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diene zur Kenntnis, daß dieser Waisenrat eine Institution aus der trugsbruchs mit der sonderbaren Motivierung: es stände im Ver- 1 sammlung in der üblichen Weise. Nach dem Rechenschaftsbericht Zeit des alten verstorbenen Herrn Siemens ist, eine Art Arbeiter- trage nichts davon, daß eine Aussperrung nicht zulässig wäre! betrugen die Einnahmen der Verwaltungsstelle Berlin 8932,99 M., ausschuß, der früher, aus älteren Arbeitern und Beamten der Firma Man vergesse aber augenscheinlich bei dieser fühnen Sophistit, die Ausgaben 8620,71 M., so daß ein Kassenbestand von 312,28 m. gebildet, ein beschränktes Mitberatungsrecht in Wohlfahrts"-Sachen daß ja die Maurer den Vertrag lediglich um deswillen abgeschlossen verbleibt. Unter den Ausgaben befinden sich 1800 m. an die hatte und gleichzeitg als untere Instanz für Beschwerden der Ar- haben, um vor derartigen Aussperrungen seitens der Unternehmer Centraltasse, 167 M. Streit- Unterstügung, 4793,25 M. Arbeitslosenbeiter figurierte.) Die abgewiesene Kommission machte sich nun in Bufunft gesichert zu sein. Es müsse konstatiert werden, daß, so Unterstützung, 358 M. Reise- Unterstützung und 950 M. Krankenzwar auf die Suche nach diesem famosen Waisenrat doch der war lange Verträge im Baugewerbe eristieren, diese von den Arbeitern Unterstützung. Die Lokaltasse vereinnahmte 2626,67 M. und nirgends zu finden. Es wurde zwar dieser oder jener alte Arbeiter allenthalben auch peinlichst innegehalten wurden. Aber von den verausgabte unter anderm an Extra- Unterstüßung für Mitglieder aufgestöbert, von dem man so dunkel vermutete, daß er vielleicht Mit- Unternehmern liegen bereits mehrfache Vertragsbrüche vor. 176,20 m., an andre Gewerkschaften 193,05 m., insgesamt 1902,31 M., glied jener ehrwürdigen Körperschaft sein könne, doch die meisten dieser Um die Ungeheuerlichkeit des die Arbeiter gestellten so daß ein Bestand von 724,36 M. vorhanden ist. Der Streit. Leute waren selbst mehr oder minder im Zweifel darüber, ob der Verlangens richtig zu würdigen, ſtelle man fich doch Reservefonds, aus welchem eventuell Zuschuß zur statuWaisenrat" überhaupt noch existiere bezw. ob sie noch demselben an- nur einmal den umgekehrten Fall vor, wo Arbeiter die Verträge tarischen Unterstützung geleistet wird, weist einen Bestand von gehörten.( Eine nette Illustration zu dem fürzlich veröffentlichten brechen, um die Lohnforderungen andrer Berufsgruppen zu unter- 4771,10 M. Die Mitgliederznhl beträgt 864. Morgenpost"-Erguß des inzwischen bereits gegangenen General- stüßen. Wie würde man da über den Terrorismus der Arbeiter Als Revisoren werden Franz Weiland und Karl direktors Dr. Bödiker über den Wert der Arbeiterausschüsse" landauf, landab Zeter schreien: Man könne es daher im Walter wiedergewählt. Für die fünf Delegierten zu der bei dieser Firma.) Nunmehr griff der Metallarbeiter vorliegenden Falle den Arbeitern gar nicht verargen, wenn vom 20.- 24. September in Berlin tagenden Generalversammlung Verband in diesen Kuddelmuddel ein und suchte Verhandlungen sie die ihnen aufgezwungene Aussperrung mit Lohn werden Bethke, Hasel, Hildesheim , Köhn, Marganzubahnen. Obwohl nun die Firma nicht dem Kühnemänner- Ring forderungen beantworten. In diesem Falle stehen aber die im graf, Misbach, Rummel, Schmey und Welker als angehört, weigerte sich die Direktion, mit dem Verbandsvertreter zu Centralverband organisierten Maurer auch gar nicht allein, denn auch Kandidaten aufgestellt. verhandeln. Darauf legten die in Frage kommenden Arbeiter mit die im christlichen Verbande organisierten Kollegen können eine Hierauf berichteten die Agitationskommissionen über ihre Thätigwenigen Ausnahmen die Arbeit nieder. Jezt mochte der Lohnerhöhung und Arbeitszeit- Verkürzung sehr gut gebrauchen. Sie feit. Bekanntgegeben wurde noch, daß bei einer Firma, Große Generaldirektion doch wohl die Erkenntnis kommen, daß der Streit wissen außerdem, daß nach der Kaltstellung des Central- Verbandes Frankfurterstr. 16, die Bildhauer die Arbeit eingestellt haben und gar zu leicht größere Dimensionen annehmen könne, zumal es auch in die christliche Drganisation ans Messer fäme. Er könne daher die diese Firma als gesperrt gilt. den andern Werfen und Abteilungen der Weltfirma bedenklich gährt. Mitteilung machen, daß auch die christliche Organisation mit den Deshalb hielt es Dr. Berliner, der Nachfolger Bödikers, doch für centralorganisierten Maurern Schulter an Schulter tämpfen werde. Die Rammer hielten am Dienstagabend eine außerordentlich geraten, rechtzeitig eine Einigung mit den Streifenden herbei- Der Kampf sei ein sehr ernster und müsse daher gleich von start besuchte öffentliche Versammlung ab. Diefelbe beschäftigte sich zuführen. Unter der Zusicherung, daß keine Entlassungen noch Maß- vornherein mit großer Schärfe geführt werden. Kein Mittel in der Hauptsache mit der Frage, ob bei der augenblicklich günstigen regelungen stattfinden dürfen, und daß Ueberstunden nur in dringen- wirke so gewaltig auf die Unternehmer, als das Verlassen des Konjunktur die schon seit zwei Jahren vergeblich geforderte Beden Fällen gemacht, und dann mit 20 Pf. Aufschlag vergütet werden Ortes. Daher werden denn auch bereits heute( Mittwoch) abend willigung des Fahrgeldes jezt eventuell durch eine allgemeine Arbeitssollen, erklärten sich die Arbeiter bereit, den Streik zu beenden. 150 Kollegen Kassel verlassen haben! Die andren Unverheirateten einstellung erzwungen werden solle. Die sachliche Berechtigung der Forde Streitbrecher fanden sich nicht, obwohl der Meister Berg vom werden morgen und übermorgen ihr Ränzel schnüren! Die Maurer rung wurde seitens der Lohnkommission damit begründet, daß einerseits Charlottenburger Wert fünf Arbeitern im Alter von 45 bis über werden alle Vorkehrungen treffen, um selbst zum langwierigsten die Steinsetzer schon seit vier Jahren das Fahrgeld bekommen( im 60 Jahren das wenig beneidenswerte Anerbieten machte, auf ihre Stampfe gerüstet zu sein. Zum zweitenmal werden dann die Kaffeler Rayon der Stadt- und Ringbahn täglich 15 Pf., außerhalb das wirkalten Tage noch Streitbrecherdienste zu verrichten. Troßdem ihnen Unternehmer nicht mehr so frivol mit ihren Arbeitsbienen um- lich verbrauchte Fahrgeld) und daß ein kleiner Teil der in Betracht indirekt mit Entlassung gedroht wurde, lehnten sie das Ansinnen des springen und wenn die gegenwärtige Situation von der Kaffeler kommenden Firmen das Fahrgeld freiwillig auch den Rammern Meisters mit Entrüstung ab. Bemerkenswert ist bei der Sache noch Bauarbeiterschaft verstanden und richtig ausgenügt wird, zugestanden habe, andrerseits wurde die Forderung damit befolgendes. Als die Streifkommission unter Vorlegung der Lohn dann ist auch der Sieg auf ihrer Seite! Auch der gründet, daß jezt, wo die Arbeiter das Fahrgeld zu tragen tüten die Direktion auf die miserablen Löhne aufmerksam machte, Vorsitzende der christlich organisierten Maurer, Beder haben, dieselben rücksichtslos heute nach diesem Ende, morgen that lettere selbst höchlichst erstaunt darüber, daß ihre" Arbeiter nur Stassel, hinter welchem etwa 170 Maurer stehen, er- nach jenem Ende von Berlin oder nach außerhalb geschickt werden, so wenig zu verdienen vermochten; die Schuld hieran schob sie auf die flärte ausdrücklich, sie wollten zur schnellsten Beendigung des ohne Rücksichtnahme darauf, daß der Arbeiter eben eine Wochenkarte gelöst Meister. Dabei scheint den Meistern selbst das Feuer auf den Nägeln Kampfes beitragen und sich den Forderungen ihrer hat, die dadurch wertlos gemacht wird. Der Verbandsvorsigende zu brennen. Es ist ihnen nämlich in letzter Zeit von der Direktion ein centralorganisierten Kollegen anschließen. Es noll, sowie eine Reihe weiterer Redner ermahnten in eindrings Revers zur Unterschrift vorgelegt worden, laut dessen in Zukunft eine handelt sich um rund 1200 Maurer, welche von Mittwoch ab in licher Weise, es wegen des an sich verhältnismäßig gerinfügigen Objekts Kündigung ausgeschlossen wird. Damit würden die Kassel feiern! In den nächsten Tagen werden die andren in Betracht nicht zu einem allgemeinen Ausstand kommen zu lassen, bei welchem Antreiber der Firma nummehr selbst in die Klasse der Lohnarbeiter kommenden Gewerkschaften endgültige Stellung nehmen. bestenfalls der materielle Erfolg die Opfer und Kosten des Kampfes hinabgefeßt, die gleich diesen jeder Zeit aufs Pflaster fliegen können. Nach wie vor gilt es für die Bauarbeiter aller gerade aufwiegen würde. Es habe sich aber auch bei den SteinInfolgedessen haben sich die Meister jetzt unter der Leitung ihres Branchen, Kassel zu meiden und Zuzug strengstens fegern gezeigt, daß es wegen feiner Bestimmung des Lohntarifs so Kollegen Wagner vereinigt, um gemeinsam gegen den Revers zu fernzuhalten! oft zu Differenzen gekommen sei, als wegen des Fahrgeldes. Und ,, rebellieren", wie ihr eigner Kunstausdruck stets in Bezug auf bei den eigenartig gelagerten Arbeitsverhältnissen in Berlin und Der Maurerstreik in Blauen dauert fort. Wesentliche Ver- Umgegend sei auch beim besten Willen keine Fassung der streifende Arbeiter lautet. änderungen sind nicht zu verzeichnen. Die Unternehmer machen Fahrgeldklausel zu finden, die nicht zu Differenzen Vertoloffale Anstrengungen, Streifbrecher heranzuholen. Am Ende der anlassung gäbe. Die Steinsetzer feien auch bereit getvesen, vorigen Woche und am Anfang dieser Woche war Zuzug aus Böhmen die Fahrgeldbestimmung eventuell gänzlich fallen zu lassen, und aus Chemnitz zu verzeichnen. Der Zuzug aus Böhmen besteht wenn die Unternehmer in andrer Hinsicht Entgegenkommen meist aus solchen Leuten, welche bei Beginn des Streifes abgereist gezeigt hätten. Andre Redner forderten in stürmischer Weise den sind. Jetzt lassen sich diese Leute durch Briefe der Unternehmer mit fofortigen Eintritt in den Streit. Nach langer und oftmals sehr der Behauptung, daß der Streit vorbei sei, wieder herlocken. Auch unruhiger Debatte und nachdem auch die Lohnkommission erklärt der Zuzug aus Chemnitz ist nur durch solche erbärmlichen Mittel möglich hatte, daß sie angesichts des Verhaltens eines Teiles der Versammgewesen. In einem solchen Falle haben die Betrogenen gegen den lungsteilnehmer die Arbeitseinstellung nicht empfehlen könne, wurde Unternehmer Schadenersatzklage beim Gewerbegericht eingereicht. mit allen gegen eine Stimme der Beschluß gefaßt, daß die LohnDie Zahl der Streifbrecher hat zwar wiederum zugenommen, es hat tommission sich an die einzelnen Firmen wenden und versuchen solle, Der Streit der Stahlformer im Lindener Eisen- und Stahlwerk dies aber im allgemeinen bei der kolossalen Bauthätigkeit wenig Be auf dem Wege der Unterhandlungen die Bewilligung des Fahrgeldes ( Hannover - Linden) ist mit wesentlichem Erfolge für die Arbeiter deutung. Es fehlen jetzt immer noch 1400 Maurer, ehe die Zahl zu erlangen. Der Verbandsvorsitzende Knoll empfahl noch, überall beendet. Die Ursache war folgende: In der betreffenden Abteilung derer voll wird, welche vor Beginn des Streiks hier beschäftigt waren. wo es sich um Arbeit außerhalb Berlins oder außerhalb des Wohnherrschte früher sogenannter Lohnaccord". Vor einiger Zeit erklärte Soll aber die Arbeit, welche in den letzten vier Wochen liegen geblieben ortes des Unternehmers handele, die Bezahlung des Fahrgeldes auf nun die Direktion, es werde Stüdaccord" eingeführt, ohne ist, noch nachgeholt werden, dann muß die Zahl der fehlenden Maurer dem Wege der Massentlage zu erreichen zu suchen, da es rechtlich fich jedoch irgendwie auf die Ausschußfrage und gegenseitige Preis- noch höher in Rechnung gestellt werden. Zu neuen Bedingungen faum zweifelhaft sein dürfte, daß in solchen Fällen die Unternehmer vereinbarungen einzulaffen. Die Arbeiter, welche vorstellig wurden, arbeiten 250 Mann. Die bürgerliche Presse Sachsens hat bereits ohnehin Fahrgeld zu zahlen haben. Wegen der stetig sich steigernden erhielten die stereotype Antwort, daß der, dem es nicht passe, eben Ende der vorigen Woche fälschlicherweise den Streit als beendet ge- Unruhe mußte sodann die Versammlung geschlossen werden. gehen könne. Darauf wurden die Vertreter des Deutschen meldet. Es ist zu bedauern, daß noch manche Arbeiter auf solche Metallarbeiter- Verbandes bei der Direktion borstellig; fie Preßmanöver hineinfallen, und damit den streikenden Arbeitern den wurden jedoch kurzerhand zur Thüre hinauskomplimentiert. Infolge- Kampf erschweren. Nach wie vor ist der Zuzug von Plauen streng deffen legten sämtliche Stahlformer, 31 Mann, sowie ca. 45 Kernmacher, fernzuhalten. Alle Arbeiterzeitungen werden freundlichst um Abdruck Buzer und Hilfsarbeiter die Arbeit nieder. Darauf hatte die gebeten. Direktion nicht gerechnet, glaubte jedoch mit der Androhung, daß sie das Werk schließen werde, noch Erfolg zu haben. Als jedoch Tag Auflösung des ungarischen Landtages. um Tag verging und die Kommission der Arbeiter der Direktion In der Prag - Vysocaner Gummiwarenfabrik ist ein Konflikt Budapest , 30. Juli. ( B. H. ) Wie verlautet, beschloß die Res erklärte, ehe nicht endgültig geregelte Verhältnisse herrschen, werde zwischen der Fabrikleitung und der Arbeiterschaft ausgebrochen. Die gierung, das Abgeordnetenhaus trop des Erler- Zustandes auftein Former anfangen, bequemte sich die Direktion, die Kommission Arbeiter fordern Anerkennung der Organisation und des Fabrik- zulösen. Der Arbeiter zu Einigungsvorschlägen zu ersuchen. Dies lehnten Arbeiterausschusses. Die Betriebsleitung hat eine diesbezügliche, jedoch die Arbeiter ab und nun gings auf einmal bei der Direktion. erst anfangs Juli durch einen Streit herbeigeführte Vereinbarung Sie betvilligte einen garantierten Stundenlohn von 40 Bf. für alle gebrochen. Zuzug ist fernzuhalten. Fälle, für ältere Former und für Junggesellen( bis zu einem Jahre aus der Lehre) von 35 Pf., ebenso vorherige Vereinbarung über den Accordpreis. Außerdem gab die Direktion die bindende Zusicherung, sobald die Beschäftigung wieder eine etwas bessere sei, die Tagelöhne der ungelernten Arbeiter aufzubessern. Daraufhin wurde der Kampf, der, wie wir auch anerkennen wollen, seitens des Werkes nicht mit den allgemeinen Scharfmacherpraktiken geführt wurde,
Zur Lohnbewegung der Feilenarbeiter. In der am Mittwoch abgehaltenen Versammlung teilte die Lohnkommission mit, daß der neue Tarif am Montag sämtlichen Arbeitgebern eingehändigt worden ist. Eine endgültige Antwort darauf ist nur vereinzelt erfolgt. Die meisten Arbeitgeber machten ihre Bewilligung resp. Ablehnung von dem im Laufe dieser Woche zu fassenden Beschluß der Innungsversammlung abhängig. Zu einer etwaigen Verhandlung vor dem Einigungsamt ist den Beteiligten bisher noch keine Einladung zugegangen.
beendet.
Deutfches Reich.
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Husland.
Letzte Nachrichten und Depefchen.
Soldatenmißhandlungen.
Magdeburg , 30. Juli. ( B. H. ) Der Lieutenant b. Schrader Ein Generalstreit steht abermals für Barcelona bebor. Das vom Infanterie- Regiment Nr. 27 in Halberstadt hatte Wolffiche Telegraphen- Bureau meldet: In einem öffentlich verteilten, sich heute vor dem hiesigen Seriegsgericht wegen Mißvon den Arbeitervereinigungen unterzeichneten Flugblatte wird allen handlung untergebener in mehreren Fällen, wodurch Arbeitern angeraten, den allgemeinen Ausstand am 3. August zu das Leben derselben gefährdet war, zu verantworten. beginnen und ihn fortzufezen, bis die festgenommenen Arbeiter Die Verhandlung erfolgte unter Ausschluß der Deffents wieder in Freiheit gesezt seien. Die Drganisationen, um die es lichkeit. Die Verurteilung zu zwei Monaten drei sich handelt, sind zumeist anarchistische. Tagen Festung erfolgte wegen Nicht beachtung der Vorschriften.
Sociales.
Lohnbewegung in Thüringen . In Ruhla in Thüringen find bei der Firma Gebr. Thiel, Uhrenfabrit, 41 Mann wegen der Zugehörigkeit zum Verbande entlassen worden. 40 nicht gekündigte Arbeiter erklärten sich mit den Gemaßregelten solidarisch. Die Fabrikaufsicht in Dänemark . Aus dem fürzlich erschienenen Zur Bauarbeiter- Aussperrung in Kassel wird gemeldet, daß die Bericht der dänischen Arbeits- und Fabrikaufsicht im Finanzjahr Einigungsbemühungen des Herrn Stadtfyndifus Dr. Brunner zu 1902-1903 iſt zu ersehen, daß die Zahl der in den der Aufsicht bon beschäftigten Kinder einem Erfolg noch nicht geführt haben. Herr Dr. Brunner sezt unterstellten Betrieben
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Der Unteroffizier Karl Weiß von der 10. Com pagnie desselben Regiments wurde wegen Mißhandlung in 13 Fällen zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.
Bosen, 30. Juli. ( W. T. B.) Der Kaiser hat folgendes Teles gramm an den Oberpräsidenten der Provinz Posen gerichtet:" Ich im freue mich, aus den Meldungen zu ersehen daß schwere Schäden nicht feine Bemühungen fort. Von den Malern und Anstreichern vorigen Berichtsjahr auf 3171 zurückgegangen ist. Betriebe erfolgten. Für die durch Näffe betroffene Bevölkerung habe ich den find jetzt 325 ausgesperrt. 60 organisierte haben auf Verlangen mit Kinderarbeit wurden jedoch Ende des Jahres 1902 527 Finanzminister angewiefen 270 000 M. zur Verfügung zu stellen. Ebenihrer Arbeitgeber einen Revers unterschrieben, wonach sie aus dem gegenüber 379 Ende 1901 gezählt. Diese Zunahme ist lediglich darauf falls werde ich persönlich Ihnen eine Summe zugehen lassen." InBerbande austreten und konnten danach weiter arbeiten. Der Ver- zurückzuführen, daß jetzt alle Betriebe mit über fünf Arbeitern der dem der Oberpräsident dies veröffentlicht, fügt er hinzu, daß der band unternimmt sofort Schritte, um diese eigenmächtigen Tattifer Aufsicht unterstellt sind, damals nur Fabritbetriebe. Da in den neu Kaiser aus Anlaß der Ueberschwemmungen in der Provinz Bosen an ihre Pflicht zu erinnern. Es geht aus diesem Vorgehen der einbezogenen Handwerksbetrieben ca. 200 Kinder thätig sind( teil- eine persönliche Gnadenbeihilfe von 5000 Mart beMeister mit Evidenz der eigentliche Grund der Aussperrung hervor: weise als Laufburschen), so ist die Zahl der in den Fabrikwilligt hat. die beabsichtigte Lahmlegung der Arbeiter- Organi- betrieben thätigen Kinder thatsächlich um ca. 300, Czernowis, 30. Juli. ( B. H. ) Infolge Wollenbruchs find fationen! Außer den Obengenannten arbeiten noch 70 unorganisierte oder 10 Prozent zurückgegangen. zahlreiche Flüsse aus den Ufern getreten. Die Ortschaft Waschhout Maler und Anstreicher weiter. Am Sonnabend kommt der Vor- Zur Anbringung von Schußvorrichtungen anist gänzlich überschwemmt. 80 Häuser wurden unter Wasser gesezt, fizende des Centralverbandes der Maler und Anstreicher, Dobler- gefährlichen Maschinen mußten in 27 Fällen die Unter- mehrere stürzten ein, viele andre sind dem Einsturz nahe. Die Ernte Hamburg , nach Kassel , und dann wird eine Versammlung darüber nehmer durch das Einschreiten der Behörde gezwungen werden. In ist völlig vernichtet, der Schaden enorm. befinden, ob die Aussperrung mit Lohnforderungen beantwortet sehr vielen Fällen mußte aus hygienischen Rücksichten ein- Konstanz , 30. Juli. ( B. H. ) Das hiesige Bezirksamt hat den wird. In entschiedenster Weise haben die Maurer nunmehr zu geschritten werden. Statt der 300 Rubitfuß Luftraum, die für jeden aus Ungarn gebürtigen socialdemokratischen Schlosser Paul ihrer Aussperrung Stellung genommen. Sie sind sich Dienstag in Arbeiter vorhanden sein sollten in gesundheitsgefährlichen Betrieben, Schlesinger dauernd aus Baden ausgewiesen. einer überfüllten Versammlung einig geworden, eine Lohn- fand man bei einem solchen Betrieb in einem Arbeitsraum 16 Arbeiter mit Odessa , 30. Juli. ( B. H. ) In den Fabriten der Firma erhöhung von 5 Pf. pro Stunde zu verlangen, von 170 Kubitfuß Luft pro Mann, in einem andern Raum 10 Arbeiter altuch und in einer einem Franzosen gehörenden welchen 2, f. sofort nach Wiederaufnahme der Arbeit gezahlt werden mit 80 Rubitfuß, und in einem dritten Raum 6 Arbeiter mit abril ist wegen Lohndifferenzen ein Streit ausgebrochen. sollen und die restlichen 2½ Pf. mit Beginn der nächstjährigen Bau- 100 Kubitfuß Luft pro Mann. Der Unternehmer mußte erſt durch Auch die Führer und Kondutteure der Straßenbahn periode. Zum gleichen Termin soll auch eine Verkürzung der eine Geldstrafe von 200 Kronen gezwungen werden, Abhilfe zu streifen, so daß der Straßenbahnverkehr völlig stodt. bisher no ch zehnstündigen Arbeitszeit auf schaffen. In 49 Fällen mußten Unternehmer zur Herstellung London , 30. Juli. ( W. T. B.) Unterhaus. Bei der Be91 Stunden Plas greifen. Sonstige Forderungen glaubte man von Notausgängen mit Rücksicht auf Feuersgefahr gezwungen sprechung des Kolonialetats ergreift Chamberlain in aus taktischen Erwägungen zurückstellen zu sollen. Erst nachdem die werden. In 46 Betrieben mußte wegen Ueberfüllung der Arbeits- Beantwortung mehrerer Anfragen das Wort und führt bezüglich der vorgenannten Lohnforderungen die begeisterte Zustimmung der Ver- räume eingeschritten werden und in sehr vielen Fällen eine Ber- age in Südafrika aus, eine der größten Schwierigkeiten mit fammlung gefunden hatten, nahm auch der anwesende Borsigende des befferung der Ventilation verlangt werden. Auf 36 Plägen wurden denen England zu rechnen habe, seien nicht die Beziehungen zwischen Centralverbandes, Bömelburg- Hamburg , Bömelburg Hamburg, das Wort, in- Ventilationsverbesserungen größeren Umfangs verfügt. Im Bericht den Engländern und Boeren, sondern die Beziehungen der bem er ausführte, er habe vor der Abstimmung des wird ausdrücklich darüber geklagt, daß bei Anlage großer Fabriken Boeren unter sich. Er glaube, daß es noch notwendig sei, nicht gesprochen, weil jeder Schein der Be so wenig Rücksicht auf rationelle Zufterneuerung genommen wird. daß der Regierung von Transvaal eine starte Gewalt einflussung vermieden werden müßte. Der Vorstand hatte Die Entfernung gesundheitsgefährlicher und schmuziger zur Verfügung stehe, und tein Interesse daran, die Haltung der Kaffeler Maurer in Tapeten mußte in 41 Fällen verfügt werden. Oft waren die Verfügung stehe, und wenn es sich herausstellen sollte, daß die Versöhnungspolitik vergeblich gewesen sei, man nicht zögern, dieser odiofen Angelegenheit irgendwie zu beeinflussen. Nun aber Aufsichtsbeamten genötigt, genaue Anweisungen über so einfache würde Gewalt diese zu gebrauchen der Beschluß, den Vertragsbruch der Unternehmer mit Lohnforde- Sachen, wie die Reinigung der Wände und Fußböden von Staub und die Unruheftifter au berbannen. Er lege dem Briefe rungen zu beantworten, einstimmig gefaßt sei, wird er selbstredend und Schmutz zu geben. General Bothas, der sich über die Lage in Südafrika beschwerte, auch die Zustimmung des Centralvorstandes finden. Mit der Anteine Bedeutung bei und meinte, daß der Brief den Einfluß Bothas drohung der Aussperrung hätten die Unternehmer ganz unerfüllbare verringern werde. Forderungen an die Bauarbeiter gestellt, und sie mußten dies auch Anina, 30. Juli. ( B. H. ) Da die Direktion alle wissen, da die eine Gewerkschaft der andren in ihre Angelegenheiten Der Centralverein der Bildhauer hielt am Dienstag feine Forderungen der Arbeiter ablehnt, sind nunmehr außer absolut gar nichts dreinzureden habe. Merkwürdigerweise verwahren Generalversammlung im Gewerkschaftshause ab. Das Andenken der den eignen Arbeitern auch sämtliche Bergarbeiter in den sich die Unternehmer noch gegen den berechtigten Vorwurf des Ver- verstorbenen Mitglieder Böschel und Ebeling ehrte die Ver- Streit eingetreten. Die Ruhe wurde bisher nicht gestört. Berantwortl.Rebakteur: Julius Kaliski in Berlin . Inseratenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt.
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Verfammlungen.