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Nr. 92. 19. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Wirtschaftlicher Wochenbericht.

Sonntag, 20. April 1902.

seien nur selten vorgekommen. Von der Einsicht der Bergarbeiter haltung der Sonn- und Feiertage zu beeinträchtigen". Diese Vor­sei zu hoffen, daß ihre augenblickliche, unter Ausmußung schrift hat den Gerichten viel Arbeit verursacht. Das Kamme ra der wirtschaftlichen Gesamtlage mehr oder weniger künstlich gericht hat das Tragen eines Gewehrs, das Schießen mit Berlin , den 18. April 1902. gesteigerte Erregung alsbald wieder einer ruhigeren Beurteilung der einem solchen für feine solche die Verfrommung störende Arbeit" Aprilwetter! Meist falt und trübe, naßfalte zu pessimistischen Lage weichen werde. erachtet. Hingegen hat es geschwankt bei der Beantwortung der Betrachtungen stimmende Witterung, hin und wieder Regenschauer Eine allerliebste Breßleistung, um welche die Kölnische 3tg." Frage:" Jit das Tragen von Kalendern, Flugblättern u. dergl. eine und nur vereinzelt ein durch das dunkle Gewölk hervorbrechender zu beneiden das anerkannte Rechenblatt, die Rhein.- Westf. 3tg.", die äußere Heilighaltung störende Arbeit?" Das Kammergericht hat lachender Sonnenstrahl. Der Witterungsbericht gilt auch von der Börse. alle Ursache hat. Erst provoziert man durch Lohnabzüge und alle diefe Frage nicht ebenso grundsäglich wie die Arbeit des Gewehr­Durchweg frostige Zurückhaltung, derselbe Mangel an Unternehmungsluft, möglichen Chikanerien die Arbeiter, dann beschuldigt man ihre Vertragens und Schießens mit einem Gewehr verneint, aber doch in der in der voraufgegangenen Berichtswoche die Börse beherrschte. bände der Aufreizung, und schließlich appelliert man mit gönner- den Fällen auf Freisprechung erkannt oder die Freisprechung nahe Nur vorübergehend bricht, zu optimistischerer Auffassung anregend, haftem Wohlwollen an die bessere Einsicht der Arbeiter und empfiehlt gelegt, in denen die Pakete ohne eine gewisse Anstrengung der Kräfte in der Gestalt günstigerer Londoner Nachrichten über den Stand der ihnen, nur ja hübsch ruhig zu bleiben. und verhüllt getragen waren. Da solche Entscheidungen den unteren Friedensverhandlungen etwas heller Sonnenschein durchs Gewölk. Das erste Heft des Jahrganges 1902 der Bierteljahrshefte zur Gerichten einen weiten Spielraum laffen, mehrte sich die Zahl un­un bald darauf wieder von verstimmenden Nachrichten über un- Statistit des Deutschen Reiches" bringt eine Zusammenstellung des berechtigter Auflagen gegen Kalender- und Flugblattverbreiter, Eine befriedigende Geschäftsabschlüsse, matte Haltungen fremder Börsen usw. Bestandes der deutschen Handelsflotte am 1. Januar 1901 und ihrer dieser Anklagen soll zum grundsätzlichen Austrag gebracht werden. Sie be­abgelöst zu werden. Entwicklung, die gerade jetzt, wo die Vereinigten Staaten von trifft die Genoffen Bräuer, och und kalisch zu Finsterwalde . Die anscheinende Besserung der Friedensaussichten am Sonn- Amerika fich anschicken, durch hohe Subventionen eine große ein- Diesen wird zur Last gelegt, am 3. November 1901 den Märkischen abend voriger Woche bewirkte bei geringen Umjägen ein leichtes An- heimische Flotte heranzuziehen. Anspruch auf Beachtung hat. Nach Landboten für 1902" unter der Einwohnerschaft von Clettwitz bei ziehen der Kurse verschiedener Montaniverte. Und ebenso zeigte die dieser Zählung bestand am 1. Januar 1901 die gesamte deutsche Senffenberg verbreitet zu haben". Das Senftenberger Amtsgericht Börse am Montag anfangs eine feste Haltung. Auf dem Montan- Stauffahrteiflotte, ausschließlich der Schiffe unter 50 Rubikmeter oder hat die Genossen des Zuwiderhandelns gegen die oben erwähnte Aktienmarkte zogen fogar die Kohlenaktien auf die Streiknachrichten, 17,6 Reg.- Tons, aus 3883 Schiffen mit einem Raumgehalt von Sonntagsheiligung Verordnung für schuldig erachtet und mit je die einen vermehrten Absatz deutscher Kohlenzechen nach Belgien in 2826 400 Brutto: Reg.- Tons. Berfolgt man die Entwicklung 15 M. Geldstrafe belegt. Das Amtsgericht stellt fest, daß die Misse-. Aussicht stellen, erneut etwas an, wenn auch im ganzen nur etwa um dieser Flotte in den letzten sechs Jahren, ergeben sich nachstehende thäter in der über 300 Einwohner zählenden Ortschaft von Haus zu 1 Proz. Doch schon im weitern Verlauf wurde die Haltung eine schwächere, Biffern: Haus gegangen sind und in jeder Wohnung einen Stalender nieder­und die Dienstag- Börje zeigte bereits wieder, auf die Steuer­Anzahl der Schiffe gelegt haben. Nun ist das Niederlegen von Kalendern in Wohnungen ankündigungs- Rede des englischen Schatziekretärs Hicks Beach hin, nach§ 43 der Gewerbe- Ordnung gestattet. Das Gehen von Haus zu die alte Zurückhaltung, so daß für eine Reihe der wichtigsten Bank, Haus ist keine Arbeit. Bleibt übrig das Tragen der Kalender. Ein Bahn- und Montanwerte feine Eröffnungskurse festgesetzt werden Kalender wiegt 16 Gramm: jeder hat höchstens 40 Stück, das ist konnten: eine Geschäftsunlust, die später, als der Telegraph Rück­624 Gramm, also 1/4 Pfund getragen. Ist das eine Last, die ohne gänge der Konsolfurse aus London meldete, noch stieg und zu ver eine gewisse Anstrengung der Kräfte" von einem Erwachsenen ge­fchiedenen, wenn auch nur geringen Kursabschlägen führte. Vorgestern, tragen werden kann? Verneint auch das Kottbuser Landgericht diese am Mittwoch, eröffnete die Börse ebenfalls wieder mit schwacher Tendenz, die jedoch infolge neuer Meldungen über Zunahme der Arbeits­einstellungen in den belgischen Kohlengruben sich nachträglich be festigt. Ein erneutes Anziehen der Kurse der Koblenaktien, besonders Gelsenkirchener und Hibernia, begann, doch nicht lange, schon gegen Schluß flaute die Stimmung merklich ab; und auch gestern dauerte, da London schwächere Haltung des Minenmarktes meldete, die pessimistischere Auffassung an. Verschiedene Montanwerte erlitten Abschläge von 1 bis 2 Broz. Heute brachten günstige Nachrichten ans England über die Friedensverhandlungen wieder etwas Sonnen­schein, der zu kleinen Kursanfbesserungen auf dem Bank- und Montan­aftienmarkt Anlaß bot.

Gin fortwährendes Auf und Ab, deffen Endergebnis sich für die Berichtswoche dahin zusammenfassen läßt, daß im wesentlichen alles auf dem alten Stand bleibt. Die Kurse auf dem Bahn- und Bankenmarkt haben sich im ganzen behauptet, und auch der Montan markt zeigt nur geringe Veränderungen; sind Kohlenaktien etwas gestiegen, so weisen andrerseits Hüttenattien kleine Abschläge auf.

na 1896

1897 1898

1899 1900 1901

=

Raumgehalt

3592

1969 238 Brutto- Reg.- Tons

3678

2 059 948

"

3693

2 189 508

"

3713

2 317 563

3759

12 495 389

3883

2 826 400

Unterschieden nach Segel- und Dampfschiffen stellte sich der Frage, so dürfte danach sich auch jedermann strafbar machen, der Bestand der Kauffahrteiflotte:

1896 1897 1898 1899. 1900

Segel- u. Schleppschiffe Brutto- Tous

Dampfschiffe

Anzahl

Anzahl Brutto- Tons

2524

650 178

2552

632 030

1068 1126

1 319 060 1 427 918

2522

623 660

.

1171

1 565 848

2490

642 996

1223

1 674 567

2466

631 865

1293

1 863 524

640 510

1390

2 185 890

1901. 2493

54 Proz. Hamburg Bremen . Elsfleth

31

"

"

Die Krise in der Eisenindustrie hat mancherlei Angaben über den Rückgang der Eisenproduktion, die Zunahme der Ausfuhr 2c. gebracht; über die Ab- und Zunahme des Eisenverbrauchs während der lezten Jahre in Deutschland selbst fehlte es jedoch an genauen Berechnungen. Intereffante Mitteilungen über diesen Konjum, sowie Samburg über die Produktionsmenge, die Anzahl der beschäftigten Bremen . Arbeiter usw. bringt eine jüngst von Dr. Nenzich ver= Flensburg öffentlichte Arbeit. Danach erreichte in 1900 der inländische Stettin ." Eisenverbrauch Deutschlands 131,7 Kilogramm pro Stopf der Bevölkerung, ist aber im vorigen Jahr auf 89,2 Kilogramm Danzig gesunken, das heißt noch unter dem Durchschnittsniveau des Jahr Geesteminde zehnts 1891 bis 1900 zurückgeblieben. Die Folge dieses Minder­verbrauchs war trotz der verringerten Produktion die bekannte Steige Stralsund usw. erreichen, weder was die Dampfer, noch was die Alle andren Hafenstädte, wie Lübeck , Schleswig , Oldenburg , rung der Ausfuhr, die, was fabrikate anbetrifft, von 1369 592 Tonnen Seglerflotte anbelangt, 1 Proz.

in 1900 auf 1828 070 Tommen in 1901 wuchs.

Sticl

28

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4

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Brafe

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2

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1

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Rostock Emden

9

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"

Generalversammlungen

schweizerischer Gewerkschafts- Verbände.

diskutiert

27432

Tat.

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eine meist sogar über ein Kilogramm schwere Bibel am Sonn= tag offensichtlich trägt. Solch' wundervolle Blüten an Baum der Verfrommungsverordnung zeitigt der Samen juristischer Interpretation. Oder will die Dame Justiz nur ihre Reverenz vor der inhaltlichen Schwere socialdemokratischer Lektüre bezeugen?

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Sociale Rechtspflege.

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Die Ausgleichs quittung. Die Kartonarbeiterin W. be= Die Tabelle zeigt das stetige Anwachsen des Raumgehaltes der aufpruchte durch Klage beim Gewerbegericht von der Firma samt- Tommage der Kauffahrteiflotte noch 33 Proz. auf Segel- und machte dagegen vor der verhandelnden Kammer VIII geltend, die Dampfer gegenüber dem der Segelschiffe; 1896 tamen von der Gesang u. Co. 8,84 m. rückständigen Lohn. Der Firmeninhaber Schleppichiffe, 67 Broz. auf Dampfschiffe, 1901 entfielen auf erstere Klägerin habe ohne Kündigung die Arbeit verlassen wollen, womit nur noch 22,7 Broz., auf Dampfer dagegen 77,3 Proz. gehört natürlich Hamburg und Bremen ; über 80 Proz. des ganzen auch folgenden Revers, den Beklagter vorlegt, unterschrieben: Der bei weitem größte Teil der deutschen Seehandelsflotte daß sie auf ihren Lohn verzichte. nur unter der Bedingung habe einverstanden sein können, Die Klägerin habe dann auf Bremen ca. 30 Prog. Interschieden nach Segel- und Dampf- Sie Firma." Die Klägerin behauptete demgegenüber, Herr Osang Raumgehalts fommen auf sie und zwar auf Hamburg ca. 51 Proz., Ich lege die Arbeit nieder, verzichte aber auf jeden Anspruch au schiffen stellt sich der Anteil der größeren deutschen Häfen an der habe ihr den Bettel vorgelegt und auf eine Frage, was sie damit Stauffahrteiflotte: jolle, geantwortet: Bloß unterschreiben. Da habe sie denn ohne Dampferflotte Seglerflotte weiteres unterschrieben, in der Meinung, es handle sich nur um die 40 Proz. Kündigungsfrist. Der Vertreter der Klägerin hob noch hervor, daß Klägerin vom Chef freches Frauenzimmer" 2c. tituliert worden sei, also einen Grund habe, gehabt die Arbeit ohne vor gängige Kündigung niederzulegen. Die Annahme eines Verzichts auf den Lohn wäre deshalb ganz unlogisch. Gewerbes richter Dr. Meier verwies den Beistand und die Klägerin auf den teilte darauf mit, daß Klägerin im andern alle ab Wortlaut des Reverses, der jeden Anspruch ausschließe. Der Ve flagte zahlte schließlich den Lohn freiwillig. Gewerberichter Dr. Meier gewiesen worden wäre, da der Revers ganz deutlich einen Ver­Eine Ergänzung erfährt dieser Nachweis des enornien Konsum zicht auf jeden Anspruch, also auch auf den Lohn enthalte, ridganges im letzten Jahr durch den lezthin in der Hauptversamm Wenn die Gründe der Klägerin maßgebend sein sollten, dann wävent lung des Vereins deutscher Maschinenbau- Anstalten erstatteten Geschäfts­alle derartigen Reverse ungültig. Hunderte von Fällen kämen bericht. Er konstatiert, daß der deutsche Maschinenbau im vergangenen das Gewerbegericht, die Arbeiter fagten, fie Jahr durch den allgemeinen geschäftlichen Niedergang start in Mit­hätten die Bedeutung der Unterschrift nicht ver Leidenschaft gezogen worden sei. Die Bestellungen seien so start An den Ostertagen hielt der Schweizer . Lithographen standen, sie hätten etwas andres angenommen usw. Darauf zurückgegangen, daß, um mir den Betrieb aufrecht zu erhalten, un- bund in Winterthur seine 13. Delegiertenversammlung ab, an der könne nichts gegeben werden oder man müsse geradezu eine absicht­Tohnende, ja selbst verlustbringende Arbeiten hätten mit ausgeführt sämtliche 11 Sektionen durch 19 Delegierte vertreten waren. Der liche Täuschung oder die Anwendung physischen zwanges zur werden müssen; dennoch wäre trotz Beschränkung der Arbeitszeit und Bund zählt 310 Mitglieder, die einen Wochenbeitrag von 1 Fr. leisten. Erzielung der Unterschrift nachweisen können. Wenn ein Arbeiter des Einlegens von Feierschichten vielfach eine Verminderung der Das Gesamtvermögen des Verbandes beträgt 14591 Fr. Der Verbandstag oder eine Arbeiterin meine, im Recht zu sein, dann dürfe sie aber Anzahl der beschäftigten Arbeiter erfolgt. Die Maschinenausfuhr", beschloß die Gründung einer Invaliden- und Zuschußtasse für ausgesteuerte nichts derartiges unterschreiben. Vor allem sei aber Jedermann heißt es dann weiter, hat im verflossenen Jahr nach lang tranfe Mitglieder. Die gemeinschaftliche Aufstellung eines Lehrlings- verpflichtet, sich ein solches Schriftstück erst einmal genau durchzulesen, jähriger umunterbrochener Steigerung einen wenn auch nicht be- regulativs mit den Prinzipalen, wonach auf 4 Gehilfen 1 Lehrling che er seine Unterschrift gebe. deutenden Rückgang zu verzeichnen gehabt; fie betrug rund 220 000 tommen und mehr als 5 Lehrlinge nicht eingestellt werden sollen, ist Tonnen gegen rund 240 000 Tonnen im Jahre 1900. Dem gegenüber dem Abschluß nahe. Als Vorort wurde Basel bestätigt. Der Anspruch an die Familienrente wurde unter recht steht allerdings auch ein Rückgang der Maschineneinfuhr von 30000 Verband der Parkettbodenleger hält seine Delegierten sonderbarer Begründung vom hiesigen Schiedsgericht für Arbeiter Tonnen, so daß die Bilanz unfres Außenhandels in Maschinen sich versammlung in Bern ab, an der besonders über das Submissions- versicherung der Frau G. bestritten. Der Mann der Klägerin gegen daß Vorjahr um 10 000 Tonnen zu Gunsten unsrer Ausfuhr wesen war im Betrieb der Straßenbahn verunglückt. Es stellte sich wurde. Es sollen öffentliche Arbeiten verbessert hat. Der Hauptabnehmer für deutsche Maschinen war nur an solche Geschäfte vergeben werden, die später infolge des Unfalls eine Geistesfrankheit ein, die die Ueber mit den wieder wie seit langen Jahren Rußland , das 18 Prozent unfrer ge- organisierten Parkettbodenlegeri in Tarifgemeinschaft führung des Kranken in eine Heilanstalt notwendig machte. Die ftchen. samten Maschinenausfuhr abnahm. Daun folgen Destreich- Ungarn Weiter wurde beschlossen, die Reduktion Berufsgenossenschaft erklärte sich erst nach langem Sträuben zur der täglichen mit 11 Broz, Frankreich mit 10,6 pt. und Stalien mit 7 Broz. Arbeitszeit auf 9 Stunden im Sommer und auf 8 Stunden im Leistung der Rente bereit und zahlt gegenwärtig an den Mann die Wie die Maschineneinfuhr in Deutschland überhaupt, so ist auch Winter anzustreben. Als Vorort ist wiederum Zürich bestimmt Vollrente in Höhe von 68 M. monatlich. Die Frau mit ihren zwei Kindern bekommt diejenige aus den Bereinigten Staaten im verflossenen Jahre zurück worden. Der Verbandstag der Schneider fand in gegangen. Dagegen ist deren prozentualer Anteil gestiegen und Bern statt und war von 27 Delegierten als Vertretern von Anweisung des Vormundschaftsgerichts von dem Pfleger des Kranken zwar in der Hauptsache auf Kosten Englands, denn Ameritas An- ca. 1000 Mitgliedern besucht. Es wurde die Karenzzeit für Reise- monatlich 10 M.; 24 W. wurden für den Geistestranten vom Pfleger teil belief sich im verflossenen Jahre auf 33 Proz. gegen 27 Proz. unterstützung von 3 auf 6 Monate erhöht und ferner beschloffen, auf tann, ist uns unerfindlich. Den Nest der Vollrente, 34 M., beau­gespart. Wie diese Anweisung vom Vormundschaftsgericht ergehen im Jahre 1900, während gleichzeitig der Anteil Großbritanniens von die Abschaffung des sogenannten Umschauens" hinzuwirken, wie auch sprucht die Heilanstalt. Der Vertreter der Klägerin, Gewerkschafts­43 Broz. auf 85 Broz. zurüdging. die Mitwirkung im Lehrlingswesen anzustreben. Bei Submissions­Das rheinisch- westfälische Sohlensyndikat fährt nach bekannter arbeiten foll der gewerkschaftliche Lohntarif beachtet werden. Dem fißenden Tübben zugelassen wurde, beantragte die Zahlung der fekretär störst en, der erst nach vielen Einwendungen vom Bors Unternehmerpraxis fort, die zu einem wesentlichen Teil durch internationalen Schneiderjekretariat wurde pro 1902 ein Jahres- Rente in Höhe der Hinterbliebenenrente, wie es das Gesez in solchem feine eigene Profitwirtschaft verschuldete ungünstige Geschäftslage beitrag von 50 Fr. bewilligt. Die i fer versammelten sich in zur Herabdrückung der Arbeitslöhne und der Arbeitsbedingungen Bafel. Der Verband zählt in 10 Sektionen 250 Mitglieder, Der Berufsgenossenschaft mit der Begründung, daß die Unterbringung Falle vorschreibt. Sonderbarerweise entschied das Gericht im Sinne zu benuzen, teils durch direkte Reducierung der Löhne, teils durch 9 Sektionen waren auf dem Verbandstag durch 12 Delegierte ver- des Kranken in die Heilanstalt nicht zum Zwecke der Heilung geschah, Inangriffnahme weniger ergiebiger Flöße und daraufhin vortreten. Das Verbandsvermögen beträgt 1063 Fr. Beschlossen wurde sondern auf Anweisung der Behörde zur Pflege und Sicher genommener Abzüge, teils durch Stellung erhöhter Anforderung an die Anstrebung eines Industrieverbandes für die Nahrungsmittelheit des Kranken. Bon einer Heilung, denn diese habe die Be­die Arbeitsleistung. Wie verlautet, wird sogar beabsichtigt, die branche. Die Gründung einer Krankenkasse, zu der sich später eine rufsgenossenschaft nur zu übernehmen, sei keine Rede, da es sich hier Schichtdauer auf 10 Stunden zu verlängern. Daß diese Syndikats- Arbeitslosenkasse gesellen soll, die Vornahme statistischer Erhebungen um einen unheilbaren Geisteskranken Handelt. Hoffentlich wird das Arbeiterfürsorge die ohnehin durch Einlegung von Feierfchichten in über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der schweizerischen Küfer einen unheilbaren Geisteskranken Handelt. Hoffentlich wird das eich 3- Versicherungsamt dieser ganz unhaltbaren Deduktion ihrer Lebenshaltung herabgedrückte Arbeiterschaft erbittert, ist selbst- gehilfen. Als Vorort wurde Genf bestätigt. verständlich vielleicht tommt aber gerade diese Erbitterung den fag der Schuhmacher wurde am 6. und 7. April in Winterthur icht beitreten und der Klägerin zu ihrem Recht verhelfen. Das Rechenbefizern nnd Direttionen nicht ungelegen, denn da fich die abgehalten und war derselbe von 16 Delegierten aus 11 Sektionen Schlimme ist nur, daß solche Prozesse sich über ein Jahr lang hin­Aussichten für vermehrten vorteilhaften Absatz noch immer besucht. Der Verband zählt in 13 Sektionen 453 Mitglieder, er hat ziehen, und die Anspruchsberechtigten in die bitterste Not geraten. nicht bessern, dürfte es den Herren gar nicht so unlieb gegen 1900 ca. 100 Mitglieder verloren. Das Verbandsvermögen Unberechtigte Lösung des Lehrverhältnisses. Gegen den sein, wenn die Arbeiter fich zu einem Streit hinreißen lieften. Vor- beträgt 2837 Fr. Jm Princip erklärte sich die Versammlung Lithographen Ernst, der seinen Lehrling T. schon zum fünften Male räte sind noch überreichlich vorhanden, die Preise ließen sich bei für die Umwandlung der fakultativen Kranten Buschußtasse nach Hause geschickt hatte, klagte der Bruder und Vormund des längerem Andauern des Streits leicht durch zweckentsprechende in eine obligatorische. Auch für die obligatorische Arbeitslosen- jungen Mannes auf Fortsetzung des Lehrverhältnisses. Der Beklagte Manöver hochtreiben, und außerdem könnte man den streikenden Unterſtügung erklärte sich die Versammlung im Princip und soll glaubte, nicht mehr mit dem Lehrling arbeiten zu können, weil er ihn Arbeitern unter den gegenwärtigen Verhältnissen die härtesten Be- fie sofort eingeführt werden, sobald der Bund an die gewerkschaft in seiner Ehre verlegt habe und ungehorsam gewesen sei. Die Stammer VIII dingungen bei einer Wiederaufnahme der Arbeit stellen." liche Arbeitslofen- Unterstützung Subventionen bewilligt. Einstimmige des Gewerbegerichts vernahm den 20jährigen Gehilfen des Be­Die Vermutung, daß es auf eine Streitprovokation abgesehen Annahme fand eine Protestresolution gegen die von den schweizeri- flagten, der diesen in seiner Abwesenheit vertritt, als Zeugen. Das ist, gewinnt um so größere Wahrscheinlichkeit, wenn man be- fchen Agrariern aufgestellten ungeheuerlichen Zollforderungen. Be allgemeine, im einzelnen nicht näher begründete Urteil des Zengen trachtet, in welcher perfiden Weise seit einiger Beit in der schlossen wurde ferner der Wiederanschluß an den Gewerkschaftsbund ging dahin, daß T. sowohl ihm( dem jugendlichen Vertreter" des Bechenpresse und den ihr geistig verwandten Blättern über die und sodann als Vorort Zürich bestätigt. Chefs) als auch Herrn Ernst gegenüber wiederholt unfolgsom" ge­Abnahme der Leistungsfähigkeit der Arbeiter, ihre steigenden An- Die schweizerischen Gewerkschaften haben in den letzten Wochen wesen sei. Ungefähr fünfmal in zwei Jahren habe der Chef den sprüche und die Agitation ihrer Verbände geklagt wird. Eine neueste eine große Summe geistiger Arbeit mit der Erledigung ihrer Ver- Lehrling nach Hause geschickt, weil er mit ihm unzufrieden" war. Leistung dieser Art bietet die Köln . 8tg." in einem augenscheinlich bandsangelegenheiten geleistet, möchte nur daraus auch eine Das letzte Mal habe der Kläger sich gegen einen Vorwurf aus Syndikatskreisen stammenden Artikel. Bei Beurteilung der kräftige Förderung und Erstarkung der gesamten Gewerkschafts- Ernst's, den der Zeuge nicht gehört hat, verantwortet, indent hauptsächlich künstlich hervorgerufenen Bewegung" der Bergarbeiter, bewegung resultieren. heißt es darin, dürfe man nicht übersehen, daß ihre Verbände in der Zeit der wirtschaftlichen Hochbewegung erheblichen Abbruch erlitten hätten. Nachdem nun die wirtschaftliche Lage einen Umschwung er­

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bor sich hin gebrummt" habe. Ein ungebührliches Benehmen" findet der Zeuge darin, daß T. trop dreimaliger Aufforderrng, das Atelier zu verlassen und nach Hause zu gehen, nicht gegangen sei. Weiter vermochte der Zeuge nur noch die Thatfache zu befunden, daß der Lehrling einmal dazwischen sprach, als Herr Ernst mit Kunden verhandelt habe. Der Gerichtshof inter dem Vorfiz des Gewerberichters Dr. Meier verurteilte den Be­

fahren hätte, schürten die Verbände die Unzufriedenheit und Darf man eine Bibel oder ein Gesangbuch an Sonn- und sammelten die Elemente wieder, die sich von ihnen abgewandt hätten. Feiertagen öffentlich sichtbar tragen, ohne sich strafbar zu Daß nach Ermäßigung der Koblenpreise vom 1. April ab auch machen? Diese Frage wird am 22. 8. M. indirekt durch das Land­Lohnermäßigungen Platz greifen müßten, wäre gericht zu Kotibus entschieden werden. Die bekannte Ober- flagten, das Lehrverhältnis fortzusetzen, indem er annahm, daß ein unvermeidlich. Alle Zechen seien gezwungen, dahin zu wirken, daß präsidial- Verordnung vom 4. Juli 1898 bedroht alle an Sonn- oder Grund zur Lösung des Lehrvertrages nicht erwiesen sei. Was die die Leistung der Arbeiter wieder gehoben werde Feiertagen vorgenommenen Arbeiten mit Strafe, die öffentlich Verhandlung ergeben habe, genüge auf keinen Fall, die Lösung zu und eine Ermäßigung der Selbstkosten eintrete. Arbeiterkündigungen| bemerkbar sind, sofern sie geeignet sind, die äußere Seilige rechtfertigen.