Nr. 201. 19. Jahrgang.
Litterarische Rundschau.
Das
Prof. Wilhelm Förster .„ Lebensfragen und Lebensbilder." Social: Wenn freilich Herr Dr. Niehn unter Berufung auf Gen. Kautskysseßung, die Ursache ihrer Fehlurteile sieht, seit Jahren bestehe ethische Betrachtungen. Berlin 1902. John Edelheim. den hohen Regierungen das Konsumvereinswesen als ein Mittel tein gweifel darüber, daß Privat Ehrenbeleidigungen der Aus diesen gesammelten Aufsätzen und Vorträgen spricht uns wider den Umsturz anpreist, so wird er damit wenig Erfolg Kompetenz der Schwurgerichte zu entziehen seien. Einerseits wird die Stimme eines überaus feinen und klugen Menschen an. Förster erzielen. Wer Gelegenheit gehabt hat, in Sachsen den Kampf es überaus schwer sein, den Begriff der Privat- Ehrbeleidigung richtig redet von der Verkürzung der Arbeitszeit und von der Franenfrage, gegen die Umsatzsteuer zu beobachten, weiß, wie revolutionierend zu konstruieren, weil es sich dabei doch mehr um die Stellung der von Demokratie und Fürstentum, Ethik und Politik, von Napoleon , gerade dieser Kampf um die Konsumvereine auf die Arbeiter gewirkt beleidigten Person, als um die Art der kritisierten Thätigkeit handeln Bismarck und vielen andern Dingen, und immer wieder muß man über die hat. Niehn selbst ruft mit seinem Buche ja ganz andre Wirkungen kann, andrerseits entfallen alle Einwände gegen die Schwurgerichte, Das Argument, es Leidenschaftslose Milde erstaunen, mit der er an die Beurteilung aller hervor, als es in seiner Absicht liegt. Wer sich seinen Schilderungen wenn ihre Zusammensetzung verbessert wird. Fragen herantritt. Für ihn ist nichts so gut, daß es nicht auch eine ganz gefangen giebt, dem muß die Zornesader schwellen über handle sich oft um zu geringfügige Sachen, als daß es sich verlohne, schlechte, und nichts so schlecht, daß es nicht auch eine gute Seite die Behandlung, die die meisten deutschen Regierungen den ihretwegen einen so komplizierten Apparat in Scene zu setzen, hätte. Man kann an diesem Buche deutlich studieren, wie da Konsumvereinen angedeihen lassen. Es ist wahrhaftig ein Bild kann dort, wo es sich um die Wahrung eines so wichtigen wahrhaftig jeder Gegensatz in seinem Gegensatz aufgehoben und des lebendigsten und spannendsten Klassen kampfes, das Grundsatzes handelt, kaum ernstlich in Betracht kommen. aufgehoben" ist, d. h. in diesem Falle, wie knapp die Förstersche Dr. Riehn seinen Lesern entrollt, und seine Wirkung ist Schöffen gericht, das Ingwer für Privat- Ehrenbeleidigungen vorEthit mit ihrem Gerechtigkeitsfanatismus daran ist, in einen ethischen um so sicherer, je weniger sie beabsichtigt ist. Die Thatsachen sind schlägt. dürfte nach den Erfahrungen andrer Länder nur das Nihilismus zu überschlagen, der schließlich alles versteht und alles einfach stärker als der Mann! Es ist aber auch ein Erbteil des lassen vorurteil des Besizes mit dem Amts vorurteil der anberzeiht und nicht richtet, um nicht gerichtet zu werden. Meisters, wenn Riehn an einer falschen Alternative hängt und gestellten Gelehrsamkeit brüderlich vereinigen. Nicht etwa, daß es Herrn Prof. Förster einfiele, das„ Böse" zu zwischen der praktischen Bethätigung und der„ revolutionären berteidigen, o, er tadelt cs, tadelt es ganz gewiß! Aber dieser Tadel Phrase" einen Gegensatz zu konstruieren sucht. Beide sind doch in ist ohne Kraft, denn er ist ohne Ha B. Prof. Förster meidet jedes Wirklichkeit ferngesunde Zwillinge, und was dem einen nützt, ist dem Kampfgetümmel; jede revolutionäre Klangfarbe" beleidigt sein Ohr, andern willkommen. Dem Apostel des socialen Friedens, der von Ich glaube, wenn er zu Christi Zeiten gelebt hätte, hätte er selbst kommt", steht es schlecht an, die einzig berechtigte reine Wissen wohl die Benutzung des Tempels als Fruchtbörse entschieden schaft zu spielen. mißbilligt, nicht minder aber würde ihn die Gewaltthätigkeit des Tische und Stühle umwerfenden Ruhestörers peinlich abgestoßen haben. Diese vornehme Temperamentlosigkeit mag nun für das private Leben unter Umständen einen großen Vorzug bedeuten, im öffentlichen Leben ist sie einem Berzicht auf jede Wirkung gleich bedeutend. Die Mißerfolge der Gesellschaft für Ethische Kultur haben das reichlich bewiesen.
Den Genossenschaftlern wird diese flotte Streitschrift, die sich in erster Reihe doch gegen die gewerbsmäßige Mittelstandsretterei richtet, sehr willkommen sein.
Grieben.
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Constantin Liebich . Das Arbeitsheer. Ein Zukunftsbild der staatlichen Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Berlin 1902. Wiegandt u. Ob nun diese Wirkungslosigkeit zu bedauern ist? Nein, und tausendmal nein! Denn so zweifellos ehrlich diese fühle Voraus- Die Phantasien eines guten Deutschen ! Constantin Liebich erjegungslosigkeit des politischen Denkens vom subjektiven zählt die rührende Geschichte eines arbeitsschenen Trunkenbolds, der Standpunkte aus auch ist, so scheinheilig, so heuchlerisch in das deutsche Arbeitsheer" eingereiht wird und durch militärische wirkt sie in objektivem Sinne. In einem Lande, dessen Bucht und Ordnung ein so braver Mann wird, daß er vom Kaiser Denkfreiheit durch Strafgeseze beschränkt ist, und in dem bestimmten einen Orden bekommt. Das einzig Wichtige an dieser Schrift und Kreisen wieder eine gewisse standesgemäße Enge der geistigen Be- andren ihresgleichen besteht darin, daß man an ihnen den Einfluß wegung geboten wird, kann der Prediger der rechten Mitte schwerlich studieren kann, den die socialistische Wirtschaftskritik auch auf dem bitteren Schicksale entgehen, den einen für verdächtig, den andern fonservative Stöpfe ausgeübt hat. Daß die Kinder eines so unfür vorsichtig zu gelten, beiden aber als recht überflüssig zu erscheinen. natürlichen Bundes Ungetüme mit zwei Köpfen sind, ist weiter nicht Die herrschende Staatsgewalt weiß fehr genau, wofür sie fämpft, verwunderlich, und drollig ist, daß sich gerade der Begründer der und ein guter Teil ihrer Vertreter ist ehrlich davon überzeugt, in Berliner Schrippenfirchen" für einen socialistischen Kasernen diesem Kampfe die sittlichen Güter der Nation" zu verteidigen; die staat" nach dem Muster des gepriesenen Militarismus so sehr erArbeiterklasse weiß nicht minder genau, wofür sie fämpft, und auch über wärmt. Weitere Bedeutung kommt diesem Schriftchen nicht zu. ihrer Interessensphäre schwebt ein Sittlichkeitsideal, das nach ihrer leberzeugung edler und reiner ist als das ihrer Gegner. Beide Teile sind nun darin einig, daß für die höchste absolute Sittlichkeit in dieser Welt fein Plaz ist: überhaupt nicht, meinen die einen, vorläufig nicht, hoffen die andern. Der Unterhändler, der mahnend und beschwichtigend von einem zum andern läuft und beide Teile zu bewegen sucht, das anzunehmen, was ihm das Beste dünkt, verjämnt bei diesem aussichtslosen Beginnen für das erreichbare Bessere einzutreten und wird mit vollem Recht von beiden gescholten. Die ethische Kultur, die Herr Prof. Förster in diesem Buche predigt, ist schließlich nichts andres als eine Art von politischem Quietismus, im besten Falle ist sie ein Verpuppungszustand, in dem sich manche schwarzweiße Raupen zu roten Faltern verwandeln fönnen; im allgemeinen aber bleibt sie politisch und social in jener Bwitterstellung hängen, die Robert Pruzz schon so artig verspottet hat:
Dr. J. Ingwer. Die Breßreform. Eine Kritik der Regierungsvorlage vom 11. Juni 1902. Wien 1902. Verlag der Wiener Bolfsbuchhandlung Ignaz Brand.
Sehr bemerkenswert ist Jugivers Alarlegung, daß der§ 36 des neuen Gesetzes eine schwere Gefahr für das Koalitions. recht bedeute. Dieser Paragraph besagt nämlich: Wer eine offenbar gehässigen Beweggründen entspringende mittelbare oder unmittelbare Aufforderung zu Meidung des geschäftlichen Verkehrs mit bestimmten Kreisen von industriellen Gewerbetreibenden... durch eine Druckschrift veröffentlicht, ist wegen Uebertretung an Geld mit 50-2000 Kronen zu bestrafen."
Diese Bestimmung richtet sich offenbar in erster Linie gegen den in Destreich beliebten nationalen und konfessionellen Boykott, läßt regel des Lohukampfes anwenden. Alles in allem gewinnt man aue sich aber sehr bequem auch gegen jede im Druck empfohlene MaßIngwers Darstellung keineswegs den Eindruck, als ob das neue Gesetz das viele Lob verdiente, das es gefunden hat.
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„ Das Problem der verhältnismäßigen Siegfried Geyerhahn. Bertretung." Ein Versuch zu seiner Lösung. Tübingen und Leipzig . J. C. B. Mohr. 1902.
Als elftes Stück der von den Universitätsprofessoren Edmund Bernazik und Eugen v. Philippovich herausgegebenen Wiener Staatswissenschaftlichen Studien" ist diese Schrift die erste, sie sich nicht mit östreichischen Verhältnissen und Zuständen beschäftigt, sondern auch für andre Staaten politisch unmittelbare Bedeutung befigt. Siegfried Geyerhahn, ein entschiedener Anhänger des Proportional Wahlverfahrens, liebt es nicht, auf Oestreich. zu exemplifizieren, das ihm allzu sehr in mittelalterlichen Wahlrechtszuständen vesangen erscheint, sondern er zieht das Deutsche Reich vor, das freilich diese Ehre seiner reaktionären Regierung halber schlecht verdient. Indem der Verfasser die bekannte Rechnung aufstellt, nach deren Ergebnis die Socialdemokratie geDer bekannte östreichische Parteigenosse und Rechtsanwalt tommt rechterweise mit 110 Abgeordneten im Reichstag vertreten sein müßte, bei der Kritik des neuen östreichischen Breßgefeßes im Gegensatz zu spricht er ja selbst den Aussichten, die sich unter dem gegenwärtigen der milden Beurteilung, die dieses Wert der Gesetzgebung auch in Kurse im Deutschen Reiche seiner demokratischen Wahlgerechtigkeit der oppofitionellen Breffe erfahren hat, zu einer sehr entschiedenen eröffnen, bis auf weiteres das Todesurteil. Verurteilung. Er erkennt in dem Entwurfe eine verböserte Auflage Geyerhahn verwirft die bestehenden Systeme des Proportionaldes deutschen Preßgesetzes, das sich das Kompliment gefallen lassen Wahlverfahrens, besonders das belgische. Dieses Wahlverfahren muß, es sei natürlich nach dem bestehenden östreichischen das hat es nicht verhindern können, daß die belgischen Klerikalen bei reaktionärste von Europa . Solche Verböserungen" bestehen im den Kammerwahlen vom 25. Mai 1900 mit 86 gewonnenen Sigen Konzessions zwang für Buchhändler, der bestehen bleibt, die Mehrheit in der Kammer erhielten, obwohl sie nach dem Verobgleich in Deutschland auf 7497 Einwohner ein Buchhändler hältnis der Wählerziffern mur 74 von im ganzen 152 Kammerſizen tommt, in Oestreich aber erst einer auf 30 478, in den Beschrän hätten einnehmen dürfen. Den Grund dieser Ungerechtigkeit erkennt tungen der Kolportagefreiheit, in der Abgabe der Geyerhahn in dem Umstande, daß der Grundsatz der Verhältniswahl Pflichteremplare, hauptsächlich aber in der Reform des ob nur innerhalb der einzelnen Wahlbezirke gilt, für die gesamte jettiven Verfahrens und den Veränderungen der Gerichts- Busammensetzung der Kammer aber nicht entscheidend ist. Geyerbarkeit. Der Unterschied zwischen alter und neuer Ordnung be- hahn hat nun ein Mittel gesucht, um unter Beibehaltung der steht einzig und allein darin, daß die Regierungsvorlage die straf- Selbständigkeit der Wahlbezirke gleichwohl die Verwertung baren Handlungen, wegen welcher die Beschlagnahme zulässig ist, der unvertreten gebliebenen fleineren Minoritäten für die aufzähle, während sowohl im alten Preßgeseze als auch in der Gestaltung des Gesamtresultats möglich zu machen. Strafprozeß- Ordnung eine derartige Aufzählung fehle. Die Auf- macht folgenden Vorschlag: Es sollen halb soviel Wahlbezirke zählung der Vergehen, wegen welcher eine vorläufige Beschlagnahme geschaffen werden, als Mandate zu befeßen sind. Jeder Bezirk wählt vorgenommen werden könne, sei so erschöpfend, daß die Censoren zunächst einen Abgeordneten. Die Stimmzettel werden nach dem allen Grund hätten, zufrieden zu sein. Und wenn sie fünftig auch australischen Verfahren eingerichtet, d. h. sie müssen die Aber auch Klugheit und Gerechtigkeit tönnen bis au solcher Sub- manche Meinungsäußerung nicht würden beschlagnahmen tönnen, Namen aller im Bezirke angemeldeten Standidaten samt ihrer Parteitilität geschärft werden, daß ihre Spizze bricht!
Allzuscharf, ihr wißt, macht schartig. Tadeln dürft' ihr, aber artig Naisonnieren, aber facht.
Schwarz und weiß, das sind Extreme:
Grau, das ist das Angenehme,
Das so Schwarz in Weiß enthält.
Jede Sache hat zwei Seiten,
Ueber jede läßt sich streiten..
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tönnten.
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Er
so würde ihnen doch der süße Trost bleiben, daß sie denjenigen, zugehörigkeit enthalten; der Wähler bezeichnet durch ein bestimmtes der diese Meinung geäußert hat, zuverlässig einsperren lassen Zeichen den Kandidaten der ihm genehm ist. So wird die eine Hälfte der Abgeordneten gewählt und zwar mit absoluter Majorität. Diese Zuverlässigkeit hat bekanntlich bis jetzt gefehlt, da fast Eine Wahl- Centralstelle berechnet sodann die Gesamtstimmenzahl, die Seine vollswirtschaftliche und sociale Bedeutung. J. S. Cottasche alle Breßdelikte vor das Schwurgericht tamen. Nun werden Ehren- jede Partei erhalten hat, wobei auch die Wilden als eine Buchhandlung Nachfolger. Stuttgart und Berlin 1902. beleidigungen der Jurisdiktion der Geschwornen entzogen und vor Partei zählen, und wie viele Mandate ihr noch zur Erreichung der Wie soviele von den Münchener voltswirtschaftlichen Studien. die Bezirksgerichte gebracht. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, auch richtigen Verhältniszahl fehlen. Diese Mandate werden nun mit die die Professoren Brentano und Lozz herausgeben, trägt auch Beamtenbeleidigungen vor den gelehrten Richter zu bringen. Gegen diese jenen unterlegenen Parteimännern besetzt, die die größten Stimmendiefes ihr einundvierzigstes Stück den Charakter einer Schülerarbeit. Bestimmung wendet sich Ingwer mit aller Schärfe, und seine Angriffs- zahlen auf sich vereinigt haben. Da dieses System Ersazwahlen Prof. Lujo Brentano hat ihm ein Vorwort mitgegeben, aber lange lust hätte gewiß feine Abschwächung erfahren, hätte er auch das deutsche vermeiden muß, sind gleich bei den allgemeinen Wahlen zwei Erfagnoch, nachdem er das Wort an Herrn Dr. Riehn abgegeben hat, tönt Verfahren bei Beamtenbeleidigungen aus eigner Bragis kennen ge- männer zu wählen, die der Reihe nach in die etwa entstehende Lücke des Meisters Stimme nach. Brentano hat nun die Eigenschaft lernt. Alle Fehlurteile, die parteiische und unwissende Schwurgerichte eintreten tönnten. Vorzug und Fehler zugleich!-, mit einem scharfen Blick für wirt- in Destreich gethan haben, wiegen die Vorteile des Grundsatzes, An einem Uebermaße von Einfachheit leidet Herrn Geyerhahus schaftliche Neubildungen begabt zu sein, ihre unmittelbare Wirkung alle Breßdelikte vor das Schwurgericht zu bringen, lange nicht auf. Vorschlag allerdings nicht, und besonders die Ersatzmännerwahl dürfte aber für den gesamten Produktionsprozeß leicht zu überschätzen. Er Die östreichischen Genossen, zumal die Wiener , haben in der letzten in der Praxis zu recht argen Mißverständnissen der Wähler führen.. ist sozusagen ein Utopist der Wirklichkeit. Man erkennt ihn wieder Zeit zu sehr unter der Parteilichkeit der verluegerten Schwurgerichte An der Möglichkeit, das allgemein bestehende Wahlsystem gein der Arbeit seines Schülers, für den scheinbar alle Fragen der Welt gelitten, als daß sie sich für diesen Grundsatz begeistern fönnten. rechter zu gestalten und durch Erfahrungen der Praxis zur Vollmit einer zunehmenden Verbreitung des Konsumvereinswesens Nichtsdestoweniger bleibt seine Durchbrechung ein gefährlicher Rück- tommenheit zu bringen, hat übrigens auch vor dem Erscheinen dieser gelöst find. schritt, der sich für jene Länder besonders empfindlich bemerkbar Schrift taum jemand gezweifelt. Der schwierigere Teil der Arbeit machen wird, in denen er nicht durchgeführt ist. Wenn sich Oestreich liegt noch vor uns, und schließlich kann niemand verlangen, daß er genötigt" sieht, von ihm abzutveichen, so wird andern Regierungen in einem staatswissenschaftlichen Seminar gelöst wird, sei es auch ein Argument dafür geliefert, ihn nicht anzunehmen. Trotzdem noch so wenig durch den Bolizeistock eingeengt, wie erfreulicherweise meint selbst Ingwer, der sonst mit Recht nicht in dem System der das des Herrn Prof. Bernazik in Wien . Schwurgerichte, sondern in der heute beliebten Art ihrer Zusammen
Man darf nun eine solche, leicht übers Ziel hinausschießende Begeisterung in diesem Falle durchaus nicht als schädlich ansehen. Ganz im Gegenteil! Die Bedeutung des Konsumvereinswesens ist so lange unterschätzt worden, daß eine Periode der Ueber schäßung nur ein wohlthätiges Gleichgewicht herstellen könnte.
Siebenter Verbandstag der Schneider und Schneiderinnen Deutschlands .
München , 27. Auguft. Auch heute dauert die geschlossene Sigung des Verbandstages noch fort. Schon gestern stellte es sich heraus, daß zu den bereits angeführten noch diverse andre Punkte der Tagesordnung in den Kreis der Besprechung gezogen werden müssen, so z. B. Wahl des Sizes für den Vorstand und Ausschuß, die Lohnbewegungen der legten Jahre und eine Reihe hierher gehöriger Anträge.
wird mit allen gegen acht Stimmen bejaht. Ebenso die weitere Frage, ob dieser anzustellende Beamte in Zukunft als erster Vorsitzender des Verbandes zu fungieren habe. Andre Anträge und eine Resolution bleiben der öffentlichen Abstimmung und Erledigung vorbehalten. Nachmittags fällt die Sigung aus, da das Lokalkomitee einen Ausflug des Verbandstages nach dem Starnberger See arrangiert hat.
Die Diskussion erstreckte sich hauptsächlich auf Personenfragen, die teilweise bereits in der öffentlichen Sigung vom Dienstag Die Genossen, die zum 1. August d. J. den„ Vorwärts" und bormittag angeschnitten wurden, für die Oeffentlichkeit aber feinerlei sonstige Barteilitteratur bestellt, aber versäumt hatten, bei ihrem bisUnter andern wurde ausgeführt, die gegen- herigen Privatspeditenr abzubestellen, und dadurch den Vorwärts" Bedeutung haben. wärtige Situation sei eine Folge der Knauferei des Vorstandes am weiterhin von demselben nehmen mußten, werden hiermit ersucht, unrichtigen Orte. Man habe sich dort die Verhältnisse in mancher bis zum 31. Auguſt bei dem Privatſpediteur abzubeſtellen und zum Hinsicht über den Kopf wachsen lassen. Daran trante das ganze 1. September bei der Parteispedition zu abonnieren. Syftem. Man müsse also andre Wege einschlagen, besonders in Weiter wird ersucht, die weitgehendste Agitation für unser UnterStreiffragen, wo manche tattische Fehler gemacht wurden. Es dürfe nehmen, die Parteispedition zu betreiben, die geschaffen worden ist über die Dittaturversuche des Vorstandes in der Fachzeitungsfrage im Interesse des Kreises und der Partei, nicht geschwiegen werden. Es trete eine neue Entivickelungsphase ein, die keineswegs bedauerlich sei. Man habe in Zukunft mit einem forporativen Arbeitgeber- Verband zu thun und müsse dieser Thatsache Rechnung tragen.
F. S.
straße, Großbeerenstraße 10-85, Hagelsbergerstraße, Hasenheide, Heima straße, Hohenstaufen- Blag, Hornstraße, Jahnstraße, Johanniterstraße, Johannistisch, Jüterbogerstraße, Stazzbachstraße, Kloedenstraße, Stopischstraße, Kottbuser Damm, Kottbuser Damm, Kreuzbergstraße, Kreuzbergstraße, Lachmannstraße, Lantwißstraße. Lehninerstraße, Lichterfelderstraße, Luisens fer 47 bis Ende. Marheineke- Plaz, Mariendorferstraße, Mittens walderstraße, Möckernstraße, Morißstraße, Müllenhoffstraße, Nostiza straße, Plan- Ufer, Prinz August von Württembergstraße, Prinzen straße 1-16 und 103-119, Schenkendorfstraße, Schleiermachers straße, Schönleinstraße. Sedan- Ilfer, Siboldstraße, Solmsstraßa, Teltowerstraße, Tempelherrenstraße, Tempelhofer- üfer, Am Urban , Urbanstraße, Wartenburgstraße, Waterloo- Ufer, Wasserthorstr. 1-76, Willibald Alexisstraße, Wilmsstraße, Yorfstraße 1-34 und 58-90, Boffenerstraße, Billichauerstraße. Die Kommission und die Vertrauensleute. verein in den 6 st schen Lokalitäten ein Volts fest. Entree 20 Bf. Schöneberg. Am kommenden Sonntag veranstaltet der WahlGine zahlreiche Beteiligung wäre wünschenswert.
Lokales.
Das höfifche Schaugepränge,
Der Parteispediteur ist Genosse H. Werner, Mittenwalderstr. 30, vorn parterre links. Für die Partei- Spedition tommen folgende Straßen in Betracht: das der deutsche Kaiser seinem Gast, dem König von Italien, Alexandrinenstraße, Am Tempelhofer Berg, Arndtstraße, Barutherstraße, Bärwaldstraße, Belle Alliancestraße, Bergmannstraße, Blücherstraße, am Donnerstag bereitet hat, ist programmgemäß verlaufen. Der Blücherplaz, Boechstraße, Boppstraße, Brandenburgstr. 1-17 u. 64-82, tönig ist unter einem gewaltigen Aufgebot von Militär und von Camphaufenstraße, Chamisso Blag, Dieffenbachstraße, Fichtestraße, Striegervereinen, wie es bei solchen Gelegenheiten Brauch ist, durch Die Frage, ob der Verbandstag der Meinung ist, daß sich Fidicinstraße, Friesenstraße, Fürbringerstraße, Geibelstraße, Gitschiner- die Sieges- Allee" und die Linden" nach dem kaiserlichen Schloß ges die Anstellung eines dritten Beamten im Verbandsbureau nötig macht.| straße 1-113, Gneisenaustraße, Golßenerstraße, Gräfestraße, Grimm. leitet worden.
Kurz vor Schluß der heutigen Vormittagssigung kommt es nach gründlicher Aussprache über alle zur Beratung stehenden Fragen zur Abstimmung.