Bom Coalssynbilat. Wie die Rh.- Westf. 8tg." meldet, teilt der| sprechen, da der Messerschleifer- Verein die Statuten der gemeinschaft| Rebner erläuterte zunächst den Begriff„ kapitalistische Produktion" Vorstand des Coatssyndikats mit, daß nach den heute vorliegenden lichen Bergleichskammer nicht voll zur Durchführung bringe. Während und zeigte, wie sich diese aus der rein handwerksmäßigen Produktionss Aufträgen die Produktionseinschränkung für den laufenden Monat die Mitglieder des Fabrikanten- Vereins teine Schleifer beschäftigen form und der späteren Manufakturperiode zu ihrer heutigen Vollfich nur etwa auf 12 Broz. belaufen werde. dürfen, die unter den bereinbarten Preisen schleifen, komme der kommenheit entwickelt hat. In der Schuhwarenindustrie habe sich
für
Die Schleppschiffahrt auf der Rheinstrede von Mainz bis Schleiferverein seiner Verpflichtung, für keinen Fabrikanten zu im Gegensatz zu anderen Brauchen erst in der letzten Generation die Düsseldorf ruht infolge des massenhaften Treibeises, das dem Rhein arbeiten, der unter Preis schleifen läßt, in vielen Fällen nicht fabrikmäßige Herstellung der Waren eingebürgert. Noch heute finde von feinen größeren Nebenflüssen, vornehmlich Main , Mosel und nach. Insbesondere arbeiteten Mitglieder des Messerschleifer- Vereins man hier sämtliche verschiedenen Produktionsformen vor, von der die Lahn , zugeführt wird, vollständig. Großfirma Hamesfahr, die sich nicht um das fleinhandwerksmäßigen bis zur großtapitalistischen. Er sei sicher, gemeinsame Preisverzeichnis fümmere. Durch diese Verlegungen des daß, wie in Amerika und England, so auch in Deutschland die ErBergleichstammerstatuts werde es ermöglicht, daß die dem Fabrikanten- richtung von modernen Schuhwarenfabriken zunehmen werde. Die Verein nicht angehörenden Firmen besser fortkämen, als die Mitglieder Abneigung gegen die früher mit sehr misstrauischen Augen angesehene des Fabrikanten- Vereins. Lepterer stelle daher an den Schleiferverein Fabrifware sei in stetem Schwinden begriffen und werde immer mehr folgenden Antrag: Der Schleiferverein wolle bis Ende dieses schwinden, je mehr durch technische Verbesserungen den individuellen Monats beschließen, daß das Vergleichskammerstatut strengstens Wünschen des Käufers Rechnung getragen werde. In wie weit dies durchgeführt und demgemäß bei keiner Firma gearbeitet wird, die heute schon möglich ist, zeigt Redner, indem er die Einrichtungen der unter Preis schleifen läßt." Lehnt der Schleiferverein diesen Antrag Schuhwarenfabrik der Großeinkaufs- Gesellschaft englischer Konsumab, so will sich der Fabrikantenverein im Intereffe der Existenz feiner vereine in Leicester schildert. An diesem Beispiel führte er auch gleichMitglieder vom Ablauf der Frist ab auch nicht mehr an die Vorzeitig den Beweis, daß durch die ausgedehnteste Arbeitsteilung in schriften des Statuts gebunden halten, d. h. er will zu jedem Preise solchen Fabriken den Arbeitern andrer Berufe verhältnismäßig famell schleifen lassen. der Uebertritt in die Schuhwarenindustrie ermöglicht werde. Das
Der Außenhandel von Deutsch Südwest Afrika im Jahre 1901 hat, wie das„ Deutsche Kolonialblatt" berichtet, denjenigen des Borjahres um nahezu 3 Millionen Mark übertroffen und mit 11 817 000 Mt. den höchsten jemals verzeichneten Stand erreicht. Von der Zunahme gegenüber dem Jahre 1900 tommen 3 107 000 m. auf die Einfuhr, 334 000 W. auf die Ausfuhr. Seit 1897 hat der Außenhandel des füdwestafrikanischen Schutzgebietes die in der folgenden Uebersicht dargestellte Entwicklung erfahren: Einfuhr: Ausfuhr: Gesamthandel:
Wr.
M.
1897
4 887 325
1898
5 868 281
1 246 749 915 784
1899
8 941 154
1 399 478
1900
6 968 385
1901
10 075 494
907 565
1 241 761
M.
6 134 074 6 784 065 10 340 632 7 875 950 11 817 255
Der Streifpoften wird bestraft. Dieser Tage hatte sich vor dem Hamburger Schöffengericht wieder ein Streikposten zu verantworten, der, wie ein Polizeiivachtmeister als Zeuge angab, den Verkehr gestört haben sollte. Obgleich ein andrer Bolizeibeamter unter seinem Zeugeneide befundete, daß zur fraglichen Zeit an der betreffenden Stelle gar kein Verkehr vorhanden war, der Streitposten vielmehr ganz allein auf dem weiten Platz stand, sprach das Gericht doch eine Verurteilung des Streitpostens aus. Ausland.
Eindringen ungelernter arbeitskräfte aller Altersstufen in den Beruf auch hier notwendigerweise zun Lohndruck führen, der durch die Vilder gelernten Schuhmacher müsse wie in andren Industriezweigen so dung von Syndikaten, Kartellen und Trusts noch gefördert wird. Unter den einzelnen Herkunftsländern nimmt Deutschland mit Der Vortragende ging dann ausführlich auf die Schäden der heutigen 8 306 000 m. die erste Stelle ein; von der Zunahme der Einfuhr im 3ollpolitik ein, die durch künstliche Steigerung der RohmaterialenJahre 1901 tamen auf Deutschland 2 090 000 M. An zweiter Stelle Schubwverts im Gefolge haben müsse, und ermahnte zum Schlusse preise( Leder, Gerbstoffe usw.) auch eine erhebliche Werteuerung des tommt das Kapland, aus dem eine Einfuhr im Werte bon 1 533 000 Mark herrührt, an dritter Stelle England mit nur 202 000 M., ernstlich zum energischen Ausbau der Organisation. Das interessante während die Einfuhr aus allen übrigen Ländern noch nicht 34.000 Referat wurde von der gut besuchten Versammlung mit lebhaftem Mark erreichte. Von der Ausfuhr des Schutzgebietes kommen mehr Die Lohnbewegung im Baugewerbe in Südschweden ist nun durch Beifall aufgenommen. Nach einer kurzen Pause sprachen noch einige als zwei Drittel auf Guano( 850 000 bon 1242 000 M.). Die das Schiedsgerichtskomitee formell beendet worden. Es wurde für Diskussionsredner über mangelhafte technische Einrichtungen in Guano- Ausfuhr ist von 1900 auf 1901 um 240 000 M. gestiegen, die Städte Malmö , Lund und Trelleborg ein leberein- Berliner Schuhfabriken und über die Schmutzkonkurrenz, die sich die die Ausfuhr der übrigen Waren zusammengenommen um 94 000 m. fommen getroffen, das bis zum 1. April 1905 gelten foll. Die fest verschiedenen Fabrikanten auf Koften ihrer Arbeiter gegenseitig Nach der obigen Einfhrziffer fönnte es scheinen, als wäre der gefeßten Stundenlöhne für Maurer, Holzarbeiter oder Bauarbeiter machen. Alle waren der Meinung, daß diese Uebelstände nur durch Verbrauch des Schutzzollgevietes in schneller Bunahine begriffen; in betragen in den genannten Städten 43 bis 50 Dere. Für jeden eine starte Organisation beseitigt werden könnten. Wirklichkeit liegt die Sache wesentlich anders. Die Steigerung erklärt Arbeiter soll eine Unfallversicherung von 1000 kronen vom Arbeitsich in der Hauptsache aus der stärkeren Einfuhr von Eisenmaterialien geber aufgenommen werden. für den Eisenbahndienst und weiter aus der Ueberfiedelung von Boerenfamilien durch die 38 956 Stück Vieh im Werte von 622 015 in das deutsche Gebiet eingeführt wurden.
Die Metallarbeiter- Gewerkschaft, Verwaltung Berlin , beschäf= tigte fich in einer am 19. d. M. abgehaltenen Versammlung mit der Die Bauhandlanger in Malmö haben sich, wie Differenz zwischen Gewerkschaftskartell und Gewerkschaftskommission. unterm 18. November von dort gemeldet wird, mit den Abmachungen Nach einem Referat Schonheims und einer lebhaften Diskussion nicht einverstanden erklärt und verlangen höhere Stundenlöhne. Die wurde eine Resolution angenommen, welche das Verhalten der GeBaumeister- Vereinigung hat ihre Forderungen abgelehnt. wertschaftskommission in dieser Angelegenheit berurteilt und dem In Havanna streiken die Cigarrenmacher von Ausschuß des Startells ihr Vertrauen ausdrückt. Hierauf berichtete 13 Firmen; die Arbeiter protestieren gegen die Einstellung einer zu Zarif festgelegt sei, da hierdurch der Kampf für die Verbesserung Schröder über den Streit der Rohrleger. Er bedauerte, daß ein großen Anzahl fremder Lehrlinge.
Gerichts- Zeitung.
der Lage für die Zukunft erschwert, ja unmöglich gemacht werde. Die städtischen Laternenanzünder( Filiale VI des Verbandes Eichwalde . Am 16. November fand die erste General- Versammlung städtischer Arbeiter) beschäftigten sich in ihrer General- Versammlung des Wahlvereins Eichwalde und Umgegend statt. Den Bericht von mit ihren Lohn- und Arbeitsbedingungen. Der Anfangslohn der der General- Versammlung des Central- Wahlvereins gab Sauer, Es Laternenwärter beträgt 66 M. im Monat, mit 70 M. werde der Das Schlußkapitel eines Ehedramas bildete die Verhandlung entspann sich eine lebhafte Debatte über die Erhöhung der Beiträge. Arbeiter fest angestellt und der jetzige Höchstlohn sei 80 M. Da aber wegen bersuchter Tötung, die gestern vor dem Schwurgericht in den Vorstand wurden gewählt: 1. Vorsitzender Gustav Thyme, die meisten Anzünder nur 70 M. bezögen, jei ohne Nebenbeschäftigung des Landgerichts II stattfand. Aus der Untersuchungshaft wurde 2. Vorsitzender E. Wilke, Schriftführer Gustav Sauer, Kassierer nicht auszukommen. Die am 19. Juli d. J. zwischen dem Inspektor eine Angeklagte vorgeführt, welche ihrem Aeußeren und ihrer Aus- Defar Kleinert, Beisiger August Strosse, Bibliothekar Gustav Müller, Güldner und dem Arbeiterausschusse festgelegten Vereinbarungen drucksweise nach den Eindruck einer gebildeten Frau machte. Es war Vertrauensmann Wilh. Schulz in Miersdorf , Revisoren: E. Gusen würden seitens der Kontrolleure verlegt. Sie haben angeordnet, die 36jährige geschiedene Kaufmanns- Ehefrau Gertrud Bläßing, in Berlin , Karl Krugler in Miersdorf , Karl Wilke in Eichwalde ; daß die Wärter 25 Minuten früher auf den Sammelpläßen antreten geb. Reinecke, welche beschuldigt war, am 11. Mai d. J. zu Lichter- Lokalkommission: Schüler und Dergel in Eichwalde , Altmann in müssen und dies geschehe auf Stosten ihrer Gesundheit. Der Dienst felde den Verfuch gemacht zu haben, ihren neunjährigen Sohn Georg Hantels Ablage; Beschwerdekommission: Behrend, Jänice, Mattela sei so verschiedenartig und bringe es mit sich, daß ein großer Teil mit Vorjah zu töten. Es war ein trübes Bild aus dem Eheleben, in Eichwalde. stundenlang auf diesen Bläzen unter freiem Himmel warten müßte, welches durch die Verhandlung entrollt wurde. Vor 16 Jahren hatte ehe er an seine Arbeiten gehen könne. Von den in Berlin bestehen- die Angeklagte den Kaufmann Otto Bläßing zu Lichterfelde geheiratet. den 20 Korporalschaften haben nur 7 Unterkunftsräume, den übrigen Es war von vornherein ein ungleiches Zusammenleben gewesen. Der feien sie bisher verweigert worden. Auch der alle 14 Tage gewährte Che waren zwei Kinder entsproffen, die 12 Jahre alte Breda und der freie Tag, der des Morgens nach dem Ablöschen der Laternen be- 9jährige Georg. Schon im Jahre 1895 wollte Blazing sich von seiner ginnen und bis zum andern Morgen gelten folle, sei derart abge- Chefrau scheiden lassen, durch Vermittlung eines Geistlichen kam aber Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. ändert, daß derselbe von Mittag zu Mittag geht; außerdem verlangen damals eine Einigung zu stande. Im Dezember 1897 reichte die( E. 9. Nr. 29, Hamburg .) Mitglieder- Bersammlungen haben am Sonnabend, die Oberkontrolleure, daß die Betreffenden am Urlaubstage ihre Angeklagte die Ehescheidungsflage ein, worauf der Ehemann die den 22. d. Wits., abends 8 Uhr: Filiale Berlin 6 bei Diete, Aderstr. 123. Filiale Rigdorf bei Breßler, Ziethenstr. 69. Laternen puben sollen; wer diesem Verlangen nicht nach- Wiberklage erhob. Won beiden Seiten wurde der Kampf mit großer komme, werde mit einer Geldstrafe belegt. Daß dadurch der Erbitterung geführt und alle Instanzen wurden in Anspruch gefreie Tag seinen Zweck verfehlt, sehen die Herren nicht ein. Die nommen. Am 19. November v. J. wurde die Ehe geschieden, beide alle Korporalschaften. 2. Daß der freie Tag wieder morgens nach Rechtskraft wurde der Frau Bläßing gestattet, ihre Kinder, die dem dem Ablöschen der Laternen beginne und bis zum andern Morgen dauere. 3. Abschaffung der Bestrafungen für Nichtputzen der Laternen an Urlaubstagen. 4. Erhöhung des Lohnes auf 90 M. monatlich nach 12jähriger Dienstzeit. Die vorstehenden Forderungen sollen der Direktion überreicht werden.
in der Aula der 69. Gemeindeschule, kleine Frautfurter str. 6: Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 23. November, vorm. 8%, Uhr, Bersammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 10%, Uhr vorm. eben daselbst: Vortrag des Herrn E. Bogtherr- Stettin:" Das Leben und der Tod". Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen.
Laternenwärter verlangen 1. Errichtung von Unterkunftsräumen für Teile wurden für gleich schuldig erklärt. Bis zur eingetretenen Letzte Nachrichten und Depefchen.
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Wertretung der Arbeiter
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Deputiertenkammer.
Vater zugesprochen worden waren, an jedem atveiten Sonntag im Monat von 9-2 Uhr zu besuchen. Sie machte von diesem Recht Paris , 21. November. ( W. T. B.) Jn Beantwortung einer Gebrauch. Ihr früherer Ehemann entfernte fich stets an diesen Be- Jnterpellation über die Anwendung des Gesetzes vom Jahre 1900 fuchstagen aus seiner Wohnung und kehrte erst zurück, wenn die An- betreffend Begrenzung der Arbeitszeit erklärt Handelsgetlagte wieder fortgegangen war. Schon früher einmal hatte die minister Trouillot, er werde die Frage prüfen, ob und welche Die Markthallen- Arbeiter( Filiale V des Verbandes städtischer den Wege von der Schule begegnete. Sie hat ihn längere Zeit ver- feinen Fall aber dürfe an dem demokratischen Princip dieſes Angeslagte ihren Sohn Georg mit sich genommen, als sie ihm auf Verbesserungen in dem Gesetz vorgenommen werden könnten; auf Arbeiter) hielten eine Versammlung ab, in der die Ausschußmitglieder über die Verhandlungen mit der Direktion Bericht erstatteten. Be Forgen gehalten, mußte den Knaben dann aber dem Vater zurüd Gejeges gerüttelt werden. Viollette bringt darauf eine Tageszüglich ihres Urlaubes feien sie auf das nächste Frühjahr verwiesen bringen. Sie erhielt deswegen eine Auflage wegen Entführung, ordnung ein, in welcher die Erklärung der Regierung gebilligt worden, die verlangte Ausdehnung der Mittagspause und Vesper Gewalt nachgewiesen war. Am 11. Mai d. J. stand der Angeklagten fest entschlossen ist, das Gesetz von 1900 seinem Geiſte nach zur Anwurde aber freigesprochen, weil nicht die Anwendung von List oder und das Vertrauen zu der Regierung ausgesprochen wird, daß sie für die Fahrstuhlwärter die einen ununterbrochenen Bormittags: Dienst von 6-7 Stunden haben sei mit der charakteristischen zum letzten Male das Recht zu, ihre Kinder zu besuchen. Sie schien wendung bringen zu laffen. Der Handelsminister erklärt sich mit Bemerkung abgelehnt, dann hätten wir ja beinahe den Achtstundentag den Berjonen, die sie im Hauſe traf, höchfi aufgeregt zu sein. Als dieser Tagesordnung einverstanden, worauf dieselbe mit 288 gegen und wem das nicht passe, könne ia in die Kolonne eintreten". Nur fie faum das Zimmer betreten hatte, in welchen sich die beiden 27 Stimmen angenommen wird. eine Verbesserung der Aufenthaltsräume wurde zugestanden. Kinder befanden, erklärte fie ihrem Töchterchen, daß sie es mit sich Das 2asies bringt einen Antrag auf eine Amnestie für Ver neue Ausschuß- Regulativ" mache den Zweck der Errichtung von ein Glas Wasser aus der Stüche holen. Das Kind verließ das Zimmer. begangen worden sind, und verlangt die Dringlichkeit für ſeinen nehmen wolle, es möge seine Schulbücher von oben, vorher aber ihr gehen ein, die im Busammenhange mit dem Ausstand Arbeiter Ausschüssen Interessenvollständig überflüssig, da sich die Arbeiter nicht un sagte die Angeklagte zu dem neben ihr stehenden Sohne, der in Antrag. Constans unterstützt den Antrag. Der Handelsminister mehr wie bisher, bei Verfolgung ihrer Angelegenheiten an die be- einem Bilderbuche blätterie: Jezt geht die Sache zu Ende. Dabei erklärt, so lange der Ausstand nicht beendet sei, könne von einer treffende Deputation wenden dürfen, sondern gezwungen feien, direkt 80g fie zugleich mit ihrem Taschentuch einen Revolver aus der Tasche, Amnestie nicht die Rede fein; der Minister beantragt Verweisung dem Magistrat und den Stadtverordneten ihr Anliegen vorzubringen. Bielte, wie die Auflage behauptet, nach dem Stopfe des Knaben und des Antrages an die Kommission. Das Haus beschließt darauf mit Diese Bestimmung lege die Arbeiter- Ausschüsse vollständig lahm und drückte ab. Die Kugel ging dem Kinde dicht am rechten Ohr vorbei. 311 gegen 244 Stimmen die Dringlichkeit. Lafies fordert sofortige verdamme sie zur Unthätigkeit. Das sei wohl auch der Bwved dieser traf das Fensterkreuz, durchschlug eine Scheibe und fiel zwischen den Beratung seines Antrages; das Haus lehnt die fofortige Beneuen Verfügung gewesen. Es müsse daher mit allen Mitteln die Doppelfenstern nieder. Gleich darauf richtete die Angeklagte die ratung ab und veriveist mit 371 gegen 175 Stimmen den Antrag Aenderung dieses Regulativs herbeigeführt werden und sollen in der Waffe gegen ihre Brust. Sie gab zwei Schüsse auf sich ab, die beide Lasies an die Kommiffion. Hierauf wird die Sigung aufgehoben. die linke Brustseite trafen. Als die Hausbewohner ins Zimmer nächsten Zeit entsprechende Schritte unternommen werden. ftürzten, saben sie den Knaben mit allen Anzeichen des Entsetzens Colmar i. E., 21. November. ( W. T. B.) Ueber einen 8u Achtung, Metallarbeiter! Der Streik der Drahtarbeiter bei der am Fenster fichen, die Angeklagte stand, mit dem Revolver in der sammenstoß, der vor einigen Tagen bei Bollweiler in OberFirma Heinze in Lichtenberg dauert unverändert fort. Des- Rechten, in der Mitte des Zimmers. Sie brach gleich darauf zu- Elsaß zwischen Jagdhütern und Wilderern vorkam, und bei gleichen der Streit der Justierer der Nähmaschinen- Fabrik Roth- sammen, wurde ins Krankenhaus gebracht und ist hier nach längerer bem ein Wilderer erschossen, mann in Rigdorf. Die Sperre über die Werkstatt von Sa duhr Beit genesen. Im Termine bestritt sie, daß sie ihren Sohn habe dem ein Wilderer erschossen, ein andrer schwer verwundet wird in französischen Blättern eine Darstellung Nachfolger, Juh. Gebr. Lane, Hollmannstraße, dauert ebenfalls toten wollen, oder auf ihn gezielt habe. Sie habe sich vor den Augen wurde, berbreitet, die die Schuld den Jagdhütern zufchreibt. Deutscher Metallarbeiter- Berband, Ortsverwaltung Berlin . ihres Sohnes töten, ihrem Töchterchen aber diesen Anblick ersparen wollen und dieses deshalb hinausgeschickt. Sie habe geglaubt, fich das Verfahren gegen bie Jagdhüter eingestellt hat, nachdem erwiesen Demgegenüber ist festzustellen, daß die hiesige Staatsanwaltschaft Dentsches Reich. an ihrem Ehemanne dadurch rächen zu können, wenn sein Sohn ihm worden ist, daß die Wilderer zuerst geschossen und daß somit die Der Weberstreit in Meerane . Der Leipz. Volfsztg." wird aus erzählen könne, welch tragisches Ende seine Mutter genommen. Meerane geschrieben: Durch das Verbreiten falscher Nachrichten über tönne nur annehmen, daß der erste Schuß unter ihrem Arm hindurch Jagdhüter in berechtigter Notwehr gehandelt haben. das Eintreffen Arbeitswilliger, sowie durch Streitbruch einzelner dicht an dem Kopf des Snaben vorbei gegangen sei. Der 9jährige Kollegen waren die Arbeiter in letzter Beit fehr erregt. Vor den Georg Blazing blieb dabei, daß seine Mutter auf ihn gezielt habe. Fabriken tam es zu Ansammlungen von Ausständigen, sowie andrer Er habe eine ganz Zeit lang Schmerzen im rechten Ohr gehabt und Arbeiter. Die Massen verhielten sich jedoch ruhig, so daß die Polizei schlecht hören tönnen. Ferner traten Zenger auf, denen der Knabe feine Gelegenheit hatte, einzuschreiten. Troßdem erläßt der Rat der fofort nach dem Attentat erzählt hatte:„ Meine Mutter wollte mich Stadt eine öffentliche Bekanntmachung, in der er neben der unvermeid- erschießen." Auch habe die Angeklagte schon früher Drohungen auslichen Strafandrohung, denen, welche arbeiten wollen, ganz gleich, gesprochen, daß ihr Mann die Kinder nicht lebend in seinen Besitz ob sie von hier stammen oder von auswärts zugezogen sind, energischen bekomme, wenn sie ihm zugesprochen werden sollten. Bei der Verpolizeilichen Schutz verspricht. Bisher haben die Ausständigen nehnung des früheren Ehemannes der Angeklagten fam es zu einem niemand belästigt. Die wenigen von auswärts zugezogenen Arbeits- dramatischen Auftritt. Während der Zeuge sein unglückliches Cheleben willigen find, nachdem sie über die hiesigen Verhältnisse unterrichtet in ruhiger Weise schilderte, vergoß die Angeklagte Ströme von worden sind, wieder abgereist. Die Fabrikanten geber fich alle Mühe, Thränen. Der Staatsanwalt beantragte, den Wahrspruch im Sinne Streitbrecher heranzuziehen, fie suchen persönlich ihre Hausweber, die der Anflage zu bejahen, der Angeschuldigten aber mildernde Umstände zu Hause Muster für sie weben, auf, und suchen diese zu der Auf- zuzubilligen. nahme von Vorabeiten in der Fabrik zu bewegen. Auch darin hatten Der Verteidiger. Rechtsanwalt Dr. Alfred Balien, trat mit sie bisher wenig Erfolge. Wärme für die Freisprechung der Angeklagten ein. Die Geschtvorenen Bemerkenswert dürfte sein, daß ein Webermeister, der zugleich berieten nur furze Zeit. Ihr Wahrspruch lautete auf Nicht Stadtverordneter ist, Streitarbeit leiftet. Als dies bekannt wurde, fchuldig, worauf der Präsident Veranlassung nehmen mußte, die strömten die Arbeiter mittags und abends vor die betreffende Fabrit, im Zuhörerraume laut werdenden Beifallsäußerungen zu rügen. um Spalier zu bilden für den den Weg passierenden lieben Stadt Die Angeklagte wurde freigesprochen und sofort aus der vater und Arbeitswilligen". Darin hat die Behörde jedenfalls die Haft entlassen. Motivendigkeit besonderen polizeilichen Schußes der Streitbrecher er blidt. Die Polizei ist denn auch redlich bemüht, der an fie ergangenen Aufforderung zu entsprechen. Doch gehen die Ausständigen aller Provokation mit stoischer Ruhe aus dem Wege.
fort.
Sie
Montpellier , 21. November. (. T. B.) Heute sind hier unter starter militärischer Bedeckung die 106 sabylen eingetroffen, welche vor einigen Monaten das Dorf Marguerite in Algerien ge= plündert haben und für deren Aburteilung das hiesige Schwurgericht bestimmt worden ist.
London , 21. November. ( W. T. B.) Gestern abend stieß auf Tyne - Mündung der mit Kohlen nach Spanien abgegangene dänische Dampfer Kennd" mit dem einfahrenden englischen Dampfer Swaledale" zusammen. Stnud" sank alsbald, von der Besatzung find acht Mann, die vermißt werden, wahrscheinlich ertrunken. Loudon, 21. November. ( W. T. B.) Eine Abordnung der eng lischen Arbeiter- Unterstüßungsvereine wird fich unier Führung des Präsidenten der Gesellschaft zur Bekämpfung der Lungenschwindfucht Dr. Hillier nach Berlin begeben, 11112 die von der deutschen staatlich organisierten Krankenversicherung gegen die Lungenschwindsucht getroffenen Vor beugungs und Betämpfungs- Maßregeln zu studieren. Die bordnung gedenkt zehn bis vierzehn Tage in Deutschland zu Athen , 21. Rovember.( W. T. B.) Der Matrofe Rohler ist dem Kommando der„ Loreley " ausgeliefert worden. San Francisco , 21. November. ( B. H.) Flüchtlinge aus Guatemala bestätigen die legten Nachrichten über dort stattgefundene vulkanische Ausbrüche. Besonders seien die Indianer von der Statastrophe betroffen worden; tausende derselben seien durch giftige Gafe eritidt, Eine öffentliche Schuhmacher- Versammlung tagte am Montag andre durch brennende Lava und ausgeworfene Steine getötet Der Messerschleifer- Verein in Solingen , der etiva 1000 Mitglieder im großen Stellerschen Saal. Reichstags- Abgeordneter Eduard worden. Räuberbanden durchziehen das Land und ermorden die zählt, hat bei dem Fabrikanten- Verein einen Antrag auf Erhöhung Bernstein sprach daselbst über die neueste Entwicklung der Flüchtigen, nachdem sie deren Ansiedelungen geplündert haben. Die der Schleifpreise gestellt. Der Fabrikanten- Verein hat darauf tapitalistischen Boduktion und die Aufgaben der gewerkschaftlichen vulkanischen Ausbrüche sollen nicht bei dem Santa Maria, fondern geantwortet, daß er nicht in der Lage sei, dm Antrage zu ent- Ergarisation mit fecieler Berücksichtigung der Schuhindustrie". bei dem Fasaco erfolgt fein.
Verfammlungen.
verweilen.
Verantwortl. Redakteur: Carl Leid in Berlin . Inserat meil verantwortlich: Th. Gloce in Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.
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