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zugleich der direkte Chef des Polizeipräfekten ist, jeder Verantwort- es revidiert und an das Expedit übergeben, wo man es in die das Spind gerammelt", mehrere geschubbt, einem eine lichkeit für die wilfürlichen Maßnahmen" seiner Untergebenen und Registratur eintrug und dann dem Chef des betreffenden Departe: Ohrfeige gegeben 2c. Die Bengen hatten in der Boruntersuchung versichern die Regierung ihrer vollen Hingebung an die sociale ments abtrat, nämlich dem Leiter der Sicherheits - ganz bestimmte Angaben gemacht, schränkten diese aber heute, tvo Republik ..." abteilung, Polizeirat Olic. Dieser übertrug es seinem fie dem Unteroffizier Auge in Auge gegenüber Die Nationalisten hingegen durften, wie alljährlich, Adjutanten, dem Leiter des Polizeigefangenhauses Adjunkten der Vorsitzende hatten schwere Not, nur einen Teil deffen heraus­standen, ganz bedeutend ein. Der Anklagevertreter und unbehelligt sich auf dem Concordienplatz breit machen, um dort wieder Bejrik, dann erst auf Grund des ausnymen der Borfien de father going to be an Teil d einmal nach einem bekannten französischen Spottwort, Elsaß- Lothringen privaten Schreibens den ,, Steckbrief" verfaßte. Das Der Anklagevertreter" beantragte eine Gesamtstrafe von drei zurückzuerobern". Letzteres geschieht alljährlich am 14. Juli durch Manuskript erhielt dann der Setzer, hierauf der Korrektor, Wochen mittlerem Arrest. Das Gericht verurteilte den die Bekränzung des Standbildes der Stadt Straßburg und ent vorauf der Bürsten abzug wieder einem Polizei Angeklagten wegen vorschriftswidriger Behandlung Untergebener sprechende Hochrufe. Die Revanche- Kundgebung ist übrigens auch beamten übergeben wurde. Das fertige Beitungsblatt in zehn Fällen zu drei Wochen gelindem Arrest und sprach ihn diesmal mißlungen, trog der außergewöhnlichen Vorbereitungen, mußte dann dem Staatsanwalt Morstadt vorgelegt werden, von der versuchten Abhaltung von der Beschwerdeführung frei, da er trotz des Beschlusses der nationalistischen Gemeinderats- Mehrheit, in der mit etwas Scharfsinn in Dr. Buelow den Dr. Bülow hätte den Möbes nur gebeten hatte, die Sache nicht zu melden. Eine Bitte sei kein widerrechtliches Mittel. corpore an der chauvinistischen Kundgebung teilzunehmen, um so ertennen fönnen. gegen die neuliche Antirevanche- Rede von Jaurès zu pro­testieren.

Der Armenierkongres in Brüffel.

Man schreibt uns:

Und von allen diesen Personen, die das Pravo Lidu" nennt, Bou den Pflichten des Polizeibeamten. Ein Polizeisergeant sollen keinem einzigen die Namen Kaiser Wilhelm , Kaiser Friedrich, in Weitmar war von seinem Vorgesetzten aufgefordert worden, ein Bülow" aufgefallen sein! Von zehn akademisch gebildeten Beamten Kind nach dem Armenhause zu tragen, das eine polnische Arbeiter­sollte fein einziger die Anspielungen auf die Marienburger Rede frau, die sich in hochgradig erregtem Zustande im Meldebureau über des deutschen Kaisers bemerkt haben? die Steuern beschiverte, dem Amtmann vor die Füße gelegt Der Kongreß der Freunde der armenischen Boltssache, der Die Prager Narodni Listy" melden: Der Berliner Hof hat beamte weigerte sich, das Kind auf dem Arm durch den Ort zu hatte. Die Mutter war schreiend davongerannt. Der Polizei­gestern und heute in Brüssel tagt, ist ein sogenannter außer sehr dringlich eine Aufklärung verlangt. Diese Auf- tragen, da er kein Kindermädchen sei. Er wollte es durch sein parteilicher Kongreß. Gs nehmen an ihm Angehörige von Glärungen mußten indes eine Verzögerung erleiden, da der deutſche Parteien teil, die sich sonst ziemlich scharf gegenüberstehen. Galärungen mußten indes eine Verzögerung erleiden, da der deutsche Dienstmädchen holen und forttragen lassen. Der Amtmann handelt sich da um ein Mindest maß von Rechtsschutz und Generalkonsul in Prag , Baron Seckendorf, auf Urlaub ist. Da gestattete ihm darauf, das Kind nur bis zu ſeiner nahegelegenen Lebensmöglichkeit für ein Volk, gegen das ein unerhört aber das Verlangen nach Aufklärungen sehr kategorisch lautete, Wohnung zu tragen und es dort dem Dienstmädchen zu übergeben. grausamer Ausrottungstrieg geführt wird, und das nicht in wurde ein Sturier mittels Extrazuges nach Berlin gesendet, herhand as bauunter Leiben, wenn er der Lage ist, sich selbst zu helfen. Die Lage der Armenier hat der eine genaue Schilderung der ganzen Angelegenheit nach Berlin Ansehen als Polizeibeamter darunter leiden würde, fich feit 1895/96, wo die unerhört blutigen, mehr als hundert brachte. das hilflose halbnackte Kindchen durch die Menschenmasse auf der tausend Opfer dahinraffenden Wegeleien die ganze civilifierte Straße trage. Der Beamte erhielt wegen Gehorsams: Welt in Aufregung versetzten, womöglich noch verschlimmert. Eine Fälschung wirft die Germania " entrüstet dem Vor- verweigerung eine Disciplinar- Ordnungsstrafe von 9 9 Mark. Nicht das geringste ist geschehen, um die ungeheuerliche Willtür- wärts" vor. Die Fälschung" soll darin bestehen, daß der Vorwärts" Nach vergeblichen Beschwerden beandrat und Regierungs­angeblichen herrschaft und Ausbeutung zu mildern, denen das armenische Volt behauptet hatte, ber Machener Weihbtichef habe die Il nettbeit präsidenten flagte er beim Obererwaltungsgericht, erliegt; der Widerstand des Sultans und seiner reaktionären Um- der Aachener Reliquien zugegeben, während er nur die Möglich das die Geldstrafe in die Strafe einer Verwarnung um­an verschiedenen europäischen Höfen, denen sich der Beherrscher aller" Germania " ist ebenso erheiternd wie ihr sittlicher Zorn. Für jeden dem Borgesezten gegenüber zum Gehorsair verpflichtet, soweit.ihm Gläubigen" rühmen kann, noch verstärkt. Rußland, das Menschen von normalen Gehirnfunktionen hatte der Weihbischof damit nicht Aufträge erteilt würden, die gegen Betbotsgefeße verstießen. Das ehedem den wohlwollenden Freund der Armenier spielte, führt heute die Echtheit der Reliquien preisgegeben, daß er die Möglichkeit von sei hier nicht die Rede. Aitch tids sonst Unberechtigtes sei in den ihm gehörenden armenischen Landesteilen die Ruffifizierung ihrer Unechtheit zugab. Der Weihbischof erklärte rund heraus, vom Kläger nicht verlangt worden. Allerdings stehe in der Dienstinstruktion, den Beamten feien teine Arbeiten zuzumuten, gestattete er sich dann noch den Scherz, zu erklären, Ruffifizierung der Ostseeprovinzen, und Deutschland hält aus daß diejenigen, die die luechtheit der Reliquien behaupteten, diese der Beamte felber zum Richter darüber aufgerufen, bekannten Gründen dem Sultan im internationalen Konzert" die u nechtheit beweisen müßten. Als ob nicht die einfachste was ſein Ansehen ſchädige und was nicht. Er müſſe, wenn nur die Stange. Ueberlegung tausend Vernunftgründe gegen die Echtheit Schädigung des Anschens in Frage komme, den Befehl ausführen Die Gleichgültigkeit der europäischen Kulturwelt gegenüber der der Reliquien aufmarschieren ließe. Wenn jemand einen Backzahn und könne sich dann bei der höherſtehenden Behörde beschweren. Im armenischen Frage wird verstärkt durch die Vorurteile, welche Alexanders des Großen zu besigen behauptet, hat nach der Logik übrigen habe sich die Forderung des Amtmanns offenbar im Pflichten­hinsichtlich der Armenier in Europa , verbreitet sind. Weil eine Au des Weihbischofs nur derjenige ein Recht, die Echtheit dieses dent- reise des Polizeibeamten gehalten. Das Kind habe sich im hilflosen zahl Armenier in der Türkei Kaufleute und Geldhändler sind, wird würdigen Objektes anzuzweifeln, der diese Uuechtheit nachweist! Zustande befunden und habe im Meldeamt nicht bleiben können. Zu die ganze Nation als eine Nation von Wucherern und Blutsaugern Ferner erklärt die Germania", daß die ultramontane Preffe den Pflichten der Polizei gehöre es aber, hilflosen Personen die er­hingestellt. Thatsächlich handelt es sich in Türkisch- Armenien nicht niemals den firchlich- religiösen Charakter der Reliquienverehrung forderliche Hilfe angedeihen. zu lassen. Hätte der Kläger das Kind um die paar Emporkömmlinge in den Städten, sondern um die preisgegeben habe. Die Germania " glaubt also nicht darauf ver- hilflos auf der Straße gefunden, dann hätte er es ja ohne weiteres große Masse schwerarbeitender Bauern, Handwerker, Tagelöhner, die zichten zu dürfen, daß die Vernunft und die gesunde Satire durch mitnehmen müssen. Eine noch peinlichere Situation sei es, wenn sich fieben Achtel des armenischen Volkes bilden. ein Polizeibeamter eines Betrunkenen annehmen müsse, der sich viel Strafgesetz- Paragraphen widerlegt werden. leicht im Schmuge gewälzt habe. Da Kläger noch nicht bestraft auf eine falsche Annahme zurückzuführen sei, so genüge eine Ver­sei, sich nicht in der Form vergangen habe und fein Verhalten nur warnung.

rücksichtslosen Brutalität( Unterdrückung von Schulen 2c.) durch, wie die freili Die Echtheit der Gegenstände nicht zu beweisen sei; die sein Ansehen schädigen könnten. Dadurch werde aber nicht

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Was die Armenier verlangen, ist als Mindest maße die Durchführung derjenigen Reformien, welche die Großmächte selbst der Gutsbezirke" ist eine Berhandlung charakteristisch, die Der Gutsherr als Schulpatron. Für den kulturellen Segen 1895 der Türkei gegenüber als unerläßliches Erfordernis bezeichnet haben, sollen in den verwüsteten Landesteilen überhaupt fürzlich vor dem Oppelner Bezirksausschuß stattfand. Die Regierung erträgliche Zustände eintreten. Diese Reformen betreffen vor allem hatte den Neubau einer Schule und die Anstellung eines ziveiten eine Vertretung des armenischen Elements in den Verwaltungs- Lehrers in Jakobsdorf, Kreis Falkenberg ( Oberschlesien ), beschlossen. Burg Zur Lage in Bayern . behörden. Die armenische Reformpartei( Droschalisten") Deckung der Kosten war je zur Hälfte die Gemeinde und der Guts­516 i 1960 mm ünchen, 16. Juli. ( Eig. Ber.) verlangt außerdem die Einsetzung eines einer neutralen herr Kammerherr Freiherr v. Thielmann verpflichtet. Der Frei­Bei den heftigen Auslassungen der Centrumspresse gegen die europäischen Nationalität angehörenden General- herr aber, einer der reichsten Magnaten der Gegend, erhob gegen den derzeitige Regierung ist es aufgefallen, daß sich einige besonders gouverneurs, der nur mit Zustimmung der Großmächte ab- Beschluß Klage. Der Gutsbefizer meinte, man könne das alte Schulhaus scharfe Bemerkungen gegen den Minister des Innern richteten. Ein gesetzt werden darf, sowie die Schaffung einer allgemeinen durch Ankauf des Nachbargrundstücks erweitern und dadurch die Kosten des ultramontanes Blatt meinte, im Vergleich zu Herrn v. Feiligsch sei Landesvertretung der in Frage kommenden Distrikte. Neubanes sparen. Das Gutachten des Kreisarztes bezeichnete das Dr. v. Landmann eine wahre Lichtgestalt". Wie man hört, Außerdem wünscht diese Partei die Einsetzung einer ständigen euro- Projekt des Gutsherrn für eine unglückliche Anlage, da es ein- besteht jetzt bei den Centrumsführern eine ganz besondere päischen leberwachungskommission. geengt werde von einer Dungstätte und von Abortanlagen. Erbittering gegen Feiligsch. Feiligsch. Man will ihm auf die Das sind gewiß gemäßigte Forderungen. Sie bedenten teine Das materielle Jnteresse des Klägers, der eine Ersparnis erzielen Spur gekommen sein, daß er an der Entwickelung der Dinge Veränderung der Landkarte", keinen Umsturz, keine Bevorzugung wolle, könne nach Ansicht der Regierung gegenüber den die gesundheit gar nicht so unschuldig sei, wie er sich immer stelle; er soll vielmehr einer Religion oder eines Volksstammes, sondern nur den ersten lichen Verhältnisse würdigenden Anordnungen der Regierung nicht gerade bei der Affaire Landmann eine ganz besondere Thätigkeit Echritt, menschenwürdige Zustände in jenen unglücklichen Provinzen ausschlaggebend sein. Der Kläger bemerkte in einem Schriftfaze: entwickelt haben, die dem Centrum durchaus nicht gefällt. Auch Das Vorhandensein von Dunggruben und Schweineställen sei ist es bekannt, daß er ein Gegner des Schuldotations Gesetzes herbeizuführen. Die deutsche Socialdemokratie ist in Brüssel offiziell nicht ver- in Dörfern heimisch. war. Da sich das Centrum nicht für berechtigt hält, das Budget Der Kreisausschuß gab natürlich dem Kläger recht, der Bezirks- abzulehnen, so will man der Regierung jetzt dadurch das Mißtrauen die Meldung einiger Blätter, daß Bebel und Bernstein als Delegierte der Partei nach Brüssel gehen, beruhte auf einem Irr- ausschuß aber wies die Klage ab. ausdrücken, daß man bei dem einzigen noch zu erledigenden Etat, Aber was die Konferenz im Sinne der vorstehenden Aus- So wird der reiche Gutsherr doch nicht sein Schul ideal dem Kultus- Etat, größere Positionen abstreicht. Dieser Tattit führungen beschließt, ist der Sympathie der Socialdemokratie aller erreichen: daß die Kinder zwischen Dungstätten und Abort- Anlagen ift gestern im Finanzausschuß unter andrem ein Posten Länder sicher. zu tüchtigen Arbeitern für den gnädigen Herrn herangebildet von 100 000 Mart zum Opfer gefallen, wofür in den Münchener Kunstausstellungen alljährlich Kunstwerke angekauft wurden Mit Eine Grunwaldfeier im Dom zn Guesen. Nicht nur in solchen Mitteln hoffe man in Centrumstreifen his sum 806 östreichisch Polen, sondern auch in Deutsch- Polen ist die Grunnächsten Landtage, der im Jahre 1903 zuſammentritt, Gerald Feier, der Tag der Niederlage der Deutschordensritter, Ministerium Crailsheim- Riedel- Feiligsch hinwegefeli ore hight balan festlich begangen worden. Und zwar waren es nicht nur private der Centrumsfraktion selbst giebt es aber Lente, hi Der Kampf um die Papierzölle beschäftigte Donnerstag die Veranstaltungen, sondern nach dem Gnesener General glauben, daß diese geniale Tattit fonsequent durchgeführt wird. Bollkommission. Die Rücksichtslosigkeit und Rückständigkeit der Anzeiger" fand sogar im Gnesener Dome ein feier- Unser Münchener Partei- Organ erhält darüber eine authentische Agrarier und Hochzöllner offenbarte sich in den, über die Tariffäße licher Dankgottesdienst statt. Das Hochamt celebrierte ein Mitteilung, die sie unter der Spigmante: Die Politit der bis zu 150 Broz. hinaus beantragten Zöllen. Daß dadurch die ge- Domherr. Eine Prozession schloß sich an den Gottes ut" giebt: samte Buchdruckerei, speciell die Presse, schwer geschädigt wird, ist dienst. Der Lech" hatte die polnische Bevölkerung in einem Ein Interessent eines medizinischen Instituts, für das im vielleicht von den Dunkelmännern im flerifalen Lager mit den An längeren Artikel aufgefordert, sich an dieser Gedächtnisfeier recht Kultus- Etat eine Renbauforderung vorgesehen ist, erkundigte sich trägen beabsichtigt. zahlreich zu beteiligen." Polnisches Bauernweib, während des gestern bei einem der akademisch gebildeten Mitglieder des Centrums Die Agrarier wollen natürlich mit diesen Zöllen die Holzpreise Gottesdienstes über den Zwed desselben befragt, antwortete, wie nach den Aussichten des Postulats. Ihm wurde die Antwort: Das im Interesse der größten Grundbesitzer und des Fiskus künstlich erzählt wird: Die Messe wird heute zur Ehre und Verherrlichung Centrum wird beim Kultus- Etat jetzt so lange alles ablehnen, bis steigern. Das muß um so unverfrorener erscheinen, als thatsächlich des polnisch- katholischen Glaubens abgehalten, weil ein polnischer ein ihm genehmer Miniſter da ist. Der Referent Dr. Schädler ift die Holzpreise in den letzten Jahren so gestiegen waren, daß sie, König die Deutschen befiegt hatte." zur Zeit äußerst erregt und er will der Regierung die Macht des wie Abg. Gothein sagte, zu einer öffentlichen Kalamität geworden unsre Hatatisten und Granitbeißer sind natürlich völlig aus dem Centrums fühlen lassen. Kommen Sie über acht Tage wieder, find. Sehr unliebsam sind auch der Regierung die Anträge auf Häuschen über diese firchliche Feier, und verlangen, daß energische dann hat sich vielleicht die Erregung Schädlers etwas gelegt höhere Zölle als im Tarif angesezt sind, denn sie bereiten ihr jeden- Schritte" gegen die schuldigen Geistlichen" unternommen werden. und es läßt sich vielleicht etwas machen...!" falls Schwierigkeiten bei handelspolitischen Berhandlungen. Vom Warum sollte man nach den Voltsschülern, Gymnasiasten und Töchter­Centrum sprach kein Abgeordneter zu den von ihm unterstützten schülerinnen nicht auch ein wenig mit dem Klerus anbinden? Freilich Anträgen.­

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Deutsches Reich .

Papierzölle.

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Der Irrtum" der Prager Polizei. Wir hatten in einer Zuschrift aus Prag bereits mitgeteilt, daß es sich bei der Veröffentlichung des Prager Steckbriefes um tein Versehen handelt.

Wie nun das Prager socialdemokratische Blatt, das" Pravo Lidu" mitteilt, ist es jetzt schon sicher, daß die Veröffentlichung des Steckbriefes" nicht etwa bloß einem unliebsamen Zufall", wie man Rich gern ausreden möchte, zuzuschreiben ist. Das Pravo Lidu" nemt alle Beamten mit Namen, die an dieser Affaire ein Verschulden trifft. Es find gerade die Beamten, die sonst in politischer An­gelegenheit nicht genug an Schneidigkeit leisten können.

werden.

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würde dies Vergnügen weniger harmlos sein und erst recht den national- polnischen Fanatismus sowohl der polnischen Geistlichkeit wie der katholischen Bevölkerung entfeffeln. Was man auch beginnen möge, der polnischen Bewegung wird jeder Schritt der Regierung nur zum Borteil ausschlagen.

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und

Reichsländische Fabrikinspektions- Berichte. Aus Straß burg wird uns geschrieben: Nach den dieser Tage erschienenen Berichten der reichsländischen Fabrifinspektion für das Jahr 190 besteht das Personal der Gewerbeaufsicht aus vier Beamten, davon zwei für den Bezirk Oberelsaß( Sig in Colmar und Mülhansen) und je einer für Unterelsaß( Straßburg ) und Lothringen ( Metz ), ferner aus drei Assistenten, von denen einer dem Aufsichtsbeamten für Ein gelindes Urteil gegen einen Soldatenpeiniger. Lothringen , die übrigen zwei dem für Unterelsaß beigegeben sind. unsrem Halleschen Bruderorgan entnehmen wir folgende Einzelheiten Außerdem find in der Stadt Straßburg vier, in den Städten über eine Kriegsgerichtsverhandlung der 8. Division, Hagenau , Colmar , Gebweiler, Markirch , Mülhausen , Mez und Saar­wider den Unteroffizier Felgentreff, bei der man, wie das Blatt gemind je ein technischer Beamter des städtischen Bau­bemerkt, intereffante Studien über das Abhängigkeitsverhältnis der amts zu Assistenten der Gewerbeaufsichts- Behörden in Bezug auf Gemeinen" von den Unteroffizieren habe machen können. den Arbeiterschutz bei der Ausführung von Bauten bestellt. Die Der Angeklagte wurde der vorschriftswidrigen Behandlung seiner Gesamtzahl der in Fabriken und diesen gleichgestellten Anlagen einschließ Untergebenen und der versuchten Abhaltung von einer Beschwerde lich Bergbau und unterirdischen Brüchen Beschäftigten beläuft sich im beschuldigt. Als der Musketier Möbes im Sommer v. 3. Reichsland auf 187 433. Rechnet man zu diesen Erwerbsthätigen die Der Text des Steckbriefes ist derart gefaßt, daß es ganz in der Friedrichs- Kaferne wegen eines Ohrenleidens im nicht beschäftigten Frauen und Kinder hinzu, so ergiebt sich bei einer und gar ausgeschlossen ist, es könne auch nur Lazarett lag, äußerte er dem Arzte gegenüber, daß er von Bevölkerung von rund 1700 000 Seelen ein Prozentsaz von industrieller einem der Beamten, die die Steckbriefe vorher seinem Korporalschaftsführer, Sem Angeklagten, einmal mit einer Arbeiterschaft, nach dem Elsaß- Lothringen in erster Linie als In­gelesen haben, unflar gewesen sein, gegen wen er schwarzen Tuchhose uni den Kopf geschlagen worden sei, wodurch er dustriel and anzuseher ist. Die Stellung desselben gegenüber gerichtet ist. Die Korrespondenzkarte, die aus Podwoloczyska in glaubte, fich das Ohrenleiden zugezogen zu haben. Darauf an den Getreidezöllen ergiebt fich daraus von selbst. Brag anlangte war anonym, sie war an den Prager Magistrat gestellte Ermittelungen in der Korporalschaft des Angeklagten er- Die wirtschaftliche Depression hat sich nach den gerichtet und wurde von diesem der Polizeidirektion abgetreten. Die gaben, daß der Unteroffizier nicht bloß Möbes, sondern auch den Berichten in erster Linie im Baugewerbe, dann aber auch in der Starte war nicht, wie es ursprünglich hieß, in polnischer, sondern in Musketier Rolle mit den Hosen um die Ohren geschlagen und oberelsässischen Textilindustrie und in den Hüttenwerken Lothringens deutscher Sprache abgefaßt, und es stand auch nicht Dr. Buclow daß Stolle am Kopfe eine Wunde davongetragen hatte, die ihm bemerkbar gemacht. Die erstere suchte sich durch Einlegung von Die Verlegung mit der einem oder mehreren Feiertagen über die schlimmste Situation darauf, sondern ganz deutlich Dr. Bülow, woraus erſt durch schnalle wurde bent Angelagten aber nicht zur& ast hinwegzuhelfen, war aber trogdem auch zu erheblichen Arbeiter­einen Druckfehler des Setzers im Polizei- Anzeiger"" Buclow" gemacht gelegt, da diese eine nicht beabsichtigte Folge Er entlassungen genötigt. In den lothringischen Hüttenwerken nahmen scheinung des Schlages gewesen sei. Daß das Ohren- diese zum Teil einen sehr großen Umfang an. Von allgemeinem Wenn man selbst das Unmögliche annehmen sollte, daß der leiden von dem Schlage herrühre, wurde von dem Arzt Interesse sind auch die Mitteilungen des unterelsässischen Aufsichts­Beamte, der die Karte zuerst erhielt, die Bedeutung der Karte nicht als nicht erwiesen angesehen, da Möbes schon vorher ohren beamten über die Handhabung der im§ 122 der Reichs- Gewerbe- Ordnung erkannt haben sollte, so muß doch darauf verwiesen werden, daß leidend gewesen sein könne. Möbes hatte aber in A brede ge- enthaltenen sündigungsbestimmungen. Unter dem Eindruc der Steckbrief" durch die Hände Hände einer ganzen Reihe stellt, vor den Schlag ein derartiges Leiden verspürt zu haben. der üblen Erfahrungen, die mit demselben gemacht wurden, gehen große: von Beamten gehen mußte und von allen diesen Beamten Bei der Voruntersuchung stellten sich aber eine ganze Menge andrer und kleinere Gewerbetreibende immer mehr zum fristloseau gelesen wurde. Zuerst wurde Zuerst wurde der Brief im Einreichungs- Dinge heraus, die darauf hindeuteten, daß der Unteroffizier mit Kündigungsrechte über. Die Bestimmungen über das Strafrecht de der Brief im Einreichungsfeinen Untergebenen nicht nach Knigges Umgang mit Menschen" Arbeitgebers, wie sie der§ 134 b der Gewerbeordnung vorsteht prototoll des Magistrats gelesen, von vo er dem Referenten verfahren war. So hatte er einen Soldaten auf die gehen werden nach den Mitteilungen des Berichtes in Orten, wo Ersatz filt zugeteilt wurde. Dieser erkannte, daß der Magistrat nicht kompetent getreten, den andern in den Schenkel gefniffen, entlassene Arbeiter leicht zu beschaffen ist, nicht gern in die Arbeits sei, und trat das Schreiben der Polizeidirektion ab. Hier mußte es baß ein blauer Fled entstand, einem den Helm auf den ordnung aufgenommen; fündigungslose Entlassung sei das a auf dem üblichen Wege zuerst in das Präsidium. Dort wurde opf geftaucht, einen, wie man sich auszudrüden beliebte, gegen genehme und daher lieber angewandte Wittel, um die Ordnung

wurde.

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