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fungen des Eigentumsrechts des Großbesizers, insbesondere des aber interessant zu hören, wie jene Leute selbst sich aufführen, wenn Dresdener Untersuchungsrichter geladen, wo ihm eröffnet Waldbesitzers und der großen Adjazenten, ohne weitgehende Ver- einmal etwas sich ereignet, was dem Recht und der Gerechtigkeit wurde, daß auf Grund der der oben bezeichneten Notiz vom pflichtungen zum Schadensersatz für gemeingefährliche Ausbeutung des entspricht und darum ihnen mißfällt. Ein Zeugnis hiervon und Staatsanwalt Strafantrag wegen Majestätsbeleidigung ergangen Eigentums der Großbefizer ist eine wesentlicheilfe gegen ben Bertretern des Besizes innewohnt, giebt eine Aeußerung fuchungsrichter auch das Vaterland" mit der Denunziationszugleich ein Zeugnis des schier unglaublichen Hochmuts, der fei. In den Akten über den neuen Fall hatte der UnterHochwasserschäden unmöglich. Ein einheitliches reichsgesetz des Organs des aus befiger Berbandes, der notiz. Unter solchen Umständen kann kein Zweifel darüber bestehen, liches Wafferrecht, das in großen Zügen, natürlich nicht schablonenhaft, unter der Leitung des bekannten Dresdener Häuserspekulanten daß das„ Vaterland" der Urheber des Strafverfahrens ift. Darauf sondern unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verschiedenheiten Hartwig steht. Die Dresdener Stadtbehörden hatten an- kann das konservative Organ stolz sein. Um diesen Erfolg wird Deutschlands , fulturelle Mindestforderungen für die Staaten und dauernd den Arbeitern das Bürgerrecht bor aber das konservative Blatt von keinem anständigen Menschen für die Privatbesizer aufstellt, ist zur Abwendung der fast alljährlich enthalten unter künstlichen Auslegungen des Begriffs der beneidet werden. Uebrigens ist die inkriminierte Aeußerung derart, wiederkehrenden Hochwasserschäden mehr als je eine der dringlichsten Selbständigkeit, die erforderlich ist zur Bürgerrechts- daß es ausgeschlossen erscheint, daß daraufhin eine Bestrafung erAufgaben der Gesetzgebung. Wäre die Resolution vom 11. Dezember Erwerbung; auf diese Art gelang es auch, die Stadtverordneten folgen kann. Jedenfalls ist darauf zu rechnen, daß die Richter die 1896 in die That umgesetzt, so wäre der schlesische Hochwasserschaden Ober- Verwaltungsgericht die Beschwerden von Arbeitern für be- reaktionären Denunziationssucht. Bersammlung socialiſtenrein" zu halten. Jezt hat aber das Sache anders beurteilen werden, als das„ Vaterland" in seiner in dieser Ausdehnung unmöglich gewesen. So drohen andren preußischen Provinzen, besonders Brandenburg , und Mitteldeutschland rechtigt erklärt, die zurückgewiesen worden waren, weil sie nicht einen ähnliche schwere Kalamitäten. Freilich von Gesetzgebungsfaktoren, Hausbesizer- Organ, eignen Familienhaushalt hätten. Dagegen nun zieht wütig das Die Mandatsangelegenheit v. Haller. Aus Nürnberg wird das die uneingeschränkte Herrschaft der uns berichtet: die als ihre Aufgabe nicht die wirtschaftliche Hebung Deutsch - Seinigen im Stadtverordneten- Kollegium ein wenig gefährdet sieht, Die Vertrauens- und Wahlmänner der socialdemokratischen lands, sondern die Niederhaltung der Lebenslage der erwerbsthätigen zu Felde: Partei des Wahlkreises Nürnberg- Altdorf haben nach eingehender Bevölkerung als ihre Aufgabe betrachten, ist die Erfüllung dieser Unfres Erachtens ist die Auffassung des Ober- Verwaltungs- Erörterung einstimmig entschieden, daß teinerlei Grund für einen Aufgabe nicht zu erwarten. An den diesjährigen Hochwässerschäden gerichts sehr bedenklich und anfechtbar, denn es handelt sich bei der Rücktritt des Abg. v. Haller aus dem bayrischen Landtage vorsind in allererster Linie die konservativen Parteien, das Centrum, Bürgerrechts- Erteilung nicht um die Selbständigkeit" an liege. Genosse Segit erklärte im Namen der Nürnberger nicht minder aber der agrarischen Wünschen gefügige Bundesrat sich, die lediglich die wirtschaftlichen Momente berücksichtigt, Abgeordneten, daß sie bedauern würden, wenn Genosse Haller sein sondern um die schuld. Desto dringender ist die Beseitigung des Einflusses der bürgerliche Selbständigkeit", die Mandat niederlegen würde. Genoffe Segiz verpflichtete sich, mit agrarischen Macht. Hoffentlich wird der neue Reichstag mit Entauch die sociale Stellung des Antragenden in Betracht den Genossen Merkel und Löwenstein alle Anstrengungen zu machen, zieht. Und da wird man denn doch von einem in Aftermiete die bestehenden Differenzen in der Fraktion auszugleichen. schiedenheit auf Maßnahmen zur Wohlfahrt des Deutschen Reichs" wohnenden Lohnarbeiter nicht sagen können, daß er ,, bürgerlich selbauch auf diesem Gebiete nicht vergeblich dringen. ständig" sei. Eine solche Auffassung würde geradezu einer Degrafälle im Gefängnis. Bromberg , 23. Juli. ( Eig. Ber.) Mysteriöse Toder= dation des Bürgerstandes gleichkommen, und man wird sich nicht wundern dürfen, wenn nach Der Maurer Michael Sborezki wurde am Sonnabend, den dieser Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts bürgerliche Kreise vorziehen, trant dem Kreisgefängnis zu Schwedenhöhe( Vorort von Bromberg ) 11. Juli, nachts gegen 12 Uhr aus seiner Wohnung als geistes. das Bürgerrecht nicht zu erwerben, welches sie mit Per eingeliefert, um von dort nach einer Anstalt für Geistestranke überführt zu fonen auf eine Stufe stellen würde, mit denen ein in bürgerlicher Stellung sich Befindender sich nicht zu vergleichen pflegt. werden. Der Bedauernswerte sollte dieses jedoch nicht mehr erleben, denn Wenn jeder ledige Lohnarbeiter„ Bürger" werden kann, wo soll nach acht Tagen, in der Nacht vom 19. bis 20. Juli. ist der Kranke im dann der Arbeiter den Antrieb hernehmen, sich in„ bürgerliche" Gefängnisse seinen Dualen erlegen. Noch am 20. Juli nachmittags sargte man den Toten ein und überführte ihn zur Leichenhalle des Verhältnisse hinaufzuarbeiten!?" zuständigen Friedhofes. Am 22. Juli nachmittags fand in aller Stille die Beerdigung statt.
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Das Wachstum der Socialdemokratie.
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Der„ Reichs Anzeiger" giebt eine weitere Aufstellung des borläufigen Ergebnisses der Reichstagswahl 1903. Diese weicht etwas zu Gunsten der Socialdemokratie von den früher vom ReichsAnzeiger" mitgeteilten Ergebnissen ab. Ein definitives Resultat wird ja erst in einigen Monaten die amtliche Statistik ergeben. Nach den Letzten Mitteilungen des Reichs- Anzeigers" betrug die Zahl der Wahlberechtigten bei der Wahl 1903 12 530 989. Von diesen haben am 16. Juni 1903 socialdemokratisch gestimmt 3011 114. Wie groß der Prozentsatz der Socialdemokraten im Verhältnis zu den Wahlberechtigten und zu den Wählern, ergiebt die folgende für die Reichstagswahlen von 1874 ab auf Grund der letzten Angaben des„ Reichs- Anzeigers" von
uns aufgestellten Tabelle:
Im Jahre auf 100 Wahlberechtigte auf 100 Wähler 1874
6,7
9,1
7,5
6,1
4
1877
5,5
1878
4,8
1881
3,4
1884
5,9
9,7
1887
7,8
10,1
1890
13,9
19,6
1893
16,8
23,2
1898
18,4
27,1
1903
24,1
31,7
Die Steigerung des Prozentsages von 1898 auf 1903 beträgt also 5,7 Prozent der Wahlberechtigten, 4,6 Prozent der Wähler. Uebertroffen ist die Steigerung nur im Jahre 1890, wo infolge des Socialistengesetzes und der 1887 beschlossenen Zollerhöhung nach dreijähriger Legislaturperiode der Prozentsatz der Socialdemokraten im Verhältnis zu den Wahlberechtigten um 6,11 Prozent und im Verhältnis zu den Wählern um 9,5 Prozent zunahm. Dagegen übersteigt bekanntlich an absoluter Größe der Stimmenzuwachs von 1903 den von 1890 noch ganz erheblich.
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Der Revolver. Stumm, der Mäcen der„ Post", ist tot, und ein großer Fischzug will nicht mehr gelingen. Da soll es denn die Masse bringen, nicht die der Abonnenten, die man nicht haben kann, sondern die der Inserate, die man sich allenfalls noch erräubert. Uns geht folgendes Schriftstück zu, das von der Expedition der Post" zahlreichen Verlegerfirmen zugesendet worden ist:"
Sehr geehrter Herr!
die ständig wiederkehrenden Anzeigen aufträge der ersten Verlagsfirmen
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Wenn der schlichte Lohnarbeiter ebenso gut Bürger werden und auf die Verwaltung seiner Gemeinde Einfluß haben darf wie der Bodenspekulant und Grundwucherer, dann ist das„ eine Degradation des Bürgerstandes". Und das Grundbefizerorgan droht, possierlich genug, mit dem Streik der Besitzenden. Wenn diese die Drohung wahr machen würden und die Städteverwaltung der ernstlich arbeitenden Klasse überlassen wollten, so wäre das höchlichst zu begrüßen.-
druck
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in einem Gefängnis untergebracht werden darf, wo jede geeignete Es ist erstaunlich, daß ein Geistestranker acht Tage lang Pflege fehlt. Dhnedies erscheint der Fall rätselhaft, weil Einwohner, die in unmittelbarer Nähe des Gefängnisses wohnen, Hilferufe aus den Mauern des Gefängnisses- während der Lebzeit des Sborezki
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hörten.
Bresse" diese Notiz gebracht: Einige Tage früher, am 17. Juli, hatte aber die„ Ostdeutsche
Rätselhafter Todesfall. Als gestern morgen ein Gefängnis wärter im Kreisgefängnis in Schwedenhöhe die Belle des dort internierten Maurers Leopold Schulz aus Klein- Bartelsee öffnete, fand man den Gefangenen als Leiche vor. Wie der Mann zu Tode gekommen ist, fonnte bis jetzt nicht festgestellt werden; polizeiliche Erhebungen sind angestellt worden." Das Ergebnis der polizeilichen Erhebungen in diesem Falle ist bis jetzt nicht bekannt ge worden. Ueber den zuerst geschilderten Fall ist bisher nichts in die Deffentlichkeit gedrungen. Auf jeden Fall ist es nötig, daß die Gefängnisverwaltung Aufklärung über den Sachverhalt giebt.-
Bischof und General . In der protestantischen Kreuz- Zeitung " singt der Generalmajor z. D. Kunhardt v. Schmidt dem katholischen Bischof Bonomelli ein begeistertes Lob, weil diefer in einer Schrift Vom kleinen St. Bernhard bis zum Brenner" den modernen Militarismus verherrlicht hat. Besonders gefällt ihm das folgende Citat, worin sich der reisige Kirchenfürst mit Tolstoj , dem reinen Christen und Friedensfreund auseinandersetzt: Tolstoj macht auf mich mit seinen überspannten religiösen Doktrinen, feiner phantastischen Verherrlichung des Friedens um jeden Preis und feinem ungefunden Mysticismus den Eineines Hysterischen, der beständig zwischen Tugend und Laster hin- und herschwankt. Und wie viele Menschen laufen hinter ihm her und flatschen ihm Beifall! Wenn seine Landsleute Die verschobene Humanität. Gemäß einer der Forderungen der diesen Theorien gefolgt wären, fo gäbe es heute fein Rußland , und wilde Tataren- und Turkomanen- Horden trieben noch jetzt Haager Friedenskonferenz hatte der Schweizer Bundesrat zwischen dem Ural und den Karpathen ihr Wesen. Ein hohes Gut die Signatarmächte der Genfer Konvention zur Verbesserung ist der Frieden, aber um es zu besigen und es festzuhalten, kann des 2oses verwundeter Soldaten zur Beschidung einer bisweilen auch der Krieg eine heilige Sache sein. Wer die Lehren der am 14. September d. J. in Genf abzuhaltenden Konferenz behufs Geschichte richtig zu würdigen versteht, der weiß, daß es stets die Revision der Genfer Konvention eingeladen. Da bis jetzt eine zuKriege waren, welche die großen Perioden der Civilisation ein- ftimmende Antwort aller beteiligten Staaten nicht einleiteten und den Fortschritt in Völker hineintrugen, die bis dahin getroffen ist, hat der Bundesrat beschlossen, die Konferenz auf unin Unwissenheit und Barbarei begraben lagen." bestimmte Zeit zu verschieben und den in Betracht kommenden Regierungen hiervon Kenntnis zu geben.
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der„ von Christus eingesetzten Kirche", die friedfertigen Lehren Daß es einem fonservativen General gefällt, wenn ein Fürst Christo denn um diese handelt es sich ja als überspannte Berichtigung. In der gestrigen Notiz Wirrwarr im Freisinn" religiöse Doktrinen" bezeichnet, kann nicht Wunder nehmen. Herrn ist auf der ersten Seite des Blattes, zweite Zeile von unten, statt Bonomellis Mordschristentum samt den dazu gehörigen Lobpreisungen rührendes" zu lesen: rächendes Geschick. der russischen Civilisation wird auch voraussichtlich in den kommenden vorlagen der Centrumsfraktion als angenehme Rückenstüge gelten Kämpfen des Reichstags um die neuen Flotten- und Steuerdürfen.
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Ausland. Englands auswärtige Politik.
Ausführliche Bücherbesprechungen bringen Gewinn für jeden Verleger, wenn sie in den geeigneten Blättern und an bevorzugter Stelle erscheinen. Seit Jahrzehnten hat" Die Post" für BücherDie Erörterung des handelspolitischen Verhältnisses, die gestern besprechungen eine eigne Rubrik- neuerdings auch in der sich Bußpredigt. Heute scheint es zuweilen, als gäbe es einen sich bei der Beratung des Etats des Answärtigen entspann und allgemeiner Beliebtheit erfreuenden Sonntagsbeilage, fie widmet preußischen Staat, wenigstens eine thatkräftige, führende, geschlossene deren ersten Teil wir noch in der gestrigen Nummer unter„ Letzte nach wie vor allen Neuerscheinungen auf litterarischem Gebiete Regierung überhaupt nicht. Es ist mit ihrer Autorität der letzten Nachrichten und Depeschen" zu veröffentlichen vermochten, hat sich zu ganz besonderes Interesse und werden hervorragende Jahre erschütternd bergab gegangen; noch immer folgt ein Mißgriff einer großen politischen Debatte ausgewachsen. neue Bücher Nachdem der in ausführlichen Leit oder dem andern; sie selbst scheint keineswegs zu merken, wie die Dinge Unterstaatssekretär Lord Cranborne die Angriffe des als Feuilletonartikeln gewürdigt. im Lande stehen; statt auf die Stimmen der Wahrheit, lauscht sie lieber Da bei diesen Besprechungen über den Preis den phrasigen Lobesergüssen einiger Benny- a- liner und Parteigrößen, Deutschenhaffers bekannten Herrn Gibson Bowles zurüdund die Ausstattung nähere Angaben nicht ge- die mit ihrer eignen jubalternen Geistesart sich gleich einem Chor gewiesen hatte, folgte Grey, der sich gegen Deutschlands macht werden können, dies aber für den Verkauf, aristophanischer Frösche in dem Sumpfe, in dem die Größe und Haltung in der ostasiatischen Frage wendete und für eine wie das die zahlreichen Anfragen seitens der die Zukunft des Vaterlandes allmählich versinken, wohlbefinden. Verständigung mit Rußland mit Rußland aussprach. Dann kam Joe Abonnenten ergeben, unbedingt von großer Vor 1789 war es in Frankreich ähnlich: oben Tag um Tag die Chamberlain an die Reihe, der die Erörterung in der Richtung Wichtigkeit ist, empfiehlt es sich für die Herren Verleger, heiteren Fefte zu Trianon, Rokokopolitik, wohlmeinende Romantit, weiterspann, daß er aus dem Vorgehen der deutschen Regierung hierzu den Inseratenteil der" Post" zu benutzen, der das geeignetste aber fein Ernst, feine Tiefe, teine Klarheit, unten der dumpfe Groll gegen Kanada die Berechtigung und Notwendigkeit seiner bekannten Mittel ist, im Verein mit einer Besprechung Neuerscheinungen einen dämonischer Gewalten, die in der Brust des Volkes noch mit der Bollunionspläne folgerte. Nach einer Rede Asquiths, die in der guten Absatz zu sichern, was auch besseren Vernunft rangen, und dazwischen eine nichtssagende, steptische, philosophisch sich spreizende Adels- und Bürgerwelt, Fassung des Wolfffchen Telegramms sich als ein Hin- und Herdie in dem eignen Unglauben oder byzantinischer Schmeichelei ver- pendeln zwischen zwei entgegengesetzten Standpunkten ausnimmt, sant, die schließlich dem Umsturz selbst die Pforten öffnete. Als ergriff darauf auch noch der Premierminister Balfour das Wort, diese halb fleritale, halb radikale Stickluft mit schlagenden Wettern um Englands bisheriges Verhalten im deutsch - kanadischen Zollstreit überladen war, dann kam die Stunde, wo alles im Wirbel unter- zu verteidigen. Ihm antwortete Campbell- Bannerman , der ging. Haben unsre Väter etwa mit ihrem kostbaren Blut die Herr- Führer der Liberalen, der sich scharf gegen die Chamberlainschen lichkeit des neuen Deutschen Reichs zu dem gleichen Schicksal er- Wiedervergeltungspolitit" aussprach und treffend die ganze Inrichtet? Wie ein graues Gespenst geht die Sorge darum durch die konsequenz der Chamberlain- Balfourschen Deduktionen nachwies, in Herzen mancher ernsten Patrioten." So schreibt das Blatt der Pastoren, der fromme" Reichs- Kolonien betont werde und dann wieder diese als integrierende denen das eine Mal die völlige fiskalische Unabhängigkeit der Ein Spaltungsgelehrter. Einem künftigen Geschichtsschreiber, der Bestandteile des britischen Reichs hingestellt würden, deren fiskalische den Lektionskatalog der Berliner Universität für das Wintersemester Angelegenheiten zugleich solche des Mutterlandes seien. Entdes Jahres 1903/1904 als Quelle benutzen wird, wird es keinem weder wären die Kolonien fistalisch( zollpolitisch) Zweifel unterliegen können, daß die deutsche Socialdemokratie zu der unabhängig oder nicht, beides zugleich sei undamaligen Zeit gespalten gewesen ist. Denn seit des feligen möglich." Bico von Mirandola Zeiten, der an der Universität Padua ein hochgelahrsam Kollegium ,, De omnibus rebus et quibosdam aliis", über alle Dinge und noch einige andre las, ist es an den Unifitäten Gepflogenheit gewesen, nur über solche Dinge zu unterrichten, die e gistieren.
zur Genüge beweisen.
Manche Herren Verleger werden einem Inserat, wenn sie den Tert ganz ausführlich gestalten wollen und Wert darauf legen, daß die Anpreisung gegen die einer Anzeige vorteilhaft absticht, eine Prospett- Beilage vorziehen. Durch Arrangement des Tertes und wirksame Ausstattung läßt sich ein Prospekt außer ordentlich mannigfaltig gestalten, sodaß er sofort in die Augen fällt und von den Interessenten aufgehoben wird, die auf den Juhalt bei passender Gelegenheit zurückfonumen möchten. Prospekte werden sowohl der Gesamtauflage, als auch nur der Stadt- oder der Postauflage beigelegt. Jede nähere Ausfunft erteilt bereitwilligst Die Erpedition der„ Post" Berlin SW., Zimmerstraße 94. An der Spize des Schreibens werden die Namen sämtlicher Redaktionsmitglieder an den Pranger gestellt. Den Schluß bildet folgendes Nachwort in bunter Plakatschrift:
„ Die Post"
ist in den Hof- und aristokratischen Kreisen vorzüglich eingeführt und im Offiziers, Beamten, Gelehrten- und Lehrerstande nachweislich stark verbreitet:" daher finden
Bücher- Recenfionen die nötige Beachtung und versprechen Bücher- Anzeigen
und Prospekte über Neuerscheinungen, für die sich diese gebildeten und kauffräftigen Gesellschaftskreise bekanntlich sehr interessieren, den besten Erfolg.
bote".
Nach den Drahtberichten nahm die Debatte folgenden Forts
Nach Cranborne führt Grey aus, das Zusammengehen Englands mit Deutschland in China sei ein Fehlgriff gewesen, DeutschIm Wintersemester des Jahres 1903/1904 wird nun Herr tritt dann für eine Verständigung mit Rußland ein. land habe England keinerlei Unterstützung angedeihen lassen. Greh Dade an der Berliner Universität ein Kolleg über „ Die Kolonialsekretär Chamberlain giebt auf die Frage, Spaltung in der deutschen Socialdemokratie" warum die Regierung nach vierjährigem Schweigen in der halten. Man hat vergebens versucht, die Socialdemokratie aus- tanadischen Angelegenheit jetzt schärfer vorgehe, einen historischen einanderzu schreiben. Herr Dade unternimmt es, fie aus Rüdblid über die Angelegenheit und einanderzu lesen. Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei. Es ist stände fagt, die neuen Umlägen in der Drohung der deutschen Regierung, also gegen Herrn Dades Bemühungen nichts weiter einzuwenden, welche in der Depesche des Staatssekretärs Freiherrn von als daß ein solches Hochsommerthema doch nicht in das Winter- Richthofen enthalten sei. Nach dieser Depesche habe die Frage eine semester gehört.
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unendlich größere Bedeutung gewonnen, weil die englische Regierung von der deutschen benachrichtigt worden sei, daß Deutschland nicht allein feine Politik der Wiedervergeltung gegen Kanada noch strenger Die Sächsische Arbeiterzeitung" brachte in ihrer Nummer vom gestalten wolle, sondern daß Deutschland das thun wolle zu dem Die Anpreisung des Inferatenteiles mit gleichzeitigem fanftem 26. Juni eine acht Zeilen umfassende Notiz, die eine Bemerkung besondren Zwecke, jede andre Kolonie zu verhindern, Kanadas Wink, daß die Bücher ja auch recensirt werden, gehört zu dem gegen einige Zeitungen enthielt, welche Betrachtungen darüber an- Beispiel zu folgen. Da auf der kolonialen Konferenz, fährt eisernen Bestande der litterarischen Preßkorruption. Sie bleibt nicht gestellt hatten, welchen Eindruck der Ausfall der Reichstagswahlen Redner fort, deutlich hervortrat, daß alle Kolonien gewillt find, minder verwerflich, auch wenn der Revolver blind geladen sein auf König Georg gemacht haben möge. Das Leipziger Bater- uns in Zukunft Vorzugsbehandlung zu gewähren, so war es eine und sich die Mitarbeiter durch Rücksichten auf den Inseratenprofit in land", Organ des konservativen Landesvereins, offene, gegen uns gerichtete Drohung, daß, wenn wir nicht die der Freiheit ihres Urteils nicht beschränken lassen sollten. glaubte fich aber in empfehlende Erinnerung bringen Kolonien verhindern, uns Borzugsbehandlung zu gewähren, wir Für die Scharfmacher, die ja gut bei Kasse sind, ist es eine zu können, wenn es den Staatsanwalt anläßlich dieser dafür zu leiden haben würden. Ich habe darüber keinen Unwillen wahre Affenschande, daß ihr Leiborgan auf solche Praktiken der Notiz scharf mache, gegen die Sächsische Arbeiterzeitung" bor- oder leberraschung ausgedrückt; ich habe im Gegenteil erklärt, daß Kleinsten Revolverpresse angewiesen ist.- zugehen. Es druckte die Notiz ab und bemerkte dazu:„ Wir be- es mir durchaus natürlich schien, daß. so lange Deutschland glaube, greifen nicht, wie man solche Dinge durchgehen daß unsre Politik nur eine solche des passiven oder überhaupt keines laffen fonnte." Die Denunziation ist auf fruchtbaren Boden Wiederstandes sei, es wahrscheinlich sei, daß die deutschen Staatsgefallen: Am Donnerstag wurde unser Parteigenosse Nitsche, der männer die Politik fortjeßen werden, die nach ihrer Ansicht im verantwortliche Redakteur der Sächsischen Arbeiterzeitung", vor den Interesse des deutschen Handels liegt.
Eine Degradation des Bürgertums".
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Die Politiker des Befizes schwagen gern von der rebellischen Sprache, die ihre Gegner führen im Namen der Bedrückten. Es ist
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