Nr. 7.
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Vorwärts
Berliner Volksblatt.
20. Jahrg.
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Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin".
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
Freitag, den 9. Januar 1903.
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.
testantismus, soweit er überhaupt Einfluß hat, ist nicht minder Wahlfartells zwischen der Socialdemokratie und der radikalen bürgermuderisch und„ fleritat" als die katholische Priesterherrschaft. Die lichen Linken in Deutschland und urteilte wie folgt über unsre FreiThorheit der liberal- protestantischen Beschwerde ergiebt sich schon aus finnigen: der einfachen Thatsache, daß die weit überwiegende Anzahl der Hof- denken aufgestiegen gegen eine solche Allianz. Deutschlands FreiJunerhalb der radikalen Parteien Deutschlands find jedoch BeDer hiesigen Allg. 3tg." wird aus Genf gemeldet, daß der stellen in Dresden mit Protestanten besetzt ist. sinnige sind ja eine Partei, voll von Vorurteilen, furz= Vertreter des Kronprinzen und des sächsischen Hofes, Justizrat Gewiß aber ist die Thatsache unbestreitbar, daß in der fächsischen fichtig und dottrinär, nur raditat dem Namen nach Dr. Körner, den sächsischen Hof telegraphisch hat wissen lassen, Bevölkerung schon längst die monarchischen Empfindungen" und mit wenig Entwicklungsmöglichkeiten." er werde der Stronprinzessin eine jährliche Rente von 30 000 m., schwer gelitten haben. Insbesondere die Wahlentrechtung Die Freifinnige Zeitung" fährt fort die Lobsprüche zu sammeln, bei Ablehnung eine solche von 50 000 m. anbieten; Beschleunigung unter der Regierung des vorigen Königs hat die mon- die ihr von der reaktionären Presse eifrig gespendet werden; heute der Angelegenheit fei am Plage. archischen Neigungen mant erschüttert, und weiß, daß druckt sie eine Huldigung der„ Kreuz- Zeitung " ab. Als im ReichsDer nach Genf entsandte Vertreter des sächsischen Hofes scheint der jetzige König nicht nur wie sein verstorbener Bruder die tag zum erstenmal die Zollwucherer Eugen Richter mit Beifausinmitten des tragischen Hoffonfliktes noch genug kaufmännische Aenderung des Wahlrechts geschehen ließ, sondern daß er selbst als stürmen überschütteten, unterschlug der Parlamentsbericht der FreiKünste zu bewahren, um die Sache so billig als möglich zu Mitglied der Zweiten Stammer sie eifrig gefördert und mit beschlossen sinnigen Zeitung" noch fchamhaft alle Beifalls rechts und in der erledigen. Er will zunächst 30 000 m. bieten, er will aber höher hat. Dazu tam neuerdings die erstaunliche Erhöhung der Civilliste Mitte". Inzwischen, da man bei ehrlichen Leuten doch keine Zugehen, wenn jene Summe nicht genügt. des Königs in einer Zeit, wo die Staatstaffe in schwerer Not ist ſtimmung mehr findet, ist die Freis. 3tg." auch bereits auf die Das Geldangebot ist äußerst befremdlich. Die Kron- und wo die durch die wirtschaftliche Krise furchtbar heimgesuchte Be- Urkunden ihrer Schande stolz und eitel. prinzessin hat ein ansehnliches Heiratsgut mit in ihre Ehe gebracht völkerung noch außerordentliche Steuerzuschläge erund ist dadurch gegen Eristenzforgen gesichert. Sie ist es möglich, tragen muß. daß der Vertreter des sächsischen Hofes eine Jahresrente derselben So find allerdings die weitesten Kreise des sächsischen Volfes, Frau anbietet, die den sächsische Hof schroff verlassen und ihren nicht aus konfeffionellen Gründen, sondern aus allgemein politischen Abscheu gegen die in Dresden herrschenden Zustände bekundet hat? Gründen, wenig vorbereitet, für den Hof in seinen jezigen verstümmelten Auszug, der das Wesentliche unterschlägt. Hält der Herr Vertreter es für gut, der Kronprinzessin, nachdem sie Schwierigkeiten irgend welches Mitempfinden zu haben. Vielmehr dem Kloster und dem Irrenhaus entronnen, Schweigegelder an- entspricht es nach den uns aus Sachsen zugehenden Mitteilungen zutragen? Fürchtet der Herr Vertreter die Denkschrift, die soeben der Wirklichkeit, wenn die liberale Dresdener Zeitung" sagt, im Auftrage der Kronprinzessin ausgearbeitet wird? daß der weit überwiegende Teil des sächsischen Volkes für die entflohene Frau Partei ergreift.
Die Stimmung in der sächsischen Bevölkerung.
Die nationalliberale„ Dresdener Zeitung bringt einen bemerkenswerten Artikel über die Beurteilung des Hoffonflittes in der fächsischen Bevölkerung. Zunächst giebt das Blatt einige Bemerkungen über die Bedeutung des Falles:
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Unfrem gestrigen Nachweis, daß die Vergewaltigungs- Taftit der Zollmehrheit ohne jede socialdemokratische Probotation eingesezt hat und zwar so vehement, daß sich selbst Herr Sattler entfegte, weiß die Freis. 3tg." nichts andres entgegenzusetzen als den Ausdruck virres Geschwäg" und einen in üblicher Weise Die Freifinnige Zeitung" beklagt sich ähnlich wie die Frank furter Zeitung", der heute von der Post" befcheinigt wird, daß sie fich in der Affaire Krupp eines durchaus forretten und ehrenwerten Verhaltens befleißigt habe". die Freifinnige 8tg." bellagt sich über die Fülle der Ausdrücke, mit der wir das verEs räterische Verhalten Eugen Nichters charakterisiert haben. will uns scheinen, daß es verdienstvoller sei, mit stilistisch ab= - Wien , S. Januar. Wie das Neue Wiener Tagblatt" aus Salz- vechfelnden Wendungen die Wahrheit festzustellen, als burg meldet, fand gestern daselbst ein Familienrat statt, an welchem immer mit der gleichen Phrase dieselbe Lüge zu leiern. außer den Mitgliedern des Hauses Toscana Erzherzog Ludwig Victor Die Wanderreduer der Freijinnigen Volkspartei reisen jetzt im als Vertreter des Kaisers teilnahm. Der Familienrat soll beschlossen| Lande umher, um durch Vertreibung des Lügen- ABC den Unwillen haben, dem früheren Erzherzog Leopold Ferdinand das ganze der eignen Parteigenossen über die verräterische Tattit Eugen Richters ihm zustehende Erbteil fofort auszuzahlen und zu beschwichtigen. sodann alle Beziehungen abzubrechen.
Abfindung Leopold Ferdinands.
Herr Bassermann
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" Ich gestehe, ein glänzend geführter Feldzug macht mir eine gewisse ästhetische Freude.... Einen solchen Feldzug hat jest Die Socialdemokratie mit der lex Heinze geführt. Kunst, Wissenschaft und Bildung haben sich in Deutschland unter die Fittiche der Socialdemokratie flüchten müssen.... Wir sind so weit, diese Partei schon gar nicht mehr entbehren zu können. Nicht minder bewundernswert als der Scharfblick der socialdemokratischen Fraition... ist die Klugheit, mit der sie die Obstruktion sofort einstellte, als das Ziel erreicht war, usw.
Die Standale, welche am sächsischen und östreichischen Hofe über Nacht heraufbeschworen worden sind, haben uns unvorher gefehen und mit bligartiger Schmelligkeit in eine Srisis geSo war Herr Dr. Wiemer nach Königsberg i. P. entsandt. trieben, die nach) mancherlei Richtung hin heute noch gar Bezeichnend für das Schwächebewußtsein der Volkspartei war es, nicht abzusehende Folgen nach sich ziehen lann. Wohl daß die Versammlung unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfand. noch nie seit den Maitagen des Jahres 1849 ist das ganze sächsische Herr Wiemer wiederholte die bekannten Erfindungen der Freisimmigen Bolt so bis in die Tiefe erregt gewesen wie jest. Es nimmt keine Zeitung". Rüdsicht mehr in feiner Meinungsbildung und wird es allem In der Diskussion polemisierte fanft Herr Rupp gegen die Anschein nach auch in den politischen Forderungen, die es ziehen wird, nicht mehr thun. Mit ziemlicher Sicherheit darf Der Bundesrat hat in seiner Donnerstagssigung den Ausschuß- Tattit" der Richterleute. man rein objektiv behaupten, daß der weit überwiegende berichten über den Entwurf des Etats für die Erpedition nach Dit- Konflikte in der Bolfspartei. In Elberfeld , dem Wahlkreise Teil des protestantischen fächsischen Voftestroy asien zum Reichshaushalts- Etat für 1903 und über den Entwurf des berühmten Reinard Schmidt, ist es zu einer Spaltung allebem für die geflohene Frau in beschränkter Weise Partei eines Gejezzes betreffend die Feststellung des Haushalts- Etats für der Freifinnigen gelommen. nimmt und es offen ausspricht, daß sie, wäre sie in allen Ehren die Schußgebiete auf das Rechnungsjahr 1908 zugestimmt; ferner Besonders ein Mitglied, so berichtet die Rhein . Westf. Zeitung", imd allein gegangen, heute eine schwerwiegende politische Macht wurde den Ausschußberichten über die Entwürfe von Etats zum der Kaufmann Lehning, hatte sich den lebhaftesten Univillen hauptin Sachsen sein würde. Wie nun auch die Dinge liegen mögen, Reichshaushalts- Etat für 1903 und 3lvar des Auswärtigen Amtes fächlich der Führer zugezogen, so daß diese ihn furzerhand aus der zweifellos begabten Frau fehlte jedenfalls ein guter politischer und der Reichsschuld, sowie dem Entwurf eines Gefeßes der Partei hinauswarfen. Es sollte nun der Ausschluß Berater. Bei ihrer geistigen Gewandtheit und Slugheit, ihrer betreffend die Feststellung des Reichshaushaltsdes betreffenden Herrn offiziell bestätigt werden. Den Vorsiz führte Schärfe des Urteils über Menschen und Dinge, bei ihrer zweifel- Etats für 1903 die Zustimmung erteilt. der Reichstags- Abgeordnete Reinhard Schmidt. Da der Vorsitzende Ios freieren geistigen Richtung hätte sie dereinst als Stönigin von cine Diskussion über die Ausschließung nicht beliebte, kam es zu Sachsen die Rolle spielen können, die ihr nach ihren reichen Geistesstürmischen Scenen, trotzdem wurde die Ausschließung mit gaben gebührte. Damit ist es nun vorbei." hat in Mannheim vor seinen Nationalliberalen die üblichen Lügen- 28 gegen 20 Stimmen beschlossen. Die Protestler beabBeiter schildert das liberale Blatt die Klerikalen Einflüsse geschichten zur Verteidigung des parlamentarischen Vergewaltigungs- fichtigen nun, aus dem Verein auszutreten und einen neuen am sächsischen Hof und spricht die Ansicht aus, daß die weitesten feldzuges erzählt. Das erlogene Gerede vom„ socialdemokratischen freifinnigen Verein zu gründen. Worüber der Konflikt entstanden ist, wird nicht gesagt. Streife der fächsischen Bevölkerung,' ganz abgesehen von der politischen Terrorismus" ist eine besondere Leistung des Herrn Bassermann, Parteistellung, entrüstet sind über die hösischen Zustände, in denen der selbst wiederholt im Laufe des vorigen Jahres das Du warst doch sonst nicht so! Es war einmal ein Mann, der man die Ursache sieht, daß es soweit gekommen. Der Artikel fährt 3ustandekommen des Rolltarifes für unmög- fchrieb von der Socialdemokratie: lich erklärt hat. Herr Bassermann hatte diese Ansicht, so dann fort: lange er cine loyale Innehaltung der Geschäftsordnung gegenüber So etwas hat gerade noch gefehlt! Das Land ist zerrissen der Opposition für eine liberale Pflicht hielt. Als er dann die von socialen Leidenschaften. Nirgends in Deutschland prallen die Vergewaltigungsbereitschaft des Centrums und der Stonservativen Gegensäge von Arm und Reich so hart aufeinander wie bei uns. Nirgends ist der verhaltene politische Groll so tief wie bei uns. fah, wandelte fich das liberale Pflichtgefühl in ihm derart, daß Zu allem tommen mun noch die Stonsequenzen der religiösen er an die Spitze der Vergewaltiger trat und den unmöglichen Zolltarif durch brutale Rechtsbeugung durchſezte. Gegensätze zwischen dem katholischen Hof und dem protestantischen tarif durch brutale Rechtsbeugung durchsetzte. Ebenso wahrheitswidrig ist die Behauptung des nationalliberalen Bolte. Burden diese bisher durch die Liebe und Anhänglichkeit Barteiführerses fagt genug für den heutigen Nationalliberalismus, des Boltes an sein angestanumtes Herrscherhaus ausgeglichen, obiesen Führer" zu haben! daß von einem Umfall seiner Partei ringen sie sich nun mit ursprünglicher Heftigkeit hervor, und es ist nicht die Rede sein tönne, da im wesentlichen die Regierungsvorlage noch lange nicht abzusehen, wohin die gegenwärtige Statastrophe angenommen sei. In Wahrheit weicht der Zolltarif, wie er aus den führen wird. Auch die protestantische Geistlichkeit hat bisher Gewaltbeschlüssen der Reichstagsmehrheit hervorgegangen ist, in sehr schonende Zurüdhaltung geübt; allein damit ist es gutem Vernehmen nach nun auch zu Ende. Der alte Reformationsgeist, der wesentlichen Stüden von der Regierungsvorlage ab und enthält nur Gott, aber nicht die Menschen fürchtet, kommt wieder über zahlreiche agrarische Beschlüsse, gegen welche die Nationalliberalen Solches schrieb Herr Prof. Hans Delbrück im Oftober unser Boll, und erhebt sich erst die religiöse Boge des in feinen zuvor higig protestiert hatten. Herr Bassermann sprach auch von der Gefährdung des der Preußischen Jahrbücher 1900. Damals nannte ihn die„ Kreuzzartesten Gefühlen verletzten protestantischen Boltes, so wird sie Reichstags- Wahlrechts" und fagte:" Die Behauptung von der Zeitung" einen Förderer der Umsturzpartei und forderte seine Maßauf ihrem Wege nicht mehr aufgehalten. Man hat den Bogen Gefährdung des Reichstags- Wahlrechtes sei dem schlechten Gewissen regelung. überspannt, nun sind die Sehnen zerrissen. Und es war endlich ein Mann, der urteilte folgendermaßen: Giebt die sächsische Preise von jest an nicht rüdhaltlos der der Socialdemokratie entsprungen"." Aber," so fuhr Herr BafferGiebt die sächsische Preise von jest an nicht rückhaltlos der mann fort, wir werden an dem jezigen Reichstags- Wahlrecht fest- Einen ungeeigneteren Moment für einen Hymnus auf den Bolfsstimmung Ausdruck, so wird sich bei den bevorstehenden In Wahrheit war es gerade der nationalliberale Getvissens- socialdemokratischen Führer( gemeint ist Mommsens Artikel) konnte Reichstagswahlen der ganze Groll in die Wagschale der Socialforscher, welcher vor allen anderen im Reichstage erklärt hat, daß es gar nicht geben, als den jezigen. Sind in dem eben beendeten demokratie entleeren. Das aber liegt nicht im Interesse parlamentarischen Kampfe die Socialdemokraten nicht doppelt geLandes. Darum müssen die Vertreter des Boltes in Staat und das Verhalten der Socialdemokratie das Reichstags- Wahlrecht in Gefahr bringe. Als die Socialdemokratie ihr Recht be- schlagen, indem sowohl der Zolltarif angenommen, wie die GeKirche das befreiende Wort sprechen und die erregte Boltseine gemeingefährliche Borlage ernstlich gu be- fchäftsordnung dauernd zu ihren Ungunsten verändert ist? stimmung in ruhige Bahnen lenten. Wie die Dinge aber liegen, mußte, Und welcher Führer ist es gewesen, dessen unbegreiflicher ist das nicht anders mehr möglich als durch eine offene Dar- lämpfen, da hezte Herr Bassermann die lauernden Feinde des Renommisferei jie in erster Linie ihre Niederlage verdanken? Here legung aller in Betracht kommenden Verhältnisse und Be- Reichstags- Wahlrechts zu neuen Hoffnungen. Der nationalliberale Bassermann tvurde der eigentliche Urheber der Bebel!... Nein, dem Diktum vom Stopfe Bebels" stelle feitigung aller landfremden Einflüsse. Geschichtströcherei. Herr Baffermann mag fich bei gutem politischen ich das gerade Umgekehrte entgegen: es ist nicht bloß die dies, so kann noch manches wieder gut werden; geschieht es nicht, Getpiffen fühlen; ter kein Empfinden besigt für die Verpflichtungen Zipietracht der Liberalen, die ihre Schwäche in Deutschland fo find die Folgen nicht abzusehen. Mit einer offiziellen eines wirtlichen Liberalismus, ist in der angenehmen Lage, ohne macht, sondern es ist vor allem die Erbweisheit der Junker, der Strfinnigkeitserklärung ist die Sache nicht abgethan, Strupel liberale Grundrechte reaktionär niederzutreten.- unendlich überlegene politische Verstand der Konservativen, der fie daß sicht heute jedermann." immer wieder bei uns zur Herrschaft beruft und an der Herrschaft Die antiklerikale Absicht verleitet hier das liberale Blatt zu Der unbeliebte einfache Mann aus der Werkstatt. Das Centralerhält und die Liberalen ausschließt! Nie in der Weltgeschichte ganz irrigen Auffassungen. Die konfessionelle Frage spielt in der organ der katholischen Gewerkschaften, die Westdeutsche Arbeiter hat es talentlosere( in höherem politischen Sinne) Parteien gegeben Angelegenheit feinestvegs eine so bedeutsame Rolle. So richtig eszeitung", jammert heftig darüber, daß über den Bereinssaal des als heute die Oppositionellen in Deutschland ; der politische Verist, daß die Luft des sächsischen Hofes klerikal berunreinigt ist, so ist fatholischen Arbeitervereins in Coesfeld der Militärboykott stand fehlt ihnen in einem Maße, daß man es ebensowohl traurig von einem eigentlichen Jesuitenregiment am sächsischen Hof ebenso verhängt worden ist; die Weihnachtsurlauber durften den Saal nicht wie lächerlich nennen kann." Solches schrieb Herr Prof. Hans Delbrück im Januarheft der wenig zu reden wie von einem Gegensatz zwischen dem sächsischen betreten, obwohl die Breslauer Kaiserrede in großem Drud öffentPreußischen Jahrbücher" 1903. Hof und der Bevölkerung aus konfessionellen Gründen. Die lich ausgehängt" war. besitzenden Klassen in Dresden und Sachsen sind selbst Arbeitervereinigungen sind eben immer anriichig, außer wenn fie Was für ein urteilsfähiger Führer der Nation steckt doch in einem deutschen Professor! so durchaus in derselben heuchlerischen Bigotterie Gefangen, daß als huldigungsdeputation erscheinen.- Es gab eine Zeit, da glaubten die Professoren an eine Spaltung sie deshalb nicht in Gegensatz zum Hof stehen können. Und Deutschlands Freifinnige in der Beurteilung des Auslandes. Das der Socialdemokratie, an eine Mauserung zur harmlosen Reformder fächsische Protestantismus hat nicht die geringste Berechtigung, liberale Kopenhagener Tageblatt Politiken" brachte fürzlich einen partei- damals schmeichelte man uns. Jest haben die Herren eine besondere katholife Schuld zu erfinden, denn diefer Pro- interessanten Artikel über die Aussichten und Möglichkeiten eines den Traum ausgeträumt und erboft halten fie uns nicht mehr für
Solches schrieb Herr Profeffor Hans Delbrüd im Juniheft feiner Preußischen Jahrbücher" 1900.
Und es war ein Mann, der meinte anläßlich des Mainzer Parteitages der Socialdemokratie, daß die Socialdemokratie die einzige interessante, noch nicht im Stadium der Berfteinerung befindliche, noch Talente aufweisende deutsche Partei sei.
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