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Hessische Finanzen.

diese Weise selbst in die Gemeindeftube eindringen konnte, von der Roten " find im Dorfe; im Nat wäre er mit den Mitgliedern auf| besserung der gegenwärtigen Verfassung des Grundbuchwesens vor die Koalition der Deutschen Partei und der Konservativen der Straße gewesen, um sich von der Richtigkeit zu überzeugen. gesehen. fie bis dahin ferngehalten hatte. Die Volkspartei nüßte Jemand habe dann das Kommando gegeben: die roten Brüder die Situation für sich weidlich aus; trotzdem die Social- wollen wir einmal auf den Trab bringen, daß sie das Wieder­demokratie zumindest dreimal so viel Stimmen aufbrachte als die kommen vergessen. Der ganze Haufen, vielleicht 80-100 Menschen, Aus Hessen wird uns geschrieben: Soeben hat das hessische Volkspartei, mußte sie den Volksparteilern die Mehrzahl der wären dann hinter den Socialdemokraten hergerannt, der Angeklagte Finanzministerium einen Voranschlag für das Jahr 1903/04 an Kompromißkandidaten überlassen, sich selbst aber mit einer Art mit, geschlagen habe derselbe aber nicht; er wüßte, wer geschlagen die Mitglieder des Finanzausschusses verschickt. Einige Kapitel aus Gnadengabe bescheiden. Daß ein solches Verhältnis von Jahr zu habe. Wären die Socialdemokraten, sagte der Pfarrer weiter, zu dem hon Herrn Grauth ausgearbeiteten Voranschlag dürften auch Jahr drückender empfunden wird, ist natürlich; und da die mit Hilfe ihm gekommen und hätten ihn um Schutz gebeten, so wäre ihnen außerhalb Hessens interessieren. So erhofft der Finanzminister der Socialdemokratie etablierte Herrschaft der Volkspartei auf dem nichts geschehen, aber durch das Laufen hätten diese Leute schon auf Grund der sich jetzt bessernden wirtschaftlichen Verhältnisse be­Rathaus in Bezug auf Arbeiterfürsorge und cine moderne Kommunal- bewiesen, daß sie ein schlechtes Gewissen hatten. deutende Mehreinnahmen( 2 300 000 M.) aus der preußisch­politik kaum weniger zu wünschen ließ als die ihrer deutschpartei- Eine solche Heuchelei von diesem Priester der Liebe; wenn hessischen Eisenbahnbetriebs- Gemeinschaft und aus lichen Vorläufer, ist es erklärlich, daß in weiten Kreisen der social- er unice Genossen beschüßen wollte, brauchte er nur einen den direkten und indirekten Steuern. Das auf Kosten derjenigen, die demokratischen Wähler Verstimmung über den leoninischen Ver- Ton zu sagen, aber diese Absicht hatte er gar nicht. nicht alle werden, staatlich betriebene Glücksspiel soll rund eine trag um sich griff. Die Volkspartei fuchte diese dadurch Der Amtsanwalt, ein Polizeikommissar aus Dülken , beantragte Million cinbringen. Unter der Rubrik: Ministerium des Innern zu beschwichtigen, daß sie für die bevorstehenden Wahlen das Unrecht eine Geldstrafe von 20 M. oder 5 Tagen Gefängnis, gleichzeitig finden sich zwei sehr charakteristische Posten. Für die Besucher der wenigstens milderte, indem sie von neun zur Wahl stehenden plädierte dieser Ankläger noch dafür, daß dem Angeklagten mildernde Landesuniversität Gießen soll ein Studiengeld eingeführt Mandaten vier der Socialdemokratie anbot. Von unsrer Seite aber Umstände bewilligt würden, aus welchem Grunde sagte er nicht. werden, dessen Ertrag auf 10 000 M. verrechnet wird. Das heißt: wurde darauf hingewiesen, daß ein gerechter Schlüssel nur das Das Gericht sprach ihn nach furzer Beratung mit folgender es sollen jedem Studenten noch 10 m. mehr abgeknöpft werden. Für Verhältnis von 6: 3 wäre. Die Volkspartei verhielt jich ablehnend Begründung kostenlos frei: Festgestellt sei, daß die Social- die Besucher der Technischen Hochschule in Darmstadt sollen die Ein­und es wird wohl bei ihrem Vorschlag bleiben, da die socialdemo- demokraten von einer Menschenmenge von achtzig bis hundert schreibegebühren für bestimmte Besucher erhöht werden; heraus­tratische Parteiverfammlung das Zusammengehen mit der Volspartei Personen verfolgt und mißhandelt worden sind, ohne irgendwie gerechneter Geivinn: 58 000 M.! Die Gerechtigkeit kostet auch Geld bei diesen Wahlen principiell beschlossen hat. Anlaß dazu gegeben zu haben. Festgestellt sei ferner, daß der An- genug in Hessen . Das Justizministerium will 2 123 000 m. cin­Die von einigen Parteigenossen, darunter dem Gemeinderate geklagte sich unter der Menschenmenge befunden habe, es sei aber nehmen, aber 4 484 000 verausgaben. Für das Reich muß Hessen Genossen Sperta, aufgeworfene Frage, ob es nicht zweckmäßig nicht bewiesen, daß er bei der Mißhandlung beteiligt gewesen sei. 599 S04 m. blechen.- sei, mit der Deutschen Partei zusammenzugehen, und eine Art Die Mißhandelten, die dies beschworen, können sich in der Aufregung freiwilligen Proporz" durchzuführen, ist durch den Beschluß der in der Person geirrt haben. Parteiversammlung ohne jedes aktuelle Interesse; aber die Mit diesem Urteil vergleiche man die Urteile, die in Löbtau , Erörterungen, die sich an sie knüpfen, werden sobald nicht ab Bromberg und Oberschlesien gefällt worden sind. geschlossen sein. Daß die Volkspartei uns diesmal wenigstens die Hälfte der Mandate zugestand, ist ohne Zweifel zurück­zuführen auf ihre Besorgnis, daß diese

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Rufland und Japan .

In seiner weltpolitischen Korrespondenz veröffentlicht Gen. Parvus einen Artikel, dem wir das Folgende entnehmen: Der Freifinn in Sachsen- Weimar . Das Wahlergebnis bei den neue Kom Der Krieg zwischen Japan und Rußland ist unvermeidlich. Jetzt bination, die über den Bereich privater Besprechungen Landtagswahlen zeigt das Mandatsverhältnis der Parteien un- oder später, er wird ausbrechen mit elementarer Gewalt. Er ist kein vorläufig nicht hinauskam, sich verwirklichen könnte. In diesem Fall verändert bis auf den Verlust von zwei Kreisen, den die Freiſinnigen würde die Volkspartei ihrer Wählerzahl entsprechend als einzige Leidtragende davongetragen haben. Die beiden Streise Bufall, sondern das Resultat einer Entwicklung. bedeutungslosen Minorität im Gemeinderat herabsinken. gelangten in die Hände der Nationalliberalen und zwar durch die Seitdem Japan ein industrielles Land geworden, schuf es sich Die Nationalliberalen waren zweifellos einem Zusammengehen eigne Schuld des Freisinns, durch dieselbe Schuld, durch die er bei eine Uebervölkerung und eine Ueberproduktion. Die kapitalistische mit der Socialdemokratie nicht abgeneigt. Sperfa und den andren den preußischen Landtagswahlen sich die Mandate verscherzt hat. Revolution, die es selbst durchgemacht, zwingt es, die Welt socialdemokratischen Befürwortern des Proporzes" liegt dabei Es wird uns ans Weimar über diesen Hergang noch berichtet: um sich zu revolutionieren. Der erste Ausbruch dieser elemen­natürlich nichts ferner, als Angst von der Macht". Im Gegen- Lande bei den Abgeordnetenwahlen zum Landtage gegangen. der Krieg mit China . Jener Krieg kam noch mehr unerwartet, Gerade wie in Breslau ist es den Freijinnigen in unserm taren Sträfte der kapitalistischen Produktion war für Japan teil: sie meinen, auf diesem Wege der Socialdemokratie im Rathaus erst zu der ihr gebührenden Machtstellung zu verhelfen. Eine von seinen bisher innegehabten vier Sigen im Landtage hat als der bevorstehende Krieg Japans mit Rußland . Er führte Japan Schwächung der Volkspartei bei gleichzeitiger Stärkung der Social der Freifinn zwei Sige verloren. Bei den Urwahlen versuchte der in die Reihen der Kapitalistischen Industriestaaten ein. Die Stellung Demokratie würde die lettere zum Zinglein der Freijinn uns in den meisten Kreisen mit Hilfe der übrigen bürger­Wage machen, während fie heute fich nur allzu oft lichen Parteien zu verdrängen, in Apolda und Ilmenau suchten die Japans auf dem Weltmarkt und seine Stellung unter den Nationen damit abfinden muß, der Schwanz der allmächtigen Volkspartei zu reisinnigen unsre bisher innegehabten Mandate den National- wurde durch ihn verändert. Aber zu gleicher Zeit wurde von nun sein, die mit dem Oberbürgermeister an der Spitze die Mehrheit auf liberalen auszuliefern, jedoch der Liebe Mühe war umsonst. Nach an die Chinafrage zur Eristenzfrage Japans . Wie England die dem Rathause hat. Für die Parteigruppierungen bei den württem- dem Ausfall der Urwahlen, die unter diesen Verhältnissen für uns Produktion auf dem europäischen Festland kapitalistisch umgeformt bergischen Gemeindewahlen sind rein rechnerische Gründe maß- geradezu glänzend ausfielen, hatten wir aus eigener Straft nufre zwei hat, so muß Japan die Länder Ostasiens mit Fabriken, Banken, gebend; das Verhältnis, in dem die Socialdemokratie in all- Mandate behauptet und gaben in zwei Streifen zwischen Freijinn Dieben, Prostituierten, Eisenbahnen, englischer Krankheit, Panzer­gemeinen politischen Fragen zu den bürgerlichen Parteien steht, wird und den Nationalliberalen den Ausschlag; im Ruhlaer Kreise durch sie nicht berührt. Deshalb ist ein Wahlbündnis mit der hätten wir mit dem Freifinn die Mehrheit gegen die National schiffen und zahllosen Proictariern versehen, oder denn seine eigne Deutschen Partei ebenso wenig a limine zu verwerfen, wie das Bündnis liberalen gebildet. Wir verlangten nun, daß in diesem Kreise der kapitalistische Herrlichkeit geht in Trümmer, ohne daß die vor­mit der Volkspartei in seinem Ursprung etwa der Taktik des fleineren Freijinn das Mandat uns überlassen und dementsprechend bei der tapitalistische Zeit wieder hergestellt werden könnte. Uebels" entsprang. Volkspartei und Deutsche Partei sind in den Abgeordnetenwahl die freisinnigen Wahlmänner für uns stimmen Englands Politit in Ostasien war seit den 60er Jahren, seit wichtigen Fragen der Kommunalisierungen und der gemeindlichen sollten. Aber der Freifinn lehnte dies ab, er verständigte sich viel feinem letzten Chinakrieg, konservativ. Die Integrität Arbeiterpolitik einander zum Verwechseln ähnlich. Die Social- mehr mit den Nationalliberalen und sicherte sich in diesem Kreise Chinas wurde seine Losung. Dem japanischen Krieg sah demokratie kann deshalb mit fühler Berechnung, nur mit Rücksicht deren Unterstüßung in der sicheren Erwartung, daß die Socialdemo- England mit gemischten Gefühlen entgegen. Soweit es sich auf den Vorteil für die eigne Partei entscheiden, ob sie mit den fraten ja gar nicht anders tönnten und in den beiden andern Kreisen um die Erzwingung neuer Handelsfreiheiten handelte, konnte cinen oder den andren zusammengehen will. für die Freisinnigen stimmen müßten. Jedoch es tam anders! In Eisenach ließen unsre Genossen den Freisinnigen glatt ihm der Krieg zu gute tommen, aber es fah in Ein russisches Dementi. Vor kurzem wußte die Süddeutsche verloren. Es galt nun für ihn, sich das andre Mandat im Kalten- Konkurrenz. durchfallen und damit hatte der Freisinn das erste Mandat der Bildung eines japanischen Industriestaats eine gefährliche immer, stellte sich schließlich das per­Reichs- Korrespondenz", die in letzter Zeit die Bevorzugung genießt, nordheimer Kreise noch zu retten. Wenige Tage vor der Wahl fide Albion" auf feiten des Stärkeren und ganz besonders mit optimistischen offiziellen Nachrichten über den schrieb die freisinnige Eisenacher Tagespost": verriet China in einer schmählichen Weise. Stand der Handelsvertrags- Verhandlungen bedacht zu werden, mit Bald darauf, als ihm die deutsch­einer gewissen Genugthuung zu berichten, daß die zweite Lesung der demokraten im Wahlfreis Kaltennordheim- Ostheim aus rabiatem Japan . Dann faßten Rußland und Deutschland Fuß an der Die hier und da aufgetauchte Nachricht, daß die Social- russische Koalition in Ostasien Respekt einflößte, verriet es auch deutsch - russischen Handelsvertrags- Vorschläge sehr gut abgelaufen Haß gegen den Freifinn einem nationalliberalen Bürgermeister gegen chinesischen Küste. Die Idee der Integrität Chinas war, nach den vielen und in einer Reihe der wichtigsten Fragen ein gegenseitiges Ein- den seitherigen Abgeordneten Heim zum Siege verhelfen wollen, Annerionen, nicht mehr aufrechtzuerhalten so annektierte denn verständnis erzielt sei. Dieser verfrühte offiziöse Optimismus scheint wird uns von zuständiger Seite als unrichtig und ummöglich be­in Petersburg nicht gerade sonderlich angenehm berührt zu haben, zeichnet. Eine derartige Verblendung ist unsern Socialdemokraten England mit. Bald wurde es ihm klar, daß nicht mehr allein China , denn in einem offenbar aus russischen Regierungstreisen stammenden, nicht zuzutrauen." sondern der englische Handel und der englische politische Einfluß vom Russ. Handels- Telegr.- Bureau" weiter verbreiteten Artikel erklärt die offiziöse Now. Wremja", daß ein Handelsvertrags: gangen. Hätte der Freijinn nach dem Ausfall der Urwahlen uns an und sucht es besonders als Sturmbock gegen Rußland zu ge­Jedoch auch dieses Mandat ist den Freisinnigen verloren ge- in China bedroht seien. Seitdem schließt es sich eng an Japan Entwurf gewöhnlich in dreimaliger Lesung beraten werde, wobei das Ruhlaer Mandat überlassen, dann hätte er sich diese beiden Sige brauchen. gegenseitige Zugeständnisse während jeder Lejung möglich seien, jedoch für seine bisherigen Abgeordneten sichern und der Reaktion zwei die Frage, ob der Abschluß des Vertrages möglich sei, nur nach sichere Mandale mit entreißen helfen können. Der Freisin humpelt Annexionen aus. Das schon deshalb, weil die russische Induſtrie zu Rußlands Politit in Ostasien geht ausschließlich auf der dritten Lesung beantwortet werden könne. Bisher sei nun durch die Gnade der übrigen rechtsstehenden Parteien in zivci aber die zweite Lesung noch nicht beendet, da nur die Kreisen in den Landtag, während wir unter den erschwerten Ber - unbedeutend ist, um nur auf dem Wege des Handelsverkehrssich Bedingungen, welche das beiderseitige Verhältnis bestimmten, aber hältnissen aus eigner Kraft unsre Mandate behauptet haben. Der Kolonien zu sichern. Ihr Geist ist die Machtentfaltung des ruſſiſchen nicht die Tarife selbst vorgelesen worden seien, was erst in Petersburg Freisim ist in die Falle gegangen, die er für uns aufgestellt hatte. Reiches. In der russischen ostasiatischen Politik find zwei Intereſſen­stattfinden solle. Da aber das Wesen der Verhandlungen in den Tariffäßen beruhe, welche bisher in der zweiten Lesung noch nicht wir dem Freisim gezeigt haben, daß er auch in Sachfen- Weimar Macht entfaltung des Zarenreiches und Der Haupterfolg der Landtagswahlen besteht für uns darin, daß gruppen zu imterscheiden, die sich gegenseitig unterstützen: die durchgenommen worden seien, so erscheine die Meldung der Südd. fein Mandat mehr aus eigner Kraft erringen kann. das Anleihe­Reichs- Korresp.", wonach die Verhandlungen zu einer vollen bedürfnis des zarischen Staatsschayes. Das Elend der russischen Einigung geführt hätten, allzu optimistisch. Noch weniger Wegen Majestätsbeleidigung will man nun auch gegen den Finanzen ist ebenso grenzenlos grenzenlos wie die Ländergier der richtig seien die Auslassungen in der deutschen Presse, daß aller Redakteur des" Voltsblatt" in Halle, Genossen Robert Fette russischen Diplomatie. Die zarische Regierung benutzt das Wahrscheinlichkeit nach die Verhandlungen zu baldigem Abschluß vorgehen. Es handelt sich um eine ähnliche furze Notiz im ver- im Auslande gepumpte Geld, 1tn Länder สน erbeuten, gelangen würden. Ein solcher sei auf Grund des neuen deutschen mischten Teil wie die, wegen der jüngst gegen drei Leipziger Re- und Den Länderraub, 11117 neues Geld Fu pumpen. Tarifs ebenso unmöglich jetzt, wie früher sofort nach dakteure prozessiert wurde. Als der japanisch- chinesische Krieg ausbrach, richtete die zarische dessen Veröffentlichung. Abermalige Haftentlassung des Pastors Jacobsen. Die in Sachen Diplomatie sofort ihr Augenmerk darauf, ob nicht was zu ergattern des Nordseebades Latolt seit Freitag in Untersuchungshaft befindlichen wäre. Doch die Erfolge Japans bewirkten in ihr vor allem das Direktoren und Gründer bezw. Gesellschafter Jacobsen, Thamisen, Bestreben, dieses zu schwächen. Das ist dieselbe Politik, die Ruß­Aus Krefeld wird uns geschrieben: Im Juni d. Js. während Schmidt, Petersen, Olußzen, Lassen, Sonntag und Vogel sind wieder land int europäischen Orient verfolgt: es zerfetzt die vorhandenen der Reichstags- Wahlbewegung tamen sechs Anhänger der Social- aus der Haft entlassen worden. demokratie aus Krefeld und St. Tönis auf einer Agitationstour im Kräfte, hindert die Entwicklung neuer und läßt niemand aufkommen, Kreise Kempen auch nach dem Dorfe Amern St. Anton an der außer sich. Dank der Tappigkeit Deutschlands , das in Ostasien holländischen Grenze. Gleich beim Eingange des Dorfes trafen sie etwas fuchte, aber nicht wußte, Ivas einen Profit, schon auf den Polizisten, der das Verbreiten von Flugblätten verbot. einen politischen Einfluß oder einen Heiligenschein, gelang Unfre Genossen machten ihn auf das Ungesegliche seines Verhaltens Karlsruhe , 1. Dezember. Der Landtag wurde heute durch den der russischen Diplomatie der geniale Streich, durch die aufmerksam, verzichteten aber trotzdem auf die Verbreitung, als Finanzminister Dr. v. Buchenberger eröffnet. Die Thronrede betont internationale Flottendemonstration Japan einzuschüchtern und es ihnen eine Warnung von einem Radfahrer, der des Weges lam unter anderm, infolge der starten Rückschläge, welche das zur Preisgabe seiner auf dem Festlande gefaßten Stellung zu ver­und Land und Leute kannte, zuging. Sie waren aber noch nicht Wirtschaftsleben in den letztverflossenen Jahren erfahren anlassen. Nach Verdrängung des Konturrenten machte Rußland sich weit gekommen, als sie schon von einem großen Trupp habe, und der dadurch ungünstig beeinflußten Erwerbsverhältnisse bereit, zuzugreifen. Es bedufte nur noch einer Veranlassung! Wie Menschen, in deren Mitte fie den Pfarrer bemerkten, weiter Kreise seien die staatlichen Finanzen in unauf Bestellung kam die Ermordung der deutschen Missionare. Mit verfolgt wurden. Die Verfolger waren mit Knütteln und erfreulicher Weise in Mitleidenschaft gezogen freudiger Haft, unter schlecht geheuchelter Entrüstung riz Deutschland Steinen bewaffnet und unter Verwünschungen und Drohungen worden. In Verbindung hiermit stehe die starke Vermehrung der schlug die Meute auf unsre Genossen los, ihnen dabei die ordentlichen Ausgaben und die sehr reichliche Ausstattung des außer Kiautschou an sich. Nachdem sich Deutschland vorgeschoben, langte Kleider entzwei reißend, außerdem entrissen sie ihnen die Flugs ordentlichen Budgets. Infolgedessen seien die angesammelten Be- Rußland aus, ergriff Port Arthur und griff nach der Mandschurci. blätter. Mehrere der Genossen trugen so schwere Verletzungen davon, triebsüberschüsse zusammengeschmolzen und würden im Laufe dies: Was man Japan wehrte, das that man jetzt selbst mit einer brutalen daß sie längere Zeit arbeitsunfähig waren. Es waren nun von Jahres völlig aufgezehrt werden. Schamlosigkeit. Kasseler Genossen die Namen von alvei Rüpels ermittelt Der neue Voranschlag schließt infolgedessen nicht ohue worden und machte man dann unsrerseits Anzeige von Fehlbetrag ab. Einschließlich der Forderungen des außer dem Vorfall bei der Staatsanwaltschaft in Cleve. Nach ordentlichen Etats ergiebt sich ein Gesamt- Fehlbetrag von annähernd einer langen Voruntersuchung wurde dieser Tage am Schöffengericht 11 Millionen Mark, der sich durch die auf die neue Budgetperiode in Dülken gegen einen der Ermittelten verhandelt; der andre ist übergehenden Streditreste noch um einige Millionen erhöht. mittlerweile zum Militär eingezogen worden. Ein großer Zeugen Staatsregierung sieht sich daher genötigt, eine Erhöhung der Ein­apparat war aufgeboten worden, als Belastungszeugen waren die kommen und Kapital- Rentensteuer in Antrag zu bringen. Die Mißhandelten erschienen, während der Pfarrer, Polizeidiener und ein Regierung hofft indessen, daß diese Steuererhöhung auf die nächste großer Teil Einwohner von Amern St. Anton als Entlastungszeugen Budgetperiode beschränkt bleibt. auftraten. Die Thronrede fündigt ferner eine Reform der Ertragssteuer Uebereinstimmend burde von sämtlichen Zeugen erklärt, daß sich im Sinne ihrer Umwandlung in eine Vermögenssteuer an. Das die Socialdemokraten geradezu musterhaft benominen und auch nicht Budget der Eisenbahn - Betriebsverwaltung schließt mit einem Ueber­den geringsten Anlaß zu dem Ueberfall gegeben, auch wurde der schuß von 13,5 Millionen Mark ab. Dieses Ergebnis ist im Ver Thatbestand, wie wir ihn oben mitgeteilt, als richtig anerkannt. gleich mit dem Voranschlag für 1902/03 um 600 000 M. günstiger. Wie kommt aber die russische Diplomatie, trotzdem sie sich der Während aber drei der Mißhandelten unter Eid aussagten, daß der Ferner kündigt die Thronrede den Entwurf eines Gesches betreffend Schwäche des Reiches bewußt sein muß, zu ihrem arroganten Vor­Angeklagte sich an der Mißhandlung beteiligt, fagten die Zeugen aus dem Aenderung des Landtagswahl- Verfahrens an. Danach soll die Wahl gehen? Weil sie muß! Weil dieses tolldreiste Vorgehen nach außen Dorfe das Gegenteil. Der Angeklagte selbst gab zu, sich in den Reihen der zur Zweiten Kammer fünftighin auf der Grundlage des allgemeinen, notwendig ist, um die Schwäche im Innern zu verdecken. Wenn Verfolger befunden zu haben, an der Mißhandlung habe er sich aber nicht be- gleichen, geheimen und unmittelbaren Wahlrechts stattfinden. Gleich Rußland sich schwach zeigt in seiner auswärtigen Politik, verliert es teiligt. Die Vernehmung einzelner Zeugen gestaltete sich äußerst seitig soll die Mitgliederzahl der Ersten Kammer durch gewählte sein ganzes Prestige im Auslande, verliert es seinen Kredit. Das schwierig, es bedurfte der energischesten Vorhaltungen des Richters, Bertreter der wirtschaftlichen Berufskörperschaften und durch einzelne Barentum ist aber schon längst der Pensionär der europäischen Börje. um dieselben zum Reden zu bringen, man sah, daß man von be- bei der Leitung der kommunalen Selbstverwaltung bewährte Männer Begreift man jezt, warum der Zar so wehmütig die Friedensflöte stimmter Seite auf sie eingewirkt hatte. Dem Polizeidiener, dem vermehrt und die Einwirkung der Ersten Kammer Manne des Gesezes, war privatim und auch amtlich nicht bekannt ge- auf die Geschäfte des Staates unter Aufrechterhaltung der bevor- blies? Weil er fein Geld hat, um die steigenden Ausgaben seiner worden, wer sich an der Mißhandlung beteiligt hatte. Interessant rechteten Stellung des andren Hauses angemessen verstärkt Armee und seiner Flotte zu bezahlen, machte er den andern Staaten waren die Ausführungen des Pfarrers; derselbe erklärte: An dem werden. den gütigen Vorschlag, sie sollen ihre Rüstungen einstellen. Darum fraglichen Sonntage habe er mit dem Kirchenchor in einem Faale Ferner wird die Einführung einer für die Gemeinden zu er fann der Zar auch in seiner auswärtigen Politik nicht zurück. Er eine Probe abgehalten. Plöglich sei die Kunde gekommen, die hebenden Warenhaussteuer folie der Entwurf betreffend Ver- Imuß vorwärts, oder alles bricht zusammen.

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Aus einer dunkeln Ecke.

Gesehentwürfe und Finanzlage in den Einzelstaaten. Badischer Landtag.

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Rußland ist, neben Japan , das einzige Land, das in Ostasien eine konsequente Politik betreibt, darum giebt es auch keine größeren Interessengegenfäße, als zwischen Rußland und Japan .

Die Gefahr der russischen Offupationen lag auf der Hand.

England erhob Proteſt. Die Situation war kritisch. Doch England wagt nicht gern einen Kampf gegen eine große Macht ohne Ver­bändete. Japan war aber noch zu schwach als Bundesgenosse. Deutschland lam eher als Feind, denn als Freund in Betracht. Und Britannien entschließt sich überhaupt mir langsam. Die Entwicklung fam zu schnell übereinander. Außerdem wyer England damals schon start in Südafrika engagiert.