Einzelbild herunterladen
 

die sonst mir in

Krantenanstalten sein.

hatten in der Pflugstr. 9 Möbel, Betten usw. in einer Schlafstube Unterstützung um 2 M. herabgesetzt festgesetzt, die Arbeitslosen

etwas

an

Aus den Nachbarorten. 350

=

wurde mit

Prospekt gar eine Reform im Lehrwesen" ankündigt, so wird das| Kleidungsstüde gingen Mittwochabend 11 Uhr in der Rungestr. 18a| machte namens der Verivaltung der Generalversammlung folgende in Betracht kommende Publikum sich hoffentlich den Beschluß der in einer Wohnung in Flammen auf. Kurz darauf hatte die Wehr Vorschläge: Der Kampf ist in der bisherigen Weise fortzuführen; der Gewerbedeputation merken und gegenüber der Anstalt dieses Herrn in der Klosterstraße 62 einen Kellerbrand abzulöschen. Gegen 1 Uhr Beitrag wird obligatorisch auf 60 Bf. festgesetzt, die Arbeitslosen­die Kollegent äußerste Vorsicht walten lassen. Fener gefangen, das jedoch in furzer Zeit beseitigt werden konnte. werden veranlaßt, abzureisen, um das Ueberangebot von Arbeits­Es giebt keinen Notstand! Eine Korrespondenz bringt ein ähnlicher Brand mußte eine Stunde später in der Naunynstr. 33 fräften zu vermindern. Hieran inipfte sich eine lebhafte Debatte. folgende sehr bezeichnende Meldung: Die rückläufige Bewegung, die abgelöscht werden. Außerdem hatte die Wehr in den letzten 24 Stunden Nach Schluß derselben erklärte sich die Versammlung mit der bisher fast alle Zweige des Erwerbslebens erfaßt hat, macht sich in ihren noch Alarmierungen von der Lothringerstr. 38 und Burgsdorfftr. 3 gegen den Jumungs- Arbeitsnachweis und die Entlassungsscheine an Folgen auch in den Berliner Krankenhäusern bemerkbar. zu verzeichnen, die jedoch nur auf unbedeutende Anlässe zurückzugewandten Taktik einverstanden und beschloß, den Nachweis auch Zahlreicher als sonst sind aus den minder begüterten Kreisen der führen waren. ferner zumeiden und die Entlassungsscheine zurückzuweisen. Nichtversicherten die Kranken, die von vornherein die Kur­kosten nicht bezahlen können oder zwar den Anfang damit Nach Unterschlagung von Kirchengeldern flüchtig geworden Ferner wurde mit großer Majorität beschlossen, den Beitrag auf 60 f obligatorisch festzusetzen. Dieser Be machen, aber nach kurzer Beit die Zahlung einstellen ist der Pfarrer Theodor Ziemer aus dem Dorfe Wollin schluß muß jedoch erst durch eine Urabstimmung bestätigt werden müssen. Daher hat in den Anstalten auch die Zahl der im Krcise Prenzlau . Man vermutet, daß Ziemer, dessen Verfolgung bis dahin bleibt neben den Verbandsbeitrag der Grirabeitrag von Freibetten, Dan negat, Gier Berlin vor- die Berliner Kriminalpolizei aufgenommen hat, fich hier in Berlin Pf.- handen waren, fortwährend zugenommen. Ein Stillstand in dieser aufhält. Bor vier Tagen verließ der 44 Jahre alte Geistliche seine 50 f. bestehen. Die Herabfegung der Arbeitslosen Unterstügung wurde abgelehnt. Der Antrag, daß die ledigen Arbeits Bewegung ist noch nicht abzusehen. Auch in der körperlichen Be- Gemeinde, in der er eine lange Reihe von Jahren thätig und sehr losen Berlin zu verlassen haben, schaffenheit vieler Kranken kommt die Not der Zeit zum Ausdruck. beliebt war, mit dem Bemerken, daß er sich nach Berlin begebe, um Der Ernährungszustand ist oft schlechter, als es sonst in den gleichen fich hier in einer Augenklinik einer Operation zu unterziehen. Bald großer Majorität angenommen. Von diesem Beschluß Die in der Versammlung vorgenommene Wahl des Ausschusses Uebel durch vermehrten Aufwand an fräftigen Speisen nach Möglich- gliedern der Berdacht ausgesprochen, daß in der Verwaltung der hatte folgendes Ergebnis. Es erhielten: Rob. Schmidt 1134 Stimmen, Kreisen durchschnittlich der Fall ist. Die Krankenhauspflege sucht diesem nach seinem Weggange wurde von mehreren Stirchengemeinde- Mit- werden ca. 250 Arbeitslose betroffen. feit zu begegnen. Eine Folge dieser gesteigerten Ernährung, die die Kirchengelder etwas nicht in Ordnung sein könne, da Ziemer eine monien 1015, Ahrens 1009, Boeste 1003, Arudt 989, Grner 987, Aerzte im Interesse des Heilerfolges nicht entbehren können, wird Revision der Kasse und der Bücher kürzlich mit einer gewiffen Matthes 973, Hoffmann 879 und Naetebusch 814. Die übrigen Vora eine unvorhergesehene Zunahme der Verwaltungskosten der Berliner Bengstlichkeit bestaat wichte, gitt mail all die Stevision heret und geſchlagenen erhielten weniger Stimmen, und find mithin die neun vertagt wissen wollte. Als seine plötzliche Abreise jenen alona Verdacht noch reger Die Straßenbahnlinie Nr. 52, Danzigerstraße- Königs- verschleiern gewußt hatte. Die Höhe seiner Beruntreuungen ließ sich d entdeckte zahlreiche Fehlbeträge, die Ziemer längere Zeit gefchickt zu genannten Mitglieder in den Ausschuß gewählt. plak- Lükowplay, eine der beiden letzten Pferdebahnlinien, hat Eine öffentliche Maurerversammlung, die vom Vorstand der gestern morgen elektrischen Betrieb erhalten. Die Wagen, welche in bis zur Stunde noch nicht feststellen, da die Geschäfte der Kirchen­Lokalorganisation am 2. Juli nach den Germaniasälen einberufen Abständen von 15 Minuten folgen, benutzen den Unterleitungsbetrieb beriwaltung ziemlich verwickelter Natur waren. und von etwa 1800 Personen besucht war, beschäftigte sich mit der in der Königgrägerstraße bis zum Potsdamerplay und fahren in Frage, wie die günstige Konjunktur im Baugewerbe auszumugen sei. Rücksicht auf die Bauarbeiten in dieser Gegend statt durch die Pots­Der Referent Gehl erörterte die Notwendigkeit einer Er­damer durch die Königgräger, Schöneberger, Flottivell- und Revolutionäre Strömungen in Wilmersdorf . Jn Wilmers höhung des Stundenlohnes für die Maurer und meinte, Lügowstraße nach dem Lügowplay. dorf haben die Adjacenten der weltabgeschiedenen Achenbach daß die angenblickliche, sehr gute Baukonjunktur an sich In die Ferienkolonien sind gestern 1200 Knaben und Mädchen straße den Gemeindevorstand um Neupflasterung dieser durchaus geeignet wäre, die schon einmal gestellte Forde bom Stettiner Bahnhof aus abgereist. collites andStraße ersucht. Die dort ansässigen Hausbesitzer haben der Ge- rung eines Stundenlohnes von 70 Pfennigen nen zu erheben Zum Fall Thomaschke. Gegen das Erkenntnis des Schwur meinde bisher noch keinen Pfennig für Pflasterkosten gezahlt und da und durchzuführen, zumal auf 106 von 950 Banten in Berlin be gerichts, wonach der des gegen den Geldvermittler Löffler verübten ferner ein besonderes öffentliches Interesse, dem Verlangen der reits mehr als 65 Bf. gezahlt würden. Ausgehend von dieser Er­Giftmordes beschuldigte Agent Thomaschke freigesprochen wurde, Betenten nachzugeben, nicht vorhanden ist, so schlug die Tiefbau wägung habe sich der Vorstand des Vereins zur Wahrung der hatte die Staatsanwaltschaft Revision angemeldet. Diese ist nun- Deputation, an die die Sache gegangen war, der Gemeinde- Interessen der Maurer Berlins und Umgegend in einem Schreiben an mehr zurückgezogen worden, so daß das Urteil jetzt vertretung vor, auf Grund des in Betracht kommenden Ortsstatuts die Berliner Verbandsleitung gewandt, und zwar lediglich um Gewiß­rechtskräftig geworden ist. bi von den Adjacenten 50 Proz. der in Auschlag gebrachten Pflaster- heit über die Haltung des Verbandes für den Fall zu erhalten, daß Abermals eine verkrachte Krankenkasse. Das tal. Bolizei- to sten einzufordern und nur nach Erfüllung dieser Bedingung die ein Kampf von den Anhängern der Lokalorganisation, die nicht wie präsidium macht bekannt, daß die Central Krankentaiie Pflasterung vorzunehmen. Es wären von den Hausbesizern im der Verband durch Vertrag gebunden seien, begonnen werden sollte, für Deutschland zu Berlin ( Eingeschr. Hilfskaffe Nr. 134), ganzen 24 800 M. zu zahlen. In dem Schreiben, das die Verbandsmitglieder nicht zum welche im Jahre 1899 gegründet ist, sich durch Beschluß der ordent­Diefer Vorschlag brachte in der letzten Sigung der Gemeinde- Bertragsbruch auffordere, sei( nach einigen allgemeinen Ausführungen) lichen Generalversammlung vom 20. Juni 1902 aufgelöst hat. Der vertretung die Hausbesitzer in Aufruhr. Einer der Herren ent- gefagt: Wir richten nun an Euch die Frage, ob Ihr unserm Grund zu diesem Beschlusse liegt in der Befürchtung, daß die Kaffe rollte ein schreckenerregendes Bild von der Empörung, die im eventuellen Vorgehen entgegentreten werdet oder nicht?" bei Beobachtung der in dem Hilfskaffengefeße bezüglich des Reserve- Grundbesitz des Ortes einreißen werde, wenn die Vertretung das Die Verbandsleitung habe geantwortet, daß der Verband sich nicht fonds gegebenen Vorschriften, auf deren Innehaltung feitens der Verlangen der Tiefbau- Deputation erfülle. Unfehlbar werde dann auf leichtfertige Experimente einlassen könne und daß ein Lohnkampf Aufsichtsbehörde mit aller Strenge gesehen wird, nicht mehr lebens- der Stand, der bis dahin als eine der festesten Stüßen der Ordnung jeßt das Ende des Vertrages mit dem Arbeitgeberbund bedeuten fähig sein würde. Mit der Abwicklung der Geschäfte der auf gegolten habe, von Haß und Unzufriedenheit gegen die würde, da für den Herbst ein Rückgang der Bauthätigkeit gelösten Kaffe sind durch Beschluß der Generalversammlung die bis- Obrigkeit und alles Bestehende ergriffen werden, denn die Durch zu befürchten fei. Nach der vertragslosen Zeit sehnte fich herigen Vorstandsmitglieder Fride, Diehl, Morgenthal, führung einer solchen Maßregel führe die Hausbesitzer zur Sub- der Verband nicht zurück und lehnte deshalb seine Unterstützung Obermeier und Lau als Liquidations Kommission betrant haftation, zu Verzweiflungsthaten, an den Beitelslab. ab. Nunmehr habe der Vorstand der Lokalorganisation sich noch worden. Ihr Geschäftslokal befindet sich vorläufig im alten Kaffen- Gemeindevertretung waren durch diesen Verzweiflungsausbruch er- daß man ja nur gefragt habe, ob der Verband einem Vorgehen der Namentlich die socialdemokratischen Mitglieder der einmal an die Verbandsleitung gewandt und hauptsächlich betont, raum N. 65, Utrechterstr. 1, I. Unterstügungsansprüche gegen die Kasse sind ausschließlich bei der Liquidations- Kommission geltend zu schüttert. Man schlug hier eine Kollekte zu Gunsten der aus Lokalorganisation entgegentreten werde. Es würde weiter machen, wohin auch alle auf die Kasse bezüglichen Anfragen zu Hausbesitzer vor und legte ihnen außerdem nahe, sich mit der nicht helfen wolle. Redner besprach dann die Stellungnahme des nur zu entschuldbarer Empörung mit der Revolution drohenden nichts vom Verbande verlangt, als daß er neutral bleibe, wenn er richten sind. socialdemokratischen Forderung auf Ueberführung des Grund und Verbandes in der Generalversammlung vom 1. Juli und meinte, die In Hamburg ist gestern ein 15jähriger Berliner Durch Bodens in Kommunalbesitz zu befreunden, da ja doch einmal der Frage sei jegt, ob man trotz des Beschlusses der Verbandsversammlung gänger verhaftet worden. Am 1. Juli abends traf dort auf dem Umsturz alles Bestehenden unvermeidlich sei. Schließlich wurde in in eine Bewegung eintreten solle. Klosterthor- Bahnhofe mit dem D- Buge von Berlin ein etiva namentlicher Abstimmung mit 14 gegen 9 Stimmen der Beschluß Es entspann sich eine lebhafte Debatte, in welcher die meisten 15 Jahre altes Bürschchen ein, das beim Aussteigen sich nach allen gefaßt, die Hälfte der Pflasterkosten von den in Betracht kommenden Redner den Verbandsbeschluß mißbilligten. Verschiedene Redner Seiten scheu umfah. Ein auf dem Bahnhofe stationierter Kriminal- Adjacenten einzufordern. Wilmersdorf steht mithin am Vorabend traten dafür ein, daß wenigftens überall da, wo in der Beziehung beamter redete den Knaben an und erkundigte sich teilnahmsvoll welterschütternder Ereignisse. Einmütigkeit unter den Kollegen auf den Bauten herrsche, der Stunden­nach Ziel und Zweck der Reise. Verwirrt antwortete der Bursche und verwickelte sich in Widersprüche. Schließlich aber gestand er In Wilmersdorf bewilligte die Gemeindevertretung in ihrer lohn von 70 Pfennig gefordert und dafür eventuell durch Streik ein­weinend ein, daß er der Laufbursche Otto Georg Klasiusti sei letzten Cigung die Mittel zum Bau einer Gemeindeschule getreten werde. Ma a ß, Verbandsmitglied, warnte vor einem nnd am Morgen seinem Brinzipal, einen Agenten in Berlin , für den Friedenauer Ortsteil. Die Schule wird an der Koblenzer daß die jetzt start organisierten Arbeitgeber es beim Streit auf eine Streitbeschluß und rechtfertigte den Beschluß des Verbandes damit, 1000 M. unterschlagen habe, die er gegen einen Check auf der straße erbaut. Machtprobe ankommen lassen würden. Nachdem noch verschiedene Nationalbank habe erheben müssen. In dem Besiz des jugendlichen Vorschlag mit sehr großer Majorität abgelehnt und gegen 10 Stimmen eine Resolution angenommen, in der u. a. Vermißt wird seit acht Tagen der 35 Jahre alte Magistrats- Unfall eines dem Betriebe fernstehenden Arbeiters bei gefagt wird: assistent Johannes Welz, der bier Sabres bei der Stabet; einer Silfeleistung. Eine wichtige Gutſcheibung bat das Strider­Die Versammlung erkennt das Vorgehen des Vorstandes des verwaltung von Schöneberg angestellt ist und mit Frau bei Versicherungsamt gefällt. Der Mehlkutscher Schwert ver- Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Um­den Eltern in der Koburgerstr. 9 wohnte. Welz ist seit drei Jahren mochte nicht ohne fremde Hilfe mit seinem schwerbeladenen Wagen gegend in Bezug auf den 70 Pfennig Stundenlohn als durch­herzleidend. Heute vor acht Tagen ging er aus, um frische Luft zu eine steile Straße in Rigdorf hinaufzukommen. Verschiedene aus zeitgemäß und für die gesamte Maurerschaft Berlins und schöpfen. Seitdem ist er verschwunden. Die Angehörigen fürchten, Personen machten sich daran, ihm zu helfen. Vororte notwendig an. Sie ist der Ansicht, daß daß ihm ein Unfall zugestoßen sei und vermuten, daß er unerkannt Arbeiter P., der eben von der Arbeit kam und nach Hause augenblicklich trotz der äußerst günstigen Konjunktur, und obwohl die daß eben von der Arbeit Auch der der irgendwo bei Privatleuten liege, da er sich in keinem Krankenhause wollte, griff zu. Er padte am Hinterrade an, während andre die Zeit zur Erringung eines folchen Stundenlohnes günstig wäre, ein Berlins oder der Vororte befindet. Der Vermißte ist mittelgroß und Vorderräder zu drehen versuchten. Da die Pferde nicht anzogen, durchgreifender Erfolg des Kampfes deshalb nicht zu erwarten unterſezt, hat schwarzes Haar und Schnurbart und eine gelbliche rollte jedoch der Wagen zunächst statt nach vorn, rückwärts. B. fam wäre, weil die erforderliche Einigkeit durch den Beschluß des Central­Gesichtsfarbe und trägt einen schwarzen Jackettanzug, einen weißen zu Fall, ein Rad ging über ihn hinweg, und bereits am nächsten verbandes stark beeinträchtigt ist und demzufolge der Lohukampf von Strohhut und weiße Wäsche. d Tage verstarb der Bedauernswerte. Für die Witwe und die Kinder nur etwa der Hälfte der in Berlin anwesenden Maurer geführt Festgestellt ist jetzt der geistestrante Mann, der am Sonntag beantragte demnächst der Vormund der letzteren, Herr August Härtel, eine werden könnte. Auf Grund dieser Thatsache beschließen die Ver­nachmittag in der Friedrichstraße die Spaziergänger in Angst und Unfallrente bei der Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft, bei welcher sammelten, in der jetzigen Zeit von einem Lohnkampf abzusehen. Schrecken versette, indem er mit gezücktem Messer um sich stieß, von der Betrieb des Fuhrherrn, dem der Wagen gehört, versichert ist. Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Am Dienstag fand im zwei Schußmännern unschädlich gemacht und von der Revierivache Diese lehute indessen jede Entschädigung ab und bestritt das Vor- Charlottenburger Boltshause eine öffentliche Versammlung, einberufent nach der Irrenanstalt zu Dalldorf gebracht wurde. Es ist ein liegen eines von ihr zu entschädigenden Betriebsunfalles, weil der vom Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutsch­32 Jahre alter Arzt Dr. Karl Hoffmann aus der Spreestr. 14/15, Verstorbene tein Arbeiter des Fuhrherrn gewesen und lands und vom Centralverband der Handels- Hilfsarbeiter, statt. der Sohn eines Gutsbesizers aus Bonath in Ostpreußen . Dr. H. auch nicht durch die Hilfeleistung in deffen Betrieb eingetreten sei. Die gut besuchte Versammlung nahm das Referat des Reichstags­wat bereits vor Sabren tuumal schwer netventrant und fommte keine Das Schiedsgericht, bei dem Berufung eingelegt wurde, Abgeordneten sto senow über Behn Jahre Kampf um die Braris mehr ausüben. Ein wohlhabender Verwandter, der für ihn verurteilte jedoch die Berufsgenossenschaft zur Rentengewährung Sonntagsruhe" mit Beifall entgegen. An das Referat schloß sich sorgte, hatte ihn bei einem Glasermeister in der Spreestraße unter- und das Reichs- Versicherungsamt als Retursinstanz bestätigte eine Diskussion im Sinne des Referenten an. Die vom Referenten gebracht. Die Wirtsleute vermißten ihren Mieter und wurden die Entscheidung des Schiedsgerichts. Aus Neuruppin wird uns geschrieben: Am Sonntag tagte in

Ausreißers befanden sich noch 924,50 M. Er wird sehr bald wieder Sociale Rechtspflcar. Redner ihren Standpunkt vertreten hatten, wurde der oben erwähnte

die Rückreise nach Berlin antreten müssen.

a 11=

9

Der Verein Berliner Dienstherrschaften und Dienstangestellten, Schöneberg - Berlin , Hohenfriedbergstraße 11 I, hält am 8. Juli, abends Lutherstraße, in der Herr Chr. Tischendörffer sprechen wird über: Berreisende 812 Uhr eine öffentliche Versammlung ab in den Augusta Victoria- Sälen, Herrschaften und zurückbleibende Dienstboten."

durch die Zeitungsmitteilung über den Auftritt in der Fridrichstraße Das Reichs- Versicherungsamt ging von folgenden Erwägungen vorgeschlagene Resolution wurde einstimmig angenommen. auf ihn aufmerksam. Kurz vor diesem hatte Dr. H. noch seinen aus: Unzweifelhaft habe sich der Kutscher in einer Notlage befunden, unserm Nachbarstädtchen Altruppin nach langer Zeit eine öffentliche Verwandten besucht, dem nichts besonderes an ihm aufgefallen war. so daß die Hilfeleistung fremder Personen erforderlich gewesen sei, Versammlung und zwar unter freiem Himmel. Trotz der großen Der leidige Schießprügel. Beim Revolverputzen verunglückte den Wagen in Gang zu bringen. Unerheblich sei der Einwand heute morgen der 22 Jahre alte Kaufmann Hermann S. aus der der Berufsgenossenschaft, daß der Verstorbene nicht von dem Kutscher Size waren ca. 220 Personen, Männer und Frauen, erschienen. Der Luisenstraße. Ein Schuß, der sich noch in der Trommel befand, um seine Hilfe gebeten worden sei. Hieraus tönne die Berufs- Reichstagskandidat des Wahlkreises, Kiesel- Berlin , hielt einen Bor­ohne daß er es wußte, ging plöglich los, und die Kugel durchschlug genossenschaft nicht den Schluß ziehen, daß P. durch die trag über die Zolltarif- Vorlage. Zum Schluß wurde eine Resolution, des Fuhrherrn über die fich energisch gegen jede Erhöhung der Lebensmittelzölle wendet, ihm den fleinen Finger der linken Hand. Zum Glüd konnte der Hilfeleistung nicht in den Betrieb Arzt, der S. verband, feststellen, daß kein Knochen verletzt war. getreten sei. Nach Ansicht des Reichs- Versicherungsamts müsse angenommen. auch bei ganz vorübergehender Hilfeleistung fremder Arbeiter ein Durch einen Sturz vom Bau verunglückte gestern, Donnerstag- uebertritt in den fraglichen Betrieb dann vormittag, der 38 Jahre alte Zimmermann William Sasch web, genommen werden, wenn nach der Sachlage die geleistete Hilfe ein verheirateter Mann, in der Cauerstraße 12 zu Charlottenburg . als ein dem mutmaßlichen Willen des abwesenden Unternehmers Infolge eines Fehltritts verlor er im zweiten Stock eines Renbaues entsprechendes, für dessen Betrieb förderliches Eingreifen das Gleichgewicht und fiel in das Erdgeschoß hinab. Der Berunglückte, angesehen werden konnte, insbesondere, wenn ein aug en­der sich einen Bruch beider Arme und schwere innere Verlegungen idlicher Notstand das Eingreifen erforderlich gemacht Aus der Frauenbewegung. zuzog, wurde, nachdem ein Arzt ihn auf der Unfallstelle verbunden habe. Alle diese Voraussetzungen feien hier gegeben. hatte, mit einem Swadeschen Rettungswagen nach dem Charlotten wie das Schiedsgericht schon ausgeführt habe, sei z. B. das Ein- Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe burger Krankenhause gebracht. greifen der Baffanten dem Fuhrherrn insofern zu statten gekommen, hält am Montag, den 7. Juli, abends 81/2 11hr, in den Arminhalleir In der Schlaftrunkenheit tödlich verunglückt ist der 45 Jahre als badurch der Wagen wieder in Gang gebracht, der Kutscher zur Kommandantenstraße 20, eine Generalversammlung ab. Um zahl alte Kaufmann. Hugo Meier aus der Naunynstr. 8. Meier, der Erledigung seines Auftrages in Stand gesetzt und eine Gefahr für reiches Erscheinen der Mitglieder bittet Der Vorstand. als Agent für Lebensversicherungen thätig war, fam am Sonn- das Fuhrwerk und die Ladung verhütet wurde. Daß hierbei der abend voriger Woche um 11 Uhr abends nach Hause und legte sich Verstorbene infolge seines Sturzes selber nicht mehr helfen konnte, noch ins offene Fenster, weil es in der Stube, die er als Jung- hindere nicht, ihn als im Betriebe beschäftigt anzusehen. Auch fönne gefelle bewohnte, sehr heiß war. In der Schlaftrunkenheit lehnte er die Berufsgenossenschaft nicht einwenden, daß infolge des Zu­fich zu weit hinans, verlor das Gleichgewicht und stürzte auf den springens von 6 bis 7 Leuten schon genügende Hilfe vorhanden ge= asphaltierten Hof hinab. Mit gebrochenen Gliedmaßen und schweren wesen sei, als der Verstorbene kam, denn der Notstand sei ja noch Stopfwunden wurde er in das Krankenhaus am Urban gebracht, wo nicht beseitigt gewefen. Somit rechtfertige sich die Verurteilung der er feinen Verletzungen erlag. Berufsgenossenschaft.

Straßensperrung. Die Altonaerstraße von der Stadtbahn, bis zum Schleswiger Ufer wird behufs Umpflasterung vom 7. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt.

Versammlungen.

o

Vermischtes.

Großes Unwetter ging gestern in der Stadt Judenburg ( Steiermart) nieder. Die Wassermassen fezten die ganze Stadt in wenigen Minuten unter Wasser. Viele Häuser drohen einzustürzen, zahlreiche Brücken wurden weggerissen. In der Umgebung der Stadt wurde ein Bauernhaus samt seinen Bewohnern, bestehend aus einem Ehepaar und einem Kinde, vom Wildbach weggeschwemmt, nur der Baner konnte fich retten. Weiter sind mehrere Sägearbeiter ertrunken und eine auf freiem Felde arbeitende Frau wurde vom Blig er schlagen.

Fenerbericht. Donnerstagnachmittag gegen 4 Uhr wurde die Der Kampf gegen den Arbeitsnachweis der Holzindustriellen. Wehr nach der Höchſteftr. 27 gerufen. Hier war in einem Keller Die Zahlstelle Berlin des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes hielt durch Selbstentzündung von Breßkohlen ein Brand entstanden, der am Mittwoch eine außerordentliche Generalversammlung ab, um über Erlauchte Krönungsvergnügungen. Zu dem Gefolge des Kisten, Verpackungsmaterial 2c. erfaßt hatte. Die Gefahr konnte die weitere Stellungnahme zum Inmungsnachweis zu beschließen. frommen östreichischen Thronfolgers, der zur Krönung nach London indes bald beseitigt werden. Ein größerer Posten von Prestohlen Die Versammlung war außergewöhnlich start, besucht; Kellers großer gekommen war, befand sich auch der Prinz Franz Joseph von war früh 4 Uhr auf dem großen Kahlenplatz in der Sickingen- Saal samt den Galerien war bis auf den legten Platz besetzt. Un raganza, ein 23 jähriger östreichischer Offizier. Dieser hohe firaße 19/24 ebenfalls durch Selbstentzündung in Brand gemittelbar vorher hatte sich eine Versammlung der Vertrauensmänner Herr glaubte mun im Sinne des Königs die Krönung nicht würdiger raten, zu dessen Ablöschung die Wehr längere Zeit aus sämtlicher Bezirke und Brauchen mit derselben Frage bejchäftigt, die und patriotischer vorbereiten zu tönnen als indem er in eine bes einer Schlauchleitung Wasser geben mußte. Gardinen und Beschlußfassung jedoch der Generalversammlung überlassen. Güthlrüchtigte Kneipe des Londoner Ostens wanderte und dort mit jungen