Nr. 294. 19. Jahrgang.
Die Antwort der Bestie.
Mittwoch, 17. Dezember 1902.
für die Comptoirerhebung vorgeschlagenen Fragebogen, welche an die Gericht jemand eine Urkunde in holländischer Sprache ausgestellt Verbände und Vereine der Kaufleute und Handlungsgehilfen sowie hat? Und hier sollte ein Holländisches Gericht eine Urkunde in Ueberaus zahlreich laufen noch aus allen Orten die Nachrichten werden sollen, nach längerer Debatte mit einigen redaktionellen Mende- auf dem Grundschuldamt Urkunden zu übergeben, die den Stempel der Packer, Hausdiener usw. und an die Handelskammern versandt deutscher Sprache ausstellen. Wieso kam man überhaupt dazu, Ihnen fiber Protestversammlungen ein. Wir können in Anbetracht der un- rungen vom Beirat angenommen. Bezüglich der Auswahl der zu eines Stantonalgerichts trugen? geheuren Zahl dieser Versammlungen nur in gedrängter Kürze über befragenden Verbände 2c. wurde beschlossen, in der Weise zu verfahren, Präs.: Was haben Sie denn für diese beiden für Sie so sehr Beuge: Das weiß ich nicht. den Empörungssturm des werkthätigen Volkes berichten. Zornigen Protest gegen die agrarischen Räuber haben am werden soll, alle ihnen bekannten Verbände und Vereine zu be- bezahlt?- Beuge: Das weiß ich wirklich nicht. Ich glaube, ich daß zunächst eine beschränkte Anzahl von Verbänden aufgefordert wichtigen Urkunden bezahlt? Haben Sie überhaupt etwas dafür Sonntag die Arbeiter in Belten, Marwitz und Hennigsdorf in je zeichnen und daß dann aus diesem Material feitens des faiserlichen habe wohl etwas bezahlt, ich weiß aber wirklich nicht was. einer Versammlung eingelegt. Die Versammlungen waren von 600, Statistischen Amts mit Hinzuziehung des Referenten des Beirats eine beziv. 300, beziv. 180 Personen besucht; es referierte in Belten Auswahl getroffen werden foll. Bezüglich der Handelskammern war Dr. Krause giebt der Angeklagte eine höchst mystisch klingende Auf weitere Vorhaltungen des Vorfizenden und des Justizrats und Marivit Genosse Dr. Liebknecht, in Hennigsdorf Genosse Rieger. der Beirat der Ansicht, daß thunlichst alle Handelskammern zur Auskunft, wie er zu den beiden Ürkunden gekommen. Er giebt an. Der letzte Getvaltakt der Volksverräter in der Sonntagnacht rief bei Aeußerung aufgefordert werden sollen. den Bersammelten stürmische Entrüstung hervor. In einer Resolution daß er eines Tages in dem Hotel, wo er logierte, einen Kaufmann, gelobten die Versammelten, bei der nächsten Reichstagswahl Ver- die Beratungen des Ausschusses für die herauszugebende Zeitschrift. habe er eine Zum 2. Punkt berichtete Geheimer Regierungsrat Neumann über dessen Namen er nicht tvisse, kennen gelernt habe und mit diesem geltung zu üben. Am Sonntag, den 14. Dezember, tagten 3ivei gut besuchte der Naturalverpflegungs- Stationen und der gewerblichen Stellen gepflogen. Der Kaufmann habe ihm dann einem Herrn vorgestellt, Es schloß sich daran eine eingehende Erörterung über die Beteiligung Unterhaltung über die Erbschaft Boltsversammlungen in Alt- Ranft und Freienwalde a. Ober. Genosse vermittler sowie auch der Gewerbe- Aufsichtsbeamten an der geplanten ber sich als Beamter des Grundschuldamts bezeichnete, mit den Ver Rogle- Berlin referierte über den Umsturz im Reichstag. Derfelbe Arbeitsmarktstatistik und sodann eine längere Debatte über die hältnissen sehr vertraut that und ihm versprach, ihm die erste, in fand drastische Worte, um die Gewaltstreiche der Mehrheitsparteien Methoden der Berichterstattung über den Arbeitsmarkt an. im Reichstag zu kritisieren; nicht endenwollender Beifall lohnte den holländischer Sprache abgefaßte Urkunde zu beschaffen. Der Mann, den Referenten am Schlusse seiner Ausführungen. Zum letzten Punkte der Tagesordnung teilte der Vorsitzende mit, er für einen Beamten halten mußte, habe ihm dann die erste Urkunde In beiden Ver- daß von dem Reichskanzler dem Kaiserlichen Statistischen Amt die gebracht. Die zweite Urkunde in deutscher Sprache habe er später sammlungen wurde die bekannte Berliner Resolution einstimmig Resolution des Bundesrats zur Erledigung überwiesen sei, nach von demselben Mann, den er nicht weiter kenne, den er aber wieder Jn Stolpe a. d. Nordbahn fand am Sonntag ebenfalls eine Materials bezüglich der Frage der Arbeitslosen- Versicherung über zum Gebäude des Grundschuldamts begleitet und dieser sei dort welcher dem Kaiserlichen Statistischen Amt die Zusammenstellung des in dem Hotelrestaurant traf, erhalten. Er habe denselben auch bis Boltsversammlung statt, die sich zu einer Protestversammlung gegen tragen werden soll. Zur Beratung darüber, in welcher Art bei hineingegangen. Justizrat Dr. Krause: Der Beuge hat also die den Staatsstreich im Reichstag gestaltete. Genoffin Emma Jhrer dieser Zusammenstellung vorzugehen sei und zur Feststellung der beiden Urkunden beidemale nicht im Grundbuchamt, sondern in einer entwarf in fesselnder Weise ein Bild über Zölle im allgemeinen und Gesichtspunkte, nach welchen die Zusammenstellung des Materials Sneipe von einem Manne erhalten, den er nicht kenne und der ihm diese Vorlage im besondern. Scharf geißelte die Referentin das zu erfolgen habe, wurde auf Vorschlag des Vorsitzenden ein Aus- von einem unbekannten Manne vorgestellt worden. Verhalten der Mehrheitsparteien. Der reiche Beifall am Schluß chuß gewählt. Präs.: bewies die Zustimmung der Versammelten. Herr Zeuge! Ich muß Sie darauf aufmerksam machen, daß Ihre brecherischen Zweden besorgt haben. Sie können auf Fragen, die Bekundung den Verdacht erregt, daß Sie falsche Urkunden zu bere Sie belasten, die Aussage verweigern, müssen sonst aber die reine Wahrheit sagen, damit Sie nicht meineidig werden. Wir werden jetzt Ihre Aussage protokollieren.
angenommen.
In Forst, Frankfurt a./D., Fürstenwalde und Kirchhain demons strierten glänzend besuchte Waffenversammlungen gegen den schmäh lichen Zollbeutezug. Sie zeigten zugleich, daß Wilhelm II. irrt, wenn er glaubt, die deutschen Arbeiter würden jemals zu bewegen sein, der Socialdemokratie den Rücken zu fehren. Die Vorgänge der letzten Zeit haben, das beweisen die massenhaft besuchten Bersamm lungen deutlich, den Gedanken des Socialismus nur noch tiefer in die Herzen des arbeitenden Volkes geprägt und Tausende neue Kämpfer der Socialdemokratie zugeführt.
-
Die fliehenden Lohnsflaven. Die Arbeitsnachweisstelle der Landwirtschaftskammer für Ost- und Westpreußen unterhält einen eignen Detektivdienst, um die fliehenden Landsklaven, die unter Kontratt bruch davonliefen, ihren Sflavenhaltern wieder zuzuführen. Nach dem Geschäftsbericht über diese eigentümliche Art von Arbeitsnachweisthätigkeit wurden im letzten Jahr durch die Nachweisstelle 121 Arbeiter wegen Kontraktbruch verfolgt, darunter 80, also ½ ausländische. Es wurden 6 bestraft, 7 in den Dienst zurückgeführt; in einigen Fällen verzichteten die Unternehmer auf weitere Verfolgung. Die Verfolgung der 80 Ausländer blieb refultatlos; fie varen nicht aufzufinden.
-
-
nachzutragen, daß der Beamte, der sich van der Belde oder van der Aus der protokollierten Bekundung des Zeugen König ist noch Behr nannte, gesagt habe: er wisse, daß Geld aus der Brandtschen Erbschaft nach Deutschland gekommen sei und könnte ihm darüber eine Urkunde beschaffen. Der Mann habe gesagt, er fei Beamter Auch im Dorado der Junker selbst regte sich die Entrüstung der des Grootboek( Grootboek der Nederlandsche Werkelyke Schuld). Er, ausgepoverten Maffen. In Ragnit imd Tilfit nahmen überfüllte Bersammlungen einstimmig die Protestresolutionen an. In Tilfit Es ist ein unleidlicher Zustand, daß die Arbeiter den Unter- vorher schon gehört hatte, daß Graf Douglas Gels bekommen haben Zeuge, habe das Anerbieten natürlich dankbar angenommen, da er sprach vor 1000 Personen die größte Versammlung, die Tilfit nehmern so ohne weiteres davonlaufen können. Der Staat müßte solle. Die Urkunden sind auf echten bisher erlebt der socialdemokratische Großgrundbefizer Sofer verpflichtet werden, die Güter unfrer Agrarier militärisch zu bemit feurigen Worten gegen die Brutalitäten der Junker und Junker- wachen, damit diefes freie Davonlaufen endlich aufhört. niederländischen Stempelbogen genoffen. geschrieben, der Zeuge weiß aber auch nicht einmal, ob er StempelWilhelmshaven. Eine von über 2000 Personen besuchte Verim Elsaß beschloß eine Reform des bestehenden städtischen Arbeits- wie es kommt, daß in der ersten Urkunde vom 16. November 1900 Städtischer Arbeitsmarkt. Der Gemeinderat von Straßburg fosten bezahlt hat. Er kann auch keine Auskunft darüber geben, sammlung nahm nach Referaten von Schulz Bremen, ug und nachweises und faßte dazu unter anderm den Beschluß, sämtlichen der dort verzeichnete Geldempfänger Douglas mit Vornamen als Duden Bant einstimmig eine Protestresolution an. Es herrscht Unternehmern städtischer Arbeiten die Verpflichtung aufzuerlegen, zum Heinrich bezeichnet ist. große Begeisterung für die nächsten Wahlen. Was er bei der Deponierung der Bier imposante Voltsversammlungen fanden in Hannover statt. 3wede ber Neueinstellung von Arbeitern sich vorerst an die Arbeits- Urkunden dem Justizrat Strüger erklärt hat, will er nicht mehr Die Protestresolution wurde einstimmig angenommen. nachweisstelle zu wenden. tvissen. Er habe eine Abschrift der Urkunden den beiden Angeklagten nicht zukommen lassen. Der Zeuge hat im Anhaltischen Generalanzeiger" vom 21. September 1902 eine Publikation bewirkt, in welcher der Graf Douglas aufgefordert wurde, das Geld endlich herauszugeben. Er erklärt auf Befragen, daß die beiden Angeklagten von dieser Publikation nichts gewußt haben.
D
Auch die in Elberfeld und Barmen stattgefundenen Protestkundgebung gegen den Umsturz im Reichstag waren außerordentlich zahlreich besucht und von der feurigsten Kampfesstimmung beseelt. In Witten fand eine von 500 Personen( viele mußten wieder umkehren, weil der Saal zu klein war), besuchte Protest versammlung statt, mit dem Thema:" Der Umsturz im Reichstage". Das Referat hielt Genosse Fr. Kahl- Dortmund . Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Die Berliner Resolution wurde einstimmig
angenommen.
Ju zwei stark besuchten Volksversammlungen protestierte am gestrigen Sonntag die Arbeiterschaft in Weimar und Apolda gegen die bekannten Vorgänge im Reichstage, sowie gegen die der Socialdemokratie entgegengeschleuderten Angriffe. Die Versammlungen nahmen einstimmig die bekannte Berliner Resolution an.
Aus der Frauenbewegung.
Rigdorf. In der Versammlung des Vereins gewerblich thätiger Frauen und Mädchen Rigdorfs, welche am 8. Dezember bei Jädel, Walterstr. 27, tagte, sprach Herr Dr. Silberstein über: Einiges aus der Entwicklung der höheren Lebewesen. Anhaltender Beifall lohnte dem Redner. An der Diskussion beteiligten sich Frau Jeeze und Frau Raensch.
Die
vor Gericht.
Dritter Tag.
Nach Eröffnung der Sigung durch Landgerichts- Direktor Opis wird in der Beweisaufnahme fortgefahren.
Bolizei- Inspektor Becker, der nach der Beendigung der Protokollierung vernommen wird, sagt auf Befragen aus: Zeuge Breithaupt habe ihm eines Tages gesagt, jegt sei eine Urkunde da, wonach Graf Douglas Geld erhalten habe. Ihn habe das sehr interessiert und er habe sich eine Abschrift der Urkunden geben lasseit. Er sei damit nach Berlin gefahren und habe diese Abschrift dem Schwindel sei, da sie den Vornanien Heinrich trug und erflärt, cr werde die Schwindler verfolgen. Als dann habe er ihm mitgeteilt, daß die Echtheit der Urkunde sehr der Zeuge König einmal nach Aschersleben gekommen fei, der Urkunde sofort gegen den Grafen Douglas vorgehen. Die fiches Schriftstück, und er stehe dafür ein, er würde auch auf Grund 3iveifelhaft sei, König habe aber gefagt: Die Urkunde sei ein amt Rechtsanwalte Simons und Dr. Schwindt suchen durch Befragen des Beugen festzustellen, daß der Zeuge nach feiner ganzen
Gera . Eine Voltsversammlung, wie sie Gera seit der LiebknechtVersammlung im Jahre 1884 nicht wieder erlebt hat, fand gestern statt. Der große Saal, Speisesaal und Galerie, alles war überfüllt und Hunderte von Personen mußten wieder umlehren, Grafen Douglas, daß fie, die sich auch für erbberechtigt aus der Lehrerin Marie Semler bestätigt die gestrige Behauptung des iweil sie keinen Platz fanden, um sich dem flammenden Eschweger Linie hält, auf Wunsch der Brandtschen Eheleute bezw. Protest gegen den Umsturz im Reichstage anzuschließen. der Frau Brandt, bei dem Grafen Douglas wegen Zurüdnahme der Das war eine Massen- Versammlung, ein spontaner Ausbruch Stlage wider Schönknecht und Brandt vermittelt habe. Bei diesen Darstellung im Interesse des Grafen D. thätig gewesen sei, während der Entrüstung über die Vergewaltigung der socialdemokratischen Verhandlungen habe Graf Douglas gesagt, daß Bollsvertreter im Reichstage, zugleich aber auch ein impulfiver Aus die Leute ruhig und verständig sein würden, er viel eher er ihre Intereffen wahrnahm. Die Verteidiger weisen namentlich er, wenn die Angehörigen der Familie Brandt davon überzeugt gewesen, daß bruch der Entrüstung über das brotwucherische Attentat auf die im Auswärtigen Amt für ihre Angelegenheit etwas Bolkswohlfahrt. thum auf Briefe hin, die der Polizei- Inspektor an den Angeklagten fönne, als Auch die in Zwickau , Crimmitschau und Werdau abgehaltenen ihn richteten. wenn fie folche unbegründeten Angriffe gegen Brandt geschrieben und die in sehr freundschaftlichen Ausdrücken Protestversammlungen ivaren überfüllt und wuchtige Brandmartungen verlangt. Der Angell. Brandt erklärt dies für unwahr, die müßte geradezu wahnsinnig zugehen, wenn nicht in allernächster Er habe vor allen Dingen unbedingte Abbitte abgefaßt waren. In einem solchen Briefe hieß es it. a.: es der Sünden des Brotwucher- und Scharfmacherklingels. Pegau . Eine startbesuchte Protestversammlung, zu der sich auch bestätigt die Zeugin, daß sie auch in der Timmschen Angelegenheit Zeugin bleibt aber dabei. Auf eine Frage des R.-A. Dr. Thiele Beit die eine große Zahl ländlicher Bewohner eingefunden hatte, fand in der eine Bermittlerrolle gespielt habe, das sei aber feineswegs im erfolgte. Der Zeuge Beder erklärt auf Vorhalt dieses Briefes: Auszahlung des Geldes Börsenhalle statt, um Stellung zu den Vorgängen im Reichstage zu Auftrage des Grafen Douglas, sondern aus eignem Antriebe das jei auch heute noch seine feste Meinung, er glaube bestimmt, nehmen. Als ein Diskussionsredner die Bemerkung machte, daß geschehen, sie habe auch keineswegs den Timms 800 000 Thaler daß Geld da sei und über kurz oder lang zur Auszahlung gelangen tein Wähler bei der zukünftigen Wahl den Volksentrechtern seine als Abfindung im Auftrage des Grafen Douglas geboten. Bei werde. Er denke dabei immer an das Legat, welches Eva v. Meurs Stimine geben dürfte, forderte der die Versammlung überwachende einer Unterredung, fagte Brandt, ihm seien 10 Millionen Mart gemacht haben soll. Rechtsanwalt Simons verweist nochmals Stadtschreiber den Redner auf, zur Tagesordnung zu sprechen, für die Erbansprüche geboten, er habe dies und als ihm der Vorsitzende der Versammlung erwiderte, daß der aber abgelehnt; darauf habe sie gesagt: wie kann man denn auf die Behauptung des Angeklagten Brandt, daß eines Abends der Redner zur Tagesordnung ſpräche, löste er die Versammlung auf mit solcher großen Summe rechnen? Sie könnten zufrieden sein, Zeuge Becker mit der Familie Brandt hier im Prälaten zusammen Schon den Referenten, Genoffen Seger Leipzig, rief er einmal wenn Sie 800 000 Thaler erhalten. Angeklagter Brandt be- Vergleichsverhandlungen bereit. Zeuge Beder bestreitet dies ganz zur Ordnung, als er das Verhalten des Centrumsabgeordneten fireitet diese Darstellung der Zeugin und hält dieser alle möglichen entschieden.- Rechtsanwalt Dr. Sawindt: Die Angeklagten Angeklagter Brandt be- gewesen sei und dort sich geäußert habe, Graf Douglas sei zu Spahn im Reichstage fritifierte. Offenbar hat der Herr Stadt Momente vor, die die Zeugin aber sämtlich als unrichtig bezeichnet. behaupten, daß gerade Ihr ganzes Verhalten und Auftreten in den reiber, ein noch ziemlich junger Mann, nicht die nötigen Kenntnisse Die Zeugin bekundet ferner, daß die verstorbene Frau des An- Erbprätendenten die größten Hoffnungen erregt und sie zu der über die Befugnisse eines Berfamunlungs- Ueberwachenden. Düsseldorf . Eine Bollsversammlung mit der Tagesordnung: macht werden würde, wenn sie mit ihren Aussagen allein gegenüber und bald ausgezahlt werde. Es wird noch ein andrer Brief des gellagten Brandt ihr einmal gedroht habe, daß sie meineidig ge- lleberzeugung gebracht habe, daß das Erbschaftsgeld vorhanden sei " Der Umsturz im Reichstage" fand Montag statt. Grimpe- Elberfeld andren Aussagen stehen würde. Auf eine Frage des Rechtsanwalts Beugen Becker an den Zeugen Schwarzhaupt produziert, in welchem referierte. Der große Saal des Gewerkschaftshauses war lange vor Simons verneint die Zeugin, daß sie für ihre Bemühungen in der Beginn der Versammlung überfüllt. Viele mußten um Timmschen und Schöntnechtschen Angelegenheit vom Grafen Douglas baß Sie im stande sind, die Sache geräuschlos und schnell für gesagt wird: Angelegenheit forreft erledigt, ich habe angedeutet, tehren. Die Berliner Resolution wurde einstimmig, an- Belohungen erhalten habe. Der Angeklagte Bethke behauptet, daß die 31 Millionen besorgen zu können. Halten Sie an diesem Sazz genommen. Rund 120 neue Mitglieder für den social- Beugin Semokratischen Verein und eine Anzahl Abonnenten event. fest." für die„ Boltszeitung" waren der Erfolg. Zeuge Beder erklärt, fich
D
-
für ihre Thätigkeit 1000 M. erhalten
Angebot
"
gar nicht darauf befinnen
habe; die Zeugin bestreitet auch dies. Auf Befragen des RechtsAus dem Wallfahrtsort Bell in Baden ging dem Genossen Geck anwalts Dr Schwindt erklärt Graf Douglas: Er habe seiner Zeit, 3 können, was es mit den 3 Millionen für eine Bewandtnis hat. folgende Erklärung zu:„ Der socialdemokratische Verein noch che die Zeugin in der Brandtschen Angelegenheit thätig war, ganzen Borbesprechungen und Unterhandlungen mit Becker den EinZeuge Schwarzhaupt bemerkt hierzu, er habe nach den in 3 eII i. B. erklärt sich mit der Haltung der Reichstags- Fraktion auf deren Ansuchen sich für sie verwandt und ihr eine Stelle in ganzen Worbesprechungen und Unterhandlungen mit Becker den Einim Kampfe gegen den Zolltarif vollständig einverstanden. Wünschen, Rirdorf verschafft. Später habe er ihr einmal aus einer gewissen des Nachlasses kannte und verdienen wollte, 31 Millionen als Vordaß unsre Abgeordneten in diesem Sinne weiter kämpfen, bis der Verlegenheit herausgeholfen, indem er ihr durch seinen Sekretär ein bruck von dem Briefe erhalten, daß Graf Douglas, der die Größe Bolltarif feine wohlverdiente Ruhe bekommt. Zum Dank für die kleines Darlehn gewähren ließ. Das sollte aber keineswegs eine schuß hergeben wolle, um die ganze Sache fchleunigst zum Abschluß aufopfernde Thätigkeit dieses Löwenkampfes verpflichten sich die Belohnung für die Thätigkeit des Fräulein Semler darstellen. Dr. Schwindt nochmals vernommen und erklärt: Bei der ZusammenParteigenoffen von Bell, recht kräftig in die Agitation für die nächsten Das Darlehn mochte etwa 1000 22. betragen. Zeugin Semler funft im Prälaten habe sich Beder gewissermaßen als Unterhändler zu bringen. Der Zeuge Timm wird auf Antrag des Rechtsanwalts Reichstagswahlen einzutreten. Eine imposante Protestversammlung gegen die Schandthaten der Landgerichtsdirektor Opis: Aus den 1000 M. sind in der Broschüre ficht eröffnet, daß es zum Oftober Geld geben werde. Die Sache betont, daß sie das Darlehn mit 4 Proz. verzinse. Vorfibender des Grafen Douglas hingestellt und auf das bestimmtefte die AusZollwucherer fand am Freitag in Freiburg statt. Nabe 800 Berfonen gleich 100 000 W. geworden. Man sieht daraus, wie die Dinge liege doch ganz einfach. Graf Douglas habe seiner Zeit 25 000 hatten sich zu dem eindrucksvollen Referat unfres Parteigenossen entstellt werden, wie es gleich mißdeutet wird, wenn ein vielfacher holländische Gulden erhoben und sich gesagt: wo so viel Geld sei, Kolb- Karlsruhe eingefunden, viele mußten wieder umlehren, weil Millionär, bei dem so etwas wahrscheinlich häufiger vorkommt, einem fei auch noch mehr. Er habe dann mit Hilfe des Auswärtigen fein Platz mehr zu finden war. Die Versammlung war ein schlagender Beweis dafür, daß auch in Freiburg unsre Partei, armen Fräulein feine Hilfe leiht. trotz Kaiserreden und Krupphezze, nichts verloren, wohl aber viel ge- Fel. Semler fie und ihren Ehemann bewogen habe, die Berufung den Zeugen gefragt, was er denn nun für seine Thätigkeit bekomme, Zeugin Frau Anna Timm geb. Brandt behauptet, daß davon habe er 5 Millionen abbekommen. Im Prälaten" habe man Amtes bewirkt, daß 30 Millionen nach Berlin gekommen seien, und gegen das vom Civilgericht in der Klage auf Herausgabe der und Herr Beder habe gesagt: Schwamm brüber! Wenn erst das Urkunden ergangene Erkenntnis zurüdzimehmen. Sie habe ihnen gefagt, daß Graf Douglas ihnen dafür 800 000 Thaler geben Geld ausgezahlt wird, dann Zeugin Semmler bestreitet dies nochmals entschieden.
wonnen hat.
Sociales.
würde.
n
"
Beirat für Arbeiterstatistik. bin ich nicht mehr Bolizei- Inspektor Am 13. Dezember d. J. fand im Kaiserlichen Statistischen Amt ein Grbintereffent, ist in der Erbschaftssache mehrfach nach Holland Heiterkeit.) Der Zeuge Beder wird vom Vorsitzenden befragt, Zeuge Hypothekenmaller Sönig aus Aschersleben , gleichfalls in Aschersleben , sondern Befiger einer Billa bei Berlin. ( Große eine Sigung des Beirats für Arbeiterstatistit statt. Auf der Tages- gereift und hat von dort einmal die gestern erwähnten beiden Urfunden, was er hierzu zu fagen habe, und darauf hingewiesen, daß, falls ordnung standen: 1. Die Erhebung, betreffend die Arbeitszeit in die später beim Justizrat Krüger deponiert wurden, mitgebracht.er etwa etwas Beleidigendes über den Grafen Douglas gesagt haben Comptoiren, Bericht des Ausschusses; 2. die Herausgabe einer Präf.: Wer hat Ihnen denn die Urkunden gegeben? monatlichen Zeitschrift durch die Abteilung für Arbeiterstatistit, Be- 3euge: Ein Beamter der Staats- Grundschuldamts.- Präs.: daß er sich gar nicht entjinnen tönne, etwas dem Aehnliches gesagt sollte, er die Aussage verweigern könnte. Zeuge Beder erklärt, richt des Ausschusses, und 3. geschäftliche Mitteilungen. Wie hieß denn der Beamte? Zum ersten Buntt der Tagesordnung wurden nach dem Vortrag nicht. ge uge: Das weiß ich zu haben, aber unter diesen Umständen die Aussage verweigern wolle. Er nannte sich, wenn ich nicht irre, van der Velde. des Referenten, Geheimen Rats Dr. Fischer, die von dem Ausschuß Präs.: Ist Ihnen schon jemals vorgekommen, daß ein deutsches über seine etwaigen Verhandlungen mit dem Polizei- Inspektor Becker Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Thiele wird Graf Douglas
-MO