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Nr. 56. 20. Jahrgang.

Reichstag .

1. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Am Bundesraistische: Freiherr v. Thielmant it.

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dod

Sonnabend, 7. März 1903.

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die maßgebenden Gründe, die die verbündeten Regierungen ver- haben, für die Ausbildung würdiger und guter Priester anlassen, dem Reichstage keinerlei neue Sontingentierung des Zuckers zu sorgen, nicht aber der Staat. Ich habe Verständnis in der einen oder andren Weise vorzuschlagen. für eine solche Auffassung, wenn ich sie auch nicht teile. Ich glaube, Abg. Dr. Paasche( natl.): Wir können uns nicht entschließen, jetzt daß diese Ansicht des katholischen Klerus hauptsächlich darauf zurück­275. Sigung. Freitag, den 6. März 1903, nachdem die Zuckerkonvention genehmigt ist und die Prämien be- zuführen ist, daß die Bischöfe in Seminarien erzogen und in der nachmittags 1 hr. seitigt sind, in Form einer Kontingentierung neue Buderprämien auf Erinnerung daran befangen sind. Ein Teil glaubt auch wohl, daß Umivegen wieder einzuführen. Eine Doppelkontingentierung nach staatlich nichts angestellte Professoren weiter feien als Die zweite Etatsberatung wird fortgescht beim Etat östreichischem Borbild würde ohne Zweifel wenn nicht dem Wortlaut moderne Freigeister. Aber päpstlicher als der Papst braucht kein des Reichs- Schaamts. so doch dem Geiste der Brüsseler Zuckerkonvention widersprechen und Katholik zu sein, und nachdem Nom gesprochen hat, ist es über­Abg. Graf Carmer( f.): Ich habe folgende Frage an den würde außerdem nicht von dauerndem Nutzen für die Zuder- flüssig, auf die Bedenken nach dieser Seite noch näher einzugehen. Herrn Schatzsekretär zu richten: Was ist geschehen, um gesetz industrie sein. In andren katholischen Kreisen ist der Vertrag etwas besser auf­liche Maßnahmen vorzubereiten, welche in der Denkschrift Abg. Speck( C.): Wir sind durchaus gewillt, die Juteressen der genommen worden, man hat anerkannt, daß eine tiefere ur Brüsseler Zudertonvention ausdrücklich vor- Zuckerindustrie zu wahren, können uns aber für eine Verbrauchs- wissenschaftliche Bildung des Klerus notwendig behalten sind, um die deutsche Zuckerindustrie auch nach Inkrafttreten fontingentierung um so weniger erwärmen, als damit eine Zwangs- sei. Dagegen ist der Vertrag von vielen Seiten, auch in der Presse, der Konvention ar dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu erhalten, fartellierung verbunden wäre, während ein großer Teil meiner als vollständiger Sieg Roms aufgefaßt worden. Der­und liegt es in der Absicht der Regierung, noch im Laufe dieser Freunde der Brüsseler Konvention gerade in der Voraussetzung artige Ausführungen und Extravaganzen find im Grunde genommen Session eine Gesetzesvorlage diesbezüglich zu machen? Besonders zugestimmt haben, daß dadurch die Kartellbildung für alle Zukunft nur hohle Phrasen.( Unruhe bei den Nationalliberalen.) Schon aus zum Schutz der kleineren Fabriten wäre eine Kontingentierung, wenn auch in Deutschland unmöglich gemacht sei. Die Kontingentierung wäre dem äußerst heftigen Kampfe, der von unsren intimsten Gegnern im in andrer Form, oder eine sonstige Reform der Zudersteuer- Gesetzgebung mit dem Geiste der Zuckerfonvention nicht zu vereinen und wird In- und Auslande gegen diesen Vertrag geführt ist, kann man dringend notwendig. Da der Reichstag ohnehin nach Ostern noch zudem nicht einmal von der gesamten Zuderindustrie gewünscht. schließen, daß die Regierung sich in diesem Falle auf dem richtigen einmal zusammenkommt, wäre es sehr wohl möglich, eine solche Ich hoffe, daß eine weitere Herabſegung der Zudersteuer bei Weg befunden hat. Novelle noch in dieser Session zu verabschieden. Der Deutsche Land günstigerer Finanzlage erfolgen wird, und damit wird sich auch Die Errichtung einer fatholisch theologischen Fakultät ist schon wirtschaftsrat und die deutsche Zuckerindustrie haben eine Doppel- der Konsum in Deutschland erheblich steigern. Die Regierung bei Begründung der Universität Straßburg im Jahre 1872 erstrebt tontingentierung nach östreichischem Muster als das tönnte zur Zeit für die Zuckerindustrie nur durch Herabsetzung der worden, sie erst wird den paritätischen Charakter der Universität voll geeignetste Mittel zum Schuß der Zuckerindustrie und der mit Eisenbahn - Frachttarife etwas thin. Ich bitte den Herrn Staats- zur Geltung bringen und sie zu ciner wirklichen Universita ihr eng verbundenen Landwirtschaft empfohlen. Spätestens am sekretär, seinen Einfluß nach dieser Richtung hin geltend zu machen. litterarum" machen. Sie wird auch die Studierenden der katholischen 1. September bei Inkrafttreten der Konvention müßte auch eine Reichs- Schatzsekretär Freiherr v. Thielmann: Direkt kann ich Theologie in lebendigere Berührung mit dem deutschen Leben folche Kontingentierung erfolgen. Gegenüber einer früheren Be- nicht auf eine Tarifermäßigung für Buder hintirten. Aber ich fann bringen, als es in der Abgeschlossenheit der Seminare möglich wäre. hauptung des Herrn Abgeordneten Wurm erkläre ich, daß ich aller- Ihnen mitteilen, daß der Bundesrat beschlossen hat, die Ihnen be- Schon Fürst Bismard war 1872 der Meinung, in Straßburg dings in den Aufsichtsrat des Rohzucker- Syndikats gewählt bin, daß kannte Resolution betreffend Ermäßigung der Frachtsäße für Zucker- müsse sowohl protestantische wie katholische Theologie doziert diese Stellung aber eine ehrenamtliche und mit keinerlei Gratifikation rüben, Melasse usiv. dem Reichskanzler zur Erwägung zu über- werden. Für eine protestantische Fakultät war von vorn­verbunden ist.( Bravo ! rechts.) weisen. Das Reichs- Eisenbahnamt hat jetzt die ständige Tarif- herein durch ein protestantisches Gymnasium, das wir von kommission mit der Angelegenheit befaßt. Die Sache ist also im Frankreich übernahmen, die Vorbedingung gegeben, für eine katholische Ich danke dem Herrn Vorredner, daß er seine Frage so flar Fluß. Fakultät liegen weit größere Schwierigkeiten vor. Wir freuen uns, und präcis gestellt hat. Das erleichtert mir die Beantwortung daß diese durch das Abkommen mit der römischen Sturie jest beseitigt ( Heiterkeit) und nimmt der Disfuffion die Möglichkeit einer Schärfe, Herr Graf Carmer wird inzwischen gemerkt haben, daß er mit find. Die Festsetzung der Grenzen der staatlichen und kirchlichen welche wir bei Beratung der Brüsseler Konvention und der Zucker feiner Stontingentierungspolitik ziemlich isoliert dasteht. Der Zwed Rechte ist dabei in einer für beide Teile befriedigenden Weise geregelt steuer- Novelle haben beklagen müssen. Es ist richtig, daß die Re- dieser Kontingentierung geht einfach darauf hinans, den vollen Be- worden, sodaß der Reichskanzler mit Recht fagen konnte: Wir haben Bierung Erwägungen zugesagt hat darüber, ob neue Maßregeln, fei trag des Ueberzolles zu sichern, das heißt eine Preissteigerung ein gutes Abkommen getroffen. Die wesentliche Aenderung der früheren es die Kontingentierung in irgend einer Gestalt oder sonstige Maß- um 4,80 M. herbeizuführen, um damit die Kartellbildung zu Verhältnisse besteht darin, daß der wissenschaftliche Unterricht von nahmen, durch die neuen Verhältnisse der Brüsseler Zuckerfonvention unterstützen, die wir mit der Konvention abgethan glaubten. dem Seminar auf die Fakultät übergeht. Daß der erforderlich gemacht würden. Die Brüsseler Konvention ist Das wäre in der That direkt eine Umgehung der Konvention. In Bischof das Recht hat, einen vorgeschlagenen Professor dieser Fakultät noch nicht in draft getreten, die Regierungen haben bisher Destreich merkt man bereits, auf welch gefährlichen Weg man sich jeden Augenblick abzulehnen, entspricht fachlich nur den auch in den nur auf Grund des Materiales arbeiten können, was begeben hat, denn die Händler verlangen jetzt bereits einen Revers Universitäten Bonn und Breslau bestehenden Bedingungen. Bei den einerseits schon vorlag, als wir die Konvention abschlossen und von dem ersten Verkäufer, worin dieser sich verpflichtet einen etwaigen Bestimmungen darüber, was mit einem Professor geschehen soll, der die Moral usw. vergeht, fann feine Nede was andrerseits seit der Genehmigung der Konvention durch den Strafzoll, der nachher auf den Zucker gelegt werden sollte, zu tragen. sich Reichstag an die verbündeten Regierungen herangetreten ist. Die Buckerindustrie selbst sollte ihre allzu eifrigen Freunde ab- von zwangsweiser Entfernung feiner zwangsweiser Entfernung eines Professors aus Stellung fein nach elsaß - lothringischem Staatsrecht fann ein Ich kann mit kurzen Worten fagen, daß dieses Material den ver- wehren, denn sie können nur Unheil anrichten.( Bravo ! links.) bündeten Regierungen gegenwärtig noch feinen Anlaß giebt, in Form Abg. Graf Carmer( f.): Wenn der deutschen Zuderindustrie Professor der Universität nur wegen grober Verfehlungen im Wege des einer nenen Novelle dem Reichstage cine Kontingentierung des feinerlei Schuß gewährt wird, so werden bei den jetzigen billigen Disciplinarverfahrens entlassen werden( Hört! hört! im Centrum)- Zuders, sei es in Form einer Erzeugungskontingentierung oder Breifen zahlreiche Existenzen zu Grunde gehen. Die östreichischen sondern es handelt sich bei diesem Artikel des Abkommens lediglich wie in Destreich, einer Verbrauchstontingentierung vorzuschlagen. Bucker- Intereffenten werden sich jedenfalls nicht von Herrn Pachnide um diejenigen Maßnahmen, die unbeschadet der staatlichen Stellung des Professors zu ergreifen sind, wenn derartige Verstöße vor­Ich möchte Ihnen kurz die Gründe entwickeln, die für eine belehren lassen. solche abwartende Haltung der verbündeten Regierungen maß­kommen. Die Zugeständnisse des Staates sind nicht so wichtig, als Wir hoffen, gebend sind. daß daran das ganze Projekt hätte scheitern dürfen. daß die neue Fakultät eine Stätte der Wissenschaft, eine Erzieherin der Jugend und eine Pflegerin deutscher Gesinnung sein wird. ( Beifall im Centrum.)

Reichsschatzsekretär Frhr. v. Thielmann:

Abg. Dr. Pachnicke( scs. Vg.):

gegen

Abg. Dr. Hermes( frf. Vp.) fragt an, in welcher Weise die Ent­schädigung der Saccharinfabriken nach dem Süßstoff- Gesetz erfolgt Es wird von vielen Seiten von den verbündeten Regierungen fei. Es sei damals ausdrücklich anerkannt worden, daß eine Ver­gefordert, wir sollten eine Doppelfontingentierung der Raffinerien gewaltigung der Industrie in feiner Weise beabsichtigt sei und daß und der Rohzuckerfabriken nach dem Muster des östreichischen Gesezes die Entschädigung eine anständige, angemessene sein solle. einleiten. Das fordert aber nicht die gesamte Zuckerindustrie, sondern Abg. Gamp( Rp.): Die Feststellung des Reinertrages eines Abg. Dr. Spahn( C.): Der Beitrag von 400 000 M., den das ein Teil der Zuckerfabriken, etwa 80, steht außerhalb des Bundes industriellen Unternehmens ist eine außerordentlich schwierige Sache, Reich für die Universität Straßburg zuschießt, giebt uns ein Recht, der Zuckerindustriellen. Außerdem find mir gerade in den letzten Es kommt dabei sehr auf die Gerissenheit des einzelnen Unter- das Abkommen wegen der katholisch- theologischen Fakultät in seinem Wochen eine Reihe von Zuschriften aus den Kreisen der Zuckerindustrie zu nehmers an, und ich zweifle nicht, daß einzelne Fabrikanten sich vollen Wortlaut kennen zu lernen. Zur Entfesselung eines Kultur­gegangen, in denen bittere Beschwerde darüber geführt wird, daß höhere Vorteile zu sichern wissen werden als andre. Aber die Kommission kampfes aber kann die Errichtung dieser Fakultät in keiner Weise der Vorstand des Vereins mit seinem Antrage auf Einführung der hat sich damals auf den Billigkeitsstandpunkt gestellt, und auch ich Veranlassung geben. Wir verlangen nicht, wie Dr. Sattler meinte, östreichischen Doppelfontingentierung aus eigner Machtvollkommenheit bin der Ansicht, daß die Ablösungsfrage in loyaler Weise geregelt Nachgiebigkeit des Staates gegen uns, sondern nur Recht und Ge­vorgegangen sei, ohne sich mit der Industrie vorher eingehend ins werden muß. Redner fragt weiter an, was die Händler nach rechtigkeit!( Lebhafte Zustimmung im Centrum.) Es liegt nur im Bernehmen zu fegen.( hört! hört! links.) Der Landwirtschaftsrat Inkrafttreten des Saccharingesetzes mit den noch in ihrem Besitz Interesse des Staates, daß die Ausbildung der katholischen Theologen hat in derselben Sigung, in der er die Doppelkontingentierung befindlichen Saccharinquantitäten über 50 Gramm thun sollten. in möglichst vollkommener Weise erfolge. Wir begrüßen deshalb das empfohlen hat, auch darauf hingewiesen, daß beim gegenwärtigen Vielleicht könnten die monopolisierten Saccharinfabriken angehalten Zustandekommen des Abkommens mit Freuden. Es soll weiter bei­tragen zum Zusammenwachsen Elsaß - Lothringens mit dem Reiche, Stande der Zuckerindustrie die Erhebung irgend welcher Zudersteuer werden, diese Mengen zu einem bestimmten Preise aufzulaufen. ein Unding fei. Die Aufhebung jeder Zuckersteuer würde allerdings Geheimrat Kühn( schwer verständlich) erklärt, daß die Aus- nicht allein in der theologischen Wissenschaft, sondern im allgemeinen. die Industrie fördern, aber, wir können gegenwärtig mit solchen führung des Sacchavingesetzes in durchaus wohlwollender Weise( Bravo ! im Centrum.) Utopien nicht rechnen. Im Reichstag haben am 10. Juni vor. Js. erfolgen solle, daß aber die Regierung zu einer solchen Beeinflussung für eine Sontingentierung 114 Abgeordnete gestimmt, dagegen 194. der Fabriten, wie sie in dem letzten Wunsch des Abg. Gamp ent­Es hat nicht nur die Linke gegen die Kontingentierung gestimmt, halten sei, kaum berechtigt fei. sondern auch die Abg. Graf v. Bernstorff- Uelzen, Fürst v. Bismard, Abg. Dr. Paasche( natl.) schließt sich den Ansichten des Abg. v. Kardorff, Dr. v. Komierowski, Graf v. Schwerin - Löwiß und Dr. Hermes an. v. Staudy. Nach Zeitungsberichten soll Graf v. Schwerin - Löwig auch im Landwirtschaftsrat gegen die Kontingentierung gesprochen

haben.

Reichs- Schatzsekretär Frhr. v. Thielmann: Der Herr Vorredner hat es getadelt, daß diesem Titel nicht eine besondere Denkschrift beigegeben wurde. Der Zuschuß an die Universität Straßburg ist älter als das Reichs- Schazamt, er besteht seit 1873, das Amt erst feit 1879. Es ist eine rein finanzielle Angelegenheit. Wir zahlen Abg. Speck( E.): In der That haben manche Saccharinfabriken feit 30 Jahren den Zuschuß, erfahren aber nicht einmal, was die entschieden einen erheblich höheren Reingewinn als 4 M., den Be- Universität damit macht. In der Verteilung des Geldes zu den trag, den das Saccharingefeß als den normalen annimmt. Ich einzelnen Verwaltungszweden ist die Universität durchaus selbständig. Die östreichische Kontingentierung beschränkt möchte die Regierung bitten, Erhebungen über diese Verhältnisse Da der Titel weder erhöht noch vermindert ist, lag für das Reichs nicht die Produktion, sondern den Inlandskonsum, Schazamt fein Anlaß vor, ihm eine besondere Erläuterung beis anzustellen. Schazsekretär Frhr. v. Thielmann: Der vom Abg. Gamp aus zugeben. Soweit die Erläuterung Soweit die Erläuterung aber auf andrem Gebiete indem sie diejenige Menge des inländischen Konsums festsetzt, über die hinaus ein Bollzuschlag erhoben wird. Man scheint in Destreich gesprochene Wunsch könnte die Händler nur veranlassen, bis zum als dem finanziellen läge, wäre sie nicht Sache des Reichs- Schatz­Ungarn alfo daran verzweifelt zu haben, durch Gesetzgebung den 31. März noch möglichst viel Saccharin aus dem Auslande amtes. Abg. Schrader( frf. Bg.): inländischen Konsum zu heben. Wir wollen ganz im Gegen- einzuführen, in der Hoffnung, daß die Fabriken es ihnen nach dem teil durch Herabsetzung der Zuckersteuer von 20 auf 14 M. 1. April abfaufen müßten. Dadurch würden die Wirkungen Ich bin durchaus kein Freund des Kulturkampfes, ich habe mit des Zuckerkonsum Inlandes beträchtlich Die des Saccharingesetzes auf Jahre hinans illusorisch gemacht. Bei Herrn Spahn zusammen am Toleranzantrag gearbeitet. Wir werden heben. östreichische Gesetzgebung enthält aber auch ein ausdrückliches weitaus den meisten Händlern werden die vorhandenen Vorräte sich aber den Kampf um die staatliche Schulbildung, zu dem Sie uns Was den Vertrag mit Verbot der Gründung von neuen Zuckerfabriken innerhalb eines auf den kleinen Bruchteil eines Postpaketes beschränken. Wer also jetzt zwingen, stets mit aller Energie führen. Rading von 100 Kilometer um eine jebe beſtehende Zuckerfabrik. nicht leichtsinnig ungewöhnlich große Quantitäten gekauft hat, wird ber kurie anlangt, so halte ich ihn für ein brillantes Geschäft für Im nördlichen und namentlich im nordöstlichen Deutschland wird nur einer sehr kleinen Verlust erleiden. Ich halte es nicht für die Sturie, aber für ein sehr schlechtes Geschäft für das Deutsche Reich. aber kaum ein Bunft vorhanden sein, der mehr als 100 Stilometer richtig, das Gesetz entgegen feinem Wortlaut noch weiter auszudehnen. Im elsaßz- lothringischen Landesausschuß soll aber wenig Stimmung für von einer Fabrit entfernt läge. Die östreichische Stontingentierung. Die Ausführungsbestimmungen zum Saccharingesetz werden im Laufe diese Fakultät sein. Im übrigen Deutschland ist sie im allgemeinen auch nicht vorhanden. Die Fakultät ist nur insofern eine Staatsanstalt, auf Deutschland übertragen, würde einfach bedeuten das Monopol der nächsten Woche dem Reichstage zugehen. Abg. Dr. Hermes( fri. Vp.): Der Reichstag wird gut thun, die als der Staat alles bezahlt. Im übrigen aber hat er fast nichts zu bestehenden Fabriken und das Verbot der Errichtung einer jeden neuen Fabrik. Ich bezweifle sehr, ob damit der Land- Ausführungsbestimmungen zum Saccharin - Gesez auf das eingehendste fagen. Es kann kein Professor angestellt werden, der nicht die zu prüfen, vielleicht fritt eine freie Kommission schon vorher zu Billigung des Bischofs findet. Vergeht sich der Professor im ge­wirtschaft gedient sein würde. diesem Zwecke zusammen. mase ringsten gegen die katholische Lehre, so muß er entlassen werden. Dazu hat die Kirche von ihrem Standpunkt aus Der Titel Staatssekretär" wird bewilligt. Beim Kapitel Allgemeine Fonds". Titel Beitrag gewiß ein Recht. Es kann aber dabei nicht mehr von freier wissen­zur Dedung der laufenden Ausgaben der Uni- schaftlicher Forschung die Rede sein, die Professur ist lediglich eine weitere Ausdehnung des Seminars. Eine Annäherung der fatholisch­versität Straßburg bringt

dent

der

Aber die

In Amerika ist durch Urteil der obersten Instanz in Washington entschieden worden, daß der ruffische Zucker einem Zuschlagszoll zu unterliegen hat. Auch der östreichische Zucker wird seitens der amerikanischen Zollbehörden vom 1. September an auf seine Her­Tunft sehr genau angesehen werden und höchst wahrscheinlich werden die amerikanischen Behörden in der östreichischen Doppel- Abg. Dr. Sattler( natt.) die Errichtung einer katholisch- theologischen Fakultät an unfre allgemeine Bildung ist demnach fontingentierung eine indirekte Prämie erbliden.( Sört! hört! theologischen Fakultät in Straßburg zur Sprache. Ich würde an sich faum zu erwarten. Ich kann also keinen Nutzen für das Deutsche links.) Ebenso muß England nach der Brüsseler Kon mit der Schaffung dieser Fakultät einverstanden sein können, wenn Reich darin erblicken. Die katholische Unduldsamkeit geht bekanntlich vention jedes Land, das eine Prämie gewährt, mit Zuschlags- man etwa von dem Gedanken dabei ausgegangen wäre: Wir wollen so weit, daß eigentlich kein katholisches Kind auf eine paritätische zöllen belegen. Die Entscheidung dazu liegt bei der ftän- in Straßburg dasselbe machen, was wir bereits in Breslau , Bonn Schule gehen dürfte. Das hat Bischof Kornm ausdrücklich aus­Bigen Kommiffion, die im Laufe dieses Sommers in Brüssel zu und Münster haben. Dort beruhen die katholisch- theologischen gesprochen. Immer mehr schließen sich die Katholiken von der ganzen fammentreten wird. Nach dem Journal des fabricants de sucre" Fakultäten auf föniglicher Kabinettsorder, die Straßburger Fakultät übrigen Bevölkerung ab. Bischof Korum hat vom Standpunkt der vom 4. März d. J. hat in der Deputiertenkammer der französische beruht aber auf einem Bertrag mit der römischen Kurie. Ich be- Kirche aus durchaus korrekt gehandelt, und ich glaube, daß niemand Finanzminister Rouvier erklärt, daß die französische Regierung die dauere es, daß man diesen Weg eingeschlagen hat, Verhandlungen mit ihn dementieren wird. Ob der Reichskanzler, um den Bischof Korum Absicht hege, daß sich die ständige Kommission in Brüffel sobald wie Rom zu führen, anstatt die staatliche Machtvollkommenheit zu zu versöhnen, allmählich die Trierer paritätische Töchterschule in eine möglich mit der Frage der öftreichischen Kartellierung befaffe. Daraus benußen. Nach dem Vertrage mit der Kurie hat in Straßburg der katholisch- toufeffionelle überführen wird, weiß ich nicht. geht hervor, daß auch der franzöfifche Finanzminister in dem Bischof allein über die Abfeßung von katholischen Professoren zu Gefahr der fatholischen Unduldsamkeit ist in neuerer Zeit größer ostreichischen Zwangskartell eine indirekte Prämiierung des Zuders bestimmen. Der Vertrag bedeutet unzweifelhaft ein weiteres Zurüd- denn je!( Beifall links.) weichen der Staatsgetvalt gegenüber den Ansprüchen der römischen erblidt. Sir Naville Lubbock hat vor wenigen Wochen gegenüber einem Hierarchie und der sich damit deckenden politischen Organisation des Berichterstatter der Wiener Neuen Freien Presse" geäußert, er Centrums.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) persönlich hege feinen Zweifel, daß das östreichische Streisen der Bevölkerung ist eine innere Wut und ein Zorn darüber Startellierungssystem eine Prämie im Sinne der Brüffeler Konvention entstanden.( Seiterkeit im Centrum.) Es ist unsre Pflicht, das hier darstelle. Er erwarte, daß die Angelegenheit in Brüssel vorgebracht zum Ausdruck zu bringen, weil ein Teil der Bevölkerung unter werden werde. Wenn Destreich sein System unbeanstandet einführen diesen Zuständen wahrhaft seufzt.( Heiterkeit im Centrum; Bravo! Es liegt meinen Freunden vollkommen fern, einen neuen Kultur­fönne, so würde jedenfalls Deutschland bald mit ähnlichen Maßregeln bei den Nationalliberalen.) nachfolgen. Diese Abficht liegt ja bereits bei vielen Interessenten Elfäffischer Regierungs- Vertreter Geheimer Rat Halley: Ich fampf entfesseln zu wollen.( Sehr richtig! im Centrum.) Im Anfang der römischen war in der ganzen deutschen Presse eine durchaus günstige Stimmung vor. England und Frankreich werden also in Brüssel dafür stimmen, bin gern bereit, über dieses Abkommen mit daß das öftreichische Kontingentierungssystem eine Prämie im Sinne Sturie Auskunft zu geben, das Gegenstand lebhafter Erörterungen für die katholisch- theologische Fakultät in- Straßburg vorhanden, aber des Artikel 1 der Konvention darstelle. Ob diese zwei Stimmen sehr gewesen ist und starke Wogen aufgeworfen hat nicht nur im Elsaß nur unter der Voraussetzung, daß nichts daraus werden würde.( Heiterkeit viele Stimmen nach sich ziehen werden, so daß sich eine Majorität und im übrigen Deutschland , sondern was sehr bezeichnend, über die im Centrum.) Mit einem gewissen Mitleid sah man auf meine gegen das östreichische Zwangskartell ergiebt, läßt sich heute noch Grenzen des Deutschen Reiches hinaus. Ich muß dazu etwas weiter wiederholten Verhandlungen mit der päpstlichen Kurie, man bedanerte nicht mit Bestimmtheit sagen., Aber diese Sachlage muß doch die ausholen. Es giebt im Elsaß eine große Anzahl Katholiken, die den mich, da ich in Rom ja doch nichts erreichen werde. Jetzt, da das verbündeten Regierungen außerordentlich vorsichtig machen. Das sind Standpunkt vertreten, daß die Bischöfe allein die Aufgabe Abkommen abgeschlossen ist, ist die Stimmung mit einem Male um

In weiten

Geh. Ober- Regierungsrat Halley: Der elsaß Lothringische Landes ausschuß hat zu der Frage noch gar keine Der Vorredner wird also noch etwas Stellung genommen. warten müssen, wenn er über die Stellungnahme dieser Körperschaft orientiert sein will. Abg. Frhr. v. Hertling( C.):