deutscher Industrieller wurde mitgeteilt, daß der Geldbedarf für die Crimmitschauer Fabrikanten jetzt schon auf Monate hinaus gefichert sei. Die Versammlung sprach einstimmig ihr Vertrauen zur bisherigen Führung aus und beschloß, einen allgemeinen deutschen Arbeitgeberverband ins Leben zu rufen. Mit der Ausführung dieses Beschlusses wurde ein aus 11 Personen bestehendes komitee
betraut.
Dieser Tage hatte sich nun wieder der Genosse Köhler als Vorsitzender des Gewerkschafts- Kartells in Crimmitschau wegen Aufreizung zum Klassen haß zu verantworten. Es handelte sich in der Anklage um ein Flugblatt an die Arbeiterschaft, in dem dieselbe zur Unterstützung der Weber aufgerufen wird mit den Worten: " Auf die Schanzen!" An die Gewehre!"- Die Staatsanwalt schaft bringt das Unglaubliche fertig, diese retorischen Wendungen wörtlich zu nehmen! Im andren Falle könnte sie nämlich gar teine Anklage erheben. Heiliger Bückler !
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duldet werden.
Gerichts- Zeitung.
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Stadtmagistrat die Aufforderung zu richten, daß er alles aufbieten ich nichts. Der Vorsitzende bemerkt den Geschworenen, daß ber möge, die drohenden Differenzen zu verhüten, da eine weitere Ver- fremde Fleischergeselle und auch dessen Stod trop aller Nache schlechterung der Erwerbsverhältnisse der Glasarbeiter nicht nur die forschungen nicht aufgefunden werden konnte. Der Angeklagte bürgerlichen Kreise in Mitleidenschaft ziehen, sondern im Verein mit Bergin bemerkte auf Befragen des Vorsitzenden: Er, der Jude, der schon herrschenden Arbeitslosigkeit auch die Stadt schiver belasten habe sich gerühmt, er könne die Gesänge und gottesdienstlichen Handwürde. Eine Lohnreduktion soll unter keinen Umständen mehr gelungen aller Stonfeffionen nachahmen. Darüber und über andre gotteslästerliche Redensarten des Juden habe er sich geärgert. Er habe daher den Juden am Kragen gefaßt, ihn ein paarmal in der Luft herumgewirbelt, auf die Erde geworfen und ihm mit seinent Stock einige Schläge versetzt. Darauf habe Hahn den Juden auch mit einem Stock geschlagen. Vors. Wofür wurde der Jude ge= schlagen? Bergin: Das kann ich nicht sagen. Vors.: Wurde der Jude nicht auch mit Füßen getreten? vors.: Was geschah dann weiter? schließlich auf und sagte: er wolle schlafen gehen. Vergin: Nein. Vergin: Der Jude stand er nicht über Schmerzen? Bergin: Nein. Vors: Waren Vors.: Slagte Sie angetrunken? Sie waren an diesem Abend auch nicht angetrunken?- Angel.: Angefl. Vergin: Nein. Bors.: Hahn, Etwas war ich angetrunken.
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vorsteher Schulz- Hammerstein geben dem Angeklagten Vergin ein gutes Die Zeugen Gemeindevorsteher Mausolf- Steegers und Amtsziert habe. Die medizinischen Sachverständigen geben ihr Gutachten Beugin. Einige Zeugen bekunden, daß Lewy die Schlägerei provodahin ab, daß der Tod des Lewy offenbar infolge der Mißhandlungen eingetreten sei. Der erste Staatsanwalt Schweigger beantragt, die Angeklagten der schweren Körperlegung schuldig zu sprechen In später Nachmittagsstunde wird verkündet. E3 lautet:
das Urteil
der Umstände zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Der Schlossermeister Hahn wurde unter Zubilligung mildern wächter Vergin wurde freigesprochen, da die Geschworenen die Der Nachts Schuldfrage ihm gegenüber verneinten.
Auch der Vertrauensmam der Scharfmacher, Schweinburg, verBreitet nähere Mitteilungen über die Verhandlungen. Herr Bogel Hat danach ganz besonders scharf betont, wie die Crimmitschauer Arbeitgeber alles versucht haben, um den Frieden mit ihren Der Mord in Steegers vor dem Koniger Schwurgericht. Arbeitern aufrecht zu erhalten, bis es eben nicht mehr Konig, den 13. Januar 1904. weiter ging. Ein Nachspiel zu der Ermordung des Gymnasiasten Ernst Winter Die Arbeitgeber wollten keine Unterstüßung, in Konig, die bis zum heutigen Tage eine Sühne nicht gefunden hat, aber auch keine Vermittlung der Regierung. An Unter- bildet gewissermaßen der Todschlage- Prozeß, der heute das hiesige stützungen seien wöchentlich 50 000 m. nötig, die auf längere Schwurgericht beschäftigt. Auf der Anklagebank fizen unter der Zeit gesichert seien„ bank dem thatkräftigen Eingreifen des Central- Beschuldigung, am Abend des 28. September vorigen Jahres den verbandes". Die Mittel seien so reichlich, daß das Anerbieten eines jüdischen Schriftscher Berthold Levy aus Warschau zu Tode großen Bankinstituts, in den Kreisen der deutschen Bankweit eine geprügelt zu haben: 1. der Schlossermeister May Hahn und 2. der Sammlung in großem Stil für die Crimmitschauer Arbeitgeber ein- Nachtwächter Johannes Bergin aus dem kleinen westpreußischen zuleiten, vorläufig mit Dant abgelehnt werden konnte. Was mag 28. September im Verein mit andern Einwohnern in der Gast Städtchen Steegers. Die beiden Angeklagten befanden sich am das wohl für ein großes Bankinstitut gewesen sein? Die elf wirtschaft von Schülke , woselbst auch der ermordete Levy, der tags Sayleifer des Komitees find Beumer, Blohm, Bued , zuvor über Alexandrowo von Warschauzugereist war, Quartier genommen Groß- Augsburg, Hedmann, Hols, Krabler, Vogel - hatte. Der fremde Mann mit dem jüdischen Ausschen und Ramen erregte Chemnitz , Vopelius, Vorster, Wendland t. naturgemäß gerade zu damaliger Zeit, wo die antisemitische Agitation Auch eine Aufreizung zum Klaffenhak". im Lande mit der unaufgeklärten Ermordung des Ernst Winter Die Prozesse gegen die Ausgesperrten und ihre Führer in in Stoniz erhobene Anflage, welche schließlich mit der Freisprechung wirkte, allgemeines Interesse. Die gegen den Schlächtermeister Levy Crimmitschau enden, selbst wenn sie zu einer Verurteilung der An- des schwer Verdächtigten geendet hatte, war noch in aller Erinnerung geklagten führen, stets mit einer moralischen Rechtfertigung und ebenso die in der damaligen Verhandlung aufgetauchte Verder Ausgesperrten. Bekanntlich werden über dieselben die schlimmsten mutung, daß von auswärts gekommene Juden im Verein mit dem Terrorismus- Vorwürfe beweislos verbreitet und finden ihren Weg Namensvetter des Fremden die Ermordung des selbst in die Parlamente. unglücklichen Gymnasiasten bewerkstelligt hätten. Dazu kam noch, daß man sich gerade am Vorabend des jüdischen Versöhnungsfestes befand. Die Folge davon war, daß Levy allerhand Sticheleien von seiten Zum Polizeifampf gegen Streifposten. Anläßlich des Gürtlerfragte ihn, ob der zum Teil angetrunkenen Gäste ausgesetzt war. Man und Drückerstreits hatte der Arbeiter G. Streifposten gestanden. in Steegers geplant sei und forschte den Fremden ein Seitenstück zu dem Koniger Mord| Er wurde polizeilich sistiert, mit einem Strafmandat über 30 M. feine Ansicht bezüglich der Konizer Mordthat aus. Levy verbat sich der Aufforderung des Schutzmanns, sich zu entfernen, keine Folge über bedacht und auch vom Schöffengericht zur Zahlung verurteilt, weil er diese Anzapfungen und Beleidigungen und beging darauf die Unflug leistete. heit, nun auch seinerseits aggressiv zu werden, indem er auf die 8. Straffammer auf Freisprechung mit folgender Begründung: Dur Auf die eingelegte Berufung hin erkannte gestern die antisemitische Bewegung schalt und der Vermutung Ausdruck gab, die Beweisaufnahme sei festgestellt, daß der Angeklagte wie auch die daß vielleicht die Antisemiten selbst den Mord in Konig begangen übrigen Streifenden sich durchaus ruhig, ordentlich und anständig Bürgermeister Be d mann führte als Zeuge aus:„ Das Flug- hätten, um den Juden eins auswischen zu können. Darob erhob sich betragen hätten. Es seien bei dem Streik wohl die Interessen der Bürgermeister Be dmann führte als Zeuge aus:„ Das Flug- ein Heidenlärm in der Wirtschaft. Man drang auf Levy ein und Fabrikanten, nicht aber öffentliche Interessen verlegt worden, des Blatt habe ich konfisziert von der Erwägung ausgehend, daß, fiel über den Wehrlosen mit Fäusten und Stöden her. Namentlich halb fei die polizeiliche Fortweisung der Streikposten zu Unrecht wenn das negative Ergebnis der Einigungsdie beiden Angeklagten sollen sich an dieser Schlägerei sehr lebhaft erfolgt. verhandlung bekannt werde, das Flugblatt die gereizte beteiligt haben. Schlossermeister Hahn soll den Levy gezwungen haben, Stimmung vermehren werde. Auch befürchtete ich Ruhestörung." niederzutnien und das Vaterunser zu beten, worauf der Angellagte S. verhandelt, weil er bei demselben Streit groben Unfug Vor dem Schöffengericht wurde gegen den Metalldrücker Diese Einigungsverhandlungen verliefen bekanntlich negativ, weil Bergin dem Levy dann einen Schlag versezt haben soll, an dessen Folgen verübt und einen Auflauf verursacht haben soll, indem er in die Fabrikanten das Erscheinen vor dem Gewerbegericht der Unglückliche am nächsten Morgen verschieden ist. Der Fall hat Gemeinschaft mit 16 andren Arbeitern zwei Arbeitswillige der Thadeablehnten. Interessant war an der Mussage des Zeugen seiner Zeit großes Aufsehen erregt und sogar den für den Kreis fchen Fabrit verfolgte. Der als Zeuge geladene Schuhmann wußte noch, daß er das Ginschlagen der Fenster, das auch im Redakteur Böckler- Berlin zu einer Erklärung auf dem Parteitage der verfolgt habe; er habe ihn nur mit andren Personen vor dem PolizeiSchlochau- Flatoi gewählten antisemitischen Reichstags- Abgeordneten nicht zu sagen, ob der Angeklagte Arbeitswillige belästigt oder Reichstage eine Rolle spielte und jetzt neuerdings von der Scharf- antisemitischen Partei in Berlin veranlaßt, wonach er bei seinen bureau stehen sehen und seine Fortweisung für notwendig gehalten, macherpresse( siehe gestrige Neueste Nachrichten") wieder aufs Tapet Agitationsreisen niemals in Steegers gesprochen, also die dortige weil die Polizei Arbeitswillige von und nach der Arbeitsstätte habe gebracht ward, nicht auf das Conto der Streikenden" setzt! " Bevölkerung auch nicht gegen die Juden aufgereizt haben könne. begleiten müssen. Zeuge Fabrikant Thade erklärte, er tisse auch Polizei- Inspektor Elsner soll darüber Auskunft geben, wie Gerade dort habe man ihm jedesmal die Säle verweigert. Die beiden nicht, ob der Angeflage Arbeitswillige belästigt hat; polizeiliche Hilfe sich die„ streikenden" Arbeiter vor und nach dem Erscheinen dieses Angeklagten sollen ihre Stimme bei der letzten Reichstagswahl auch habe er lediglich deshalb erbeten, um fid auf diese Weise einige Flugblattes betragen haben. Er meint: Nach Erscheinen des Flug- nicht dem antisemitischen Kandidaten, sondern dem der Bolen ge- Arbeiter zu erhalten. Der angeblich verfolgte Arbeitswillige" bes blattes hat sich die Erregung gesteigert nicht mir bei den Streifenden geben haben. Beide Angeklagten sind noch nicht bestraft und haben kundet, er sei von niemandem belästigt worden, habe auch keinen sondern auch bei den Fabrikanten. Es war allgemein Besorgnis feiner Zeit angegeben, sie wären total betrunken gewefen. Der An Menschen um Schuh angerufen und auch keine Besorgnis vor Aus vorhanden, daß etwas Besonderes vorfallen könne. Die Leute ver- geklagte Vergin ift Vater von acht Kindern. Den Vorsiz im Gerichts- schreitungen der Streifenden empfunden. Die Schutzmaßnahmen der weigerten ihre Namen, in den Bürgerkreisen war die Meinung vorhofe führt Landgerichts- Direktor Monschaw. Polizei habe er über sich ergehen lassen, weil sein Chef es so wünschte. Unter den Geschwornen befindet sich ein einziger Jsraelit, Kauf- Auf Antrag des Verteidigers, der an diesem drastischen Falle wieder handen, daß es noch zum Blutvergießen komme. Daß Gewaltthätig- mannn Salomon Friedlaender ( 3empelburg). Dieser wird vom zeigte, was es mit dem vielverfchrieenen Terrorismus" keiten vorgekommen, könne er sich nicht entsinnen. Staatsanwalt angenommen, vom Verteidiger, Rechtsanwalt Gebauer, streitender Arbeiter eigentlich auf sich hat und wie die Polizei lediglich abgelehnt. im Privatinteresse der Unternehmer gegen die Arbeiter eingeschritteit Aus den Verhandlungen sei folgendes wiedergegeben: Vors.: ist, erkannte das Gericht auf Freisprechung und legte auch die Kosten Es wird erforderlich sein, zunächst festzustellen, ob der Angeklagte der Verteidigung sowie die dem Angeklagten ertvachfenen Auslagen überhaupt verhandlungsfähig ist. der Staatskasse auf. Dies geschah nach den Ausführungen hat, befundet auf Befragen des Vorsitzenden, daß der Angeklagte bis in alle Instanzen durchgefochten würden und die Angeklagten da Dr. med. Neuß, der den Angeklagten in Bublik behandelt des Vorsitzenden deshalb, weil es bekannt sei, daß solche Streitfachen stark zum Alkohol neige. Es werden sodann noch eine ganze Anzahl von Zeugen aus Der Angeklagte Hahn habe ihm heute früh über förperliches Un Polizeibeamten auch schon zum Bewußtsein fommen müssen, daß die Kreisarzt Dr. König bemerkt danach: eines Verteidigers nicht entraten fönnten. Im übrigen hätte es den den Reihen der Streifenden vernommen, welche in den Worten behagen geklagt, er halte aber denselben für verhandlungsfähig und Streifenden als Streityoften lediglich ein Recht ausübten, welches teine Aufforderung zum Straßentampf erblidt sei auch der Ansicht, daß der Angeklagte bei Begehung der That fich ihnen laut Entscheidung des Reichsgerichts gefeßlich eingeräumt fei. haben, sondern nur eine Aufforderung zur Unterstügung. Die Be in einem Zustande befand, in dem seine freie Willensbestimmung Das Urteil rechtfertige sich, da sich die dem Angeklagten zur Last gevölkerung Crimmitschaus neige überhaupt nicht zu Gewaltthätigkeiten. nicht ausgeschlossen war. Es wird danach in die sachliche Verlegten Beschuldigungen als völlig haltlos erwiesen hätten. Das Gericht beschloß, die Sache behufs weiterer Zeugen- fragen des Vorsitzenden: Am Abend des 28. September 1903 sei handlung eingetreten. Der Angeklagte Hahn bemerti auf Bevernehmung zu vertagen. Auch die Unternehmerkreise sollen in der Schülleschen Gastwirtschaft ein Jude gewesen. Der Postbote darüber befragt werden. Werner fam in die Gastwirtschaft und verteilte Briefe. Da sagte der Jude: Ich bin Postdirektor und werde den Postboten anzeigen; nach 8 Uhr abends dürfen Briefe nicht mehr ausgeteilt werden. Tischlermeister Stugte
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Amtsrichter Saiser giebt an: Bis zum Erscheinen des FlugBlattes standen 11 Sachen an. Seitdem sind 32 Sachen zur Aburteilung gelangt. Die Stimmung nach dem Erscheinen fenne er aus den Verhandlungen; sie war eine gereiztere. Thätliche Beleidigung wäre nur in zwei Fällen zur Aburteilung gelangt. Ein Fall sei noch nicht entschieden.
In dem Parketigeſchäft von A. u. 6. Mittag, Grolmanfraße 35, haben am Montag sämtliche Parkettleger die Arbeit eingestellt. Die Firma ist die einzige, welche den 1900 mit dem Holzarbeiter- Verband vereinbarten Tarif nicht zahlt. Herr Mittag hat einen Agenten mit Namen Fischer aus Leipzig beauftragt, von außerhalb Parkettleger heranzuziehen. Sämtliche Parkettleger Berlins find organisiert und werden alles thun, um auch die Firma Mittag zur Anerkennung des Tarifs zu veranlassen. Zuzug von auswärts ist fernzuhalten.
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Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branchenkommission der Parkettbodenleger. J. A.: Paul Walter. Deutfches Reich.
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im
Versammlungen.
Sinne gleichen
ant und
Sache des Feilenhauers a age, der vom Schöffengericht zu drei Die Berufungsinstanz beschäftigte sich am selben Tage mit der Tagen Gefängnis verurteilt war, weil er als Streifposten beim geilenarbeiterstreit mit Bezug auf einen Arbeitswilligen gesagt haben sollte:" Das ist auch einer von denen." Wie noch erinnerlich sein dürfte, hatte dieser Arbeitswillige mit seinem Bruder Mauſchelle, er Stable en gerte sich darüber und gab dem Juden eine zuſammen ben Angeklagten nach jenem Ausſpruch auf das brutalfie ob die Anwesenden katholisch oder evangelisch seien? Als ihm ge- Revolvern bedroht, die sie sich auf Anraten von Bolizeibeamten hin gemißhandelt. Beide hatten außerdem die Umstehenden mit antiportet wurde: beides, begann der Jude in einer fremden Sprache gekauft hatten. Das Gericht sprach den Angeklagten frei, da nicht zu fingen. Vors.: Was war das für eine Sprache?- Angel.: erwiesen sei, daß sich jener Ausspruch auf den Arbeitswilligen be Ich weiß es nicht, die anwesenden Katholiken sagten: er fingt lateinisch, er scheint das Paternoster" zu singen. zogen habe.. Vorf.: War Wer terrorifiert? der Gesang nicht hebräisch? Anget I.: Ich kann es nicht sagen. Vors.: Betete der Jude vielleicht für sich hebräisch oder sind Sie der Meinung, daß er eine evangelische oder katholische gottesdienstliche Handlung verhöhnen wollte? Angel.: Ich war der Anficht, daß er eine gottesdienstliche Handlung nachahmen wollte, deshalb Lichtenberg . Eine öffentliche Versammlung aller Gewerkschaften war ich ärgerlich.- Vors.: Sie hielten es für eine Verhöhnung am Drte tagte am 11. Januar im großen Sale von Höflich. Genosse ciner christlichen gottesdienstlichen Handlung? Haben sich Litfin sprach über:„ Die Gewerkschaften und ihre Zukunft". Der die andren auch darüber geärgert? Redner kam im Verlaufe feines mit reichem Beifall aufgenommenen Angekl.: Ich nicht, es haben Zur Schneideraussperrung in Jena ist weiter zu berichten, daß sich alle geärgert. Vorf.: Sie und Graeber haben deshalb den Vertrages zu dem Schlusse, daß gar keine Veranlassung vorhanden der Vorsitzende des Gewerbegerichts, Dr. Wagner, die Beteiligten Juden auf den Kopf geschlagen? Angel I.: Jaivohl. Vori.: wäre, aus dem Umstande, daß sich die gewerkschaftlichen Kämpfe Angel.: Jaivohl.ors. aufgefordert hat, das Gewerbegericht als Einigungsamt anzurufen. Ist der Jude ins Gespräch gezogen worden? Angel.: Der immer mehr zu Machtfragen zuspizten, eine Besorgnis für die EntWährend die Gehilfen dazu bereit waren, verhielten sich die Arbeit- Jude hatte sich ohne Veranlassung ins Gespräch gemischt. wicklung der Gewerkschaften zu hegen. Redner ermahnte zur geber wie in Weimar strikt ablehnend. Infolge der riesigen Der Angeklagte Hahn erzählt im weiteren auf Anfrage des fleißigen und systematischen Agitation und appellierte an das Anstrengungen des Arbeitgeberverbandes, der überall inseriert, treffen Vorsitzenden: Nachdem Schülke Feierabend geboten hatte, sei er, Busammengehörigkeitsgefühl der Arbeiter. Die nachfolgenden Redner fast täglich Arbeitswillige von auswärts ein, die aber mit der gleichen Schülke , ein fremder Fleischergeselle und der Jude im Lokal geblieben. Brauer, Bufe und Liebermann feuerten die Anwesenden Regelmäßigkeit wieder von dannen ziehen, wenn sie über die Sach- Er sei noch geblieben, da Schülke ihm Abendbrot geben wollte. Der wiesen besonders auf die Lage Aufklärung erhalten haben. fremde Fleischergeselle fagte: Ich bin mit dem Juden von Hammer- bevorstehenden Wahlen zum Gewerbegericht und zur General. versammlung der Drts- Krankentasse hin. Am Schlusse der licher Redensarten erhalten. Sehr bald sei auch Nachtwächter u. Co. in Leisnig ist durch Vergleich beigelegt. Vergin in die Gastwirtschaft gekommen. Es sei Schnaps getrunken die Wählerliste zur Gemeindewahl, die vom 15. bis 30. Januar d. J. In der Fürther Spiegelglasindustrie stehen ernste Differenzen worden, der Jude habe aber feinen Schnaps bekommen. Borf.: in Rathause von Lichtenberg ausliegen müsse, einzusehen. Wer bevor. Die einst so blühende Industrie ist von einer schweren Krise Woher wissen Sie, daß es ein Jude war? Angell.: Das wurde nicht in der Liste verzeichnet ist, muß sofort seine Nachtragung verbedroht. Mit Neujahr wurde die Preiskonvention der Unternehmer gesagt. anlassen, wenn er nicht seines Wahlrechtes verluftig gehen will. aufgelöst, und sofort entwickelte sich eine wilde Preisdrückerei, deren Borf.: Sah er denn aus wie ein Jude? Angek: Jüdisch schon vielfach bedeutende Lohnverkürzungen gefallen lassen mußten. eine Alters- und Invaliden- Versicherungsfarte gefunden worden, die Neuerdings sind wieder in mehreren Fabriken Lohnkürzungen vor- in Hannover ausgestellt ist. Danach hieß der Getötete: Abraham Paris, 18. Januar .( W. T. B.) In der Deputiertenkammer genommen worden, in andren find sie angekündigt. Die Lebens- Lewy, er war am 22. Februar 1845 zu Warschau geboren und wurde heute ein Aftenstück verteilt, welches die Ergebnisse der von haltung der Glasarbeiter verträgt aber feine weitere Verschlechterung Schriftfehergehilfe.- Der Angeklagte Hahn bemerkt ferner auf der Zollunterkommission angestellten Prüfung der Tarife mehr. In einer Versammlung wurden die Lohnzettel eines ganzen fragen des Vorsitzenden: Der Jude sagte plötzlich: Wenn heute Deutschland 3, Englands, Belgiens , Staliens, Rußlands , der Jahres vorgelegt, nach denen der Wochenlohn 6, 7, 11 und 16 M. Christus auf die Welt käme, dann würde er wieder verdammt und Schweiz usw. enthält. Ein zweites Altenstück mit den Ergebnissen betrug, der geringste Lohn war 3 M., der höchste einmal 23 M. gesteinigt werden. Darüber ärgerten wir uns, Vergin ergriff den der Prüfung der Zolltarife andrer Länder wird demnächst verund einmal 28 M. Im ganzen Jahre betrug der Lohn 692 M., Juden an der Brust, wirbelte ihn ein paarmal umber, so daß der öffentlicht werden. Erst dann werden allgemeine Schlußfolgerungen aljo 13 M. pro Woche im Durchschnitt. Der Glasarbeiterverband Jude zur Erde fiel. Alsdann versetzte Vergin dem Juden mit seinem gezogen werden aus allen den vorgenommenen besonderen Prüfungen. ist bemüht, die drohenden Differenzen abzuwenden. Dieser Tage Stock ein paar Schläge. Er( Angeklagter) habe den Stock des Buenos Aires , 18. Januar .( Meldung der Agence Havas"). war der Centralvorstand am Orte und besuchte mit der Leitung der Fleischergesellen genommen und damit dem Juden auch etwa 6 Schläge Einem Telegramm aus Montevideo zufolge hat bei Illescas Bahlstelle die Fabrikanten, um die Einführung eines einheitlichen versetzt. Der Jude wollte sich darauf erheben, das konnte er aber ein blutiger Kampf zwischen den Regierungstruppen und den Lohntarifs anzubahnen. Ein Teil der Unternehmer erklärte sich nicht, erst später sei er aufgestanden und in feine Kammer gegangen. Aufständischen stattgefunden. Legtere seien geschlagen worden. Sie bereit, auf ein Vertragsverhältnis einzugehen und durch eine ge Borf.: Sie haben den Juden nicht mit Füßen getreten und ihn hätten gute Stellungen innegehabt, aber zu den Regierungstruppen meinschaftliche Kommission einen einheitlichen Tarif ausarbeiten zu geschuppit"?- AngelL.: Nein. Vors.: Sie sollen sich, als gestoßene Verstärkungen und Vors: Sie sollen sich, als gestoßene Verstärkungen und die Mitrailleusen hätten sie zum Lassen, der für eine bestimmte Zeit Geltung haben soll; andre machen Sie am folgenden Tage hörten, daß der Jude tot sei, gerühmt haben, Rückzuge gezwungen. Ein andrer Kampf soll bei Mansavillagra Ausflüchte oder kehren den Herrn im eigenen Hause" heraus. Eine daß Sie denselben heftig mit einem dicken Stock geschlagen haben und vorgefallen sein. Es heißt, Aparicio Saraiva sei am Bein verwundet Glasarbeiterversammlung faßte den einstimmigen Beschluß, an den zwar ohne zu sehen, wohin Sie schlugen?- Angefl.: Davon weiß worden. General Muniz verfolge die Aufständischen lebhaft.
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Die Lohnbewegung der Zwider von der Firma Heinrich 3ebrstein gefommen; dort hätte er auch bald Wichse wegen gotteslaiter Bersammlung wurde empfohlen, daß jeder Gelegenheit nehmen solle,
Folgen natürlich wieder die Arbeiter tragen sollen, die sich seit Jahren sah er aus.- Der Borfißende teilt mit: es fei bei dem Getöteten
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