Jahren von den dem Hof drei Treppen wohnen sollte. die völlige Haltlosigkeit dieser damm hingewiesen, wo der männliche Mensch in reiner Nacktheit, Person als Summe aller direkten Steuer mehr als 20 000 m. zahlte, Behauptung. Das Mädchen änderte danu feine Angaben nur der lieben Polizei zuliebe mit einem Schurz angethan, sich haben jezt zwei Personen einen solchen Steuerbetrag zu entrichten, und behauptete, daß das betreffende Haus einer Feuerwache stählender lebungen hingab. Eine Kerntruppe jener Männer hat und zwar die eine Person als höchsten Betrag etwas über 42 000 m. gegenüber gelegen sei, aber auch nach dieser Richtung hin blieben aber auch dem Winter Trotz geboten. Am Sonntag saben wir im und die andre Person als zweithöchsten Betrag etwas mehr als alle Recherchen ohne jegliches Ergebnis. Daß ein elfjähriges Berliner Sportbad eine gar nicht einmal kleine Gesellschaft, bom 27 000 m. In beiden Fällen sind die Steuerzahler Gutsbesitzer. 15 000 Mädchen, welches monatelang in einer Wohnung sich aufgehalten zehnjährigen Knaben bis zum ſtattlichen Vierziger sich bei einigen bis 20 000 M. Steuer zahlen zwei Personen( Gutsbesitzer) und 10000 bis haben wollte, das betreffende Haus nicht wieder finden sollte, war Grad Kälte nacend tummeln. Man turnte, lief und sprang im 15 000 M. vier Perfonen( ein Rittergutsbesizer, ein Gutsbefizer, schon au sich undenkbar. Weitere Nachforschungen ergaben dam, Freien umber, ohne im mindesten sich vor Schnupfen und Jufluenza ein Arzt und ein Rentier); 8000 bis 9000 M. zahlen drei Personen daß das Mädchen die ganze phantastische Geschichte von dem zu fürchten, und ein ganz besonderes Bergnügen war es für manche,( ein Geh. Kanzleirat und zwei Kaufleute), 6000 bis 7000 M. ein Aufenthalt in der Köpenickerstraße und seinem abenteuerben nackten Körper unausgesetzt im Schnee zu wälzen. Andre übten Maurermeister. Mit 5000 bis 6000 M. find drei Personen vor- lichen Buge im im Wohnwagen der Schauspielertruppe frei sich in Athletenkünften oder führten Ringkämpfe auf. Groß war die handen( ein Landgerichtsrat, ein Kaufmann und ein Braumeister), et funden hatte. Thatsächlich hatte fich das Mädchen aus Furcht vor Freude aber, als ein Photograph herangerückt tam, um für eine während ein Betrag von 4000 bis 5000 m. von sieben Personen Strafe aus dem elterlichen Hause entfernt, hat es verstanden, viele hiefige Zeitung Gruppenbilder der Wetterfesten aufzunehmen. entrichtet wird( von einem Brauereidirektor, zwei Staufleuten, einem Tage sein Leben im Bagabondieren zu fristen, ist dann aufgegriffen Ein andrer Umstand erfüllte die Abgehärteten noch mit Stentier, einem Schriftgießereibefizer, einem Zimmermeister und und der Waisenverwaltung zugeführt und als angeblich elternlose Stolz. Ein Athleten Verein hatte sein Erscheinen zugesagt, einem Civilingenieur). Im Ganzen zahlen also 22 männliche Ber - Else Hofmann dem Pflegevater überwiesen worden. Man nahm sie war aber nicht gekommen. Natürlich ivar es nach allgemeinem Urteil die Furcht vor dem Schnupfen, welche das fonen mehr als 4000 M. Steuern; vor drei Jahren waren nur neun nun energisch ins Verhör, ob sich während der Zeit ihrer Bagabondage jemand an ihr vergangen habe und da rückte sie denn Riefengeschlecht abgehalten hat, sich mit den Mitgliedern des Vereins folcher Steuerzahler vorhanden. mit der Beschuldigung heraus, daß noch vor ihrer Entfernung aus für intelligente Leibeszucht zu messen. Und dann kam noch ein dem elterlichen Hause der Angeklagte, bei dem fie öfter fleine Drittes hinzu, dessen die meisten der Abgehärteten sich rühmten. Bestellungen auszurichten hatte, ihr wiederholt Gewalt angethan Sie verkündeten, daß sie Vegetarier feien; was lag da näher, als habe. Sie blieb auf eindringliches Borhalten unentivegt bei diefer die Schlußfolgerung, daß der Abschen vor Tierleichen wesentlich zur Beschuldigung, die dadurch eine gewisse Verstärkung erhielt, daß der Stählung des Menschen gegen Winterkälte beiträgt! Angellagte einmal so leichtsinnig gewefen ist, das Kind auf seine Bitten zu begleiten, als es sich eine Buppe faufen wollte. Der Angeklagte wurde am 20. Dezember in Haft genommen und feine Chancen standen im gestrigen Termin ziemlich schlecht, da die Lehrer der fleinen Belastungszeugin diefer ein glänzendes und fie als ein ungewöhnlich begabtes Beugnis gaben Mädchen, das sich nie als verlogen gezeigt habe, schilderten. Schließlich gelang es dem Vorfizenden Landgerichts- Direttor Lackmann durch ernftes, väterliches Einreden auf das Mädchen die Situation zu klären, nachdem Rechtsanwalt Dr. Schöps schon erhebliche Widersprüche in den Aussagen des Mädchens festgestellt hatte. Es ergab sich, daß das Mädchen auch diese Beschuldigung ihrer lebhaften Phantasie entnommen hatte. Der Staatsanwalt be antragte die Freisprechung, Rechtsanwalt Dr. Schöps hielt es für geboten, bei der ganzen Sachlage auch die Koften des Verteidigers ber Staatskasse zur Last zu legen. Der Gerichtshof vermochte nicht fo weit zu geben, da fich der Angeklagte immerhin in einen gewissen Berdacht selbst gebracht hatte; er sprach ihn aber frei und ordnete feine fofortige Haftenilaffung an. 600
Gerichts- Beifung.
Wie Polen germanifiert wird. Bereits gestern haben wir mitgeteilt, daß in dem polnischen Schulprozeß der der Beleidigung des Lehrers Kühn angeklagte Gemeindevorsteher Osmina aus Djrzanowo freigesprochen. Aus der Verhandlung wollen wir einige Einzelheiten hervorheben:
Nachtleben in der Friedrichstraße. In die Damenkneipe Friedrichstraße 35 tamen gestern morgen gegen 1/28 Uhr drei gut gekleidete Herren. Nachdem einige Glas Bier geleert waren, begann Sie kleine Gesellschaft Karten zu spielen. Das Spiel währte nicht Er- der Lehrer- habe anfänglich einen sehr schweren Stand gehabt Lange. Zwei der Herren gerieten mit dem dritten in Streit, und und sei genötigt gewesen, törperliche Züchtigungen vorzunehmen. Er beehe es das Bersonal verhüten tonute, war es zu Thätlichkeiten ge- fie auch einen fingerdicken Stock. Er habe wohl auch einige Male Kinder lommen. Die eine Partei faßte den dritten an, warf ihn zu Boden auf die Nase geschlagen, so daß diese blutete, das Büchtigungsrecht und schlug mit Biergläsern auf ihn los. Die Angreifer hieben, habe er aber niemals überschritten. Er erinnere fich nicht, mit dem nachdem schon die Gläser gebrochen waren, mit den Scherben den Stock oder mit der Faust die Kinder auf den Kopf geschlagen zu Wehrlosen auf den Kopf und in das Gesicht, bis er endlich blut- haben, auch nicht, daß er dieselben an die Schiefertafel oder an die überströmt und mit furchtbaren Verlegungen besät aus den Händen Wand gestoßen habe. Seit dem 1. April 1901 jei er der einzige der sich wie wahnsinnig Gebärdenden befreit werden konnte. Der Lehrer in Dirzanowo und habe 167 Kinder zu unter Schwerverletzte, ein Droguenhändler aus der Chauffeestraße, wurde richten. Er hatte sich derartig in seinem Amte angestrengt, daß nach der Unfallstation I in der Wilhelmstraße gebracht, wo der er schwer erkrankte und fich einer Operation unterziehen mußte. dirigierende Arzt mit dem Verbinden der teilweise sehr gefährlichen
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Vert.: Ist es richtig, daß Sie behauptet haben, der Angeklagte habe Sie bloß verdrängen wollen, weil er ein fanatischer Bole ift Wunden zwei Stunden zu thun hatte. und Sie als Deutscher der polnischen Propaganda entgegengetreten Die volkstümliche Kunstausstellung im Gewerkschafts - find. 8euge: Davon ist mir nichts bekannt. Bert.: Sie hause wird am Freitag, den 28. Februar, geschlossen. Am haben dies aber bei Ihrer Bernehmung in Labischin zu Protokoll Donnerstag, den 27., und Freitag, den 28. Februar, finden noch gegeben, Vorf.: Das ist richtig. Beuge: Es ist mir aller- Der Meineidsprozeß gegen den früheren Bankier und Hans Borträge verbunden mit Führungen statt, zu denen Eintrittskarten Sings erinnerlich, daß mir so etwas mitgeteilt worden ist. befizer Eduard Mertens in Potsdam hat vor dem dortigen a 20 f. im Cigarrengeschäft von Horsch, Engel- Ufer 15, zu haben ext.: Aber irgend eine Unterlage haben Sie dafür nicht.- Schwurgericht jetzt stattgefunden. Der Vorsitzende fuchte durch find. Die Vorträge beginnen Puntt 9 Uhr abends und dauern bis 8 euge: Nein. Fragen an den Angeklagten zunächst festzustellen, wie es mit dessen gegen 101 Uhr. Danach wird die elfjährige Michaleta, ein feines schwächliches angeblicher Gedächtnisfchwäche beichaffen fei. Mertens gab min Feuerbericht. Eine reiche Brandchronik weisen die letzten Mäbchen, als Zeugin in den Saal geführt. Diese bekundet durch an, daß er den Tag seiner Geburt nicht mehr genau wisse. Er sei aber im 24 Stunden auf. Mittwochfrüh 1 Uhr wurde die Wehr nach der Bernittelung des Dolmetschers: Sie habe einmal nicht gut rechnen Juni 1841 geboren. Borbestraft wurde er wegen Pfandbruchs, Bedrohung, Jegt wird er beschuldigt, am Sönigstr. 47 gerufen, wo in dem Cigarrengeschäft von W. Arudt auf können; da habe sie der Lehrer Kühn 12 mal mit der Faust Diebstahls, Urkundenfälschung usw. noch nicht ermittelte Weise Feuer ausgebrochen war. Es gelang ins Gesicht geschlagen, fo daß Tie heftig geblutet 21. September v. J. einen Offenbarungseid wissentlich falsch geleistet indes die Flammen mit einem Rohre in furzer Zeit zu ersticken. ab e. Alsdann habe er sie von hinten am Kopf gefaßt und sie in zu haben. Außerdem soll er es im Dezember versucht haben, die Sturz vorher brannten in der Naupachstr. 1 in einer Gastwirtschaft so heftiger Weise gegen die Schiefertafel gestoßen, daß Bitive des Botenmeisters Linnarz in Botsdam zum Weineid zu der Ab. eine Holzwand und Vorhänge. Dienstagabend erfolgte ein Alarm fie beftige Kopfschmerzen hatte und zwei Tage lang zu Bett liegen berleiten. Am 28. September, also wenige Tage nach der Ab Teistung des Offenbarungseides, zahlte er in einem Zwangs von dem Kaufhaus Spittelmarkt. Hier hatten in der im ersten mußte. Die zwölfjährige Bonislawa Rucinsta bestätigt bollinbalt- bersteigerungs- Termin Mertens 1000 M. Binsen, indem Stod untergebrachten Damenmäntelfabrik von S. Bernhard, Koneine von ihm früher nicht angegebene Attie verkaufte. fettionswaren Feuer gefangen, deffen Ablöschung aber auch bald lich die Aussagen ihrer Mitschülerin. der Witwe Linnarz geliehen haben, erfolgen konnte, so daß der verursachte Schaden nicht erheblich ist. Sie habe einmal nicht rechnen können; da habe sie der Behrer Kühn mit Die elfjährige Josepha Sitaret befundet mittels Dolmetschers: Diese wollte die er wiederholt bestürmte, feine Behauptung 81 be= In der Urbanstr. 36 mußte vormittags 7 1hr ein Brand abgelöscht bet geballten Faust, auf der ein dider Ring war, tätigen. Zwei Aerzte erklärten Mertens für einen geschieten werden, der den Fußboden und die Baltenlage ergriffen hatte. Dienstagabend gingen in der Gartenstraße 45 beftig auf den Kopf geschlagen und fie mehrfach ge- Simulanten, der das vergeffe, was ihm nicht passe. Die Gee Sleidungsstücke und Möbel in Flammen auf, während in der hrfeigt. Alsdann habe Lehrer Kühn ihr die Schiefer- fchworenen erachteten Mertens des fahrlässigen Meineids und der Fehrbellinerstr. 38 Holz und Lumpen Feuer gefangen hatten. Außer- tafel derartig an den Kopf geschlagen, daß diefelbe in Stüde versuchten Berleitung zum Meineid für schuldig. Als Mertens ihren noch den Spruch hörte, schrie er laut auf. Der Staatsanwalt beantragte zwei dem waren noch Alarmierungen von der Blücherstr. 69 und Lange- zerbrach. Daraufhin zerbrach der Lehrer auch Schiefergriffel. Sie habe geblutet und heftige Kopfschmerzen Jahre und 6 Monate Zuchthaus. Der Gerichtshof erkannte auf straße 88 zu verzeichnen. In beiden Fällen handelte es sich um fleinere Wohnungsbrände, die noch im Entstehen unterdrückt werden gehabt. Lehrer Kübn giebt auf Befragen des Vorsitzenden zu, daß 2 Jahre Zuchthaus. er, da er verheiratet sei, den Trauring trage, die von dem Kinde bekundete Mißhandlung sei aber jedenfalls sehr übertrieben. Die 14 jährige Wanda Bastiewicz befundet ebenfalls mittels Dolmetscher: Lehrer Kühn habe sie, da fie im Geschichtsunterricht Wrefcheuer Schulprozeß vor der 2. Straffammer des Landgerichts Eine Submiffionsblüte. Man schreibt uns aus Lichten nicht zu antworten wußte, heftig mit dem Stock auf die Hand und zu Gnefen. Verlag Dziennit Bosnanski, Bofen. 170 Seiten. Die Arbeiterschaft und die Alkoholfrage. Ein Vortrag von Otto berg: Zum Eriveiterungsbau des Wasserwerks Lichtenberg wurde mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Sie habe der der Bedarf von Filterfand ausgeschrieben. Die Angebote fchwanften artig geblutet, daß sie sich auf Befehl des Lehrers das Lang. Mit einem Nachwort von Dr. B. Adler. 10 Heller. Wien . Bolls: zwischen 12,30 und 7 M. per Stubikmeter. Dem Mindestfordernden, Blut einem Brunnen auf dem Schulhofe abwaschenbuchhandlung( Ignaz Brand). Was haben die Armen dem Christentum zu verdanken? Vou einem Unternehmer D. in Spandau , wurde in Spandau , wurde der Zuschlag mußte. Lehrer Rühn , der zwei Stöde besaß, habe diese, sobald Dr. Eugen Lofinsty. Preis 20 Pf. Berlin . Expedition der Buchhandlung Der 10jährige Borwärts. mit 7 M. erteilt. Der Sand wurde auf die Baustelle ge der Schulinipettor tam, berstedt. Verantwortlicher Redacteur: Carl Leid in Berlin Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin . Drud und Verlag von May Bading in Berlin
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Aus den Nachbarorten,
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Schriften- Eingang.