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Nr. 19. 20. Jahrgang.

3. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Freitag, 23. Januar 1903.

Berliner Partei- Angelegenbeiten.

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A

Die Lokalkommission.

Worten der

Aus den Kreisen der städtischen Arbeiter wird uns hierzu ge- monatlich 55 M.; 3. einen Ranglisten im Alter von ca. 40 Jahren schrieben: Man weiß wirklich nicht, was man mehr bewundern soll, mit monatlich 50 M.; 4. einen dritten Ranglisten, ca. 19 Jahre alt, die feitens der Deputation vorgenommene eingehende Prüfung mit monatlich 35 M. befolde; ferner, daß er einem sogenannten Zur Lokal- Liste! Das Lokal Ton- Halle", Friedrichstr. 112 diefer eigentlich selbstverständlichen Forderungen, oder aber die Zu- Lehrling 10 M. pro Monat zahle und demselben eine nach mehr­fünfter Streis steht von jetzt ab der Arbeiterschaft zu Versamum- geständnisse, die den städtischen Arbeitern gemacht werden. Ein Jahr monatlicher Thätigkeit nachgesuchte Gehaltserhöhung verweigert habe. lungen 2c. zur Verfügung. Der Rauchklub Blaue Wolke", welcher zwei Monate und acht Tage waren nötig, um in nichtssagenden An der Hand von Arbeitsbüchern, die die Schreiber führen am Sonnabend, 31. Januar, in den Festfälen des Eity Hotels, Bunft 1 ist in Aussicht genommen; Punkt 2 abgelehnt, täglich 55 Seiten geschrieben, also wenn man 50 Pf. täglich für Bittichrift" folgende Erwiderung zu geben: mußten, war ausgerechnet, daß der eine Stanzlist im Durchschnitt Dresdenerstr. 52, einen Maskenball veranstaltet, versucht in Arbeiter- weil der Stundenlohn erhöht(?) worden ist; Punkt 8 und 4 wird Auslagen an Schreibmaterialien usw. in Abzug bringt, dem Rechts­freisen Billets abzusetzen. Wir ersuchen diejenigen, wo Billets an> geboten werden, dieselben zurückzuweisen, da das betreffende Lokal ur eit beraten und später zur Entscheidung gebracht; Punkt 5 anwalt 2cwinski täglich 5 m. bar verdient habe, hiervon aber der der Arbeiterschaft zu Versammlungen zc. nicht zur Verfügung steht. Arbeiter die Beantwortung ihrer aufdringlichen Wünsche und damit ist Lewinsti ca. 3 M. täglich einstecke, sowie daß der mit 10 M. pro bewilligt und Punkt 6 erledigt. So, mun haben die Steindepot- Schreiber nur ca. 2. täglich erhalte, während Rechtsanwalt die Angelegenheit für die Deputation erledigt. Es läßt diesen Herren Monat entlohnte Lehrling dem Rechtsanwalt Levinsti neben der Wilmersdorf . Die Barteigenossen werden ersucht, sich Freitag ziemlich falt, ob die Forderungen berechtigt sind oder nicht. Es durch Attenheften und Botengänge geleisteten Arbeit monatlich abend 7 Uhr zahlreich bei Witte, Berlinerstr. 40, zur Flugblatt genügt, wenn sie bei ihren Beratungen die Angelegenheit nach ca. 80 M. an Schreibgebühren verdient habe. verteilung einzufinden. Schema F. entscheiden können. Geradezu klassisch ist der Hinweis Es war ferner behauptet worden, daß Rechtsantvalt Lewinsli Köpenick. Heute abend findet Flugblattverbreitung auf die Erhöhung des Stundenlohnes, un die Ablehnung des Wochen- die um 7 Uhr abends beendigte neunstündige Arbeitszeit seiner An­statt. Genossen, welche helfen wollen, werden ersucht, sich bei den lohnes zu beschönigen. Die Arbeiter verlangten ja gerade einen gestellten willkürlich ausdehne und daß die Angestellten meist bis Bezirksführern zu melden oder um 7 Uhr bei Stippekohl zu er- festen, wenn auch ganz bescheidenen Wochenlohn, um eine einiger- 9 Uhr, oft aber auch bis 10 Uhr nachts arbeiten müßten, ohne daß fcheinen. maßen fichere materielle Position zu behaupten, während bei dem die Ueberstunden bezahlt werden, komme aber ein Angestellter einmal Stundenlohn von 35 Pf. im Winter sich ein Verdienst von 3,15 M. etwas unpünitlich, so erkläre Rechtsanwalt Lewinski: Sie sollen ergiebt, und zwar, weil man die Leute 9 Stunden arbeiten lägt und einmal sehen, wo der Zimmermann das Loch gelaffen hat. ihnen auch nur 9 Stunden bezahlt. Wie soll es eine Familie ermöglichen, von 18,90 m.( wovon noch das Kassengeld in Abzug gebracht wird) zu leben? Mit dem Sommerurlaub liegt es ähnlich Nur wenigen alten Leuten ist die Vergünstigung gewährt; die fibrigen Arbeiter werden die zehnjährige ununterbrochene Arbeitszeit wohl nie erreichen, weil ja faft alle im inter aussetzen müssen.

Rieder- Schöneweide. Der Wahlverein hält Sonnabendabend 81%, Uhr feine Vereinsversammlung ab, in der jeder Parteigenoffe zu erscheinen hat.

Lokales.

Aus der Stadtverordneten- Versammlung.

worden:

Bolizeiliche Komplimentiervorschriften.

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Im Anschluß daran war in jenem Artikel von einem schreienden Mißberhältnis zwischen Leistung und Entlohnung", von Lehrlings­züchterei", einem lukrativen Geschäft" usw. gesprochen und dem Rechtsanwalt Lewinski zum Vorwurf gemacht, daß er sich ca. zwei Drittel des Verdienstes seiner Angestellten aneigne" und in feine weiten Taschen gleiten laffe", ohne Rücksicht darauf, ob der Ange­siellte mit dem ihm überlassenen Drittel seine Eristenz fristen könne. Die gestrige Sigung brachte den Stadtverordneten endlich die Die Beweisaufnahme ergab nun nicht nur die. Richtigkeit der für die vorige wie für die vorvorige Sigung vergeblich erhoffte vorstehenden thatsächlichen Angaben, es stellte sich auch noch ferner Einführung des neuen Bürgermeisters. Nachdem Sehr hübsche Vorschriften über ihr Verhalten dem Publikum heraus, daß die Angestellten Lewinstis auch noch Sonntagsarbeit Herrn Regierungsrat Dr. Stei des Entlassung aus dem Staatsdienst gegenüber sind soeben den Polizeibeamten in Frankfurt a. D. gemacht leisten mußten, ohne hierfür Ertrabezahlung zu erhalten, sowie daß rich so lange verzögert hatte, ist sie schließlich fast über Hals über Lewinsti feinen eignen Angaben nach jährlich ca. 11 000 m. Rein­Kopf verfügt worden, um die Einführung noch für gestern zu Der Polizist soll danach im dienstlichen Verkehr mit den verdinst habe, also sehr wohl in der Lage war, seinen Angestellten Civilisten jeder Zeit eine ruhige und besonnene Haltung bewahren, eine angemessene Bezahlung zu gewähren. rmöglichen. Stadtverordneten - Versammlung und Magistrat hatten sich aller unnötigen Beläftigungen des Publifums enthalten und Der Vorsitzende des Gerichts, Landgerichtsdirektor Opik, hob mun erst im letzten Augenblid noch durch Rohrpoftfarte davon in feine Aufgabe zunächst durch höfliche, bestimmte Vorstellung in der Urteilsbegründung ausdrücklich hervor, daß der Beweis der Kenntnis gesetzt werden können, daß die Einführung diesmal erfolgen und Aufforderung erfüllen fuchen. Ale herrischen Wahrheit bezüglich der in jenem Artikel behaupteten Thatsachen jolle. Der mit Spannung erwartete Aft begann um 6 Uhr, nachdem und verleßenden Ausdrücke oder gar Schimpfworte find unbedingt boll erbracht sei, trenn auch die Berechnung des Profits, den die Versammlung vorher noch rasch eine Reihe univichtiger Vor­zu vermeiden. Bei Verhaftungen und Festnahmen hat der Beamte Rechtsanwalt Lewinski aus seinen Schreibern herausschlage, vielleicht agen ohne Debatte abgethan hatte. Der neue Bürgermeister erregte mit besonderer Kaltblütigkeit und Umsicht zu verfahren. Er hat sich nicht ganz zutreffend fei, er betonte, daß lediglich der Ausdruck: gegenwärtig zu halten, daß er im Begriff steht, einer Person die Rechtsanwalt Lewinsfi eigne sich zwei Drittel des Verdienstes seiner vei seinem Eintritt in den Saal durch die jugendliche Frische seines Aussehens bei einem Teile der Stadtverordneten und mehr noch bei perfönliche Freiheit zu entziehen, und daß ihm die Pflicht obliegt, Angestellten an, um denselben in seinen weiten Taschen verschwinden jede festgenommene Person mit der ihren Verhältniffen ges zu lassen", als beleidigend anzusehen sei und deshalb auf Grund des den Besuchern der Tribüne einiges Aufsehen. Oberbürgermeister bührenden Rücksicht zu behandeln. Der Beamte darf zur n-$ 185 Sir.-G.-B. wegen formaler Beleidigung Bestrafung erfolgen Kirschner im Schmude seiner Orden begrüßte Herrn Reide in wendung von Zwangsmaßregeln nur dann übergehen, wenn müsse. Bei der Abmessung des Strafmaßes fei aber zu berück feierlicher Rede, die mehr lang als inhaltreich war. Die lange jedes andre Mittel fich als erfolglos und unzureichend er sichtigen, daß die von mir durch den Artikel verfolgte Absicht, die Dauernde Bürgermeisterkrisis streifte er, aber er hob nur hervor, wiesen hat, fich der Waffe hierbei mir bei thätlicher Widerstands- Arbeits- und Lohnverhältnisse im Berufe zu bessern, durchaus als daß sie den übrigen Mitgliedern des Magistrats Mehrarbeit ber leistung bedienen und sich niemals zu Thätlichkeiten oder Miz berechtigt anzuerkennen fei, da die Zustände, wie durch die Ver­ursacht hat. Etwas deutlicher wurde Stadtverordneten- Vorsteher handlungen hinreißen lassen, wenn der geleistete Widerstand handlung erwiesen, wirklich verbesserungsbedürftig seien. Wenn ich Langerhans, der die Hoffnung aussprach, der neue Bürger gebrochen ist. Die Polizeibeamten haben alle Anfragen von das Maß der zulässigen Stritit überschritten und beleidigende Aus­meister werde mithelfen, das Selbstverwaltungsrecht der seiten des Publikume taftvoll und höflich zu beantworten und drüde gebraucht habe, fo sei dies doch in berechtigter Entrüstung über nach ihrem Vermögen und, soweit es zulässig ist, Auskunft zu anerkannt werden, daß durchaus anerkennenswerte gute Absichten die traurigen Zustände im Bureau Lewinski geschehen und es müßte Stadt Berlin zu verteidigen. Herr Langerhans dankte zugleich dem Oberbürgermeister für die Mühen, die er in der bürgermeisterlosen Auch für Berlin bestehen seit langem Vorschriften über die mich dabei geleitet hätten und ich für eine gute und gerechte Sache Zeit auf sich genommen habe. Die Mehrzahl der Stadtverordneten Ilmgangsformen, welche die Schugmannschaft im Verkehr mit dem fämpfe. flatschte Beifall und Herr Kirschner durfte durch Verneigen seines Publikum zu üben hat. Nach einem Tagesbefehl vom 6. Mai 1889 verjagen zu müssen, weil ich nicht eigne Interessen vertreten habe. Den Schutz des§ 193 Str.-G.-B. glaubie der Gerichtshof mir stolzen Hauptes für die ihm bereitete Ovation danken. haben die Schuhmannsposten dem hilfsbedürftigen Bublifum Schuß zu gewähren. Die Pflicht, dem Publikum freundlich und höflich Die Verurteilung des Herrn Dr. Bachler erfolgte nicht wegen Die Versammlung nahm ihre Geschäfte wieder auf und ver- entgegen zu treten, ist den Schusleuten verschiedentlich, u. a. durch Abbruck der thatsächlichen Angaben aus dem Artikel des Bureau­handelte über eine erneut vom Magistrat eingebrachte Vorlage be- Tagesbefehle vom 22. April 1874, 15. Ottober 1875, 31. Juli 1876, Angestellten", sondern weil Rechtsanwalt Lewinski in der Staats­treffend die Aenderung der Besoldungsordnung für 15. Juni 1881 usw. eingeschärft worden. Ein Tagesbefehl vom bürger- Beitung als" Bolfsausbeuter und Wucherer" bezeichnet war. die Lehrer der höheren Schulen und die Erhöhung 80. Ottober 1894 besagt weiter ausdrücklich, daß die Behörden dem Neber bedeutsame Reformen zu Gunsten der Bostbeamten wird des Schulgeldes an diesen Anstalten. Die Mehrheit Publikum gegenüber Höflichkeitsformeln gebrauchen follen. Nach berichtet: Die Auszeichnungen, wie sie vom Kaiser kurz vor Weih­der Versammlung hatte vor Monaten sich gegen die Schulgeld einer Verfügung vom 28. April 1882 haben die Reviervorstände nachten den Unterbeamten der Reichs- Post- und Telegraphen- Ver­erhöhung erklärt. Die socialdemokratische Fraktion hatte damals der Beschwerden des befferen( 2) Bublikums eingehend zu unterfuchen; waltung verliehen worden find, find jest bis auf vereinzelte Aus­Erhöhung für die Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen zu- Publikums nicht zurückgewiesen, sondern sachgemäß bearbeitet weiter Berlin handelt es sich uni rund 6100 fest angestellte Unterbeamte, ein Tagesbefehl vom 12. Oftober 1892 befagt, daß Eingaben des nahmen vollständig durchgeführt. Im Ober Postdirektionsbezirk gestimmt, fie aber für die Realschulen verworfen. Auf denselben gegeben werden sollen. von denen etwa 2000 das Prädikat Ober verlichen worden ist. Den Standpunkt hat sich nun der Magistrat in seiner neuen Vorlage gestellt. Diese und andre Vorschriften haben nicht zu verhindern ver- Titel Ober- Postschaffner, Ober- Briefträger oder Ober- Leitungs- Auf­Stadtv. Preuß( Neue Linke ) wollte an den früheren Beschlüssen fest- mocht, daß Beamte das Bubitum in zuweilen unmenschlicher Weise seher haben die Beamten in gehobener Dienststellung erhalten, soweit gehalten wissen und versprach sich viel von Verweisung der An- mißhandelten, so gut die Vorschriften an sich auch gemeint sein diese Unterbeamten in ihrer Stellung bestätigt sind. Es ist in Aus­gelegenheit an eine gemischte Deputation. Er verbreitete sich übrigens mochten. Sie wurden durch andre Befe, e und durch die Ver- ficht genommen, denselben Titel auch bewährten Unterbeamten in mehr über die Gehaltsfrage als über die Schulgeldfrage. Auf teidigung, die energischen" Sicherheitsbeamten von hoher Stelle nicht gehobener Stellung nach Vollendung einer längeren tadelfreien Testere ging näher unser Genofie Stadtv. Singer ein, der die aus zu teil wurde, wirkungslos gemacht. Wir erinnern mur an Dienstzeit zu verleihen. Für diese Zeit hat das Reichspostamt einen Erklärung abgab, daß die socialdemokratische Fraktion aus wohlschaft im Abgeordnetenhause gehalten worden sind, an den Redeschen beamte mit dem Prädikat Ober haben den Stern und die bierfache verschiedene Neben, die von Ministern zum Ruhm der Schuhmann- Dienst von 35 Jahren in Aussicht genommen. Sämtliche Unter­erwogenen Gründen auf ihrem früher eingenommenen Stand- Schießerlaß und nicht minder an die bekannten Schuhmanns- Schleife am Stragen erhalten, wie sie schon früher üblich war. Ganz punkt beharrt. Nach weiterer Erörterung, in der noch Herr begnadigungen , über die selbst ein fo regierungstrenes unabhängig davon sind die neu eingeführten goldenen Schulter- Platt­Wallach Gelegenheit fand, fich auch in dieser Frage wieder Blatt wie der Reichsbote" sich in Ausdrücken schärffter schnüre. Diese werden den etatsmäßig angestellten Unterbeamten als echter Hausagrarier zu bewähren, wurde die Vorlage einem Mißbilligung geäußert hat. Desgleichen müssen die Auf bei tadelfreier Führung nach einer Gesamtdienstzeit von 15 Jahren Ausschuß übergeben. gaben, die der Schutzmannschaft im Stampfe gegen die Social- verliehen. Hat der Dienst nicht während der ganzen Zeit bei der

erteilen.

waren.

5.

usw. usw.

Den Historikern späterer Geschlechter werden diese verschiedenen Hebungen, Sterne, Schleifen und Plattschnüre wertvolles Material zur Beurteilung des Staates der Socialreform bieten.

Geheizte Markthallen. Die Allgemeine Fleischer Zeitung" bea

"

Es folgte die Schularzt- Vorlage und der hierher ge- demokratie und die organisierte Arbeiterschaft zugemutet werden, Reichspost- und Telegraphenverivaltung stattgefunden, so müssen die hörige Antrag der socialdemokratischen Frattion. ungünstig auf die Beamten einwirken. Ein Polizeibeamter, der letzten fünf Jahre in der Stellung als vollbeschäftigter Post- oder Die Besprechung eröffnete unser Genosse Stadtv. Bernstein , gegen Streikposten in der bekannten Weise vorgehen und es für löb- Telegraphen- Unterbeamter zugebracht fein. Die Schulter= Plati­der an die bisherige Dürftigkeit der schulhygienischen Leistungen tann auch sonst im Verkehr mit dem Publikum leicht zu der Ueber­lich halten muß, socialdemokratische Redakteure befpigeln zu lassen, schnüre werden am Dienstrod und an der Sommerlitetka getragen Berlins erinnerte und den Plan des Magistrats, für mehr als zeugung fomnien, daß Forsche eine gern gesehene Eigenschaft ist. 260 Schulen nur 30 Aerzte anzustellen, als einen völlig Es bedarf also andrer Maßnahmen als die üblichen Tages unzureichenden, geradezu läglichen Notbehelf nachwies. Auf frei- befehle, um die Polizei- Organe in einem den berechtigten Forde sinniger Seite machte man große Augen, als Bernstein zeigte, was rungen der Deffentlichkeit entsprechenden Sinne zu erziehen, Achtuhrschluß in der Nähmaschinenbranche. Aus den Kreisen der alles ein Schjularzt zu thun habe. Der Antrag unsrer Genossen Nähmaschinenhändler war bekanntlich beim Polizeipräsidium der fordert bekanntlich für jede Schule einen besonderen Die Sterblichkeit ist in Berlin in den eben zu Ende gegangenen Antrag gestellt worden, die offenen Verkaufsstellen dieses Zweiges Arzt, und in der That ist nur unter dieser Voraussetzung Ersprieß- Jahre 1902 so gering gewesen, daß diesmal die Zahl der Sterbes in der Zeit von 8 Uhr abends bis 7 Uhr morgens im Bereich des liches von der Thätigkeit der Schulärzte zu erwarten. Der Magistrats- fälle um mehr als 3000 hinter derjenigen des vorhergehenden Jahres Landespolizeibezirks Berlin zu schließen. Zwede Annäherung der vertreter Stadtschulrat Gerstenberg wandte fich gegen etwaige Nachmeldungen nur noch um einzelne Fälle vervollständigen inhaber beim Polizeipräsidium aufgestellt worden. Die Liste kamm zurückbleibt. Nach den eingegangenen Meldungen, die fich durch beteiligten Intereffenten ist eine Liste der beteiligten Geschäfts­diese Forderung mit ziemlich nichtssagenden Ausführungen. Bei fönnen, sind im Jahre 1902 hier nur wenig über 30 700 Sterbe- vom 1. bis zum 14. Februar im Bureau des Gewerbekommissariats 260 Aerzten fei die Einheitlichkeit der Verwaltung erschwert das fälle( ohne die Totgeburten) borgekommen, während im Krausenstr. 20 von jedermann eingesehen werden. Einsprüche gegen war der Haupteinwand, den er vorbrachte. Die Debatte endete, Jahre 1901 rund 34 100 Sterbefälle( ohne die Totgeburten) die Richtigkeit und Bollständigkeit der Liste können von den be­nachdem von der Neuen Linken " Herr Kreitling gesprochen, mit gemeldet worden Das bedeutet eine Verminderung teiligten Geschäftsinhabern bis zum 14. Februar werftäglich von Ueberweisung an einen Ausschuß. der Sterbefälle von rund 18 pro 1000 Personen der durch 0-11 Uhr vormittags angebracht werden. Spätere Einsprüche schnittlichen Bevölkerung auf rund 16 pro 1000( immer ohne bleiben unberücksichtigt. die Totgeburten). Dieses außerordentliche Ergebnis ist hauptsächlich zu ftande gekommen durch den beträchtlichen Rückgang der Kinder it erblich feit, den uns das legte Jahr mit feiner geringeren richtet: Auf Veranlassung des Magistrats besichtigten gestern der Geburtenhäufigkeit und seinem fühleren Sommer gebracht hat. Im Marithallen Direktor Graue und das Mitglied der Markthallen­Jahre 1901 waren hier über 11 300 Kinder des ersten Lebensjahres Deputation, Stadtverordneter Fasquel die Markthalle in Hannover , gestorben, im Jahre 1902 starben Inapp 9000 Stinder dieses Alters, um die dortige Heizungseinrichtung, die sich durchaus bewährt hat, Der Unterschieb war am stärksten in den Monaten Juli und August, zu besichtigen. Die Hannoversche Heizungsanlage hat sie durchaus aus denen im Jahre 1901 zufammen 3586, im Jahre 1902 zusammen befriedigt. Während im Freien das Thermometer- 12 Grad zeigte, Nach eingehender Prüfung der einzelnen Punkte der von nur 1521 Sterbefälle von Kindern des ersten Lebensjahres zur war die Temperatur in der Halle auf 0 Grad heruntergegangen Man wird nach dieser Erfahrung auch in Berlin nicht länger der den städtischen Steindepot- Arbeitern eingereichten Bittschrift find Meldung kamen. Erwärmung der Hallen einfach ablehnend gegenüberstehen können, wir jetzt in der Lage, diese im Einverständnis mit dem Magistrat Sur Lage der Bureau- Angestellten. In den Nummern 14 und fondern zunächst wenigstens eine Markthalle verfuchsweise zu wärmen wie folgt zu beantworten: 1. Die Einführung einer wöchentlichen 17 unfres Blattes beschäftigten wir uns mit einer Gerichtsverhand fich entschließen müssen. Die Markthallen Deputation wird voraus­Lohnauszahlung ist in Aussicht genommen. 2. Die Frage lung gegen den Redakteur der Bureau- Angestellten, G. Bauer, und fichtlich eine solche Probe befürworten. der festen Wochenlöhne ist bereits durch den Magistrat allgemein den Nebafteur der Staatsbürger- Zeitung", Dr. Bachler. dahin geregelt worden, daß statt fester Wochenlöhne der Stunden in einigen Punkten ungenaue Bericht wird durch eine Zuschrift, die Die Wildenten haben sich auf der Spree fowie deren Kanäle Tohn auf 35 f. erhöht worden ist. 3.- 4. Die Frage der uns von Herrn Bauer zugeht, wesentlich ergänzt. Es heißt in diesem und andren mehr oder minder kleinen Wasserläufen in letzter Zeit Errichtung eines Arbeitsnachweises und eines Arbeiterausschusses Schreiben: außergewöhnlich vermehrt. Wie groß ihre Verbreitung innerhalb Magistratskommission bors Nach den von Herrn Landgerichtsdirektor Opis publizierten Ur- und außer der Peripherie Berlins ist, sieht man zumeist an frost­beraten und später gur Entscheidung gebracht werden. teilsgründen hat das Gericht im Gegenteil den Wahrheitsbeweis als reichen Tagen, wo das Wasser zu Eis erstarrt ist. Ueberall Hocken 5. Der Sommerurlaub ist bereits durch Verf. der B. II. vom vollständig gelungen bezeichnet. Der Sachverhalt ist kurz folgender: die vielfach prächtig gefiederten Tierchen auf dem Gife umher, sehn­17. September 1902 bewilligt worden nach zehnjähriger Dienst In dem von dem Centralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands füchtig auf das Ufergelände schauend, wo zahlreiche Tierfreunde fast zeit bis zu einer Woche. 6. Die Angelegenheit des Lohuzufchuffes herausgegebenen Fachblatt" Der Bureau- Angestellte" war ein Ars zu jeder Tageszeit die hungrigen zutraulichen Geschöpfe nach in Krankheitsfällen ist ebenfalls bereits durch mehrere Bertitel veröffentlicht, in dem an den im Bureau des Rechtsanwalts Kräften zu füttern trachten. Oft geschieht es auch, daß einzelne fügungen dahin geregelt, daß den länger als ein Jahr Adolf Lewinski herrschenden Lohn- und Arbeitsbedingungen Wildenten plößlich, von Hunger getrieben, aufsteigen, um auf im Dienste der Stadt Beschäftigten der um das Krankengeld ver nachgewiesen wurde, wie tieftraurig die Berufsverhältnisse der irgend einer dem Waffer benachbarten öffentlichen gärtnerischen Kürzte Lohn bis zur Dauer von sechs Wochen, den andren nur bis Bureau- Angestellten sind. So war unter anderm behauptet, daß Anlage Nahrung zu erwarten. Kürzlich bot der Lustgarten einen auf vier Wochen weitergezahlt wird. Wir ersuchen Sie, den Be- Lewinski 1. feinem Registrator ein Monatsgehalt in Höhe von 50 M. derartig idyllischen Anblid. Eine prächtig gefiederte Ente entstieg teiligten von diesem Bescheide Kenntnis zu geben." zahle: 2. einen Kanglisten, verheiratet, Vater von 3 Kindern, mit der benachbarten zugefrorenen Sprec, ließ sich in der Nähe des

Socialpolitik im roten Hause". Beranlaßt durch ihre schlechte materielle Lage wandten sich die organisierten Arbeiter der städtischen Steindepots am 11. November 1901 an die städtische Bau- Deputation und baten um cine beffere Ausgestaltung ihres Arbeitsverhältnisses. Jest nun nach einer Frist von einem Jahr, zwei Monaten und acht Tagen erhielten die Betreffenden folgende recht erfreuliche Antwort:

wird

zur

Zeit in einer