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Arbeiter und Produktivgenossenschaften, 153 industrielle Produktiv-| im Kampfe mit den Gegnern. So weit wäre alles gut! Süßfind

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Beleidigende Beschwerdeschrift. Vom Schöffengericht wurde genossenschaften, 454 Arbeitsgenossenschaften für Transportwesen wurde als gewählt proklamiert und die Angelegenheit war erledigt. Laudtags Abgeordneter Genosse Schauder in Ohrdruf wegen Be und öffentliche Dienste, 48 Baugenossenschaften, 350 Genossenschafts- Vorige Woche nun tauchte ein Gerücht bestimmt auf, wonach die leidigung des Herrn Dr. Stühler zu einer Geldstrafe von 30 M. banken, 25 Versicherungsgenossenschaften, 138 landwirtschaftliche Gegner furz vor der Wahl ein längere Zeit zurückliegendes geschäft- verurtheilt. Im Herbst 1902 hatte Sch. eine Beschwerdeschrift an Absatz- und Einkaufsgenossenschaften und 13 Unterrichtsgenossen- liches Unglück des Genossen Süßkind übertrieben und zu ihren das herzogl. Staatsministerium gesandt, worin er sich über Herrn schaften. unjauberen Zwecken aufgeputzt gegen ihn auszuschlachten ent- Bürgermeister Röter und Herrn Dr. Stühler beschwerte. In der Aus den Verhandlungen des Kongresses, bei denen die Verbands- schlossen seien. Auf Anraten des Wahlfomitees legte Genosse Süß- Beschwerdeschrift sollte die Beleidigung enthalten sein. angelegenheiten einen breiten Raum einnahmen, heben wir den Be- find seine Kandidatur nieder, um nicht der Anlaß zu einem unnötig Genosse Schauder wird sich in Zukunft seine Beschwerden über schluß über die Beziehung zwischen Genossenschaft und Gewerkschaft erbitterten und erschierten Wahlkampf zu sein. Dieser Rücktritt Beamte für den Landtag aufsparen. hervor. Es wurde mit großer Mehrheit eine Tagesordnung Süßkinds wurde von den Genossen so aufgefaßt, als Beleidigung eines Geistlichen. Gegen die früheren verantwort Murialdi angenommen, die den Grundsak aussprach, Genossen- ob er durch einen unzulässigen Druck erzwungen worden und als ob lichen Redakteure des polnisch socialistischen Blattes Gazeta fchafts- und Gewerkschaftsbewegung wären beide Mittel zur Be- Süßkind Unrecht geschehen sei. In ihrem vermeintlich verlegten robotnicza" in Kattowiz. Trabalsti und Wojciechowski, verhandelte freiung der Arbeiterklasse und hätten eine gemeinsame Rechtsgefühl setzten sie die Wiederaufstellung Süßkinds durch und am Mittwoch die Straftammer in Beuthen ( Oberschl.) wegen Be­Wirksamkeit zu entfalten; die Genossenschaften hätten daher den dieser nahm die Wiederwahl an. Das Auffällige dieses Vorganges leidigung des Propstes Gustowski in Opaleniza( Provinz Posen ). Arbeitskammern( Gewerkschaftskartellen) beizutreten. Jede der Arbeits- versteht man erst, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die Ver- Die Angeklagten erklärten, den Beweis der Wahrheit für die in zwei kammer beitretende Genossenschaft muß ihren Mitgliedern zur Pflicht öffentlichung des Rücktritts im Einverständnis mit dem Genossen Artikeln aufgestellten Behauptungen, die sich auf angeblich un­machen, sich in die Gewerkschaft, die ihrem Beruf entspricht, ein- Süßtind erfolgt war, und daß die gesamte badische bürgerliche Presse erlaubte Verwendung von Kirchengeldern bezogen, nicht führen zutragen; ferner ist die Genossenschaft verpflichtet, als Arbeitgeberin davon Notiz genommen hatte. die Gewerkschaftstarife zu zahlen, keine Ausbeutung eines Arbeiters durch den andern in ihren Betrieben zuzulassen, und einen Teil ihres Reingewinnes zu Gewerkschaftszwecken zu verwenden.

Damit dieser Beschluß ausführbar werde, müssen die Arbeits­fammern selbst erst zu der Frage Stellung nehmen. Auf ihrem letzten Kongreß hatten sie beschlossen( wie übrigens die Genossen­schaften ihrerseits auch), daß der Eintritt der Genossenschaften in die

Arbeitskammern nicht wünschenswert wäre.

England.

Die Pinkertons Chamberlains.

Die Polizei scheint sich ja einer musterhaften Objektivität, be­fleißigt zu haben, indem sie zwei der handgreiflich insultierten Redner verhaftete und die freiwilligen(?) Zoll- Pinkertons Chamber­lains laufen ließ. Oder handelte es sich hier nur um eine Schutz­haft"?- Norwegen .

Diese schwankende Haltung seines Partners hat nun den Genossen zu können und sprachen ihr Bedauern über die beleidigenden Dreesbach veranlaßt, von seiner Kandidatur zurückzutreten. Ob das Vorwürfe aus. Der Mann Gottes sah sich jedoch nicht veranlaßt, den notwenig war, mag hier unerörtert bleiben. Jedenfalls wählte die Strafantrag zurückzuziehen, und so wurde der bisher unbestrafte Trabalsti zu vier Monaten, der gegenwärtig eine einjährige am Mittwoch abgehaltene Versammlung an Stelle Dreesbachs den Gefängnisstrafe wegen Preßvergehen verbüßende Wojciechowski zu Genossen Lehmann als andren Kandidaten. Dreesbach beharrte weiteren sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Der Verfasser der ämlich auf seinem Rücktritt und begründete ihn mit der Ueber- Artikel, der Uhrmacher Edmund Kups, war vom Termin aus­bürdung, die ihm seine Stellung als Stadtrat und Reichstags geblieben, da er in Krakau erkrankt ist. Es wurde gegen ihn Ver Abgeordneter auferlege. Die Affaire Süßkind sei nur der äußere Anlaß gewesen. Aber es ist klar, daß Dreesbach zum Ausdruck hängung der Untersuchungshaft und gesonderte Verhandlung be schlossen. bringen will, wie wenig er mit Süßfinds Haltung einverstanden ist. So liegen die jetzt erledigten Dinge. Mit Revisionismus und Stadikalismus haben sie absolut nichts zu thun.

Gewerkschaftliches.

Internationale Streifstatistik.

Der Frankfurter Zeitung " wird aus London telegraphiert: Im Kampf für und gegen Chamberlains 3oll- Die Versammlung sprach übrigens dem Genossen Dreesbach in borschläge ist am letzten Mittwoch zum erstenmal Blut ge- einer Resolution ihr uneingeschränktes Vertrauen aus und Dreesbach Nach einem scharfen Aufstieg im August ist, nach der Arbeits flossen. Der socialdemokratische Bund veranstaltete vorgestern richtete zum Schlusse noch eine aufmunternde Ansprache an die Ver­abend an einer Straßenede eine Versammlung, eine rote Fahne war ſammlung, nunmehr in altgewohnter Einigkeit in die Wahlagitation markt- Korrespondenz", die Streitbewegung im September fast wieder einzutreten. bis auf den Stand vom Juli zurückgegangen. Die Zahl der Streit­aufgepflanzt, etiva 300 Personen waren anwesend. Die Menge begann zu lärmen und zu toben, als der Redner meldeten, wird noch geschrieben: In dem Verstorbenen verliert nicht fammengenommen nur wenig geringer, als im Auguſt. Ueber Philipp Haas in Mainz , dessen Tod wir vorgestern fälle war allerdings in Deutschland , Frankreich und England zus Es Chamberlain allzu scharf tritisierte. Man vernur die Mainzer, sondern auch die hessische Socialdemokratie einen im September 101 begannen nämlich Streits gegen 103 fuchte die Plattform zu stürmen und die rote Fahne wegzunehmen. ihre unermüdlichsten und pflichttreuesten Kämpfer. Seit seiner Die Zahl der Beteiligten das Bei dem nun entstehenden Handgemenge wurde einer der ehrzeit gehörte er unsrer Partei an. Haas war ein gelernter im vorhergegangenen Monat. ist in England und Frankreich ganz be= Redner schwer verlegt. Die Polizei schritt ein und ver= Buchdrucker und als solcher ein eifriger Gewerkschafter. Lange Jahre gegen bekleidete er den Posten eines Gauleiters des Deutschen Buch- trächtlich, nämlich von 28 285 im August auf 14 762 im haftete zwei Redner. und wirkte für dessen Interessen. Dabei September zurückgegangen, während die Zahl der Streifenden drucker- Verbandes zeichnete er sich dadurch aus, daß er nie das große im Monat Juli 12 061 betragen hatte. Lebhafter war im politische Ziel der Arbeiterbewegung aus dem Auge verlor. Mit September die Streitbewegung noch in Italien . dem allen Mainzern eignen Frohsinn verband Jn Nizza persönliche Bescheidenheit. Nie drängte er sich irgendwo vor oder der Kohlenarbeiter, in Mailand die Bediensteten der Mailänder er eine große streiften die Hafenarbeiter und Straßenfehrer, in Genua ein Teil suchte er in der Arbeiterbewegung Selbstzwecke. Als die Redaktion der Mainzer Volkszeitung" verwaist war, bedurfte es großer leber- Nordbahngesellschaft. Der legtgenannte Streit, der zur teilweisen Die Finanzverhältnisse des norwegischen Staates Tassen erkennen, redung, um ihn zur Uebernahme des Postens zu bewegen; dasselbe Betriebseinstellung auf den betreffenden Strecken führte, drohte Die Angestellten der daß die wirtschaftliche Krise, die das Land seit mehreren Jahren war mit dem Landtagsmandat der Fall, das er mir unter dem zunächst größere Dimensionen anzunehmen. heimsucht, noch nicht überwunden ist. Im verflessenen Budgettermin Zwang der Verhältnisse übernahm. Er wußte, daß er dabei nicht Adriatischen und der Mittelmeerbahn bekundeten gleichfalls die 1902-1903 beliefen sich die gesamten Staatseinnahmen auf nur persönliche, sondern auch gesundheitliche Opfer bringen mußte. Abficht, in den Ausstand einzutreten. Die Entschlossenheit der 99 916 000 Sr., während die Ausgaben 102 450 000 Str. betrugen, Denn Haas litt seit längerer Zeit schon an der Buchdruckerkrankheit", Regierung aber, bei Ausbruch des allgemeinen Streits sofort also eine Unterbilanz von 2 534 000 r. Die Malzsteuer hat und durch die anstrengende redaktionelle und parlamentarische Thätig eine Militarisierung der Angestellten durchzuführen, verhinderte 1059 000 Str. weniger als vorausberechnet ergeben, die feit wurde dieser Zustand nur verschlimmert. In den letzten Monaten Staatsbahnen haben 651 000 kr. weniger, die Zölle 430 000 kr., die wuchs fich sein Leiden so aus, daß er nicht mehr die Redaktions - noch im letzten Augenblicke, daß die Bewegung weitere Kreise zog. Stempelsteuern 271 000 Str. weniger ergeben. Dagegen haben die thätigkeit ausüben konnte. Haas hat nur ein Alter von 49 Jahren Daraufhin gaben auch die noch Streikenden ihren Widerstand auf, nahmen die am ersten Tage des Ausstandes von der Nordbahn­Branntweinsteuer 227 000 r. mehr als berechnet und die Erb- erreicht. An seiner Bahre trauern eine Witwe mit zwei Kindern. Steuer 108 000 sowie die Gerichtssportelit 199 000 kr. mehr ergeben. Irrfinnig geworden ist der ehemalige Parteigenosse Schender- Gesellschaft angebotenen Verbesserungen an und kehrten zur Arbeit Der Bestand der Staatskasse betrug zu Beginn des Budgettermins lein in Greiz , seiner Zeit Expedient des dortigen Parteiblattes. zurück. In Spanien streiften die Arbeiter mehrerer Braunkohlen­23 294 000 Sr., am Schlusse des Termins 20 760 000 Sr. Er wurde dadurch der weiteren Deffentlichkeit bekannt, daß er nach gruben bei Barcelona , in Barcelona felbst die Straßenbahn- Angestellten, Der Budgetvorschlag für 1904-1905 bilanziert in seiner Ausschließung aus der Partei eine Schmähschrift gegen die in Madrid etwa 3000 Eisenbahnarbeiter. Die russische Streik­Einnahme und Ausgabe mit 95 200 000 Str. Die Einnahmen aus Partei schrieb, die geschäftigen Schreibern als willkommenes Ent- bewegung hat gegenüber dem August abgenommen. Ver Zöllen find auf 35 000 000 r. veranschlagt. Die Ausgaben für hüllungsmaterial diente und weidlich ausgenugt wurde. Der arme einzelt streiften noch Arbeiter der Eisenbahn- Werkstätten. Von die Armee find auf 12 841 800 kr., die für die Marine auf franke Enthüller" wurde in der Irrenanstalt Untergölßsch unter- neuen Streiks ist besonders der der Seger in Moskau bemerkens. 3 945 300 Kr. berechnet. gebracht. wert, die am 22. September die Arbeit niederlegten, um eine Lohn Polizeiliches, Gerichtliches ufw.

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Rußland.

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Berlin und Umgegend.

Mißstände in einer Papierfabrit hatte der Genosse Eberle erhöhung von 20 Proz. durchzusetzen. Die Ausständigen verlangten Ein eigenartiger Volksreduer. Aus London wird gemeldet: in Elberfeld im dortigen Parteiblatte fritisiert, nachdem ihm der außerdem eine hygienische Verbesserung der Werkstätten, Ein Der Minister des Innern, Herr von Plehwe, hat es, wie Arbeiter Müller das Material dazu geliefert und nach eindring- schränkung der Arbeitszeit und für die Zeitungssetzer Sonntagsruhe. Standard" aus Kiew meldet, für politisch flug gehalten, in der lichem Vorhalt alles als wahr bezeichnet, ihm auch erklärt hatte, Ein großer Streit, der gleichfalls das graphische Gewerbe betrifft, Person des Generals Bogdanowitsch, eines Mitgliedes daß er beim Gewerbe- Inspektor Anzeige gemacht habe, ohne daß begann am 28. September in den Vereinigten Staaten . des Departementsrats im Ministerium des Innern, einen etwas geändert worden wäre. Müller hatte sich selbst öffentlich So ziemlich in allen größeren Städten legten die Schriftgießer die Friedensapostel in die unruhigen Industrie- als den Urheber des Artikels bezeichnet. Auf Antrag des Arbeit nieder. Der Streit wurde um die Anerkennung der bezirke Süd- und Südwestrußlands zu entsenden, um unter den Fabrikanten erhob der Staatsanwalt gegen Eberle und Müller Organisation geführt, nachdem eine Lohnforderung von den Arbeitern gegen die für das nächste Jahr angedrohten großen Beleidigungsklage. Der größte Teil der Behauptungen des Artikels Arbeitgebern bewilligt war. Seit 30 Jahren ist dies wieder der Ausstände und Demonstrationen Stimmung zu machen. wurde durch das Zeugnis des Betriebsingenieurs der Fabrik als General Bogdanowitsch führt unendliche Massen amtlicher richtig erwiesen und es wurde ferner durch die Vernehmung des erste Schriftgießerstreift. Ein überaus umfangreicher Ausstand spielte Litteratur in Gestalt von Flugblättern und Broschüren mit sich, Gewerbe- Inspektors festgestellt, daß auf Grund des Artikels eine sich Ende Auguſt in der Hauptstadt Brasiliens ab. Aus einem alle von besonders dazu ausgesuchten Autoren geschrieben, und soll Revision der Fabrik stattgefunden hat und die Aufstellung eines Textilarbeiterstreit, an dem sich ca. 2000 Arbeiter beteiligten, ent­diese Geisteserzeugnisse unter der Arbeiterbevölkerung und gelegent Ventilators veranlaßt worden ist. Das Gericht verurteilte trotzdem wickelte sich in wenigen Tagen ein Generalausstand mit ca. 20 000 lich auch unter den Bauern, vorausgefeßt, daß sie lesen können, Eberle zu 100 M. Geldstrafe und Müller( noch unbestraft) zu drei Steifenden. Als Forderungen wurden der Achtstundentag und eine verteilen. Außerdem wendet sich der General auch persönlich Monaten Gefängnis. Lohnerhöhung von 40 Proz. aufgestellt. Schon nach wenigen Tagen an die Industrie- Arbeiter, an die er int den Mittags- Bemerkenswert an diesem Prozeß ist noch, daß der Staats- stellte sich aber die Erfolglosigkeit der Bewegung heraus. stunden in den Werkstätten und Fabriken und abends in einem anwalt seine Replik auf die Rede des Verteidigers Rechtsanwalt geeigneten großen Versammlungsraum Ansprachen hält. General Landé mit folgenden Worten einleitete: Bogdanowitsch wurde mit dieser neuartigen und etwas ungewöhn- Ich höre den Herrn Verteidiger gerne reden, es ist aber immer lichen Sendung besonders deshalb betraut, weil er ein hervorragender dasselbe, wie im Reichstag und Landtag. Der Streit und die Aussperrung in der Metallindustrie. Wenn man den Herrn Redner ist. Er bringt auch wirklich in seinen beredten Ermahnungen Verteidiger reden hört, braucht man den Vorwärts" nicht zu lesen. versammlung der Drücker keine wichtigen Veränderungen im Stand Wie zu erwarten war, konnten auch in der gestrigen Streif an seine Zuhörer viel patriotischen Eifer zum Ausdruck, aller Das ist begreiflich, die Landtagswahlen zeigen bereits ihre Spuren." der Bewegung gemeldet werden. Wie unbegründet das Gerede der dings ohne großen Erfolg, denn die Berichte, die von un Eine schwere Strafe wurde über den Genossen Niedlinger Fabrikanten: es sei unmöglich, die Forderungen zu bewilligen, ist, parteiischer und unabhängiger Seite über die Versammlungen vor in Harburg, Redakteur des dortigen Parteiblattes, vom Land- beweist unter andrem die Thatsache, daß der Fabrikant Nieman in liegen, lassen erkennen, daß seine Reden nirgends mit beifälliger gericht Sta de verhängt. In Harburg tobt ein besonders heftiger der Kommandantenstraße, wie gestern in der Versammlung erwähnt Würdigung aufgenommen werden. Man hört ihn mit achtungsvoller Auf- Parteikampf der von den bürgerlichen Gegnern des dortigen Konsum wurde, mit den Arbeitswilligen aus der Provinz, jungen Leuten von merksamkeit an, das ist aber auch alles. Es ist noch der Mitteilung vereins unter der Firma eines Wirtschaftlichen Schußverbandes" 19-21 Jahren, Verträge abgeschlossen hat, wonach sie bei einer wert, daß jeder Leitsaz und jedes Argument, die General Bogdanowitsch verwendet, sofort in den geführt wird. Bei der Reichstagswahl kam der Kampf auf die Höhe, Arbeitszeit von 8-5 1hr 5,50 M. Taglohnerhalten. die wir von unsren Gegnern gewohnt sind. Restripten" behandelt und meistenteils gründlich spielte auch das Unter anderm Wenn aber die eingearbeiteten Berliner Drücker 60 Pf., Gürtler Märchen von der freien Liebe, zerpflückt werden, die von dem Ortsausschuß der Re­alias 55 Pf. Stundenlohn fordern, dann muß die Industrie daran zu volutionären Socialdemokraten" im geheimen herausgegeben und Riedlinger eine Wochenplauderei, worin eine bürgerliche Ehe geschildert sich geweigert, drei Arbeitern, die sich trotz ihrer nicht gerade günstigen Karnickelwirtschaft eine Rolle. In Abwehr dieser Angriffe verfaßte Grunde gehen! Derselbe Fabrikant hat, wie weiter berichtet wurde, verteilt werden. Die revolutionären" Socialdemokraten scheinen übrigens durch die Entfendung dieses Vertreters des Herrn v. Plehive war nach Angaben, die Riedlinger gemacht worden waren, für wirtschaftlichen Lage die Einsperrung nicht gefallen ließen, ihre welche er jedoch die Gewährsmänner, um fie nicht zu Legitimationspapiere herauszugeben, und zweien Kollegen, die sie schädigen, nicht nennen durfte. Ein Ehepaar, das zwar nicht mit mit der Abholung der Papiere betraut hatten, die Thür gewiesen. Namen genannt, aber gemeint war, und ein Freund dieses Ehe- Auf dem Polizeibureau, wohin sie sich dann wandten, um polizei­paares stellten Strafantrag gegen Riedlinger und gegen den andren liche Hilfe zur Erlangung ihrer Invalidenkarten zu erbitten, wurde Redakteur des Blattes, Rühle, als angeblichen Verantwortlichen. ihnen gesagt, daß man feine Zeit habe und kein Beamter hierfür Der Staatsanwalt beantragte gegen jeden der beiden Angeklagten da sei. Wenn nun auch die Polizei keine Zeit hatte, die Arbeiter zu 18 Monate Gefängnis. Das Gericht sprach Rühle frei, weil er ihrem bescheidenen Recht zu verhelfen, so daß sich die Bedauerns­nicht verantwortlich war für diese Plauderei, verurteilte aber werten genötigt sahen, ohne Invalidenkarte auf die Reise zu gehen Riedlinger zu neun Monaten Gefängnis. und sich dadurch der Gefahr auszusehen, als Landstreicher behandelt -Wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen ein zu werden, so hat sie doch reichlich Zeit übrig, um den Unternehmern Strafdelift, dem man uns in den letzten Jahren seltener als früher einen unnötig ausgedehnten Schutz angedeigen zu lassen. Auch in zu unterstellen pflegte ist wieder einmal ein socialdemokratischer Treptow mangelt es der Gendarmerie nicht an Zeit hierzu. Wie Redakteur, Genosse Rauch in Hannover , zu 100 M. Geldstrafe oder berichtet wird, sind dort auch Arbeiterinnen wegen Streit 10 Tagen Haft verurteilt worden. Er hatte in einem Artikel feines postenstehens sistiert worden und es ist ihnen gesagt worden, falls Blattes die preußische Reaktion gekennzeichnet und unter anderm ge- fie sich nochmals in der Elsenstraße blicken ließen, würden fie sagt, die preußischen Gesetze nach der Revolution von 1848 feien 24 Stunden eingesperrt. Der bei der Firma Erich u. Gräß Rache- Akte gewesen, das preußische Parlament habe seine Thätigkeit patrouillierende Gendarm soll den betreffenden Arbeiterinnen jogar ver­darin erschöpft, durch Specialgesetze den Liberalismus völlig aus- boten haben, Brot beim Bäder zu kaufen, damit sie nur zurotten, den Junkern Privilegien zu verschaffen und die herrschenden feinen Grund haben, an der Fabrit vorüber zu gehen. Die Elemente zn bereichern. Die Anklage leitete die Absicht, daß mit Arbeiterinnen lassen sich dadurch jedoch ebenso wenig einschüchtern dem Artikel eine preußische Staatseinrichtung, nämlich das wie ihre männlichen Kollegen und werden ebenso wie diese mit Abgeordneten und Herrenhaus, verächtlich gemacht werden sollte, allen gefeßlichen Mitteln ihre Rechte zu wahren suchen und ihrer weiter daraus ab, daß in dem Artikel gesagt ist, Preußen sei ein Pflicht genügen. unheimliches Dedland. Es habe ein vorhistorisches Staatswesen Der Beschluß der Metall- Industriellen, ihren Arbeitsnachweis und das Herrenhaus sei die wildeste Eingebung eines kranken in der Gartenstraße zu schließen, ist ebenfalls nicht geeignet, die Fürstenhirns. Streifenden auch nur im geringsten mutlos zu machen. Jener Nach­

eher angefeuert als entmutigt zu sein.

Landtagswahl.

Zur Beachtung für die Kreisvertrauensleute!

Wir ersuchen die Kreisvertrauensleute uns an die Adresse von J. Auer, Berlin SW., Kreuzbergstr. 30,

bis zum 1. November kurze Mitteilung zu machen, in welchem un­gefähren Umfange sie Wahlmanns- Kandidaten aufgestellt haben. Ferner ersuchen wir, uns Namen und Parteirichtung der von den Gegnern bisher aufgestellten Abgeordneten- Kandidaten mitzuteilen; soweit bereits unsrerseits Kandidaten aufgestellt sind, bitten wir auch deren Namen hinzuzufügen. Von Neu- Aufstellungen von Abgeordneten Kandidaten oder Abänderung solcher unsrerseits oder seitens der Gegner nach dem 1. November, ersuchen wir uns gleichfalls sofortige Mitteilung zu machen. Das Central Wahlfomitee.

Partei- Nachrichten.

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Ueber eine Differenz unter den Mannheimer Parteigenossen, die anläßlich der Kandidaten- Aufstellung zur bevorstehenden Landtags- Das Gericht erkannte, daß die in der Ausführung liegende Beweis war ja eigentlich nur ein Kontrollbureau für die unbot­wahl entstanden ist, wird der Frankfurter Volksstimme" geschrieben: hauptung, das Parlament habe seit 1850 nichts gethan, als durch mäßigen" Arbeiter. Die Arbeitsvermittlung ist ja so wie so größten­Von den drei Mannheimer Sitzen stehen zwei( Geis und Gesetze den Liberalismus auszurotten und den Junkern Privilegien teils auf andrem Wege, durch die Zeitung, durch persönliche Ver­Dreesbach) zur Wahl. Da mun Genosse Geis seit diesem Frühjahr zu schaffen, eine Entstellung von Thatsachen sei. Die Behauptung, mittlung usw. zu stande gekomunen. Wer von den Unternehmern nach der bayrischen Pfalz verzogen ist, so mußte für ihn daß Preußen noch immer der Spielball der gesetzgeberischen Gewalt Arbeitskräfte nötig hat, wird nach wie vor auch welche einstellen. Ersatz geschaffen werden. Das Wahlfomitee empfahl einen und die Gefeße Nacheafte der siegreichen Reaktionäre von 1848 seien,- Es wurde in der gestrigen Versammlung noch daran Genossen, der in der Versammlung abgelehnt wurde, weil diese sei mehr als wie eine Kritif des Verfassungszustandes aufzufassen. erinnert, daß, als seiner Zeit, vor etwa 6 Jahren, die Metallpreise den langjährigen Stadtverordneten Genossen Albert Süßfind Der ganze Inhalt des Artikels beweise aber deutlich, daß damit stiegen, die Fabrikanten den Arbeitern erklärten, die Accordpreise als fähiger für den Posten und auch wohl als rücksichtsloser anjah Staatseinrichtungen verächtlich gemacht werden sollten. müßten verringert werden, weil sonst die Industrie nicht konkurrenz­