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wo er will.

Frau veriv. P...., hier.

Ihr Sohn hat heute gekündigt, wenn Sie darauf bestehen, muß ich ihn auch entlassen, doch bekommt er hier bei niemand Arbeit. Es ist beschlossen worden im Spinner­und Fabrikantenverein, daß während des Streites tein Spinner oder Fabrikant jemand annehmen darf, der in dieser Zeit oder bis zum Streit bei einem andern gearbeitet hat. Wenn der Streit vorbei ist, fann er arbeiten, Crimmitschaut, 8./1. 04. Robert Jarfert. Dieses Schriftstäd trägt so sehr alle Merkmale des Bergehens gegen den§ 153 der Gewerbe- Ordnung an sich, daß der Verteidiger Der Herrn Fabrikanten einen schweren Stand gegen den öffentlichen Anfläger in Crimmitschau haben wird, wenn dieser unter schwerer Geißelung des Fabrikanten- Terrorismus demnächst die Bestrafung Der gefeßübertretenden Fabrikanten fordern wird. Hoffentlich er­fährt die Staatsanwaltschaft von Crimmitschau auch davon, damit sie ihr Vorgehen ans§ 153 auch einmal an einem Fabrikanten auslassen tann!

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Entwicklung sei es für den Unternehmer eine Notivendigkeit, in Krankenkassen das Recht haben, ihre Aerzte selbst zu ernennen, denn Accord arbeiten zu lassen. Sträuben sich die Arbeiter dagegen, so die Kaffen seien in erster Linie im Interesse der Mitglieder da und schiebe sich zwischen sie und dem Unternehmer der Zwischenmeister nicht nur im Interesse der Aerzte.( Beifall.) ein, der den Accord übernimmt und dann die von ihm in Lohn be- In der Diskussion sprachen u. a. Huhnfleisch und Schulz schäftigten Arbeiter durch Antreiben zu höheren Leistungen givingt, im Sinne des Referenten, während Hoffmann und Dähne einen nicht zu verhindern sei, da könnten die Gewerkschaften durch Ver- fich entschieden gegen ein System der Revierärzte, weil dann inners oder der Unternehmer stellt selber Antreiber an. Wo die Accordarbeit gegenteiligen Standpunkt einnahmen. Besonders letzterer wandie einbarung fester Tarife die Interessen der Arbeiter wahrnehmen.halb der Krankenkassen gar zu leicht ähnliche Zustände herbeigeführt Hinsichtlich der Lohnhöhe gebe es für die Gewerkschaften bestimmte werden könnten, wie sie sich in den Berufsgenossenschaften durch Grenzen, doch lasse sich schwer sagen, wo sie liegen. Wenn die Unter- das System der Vertrauensärzte sehr zum Schaden der Arbeiter nehmer eines Berufes gut organisiert find, so daß sie sich nicht in entwickelt haben. Uebrigens sei es falsch, anzunehmen, daß die freie den Preisen gegenseitig unterbieten, können sie bis zu einer gewissen oder beschränkte Arztwahl auf die Zahl der Krankheitstage der aus Grenze Lohnerhöhungen bewilligen. Werde diese Grenze über- Arbeitslosigkeit Erkrankten" einen wesentlichen Einfluß ausübe. schritten, dann fänden sich außerhalb der Organisation stehende Unter- Redner warnt vor übertriebenem Fiskalismus in den Kaſſen. Vor nehmer, die den Lohn drücken, um billiger zu produzieren. allem möchten die Kassenvorstände nicht zu einseitigen Kassenmenschen" eines Berufes umfaßt, die Produktion in diesem Berufszweige selbst die zum Wohle der Staffenmitglieder einzuschlagenden Mittel und Die Frage, ob eine Gewerkschaft, wenn sie alle Angehörigen werden, denn das führe leicht zu stark verknöcherten Ansichten über betreiben soll was lange Zeit ein Jdeal der Arbeiter war-be- Wege. Im übrigen ersuchte Redner, von einer Beschlußfassung Ab­antwortete der Vortragende dahin, daß dies weder möglich noch stand zu nehmen und in einer neuen Versammlung über die Ange wünschenswert sei, weil die Arbeiter dadurch zu Unternehmern legenheit weiter zu debattieren. Die Mehrheit der Versammlung würden. Die Uebernahme der Produktion sei keine gewerkschaftliche, erklärte sich jedoch für eine endgültige Erledigung dieser Frage, damit sondern eine sociale Aufgabe, die durch die Gesellschaft gelöst werden der am 25. d. M. in Leipzig tagende Krankenkassen- Kongreß über müsse. die diesbezügliche Stellungnahme des Arbeitervertreter- Vereins Ein unorganisierter Terrorist". Zu sechs Monaten Ge= So feien dem Reich der Gewerkschaften sowohl dem Umfang rechtzeitig unterrichtet werden könne. Nachdem schon eine erhebliche fängnis verurteilte die Straffammer in Breslau den un- wie nach den Leistungen Grenzen gezogen. Die gewerkschaftliche Anzahl der Erschienenen die Eisung verlassen hatten, wurde schließlich organisierten Maurer Schierdewahn, weil dieser zu dem Thätigkeit könne niemals die einzige Funktion der Arbeiter sein. folgende vom Vorstand eingebrachte Resolution mit 16 gegen 13 auf einem gesperrten Bau arbeitenden Maurer Reisewitz gesagt hatte: Ohne die politische Bethätigung der Arbeiterklasse würden die Ge- Stimmen angenommen: Scher Dich weg von hier oder ich schlage Dir die Knochen entzwei. werkschaften nicht das sein, was sie heute sind, während andrerseits Es scheint sich dabei gar nicht um einen principiellen Gegner der die politische Thätigkeit wieder einen Rückhalt in den Gewerkschaften Streifbrecherei zu handeln, denn der Verurteilte hat selbst auf finde. Was die Frage der Neutralität der Gewerkschaften betrifft, dem gesperrten Bau um Arbeit nachgefragt. Der Staatsanwalt so brauche man in dieser Hinsicht nicht ängstlich zu sein, denn es sei meinte, wenn der Angeklagte auch nicht dem Verband angehörte, ganz natürlich, daß die Gewerkschaften, je stärker sie werden, ihre so habe er doch mit demselben sympathisiert, er beantrage deshalb Mitglieder um so mehr zu Staatsbürgern im wahren Sinne des wegen Bedrohung und Nötigung 3 Monate Gefängnis. Das Gericht Wortes erziehen, und nach dieser Richtung politisch wirken. Der erkannte auf die doppelte Strafe in Berücksichtigung einiger fleiner 1stündige, mit großem Beifall aufgenommene Vortrag flang aus Borstrafen des Angeklagten und mit der Motivierung, daß der Schuh in Aufforderung an die Anwesenden, auch den letzten Mann für ihre der Arbeitswilligen im öffentlichen Interesse liegt. Organisation zu gewinnen.

Berlin und Umgegend.

Ein zweiter Bedrohungsprozeß endete vor dem Schöffengericht mit Freisprechung, auch hier hatte der Staatsanwalt gegen den Terroristen wegen der Worte: hr werdet schon Eure Senge triegen!" drei Monate Gefängnis beantragt.

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Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrik von Zehl u. Comp. zu Leisnig i. S. scheint es zu ernsthaften Differenzen zu kommen. Die Handzivider genannter Fabrik mußten bisher für das Dußend Stappenschärfen 18 bis 20 Pf. bezahlen, die Ueberholer mußten die Täre ebenfalls bezahlen. Die Zwider verlangten nun bereits im November v. J., daß das Bezahlen für Täre und Kappenfchärfen in Zukunft in Wegfall kommen solle. Die Herren Geschäftsinhaber erklärten jedoch, daß sie eine derartige Neuerung nicht einführen würden, weil das für sie eine große Mehrausgabe bedeuten würde, die sie in Anbetracht der gesteigerten Lederpreise nicht tragen tönnen. Die Arbeiter beriefen sich darauf, daß in andren Schuhfabriken bei gleich hohen und teils noch höheren Arbeitslöhnen, als sie die Firma Behl bezahlt, den Zwidern sowohl geschärfte Stappen als auch Täre ohne Abzug geliefert werden. Um eine Einigung herbeizuführen, fand am 5. Januar eine nochmalige Verhandlung seitens der Ar­beiter und eines Mitgliedes vom Vorstand des Vereins Deutscher Schuhmacher mit dem einen der Herren Firmeninhaber statt; leider war auch diese Verhandlung ergebnislos. Herr H. Zehl erklärte, daß die Wünsche der Arbeiter in Bezug auf Freigabe der Täre und geschärfter Stappen nicht erfüllt würden, die Arbeiter mögen daher ruhig streiken. Da die Forderungen der Arbeiter in sehr vielen Schuhfabriken schon längst ohne weiteres erfüllt sind, da ferner die Arbeiter diese Forderungen nur als der Gerechtigkeit und Billigkeit entsprechend erachten, so beschlossen sie einmütig, die Kündigung ein­zureichen. Wir ersuchen deshalb alle in der Schuhindustrie thätigen Arbeiter bis auf weiteres, den Zuzug nach Leisnig fernzuhalten. Die bei einer eventuellen Arbeitseinstellung in Betracht kommenden Ar­beiter sind fast alle seit längerer Beit im Verein Deutscher Schuh­macher organisiert; es ist deshalb als sicher anzunehmen, daß bei Fernhaltung des Zuzuges die Firma Zehl sich doch noch mit ihren alten eingearbeiteten Arbeitskräften verständigen wird. Um Ab druck des Vorstehenden werden sämtliche Arbeiterblätter gebeten. Der Vorstand des Vereins deutscher Schuhmacher. Deutfches Reich.

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" In Erwägung, daß es die idealste Pflicht und Aufgabe der Arbeitervertreter sein muß, dahin zu wirken, daß die materiellen Leistungen der Krankenkassen für die Mitglieder den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechend so viel wie möglich ausgebaut werden; in fernerer Erwägung, daß dies bei der freien Arztwahl aus geschlossen ist, weil die gegenwärtigen Bestrebungen der Aerzte im Leipziger Verband nicht den socialen Interessen der Krankenkassen förderlich find, beschließt die heutige hier im Gewerkschaftshause tagende Versammlung des Arbeitervertreter- Vereins von Berlin , daß den Krankenkassen zur Hebung ihrer Kassenleistung die be= schränkte freie Arztwahl unter guter Honorierung allgemein zu empfehlen ist.

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Zu Anfang der Versammlung warf der Vorsitzende Massini einen Rückblick auf die Lage des Vereins im vergangenen Jahre. Die Finanzen haben sich gebessert, die Mitgliederzahl ist um 400 ge- Die Bauanschläger, soweit diefelben im Metallarbeiter- Berband stiegen, aber die Arbeitslosigkeit war ziemlich start. Die niedrigste organisiert sind, tagten am Sonntag im Gewerkschaftshause. Bahl der Arbeitslosen: 412= 6 Proz. der Mitglieder, hätte der Bartels referierte über das Thema: Theorie und Praris im Monat März, während der Juli mit 836= 12 Pro3. die höchste Koalitionsrecht der Arbeiter". Zur Diskussion sprachen Dochow Arbeitslosenziffer aufwies. Auf die Verminderung der Arbeitslosen und Fendius. Von einer weiteren Diskussion wurde, um die werde die Organisation hauptsächlich bedacht sein, und zu diesem Wirkung des mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrages nicht ab 3ived würden dem Tarifausschuß in seiner bevorstehenden Sizung zuschwächen, Abstand genommen. In seinem Schlußwort forderte Anträge unterbreitet werden auf Einschränkung der Ueberstunden, der Referent die Kollegen auf, sich nicht nur gewerkschaftlich, Herabsehung der Lehrlingsstala, sowie Anträge hinsichtlich des Ar- sondern auch politisch zu organisieren, dann würde das beitsnachweises und der Sehmaschinen. Von den Vereinsangelegen- Stoalitionsrecht nicht nur auf dem Papier stehen, sondern sich auch heiten, die am Schluß der Versammlung besprochen wurden, ist in Wirklichkeit ausführen lassen.- Sodann wurde die Sterbe­folgendes zu bemerken: Nach dem Tarif sollen im Sinne des Bürger- Unterstüßungsfrage geregelt. Es soll jedem Kollegen überlassen lichen Gesetzbuches Versäumnisse der Arbeitszeit, welche durch die bleiben, soweit derselbe nicht dem früheren Verein der Bauanschläger Erfüllung staatlicher und kommunaler Pflichten entstehen, bezahlt Berlins und Umgegend angehört hat, da für diese Mitglieder die werden. Gestüßt auf diese Tarifbestimmung hat ein Mitglied für Sterbe- Unterstügung obligatorisch eingeführt ist, sich durch eine eins die Zeit, welche er durch die Ausübung des Wahlrechts zum malige Zahlung von 50 Pf. die Sterbe- Unterstützung zu sichern. E preußischen Landiage verfäumte, Bezahlung gefordert, er ist aber werden gezahlt nach 52 wöchentlicher Mitgliedschaft 30 m., nach vom Tarif- Schiedsgericht und vom Tarifamt abgewiesen worden 104 wöchentlicher Mitgliedschaft 40 M. und nach 208 wöchent mit der Begrüundung: Die betreffende Bestimmung des Tarifs beziehe licher Mitgliedschaft 50 M. Hierfür wird eine besondere Marke sich nur auf solche staatliche und kommunale Pflichten, deren Nicht- ins Statutenbuch geklebt. Ferner sollen zur intensiveren Agitation erfüllung strafbar sei. Das treffe aber bei Wahlen nicht zu. in fürzester Zeit öffentliche Versammlungen einberufen und ein Flug Man hält diese Auslegung für eine Einschränkung, die weder durch blatt herausgegeben werden. Entrüstung rief die Gründung eines den Tarif noch durch das Protokoll über die Tarifverhandlungen neuen Vereins hervor, welcher sich den Namen des eben erst auf­begründet ist. Auch diese Angelegenheit soll im Tarif- Ausschuß zur gelösten Vereins der Bauanschläger zugeeignet hat. 3 zielt dies Sprache gebracht werden. nur auf eine Frreführung der noch außenstehenden Kollegen hin. Die Mitglieder werden aufgefordert, den Arbeitsnachweis bon Der Arbeitervertreter- Verein hielt am Donnerstag im Geiverk Schröder streng zu meiden und nur die Arbeitsnachweise von fchaftshause eine Sigung ab mit der Tages- Ordnung: Die Döring. Alte Schönhauserstr. 9, und Hagen , Charlottenburg , Vis er antentassen und die Forderungen der mardstraße 7, zu benutzen. Auf Grund eines der beiden bestehenden deutschen Aerzteschaft". Redakteur Sydow wies in Tarife soll versucht werden, in fürzester Zeit mit den Meistern in seinem Referat auf den großen Umschwung der Meinung hin, der neue Verhandlungen zu treten. Zum Schluß wurde noch auf das sich während der letzten Jahre in den Krankenkassen über die Zwed- Stiftungsfeft am 23. Januar im Gewerkschaftshause aufmerksam ge­mäßigkeit der freien Arztwahl vollzogen habe. Demgegenüber propa- macht, deffen Ueberschuß den Crimmitschauer Webern überwiesen giere jezt die Aerzteschaft mehr denn je den Gedanken der freien werden soll. Arztwahl, weil es den Aerzten auf diese Weise leichter werde, eine Die Sektion der Buyer des Maurerverbandes hielt am 3. Januar Standesorganisation oder einer Ring zu bilden, mittels dessen sie eine gut besuchte Mitglieder- Versammlung ab. Der Vorsitzende den Kassen willkürlich die Höhe der Honorarpreise zu diktieren ge- Neumann erstattete den Jahresbericht. Darauf wurde vom Staffierer dächten. Für die Arbeitervertreter entstehe nun die Frage: Wie die Abrechnung verlesen. Dieselbe ergab für das vierte Quartal müssen wir vom Standpunkte der Kassenpraris aus die Sache be- folgendes: Einnahme und Ausgabe der Zweigvereinskasse trachten, und wie haben sich die Vertreter der Versicherten zu der 10 794,65 M. Diese Lokaltasse hatte intl. des alten Bestandes eine Aerzte- Organisation zu stellen? An der Hand eines reichhaltigen Einnahme von 44 067,50 M., eine Ausgabe von 1991,27 9., bleibt statistischen Materials fuchte Redner nun die Argumentation des Bestand von 42 076,23 M. Die Jahresabrechnung ergab folgende Timmschen Artikels in den Socialistischen Monatsheften" als halt- Bilanz: Einnahme infl. des Bestandes vom Jahre 1902 los zu beweisen. Die Redensart, jedes Kaffenmitglied müsse das 84 647,32 M., Ausgabe 42 571,09 M., bleibt Bestand 42076,23 M. Recht haben, sich an den Arzt seines Vertrauens zu wenden, könne Die Mitgliederzahl betrug am Schluſse des Jahres 1525. höchstens noch in Kleinstädten, wo nur wenig Aerzte ansässig sind, Bei der Wahl der örtlichen Verwaltung wurden dieselben Kollegen eine gewisse Berechtigung haben. Ganz anders liege die Sache aber wiedergewählt, mit Ausnahme des zweiten Kassierers, welcher ab­in Ortschaften, wo nur ein Arzt praktiziert. Da könne von einem gelehnt hatte, dafür wurde Kollege August Lange gewählt. Zu Vertrauen" zum Arzt gar keine Rede sein, weil der Patient nur Revisoren wurden die Kollegen May Weier, Ch. Wanske und H. Richter froh sein muß, wenn er im Ernstfalle den einzigen Arzt überhaupt gewählt. Darauf wurde der Antrag angenommen, dem Verband zu Hause trifft. In den Großstädten hingegen wendet sich der Krante der Töpfer für die Ausgesperrten 3000. zu überweisen. Zum meistens an den Arzt, der ihm am nächsten wohnt. Muß der Patient Schluß wurde dann noch der Antrag angenommen, daß die Mit­einer Großstadt aber in ein Krankenhaus überführt werden, wo er gliederversammlungen wieder am ersten Sonntagvormittag eines womöglich eine Deration auf Leben und Tod durchzumachen hat, da jeden Monats stattfinden sollen. muß er einfach mit den Anstaltsärzten vorlieb nehmen, von denen Charlottenburg . Die Filiale der Vereinigung der Maler, Lackierer, er erst wer weiß wann erfährt, ob sie Müller oder Schulze heißen. Anstreicher, Tüncher und Weißbinder Deutschlands hielt am 4. d. M. Die Auswahl eines wirklichen Vertrauensarztes fomme in solchen im Voltshause eine außerordentliche Versammlung ab, die sich mit Fällen von vornherein nicht in Frage. Was nun die Besoldung der den bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen befaßte. Nachdem der Stafsenärzte anbelange, so sei selbst vom kaiserlich Statistischen Amte Vorsitzende Flemming in hurzen Umrissen die hohe Bedeutung dieser Das Reich der Gewerkschaften und seine Grenzen berechnet worden, daß in den letzten 15 Jahren die Honorarfäße von Wahlen gekennzeichnet und zu einer regen Beteiligung an den am Yautete das Thema eines Vortrages, den Genosse Eduard Bernden Kassen um 118 Prozent aufgebessert worden seien; jedenfalls 25. Januar stattfindenden Wahlen aufgefordert, nominierte die Ver­stein am Donnerstag in einer Versammlung des Vereins Berliner eine Lohnaufbesserung, wie sie den gesamten organisierten Arbeitern sammlung Jo st als zweiten Beisiger für die Branche. Der hierauf Buchdrucker hielt. Der Redner suchte die Frage zu beantworten, ob in demselben Zeitraum nicht zu Teil geworden ist. Wenn troßdem vom Kaffierer Drömert gegebene Sassenbericht vom IV. Quartal 1903 den Gewerkschaften nach Lage der Verhältnisse bestimmte Grenzen der einzelne Arzt eine Mindereinnahme erzielt, so sei das nicht Schuld wurde als richtig genehmigt. Weiter berichtete Flemming über die gezogen seien hinsichtlich ihres Umfanges und ihrer Leistungen. Was der Kaffen, sondern es liege an der ungefunden Vermehrung des am 28. Dezember 1903 in Berlin stattgefundene tombinierte Borstands­den Umfang des Reiches der Gewerkschaften anbetrifft, so ist nach Aerztepersonals. Es sei nicht einzusehen, weshalb gerade die fizung, in der die Frage der Verschmelzung der Vororts- Filialen mit Ansicht des Referenten nicht zu erwarten, daß es in der heutigen Krankenkassen als Operationsfeld für die Garantie eines standes der Filiale Berlin lebhaft erörtert wurde. In dieser Sache soll am Gesellschaft den Gewerkschaften gelingen werde, sämtliche Arbeiter gemäßen" Einkommens der Aerzte dienen sollen, während diese sich 20. Januar für Charlottenburg im Voltshause eine außerordentliche aller Berufe zu umfassen, daß den Gewerkschaften vielmehr in zu weit niedrigeren Gehältern dem Staat, der Kommune oder Versammlung stattfinden. dieser Hinsicht Grenzen gesteckt seien, die bestimmt würden durch die einzelnen Fabrikanten für Krankenhäuser oder Fabrik- Krankenkassen

Ein neuer chriftlich- ultramontaner Bergarbeiter- Verband foll In Oberbayern gegründet werden und zwar augenscheinlich zu dem Zweck, die südbayerischen Kohlen- Bergarbeiter wieder einzufangen, die von dem großen ultramontanen Verband hauptsächlich durch das Auftreten des Herrn Aug. Brust abgesprengt wurden. Gründer des neuen Verbandes ist ein Herr J. Lanz, der zugleich auch als Sekretär des Verbandes der in staatlichen Werken beschäftigten Berg, Hütten- und Salinenarbeiter fungiert und bisher nur durch feine auffallende Ungefchidlichkeit aufgefallen ist.

Ausland.

Der Schifferstreit in Spanien . Die Matrosen der im Hafen von Santander liegenden Schiffe sind in den Ausstand getreten. Ver­Handlungen der Unternehmer mit den Arbeitern zur Herbeiführung einer Verständigung sind gescheitert. Die Matrosen in den Häfen von Alicante , Balencia und Sevilla haben sich dem Ausstand an­geschlossen. Eine große Anzahl von Schiffen kann ihre Ladung nicht Löschen. Einige Schiffahrts- Gesellschaften in Sevilla und Barcelona beabsichtigen, französische Matrofen anzuwerben.

Verfammlungen.

besonderen Verhältnisse des Berufes. Schwer zu organisieren feien aur willigen Berfügung stellen. Jedoch sei die Honorarfrage der Letzte Nachrichten und Depeschen.

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Uebel schlimmstes noch nicht; vielmehr liege dies in der Forderung der unbeschränkten freien Arztwahl, mit deren Einführung, wie erwiesen, die Dauer der Krankheitstage und damit die Höhe der zu leistenden Krankenunterstüßung wesentlich steigt und die Kassen

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Gewerbegerichtswahlen in Schöneberg .

Bei den heutigen Gewerbegerichtswahlen in Schöneberg erhielten

Urteil im Fluchtbegünstigungs- Prozeß Bauer. Köln , 9. Januar .( W. T. B.) In dem Fluchtbegünstigungs­

die ungelernten, sowie die in decentralisierten Berufen beschäftigten Arbeiter und die Frauen, während die Gewerkschaften größere Er folge haben in den Berufen, wo vorwiegend gelernte Arbeiter be­schäftigt werden. In der zweiten Auflage des Webbschen Buches über die englischen Gewerkschaften werde konstatiert, daß die starken Ge- zu schwer belastet. Deshalb sei zum mindesten die beschränkte bon 1354 Stimmen die Kandidaten der centralorganisierten Gewerk­tverkschaften noch stärker, die schwachen aber noch schwächer geworden der Revierärzte übergehen wolle. Die Aerzte Organifchaften 1198, die Lokalorganisierten 156 Stimmen. Zum erstenmal find und daß die große Masse der ungelernten Arbeiter wenig iation wie sie ist, fönne mit modernen Arbeiter- Organisationen wurde ein Arbeitgeber Beisiger von der Liste der Getvert organisiert ist. Wenn einige Gewerkschaften bis 90 Prozent, andre fation wie sie ist, fönne mit mit modernen Arbeiterorganisationen schaften gewählt. nur 10 Prozent der Berufsangehörigen umfassen, so sei das kein gar nicht in Vergleich gezogen werden, denn dort handle es sich Zufall, sondern es hänge mit den Berhältnissen des Berufes zu- lediglich um eine Standesorganisation mit zünstlerischem Geist. sammen, die dem Umfang der Gewerkschaften bestimmte Grenzen Wenn eine derartige Organisation und deren Forderungen anerkannt fteden. Bei der Frage nach den Leistungen der Gewerkschaften werden sollen, dann müsse die Arbeiterschaft auch damit einverstanden Prozeß gegen Bauer und Genossen wurde heute das Urteil gefällt. schied der Referent das Unterstübungswesen aus und behandelte nur sein, wenn etwa der Kohlen- oder Petroleumring die Preise für die Schuhmann Schnigler wurde zu 1 Jahr, Frau die eigentlich gewerkschaftlichen Aufgaben: Regelung der allgemeinen betreffenden Bedarfsartikel diftiert. Vollends verfehlt aber sei die Adele Bauer zu 2 Monaten, Friß und Eugen Bauer Arbeitsbedingungen und der Lohnverhältnisse. Die Regelung der Timmsche Forderung eines Reich 3 3 uschusses zu den Stranten- wurden zu je einem Monat, Harro Bauer und Arbeitsbedingungen, insbesondere der Arbeitszeit, sei eine not- faffen, denn dazu würde sich die Regierung jedenfalls nur unter Rechtsanwalt Mayer zu je zwei Wochen Gefängnis wendige Aufgabe der Gewerkschaften, ja sie fönne ohne die Gewerk- Preisgabe der Selbstverwaltung der Kassen verstehen. Ueberdies verurteilt. schaften überhaupt nicht erfüllt werden, denn die gefeßliche Regelung würde dann ein Verhältnis geschaffen, ähnlich dem der ostelbischen Gescheiterter Postdampfee. der Arbeitszeit bleibe im allgemeinen hinter dem zurüd, was einzelne Notstandsagrarier zu Staat und Bevölkerung. Der Andrang zum Bictoria( Britisch- Columbien), 9. Januar .( W. T. B.) Der Organisationen bereits erreicht haben, die Gesetzgebung trete erst dann Aerzteberuf werde sich dann noch mehr steigern; dies bedinge wieder Postdampfer Challam", der zwischen Victoria und Seattle verkehrt, ein, wenn die Gewerkschaften bereits gezeigt haben, was in der neue und erhöhte Reichszuschüsse, und die Schraube ohne Ende sei ist gesunten. 53 Personen find ertrunken. Praris durchgeführt werden kann. Die Regelung des Lohnberhält fertig sowie fich dies bei der Zollschraube zu Gunsten der Agrarier niffes geht nach zwei Richtungen: Die Art der Entlohnung( Beit­oder Stücklohn) und die Höhe des Lohnes. Die Frage, ob in be­stimmten Fällen Zeit- oder Stücklohn herrschen soll, laffe sich nicht bogmatisch beantworten. Auf einer gewissen Stufe der technischen

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zeigt. Auf diese Art schaffe man zu allem Ueberfluß auch noch Wien , 9. Januar .( W. T. B.) Wie die Zeit" erfährt, ist der Sanitäts- Agrarier". Die Grundforderung der Arbeiter und deren hiesige japanische Militärattaché telegraphisch nach Tokio Bertreter sei und bleibe: Schaffung staatlich beamteter Aerzte. Go- berufen worden und bereits mittags abgereist. Ueber die Gründe lange fich der Staat dazu aber nicht bequemt, solange müssen die der Abberufung wird Stillschweigen beobachtet.

Verantw. Redakteur: Julius Kalisti, Berlin . Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt