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Nr. 9.

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Vorwärts

Berliner Volksblaff.

20. Jahrg.

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Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin".

Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Quittung.

Sonntag, den 11. Januar 1903.

2 Milliarden 465 Millionen Mart.

Davon sind 1999 Millionen fortdauernde, 226 Millionen ein­malige Ausgaben des ordentlichen Etats und 240 Millionen ein­malige Ausgaben des außerordentlichen Etats.

will, durch

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.

einen gewaltigen Pump von 220 Millionen beseitigt werden. Hiervon sollen 95 Millionen zur Deckung der Ausgaben des ordentlichen Etats verwendet werden. Es kehrt worfene und verfassungswidrige Versuch einer Zuschuß­anleihe bei Ausgaben des ordentlichen Etats für das neue Etats­jahr in weit vergrößertem Maßstabe wieder.

bei einer Finanzlage, die zur Herabseßung der Ausgaben Reiches auf die breiten Massen der Bevölkerung gewälzt werden, nötigt, zahlreiche neue Mehrausgaben gefordert. Die welche die Zölle und Verbrauchssteuern entrichten. Denkschrift spricht diese Thatsache in der milden Fassung aus: Das ungeheure Mißverhältnis zwischen Einnahmen und Ause Im Monat Dezember gingen bei dem Unterzeichneten" Freilich war eine mäßige Steigerung gegenüber dem Vorjahre nicht gaben des Reiches soll, da man die Bundesstaaten nicht treffen folgende Parteibeiträge ein: Berlin , Beiträge der Wahlkreise: 2. reis 500,-. 4. Streis Dft zu vermeiden." 1000,-( darunter Rauchklub Portorico 4,-, 160. Stadtbezirk amerit. Wie ist es mit dieser mäßigen Steigerung"? Wie verhalten sich Auktion einer Breßtohle 4,25). 4. Streis Südost 1000,- die neuen Etatsforderungen zu denen der vorhergehenden Etatsjahre? ( darunter Buzerkolonne Nordmann 14,30, Klage 2,-, aufgelöster Der Etat für das Rechnungsjahr vom 1. April 1903 bis Gefangverein Fackel", 1. Nate durch Berlin 7,50, Sparverein 31. März 1904 zeigt eine Gesamtausgabensumme von also der im vorigen Jahre vom Reichstag bers Streng- Reell" 25,-, Sparverein Hufeisen 15,-, ein Unbekannter 200,-, Conrad 4,-, Ueberschuß der Kranzspende von der Buch­binderei Wübben u. Co. 12,70, Altdeutsch" Prozent- Ueber­schuß 5,-, Spandauer Heuchler 6,-). 5. Kreis Wahlverein 150,- ( darunter R. R. 50,-, Stranzüberschuß durch Lenz 2,80.) Aus dem 6. Kreise: Rote Geburtstagsfeier, Raumerstraße, 2,31, im Jägerhaus über den See gefahren 3,35, desgleichen im Oder fahn 1,40, A. B. Mister 1,-, Adamschet 1-, Verein Voran 10,- zur Wahlschlacht 10,-, 2.,. Saalbefizer Badfir. 3,-, Märkischer Landbote, Waidmannsluft 1,-, v. Recitationsabend der Metallarb., Bernh. Rose Theater 10,-, Klub N. durch Knauf 4,60, gef. v. 5. abfahrenden Lackierern der Firma B. in Lantwit 3,05, ges. v. den Bautischlern Schüler, Graunstr. 6,45, E. B., Boltastraße 100,-, Hiervon fallen auf die fortdauernden und einmaligen Ausgaben Da auch der Segen der vermehrten Einnahmen aus dem Bucher Genossen aus der Boyenstraße 2, Sa. 159,16). Berlin , diverse des ordentlichen Etats 71% Millionen, auf den außerordentlichen Gtat tarif diese heillose Finanznot nicht wird heilen können, so werden Beiträge: Kranzüberschuß bei H. Kilow u. Co. 3,50. 2. und H. B. 881 Millionen. die Finanzgenies des Reichs- Haushalts immer hißiger die Forderung 10,-. Referat bei den Fensterpußern 6,-. Dr. A. F. 50,-. Dr. L. A. Nov.- Dezemb. 100,-. Zum Wahlfonds, als Protest eines alten Der bedeutende Mehrbedarf des ordentlichen Etats ist aller- nach erhöhter Besteuerung des Bieres und des Tabaks erheben. Demokraten durch 2. A. 300,-. Defterreich 2,-. Machetes 5, bings zum Teil darauf zurückzuführen, daß ein Deficit für das Das arbeitende Volt aber wird die Gegenlofung erschallen lassen: Von der Volks Zeitung" 4,-..., durch. S. 5,-. Ges. d. Rechnungsjahr 1901 von mehr als 46 Millionen Mart gedeckt werden Reichs Gintommensteuer- Reichs Vermögens­H. Sch., Landsberger Allee 11, 2,05. Dr. St. 8,05. Aus Aerger muß. Andrerseits aber ist der Einfluß dieses Deficits auf die Etats- steuer- Reichs- Erbschaftssteuer! über die letzten Reichstags- Verhandlungen 3,-. Durch die Redaktion gestaltung weniger belangreich, da man die Ueberweisungen an die

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Der vorjährige Etatsentwurf wies 2 Milliarden 350 Millionen auf. Nachdem der Reichstag einige Abstriche vorgenommen, belief er fich auf fast 2 Milliarden 305 Millionen.

Der neue Etat übergipfelt, den vorjährigen um nicht weniger als

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160 Millionen Mart.

Die Reichsfinanzen erleben ihre schwerste Krise. In der günstigen Wirtschaftsperiode verstieg man sich zur tollsten Verschwendung für Militär, Marine, Kolonien und Weltpolitik. Da jetzt die Einnahmen versagen, vermag man sich nur noch durch ein fortgefeßtes, verderb liches Bumpsystem über Wasser zu halten. Anstatt in den guten Jahren Haus zu halten, sinnt man nun darauf, das fronende Volk durch neue Steuern zu belasten.

Politifche Uebersicht.

Berlin , den 10. Januar.

des Vorw." bon H. Br. i. M. 1,-. Von einigen Berlinerinnen Bundesstaaten entsprechend den niedriger angesetzten Matrikular­100, Böttchermftr. 1, Grefutive 1,-... u. A. 2. 17, beiträgen um 15%, Millionen gegen das Vorjahr verringert hat. Von den Arbeitern der Neuen Berliner Genoffenschaftsbäderei 24,-. Wenn troß dieser Ersparnis die Mehrausgaben des ordentlichen Etats A. B. 50,-. P. S. 50,- Segelflub der roten Kaufleute 10, jenen hohen Betrag von 711, Will. M. erreichen, so ist dies zum großen Der Meeraner Weberstreit ist beendet. Stontobucharbeiter vom Wedding 5,-. A. d. Kl. Cohn der Buch- Teil auf erhöhte Forderungen im Etat des Heeres, der Marine und druckerei von Gg. Eichler 3,20. Gesammelt von einigen Eisenbahn­So meldet uns ein Privattelegramm vom Sonnabendabend. arbeitern der Werkstätten- Inspektion 1 10,-. Dr. A. Fl. 101 6,- ber- Reichsschuld zurückzuführen. Für das Reichsheer sollen die fort­Abgeschlossen ist nunmehr der große wirtschaftliche Kampf, den Dr. C. Fr. 20,-. C. D. Guhrau 1,-. Bierprozente der Geschäfts- dauernden Ausgaben um 7315 141 M., für die Marine um eine aufs äußerste gedrückte, in den elendesten Verhältnissen lebende bücherfabrik A. Zumpe 5,-. Von Bestien des Ditens 31,50. 6 536 931 M., für die Reichsschuld um 6096 760 M. erhöht werden. Arbeiterschicht ein volles Vierteljahr mit größter Zähigkeit und Von Drechslern, Schleifern und Gürtlern der Gummitvaren Wenn auch die Post- und Telegraphen- Verwaltung bewundernswerter Energie geführt hat. fabrik S. Müller, Weißenfee 30,-. F. Borgfelde 10, D., Weißen eine Mehrausgabe von 11%, Millionen erfordert, so steht doch Was gab die Veranlassung zu dem Streit? fee 1,-. Gegen den Umsturz 1,-... 10,-. E. Kmuz 12, dieser Mehrausgabe eine Mehreinnahme gegenüber, die auf G. Kmuz 12, dieser Mehrausgabe eine Mehreinnahme gegenüber, die auf Die Tertilfabrikanten hatten seit längerer Zeit die ohnehin sehr Gutenberg 27,25. Mitglieder der 1. Dr. 4,25. A. B. 100 15%, Millionen veranschlagt wird. Jene andren Ausgaben dagegen niebrigen Löhne der Arbeiter und Arbeiterinnen fortgesetzt herab­2,-. Märkischer Regelflub 13,- Amerikanische Auftion bei Tischmeher 1,65. Bern 50,-. Buxtehude , von den Alten durch werden, natürlich nicht durch entsprechende Einnahmen gedeckt und gesetzt. Nach einer Erhebung, die der Textilarbeiter Verband im Weber 3,-. Bremen , Maschinenpersonal der Bürger- Zeitung" 11,30. gerechtfertigt. Dezember 1901 vornahm, erzielten die Meeraner Weber schon Breslau , focialdemokratischer Verein 50,-. Charlottenburg , Was die Mehrausgaben von 88% Millionen Mark im damals nur einen durchschnittlichen Wochenverdienst von 8-10 Mart. 4. Kommunalbezirk gegen den 300 000 Mart- Fonds ges. 2,75. außerordentlichen Etat angeht, so ist diese Summe um so Im Laufe des vergangenen Jahres folgten wieder Lohn­Düsseldorf, D. 2. 2,- Falkenberg( Oberschlesien ) 5,-. erstaunlicher, als die Kosten aus Anlaß der Expedition fürzungen, so daß Fälle verzeichnet worden find, wo die Weber sich Gießen, E.&. 10,-. Gera , Wahlkreis Reuß 1. 2. 100,- nach Ostasien sich naturgemäß jezt erheblich vermindern müssen; mit einem Wochenverdienst von 5-6 M. begnügen mußten. Damit j. Gutschdorf bei Striegan, gef. auf einer roten Hochzeit 3 dieser Posten ist mit 15 Millionen gegen 33 Millionen im Vorjahre war eine Not erreicht, die nicht länger erträglich war. Das war Gotha , durch den Vertrauensmann 30,-. Hamburg , 1. Wahl- veranschlagt, so daß hierdurch der außerordentliche Etat eine Er- leine Lebensmöglichkeit mehr! In solcher Lage rafften sich die armen freis 3000,- Hagen - Selbede, Gesangberein Brudertette 20sparnis von 18 Millionen hat. Daß trotz dieser Ersparnis der gedrückten Textilarbeiter auf zur entschlossenen That. Sie reichten den Hamburg , 2. Wahlkreis 1000, Haſtedt, bon Genossen 10,-. Hamburg , im Monat Dezember i. d. Expedition des Mehrbedarf um 88% Millionen wächst, erklärt sich daraus, daß zur Fabrikanten einen Tarif ein, der die fortgesetzt reducierten Echo" eingegangen 505,37. Jena , 3. weimarscher Wahlkreis Balancierung des ordentlichen Etats aus dem außerordentlichen Löhne wieder annähernd auf die bescheidene Höhe bringen 4. Quart. 1902 50,-. München , Waldläufer 5,-. Muskau, gef. auf Etat ein Zuschuß von 95 Millionen bestritten werden soll! sollte, welche sie vor den Abzügen hatten. Es war also

Berlin , den 10. Januar 1903.

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Für den Parteivorstand:

A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30.

worden wäre,

einer Kindtaufe durch P. M. 3, Mülhausen i. E., Einzelmitglieder Der Löwenanteil aller Etatsforderungen kommt nach wie vor nicht einmal einmal eine Forderung um Lohnerhöhung, sondern d. socialdemokr. Partei Deutschl. 15,-. Mülheim a. Ruhr, vom zer auf die untulturellen Aufwendungen. Die fortdauernden nur um Erhaltung dessen, was bereits bestanden hatte, schnittenen Tischtuch 2,-. Nürnberg, Marcel 2, Nürnberg - Altdorf , socialdemokr. Verein 20,-, Niederbarnimer Wahlkr. 500,-. Nieder- Ausgaben für das Reich sheer sollen von nun an fast und wenn diese berechtigte Forderung erfüllt zwönig, 19. fächs. Reichst.- Wahlkreis 50,- Oberlangenbielau, Arb. 576 Millionen betragen. Die einmaligen Ausgaben sollen für das die Meeraner Weber hätten auch dann noch bei fleißiger Arbeit nur aus dem Eulengebirge 100,-. Delsnig i. V., von den Parteigenossen nächste Etatsjahr ca. 80 Mill. Mark betragen. Die Ausgaben für so viel verdient, um mit knapper Not das elende Dasein zu fristen. 50,-( darunter von den Doppelfopfspielern im Norddeutschen Hofe die Marine erreichen die noch nicht dagewesene Höhe Aber den Fabrikanten gingen diese bescheidenen Forderungen au 10,20. Bieragen,.. 1,30. Rahnsdorf , E. P. 3,-. Riesa , für von 234, Mill. Mart. Für Heer und Marine sollen also fast weit, fie mußten im Interesse der Industrie" abgelehnt werden. In gewisse Reden 1,60. Richzenhain, Arbeiter- Bildungsverein 8,900 Millionen im Jahre aufgewendet werden. Rechnet man hinzu den Fabriken wurde ein von den Fabrikanten aufgestellter Lohntarif Reichenbach i. Schl., socialdemokr. Wahlverein 5,-. Straßburg i. E., die Anforderungen für Pensionen( 77, Mill.), für Militär- angeschlagen, der die Forderungen der Arbeiter nicht nur miẞachtete, Altvater 5.-. Seesen a. H., 3. braunschweig . Wahlkreis 20,- Invaliden, für den Teil der Reichs- Schuldverzinsung, der auf fondern sogar eine weitere Lohnherabfehung verfügte. Bei verschiedenen Solingen , durch den Kreisvertrauensmann 50,-( darunter vom militärische Ausgaben fällt 2c., so ergiebt sich, daß die Auf- Artikeln wurden die damaligen Accordlöhne um 20-50 Broz. herab­ Volksverein Solingen 15.-, desgl. Wald 10,-) Schwelm , bon Parteigenossen durch den Vertrauensmann 100.-. Stuttgart , G. U. wendungen für militaristische und marinistische Zwede eine gefezt. Die Aufdrängung dieses Tarifs empfanden die Arbeiter als 10,-. Tiefenhurt, Uebersch. einer Kranzspende der organisierten Milliarde pro Jahr weitaus überschreiten und jedenfalls bereits eine infame Herausforderung, sie sahen nunmehr, daß von den Porzellanarbeiter 10,85. Velten , Wahlkreis Potsdam- Spandau- Ost- eine weitere Viertel- Milliarde beanspruchen! Da der Gesamt- Fabrikanten auf gütlichem Wege nichts zu erreichen war, und legten havelland durch den Kreisvertrauensmann 300,- Vohwinkel , von etat die Höhe von über 2 Milliarden nur erreicht infolge erheblicher geschlossen die Arbeit nieder. Mehr als 2000 Weber und Weberinnen­einem Genossen 1,- Württemberg 200,- Weißwasser , von den lediglich rechnungsmäßig in Betracht kommender Summen, besonders verließen am 10. Oktober die Fabriken. Parteigenossen durch den Vertrauensmann 50,-. ber über 500 millionen betragenden Ueberweisungen an die Bundes- Die angeführten Thatsachen beweisen, daß nicht frivoler Ueber­Die in der Nr. 290 des Borwärts" vom 12. Dezember v. 3. staaten, so wiederholt auch der diesjährige Etat die Thatsache, daß mut" die Weber in den Ausstand trieb, sondern daß sie von der unter Schröder, Petersburgerſtr. 27, quittierten 15,- find ge- an zwei Drittel aller Reichs- Aufwendungen für kulturwidrige Zwecke Waffe des Streits nur deshalb Gebrauch machten, um ein Verfinken sammelt von den Möbelpolierern der Firma Klug, Warschauer­geschehen. Straße 13. in bodenloses Elend zu hindern. Es handelte fich um einen Aft Während die Ausgaben wiederum so bedeutende Steigerungen verzweifelter Notwehr gegen die Willfür der Unternehmer. erfahren, werden die ordentlichen Deckungsmittel er- Die kapitalistische Preise hat in gewohnter Weise ben heblich niedriger eingestellt als im Vorjahre. Nur die Meeraner Streit als das Werk socialdemokratischer Hezer Post- und Telegraphenverwaltung zeigt eine Mehreinnahme von und Agitatoren" hingestellt und sich unausgesetzt bemüht, die 151 Millionen. Dagegen sind die Einnahmen aus 3öllen, Meeraner Fabrikanten scharf zu machen zum Vernichtungskampf Verbrauchssteuern und Reichs Stempelabgaben gegen die Arbeiter. Die Fabrikanten sind dieser Mahnung, die ja erheblich niedriger angefeßt, nämlich zusammen um mehr als ihren eignen Absichten und Wünschen entsprach, willig gefolgt. Ale Bot schon der vorjährige Reichshaushalts- Etat ein überaus 25 millionen. Ob dieser überaus niedrige Ansatz wirklich gerecht- Einigungsversuche, die während des Kampfes von den Streifenden tribes Bild, so bedeutet der neue Etat für das Jahr 1903/04 fertigt ist, ist mindestens zweifelhaft. Es gewinnt den Anschein, als sowohl wie von städtischen Behörden unternommen wurden, sind an vollends einen wahrhaften Bankrott der Reichsfinanzen. Nur durch wolle man jetzt die Folgen der wirtschaftlichen Stockung auf die der Hartnäckigkeit der Fabrikanten gescheitert. Sie wollten die Ge­eine ins ungeheuerliche gehende Pumpwirtschaft vermögen Finanzlage besonders schwarz malen, um, nach Bewilligung der großen legenheit zu einer Kraftprobe ausnuten. die Finanzkünstler des Reiches die Ausgaben mit den Einnahmen in Anleiheforderungen, bei günstigerer Entwickelung zu reichlicheren Mitteln Uebereinstimmung zu bringen. Ein Privatmann, der mit seinem zu gelangen. Das sind dieselben Reichsfinanzgenies, die vor wenigen Besitz so wirtschaftet wie das Reich, müßte unweigerlich unter Vor- Jahren auf die Behauptung hin, daß sich die Bolleinnahmen jährlich mundschaft gestellt werden. um 30 Millionen steigern würden, riesige Flottenpläne befürworteten! Die dem Etatsentwurf beigegebene nebenbei bemerkt überaus Jett müffen sie niedrigere Solleinnahmen in den Etat fegen als dürftige Dentschrift weist auf die Stockung hin, unter der das Reich schon vor Jahren verzeichnete. das deutsch Wirtschaftsleben seit Jahren leidet. Die Denkschrift be- Anstatt nun die Bundesstaaten pflichtgemäß zu den tont den ungin tigen Einfluß, den diese wirtschaftliche Stockung auf wachsenden Lasten des Reiches heranzuziehen, will der Etatsentwurf die Reichsfinanzen ausübt und der mit der Dauer der wirtschaft- die Reichseinnahmen weiter fchwächen durch Verringerung der bundes­lichen Krisis sich um so fühlbarer macht. Die Dentfchrift ftaatlichen Beiträge. Die Denkschrift flagt über die üble Finanzlage und die Einigung, die jetzt zu stande gekommen ist, war den Fabri­behauptet, daß infolge diefer Umstände bei dem Anfage der der Bundesstaaten, denen alle Schonung gewährt werden müsse. fanten gewiß ebenso erwünscht, wie den Arbeitern. Die Einigungs­Ausgaben die thunlichste Sparsamkeit" obgewaltet habe. In Anstatt also die Einkommensteuern ber Bundesstaaten, die bedingungen sind uns noch nicht in ihrem Wortlaut bekannt, jedoch Wahrheit ist jedoch von irgend welcher Sparsamkeit in vorwiegend von den Wohlhabenden aufgebracht werden, heran- wird uns aus Meerane berichtet, daß die Fabrikanten einen diefem Etat nichts zu entdeden. Vielmehr werden zuziehen, soll wiederum die ganze Bürde der Mehrausgaben des Zarif bewilligt haben, durch den die Löhne in denjenigen

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Reichsfinanznot.

Die Rhein - Westf. 8tg.", jenes berüchtigte Krupp- Drgan der Großindustriellen, brachte noch in ihrer letzten Sonnabendnummer einen Artikel, der nach Ton und Inhalt zu urteilen, darauf berechnet ist, die Fabrikanten zum weiteren Ausharren im rüdsichtslosen Stampfe anzufeuern und gleichzeitig alle Schulb für die rücksichtslose Niederziingung der Streifenden mit ihren traurigen Folgen den Heßern und Agitatoren", nämlich den Leitern des Textilarbeiter­Verbandes in die Schuhe zu schieben.

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Run, es ist anders gekommen, wie die Göldner- Presse wünschte,