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Nr. 247. 19. Jahrgang.

2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Mittwoch, 2. Oktober 1902.

Berliner Partei- Angelegenheiten. framhändler ist daraufhin noch am Abend aus der Haft entlassen Stunde zum Stehen gebracht werden. Judes wurde der Schuppen

Parteigenossen und Genoffinnen!

Am kommenden Sonntagvormittag findet in Berlin und den Bororten eine umfassende

Flugblattverbreitung

statt, bei der alle Genossen und Genoffinnen ihre Pflicht zu erfüllen haben. Es handelt sich um eine Propaganda zu Gunsten des Partet Organs, für welches alle, denen das Wachsen der Partei am Herzen liegt, zu agitieren Gelegenheit haben. Keiner darf bei dieser Arbeit fehlen, jeder, der fich Socialdemokrat nennt, hat pünktlich am Blaze zu sein. In den nächsten Tagen werden die Stellen bekannt ge­geben, wo sich die Verbreiter einfinden, doch geben wir vom Statt finden der Verbreitung schon heute Kenntnis, damit ein jeder sich rechtzeitig auf die im Dienste der Partei zu erfüllende Arbeit ein richte.blo

Die Vertrauensleute.

worden.

über in der Nottvehr gehandelt habe und die Untersuchung hat er daß die Feuerwehr von drei Seiten mit Dampfsprißenrohren an geben, daß diese seine Darstellung glaubwürdig ist. Der Grün- greifen konnte. Auf diese Weise konnte der Brand innerhalb einer und ein Teil Brennholz eingeäschert. Eine Liebestragödie spielte fich in der Nacht zu gestern auf dem Fenerbericht. In der Nacht zum Dienstag wurde die Wehr nach Grundstück Elsasserstr. 37 ab. Eine 23 Jahre alte Helene Möller, die der Culmstr. 3 gerufen. Hier war durch Unversichtigkeit gegen 11 Uhr vor zwei Jahren aus Köln hierher tam, erst Konfettioneuse war in einer Kellerwohnung ein Brand ausgekommen, der in kurzer Zeit und dann Kellnerin wurde, weil sie keine Stellung hatte, unterhielt Wäschestücke, sowie Möbel erfaßt hatte, aber noch im Entstehen unter­Cafés, der ihr verschwiegen hatte, daß er verheiratet ist. Gestern in der Potsdamerstr. 123a ebenfalls einen Wohnungsbrand abzus seit einiger Zeit ein Liebesverhältnis mit dem Geschäftsführer eines drückt werden konnte. Zur selben Zeit hatte die dritte Compagnie abend kam es zum Bruch, da das Mädchen erfuhr, daß sie ihre löschen, der in der Hauptsache Gardinen und Kleidungsstücke be= Liebe einem verheirateten Manne geschenkt hatte. Becherei in der Klause" in der Novalisstraße begleitete der Geschäfts- beseitigt werden, daß den Fußboden und die Ballenlage ergriffen. Nach einer schädigte. In der Fehrbellinerstr. 100 mußte abends 7 Uhr ein Feuer führer seine Geliebte, die in einer besseren Wirtschaft in der Friedrich hatte. straße beschäftigt war, nach Hause. In der im dritten Stock gelegenen Umfallen einer Petroleumlampe Deden, Betten 2c. in Brand geraten, Eie Stunde später waren in der Prinzenstr. 103 durch Wohnung gab es dann die letzte Auseinandersetzung. Nachdem der deren Ablöschung jedoch bald erfolgen konnte. In der Marien­Geschäftsführer sich entfernt hatte, sprang das Mädchen vom Balkon burgerstr. 4 hatte die Wehr kurz vorher in einem Keller einen Brand auf die Straße hinab und wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus zu beseitigen, der im wesentlichen Verpackungsmaterial einäfcherte, gebracht, wo es noch jetzt bewußslos daniederliegt. Das Publifum, während in der Rosenthalerstr. 62 Möbel und Kleidungsstücke in Achtung, Parteigenoffen des dritten und vierten Wahl- fistierte auch den Geschäftsführer, entließ ihn aber wieder, sobald noch nach der Gleditschstr. 5 in Schöneberg gerufen, wo in einer has an einem Mord glaubte, geriet in große Aufregung. Die Polizei einer Wohnung in Flammen aufgingen. Außerdem wurde die Wehr freises( SO.) Am Mittwoch, den 5. November, findet im der Vorfall aufgeklärt war. Auf einem hinterlassenen Zettel bat Wohnung ein größeres Feuer ausgekommen war. Da die Schöne­11. Kommunal- Wahlbezirk die Ersagwahl für den verstorbenen das Mädchen ihre Eltern um Verzeihung. Genossen Th. Mesner statt. berger Feuerivehr zur Stelle war, so konnte die Berliner Wehr Zur Einleitung der Wahlagitation findet am Donnerstag, den Zwei Hausdiebe haben seit Jahren ein Warenhaus im sofort wieder abrücken. 23. d. M., abends 8 Uhr, bei Graumann, Naunynstr. 27, eine Centrum der Stadt um Stoffe, Seide usw. bestohlen. Da sie zu öffentliche Versammlung statt, zu der Reichstags- Abgeordneter den eifrigsten Angestellten des Hauses gehörten und als verdächtig Bekämpfung der Geschlechtsfrankheiten hat, wie wir hören, u. a. den Der geschäftsführende Ausschuß der Deutschen Gesellschaft zur Arthur Stadthagen das Referat übernommen hat. Hierauf gar nicht in Betracht tamen, so wollte es nicht gelingen, die Dieb- Vorsitzenden der Centralkommission der Krankenkassen, Herrn folgt Diskussion. Ferner findet in dieser Versammlung die Aufstähle, die sich unausgesetzt wiederholten und das Haus schwer E. Simanowski als Mitglied tooptiert. stellung eines Kandidaten und die Wahl eines Wahls schädigten, aufzuklären. Endlich entschloß man sich, einen Kriminal­fomitees statt. beamten unter der Maske eines Angestellten mitarbeiten zu lassen. An der 9. städtischen Fortbildungsschule soll auch in diesem Diesem fiet nun bald ein fünfmaliges Klingelzeichen auf, das von Wintersemester wieder ein Kursus in Handelskunde eingerichtet Zeit zu Zeit der Fahrstuhlführer erhielt. Wenn dieses Zeichen ge- werden. Unterrichtszeit Mittwochs 7-9 Uhr abends. Besondere geben war, so wurde jedesmal eine alte Kiste, die im ersten Berücksichtigung wird in diesem Kursus die Wechsellchre finden. Stock zur Aufnahme von Stoffabfällen, Papier usw. stand und auch Handwerker werden mit Erfolg an dem Kursus teilnehmen regelmäßig auf dem Hofe geleert wurde, hinumtergelassen. Der können. Anmeldungen täglich von 7-9 Uhr abends und Sonntags Beamte merkte aber, daß das fünfmalige Beichen nicht bei jeder vormittags im Amtszimmer der Schule, Fruchtstraße 38. Der öffentliche Vortrag, den Genosse Arthur Stadthagen Ermittelungen zu sein, und seine Benutzung führte auch bald zum beginnt am Mittwoch, den 22. Oftober, abends 8 Uhr, Geheimer Leerung gegeben wurde. Das schien ihm ein Fingerzeig für feine Im Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern heute in den Arminhallen abhalten sollte, findet erst am Mittwoch, Ziel. Die Untersuchung der alten Niste zeigte, daß sie, so oft das Regierungsrat Dr. jur. Stephan seinen Vortragskursus über Das den 29. Oktober, in demselben Lokale statt. Die Vertrauensperson. verdächtige Zeichen gegeben wurde, nicht bloß Abfälle und Papier. deutsche Bürgerliche Gesetzbuch in seiner Bedeutung für das tägliche Adlershof . Den Wählern der dritten Slaffe bringen wir hiermit sondern darunter auch Tuch- und Seidenballen enthielt. Das Zeichen Leben" in der Anla des föniglichen Französischen Gymnasiums, nochmals in Erinnerung, daß die Ersazwahl für die Gemeinde- sagte dem Fahrstuhlführer, was er zu thum habe. Dieser nahm NW. Reichstags- Ilfer 6. Gintrittskarten zum Preise von 1 M. für bertretung heutigen Mittwoch, den 22. Oftober, nachmittags von 4 dann, bevor er die Kiste auf dem Hofe leerte, die wertvollen Sachen 6 Vorträge sind zu haben bei: Georg Belling, W. Leipzigerstr . 186; bis 7 Uhr in der alten Schule stattfindet. Unser Kandidat ist der heraus und brachte sie im Heizraum unter, bis sich eine Gelegen- A. Schütz, O. Holzmarktstr. 60; Chr. Tischendörfer, C. Sophien­Schriftfeßer Hermann Hildebrand, Selchowstr. 14. Außerdem heit fand, sie wegzuschaffen. Nachdem sie überführt waren, wurden straße 20; F. E. Lederer, W. Surfürstenstr. 70; Bernhard Staar, machen wir nochmals darauf aufmerksam, daß jedes Mitglied des fest der ungetrene Hausdiener und Fahrstuhlführer verhaftet. SW. Friedrichstr. 250; Centralstelle für Arbeiter- Wohlfahrts­Wahlvereins laut Beschluß verpflichtet ist, zur Wahl zu gehen. Beide hatten größere Barschaften und Sparkassenbücher zu Hause. einrichtungen, SW. Dessauerstr. 14( 8 bis 3 Uhr). Der Vorstand. Die Stoffe wurden gleich zu einem Schneider gebracht, der sie zu Reinickendorf und Umgegend. Die Diskutierabende des Wahl- Anzügen verarbeitete und abjeßte. Einem der Diebe wurde auch In der Urania- Sternwarte, Invalidenstraße 57/62, beginnt am vereins finden statt: Often: Jeden Donnerstag im Restaurant Bur noch eine goldene ührtette abgenommen, die er von einem Montag, den 3. November, 8 Uhr abends, ein aus drei Vorträgen Tanne", Nordbahnstr. 11. Besten: Jeden Dienstag und zwar im Unbekannten gekauft haben will, die aber zweifellos irgendwo bestehender astronomischer Vortragscyklus Einführung in die Oktober und Dezember bei Muster, Berlinerstr. 29; im November gestohlen worden ist. Es handelt sich um eine vierfach gewundene Himmelskunde". Stelle des Abteilungsvorstandes Herrn Ausnahme des greitags vor Geben mit von 150 ml. hat. Der Eigentümer tainu fie in den Vormittagsstunden Herr Geheimrat Profeſſor för ft er, Direktor der föniglichen Stern­bei Engel, Eichbornſtr. 73/74. Wilhelmsruh : Jeden Freitag, mit Panzerfette mit rundem Karabinerhaken, die einen reinen Goldwert Dr. Graff, der an die Hamburger Sternwarte berufen ist, hat Appelt. Nordend: Jeden Sonnabend vor dem 1. und 15. des Monats im Zimmer Nr. 37 des Polizeipräsidiums in Empfang nehmen. warte, die Liebenswürdigkeit gehabt, diesen Vortragscyklus zu über­im Lokale von Krieg. Rosenthal: Jeden Freitag vor dem 15. des Monats bei Kabeliz. In jeder Woche nach dem 15. des Monats finden keine Diskutierabende statt, dafür die monatlichen Vereins­versammlungen.

Es ist Pflicht aller Genoffen, für den regen Besuch dieser Ver­fammlung zu agitieren. fir den regen Besuch diefer Ferner machen wir darauf aufmerksam, daß alle Wähler wahl­berechtigt find, welche in den Listen verzeichnet stehen, gleich­viel ob sie seit dem 1. Oktober aus dem Bezirk verzogen sind oder

Lokales.

"

Die Vertrauensleute.

haben.

An

Aus den Nachbarorten.

an

Der

nehmen. Ein übel angebrachter Scherz" ist gestern am Nollendorfplatz Anschaumgen über Ruhe und Bewegung, die Entwicklung der Die Vortragstitel lauten: Die ältesten astronomischen dem Schlosser S. verhängnisvoll geworden. In der Bülowstraße astronomischen Beobachtungskunst hatte ein Staufmann, welcher dortfelbst Kunden besuchte, fein Zivei- Beobachtungsprobleme, die neuere astronomische Ortsbestimmung und die Verschärfung der bite, abs at hoteger aufs bem et, wien ingenuis Bewegingslehre. blick, er wieder aus dem Laden trat, bemerkte er, wie ein junger zeitig zum Besuch der Sterntvarte berechtigen, werden zum Preise Abonnements zu diesem Cyklus, die gleich­Main, sich auf seine Maschine schwang und auf dieser davonjagte. von 2 M. an der Kasse der Urania, Taubenstraße, sowie Invalidens Der Bestohlene sprang in eine gerade vorüberfahrende Droschte und straße ausgegeben. Gegen die Unsauberkeit in den Berliner Gemeindeschulen hat, Bevor er sich wieder aufzuraffen und feine Flucht fortzufezen ver­verfolgte den Fahrraddies, der am Nollendorfplaß zu Fall fam. wie wir am Sonntag mitteilten, der Unterrichtsminister, mochte, wurde S. festgehalten, der behauptete, sich nur einen Scherz veranlaßt durch das ungünstige Ergebnis der von ihm angeordneten gemacht zu haben. Er wollte auf der Maschine nur ein bißchen In Rixdorf find die Jumungsmeister mit ihrem Vorgehen gegen Besichtigung mehrerer Schulen, dem Magistrat empfohlen, fünftig spazieren fahren und sie dann wieder dorthin bringen, wo er sie bie Arbeiterschaft von neuem abgeblitzt. Der Nigdorfer Magistrat die gründliche Reinigung nicht bloß dreimal in jeder Woche, hergeholt habe. Da man dem Schlosser, der übrigens schon vor hatte sich in seiner gestrigen Sitzung mit dem Antrag des sondern täglich stattfinden zu laffen. Dabei wird unter der bestraft fein soll, leinen Glauben schenkte, wurde er der Polizei Inmungsausschusses der vereinigten Nigdorfer Jnnungen zu be­gründlichen" Reinigung natürlich das naffe Aufwischen ver- übergeben und so dürfte der Scherz für N. noch ein böses Nachspiel schäftigen, das Ortsstatut das Gewerbegericht betreffend, standen. Im Anschluß an diese Mitteilung erwähnten wir die dahin zu ertveitern, daß Wahlen von Beisigern nicht jahrelangen Bemühungen der socialdemokratiber sich vor einigen Tagen auf einem Neubau in der Goßlerstraße Wahlen der Arbeitnehmer- Beisiger zum Nigdorfer Gewerbegericht Von dem Dünkel gewisser Unternehmer giebt ein Vorgang Kunde, Sonn- und Festtagen vorgenommen werden dürfen. Die fchen Stadtverordneten, eine häufigere und gründlichere abspielte. Dieser Bau wird von dem Unternehmer Gaudlig auf- fanden bekanntlich letzthin an einem Sonntage statt, wogegen der Meinigung der Gemeindeschulen durchzufeßen. Ueber diesen geführt, leitender Polier ist der Sohn dieses Herrn. Da auf dem Innungsausschuß mit der Motivierung, daß eine Entheiligung des Hinweis ärgert sich ärgert sich ein hiesiges Blatt, den ent- Ban sehr niedrige Löhne bezahlt werden, beschlossen die Bauarbeiter, Somitags borläge, ohne Erfolg Protest erhob.- Der Magistrat schieden" Freisinnigen von der Neuen Fraktion der dem Polier die Forderung auf Erhöhung des Stundenlohnes um fam nun gestern zu dem Entschluß, den Antrag des Innungss Linken" nahe steht. Der Vorwärts" thut so," sagt das Blatt, 5 Pfennig vorzulegen und beauftragten den Vertrauensmann ausschusses abzulehnen. Die Wahlen fänden niemals in den ,, als ob die Einführung einer täglichen Reinigung nur von focial- der Lokalorganisation der Bauarbeiter, orget damit, Bauarbeiter, Norget damit, die Kirchenstunden statt, und könne somit das religiöse Gefühl der Bürger demokratischer Seite gefordert, aber am Widerstand der freisimmigen Angelegenheit dem Herrn vorzutragen. Als Norgel auf dem nicht verlegt werden. Im Interesse der Arbeiter aber läge es, die Kommunalverwaltung gescheitert sei. Wir erinnern uns aber, daß mit den Worten: Na, kommen Sie man, Männeken", den Beauf- Magistrat wird der Stadtverordneten- Versammlung, Bau erschien und dem Bolier feinen Auftrag vorlegte, schob dieser Arbeitnehmer- Wahlen an einem Sonntage vorzunehmen. es der freisinnige Stadtv. Rosenow war, der zuerst die tägliche tragten der Gewerkschaft vor sich her und stieß ihn unter steten bei welcher die Inmumgen ebenfalls einen entsprechenden Antrag ge Reinigung gefordert hat." Selbstverständlich ist es uns nicht ein- mighandlungen zum Bau hinaus. Die auf beim Vau beschäftigten stellt haben, den Uebergang zur Tagesordnung empfehlen. gefallen, so zu thun", als sei die tägliche Reinigung nur" von Arbeiter befundeten laut ihren Unwillen über die Mishandlung und eilten socialdemokratischer Seite gefordert worden. Das freisinnige Blatt ist natürlich dem Leiter der Organisation zur Hilfe. In diesem Augenblick er straße der siebenjährige Sohn des Stutschers Gustav Gehrke aus Aus Rigdorf. Schwer verunglückt ist gestern in der Richards es, das nur so thut". Was die Verdienste des Herrn Rosenow angeht, griff der Polier ein ihm zur Hand liegendes Antersplint und er der Ringbahnstr. 30 dadurch, daß er von einem Dungwagen über­so ist wohl die am 21. März 1901 von der Stadtverordneten- Versammlung lärte, jedem den Schädel einschlagen zu wollen, der sich ihm fahren wurde. Der Knabe erlitt dabei außer andern Verlegungen angenommene Resolution Rosenow gemeint, durch welche nähere. Auch der Vater des Poliers erschien jetzt.. bewaffnete sich einen komplizierten Bruch des rechten Unterschenfels, was ſeine dem Magistrat empfohlen wurde, die Klassenzimmer aller städtischen mit einem Stechbeutel und rief seltsamerweise die auf dem Bau be- Ueberführung nach dem Krankenhaus am Urban erforderlich machte. Schulen dreimal wöchentlich naß aufwischen und weile hatte der Unternehmer die Polizei herbeigerufen, welche in junge Burschen verhaftet; sie sollen auf dem Tempelhofer Felde ein schäftigten Maurer zur Hilfe heran, allerdings erfolglos. Mittler- Wegen Notzucht hat die hiesige Kriminalpolizei gestern zwei sonst täglich durch Ausfegen unter möglichster Vermeidung von Gestalt von vier Schuyleuten erschien und nun zwar nicht den 16 jähriges Mädchen überfallen und vergewaltigt haben. Staubentwidlung reinigen zu lassen. Die Resolution unterscheidet Urheber des Vorganges, wohl aber Norgel und den Bauarbeiter fich in bemerkenswerter Weise von einem sechs Jahre älteren Heidemann zur Revierwache sistierte. Eine ganze Stunde dauerte Schöneberg . In der Stadtverordnetensitung am Antrag Badet, welcher forderte, die Klassenzimmer tägliches, bis die Personalien festgestellt waren und die Arbeiter entlassen Montag erfolgte zunächst die Einführung der aus Ersaßwahlen naß reinigen zu lassen. Dieser Antrag wurde in der Stadt- wurden. Was weiter aus der Angelegenheit wird, steht noch der zweiten Abteilung hervorgegangenen Stadtverordneten Rechts­verordneten- Sizung vom 18. April 1895 von einer freifinnigen nicht fest. anwalt v. Glasenapp und Oberlehrer Dr. Hellmann unter den Mehrheit abgelehnt. Für ihn sprach kein einziger der Freifinnigen, firafter Ginbrecher Fritz Weißenfeld festgenommen. Der Mann zeichnend ist es, daß man es mit der Einführung von Arbeiter Wegen Brandstiftung wurde gestern nachmittag ein mehrfach bezähligkeit von 60 Stadtverordneten erreicht. üblichen Formalitäten. Mit diesen zwei Nachwahlen ist die Voll auch nicht ein entschieden" Freisinniger auch kein Rosenow. Nicht neu, aber be jah in der Einfahrt des Hauses Kruppstr. 13 einen Wagen mit en vertretern nicht halb so eilig hat, in diesem Falle hat man fogar Die Krankenkassen - Mitglieder Berlins und der Vororte werden stehen, der dorthin verkauft war, und steckte ein brennendes Streich Herrn v. Glafenapp noch vor der Einführung in eine wichtige auf einen Fehler in der gestrigen Beröffentlichung aufmerksam ge- holz in die Ladung hinein. Das Fener wurde gelöscht, bevor es Kommission delegiert". Bei der Verpflichtung gestattete sich der Vor macht. Es muß heißen: Berlin C., A. Collin, Spittelmartt 15 größeren Schaden angerichtet hatte; und Weißenfeld verhaftet. Diefer ſteher u. a. den Ausspruch: mir ein starkes Bürgertum fönnte mit der ( nicht Bollin.) Weiter teilen wir mit, daß sich bei a efe Nacht giebt an, das Streichholz sei ihm ohne seine Abficht ins Hen geraten, Selbstverwaltung in den Kommmen segensreich für die letzteren ( C. Aßmus) Niederwallstr. 28/29 ebenfalls eine Sammelstelle befindet. als er eine Cigarre habe ansteden wollen. wirken." Wie das starke Bürgertum" mit diesem erbärmlichen Der Umbau des Stettiner Bahnhofs ist nunmehr so weit gediehen, Arbeiterelend. Aus Nahrungssorgen ist der 41 Jahre alte Wahlgesetz seine Macht in den Gemeinden ausübt, ist glücklicherweise daß die Herstellung der Verbindung der Vorhallen des alten und Arbeiter Andreas Witted, aus der Lessingstraße 35, in den schon ziemlich bekannt. neuen Bahnhofs in Angriff genominen werden kann. Zu diesem Tod gegangen. Witteck, ein ordentlicher fleißiger Mann, erkrankte hatte bekanntlich feiner Zeit gegen ihre Nichtaufnahme in die diesa Die Berlinische Bodengesellschaft Sivecke ist der Durchgang der beiden Veſtibüle für das Publikum vor einigen Wochen an Rheumatismus und gerief mit feiner Familie, jährige Wählerliste Einspruch erhoben, war aber abgewiesen worden. gesperrt, und wird die Verbindung zwischen den beiden Hallen zur da er seiner Arbeit nicht nachgehen konnte, unverschuldet in Not. Mit der Vertretung der von der Gesellschaft nun erhobenen Beit über die Bahnsteige geleitet. Inzwischen hat bereits die voll Woche auf Woche hoffte nun der Aermite, daß sich sein Zustand bessern Verwaltungsstreitfache wurde Stadtv. Justizrat v. Gordon betraut. tändige Trennung des Ausfahrt von dem Einfahrt- Verkehr bewirkt werde, mittlerweile war aber die Not aufs höchste gestiegen, so daß Mit der Neupflasterung der in äußerst schlechtem Zustande werden können, dergestalt, daß zwei Bahnsteige auf der westlichen die Familie mit schweren Nahrungsjorgen zu tämpfen hatte. Aus befindlichen Erdmann- und Neuen Steinmeßstraße vertröstet der Seite ausschließlich für die Einfahrt der Züge reserviert bleiben. Berzweiflung darüber, daß die Seinen hungern mußten, und daß Magistrat die Versammlung auf die nächstjährige Etatsberatung. Demnächst tann mit der Ueberdachung des Mittelstückes zwischen den sich seine Strankheit nicht bessern wollte, verübte Witteck Selbstmord. beiden Hallen begonnen werden, da die bereits fertiggestellte Eisen- indem er sich in feiner Wohnung erhängte. Lichtenberg . Der Landrat des Kreises Niederbarnim soll an konstruktion auf die Träger nur noch aufzusetzen und festzunieten ist. die Vororte von Berlin ein Rundschreiben gesandt haben, in welchem Anfang Juni fommenden Jahres sollen die Gesamt- Bauarbeiten Gesundbrunnen . Auf dem nach der Straße hin unbebauten Grund- trägen mit Berlin , die Legung von Röhren in den Ge Mittelfener gab es gestern abend in der Stettinerstr. 41 auf dem die Gemeindebehörden vor dem übereilten Abschluß von Ver beendet sein und die Uebergabe des Gesamtbaues an die Eisenbahn- ftüde hat der Händler Saudte einen Holz- und Kohlenplatz, in dessen meindestraßen betreffend, gewarnt werden. Direktion erfolgen. Mitte ein großer einstödiger Schuppen stand, der auch als Pferde- träge fünftig so halten, daß die Gemeinden Herr über ihre Straßen Der Vorfall im Hause Reinickendorferstraße 18, worüber wir stall diente. In diesem Schuppen war mun abends 7 Uhr das bleiben, das heißt, daß Berlin keinerlei Aenderungen ohne Erlaubnis gefiern berichteten, hat zum Glück nicht mit dem Tode des vom Fener auf nicht ermittelte Weise ausgekommen und bald loderten der Vororte vornehmen dürfe. Außerdem sollten in jedem Falle ans Grüntramhändler Seifert durch einen Revolverschuß verlegten Kindes Haushohe Flammen empor und gefährdeten die rechts und links angemessene Vergütigungen von Berlin gefordert werden. Der Landa geendet. Die fleine Morf ist nicht, wie die is gestern überbrachten grenzenden Wohnhäuser. Da auch die in unmittelbarer Nähe des Brandes rat von Tresckow läßt es sich danach angelegen sein, die in seinem" Witteilungen besøgten, durch den Schuß zu Tode getroffen worden, lagernden Holz und Kohlenvorräte Die Gefahr erhöhten, so wurde Streise belegenen Vororte von Berlin gegen die Reichshauptstadt scharf­fondern liegt in der Wohnung ihrer Eltern in der Wiesenstraße 38 von dem zuerst eintreffenden Löschzuge die Meldung Mittelfeuer" zu machen. Und doch sind eine Reihe von Vororten des Kreises, ivir danieder; die Wunde soll nicht lebensgefährlich sein. Auf der gegeben. Die Sicherung der bedrohten Wohnhäuser und die wirk- erwähnen Lichtenberg und Weißensee, in Bezug auf Finsorge scitens Polizeiwache fagte Ceifert, daß er der andeängenden Menge gegen fame Bekämpfuns des Fenters wurde dadurch wesentlich erleichtert, des Landrates bisher recht stiefmütterlich bedacht worden. Wöse

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