Einzelbild herunterladen
 

1

20 000 hektoliter überschreitet. Die Verteilung des über das mußte deshalb einen Redacteur entlaffen. Die Breßtommission hat Während z. B. in der Münchener Orts- Krankenkasse für das Bau­Kontingent hinaus zugebilligten Superkontingents wird im Ver- auch noch verschiedene andre Ersparnisse beschlossen und hegt die gewerbe die Zahl der Beschäftigten im Februar 1900 um 19,6 ab hältnis der zur Zeit bestehenden Kontingentmenge den am Kontingent Hoffnung, daß es auf diese Weise möglich sein werde, ohne Zuschuß nahm, stieg sie 1902 um 2,7 Broz.; in Stuttgart fiel sie im Vor­beteiligten Melaffebrennereien zugewiesen. Die Verteilung der zu auszukommen. Der Bericht, der die ernsteste Erwägung von Witteln jahre un 11,3, stieg dagegen in diesem Februar um 0,2 Proz. gebilligten Gesamterzeugungsziffer von 20 000 hektoliter reinen zur Besserung der ungünstigen Verhältnisse erfordert hätte, zeitigte Wenngleich man aus einem einmaligen günstigen Monatsbild feinen Alkohols für die nichtkontingentierten Melaffebrennereien er auch nur eine Aussprache über persönliche Dinge, und dann wurde leichtfertigen Schluß darauf ziehen darf, daß der Tiefstand der Krisis folgt wie bisher. Geheimrat Korenba erklärt, 15 M. Belastung der Parteitag geschlossen. überschritten sei, so wäre doch auch schon ein gewisser Stillstand für die Melassebrennereien seien allerdings nicht notwendig, auch nicht 10 M., aber 5 M. dürften angemessen sein. als Symptom der Entwickelung bemerkenswert und erfreulich. Abg. Lucke( B. d. 2.) schlägt 6 M. vor. So wird auch bein schlossen; ferner wird im Antrage Dietrich statt Holz und Torf" Bellstoff" und statt 1894" im Betriebsjahre 1894/95" gesezt und der so veränderte Antrag Dietrich angenommen.

Die nächste Sigung findet am Mittwoch, den 16. April, statt.

Der Boeren- Krieg.

Die Freilassung Lord Methuens

indes höchst wahrscheinlich.

ist eine Thatsache. Darüber, ob diese Freilassung des ver­wundeten Generals aus freiem Antriebe Delareys erfolgte oder ob nicht inzwischen geheime Abmachungen zwischen den Boeren und Lord Kitchener bezüglich eines Austausches Methuens gegen die Freilassung Cronjes oder Kruizingers getroffen worden sind, schwebt noch völliges Dunkel. Eine englische Revanche im angedeuteten Sinne scheint Die Meldung von der Freilassung Lord Methuens hat in London einen vorzüglichen Eindruck gemacht. In Regierung freifen wird angeblich versichert, die englische Regierung werde nunmehr entweder Cronje oder Kruizinger in Frei­heit segen. Man glaubt, daß Lord Methuen, so bald sein Gesundheitszustand es erlaubt, nach England zurückkehren wird. erklären Die Morgenblätter ziem lich einstimmig, daß Delarey sich durch die Freilassung Methuens als Edelmann gezeigt habe. Mehrere Blätter fragen, welche Haltung die englische Regierung angesichts dieser Großmütigkeit einschlagen werde. Die meisten Blätter sind der Ansicht, seitens Englands sei die beste Antwort die, eine andre Haltung gegenüber den Boerenführern ein­zunehmen. Daily News" sagt, die Regierung habe eine gute Gelegenheit, um die Verbannungsproflamation zurüd­zuziehen. Morning leader" erklärt, es gäbe drei Arten, fich dankbar zu erweisen; 1. die Boeren künftighin nicht mehr als Banditen zu behandeln; 2. den Ambulanzen freies Geleit zu geben und 3. Kruizinger nicht als Rebellen, sondern als Kriegsgefangenen zu behandeln.

"

"

-

Ein neues erfolgloses Keffeltreiben.

Die Abendblätter berichten aus Heilbron vom 12. d. M.: Am Sonntag wurde ein neues großes Treiben veranstaltet. Die britischen Linien dehnten sich von Frankfort auf dem rechten Flügel bis Lindley auf dem linken Flügel aus. Fünf verschiedene Kolonnen gingen in westlicher Richtung gegen 23olvehoek vor, zwei Offiziere nit einer Kavallerie- Abteilung operierten vor den Truppen und suchten das Rhenoster- Thal ab. Hierbei wurden nenn Boeren gefangen genommen, die sich in Höhlen versteckt hatten. Leider gelang es aber der Hauptmacht der Boeren unter Menz, zu entkommen. Die Boeren trieben wieder eine Herde wild gemachter Rinder gegen die Blockhaus Linie zwischen Heilbron und Wolvehoek und brachen in der ent­standenen Verwirring fast alle durch. Insgesamt wurden 50 Boeren gefangen genommen.

Socialdemokraten im Schulvorstande. Die Parteigenossen Socialdemokraten im Schulvorstande. Die Parteigenoffen Pinneberg erlangten bei der Wahl zum Schulkollegium zwei von den vier zu besetzenden Mandaten.

Für den Wahlkreis Rawitsch- Gostyn( Provinz Posen ) stellte eine Parteiversammlung in Rawitsch den Genossen Sremsky aus Bosen als Kandidaten zur nächsten Reichstagswahl auf. Der Streis tommt vorläufig für uns noch nicht ernstlich in Betracht, Polen und Konservative beherrschen ihn.

Polizeiliches, Gerichtliches usw.

Der Kampf gegen Arbeiterorganisationen.

Der Verband der Fabrikarbeiter 2c., der in Hannover seinen

Das öftreichische Zuckerkartell. Einer Mitteilung zufolge faßten Delegierte der Rohzuckerfabriken und Raffinerien in einer gestern abgehaltenen Sigung den Beschluß, ein neues Kartellüberein­kommen für die Dauer vom 1. November 1902 bis zum 31. Of­tober 1903 abzuschließen, jedoch mit der Maßgabe, dasselbe für den Fall der Ratifizierung der Brüsseler Konvention schon am 31. August 1903 endigen zu lassen. Ueber die Bedingungen des Kartells wurde unter Berücksichtigung der geänderten Sachlage eine Einigung erzielt.

Die schottische Großeinkaufs- Gesellschaft hat trop der Krise ihren Umjaz im letzten Halbjahr um 81 492 Pfd. Sterl. über den

Siz hat, wird seit 1898 zu einem Kampfe um seine Existenz seines Vorgängers gehoben. Nur drei von den Produktions­gezivungen. Dieser Kampf wird ihm von der Polizei in Hannover betrieben erlitten einen leichten Rückschlag, die anderen haben sich mit Hilfe des Vereinsgefeßes aufgezwungen. Der Verbandsvorstand dauernd gehoben. Für das ganze Jahre 1901 ist eine Umjay­soll der dortigen Polizei ein Verzeichnis aller seiner Verbandsmitglieder umsag 5 700 743 Pfd. Sterl. betrug, und im Jahre 1902 hofft man vermehrung von 237 112 Bfd. Sterl. zu verzeichnen, da der Gesamt­einreichen und ihr auch alle in dem Bestande der Gesamtorganisation die sechste Million voll zu machen. Die Produktion des Jahres in ganz Deutschland eintretenden Veränderungen anzeigen. Gleichzeitig belief sich auf 1/2 Mill. Pfd. Stert., wovon die Mühlen allein wird aber auch von Ortspolizeibehörden dasselbe Anfinnen an örtliche 427 040 Pfd. Sterl. darstellen. Die Zahl der Anteile hat um Verwaltungsstellen für deren Bezirk gestellt, so daß also doppelte 19 694 zugenommen und der Profit betrug 231 686 Pfd. Sterl. oder Listen einzureichen sind. Die Beschwerde dagegen wurde bekanntlich 14 Proz. des Wertes aller Anteile und Leihkapitalien. Die General­bis zum Ober- Verivaltungsgericht geführt und von diesem abgewiesen. versammlung bestimmte eine Reihe von Wohlfahrts- Ausgaben mit Jetzt erließ nun die Polizei sogar noch eine ausführliche An- zwischen 5 und 500 Pfd. Sterl. schwankenden Beträgen und gab den Direktoren Vollmacht, mit der englischen Genossenschaft gemeinsam ordnung über die Gestaltung der Anzeige, wonoch sie verlangt: eine oder mehrere Theeplantagen in Ceylon für 9600 Bfd. Stert. " Ein genaues Mitgliederverzeichnis bis zum 1. Oktober d. I. anzukaufen, ferner soll die Anlage zweier elektrischer Straftstationen, ( 1901. D. B.) einzureichen. Dasselbe muß Vor- und Zunamen, die eine in Shieldhall mit 6000 Pfd. Sterl. und die andre in Stand und Wohnung jedes Mitgliedes enthalten und ist so zu Enniskillen mit 1850 Pfd. Sterl., Kosten erworben werden. sammenzustellen, daß die einzelnen Zahlstellen alphabetisch ge= ordnet hintereinander, und bei jeder Zahlstelle, ebenfalls alphabetisch geordnet, die ihr zugehörigen Mitglieder auf­geführt sind.

Mitglieder, die teiner Zahlstelle angehören, find am Schlusse in alphabetischer Reihenfolge aufzuführen. Nach dem 1. Oktober dieses Jahres sind die im Laufe eines Monats eintretenden Veränderungen im Mitgliederbestande regel­mäßig bis zum 15. des folgenden Monats hierher anzuzeigen. Ferner gebe ich dem Vorstand hiermit auf, ein Verzeichnis der sämtlichen Zahlstellen unter Angabe des Domizils und der Namen der Vorsteher bezw. Bevollmächtigten binnen drei Wochen einzureichen.".

Um die praktische Bedeutung dieser Forderung zu ermessen, muß man sich vergegenwärtigen, daß der Verband an 335 Orten Deutsch­ lands 36 000 Mitglieder hat und daß er, was sich zum Teil aus der schwankenden Beschäftigungsweise seiner Mitglieder erklärt, einen sehr starken Ab- und Zugang hat, z. B. in den Jahren 1898 und 1899 38 000 Aufnahmen zu verzeichnen hatte.

Gewerkschaftliches.

Deutsches Reich .

fir

Der Verbandstag des Verbandes deutscher Gastwirts: gehilfen wird am 18. März und die folgenden Tage in Mainz ab­gehalten. Aus dem im Drud vorliegenden Rechenschaftsbericht ist ersichtlich, daß der Verband zwar langsame, aber stetige Fortschritte macht. Die Mitgliederzahl ist vom 1. Januar 1900 von 1387 auf 2046 gestiegen; der Bericht bemerkt dazu, daß wegen der ziemlich erheblichen Unterſtügungen, die der Verband leistet, die Streichung der im Rückstande befindlichen Mitglieder mit großer Strenge geübt werde. Bei der vor vier Jahren erfolgten Gründung des Verbandes waren aus den aufgelösten Lokalvereinen 915 Personen übergetreten. 76 213,72 M., der Kassenbestand beträgt 14 539,63 M. Die Aus­Der Kassenbericht balanciert mit einer Einnahme und Ausgabe von gaben verteilen sich u. a. auf folgende Posten: Kranten inter st üßung 7291,50 M.; Sterbe Unterstügung: 641,15 M.; Rechtsschus 1433,45 M. Sonstige Unterstügungen: Der Verband kam trotzdem der Forderung nach und reichte 544,90 m. Für das Fach organ wurden 9100 M., zwölf Pfund Listen ein. Die Liste war aber nicht vollständig Agitation 3619,86 M. ausgegeben; an Unterſtüßungen an andre und der Verbandsvorstand konnte sie beim besten Willen nicht Gewerkschaften bei Streits usw. gelangten 781,60 M. zur Veraus­vervollständigen; eine Anzahl Ortsvorstände in Bundesstaaten, wo gabung, außerdem an Beiträgen an Gewerkschaftskommission, Arbeiter­Besorgnisse infolge der Niederlage Methuens. solche vorfündflutliche Vorschriften nicht bestehen, hatten einfach kein iekretariate und Gewerkschaftskartelle 1176,90 m. Die Verwaltungskosten betrugen 16 092,19 M.- Die Zahl der Streits und der daran In hohen militärischen Kreisen Englands werden ernstliche Verzeichnis geschickt. Darauf Androhung einer Geldstrafe gegenüber beteiligten Personen ist begreiflicherweise mir eine sehr geringe Besorgnisse geäußert, die von den Boeren eroberten Geschütze dem Verbandsvorstand. Die Beschwerde wird vom Regierungs- gewesen, jedoch werden auch Kellnerstreits in den letzten Jahren würden die gegen dieselben wehrlosen Blockhäuser schwer präsidenten und vom Oberpräsidenten zurückgewiesen. Jetzt kommt immer häufiger, so daß der Verband auch an Streik und Maß­gefährden. die Sache abermals vor das Verwaltungsgericht. regelungs- Unterstützung bereits einige hundert Mark verausgabte. Maffeuaburteilungen von ,, Rebellen". Die Inhaltbarkeit unfrer vereinsrechtlichen Zustände wird durch Auf der Tagesordnung des Verbandstages steht u. a. auch die Ein­Daily Mail" berichtet aus Pietermaritzburg , daß die solche Anwendung recht deutlich gemacht. Gleichviel ob Bureau- führung der Arbeitslosen- Unterstüßung, ein Unters Specialgerichte, welche über die Fälle von Rebellion in tratismus oder politische Beweggründe die Anwendung verursachen: stigungszweig, der in diesem Berufe aber schwer durchzuführen sein Natal abzuurteilen haben, bereits 500 von 800 Angeklagten es ist einfach unmöglich, die heutige Entwicklung in eine Schablone im Gastwirtsgewerbe" verhandeln, um die Einbeziehung dieses Ge­dürfte. Ferner wird der Verbandstag über die Unfallversicherung verurteilt haben. Die übrigen 300 werden Kriegsgerichten zu pressen, die vor einem halben Jahrhundert gemacht worden ist. werbes unter das Unfallgesetz anzubahnen. überwiesen werden. Die Gesamtsumme der verhängten Strafen Das einzig Erfreuliche daran ist, daß es natürlich auch unmöglich beläuft sich auf über 50000 Pfd. Sterl. Sämtliche An= geklagten find ruiniert und werden von befreundeten ist, mit solchen Maßregeln den Fortschritt der Arbeiterbewegung auf Familien ernährt.

Feldmarschall Wolseley

zuhalten.

- Einen Gutsbesitzer soll die Erfurter Tribüne" beleidigt haben, indem sie kritische Bemerkungen über die Unterbringung pol­begiebt sich nach einer Londoner Meldung am 15. März in privater nischer Arbeiterinnen auf dessen Gut machte. Sie hatte von menschen Angelegenheit" nach dem Kap. umvürdiger Unterbringung geredet. Ein als Zeuge anwesender Maurernteister gab an, daß der einzige bewohnbare Raum in dem den 4 Arbeiterinnen zur Wohnung angewiesenen Häuschen vier Quadratmeter Fläche und 2,30 Meter Höhe habe.

Partei- Nachrichten.

Eine Niederlage haben unsre Genossen in Karlsruhe bei den Stadtverordneten- Wahlen erlitten, aber eine solche, die für die Zukunft das beste hoffen läßt. Auf die socialdemokratische Liste wurden 3299 reine Stimmen abgegeben, die Liste der vereinigten Gegner erhielt 3364 Stimmen.

Trozdem wurde der verantwortliche Rebatceur Genosse Hennig zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. Der als Chefredacteur mit an­geklagte Genosse Grunwald wurde freigesprochen.

Differenz, wenn man die Verhältnisse in solcher fleinen Reſidenz Aus Industrie und Handel.

-

größere Dimensionen angenommen, so daß zu den Steinarbeitern Der Ausstand der Steinarbeiter im Fichtelgebirge hat von Schwarzenbach a./S., die seit dem 10. Februar d. J. int hinzugekommen sind, da sich auch die dortigen Firmen weigerten, Ausstand sind, die Orte Minchberg und Berned am 10. März den alten Tarif weiter festzulegen. Ferner sind die Steinarbeiter von 2 unsiedel vor die Alternative gestellt, entweder den be­trächtlich reduzierten neuen Lohntarif anzuerkennen, oder sie fliegen auf das Pflaster. Die Zahl der Ausständigen würde denmach vor= aussichtlich) 300-400 Mann betragen. Mit welcher Unverfrorenheit die Unternehmer des Fichtelgebirges den Ausstand in Scene fezten, zeigt die Durchbrechung des alten Fichtelgebirge. Tarifes, der von den Unternehmern den Arbeitern bor bier Jahren aufgedrängt worden ist, und bis zum 1. März 1903 Gültigkeit hätte. Ab 1. März 1902 wird dieser Tarif von den Unter­nehmern einfach nicht weiter bezahlt, an dessen Stelle kommt ein nener, der( wie schon oben erwähnt) durchschnittlich beträchtlich Der Arbeitsmarkt im Monat Februar. reduziert ist, und wer dagegen Widerspruch erhebt, wird aufs Pflaster Während bisher jedem Versuche, die industrielle Lage als gejetzt. Fronisch entschuldigen die Unternehmer ihre Handlungsweise günstiger geworden hinzustellen, die Ziffern vom Arbeitsmarkt über mit Stonkurrenzunfähigkeit, obgleich die Fichtelgebirgs. Schmutz. die Zahl der beschäftigten und der beschäftigungslosen Hände mit fonkurrenz in der Denkmalsindustrie geradezu sprichwörtlich ist und unerbittlicher Gleichmäßigkeit gegenüberstanden, zeigen die Zusammen- hauptsächlich drückend auf die Lage der norddeutschen Steinarbeiter ſtellungen über den Monat Februar zum erstenmale seit Beginn der wirkt. Bemerkenswert ist ein Paffus in diesem neuen Tarif", nach Krisis eine leise Besserung. An den öffentlichen Arbeitsnachweisen des welchem die Arbeiter verpflichtet sind, bei gutem Geschäftsgang zwei Deutschen Reiches ist, soweit das Material der Berichtsstoffe der Ueberstunden zu machen, ohne Lohnzuschlag. Bisher wurde für Die Parteigenossen, die diesmal zielklar und ohne Rücksichten in Arbeitsmarkt- Korrespondenz" zur Verfügung steht, die Zahl der Ueberstunden 20 Proz. Zuschlag bezahlt. Das würde eine indirekte den Kampf gingen, waren von großer Begeisterung erfüllt. In den Arbeitsuchenden, die sich um 100 offene Stellen bewarben, von Berlängerung der Arbeitszeit, die bisher 10 Stunden täglich betrug, Stimmenzahlen und dem Abstimmungsverhältnis kommt es zum es besteht zwar 220,2 im Januar auf 208,3 im Februar zurückgegangen, das heißt bedeuten. Bedenkt man, daß die Fichtelgebirg- Unternehmer durch immerhin noch ein bedeutendes lleber- niedrigere Löhne im stande sind, die meisten Aufträge für sich Ausdruck, daß das Zeichen des reinlichen Kampfes um Arbeiter- angebot von Arbeitskräften( doppelt so viel Bewerber als heranzuziehen, so fan man zu dem Schluß kommen, daß dann interessen anfeuernd und aufmunternd auf die Proletarier einwirkt. offene Stellen!); es ist dies auch stärker als es im Februar nichts als Ueberstunden gemacht würden, und daß bei der Gesund­Roch nie ist eine so starke Wahlbeteiligung wie diesmal( 67 Broz.) vorigen Jahres war( 155,8). Aber immerhin ist es be= erzielt worden. Noch einige Jahre. solche Arbeit, dann sieht die merkenswert, daß die alljährlich als Vorbote des Frühlings schon noch reichere Ernte in den Reihen dieser Arbeiter halten würde; hat Barte in Starlsruhe siegreich aus eigner Straft da." Die Zeit der im Februar einsetzende Befferung in der Lage des Arbeitsmarktes fie doch in Gestalt niedriger Löhne einen vortrefflichen Bundes­Rompromifielei", so schreibt der Karlsruher Vollsfreund", liegt auch in diesem Jahre Platz fand, während bisher der Niedergang genossen. für die Karlsruher Socialdemokratie in der Vergangenheit". durch keinen Wechsel der Jahreszeit aufgehalten wurde. Noch Der Streik der Stuccateurgehilfen in Posen ist beendet.

bedenkt, wo das" patriotische" Motiv eine so große Rolle spielt. Das Resultat wird aber um so bedeutsamer, wenn man es mit dem Ergebnis der vorigen Wahl 1898 vergleicht. Da hatten wir mit den Demokraten zusammen 2500 Stimmen, während die damals getrennten Gegner zusammen etwa 3100 Stimmen auf ihre beiden Listen erhielten.

Diesmal blieben die Demokraten der Wahl gänzlich fern, trotzdem sticgen unsre Stimmen um 800, also fast um ein Drittel, die der Gegner stiegen nur um eine Kleinigkeit.

Zur Landtags- Ersatzwahl in Nürnberg hat jetzt eine am Mittwoch stattgefundene Wählerversammlung Stellung genommen, die nach einem Vortrage des Genossen Quard über Socialdemo­fratie und Gemeindepolitik niit allen gegen drei Stimmen den von den Wertrauensleuten vorgeschlagenen Genossen Merkel als

Kandidaten nominierte.

Bei den Stadtverordneten- Wahlen in Königsberg haben dentlicher geht eine Besserung aus den Mitgliederziffern der Kranken- Beide Teile haben vor der Einigungskammer des Gelverbegerichts sich unsre Parteigenossen am Donnerstag tapfer geschlagen. Jufolge tassen hervor. Im Februar des Vorjahres hatte eine beträchtliche Frieden beschlossen. Die Stuccateure errangen sich durch den Kampf Ungültigkeitserklärung waren zwei Nachwahlen vorzunehmen. Die Abnahme der Beschäftigten stattgefunden, die auf je 1000 Arbeiter nicht unbedeutende Zugeständnisse. Den vollen Sieg zu erringen Gegner standen geschlossen gegen uns. Trotzdem wurde in dem 16 Röpfe ausmachte. Dieses Jahr dagegen hat der Monat gaben sie auf, um durch eine längere Dauer des Streits nicht auch einen Bezirk unser Kandidat mit über 100 Stimmen Majorität ge- Februar überhaupt keine Abnahme, sondern vielmehr eine kleine Zu- noch andre Berufe in Mitleidenschaft zu ziehen. wählt, in dem andren Bezirk unterlagen wir; die Gegner hatten nahme der Beschäftigten um 6 aufs Tausend zu verzeichnen. Daraus eine Stimme mehr wie unser Kandidat. Unfre Partei verfügt nun ergiebt sich, daß die Arbeitslosigkeit eine weitere Zunahme nicht Konferenz des 21. Gaues des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes Die Frage der Arbeitslosen- Unterstützung war auf einer über fünf Sige im Stadtverordneten- Kollegium. erfahren hat. Die Besserung ist in der Hauptsache auf den( Vorort Nürnberg ), die diese Woche in Bayreuth stattfand, Gegens regeren Geschäftsgang in den Eisen- und Textilgewerben zurück- stand der Besprechung. Der Referent Dorn- Nürnberg führte alle Gewerbe übergriffen. Wenn die Belebung im Eijengewerbe noch sprechen. zuführen, deren günstige Wirkungen sofort auch auf andre Gründe ins Feld, die für Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung nicht start geinig war, um das Kontingent der beschäftigten Arbeiter Gründen gegen die Einführung aus, für sie war nur die Be­Die Gegner sprachen sich auch nicht aus principiellen Zertilgewerben fanden auch Neueinstellungen in erheblichem Umfange schlechten Löhnen in den kleinen Zahlstellen nicht geleistet werden u vermehren, so verhinderte sie doch weitere Entlassungen. In den fürchtung maßgebend, daß ein erhöhter Beitrag bei den statt. Dieser Besserung stehen allerdings auf der andren Seite die tönne; die Unterstüßungssäge seien ferner zu niedrig bemessen, und Die Parteigenoffen der Provinz Heffen hielten dieser Tage biasto dung und die Arbeiterentlassungen im in den kleinen Zahlstellen feien Arbeitslose nicht in demselben Maße ihren 12. Parteitag in Staffel ab. Es waren aus 39 Orten 61 Dele- Bergbau gegenüber. In allen Bergbau- Bezirken, vornehmlich vorhanden wie in den größeren. Bei der Abstimmung erklärten sich gierte anwesend. Die Verhandlungen, die sich nur mit dem Bericht aber in Rheinland- Westfalen , ist erst mit dem Monat 13 Delegierte für, 14 gegen die Einführung der Arbeitslofen- Unter­Der Agitationskommission und dem der Preßtommission beschäftigten, Februar die Krise auf dem Arbeitsmarkt zur vollen stügung, doch wurde den Delegierten zu dem am 4. Mai in Mainz boten im ganzen ein wenig erfreuliches Bild. Der Bericht der Entfaltung gekommen. Waren bisher Entlassungen nach stattfindenden Verbandstag kein gebundenes Mandat erteilt, sondern Agitationsfommiffion zeigt, daß die Kommiffion nur über geringe Möglichkeit vermieden und mur Feierschichten für die Beschäftigten ein- ihnen in dieser Frage die Freiheit der Entscheidung gelassen. Mittel verfügt und infolgedessen wenig leisten kann, so daß die gelegt worden, so trat mmmehr eine erhebliche Verminderung der Agitation ziemlich schwach war. Ir der Diskussion über den Bericht, Belegschaften ein. Diese ungünstige Gestaltung des Arbeitsmarktes wurden viel persönliche Dinge berührt, für Besserung der Verhält- im Bergbau hat die Wirkungen des besseren Geschäftsganges im Zum Diamantarbeiterstreit in Amsterdam wird gemeldet, nisse tam nichts dabei heraus. Beschlossen wurde nur, in diesem Eisen- und Textilgewerbe bis zu einem sehr hohen Grade ausge- hervorragende Persönlichkeiten seien zu einem Stomitee zusammen­Jahre den Agitationstalender allgemein zu verbreiten. Auch glichen. Das Baugewerbe war durch die fältere Witterung den getreten, um den Frieden in der Diamanten- Industrie wieder her­der Bericht der Preßkommission bot tein erfreuliches Bild von der größten Teil des Monats start beeinträchtigt, immerhin ist auch hier zustellen. Sie haben zu diesem Zwecke die Vereinigungen der Arbeit­Lage des Parteiblattes. Das Blatt steht finanziell sehr ungünstig, eine Besserung des Beschäftigungsgrades gegenüber dem Vorjahre geber und der Arbeitnehmer ersucht, ihnen schriftliche Aufklärungen es hat im vergangenen Jahre eine Unterbilanz von 1453 M. und aus den Ziffern der Krankenkassen Statistik unverkennbar. über die verschiedenen Streitfragen zugehen zu lassen. Auf Antrag

Ansland.