Nr. 107.
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Berliner
Volksblatt.
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Telegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin".
Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.
zeichnen.
Schwarze Wahllügen.
CP
man
fönnen.
Sonnabend, den 9. Mai 1903.
aus
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Ich
Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernfprecher: Amt IV. Mr. 1984.
Wahlkampf.
Kartell- Flugblätter.
lesen, wie Revolutionen gegebenen Falles durchaus gerecht" fein als eine vorbildliche, gegen das Centrum gerichtete Wahlrede bezeichnen kann und vor der alles flerikale Verlegenheitsgeflunker von Das größte Mißbehagen unsrer Klerikalen ruft ferner- und der religionsfeindlichen, terroristischen, zu nützlichem Schaffen impotenten Der bekannte Klerikale„ Geschichtsschreiber" Janssen mit seiner auch darauf nimmt die erwähnte Kleritale Broschüre Bezug der Socialdemokratie, und wie die schmückenden Beiworte sonst noch famosen Geschichte des deutschen Volles im Zeitalter der Reformation Beschluß des Erfurter Parteitages hervor, der die Religion zur heißen mögen, verstummen werden und verstummen müssen.„ Der macht in letzter Zeit immer mehr Schule, freilich nicht unter den Privatsache und die kirchlichen und religiösen Genossenschaften zu unterschied zwischen dem Centrum und der Socialdemokratie ist, wir Historikern vom Fach, sondern unter den Heritalen Broschüren- privaten Vereinigungen, die ihre Angelegenheiten vollständig felb- werden immer stärker und das Centrum schwächer." Wir gehen dem schreibern. Alle diese Winkelblättchen und Winkelschriftchen, die ständig ordnen, erklärt wissen will. Angesichts des immer alberner Wahlkampf in der frohen Gewißheit entgegen, daß, wenn nicht alle neuerdings wie Pilze aus der Erde schießen, zeichnen sich zwar durch werden Sports, den gerade das Centrum mit jenem Saz Zeichen trügen, die Socialdemokratie auch auf der schwarzen Erde ant der Zeit, nachdrücklichst daran zu Erfolge erringen wird. die gleiche Gedankenarmut aus, so daß man getrost behaupten treibt, scheint es daß es während des Kulturkampfes felber die kann, man hat alle widerlegt, wenn man nur eines unter ihnen erinnern, Forderung, die es heute an der Socialdemokratie tadelt und widerlegt hat. hat. Punkte bemerkt Lediglich in einem So äußerte sich einen edlen Wettstreit, nämlich einander an Schamlosigkeit der Ver- lebhaft bekämpft, klipp und klar erhoben hat. drehung, an Niederträchtigkeit der Gesinnung zu übertrumpfen. So Windthorst bei der Beratung des Gesetzes über die Vorbildung und Von Berlin aus werden bei der offiziellen Militär- Buchhat man sich jetzt wieder bemüßigt gefühlt, einen„ Satechismus die Anstellung der Geistlichen wie folgt:„ Wenn die katholische Kirche der socialdemokratischen Religion und Revo- die Mittel hätte, jemand physisch zu zwingen, zu ihr zu gehören und handlung Mittler u. Sohn gedruckt- Flugblätter verfandt werden, Iution" von J. Klein in der so beliebt gewordenen Manier zu bekennen, was sie lehrt, und sie wollte diese physischen Mittel in denen ungefähr der Sammelgeist der Norddeutschen Allgemeinen zum Ausdruck gelangt. von Fragen und Antworten herauszugeben, der an jesuitischer anwenden gegen seinen Willen, dann wäre das Gewissenszwang. Beitung" und der regierenden Scharfmacher in preußischen Ministerien Man hat behauptet, daß die Regierung an die VerwaltungsCitierkunst alles Menschenmögliche leistet. Wir müßten ein Buch( Sehr wahr! im Centrum.) Aber damit jeder derartige Vorwurf schreiben, wollten wir das Machwerk in seiner ganzen Glorie kenn- gründlich beseitigt werde, sind wir es gerade gewesen, die behörden die Geheim parole gegeben habe: Gegen Socialder Kirche möglichst leicht demokraten und Bund der Landwirte! An die Losung: Dabei ist der Verfasser sich der Jämmerlichkeit seines den Austritt wir sind es gewesen, die dem Herrn Gegen den Bund der Landwirte glauben wir nicht; denn die Berfahrens durchaus bewußt, heißt es doch in dem Vorwort: machen wollten, Leute zwingen preußischen Minister, die Landräte, Regierungspräsidenten und Ober" Wenn die hier zusammengestellten Antworten" auch von ver- Abgeordneten Dr. Gneist gegenüber, der die Leute der Kirche zu bleiben und fort- präsidenten sind selbst mit den Bündlern tausendfältig versippt und noch schiedenen Autoren herrühren und auch verschiedenen wollte, in Jahren( Jahrzehnten und Ländern. D. Red.) angehören, so geben zubezahlen, die unbedingte Freiheit in Anspruch nehmen"( Preuß. unterstützen ihre Verwandtschaft. Ein preußischer corpsstudentischer Regierungspräsident schießt nicht auf die agrarischen Eltern und „ Wollen die Herren aber diese Verwandten und auch nicht auf seine majoratsherrlichen Corpsbrüder! sie doch ein treffendes Gesamtbild Wahrlich, es gehört die Abgeordnetenhaus, 8. Mai 1874.) Die uns vorliegenden Flugblätter richten sich denn auch ausunentwegt eiserne Stirn gewerbsmäßiger Verlogenheit dazu, ein der- glücklich bestandene Ehe zwischen Kirche und Staat ferner nicht gelten artiges Wort niederzuschreiben und in die Welt zu schicken. Wir lassen... dann freilich fürchte ich, daß die Ehe aufgelöst werden schließlich gegen die Socialdemokraten und gegen die Polen . Und was mich betrifft, so erkläre ich hautement( laut): Warenmuster Nr. 1 beginnt:„ Aufruf zur Reichstagswahl. Gegen werden im folgenden nur einige wenige für die Wahlagitation muß. Wenn Sie die Lösung mir geben wollen auf der Basis des amerika - die Socialdemokratie!" Es wird zur Sammlung geblasen:„ Anwichtige Punkte herausgreifen. Wie gewöhnlich wird auch hier der Socialdemokratie ihr End- nischen Rechtszustandes, dann acceptiere ich sofort.( Bewegung.)" gesichts der Größe der gemeinsamen Gefahr müssen, soweit irgend ziel, die Amwandlung der Warenproduktion in socialistische, durch( Deutscher Reichstag, 25. November 1871.) Dagegen soll es umbe- möglich, alle bürgerlichen Parteien zusammenhalten". Es wird dann will. Von Karl Kautsky wird ein besonderes Verbrechen enthüllt. und für die Gesellschaft betriebene Produktion, zum Vorwurf gemacht. dingt jedem freistehen, einer Kirche anzugehören oder nicht, das enthüllt, daß die Socialdemokratie die Republik und den Klassenkampf Wir haben in letzter Zeit wiederholt darauf hingewiesen, wie die Princip ist in Amerika durchgeführt Meine Herren! Er hat auf dem Münchener Parteitag unter stürmischem Beifall gechristliche Eigentumstheorie keinen Widerspruch zum socialistischen bin sogar der Meinung, daß die Entwicklung, in der die kirch- rufen:„ Nieder mit dem Kapitalismus !" Es folgt eine besonders Endziel kennt, wir haben den Nachweis geführt, daß bedeutende An- lichen Dinge in Deutschland sich befinden, wohl oder übel blödsinnige Lige:„ Die Socialdemokraten stimmen gegen Anträge hänger der christlichen Weltanschauung auch in der neuesten Zeit wie zu der völligen Trennung von Kirche und Stant nach amerikanischem zur Verbesserung der socialen Lage der arbeitenden Klassen, weil Ketteler und vor allem Monfang in den wesentlichsten Punkten dem Muster führen wird." Sieht Windthorst auch von seinem Stand- ihre längst widerlegte Verleumdungstheorie dadurch Lügen gestraft Das Flugblatt ist offenbar auf Verteilung in Socialismus zum mindesten sehr nahe gestanden haben. Heute mag punkt aus diesen Zustand für feinen an sich wünschenswerten an, so werden könnte". ein andrer Kronzeuge, den weder der protestantische noch der katho- ist er ihm doch die einzige Methode, zu ruhigen Verhältnissen zurückMuster 2 beginnt: Nieder mit der Socialdemokratie!" Hier Lische Klerikalismus von seinen Rockschößen zu schütteln vermag noch zukommen".( Preuß. Abgeordnetenhaus, 17. Januar 1873.) erscheint die Socialdemokratie als Feindin der Monarchie", als Mit diesem Standpunkte ist freilich die christliche Gewerkschafts- Berstörerin der Religion. Die Socialdemokraten predigen, als wären versuchen wird, der Centrums- Abgeordnete Hike, zum weiteren In seinem bewegung unvereinbar, denn er bedeutet im Princip die volle sie Corpsstudenten, die reine materielle Genußsucht". Die Beweise unsrer Behauptung angeführt sein. Berte„ Kapital und Arbeit" heißt es:" Wir dürfen's dem Trennung der weltlichen und geistlichen Angelegenheiten auf allen Socialdemokratie aber raubt nicht nur den Glauben, den„ töstlichsten Gebieten, die zum staatlichen Leben in Beziehung stehen, ganz so, Besitz des Herzens und der Seele", sondern auch die„ Scholle", Socialismus ganz getroft als Verdienst anrechnen, Kurz die Socialden„ relativen" Charakter des heutigen Privateigentums betont, wie die Socialdemokratie dies fordert. Aber es ist eine tausendfach das blühende Geschäft", das„ Handwerk". wenn er auf die Schattenseiten dieser Eigentumsform hinweist, wenn zu belegende Thatsache, daß bei unsren Klerikalen zwischen Theorie demokratie will erst thun, was der Stapitalismus längst gethan hat er warnt vor der einseitigen antisocialen Entwicklung desselben, und Praxis die schreiendsten Widersprüche bestehen, und gerade die und lustig thut. Wir fürchten, die Socialdemokratie wird mit dem Programm zu spät tommen. Aber schlimmer noch, die Social ja menn er selbst eine Fortbildung desselben in Gewerkschaftsfrage bietet ein typisches Beiſpiel für den Klassen- demokratie ist die Feindin und Verderberin der Familie". Sie beAussicht stellt. Wir dürfen dieses um so unbedenklicher, als standpunkt, den die christlichen Kirchen zum höheren Nußen der feitigt die„ chriftliche Ehe und die Unterordnung der Kinder unter der wirklich wissenschaftliche Socialismus am wenigsten geneigt ist, zahlungsfähigen Moral der Befizenden einzunehmen für gut und nütz- den Willen der Eltern",„ der Mann, dem sein häusliches Glück, dem in der Bildung der verschiedenen Eigentumsformen bloß" Zufall" lich finden. Während man die Unternehmer sich luftig und konfessions- Weib und Kind ans Herz gewachsen sind, der stimme am 16. Juni Der Socialismus vielmehr be- los foalieren läßt, sucht man in die Arbeiterbewegung immer tiefer den gegen den Socialdemokraten!" Indessen es kommt noch Unund„ Gewalthat" zu erblicken. tont es gerade, wie diese Entwicklung stets eine naturgemäße, Steil religiöser Spaltung zu treiben. Die„ Kreuz- Zeitung ", sagt Bebel erhörteres: Die Socialdemokratie ist der Feind des allgemeinen burch die jedesmaligen technisch- ökonomischen Bedingungen der in der vorerwähnten Broschüre, hat es unverblümt ausgesprochen, Wahlrechts und der Arbeiterwohlfahrt"," der Feind der Freiheit der Produktion gefordert war."( S. 108f.) Es ist ein unerträglicher aus welchen Gründen die christlichen Organisationen wünschenswert Arbeit und aller persönlichen Freiheit". Damit ist der socialdemokratische Schrecken noch nicht vollständig Zustand: die Arbeitsmittel unbennyt liegen sehen und die Arbeiter und aufs energiſchte zu unterſtüßen feien, nämlich in Rücksicht auf entlarvt. Wir können weitere Thatsachen hinzufügen: Die Socialmüssig. Das ist offenbar ein ungesundes Ver- das Tivide et impera( teile und herrsche). Teilt, spaltet die Ar- bemokratie betreibt gewerbsmäßig den Ritualmord, fie verlangt hungernd und hältnis, das ist das Verhältnis von Arbeit und Kapital auf den beiter, damit fie schwach sind und sie können um so leichter beherrscht einen Zehnmark- Zoll, tritt ein für Zuchthausvorlagen und für BeAufhebung der Schulen, Kopf stellen. Wenn das unsre Gesellschaft nicht ändern kann, dann werden. Hier ist deutlich ausgesprochen, was hinter der ganzen Be- feitigung jeglichen Koalitionsrechts. ist sie wert, daß sie zu Grunde geht". In Zeiten des Aufschwungs: wegung steckt, und die katholischen Arbeiter sollten sich das hinter die Stellung der Arbeiter unter eine Gefinde- Ordnung, Vernichtung der Breßfreiheit, Einführung der absoluten Monarchie alles das zu viel Kapital und zu wenig Arbeit; in den Zeiten des Nieder- Ohren schreiben." Natürlich kann in unsrer Klerikalen Broschüre auch die fordert die Socialdemokratie. Wer's glaubt, der hüte sich ja, den ganges: zu wenig Kapital und zu viel Arbeit. Es muß ein Ausgleich möglich sein, und wenn kein andrer gefunden wird, müssen wir Bezugnahme auf die„ Verbrechen" der Pariser Kommune nicht Socialdemokraten zu wählen. Was sollten wir mit solchen Efeln ea durch die quellenmäßige Darstellung anfangen; sie würden die Partei ruinieren. den des Socialismus" acceptieren: Ausgleich durch die ordnende fehlen. Während Darin liegt die Bedeutung dieser und ähnlicher schwachsinnigen Lissagarays feststeht, daß alle Frevel und Greuel lediglich auf Seiten Machwerke: Sie sorgen dafür, daß die bürgerlichen Barteien alle Staatsgewalt."( S. 50.) Mit diesen Auslaffungen Sizes schon wäre auch das etvige der Ordnungsbanditen der französischen Bourgeoisie zu suchen sind, diejenigen Elemente um sich sammeln, die geistig vollständig ver Geschrei von dem Umsturz, den die Socialdemokratie im Schilde daß, wo Erſchießungen seitens der Kommune stattfanden, dies als trottelt find, während sie alle denkenden und unterrichteten Männer führen soll, und der natürlich auch in der erwähnten Broschüre seine Repreffalie geschah, weil man die gefangenen Kommunarden zu abstoßen und in unser Lager treiben! An dieser geistigen Nahrung Rolle spielt, an sich erledigt. Es sind insbesondere Auslassungen Hunderten wie Hunde niederschoß, daß in den letzten Tagen der gehen die herrschenden Klassen unrettbar verloren. Nur einen Konkurrenten hat die Schinderhannes- Socialdemokratie: Bebels, die in früherer Zeit unter völlig veränderten Umständen Kommune bis zu 20 000 Mann ihrer Anhänger wahllos und ohne gefallen sind, mit denen unsre Gegner hauptsächlich in betreff dieses irgend welchen Prozeß niedergemezelt wurden, scheut jener Broschüren- die Polen . Mit denen gehen die Flugblätter ebenso um. Zur Führer der national- polnischen Umtriebe machen insgeheim gemeinPunktes haufieren gehen. Aber noch in der Rede, die Bebe I am fabrikant sich nicht, auf das blödsinnige und verleumderische Hebung der deutschen Kultur und Intelligenz wird versichert:„ Die 24. September v. J. zu Bamberg hielt, um persönliche Angriffe Geschwäß des notorischen Fälschers Maxime Du Camp hin, fame Sache mit den ärgsten Feinden des Deutschen Reiches im Ausfeitens des Centrums- Abgeordneten Schädler von sich abzuwehren, die Kommune des Mordes an Geiſeln, der Schändung von lande". Seltsam! Was sind das für Feinde? Graf Bülow hat uns Ein Real- und Erfolgpolitiker doch eben erst erzählt, daß wir mit dem ganzen Ausland aufs und die jetzt als Broschüre*) erschienen ist, hat er seine Stellung Waisenmädchen zu zeihen.
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wenn er
Idiotenanstalten berechnet.
und die Stellung der Partei in dieser Frage unzweideutig wie folgt flerifaler Rasse könnte der Kommune höchstens zum Vorwurf machen, innigste befreundet sind. Sind's die Türken, die Magyaren, die daß sie gerade durch ihre Milde und ihre Menschlichkeit unterlegen Engländer oder gar die Russen? Wie sollen wir über solchen unlöscharakterisiert: „ Es ist Blödsinn, wenn man Ihnen sagt, die Socialdemokratie ist. Während die Bank von Frankreich in ihren Händen war, hat sie baren Rätseln noch die Schlußmahnung beherzigen:„ Gedenke, daß In einem besonderen Flugblatt werden noch die, deutschen Wähler wolle die heutigen Zustände mit Gewalt ändern, fie will, soweit sich z. B. darauf beschränkt, dieselbe lediglich zu bewachen, so daß Du ein Deutscher bist!" dieses von ihr abhängt, die friedliche Entwicklung. Ein nach Niederwerfung der Kommune die sämtlichen Fonds unverletzt in Oberschlesien " angefeuert: Die Wahlen feien für Oberschlesien ökonomischer Zustand läßt sich auch nicht gewaltsam ändern; eine vorgefunden wurden; daß eine Regierung mitten im Krieg mit dem„ von ungeheuerer Tragweite."" Oberschlesien ist seit Jahrhunderten Erst in neuerer Zeit ist eine wüste und Gesellschaftsordnung wechselt man nicht wie einen Anzug, fie muß Auslande und mitten in der„ Revolution" ein gleiches Meisterstück urdeutscher Boden. werden, es müssen die Grundbedingungen für die neue Gesellschaft der Ordnung fertig bekommen hätte, dafür giebt es im Lauf der leidenschaftliche großpolnische Agitation hier emporgewuchert. Jetzt fich jogar herausnehmen zu können, geschaffen werden, wie das bisher noch jede alte Gesellschaftsordnung Geschichte, das behaupten wir, weder auf liberaler, noch auf feudaler glaub. das Polentun: radikale nationalpolnische Elemente zu Wahlkandidaten für den für ihre Nachfolgerin gethan hat und die kapitalistische Wirtschafts- noch auf flerifaler Seite ein zweites Beispiel. Vergleicht man mit einem derartigen Machwerk die vorerwähnte Reichstag aufzustellen. Demgegenüber ist es eine heilige Pflicht ordnung auch für die socialistische thut." Ueberdies nicht zu allen Zeiten hat die Idee des passiven Rede unfres Parteigenossen Bebel, so begreift man die tiefe Be- aller deutschen Wähler, zu verhindern, daß die Schüßlinge der Widerstandes, der der Staatsgewalt gegenüber in Fällen, wo fie die flemmung, die ob seiner Agitationsreise an den Rhein fich des großpolnischen Agitatoren als Vertreter Oberschlesiens in den Reichstag Das Deutschtum, das sich in diesen Flugblättern offenbart, Gewissen bedrückt, anzuwenden ist, sich der allgemeinen An- Centrums und seiner Bresse bemächtigt hat. Von den gesellschaftlichen einziehen." erkennung auf katholisch- klerikaler Seite erfreut, und noch heute kann Erscheinungen in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung ausgehend verdient es wahrlich, so rasch wie möglich zu verschwinden! man in dem unter Mitwirkung der einflußreichsten Abgeordneten des und aus ihnen die Notwendigkeit des Socialismus folgernd, Centrums herausgegebenen Staatslegiton der Görres- Gesellschaft fritisiert er mit vernichtender Schärfe die fleritale Kampfesweise, die Steuerpolitik des Centrums, die Stellung der Kirche als Dienerin des kapitalistischen Kassenstaats, um mit der Darlegung der fociaEin einheitlicher großer Listischen Ziele und Forderungen zu enden. Gedanke zieht sich durch die ganze Nede hindurch, die man geradezu
*)„ Socialdemokratie und Centrum" mit dem Anhang„ Die Sünden des Centrums". Berlin , Verlag der Buchhandlung Vorwärts. Preis 20 Pf. 100 Exempl. 20 m., 1000 30 m., 5000 125 m.
Derreichstreue" Freifinn. Die Freifinnige Volkspartei ist mun glücklich so weit gekommen, daß sie als„ reichstreu" in den Wahl= fampf zieht. Das„ Saganer Tageblatt" Nr. 100 teilt
„ den Wählern der reichstreuen deutschfreifinnigen Bolkspartei" mit, daß der bisherige Vertreter Dr. Müller allein kandidiert.