zu ftart war. Sie versuchten zu opponieren, fanden jedoch keinen Antlang.
Als der Vorsitzende dann die Debatte schloß, schienen sämtliche Anwesenden von dem Verlauf nicht besonders erbaut zu sein. Sie mochten einsehen, daß sie ihre Karten zu offen aufgedeckt hatten. Die Arbeiterschaft aber weiß längst, was sie von dem Freisinn zu ertvarten hat. Wer sich in so erzreaktionärer Weise über das Koalitionsrecht zu äußern vermag, der giebt schließlich auch freudig, wenn der Profit zu leiden droht, seine Zustimmung zur Beseitigung des Wahlrechts.
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Die schimpfenden Konservativen.
Natürlich ist die ganze Geschichte eitel Schwindel. Kunert setzte viel- Jun 17. sächsischen Wahlkreise, Glauchau - Meerane , fandidiert für mehr in sehr ausführlicher Entgegnung gegenüber dem Stadtverordneten - die Ordnungsparteien" der Regierungsrat Dr. Rumpelt- Dresden. vorsteher Herrn Graßmann, der sich als liberaler Mann gegen Während, so wird uns aus dem Kreise geschrieben, bei der vorigen den Freifinn erklärte und den Ausführungen Kunerts in nahezu Wahl die Ordnungs" leute stets hinter verschlossenen Thüren tagten, allen Punkten zustimmte, der aber in der Diskussion die Möglichkeit haben sie jetzt den Mut gefunden, öffentliche Wählerversammlungen einer fundamentalen Abänderung der herrschenden Gesellschafts- abzuhalten. Sie verfahren dabei nach dem Muster des Grafen ordnung und der bestehenden Produktionsart für mindestens tausend Hoensbroech im 22. Kreise, indem sie nur Wähler des Kreises zuJahre bezweifelte, diese Möglichkeit, ja die unaufhaltsame Notwendig- lassen. Sie benußen also die Krankheit unsres Kandidaten und bisfeit derartiger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Aenderungen und herigen Vertreters Auer, um zwar öffentlich" zu tagen, aber Umwälzungen auseinander. fremden Rednern doch auszuweichen!
In dieser Entgegnung bemerkte Kunert, daß die Wahlen von 1898 bereits gezeigt hätten, daß der vierte Teil der Reichstagswähler Die Zersplitterung der Liberalen in München , über die von der Im rat- und hilflosen Zickzackkurs wird in der Agitation zu für die Socialdemokratie votiere. Die diesjährige Wahl aber werde liberalen Presse noch kein Wort berichtet wurde, ist nunmehr soweit den Reichstagswahlen von unsren Berliner Gegnern gesteuert. Bald dieser Partei eine Vermehrung ihrer Mandate um etwa ein Dugend gediehen, daß in einer Ausschußfizung des Freifinnigen Vereins umschmeicheln sie den Arbeiter mit heuchlerisch- freundlichen Worten, und eine Abrundung ihrer Stimmenzahl von 21/10 auf 21 Millionen beschlossen wurde, im Verein mit den Nationalsocialen und Demobald wieder schleudern sie wütend ihm die gröbsten Schmähungen bringen usw. Man wüßte, daß das Reichs- Stimmrecht gefährdet sei; kraten eigne Kandidaturen aufzustellen und zwar jind in Aussicht ins Gesicht. wenn das allgemeine Wahlrecht falle, breche damit nicht die Social- genommen für München I der Vergoldergeschäfts- Inhaber Konrad Ein regelrechtes Schimpfkonzert wurde am Montag von den demokratie zusammen, sondern sie werde auch ohne dieses Recht Barth und fir München II der demokratische RechtsKonservativen des vierten Berliner Wahlkreises ihren Siegesmarsch fortsetzen: das Volk geistig revolutionieren und anwalt Dr. Henrich. Als Grund für dieses Vorgehen wurde nach in einer nach der Frankfurterstraße einberufenen Versammlung ver- die überwältigende Majorität in demselben erobern. Sollte in dem„ Bayr. Kur." angegeben: 1. Die brutale Vergewaltigung der linksanstaltet. Die Gegner sind hiermit eingeladen", stand mit großen kommender Zeit einer solchen Majorität sich eine verschwindende, liberalen Gruppen in die Versammlung vom 7. Mai; 2. es sei unBuchstaben auf den merkwürdigerweise roten Zetteln, die an den polizeilich- büreaukratisch organisierte Minderheit in den Weg stellen, möglich, die Kandidaten einer Partei zu unterstügen, die den KulturAnschlagsäulen prangten. Aber der Vorsitzende begrüßte bei Er- so würde man sie auf die eine oder andre Art, jedenfalls mit kampf in München herausbeschworen und eine Störung des konöffnung der Versammlung die erschienenen Nichtkonservativen gleich leichter Mühe beseitigen. fessionellen Friedens in die Bevölkerung getragen hat; 3. es sei mit den Sorten:„ Glauben Sie nicht, daß wir annehmen, Sie übereine Unmöglichkeit, die Partei in den Sattel heben zu helfen, die zeugen zu fönnen. Wir haben hier eine Bersammlung nationaler Agrarier und lieberagrarier. Herr Gamp zählt zu den eifrigsten in der letzten Reichstagssession sich eine unerhörte Senebelung des Wähler und wollen nur diese in ihrer Ueberzeugung befestigen." Es Förderern des Zollwuchers aller Art. Dennoch sind die extremen Rechtes der freien freien Meinungsäußerung im Reichstage selbst war offenbar in dieser Versammlung von vornherein darauf abgesehen, Agrarier seines Wahlkreises Deutsch - Krone nicht mit ihm zufrieden, hat zu Schulden kommen lassen; 4. man fönne nicht für die Socialdemokraten zu beschimpfen. weil er sich nicht feierlich zur Erfüllung der bündlerischen Diktate eine Partei stimmen, die so inkonsequent ist, im ersten Zur Unterstützung ihres Kandidaten Schriftsteller Wegner, für die Fragen der Handelsverträge verpflichten will. Die Bündler Münchener Wahlkreise einen Zollgegner und im zweiten einen ausder vor acht Tagen selbst manchem seiner Parteigenossen zu dürftig stellen ihm daher eine besondere Kandidatur v. Hartmann- Hoffstädt gesprochenen Agrarier zur Wahl zu stellen; 5. nachdem somit die gesprochen hatte, war diesmal ein Schriftsteller Schmidt heran- entgegen. nationalliberale Bartet des Bertrauens eines wirklich gezogen worden, aber dieser Unglückliche spielte eine womöglich noch liberalen Bürgertums nicht mehr würdig erachtet werden fläglichere Rolle. Herr Schmidt und nach ihm Herr Wegner Der Bund der Landwirte gegen Stöcker. Jm Kreise Siegen tann, müsse es eine Kandidatur geben, die zwischen Centrum und sprachen nur gegen die Socialdemokratie; den Freisinn erwähnten sie haben die Bündler beschlossen, die Kandidatur Stöckers nicht zu Socialdemokratie steht. mit feinem Wort. Bei den in der Versammlung anwesenden unterstützen. Nach diesem Beschluß kann über das Schicksal des Wahlkreises Socialdemokraten ernteten sie mit dem„ sachlichen" Teil ihrer AusMünchen I faum mehr ein Zweifel bestehen. Während sich übrigens führungen einen Heiterfeitserfolg Wahlaufruf der Hakatisten. Auch die" Kaninchenjäger" haben diese Vorgänge abspielen, hat die als offiziöses Dementier- Organ durch ihre Schimpfereien riefen sie tumultuarische Auftritte hervor. Schmidt wider- nun ihren Wahlaufruf veröffentlicht. Es wird darin erklärt, daß hinreichend berüchtigte Allgemeine Zeitung " noch die Dreistigkeit, holte die blödsinnige Lüge, die Socialdemokratie billigt ein Deutscher, der bei den Wahlen seine Stimme nicht für den von einer immer mehr sich befestigenden Einmütigkeit der den Meineid, im Vorwärts" habe es gestanden, und Wegner deutschen Wahlbewerber abgiebt, es nicht verdient, den Ehrennamen Münchener Liberalen" zu reden, worüber deren Gegner außer sich keifte, die Socialdemokraten seien„ vaterlandslose Gesellen", feien eines Deutschen zu tragen." In Beuthen steht der deutsche vor Empörung" seien! Elende", mit vollem Recht sei„ aus hohem Munde" dieses Wort Socialdemokrat Dr. Winter polnischen Mitbewerbern gegenüber. gefallen, und so weiter. Wir glauben, daß aber auch die größten Polenfresser in diesem alle auf den„ Ehrennamen eines Deutschen " verzichten werden. Diese Polenheter gehören zu den widerwärtigsten Erscheinungen des Wahlkampfes; eine gründliche Niederlage wäre ihnen zu wünschen!
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Es sollte sich eigentlich von selber verstehen, daß Socialdemokraten sich mit solchen Ge nicht länger in Versammlungen herumschlagen. Fürst Dohna und die Landarbeiter.
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feiner Aeußerung von 1891 zu verteidigen. Der Dasbachsche AlarmDer polnische Katolik“ versucht den Grafen Ballestrem wegen ruf, die oberschlesischen Preßverhältnisse in Ordnung zu bringen, ist offenbar vom Katolit" beherzigt worden!
Kandidatur aufgestellt: den Landgerichtsdirektor Schrader. Gegen Ballestrem haben auch die nicht- fleritalen Deutschen eine Die Standidatur fällt nicht ins Gewicht.
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Politische Ueberlicht.
Brotwucher Freifinu.
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Berlin , den 12. Mai. Wir haben gestern den schamlosen Versuch der Freifinnigen Jm Ballestremschen Wahlkreise bereiten die Polen dem Präsidenten Zeitung", den socialdemokratischen Kampf gegen höhere LebensmittelIm Wahlkreise Königsberg- Fischhausen , in dem des Zollwuchers ernste Schwierigkeiten. In Gleiwik hielt deshalb zölle zu verdächtigen, zurückgewiesen und die Vorschubleistung der unfre Partei gute Aussichten hat gegenüber dem Fürsten Dohna, Graf Ballestrem eine übrigens völlig inhaltlose Ansprache, in der er Freifinnigen Volkspartei für höhere Brotzölle und ungünstige dem Special Kandidaten des deutschen Kaisers, fein Wort gegen die Polen sagte, aber dafür hundertmal erklärte, Handelsverträge aufgedeckt. Die Freifinnige Zeitung“ sucht jetzt tam es am Sonntag im Orte Schaaken zu einer dem Fürsten daß er ein Centrumsmann sei. und seinem hochfeudalen Gefolge recht unangenehmen zwischenfall. ihre Haltung zu verteidigen, indem sie erklärt, eine Bereitschaft ihrer Zwar hatte man zunächst die Versammlung gehörig gesäubert. Agitatoren in Oberschlesien aufs Maul schlagen müsse". Damals Frage, weil infolge des neuen 3olltarif Gefezes 1891 äußerte Graf Ballestrem, daß man die großpolnischen Partei zur Erhöhung der Getreidezölle komme gar nicht in Bevor der Fürst das Wort erhielt, forderte der Leiter der Versamm waren sie ihm noch nicht gefährlich. Nachdem aber die großlung alle diejenigen, die nicht auf dem Boden absoluter Königstrene polnischen Agitatoren ihm auf den Leib gerückt sind und nicht über die Getreidezölle bereits weit über den gegenstehen, auf, den Saal zu verlassen. Die anwesenden Inftlente und Lust haben, bei den Wahlen jenes Wort ihrerseits gegen seinen wärtigen Stand hinaus erhöht sind und diese Arbeiter der umliegenden Güter verließen hierauf bis auf einzelne urheber zu bethätigen, giebt es plöglich in Oberschlesien nur noch Erhöhung so weit eintreten muß, wie Handels. Ausnahmen ruhig den Saal. Ein Gleiches thaten einige Genossen berträge nicht wieder eine Ermäßigung herbeiaus Königsberg, die sich, von einer Agitationstour zurückgekehrt, hier liebe Centrumsleute und gar keine schlimmen Bolen! eingefunden hatten, darunter auch unser Reichstagskandidat Braun. führen". Man war nun unter sich und„ vernichtete den inneren Feind". Dann Das ist die selbstverräterische Ausflucht des bei der That überaber nahm das Wort ein Oberförster, dessen Name leider nicht raschten Diebsgesellen. Der gesamte Artikel der„ Freis. 8tg." über festzustellen war. Dieser führte aus:„ Die Stühnheit der Socialdemokratie übersteige alle Grenzen. Agitatoren derselben dringen " Socialdemokratie und Handelsverträge" hatte den Zwed, den Kampf der Socialdemokratie gegen Handelsverträge mit 8onsogar in die Wohnungen königlicher Beamten und geben hier Flug erhöhungen auf Grund des neuen Zolltarifs zu verunglimpfen. blätter ab. Er müsse aber eines sagen, und er bitte, dies ihm Diese Schmähung des socialdemokratischen Kampfes bedeutete zu nicht übel zu nehmen: Wenn die Socialdemokratie auch Der schlichte Mann aus der Centrumswerkstatt, der polnische gleich die dann offen ausgesprochene Ankündigung, daß die Freisinnige hier in diesem Kreise immer größer ihre Straft entfaltet, Centrums- Bergarbeiter Krolit, spielt in diesem Wahlkampfe die Rolle Volkspartei bereit sei zu Handelsverträgen mit erhöhten Kornzöllen. fo liegt es auch daran, daß vieles von seiten der des ewigen Juden. Nuhelos muß er von Wahlkreis zu Wahlkreis Nun versucht die Freis. 3tg." ihre Zollerhöhungsbereitschaft umBesizer geschieht, tv a s den Lehren dieser irren. Kaum ist er irgendwo aufgestellt, schon wird er abgeschoben. zuhegen in die Absicht, eine Ermäßigung der Kornzölle herbeiPartei Eingang verschafft. Man wirft den Socialdemokraten vor, sie wollen die Religion abschaffen; wie sieht es zuletzt kandidiert" er in Beuthen - Tarnowitz für das Centrum. Aber auch in Beuthen protestieren die höheren" Centrumskreise gegen zuführen, eine Ermäßigung nämlich gegenüber den Zollfäßen des aber in der That auf dem Lande in den meisten Fällen mit der den schlichten Mann, zumal er ein Pole ist. Am 7. Mai beriet das neuen Wuchertarifs. Die" Freiſinnige Zeitung" leiſttet die Religion aus? Das Bibelwort: sechs Tage sollst Du arbeiten, am Wahlkomitee über die schwierige Frage, ob man trotzdem an der wahrhaft erstaunliche Zumutung an die liberalen Leser, daß die fiebenten Tage ruhen, kann der Justmann, der Landarbeiter das Kandidatur festhalten solle. Erhöhung der Getreidezölle bereits vollendet sei und halten? Nehmen Sie meinetwegen an, meine Herren, ich spreche hier im direkten Auftrage von Personen, ich kann nicht anders, beschlossen, von dem Kandidaten Krolik eine Erklärung zu verlangen, Handelsverträgen in Frage komme. Es wurde, wie man der Kölnischen Volkszeitung" berichtet, numnehr nur noch eine teilweise Wiederermäßigung in den ich halte es für meine Pflicht, Ihnen dieses zu sagen, auch wenn in der er sich als treuer preußischer Unterthan und als Gegner der neue Zolltarif noch nicht in Kraft gesezt und kann es erst werden In Wahrheit ist natürlich der ich nicht Ihren Beifall finde. Was die Socialdemokratie nationalpolnischen Bestrebungen bezeichnen müsse, denn nur unter durch besondere kaiserliche Verordnung. über die Lebensstellung der ländlichen Be- dieser Bedingung dürfe an der Kandidatur Krolik festgehalten Das, was die„ Freifinnige bölkerung sagt, da liegt etwas Wahres darin. Man ist zu werden. Ferner mußte der Redakteur des„ Katolit", Napiralsti, die Beitung" aber als den wirklichen Zustand vorspiegelt, ist das Vermir gekommen und hat geklagt: Mein Herr giebt mir am Werktag Erklärung abgeben, sich nicht nur passiv zu der Kandidatur des Grafen langen der extremsten Agrarier gewesen; diese forderten kein Gespann, mein Feld zu bearbeiten, das muß ich am Sonntag Ballestrem zu verhalten, sondern für dieselbe nach Sträften einzutreten. Die Kündigung der Handelsverträge und die Inkraftsetzung des thun. Weiter klagt man mir: Frei Holz soll ich haben, bekomme Da offenbar die Stimmung der Versammlung der Mehrheit nach neuen Tarifes bor aber feines. Da bittet dann ein solcher Instmann die Forstbeamten, für die Aufrechterhaltung der Kandidatur Krolik war, so die Abschluß neuer Verträge, aber selbst sich im Walde Raff- und Leseholz fuchen zu können, und wann geschieht wurde von einer Abstimmung über die Kandidatur Krolik abgesehen, deren Verwirklichung die Freis. 3tg." vortäuscht, um ihre Neigung agrarische Regierung lehnte solche Forderungen ab, dies? Wieder am Sonntag, da der Mann mit seiner Familie am Wochen so daß daran festgehalten werden wird." tag für den Besitzer zu arbeiten hat.( Fürst Dohna ruft: Es ist doch aber zum Bündnis mit den Zollwucherparteien zu beschönigen. verboten, im Walde Holz zu suchen!) Der Förster fährt fort: Aller- Gr bekennt sich als Pole aber auch als Bürger des preußischen Krolit hat die ihm offenbar dittierte Erklärung bereits abgegeben. Die neue Ausflucht der Freis. 8tg." läßt ihre Brotwucherdings ist es verboten, aber die Beamten ſehen in den meisten Fällen Staates, dessen Verfassung er als Grundlage seiner Thätigkeit an- neigungen aber noch weit bedenklicher erscheinen als der darüber hinweg und glauben den Befizern damit keinen schlechten erkennt; er verurteilt auch alle staatsfeindlichen Bestrebungen". gestrige Artikel des Blattes. Der ertappte Dieb, der sich rausreden Dienst zu thun. Andre sagen wieder: So wie der Fürst jetzt thut, Das rheinische Centrumsblatt rät" dringend, bei Strolit zu bleiben. will, giebt viel mehr zu, als dessen er beschuldigt wurde. Die ist er in Wirklichkeit gar nicht. So meinte jemand ungeschminkt: Es sieht aber gar nicht so aus, als ob der arme Bergmann in Ausflucht der Freis. 3tg." enthält das Zugeständnis, daß die Der Fürst ist der beste Bruder auch nicht!" Ich fürchte, so schließt Beuthen endlich zu sich kommen will. Die Reichen im Geiste Christi Freisinnige der Forstmann, an solchen Uebelständen wird die Socialdemokratie können sich eben doch keinen Arbeiter als„ ihren" Vertreter denken! zöllen" des neuen Tarifs endgültig abgefunden hat, Volkspartei sich sogar mit den„ Mindest= die Hebel anfeßen und Erfolge erzielen. daß sie bereit ist, für Handelsverträge, die diese Mindestzölle zuJm Wahlkreise Dresden- Land- Tharandt ( 6. sächsischer) müssen die Lassen, einzutreten! Kartellbrüder schon wieder auf Kandidatensuche gehen. Der Die Freis. 8tg." wiederholt bei all' diesen Selbstbezichtigungen zulegt daselbst aufgestellte Standidat, Herr Weigert, es war nochmals den tollen Unsinn, daß die socialdemokratische Parole Es ist unglaublich, welche Unsumme von Schwindel in dieser der siebente in der Reihe derer, die das Opfer bringen sollten die Agrarier ermutige, im Vertrauen auf die Unterstützung der Wahlzeit durch die kapitalistische Presse geleistet wird. Und ein hat jezt auch wieder niedergelegt. Er war Gemeindevorstand in Socialdemokratie alle Handelsverträge zu verwerfen, bei denen neue Schwindel, der irgendwo auftaucht, sofort wird er prüfungslos von Löbtau bei Dresden und ist jüngst zum Gemeindevorsteher in Tegel Magimalsäge für Getreide unter den Säßen des neuen Zolltarifs den Kumpanen aufgegriffen und weiter verbreitet. Die Presse erwählt worden; er bemußte die Gelegenheit, um sich von der Durchbleiben". As wäre es nicht das denkbar erfreulichste Ergebnis, der freisinnigen Volkspartei thut sich in diesen Künsten be- falls- Kandidatur zu drücken. wenn Handelsverträge mit hohen Kornzöllen dadurch zu Falle sonders hervor. Die Eberswalder Zeitung" schwindelt und kommen, daß die Agrarier, denen diese Zölle nicht hoch genug sind, mit die Freisinnige Zeitung" lügt es nach, daß der Abgeordnete Freifinniges. Auch im zweiten sächsischen WahlKunert in einer Eberswalder Wähler- Versammlung wörtlich treise verhalten sich die Freisinnigen- freilich unter Anführung den Zollgegnern stimmen. Die Folge wäre, daß die jeßigen gesagt habe:" Jeder vierte Mann im Reiche sei schon heute Berliner Richterianer- ebenso ungebührlich gegen die Social Handelsverträge weiter laufen müssen. Dagegen Socialdemokrat ." Die diesjährige Wahl wird sicher den Beweis demokratie wie im ersten Kreise, worüber wir berichtet haben. Die bereitet in Wirklichkeit die freifinnige Bereitschaft zur Kornzollbringen, daß im Deutschen Reiche der Socialdemokratie angehört. Sächsische Arbeiter- Zeitung " teilt mit: In einer freisinnigen Ver- erhöhung den Agrariern die Wege. Das Lob, das Herr Richter seit Wir stehen aber nicht damit stille, wir bekommen noch einen sammlung, die am Sonntag in Ebersbach tagte und von 800 Personen, Monaten von den agrarischen Parteien erntet, wird jetzt noch lauter zweiten Mann und wenn dies bei oberirdischer Arbeit fast alles Socialdemokraten, besucht war, sprach der Reichstags- Ab- erschallen! nicht gelingt, wird es unterirdisch versucht werden. geordnete Fischbeck. Er griff die Socialdemokraten heftig an und versuchte Beim Rest, der sich dann nicht aufklären läßt, werden sich Mittel nach dem Muster Eugen Richters vor dem Zukunftsstaate graulich zu finden, ihn einfach in die Luft zu sprengen." machen. Einige Arbeiter ließ man, wahrscheinlich um den Schein Die Haltung der socialdemokratischen Reichstagsfraktion zur Derartiger freisinniger Schwindel ist natürlich ganz zum Gefallen der Redefreiheit zu wahren, reden; als aber der Kandidat des Krankenkassen- Novelle findet in einem Artikel von Dr. G. Sydow der reaktionärsten Scharfmacher. Die Post" münzt sofort die Kreises, Genosse Sindermann, sich zum Wort meldete, wurde in der letzten Nummer der„ Socialen Pragis" eine Beurteilung, die unsinnige Fälschung aus: ihm dasselbe auf Anordnung des Herrn Fischbeck ver- das lebhafte Entzücken der Centrumspresse hervorruft. In dem Wie wenig sich übrigens die Socialdemokratie gemaufert hat, weigert. Alle Gegenvorstellungen Sindermanns waren berdavon zeugte erst eben wieder eine Rede des„ Genossen“ Kunert geblich, obwohl die Versammlung durch lebhafte Zurufe zu er- Artikel werden die Abänderungen des Gesetzes durch die Novelle bein einer socialdemokratischen Versammlung in Eberswalde . Dort kennen gab, daß sie Sindermann zu hören wünsche. Als Sinder- sprochen und auch die Art ihres Zustandekommens berührt und dabei hat dieser Fraktionsgenosse der Singer, Bebel usw. nach der mann Herrn Fischbeck unter Hinweis auf die erregte Versammlung fagt der Verfasser: „ Eberswalder Zeitung" renommierend ausgerufen, jeder vierte Mann bemerkte, er( Fischbeck) werde auch nicht mehr reden können, sei heute schon Genosse", bei den Wahlen aber würde sich zeigen, wenn man die Redefreiheit in dieser Weise handhabe, da ſetzte daß die Hälfte aller Reichsdeutschen zu den Genossen" zähle. Herr Fischbeck seiner Handlungsweise die Krone auf, indem er Damit aber stehe man nicht still, man arbeite weiter. Gelinge es unserm Genossen erregt zurief:„ Das ist Erpressung, wir nicht oberirdisch, dann werde es unterirdisch besorgt. Bei können Sie hinter Schloß und Riegel bringen." Als dem Reste, der sich dann nicht aufklären lasse, würden Mittel ge- Sindermann die Freisinnsthat gebührend festnagelte, versuchte Herr funden, ihn einfach in die Luft zu sprengen, wenn der Fischbeck einzulenken, indem er bemerkte, so sei das nicht gemeint. Butunftsstaat Wirklichkeit würde. Ist das auch wenig geschickt und Er wird diese Aeußerung aber vergeblich von sich abzuschütteln so ausgedrückt, wie es dem Niveau des„ Genossen" Kunert ent- suchen. Im übrigen traf ein, was Sindermann vorher gesagt hatte: spricht, so zeigt es doch, von welchen Aussichten die„ Genossen" die Versammlung wurde durch die Wortverweigerung so unruhig, träumen und mit welchen Zukunftshoffnungen sie die Untergenossen daß sie geschlossen werden mußte, ohne daß der Freisinnsheld Fischbeck bei der Fahne zu halten suchen." fein Schlußwort losgeworden wäre.
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Der Fürst mußte darauf flein beigeben, daß allerdings ,, manches" faut aussehe bei der Arbeiterbehandlung auf dem Lande.
Einfach in die Luft sprengen!"
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Ans Sachfen.
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„ Es muß aber hier festgestellt werden, daß dieser neue Fortschritt in der Versicherungsgesetzgebung lediglich dem Conto der bürgerlichen Parteien zuzuschreiben ist. Die Socialdemokratie, auf deren Drängen die Abänderung der Verwaltungsbestimmungen erfolgte, stimmte gegen das Gesetz im ganzen. Wäre nicht in den übrigen Parteien eine geschlossene Mehrheit für das Gesetz vorhanden gewesen, so hätte sie diese Verantwortung( für ein Scheitern der Novelle) wohl kaum auf sich genommen. So aber bot sich die günstige Gelegenheit, die Verbesserungen der Novelle zu erhalten, sich aber gleichzeitig den Wählern gegenüber mit dem Mantel der Unbeugsamkeit schmücken und gegen die angeblich unaufrichtige sociale Reformthätigkeit der Regierung und