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Oberlieutenant Witte
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Ehebruch
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Rittmeisters Bandel.
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Ehrenwort gebrochen haben soll? Was wissen Sie ferner davon, handlungsf.: Wie ist es mit der Schilderung der Vorgänge im[ Angeklagte an den Rittmeister Hägele und bat ihn, indem er ausdaß Koch und Witte in betrügerischer Weise Wechsel aus Kasino? 3euge: Die sind auch zutreffend. Verhand drücklich betonte, daß er feine Widerrede gegen die Entscheidung gestellt haben sollen?- Beuge: Die Sache mit der lungs f.: Und stimmen auch die Angaben über die Beziehungen seines Borgesetzten beabsichtigte, den Kommandeur um eine AusSchwadronskasse hat das Ehrengericht beschäftigt und die Aften müssen der Frau Oberlicutenant Koch( im Roman Leimann) zu dem kunft darüber zu ersuchen, welche Bewandtnis es mit dieser Sache hier sein. Was die Wechsel anbelangt, so weiß ich, daß solche im Oberlieutenant Witte ( Borgert)? 3euge: Jm allgemeinen wohl. habe. Der Kommandeur fühlte sich trotzdem verlegt und stellte Betrage von mehreren tausend Mark im Verkehr gewesen sind, auf Beide waren früher sehr befreundet, später hat sich das aber infolge Strafantrag gegen Bilse. Das Kriegsgericht nahm eine denen Koch und Witte gegenseitig Bürgschaft geleistet hätten. dieser Beziehungen geändert. Verhandlungsf.: Koch und Widerrede nicht als vorliegend an und sprach den Angeklagten Verhandlungsf.: Sind die Wechsel bezahlt worden? Witte sollen sehr verschuldet gewesen sein. Sie sollen durch einen frei. Das Oberkriegsgericht hob jedoch die Entscheidung Zeuge: Rein. Verhandlungsf.: Das legte Stapitel des chronischen Geldmangel innig miteinander verbunden" gewesen sein. auf und verurteilte den Angeklagten zu einer Woche Stuben Romans, in welchen Koch und Frau Witte nach London fliehen und Beuge: Ja, mir ist bekannt, daß sie stets an Geldmangel litten arrest. dort Selbstmord verüben, ist erfunden?-3 enge: Ja. Vert.: und daß Rechnungen in großer Anzahl gegen sie einliefen, die trotz Da es auch in Bezug auf diese Sache zu Meinungsverschieden Ist es richtig, daß Koch inzwischen beurlaubt ist?- 3euge: wiederholter Mahnungen nicht bezahlt wurden. Verhand heiten zwischen dem Anklagevertreter und der Verteidigung kommt, Ja. Er hat sein Abschiedsgesuch eingereicht und es ist bereits ge- lungsf.: Ist der beantragt ersterer die Verlesung der in Betracht kommenden Urteile nehmigt. Anklagevertr.: Paßt die Personalbeschreibung in und ferner auch die Bekanntgabe der Motive in der Berufungsschrift Bezug auf Koch und Witte?- Beuge: Ja, durchaus. An ein intriganter verlogener Charakter?- 3 enge: So direkt der Anklagebehörde, da diese in der Entscheidung des Oberflagevertr.: Auch daß Witte bei jenem Kostümfest das kann ich das nicht aussprechen. Er hat aber keinen guten friegsgerichts nicht sämtlich gewürdigt worden seien. Dieser Antrag Es ,, heulende Elend" Einfluß auf das Offiziercorps ausgeübt. Verhandlungsf.: wird jedoch vom Gericht nach längerer Beratung abgelehnt. 3 hatte, während gleichzeitig seine Frau mit Koch nach Hause Wissen Sie etwas davon, daß der Kommandeur Fuchs sich bei folgt nunmehr die Vernehmung des ging und dort Ehebruch verübte? 3euge: Ich habe da- Ehrenhändeln schwach und feige gezeigt hat? Beuge: Ich kenne von nichts gesehen, ich weiß nur, daß Koch der Frau stark die nur den Fall Dreesen, weiß jedoch nicht, ob derartige Dinge dabei Er ist ein stattlicher, schwarzer, hochgewachsener Mann und steht Kur schnitt und daß ich ihn wiederholt warnen mußte. in Betracht kommen. Verhandlungsf.: Ist der Apotheker gegenwärtig im 41. Lebensjahre. Er ist Rittmeister und Compagnie Ich glaube aber, daß cr nur unvorsichtig, nicht un- Dicesen ein guter Schütze? Zeuge: Ja. chef im Forbacher Train- Bataillon. Er befindet sich seit dem Jahre ahrenhaft gehandelt hat. Verhandlungsf.: Wie ist es mit dem Verhandlungsf.: Ist der Lieutenant und Regiments- 1891 dort. Verhandlungsf.: Sie haben in sehr intimen unfittlichen Verhältnis" des Lieutenants Habenicht, der im Roman adjutant Habenicht , der im Roman Specht genannt wird, ein un- Beziehungen zu dem Angeklagten gestanden? 3euge: Jawohl, als Lieutenant Specht figuriert. Er soll sich von dem Mädchen haben iittlicher Mensch, der sich von seinem Verhältnis" gewisser er verkehrte sehr viel in meiner Familie. Verhandlungsf.: ctwas unterstützen lassen, indem sie ihm Rebensmittel nach Hause maßen aushalten läßt, gewisse Mädchen in Uniform von der Bahn Haben Sie ihn zu der Abfassung seines Romans an brachte? Beuge: Die Personalien passen nicht ganz auf abholt und mit durchgedrückten Knien zu tanzen pflegt, wie man es gestiftet? Jch bemerke Ihnen dabei, daß Sie die Antwort auf Lieutenant Habenicht. Verteidiger: Ich meine auch, die in den„ Amorsälen" in Berlin fieht? Ist es ferner richtig, daß er eine Frage, durch deren Beantwortung Sie sich selbst der Teilnahme Figur ist so allgemein gehalten, daß sie auf eine ganze Reihe am Morgen nach dem Fastnachtsvergnügen so betrunken gewesen ist, an der unter Anklage stehenden Handlung bezichtigen würden, ver Lieutenants paßt.( Heiterkeit.) Verhandlungsf.: Wie ist es daß er mit dem angeklebten Schnurrbart beim Ererzieren erschien? weigern können. Zeuge: Ich bin in keiner Weise mit dem Lieutenant Bommer? Gilt sein Ebenbild im Leben als Zenge: Es ist viel darüber gesprochen worden. an dem Noman beteiligt und habe den Roman erst kennen ein starker Esser? 3euge: Ja, er ist ein sehr starker Mit den Mädchen hat der Lieutenant es immer sehr gehalten. gelernt, als er mir zugeschickt wurde. Wohl aber haben Esser.( Heiterkeit.)- Verhandlungsf.: Gilt er auch als Verhandlungsf.: In dem Roman wird auch wir viel über die darin besprochenen Verhältnisse konein Krakehler? Zeuge: Nicht, daß ich wüßte.- Ver- das Verhältnis des Oberlieutenants Witte zu Frau Oberlieutenant feriert. Verhandlungsführer: Behandelt der Roman teidiger: Ein Strafantrag von ihm liegt nicht vor. An= Koch Forbacher Verhältnisse? 3euge: Jawohl. Als ich das Buch flagebertreter: Dazu möchte ich bemerken, daß die im Dienst als ein sehr unsittliches hingestellt. Beuge: Von der Seite kenne gelesen hatte, sagte ich dem Angeklagten sofort, daß er vielfach Mißmit dem Angeklagten Gleichen überhaupt nicht zur Stellung von ich es nicht, aber es ist richtig, daß sie viel miteinander ftimmung damit erregen würde. Er erwiderte mir jedoch, es habe Strafanträgen aufgefordert worden sind. Der Verhandlungsführende zu thun gehabt haben. Verhandlungsf.: Sie wollen ihm bei der Abfassung des Romans durchaus ferngelegen, richtet dann an den Zeugen noch die Frage, wie die beiden hier sagen, Sie hatten feinen Anhalt dafür, daß es ein direkt unfittliches irgendjemand damit persönlich treffen zu wollen. berlesenen Führungszeugnisse zu stande gekommen seien, in denen war? 3euge: Ja. Verhandlungsf.: Es wird von der einen Seite behauptet, der Angeklagte als leichtsinnig, gehässig usw. hingestellt werde? Vert: Haben Sie gehört, daß es vielfach als nicht daß der Angeklagte direkt ein Pamphlet geschrieben habe, Der Zeuge bemerkt dazu: Ich hielt Lieutenant Bilse für einen sehr forrett angesehen wurde? 3euge: Jawohl, wenigstens während der Angeklagte voraussetzt, er habe nur die Mißstände in gewandten Offizier, den man überall hinstellen und auf den man in der letzten Zeit. Verhandlungsf.: Haben sich die beiden ge- den Grenzgarnisonen zur Sprache bringen wollen. Zeuge: Ich fich verlassen kann. Aber seinen außerdienstlichen Charakter dußt. Zeuge: Das weiß ich nicht. Verhandlungsf.: Hat möchte das letztere annehmen, weil wir beide viel darüber ge= muß ich als schlecht bezeichnen. Vert: Die erstere man die beiden abends zu später Stunde noch allein auf der Straße sprochen haben, daß die Verhältnisse au der Grenze sehr Ansicht haben Sie auch in früheren Auskünften über den Angeklagten gesehen? 8euge: Ja, es wurde darüber gesprochen. Es kann reformbedürftig seien. Wir wurden dazu angeregt durch Zeitungsvertreten, in denen aber eine Auslassung über das außerdienst sich aber dabei um eine harmlose Begleitung gehandelt haben, denn artikel, die in der Deutschen Zeitung" und in der„ Täglichen liche Verhalten fehlt. Ich möchte Sie deshalb um Koch und Witte wohnten in einem Hause. Verhandlungsf.: Rundschau" erschienen waren. eine Auskunft darüber bitten, ob Ihre Anschauungen über Was wissen Sie davon, daß der im Roman als Lieutenant Kolberg Verhandlungsf.: Sind Sie nicht der Ansicht, daß er auch den Angeklagten früher überhaupt besser gewesen sind und auftretende Lieutenant Block mit der Frau Hauptmann Erdler feine Kameraden etwas schlecht machen wollte? Zeuge: Nein, sich erst nach dem Erscheinen des Romans geändert haben? das halte ich nicht für gut möglich, weil er einer der Wenigen war, 3euge: Jch pflege meine Auskünfte nach bestem Wissen und Gewissen zu erteilen und wenn ich dem Angeklagten früher ein getrieben haben solle? Zeuge: Das habe ich erst im Roman die niemals schlecht über ihre Kameraden gesprochen haben. besseres Zeugnis ausgestellt habe, von dem ich übrigens nicht weiß, ob dieser ehebrecherische Verkehr einmal festgestellt wurde? gelesen. Verhandlungsf.: Wiffen Sie nichts davon, ob erhandlungsf.: Sind die in Betracht kommenden Personen richtig geschildert? Glauben Sie insbesondere, daß der Kommandeur wie es Ihnen bekannt geworden ist, so war eben damals feine 3euge: So allgemein Qualifikation besser. Der Zeuge bestreitet schließlich noch, daß er manns Erdler inzwischen geschieden? Zeuge: Ja. Ver= Zeuge: Nein. Verhandlungsf.: Ist die Ehe des Haupt- Fuchs zutreffend geschildert ist? läßt sich das nicht sagen. den Angeklagten schlecht behandelt habe, und bestätigt, daß gegen handlungsf.: Und sie wissen den Grund nicht?- 3euge: Verhandlungsf.: Wie ist es denn mit dem angeblichen denselben oft Pfändungen stattgefunden hätten. Ueber den Berkehr Es wurde mir allerdings gesagt, das Verhältnis der Frau Erdlez Kneifen" des Kommandeurs? des Angeklagten mit dem Rittmeister Bandel äußert sich der Zeuge mit dem Lieutenant Block habe dabei eine Rolle gespielt. dahin, daß dieser ein sehr intimer gewesen sei und daß Bandel ihm Ist es sichtig, daß Major Fuchs sich in einer Duell- Angelegenheit als ein Mann erscheine, der in seinem Kreise etwas gelten wolle. Schmitt wird in dem Roman unter dem Namen Müller als ein Mir ist in Erinnerung, daß die Frau Rittmeister in dieser Sache Verhandlungsf.: Der Regimentsadjutant Lieutenant hinter der Frau des Rittmeisters Ey versteckt hat? 8enge: wodurch er die Geselligkeit im Forbacher Offizierscorps wesentlich Mann mit ziemlich starkem Appetit vorgeführt. beeinträchtigt habe. Verhandlungsführender: Glauben Sie, daß der 3euge: Ja, das einmal mit Thränen in den Augen zu mir fam und mir sagte:„ Es ist er.( Heiterkeit.) Verhandlungsf.: Er soll in der blieb mir doch nichts andres übrig, ich konnte doch nicht zulassen, Angeklagte unter Bandels Einfluß den Roman geschrieben hat? Zeuge: Ja, ich war von Anfang an der Ansicht, daß beide daran Trunkenheit händelsüchtig sein. Zeuge: Das wohl weniger, aber daß der Apotheker den Familienvater Fuchs über den Haufen schoß! gearbeitet haben. er pflegt an Größenwahn zn leiden. Verhandlungsf. Er- Verhandlungsf.: Wissen Sie nichts Näheres von der flärt sich das vielleicht auch daraus, daß er Regimentsadjutant ist? Sache?-8euge: Nein, ich weiß mur, daß eine Zeitlang das Zweiter Verhandlungstag. 3euge: Ja.( Heiterkeit.) Berbot bestand, den Apotheker zu besuchen, und daß dieses Verbot Vorhandlungsf.: Grinnern Sie sich der in dem Roman ge- unter einer gewissen Einschränkung wieder aufgehoben wurde. Der Angeklagte Lieutenant Bilse erscheint auch heute unbefangen schilderten Scene, wo Lieutenant Schmitt in betrunkenem Zustande Verhandlungsf.: Was war das für eine Einschränkung?- und ruhig. Vor Eintritt in die Verhandlung macht der Anklagevertreter denunziert, hat? einen Posten tegen Schlafens auf Wache wider besseres Wissen 3euge: Nun, daß der Major sagte:„ Meine Herren, Sie können 3euge: Davon weiß ich nichts. Ver wieder zu Dreese gehen. Ich persönlich berkehre dort Kriegsgerichtsrat Palmer darauf aufmerksam, daß eventuell handlungsf.: Der Rittmeister Bandel soll den Angeklagten nicht mehr!"( Bewegung.) auch der Absay 3 des§ 91 und der Absay 2 des§ 93 Lieutenant Bilfe zu dem Roman angestiftet haben. Hatten Sie auch Verhandlungsf.: Dreese soll ein guter Schüße sein? des Militär- Strafgesetzbuchs in Frage kommen könnte. Der erstere das Gefühl, und waren Sie insbesondere auch der Ansicht, daß der 3euge: Ja, er ist geradezu ein Kunstschüße und hat sich in dieser Punkt bedroht die verleumderische Beleidigung von Borgefegten mit Angeklagte die geschilderten Personen herunterreißen wollte?-Eigenschaft verschiedene Preise geholt. Gefängnis bis zu fünf Jahren, der andre nimmt erschwerten Un- euge: Ja, das war die allgemeine Ansicht in For= gehorsam an, wenn durch die verleumderische Beleidigung den. Be- bach. Eine andre habe ich nicht gehört. troffenen Nachteile entstehen, und sieht Gefängnis- bezw. FestingsBernehmung des Rittmeisters Bandel Wert.: Woraus schließen Sie, daß Rittmeister Bandel haft bis zu zehn Jahren vor, im Kriegsfalle sogar lebenslängliche an dem Roman mitgewirkt hat? Zeuge: Einzelne Rede- richtet der Verhandlungsführer an diesen Zeugen die Frage, ob es Saft. Ferner beantragt der Anklagevertreter für den wendungen und besonders scharfe Stellen lassen darauf schließen. richtig sei, daß der Bataillonskommandeur Major Fuchs es mit Fall, daß das Gericht nicht davon überzeugt sein sollte, der auch traue ich Lieutenant Bilse nicht ohne weiteres zu, daß er sich dem Civil in Forbach verdorben habe. Beuge: Ich Angeklagte habe das Bewußtsein gehabt, daß er die Forbacher so gehässig über meine Frau äußerte, denn wir standen sonst sehr habe die Beobachtung gemacht, daß die Bierabende, die das Offizier Personen mit seiner Veröffentlichung traf und beleidigen wollte, die gut miteinander. Der Scene mit meiner Frau im Stall hat er corps veranstaltete, mehr und mehr vom Civil gemieden wurden und Ladung der gestern erwähnten Frau Pauli aus Friedrichroda in überhaupt nicht beigewohnt. Ich muß sagen, daß ich zuerst über- verschiedene Nachfragen ließen erkennen, daß dies auf die persönliche Thüringen . haupt der Meinung war, daß nur Bandel als Verfasser in Betracht Unbeliebtheit des Kommandeurs bei der Bürgerschaft zurückzuführen Verhandlungsf.: Hat sich vielleicht Ihre Frau Verhandlungsf.: Im Anschluß an die Affaire Dreesen mit der Frau Rittmeister Bandel nicht gut gestanden?- soll der Kommandeur sehr unter dem 3cuge: Es ist richtig, sie tonnten sich nicht gut leiden. Vert.: Also Einfluß der Frau des Rittmeisters Ey von Lieutenant Bilse tönnen Sie doch nicht annehmen, daß er gestanden haben. Wissen Sie, ob das eine Folge der DuellSie beleidigen wollte? 3euge: Nein. angelegenheit war? 3euge: Das kann ich nicht genau fagen. Ich hatte aber das Gefühl, als ob irgend etwas vorgekommen fei, Berhandlungsf.: Ueber das Verhältnis mit Ihrer Frau was den Major zwinge, gewisse Rücksichten auf die Frau zu nehmen. heißt es u. a. in dem Roman, es scheine zwischen Ihnen manchmal teristische Aeußerung gehört haben? Verhandlungsf.: Sie sollen auch einmal eine sehr charafVernehmung der drei Rittmeister 3euge: Nicht ich, sondern Ey, Hägele und Bandel des Forbacher Trainbataillons Nr. 16 nicht ganz richtig zuzugehen." Borgestern hatte sich Start im Dberlieutenant Witte. Danach soll die Frau Rittmeister Eh „ Weißen Schwan" etwas festgetrunken, und als er so ziemlich blau erfolgen. Der erste Zeuge ist Rittmeister Rudolf Ey aus Forbach, war, tam seine Frau, machte ihm eine Scene und nahm ihn gelegentlich einer Unterredung mit dem Major geäußert haben, daß tvo er seit sieben Jahren steht. Verhandlungsf: It ihnen unter dem Gelächter der übrigen Gäste mit nach Hause." Das sie die baldige Beförderung ihres Mannes zum Major erwarte. Der Kommandeur soll ihr darauf erwidert haben: Ich lasse Sie der Roman des Angeklagten bekannt? 3euge: Jawohl. tomme übrigens öfter bor. Sie hole Sie sogar aus dem Kajino nicht fallen, gnädige Frau!"" Na, wenn Sie uns fallen ließen, würde Verhandlungsf.: Sie treten in diesem Buch als Rittmeister zum Essen und nenne Sie vor den Ordonnanzen einen Lüdrian. ich Ihnen auch Start auf und werden als ein seine Frau roh behandelnder, mn- Zeuge: Davon ist mir nichts betoußt. Vert. Der Zeuge die Augen ausfragen!" gebildeter, dienſtlich unfähiger und dem Trunte ergebener Offizier wird doch nicht direkt als Trunkenbold geschildert, wie der Herr geschildert. Liegen diesen Schilderungen irgend welche Thatsachen Anklagevertreter meint, sondern nur als ein Mann, der sich manch3euge: Nein, daß ich nicht wüßte. Vermal etwas festzutrinken pflegt. Handlungsf.: Als Ehemann wird es Ihnen etwas schwer sein, Anklagevertr.: Und der Anklagevertreter glaubt, daß das die Frage zu beantworten, wie Sie zu Ihrer Frau stehen. Sie sollen genügt. mit den Pantoffeln nach ihr geworfen und ihr einmal zugerufen Verhandlungsf: Hat Ihre Frau Sie einen Lüdrian haben: Halt's Maul! Zeuge: Davon ist mir nichts schimpft? Zeuge: Wenn es überhaupt geschehen ist, kann es bekannt. Verhandlungsf: Sie haben Ihren regelmäßigen mur scherzhaft gemeint gewesen sein. Dämmerschoppen in Forbach? 3euge: Ja, im Civilkasino. Im Anschluß an eine Anfrage des Beisigers, Majors Hirsch, Berhandlungsf.: Weiter wird in dem Roman behauptet, der in welcher Weise das Abschiedsgesuch des Angeklagten Stommandeur Fuchs habe vollständig unter dem Einfluß Ihrer Fro gestanden, sie habe die ganze Compagnie geführt, die
Metz, 10. November.
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Verteidiger Rechtsanwalt Donnevert erklärt, daß er an der komme. Ladung der Zeugin fein Interesse habe, da die Verteidigung ja teinen Wahrheitsbeweis führen wolle, und wenn sie sich daran durch den Anklagevertreter durch einzelne Fragen beteiligt habe, so bezivede sie damit lediglich, das Milieu festzustellen, das zur Abfaffung des Romans geführt habe. Nach längerer Beratung beschloß das Gericht die Ladung der Frau Pauli.
Es soll dann die
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Unteroffiziere ,, angepfiffen"
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Nochmals der Dämmerschoppen.
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war.
Im weiteren Verlauf der
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soll die Antwort der Frau Ey gelautet haben. Anklagebert.: Der Oberlieutenant Witte soll eine intrigante Persönlichkeit sein? enge: Deshalb ist er doch glaubwürdig. Antlagebert: Ist er ein Intrigant? Zeuge: Darüber möchte ich mich hier nicht äußern. Verhandlungsf.: In dem Roman wird davon gesprochen, daß höhere Vorgesezte die Dienstunfähigkeit des Rittmeisters Ey gerügt hätten und daß Major Fuchs bei jener Unterredung der Frau Ey dies vorgehalten habe. Zeuge: Ich habe gehört, daß der Kommandeur aus Straßburg über die Zustände im Stall sich abfällig geäußert haben soll. Verhandlungsf.: zu stande gekommen sei, entspinnen sich längere Auseinandersetzungen Wissen Sie etwas davon, daß Major Fuchs Wünsche und Bezwischen dem Anklagevertreter und der Verteidigung. Während schwerden der Frau Eh zum Gegenstande von dienstlichen Beersterer im Verein mit Major Fuchs behauptet, daß der Angeklagte sprechungen mit dem Offiziercorps gemacht hat? 3euge: Ja, im Anschluß an verschiedene Vorkommnisse vom Traindirektor Oberst es handelte sich dabei um den Gebrauch von Tanzsporen und um lieutenant b. Dewall direkt zur Einreichung seines Abschiedsgesuches einen verweigerten Handfuß des Lieutenants Bilse. Verhand aufgefordert worden fei, behauptet die Verteidigung und der lungsführer: Ob Frau Ey dem Kommandeur die Sache Angeklagte, daß Lieutenant Bilse das Abichiedsgesuch freiwillig hinterbracht hat, toiffen Sie nicht zu sagen. Wie steht es eingereicht habe, nachdem ihm llar geworden sei, daß man ihm mit dem alle möglichen Hindernisse in den Weg legen wollte. Im übrigen wiederholte der Angeklagte, daß er sich schon länger mit Abschiedsgedanken getragen habe.
usw. 3euge: Das ist vollständig ausgeschlossen, eine Ein wirkung auf den Kommandeur halte ich schon aus andren Gründer für ausgeschlossen. Verhandlungsf.: Nach einem Fastnachts vergnügen soll Ihre Frau am andern Morgen angesichts des mal propren Zustandes der Offiziere die Ställe kon trolliert und sich über Ihre falschen Kommandos aufgehalten haben?-3enge: Meine Frau hat Jnteresse für Pferde und hat deshalb öfters den Stall betreten, aber sonst hat sie sich in die Dinge nicht eingemischt. Verhandlungsf.: Wie alt ist fie? Beuge: Ich glaube 51 Jahre. Bei dieser Gelegenheit kommt es auch zur Sprache, wie das Verhandlungsf Sie soll trotzdem noch das Reiten erlernt und dazu widerrechtlich Urteil gegen Lieutenant Bilse wegen Dienstpferde benutzt haben? 3euge: Sie hat das Reiten nur Widerrede gegen einen Verweis versucht und für die Benutzung der Schwadronspferde bezahlt. zu stande gekommen ist. Während seines dreimonatigen irlaubs Verhandlungsf.: Sie soll auch Schwadronspferde vor ihren waren bekanntlich gegen den Angeklagten mehrere Pfändungen wegen eignen Wagen gespannt haben. Beuge: Das waren Krümper- einer Gesamtschuld von 250 M. in feiner Wohnung in Forbach aus pferde. geführ worden; und er wurde daraufhin nach seiner Rückkehr von Verhandlungsf.: Hatten Sie beim Lesen des Buches die dem Kommandeur mit drei Tagen Stubenarrest bestraft. Der AnEmpfindung, daß Sie mit dem Oberlieutenant Starf gemeint waren geklagte brachte jedoch in Erfahrung, daß sich zu derselben Zeit ein handlungsf.: In dem Roman wird dieser Zeitpunkt näher beund damit getroffen werden sollten? Zeuge: Ja. Bert.: Gärtner in Forbach vergeblich bei dem Kommandeur bemüht hatte, zeichnet. Sie sollen einmal von den beiden ersucht worden sein, einen Wieso? 8euge: Nun, aus dem ganzen Zusammenhang. Ich Bahlung für eine den Oberlieutenant Witte betreffende Blumen- unberechtigten bin ja auch, wie es in dem Roman heißt, Präses des Ehrenrats. rechnung im Betrage von 120 M. zu erlangen. Der Major Eingriff in die Schwadronskaffe Verhandlungsf.: In welchen Beziehungen standen Sie zum soll ihn brüst abgewiesen haben und dem Oberlieutenant Witte zu ihren Gunsten zu machen, und als Sie dies ablehnten, feien die Angeklagten?- 3euge: Früher in durchaus guten. Verdeswegen nichts nachgetragen haben. Daraufhin wandte sich der beiden mit einer Denunziation gegen Sie vorgegangen, laut welcher
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unrechtmäßigen Gebrauch von Dienstpferden? Zeuge: Auch das ist in dem Roman zutreffend geschildert. Frau Rittmeister Ey spannte wiederholt Dienstpferde in ihr eignes Fahrzeug und sie ritt auch Dienstpferde. Als ich einmal meinen Jungen auf ein Pferd setzte, wurde ich nachher dienstlich„ gerissen", weil ich das bestehende Verbot übertreten habe, während andrerseits Frau Rittmeister Ey Tag für Tag mit Wissen des Kommandeurs Dienstpferde für sich benutte. Verhandlungsf.: Wie stehen Sie zu den Oberlieutenants Witte und Koch? Zeuge: Wir haben früher ganz gut miteinander gestanden und erst von einem gewissen Moment ab ist das Verhältnis ein schlechtes gelvorden. Ver