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Nr. 18.

21. Jahrgang.

2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Freitag, 22. Januar 1904.

Berliner Partei- Angelegenheiten. cialdemokraten wählen werde. Die Wahl soll in acht Tagen vor- ben Dienſtſtunden der einzelnen Anstalten möglich ist. Der Nacht­

schiedenes.

Der Vertrauensmann.

Sechster Wahlkreis, Schönhauser Borstadt! Sonntagabend 5 Uhr findet im" Jägerhaus", Schönhauser Allee 103, eine Bersamm Iung für Männer und Frauen statt, in welcher Genosse Bartels feinen dritten Vortrag über Das Erfurter Programm" halten wird. Nach der Versammlung: Gemütliches Beiſammensein. Um rege Be­teiligung ersucht Der Central- Wahlverein für Teltow- Beeskow- Storto w- Charlotten­burg hält Sonntagnachmittag 3 Uhr in Nowawes bei Bernhard, Priesterstraße 31, seine Generalversammlung mit folgender Tages­rdnung ab: 1. Berichte des Vorstandes, des Kassierers und der Revisoren. 2. Berichte der Funktionäre des Streises. a) Antrag Schöneberg , betreffend anderweite Zusammensetzung des Vorstandes. b) Antrag, betreffend Anstellung eines befoldeten Beamten. c) Antrag Nowawes : Die Genossen sind verpflichtet, träge Rigdorf und Schöneberg , betreffend die Delegation zu den sich in dem Wahlverein ihres Wohnortes zu organifieren. d) An­Generalversammlungen. e) Antrag Neu- Zittau, betreffend Land­agitation. Antrag Schöneberg , betreffend Aufnahme des Pro­gramms in die Mitgliedsbücher. 4. Neuwahl aller Vorstands­mitglieder und Funktionäre. 5. Verschiedenes. Jeder Verein ist berechtigt, bis zu drei Delegierten zu entsenden. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Lankwik. Der Gemeindevorstand hat auf unfren Antrag auch die Sonntage zur Einsichtnahme der Wählerliste freigegeben, so daß die Lifte bis 31. Januar wochentäglich von 10-3 Uhr und Sonntags von 8-10 1hr eingesehen werden kann. Grünau. Am Sonnabend, den 23. Januar, abends 9 Uhr, hält der Wahlberein bei Stabbert Zur grünen Ecke" feine Mitglieder­versammlung ab. Da in dieser Versammlung die Aufstellung des Kandidaten zur Gemeindevertreter- Wahl erfolgt, so ist zahlreiches Erscheinen notwendig. Der Vorstand. Bezirk Waidmannsluft. Sonntag früh 8 Uhr Flugblatt­berbreitung. Treffpunkt für Dalldorf : bei Koll. Borsig walde: bei Waage. Waidmannslust : bei Schmidt, an der Chauffee. Hohen Neuendorf : Gasthof Schwarzer Adler". Die nicht in Frage kommenden Ortschaften begeben sich nach den nächstgelegenen Bezirken. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist Ehrenpflicht.

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Lokales.

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Aus der Stadtverordneten- Versammlung.

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, er andre Patienten von der Teilnahme am Beten abzuhalten ver­

waren.

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daß er sich dem Widerstande der Regierung fügen und feinen So- standen, nehmen dann auch den Nachtverkehr auf, soweit dies nach genommen werden. dienst braucht also nicht mehr in jedem einzelnen Fall angeordnet Erster Wahlkreis. Heute, Freitag, abends 8% Uhr, findet die zu werden. Die Anstalten stellen Verbindungen mit einander her, Generalversammlung des Wahlvereins in den Armin­Zu der Verquidung von Krankenhaus und Bethaus, soweit sie überhaupt bei Nacht Dienst haben. Nach dem hallen, Stommandantenstr. 20, statt. Tagesordnung: 1. Bortrag des die wir am Mittwoch an dem Musterbeispiel des katholischen gleichen Gefichtspunkt wird auch bei neueinzurichtenden Sprech Genossen Grunwald über Weltmachtspolitit und Hedwigs- Krantenhauses besprachen, haben sich zunächst verbindungen bei solchen Anstalten erforderlich, die während der beziehungen verfahren. Sind für den Nachtverkehr Leitungs­Weltwirtschaft". 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Ver- nicht die katholischen Blätter geäußert, sondern die Staats­3. Ver- nicht die katholischen Blätter geäußert, sondern die" Staats- Nachtzeit den Dienst schließen, so werden die zu benutzenden bürger- Zeitung". Nachtzeit den Dienst schließen, bürger Zeitung". Die Antwort, die da gegeben wird, ist als Zeitungen während der Dienstruhe dieser Anstalten dauernd mit journalistische Leistung denn den Sittlichkeitsmaßstab legen wir einander verbunden. Die gleiche Diensterweiterung findet ebenfalls nicht an die Leistungen der Staatsbürger- Zeitung" an- geradezu vom 1. Februar an auch im Verkehr mit bayrischen , württem standalös. eines Menschen zu ergreifen, der sich durch ein Vaterunser usw. unter einander und mit denjenigen Bayerns und Württembergs Das Blättchen nennt es unglaubliche Gemütsroheit, die Partei bergischen und östreichischen Fernsprechanstalten statt. Auf den Nacht belästigt fühle; aber es verschweigt, daß eine Schwefter" versucht finden die Bestimmungen über die Benutzung der Fernsprech verkehr der Vermittelungsanstalten des Reichs- Telegraphengebietes hat, auf den in der Anstalt als freireligiös bekannten Patienten, über deffen Schicksale wir berichteten, direkt einzuwirken verbindungs- Leitungen zur Nachtzeit", auf den inneren Verkehr im Reichs Telegraphengebiet auch und ihn zur Teilnahme am Gebet zu veranlassen. Die Staatsbürger­die Bestimmungen über Ver Beitung" schiebt uns den von ihr mit Gänsefüßchen versehenen Aus- bindungen zur Nachtzeit im Nachbarorts, Vororts- und Bezirks­findet; offenbar war ihr der ruhige Ton unsrer Ausführungen die gleichen wie für den Tagesverkehr. Gesprächsabonnements find brud fortgesetzte Betereien" unter, der sich in unfrem Artikel nicht berkehr" Anwendung. Für den Nachtverkehr mit östreichischen Vers brud fortgesezte Betereien" unter, der sich in unfrem Artikel nicht mittelungsanstalten sind die Gebühren und sonstige Bedingungen zurechtmachen, um die Bosheit des" Vorwärts" zu kennzeichnen. Die nicht zulässig. Von den Berliner Bororten haben folgende Anstalten Nacht­Staatsbürger- Beitung" schwindelt, nach den Behauptungen des dienst: Charlottenburg und Wilmerrdorf ohne Unterbrechung, Adlers­" Vorwärts" sei der Mann entlassen worden, weil er an den Gebets- of, Röpenid, Friedenau , Friedrichshagen , Friedrichsberg, Groß- Lichter richtet, im Krankenſaal habe sich, nachdem seine Entlassung verfügt Rigdorf, Rummelsburg , Spandau , Steglitz , Tegel , Tempelhof , andachten nicht habe teilnehmen wollen. Wir hatten lediglich be- felde, Grünau, Hoppegarten , Neu- Weißensee, Nowawes- Neuendorf, Ober­ Schöneweide , Oranienburg , Pankow , Potsdam , Reinickendorf ( Dft), war, die Nachricht verbreitet, daß man ihn deshalb entlasse, weil Wannsee und Zehlendorf bis 10 Uhr abends und von 7 Uhr morgens fucht haben solle". Wir fügten hinzu, das habe er nicht gethan und an, wenn dann nicht der Tagesdienst beginnt. Im Bezirk Potsdam die Krankenhausverwaltung möge sich hierzu äußern. Die Staats- haben außerdem Drense, Eberswalde und Brieros im Winter Nacht­bürger- Zeitung" versichert, die Leitung der Anstalt stelle in Abrede, berkehr von 7 oder 7 Uhr früh an. Im Bezirk Bremen werden daß irgend jemand" wegen eines Vorkommnisses von der Art des im Bezirk Breslai: Bernstadt , Bingerau, Breslau ,( in Aussicht ge­betroffen Bremen , Bremerhaven , Geestemünde und Fischereihaven; oben geschilderten" ungeheilt entlassen worden sei. Ist hier der Aus- im oder auf die erlogene Darstellung der Staatsbürger- 3tg." zu beziehen? firche, Trachenberg ( Schlesien ), Waldenburg ( Schlesien ) und Wünschel­druck oben geschildert" auf die im Vorwärts" gegebene Schilderung nommen) Brieg ( Bezirk Breslau ), Deutsch- Lissa , Glaz , Hundsfeld, Königszelt, Pontwig, Neichenbach( Schlesien ), Schweidnik, Stein­Es wäre beffer, wenn die Krankenhausverwaltung sich uns gegen burg ; im Bezirk Dresden Dresden und Meißen ; im Bezirk Ham über äußern und auf unsre Darstellung antworten wollte. Wenn burg ' Altona ( Elbe ). Buchholz ( Kreis Harburg ), Hamburg , Harburg, sie dann das von uns wiedergegebene Gerücht als unzutreffend be­zeichnet, wollen wir ihr das gern glauben. Die Staatsbürger- übeck und Wandsbed; im Bezirk Magdeburg Aschersleben, Lezingen und Magdeburg . Beifung" erzählt schließlich, es sei recht bezeichnend, daß vor einiger Zeit im Krankenhause ein Vorwärts"-Mann erschienen sei und die Zwei Berlinerinnen verschleppt. Der Mädchenhändler Louis Kranken zu Mitteilungen über Mängel aufgefordert habe. Sein Auf- Breier aus Ungarn , ein bereits mehrfach vorbestrafter Mann, dessen treten sei so merkwürdig gewesen, daß die Patienten selber seine Bild sich im Berliner Verbrecheralbum befindet, hielt sich kürzlich Ausweisung verlangt hätten. Steiner Person, die in unsrem Auftrage in Berlin auf. Die Polizei hatte von seiner Ankunft Kenntnis er oder mit unsrem Wissen das Hedwigs- Krankenhaus aufgesucht hat, halten, beobachtete ihn und fand auch Veranlassung, Breier als der Teil­um dort Erfundigungen einzuziehen, ist es jemals widerfahren, daßnahme an einem Uhrendiebstahl verdächtig festzunehmen. Hierbei stellte sie ausgewiesen wurde oder daß Patienten die Ausweisung ver- sich heraus, daß der Verhaftete Zugang in einer Familie F. gefunden langten. Der merkwürdig" auftretende Vorwärts"-Mann, den die und sich mit Fräulein Jenny F. verlobt hatte. Bei den erforderlichen Staatsbürger- Zeitung" ihren Lesern vorstellt, ist uns unbekannt. Bernehmungen des jungen Mädchens und auch seiner Angehörigen Er verdankt seine Entstehung einem Schwindel. Im übrigen sind wurden diese darauf aufmerksam gemacht, daß Breier schon längst über die in Rede stehende Angelegenheit von uns nur Batienten be- berheiratet und ein berüchtigter Mädchenhändler sei. Dennoch glaubte fragt worden, die bereits aus dem Hedwigs- Krankenhause entlassen die junge Dame ihrem inzwischen wieder wegen Mangel an Be­weisen aus der Untersuchungshaft entlassenen Verlobten. Der Doch genug von dem Blättchen, mit dem man sich nur ungern Ungar verstand es, Fräulein. derartig zu umgarnen, daß sie sich befaßt. In der Sache, um die es sich handelt, wird uns jeder bei- bereit erklärte, dem Bräutigam überall hin zu folgen. Dieser über­stimmen, dem die öffentliche Krankenpflege am Herzen liegt. Krante redete das Mädchen, mit ihm nach Wien und London zu fahren, wo Bor bierzehn Tagen, in der ersten Sigung des neuen Jahres, soll man gesund madjen, aber mit Dingen verschonen, die diesem sie sich ohne Beibringung irgend welcher besonderen Papiere verheiraten richtete der Vorsteher, der alte Langerhans, an die Stadtverordneten wed nicht dienen. Wer im Krankenhause beten will, möge es fönnten. Die Hochzeit sollte sofort nach Ankunft in der östreichischen Versammlung die Mahmung, immer friedlich und in Ruhe zu ber- thun wer's nicht will, den lasse man in Ruhe. Und auch wer Hauptstadt erfolgen. Von Wien aus schrieb Breier an die jüngere handeln, aber seitdem sind nun schon zum drittenmal die Gegenfäße nicht beten will, soll den ungeschoren lassen, dem das Gebet ein Schwester seiner Braut, fie möge sofort nachkommen, um Trauzeugin zu scharf aufeinandergeplagt. Es ist ein Jammer, daß die socialdemo- Bedürfnis iſt. Wollen die konfessionellen Strankenhäuser diesen fein; doch folgte sie nicht der Aufforderung. Vor furzem erhielten die fratische Minderheit das Bemängeln und Bemäleln nicht lassen kann. Grundsatz gegenseitiger Toleranz nicht anerkennen, dann sind sie nicht Angehörigen des Fräulein F. eine Postkarte der Verschwundenen aus Gestern drehte sich der Streit wieder einmal um die Kranken- Interesse daran, daß man im Strantenhause jeben, der nicht mit tiefunglückliche Jenny". wert, weiterzubestehen. Auch die Gläubigen haben übrigens ein Budapest , die nur die wenigen Worte enthielt: Es grüßt Euch Eure weiterzubestehen. Alle Bemühungen der Berwandten, über anstalten, und den Anlaß dazu gab die Berichterstattung über beten will, in Ruhe läßt. Welches Geschrei würde die katholische den gegenwärtigen Aufenthalt der Vermißten etwas zu erfahren, die einem Ausschuß zur Vorberatung überwiesenen Anträge der Preffe anstimmen, wenn in evangelisch- tonfeffionellen Krankenhäusern waren bisher vergeblich. Breier, der übrigens auch auf den Namen " Alten Linken" bezw. der Neuen Linken ", betreffend die Erbie nicht- evangelischen Patienten am evangelischen Gebet teilnehmen Dr. Oppermann reist und jedenfalls noch andre falsche Namen führen weiterung des Friedrich Kinderkrankenhauses sollten! Wie würden die teutsch- chriftlichen Blätter zetern, wenn dürfte, wird von der ungarischen Staatsanwaltschaft gesucht.- Vermißt und die Errichtung einer Geschlechtskrantenim jüdischen Krankenhause den nicht- jüdischen Patienten gleiches wird seit 8 Tagen eine 19 Jahre alte Singspielsängerin Anna Henze Station im Krankenhaus Moabit Die Vor- widerführe! Und wir würden ihnen recht geben. aus der Chauffeestraße 2. Die Tochter einer Arbeiterwitwe, war schläge, die der Ausschuß dem fie früher Näherin, sang aber seit einem halben Jahre im Chor des Plenum zu machen Bariété Theaters Friedrichsgarten, Friedrichstr. 125, und wohnte bei hatte, gingen nicht hinaus über Städtische Betriebe Musterbetriebe. die Mindestforderungen, dem Inhaber des Theaters, Gastwirt Stephan, in der Chausseestraße. die in dieser Beziehung gestellt werden müssen. Man merkte ihnen Die Arbeiter der städtischen Ranalisationswerte Nachdem sie am vergangenen Freitag zum erstenmal als Einzel­an, daß das Deficit- Gespenst auch hier wieder auf die ohnehin nicht richteten im Juli vorigen Jahres eine Eingabe an die Direktion, sängerin aufgetreten war, unterhielt sie sich abends viel mit einem beträchtliche Thattraft der freisinnigen Mehrheit einen lähmenden welche die Bitte um Einführung von Wochenlöhnen und feingefleideten Gast, kam nicht mehr nach Hause und auf die Bühne Einfluß ausgeübt hatte. um Lohnerhöhung enthielt. Am 12. Dezember endlich und ließ auch nichts mehr von sich hören. Es ist nicht ausgeschlossen, Die socialdemokratische Fraktion hatte durch ihre Vertreter im erhielten sie Bescheid, daß ihren Wünschen nicht Rechnung getragen daß der feine Herr das hübsche Mädchen, eine schlanke Blondine mii Die socialdemokratische Fraktion hatte durch ihre Vertreter im werden könne. Gründe anzugeben, welche diese Ablehnung recht- blauen Augen, ins Ausland verschleppt hat. Ausschuß weitergehende Forderungen gestellt und hielt auch nach fertigten, hält man in den Betrieben der Stadt nicht für nötig. Da den ablehnenden Beschlüssen des Ausschusses daran fest. Genosse Arbeiterausschüsse, welche in fachlicher Weise die Berechtigung der Zu einer aufregenden Scene fam es gestern abend im Cirkus Koblenzer, der nach dem Ausschuß- Berichterstatter Gaffel als Forderungen erörtern tönnten, bei der Kanalisation leider noch nicht Busch. Dort tritt, wie bekannt, augenblicklich Mr. Satan" aus erster zu Worte tam, begründete sie in wirksamer Weise. Gegen bestehen, so sehen sich die Arbeiter genötigt, auf diesem Wege den Paris auf, der die gefährliche Fahrt über die oben geöffnete Schleife über der Flickarbeit, die für das Kinder- Krankenhaus vorgeschlagen Deputationsmitgliedern die Lohn- und Arbeitsverhältnisse vor ausführt. Gestern verlor er nun beim Abspringen die Richtung und wird, empfahl er einen schleunigen Ausbau in dem ursprünglich ge- Augen zu führen. Die Beschäftigung der Kanalisationsarbeiter ist stürzte zum Entfezen des Publikums aus der gewaltigen Höhe planten Umfang. Bur Frage der Errichtung einer Geschlechtskranten- äußerst schmutzig und ungesund. Nicht allein, daß diefe Arbeiter mit herab. Glücklicherweise hatte der Sturz dem kühnen Radfahrer Station wurde von unserm Redner gefordert, daß die Station haben, laufen sie noch häufig Gefahr, durch die gefährlichen sich sehr und wagte noch einmal die Fahrt, die er mun mit der größten den in Fäulnis übergehenden Fäkalien jahraus jahrein umzugehen nichts geschadet. Er erholte sich sich nach einer fleinen Pause wieder dauernd bestehen bleiben und die Geschlechtskranken- Station des schnell entwidelnden Gafe ihr Leben zu riskieren. Des öfteren Sicherheit ausführte. Obdachs aus dieser Anstalt herausgenommen werden solle. schon waren solche Fälle zu verzeichnen. Aber auch die Ge Die Debatte verlief zunächst sehr ruhig. Stadtrat Straß- sundheit wird durch diesen Beruf wesentlich beeinträchtigt. 6 Uhr in die Endhaltestelle Warschauerbrücke einfahrenden Zuge Betriebsstörung auf der Hochbahn . Bei dem gestern morgen manns Erwiderung war zahm und fand wenig Beachtung. Von früh 6 Uhr bis abends 5 Uhr inklusive 1 Stunden Pause wurde dessen Wagen zweiter Klasse von dem Vorderteil eines Erst als Herr Edardt( Alte Linke") unter heftigen An- oder bei Nacht acht Stunden bei Wind und Wetter ohne jeden Schuß rangierenden Leerzuges, der aus dem Wagenschuppen ohne Signal griffen auf unsre Parteigenossen die in Geschlechts- auf der Straße seinen Dienst zu verrichten, das gehört wahrlich zu zu weit vorgefahren war, seitlich gestreift, so daß einige Seitenfenster franken- Station des Obdachs herrschenden Zustände beschönigte, den unangenehmisten Arbeiten. Keine Bude, in der bei starkem zerbrachen. Außerdem wurde eine Weiche beschädigt, wodurch der franken- Station des Obdachs herrschenden Zustände beschönigte, Regen oder Schneegestöber das Frühstück oder Mittagessen Betrieb zwischen Warschauerbrücke und der benachbarten Haltestelle gestaltete sich die Debatte erregter. Herr Nathan, der nun nicht eingenommen werden könnte, steht den Arbeitern zur Ver- Stralauer Thor bis 9,36 Uhr unterbrochen war. Auf den übrigen mehr zur Neuen Linken " gehört, empfahl bezüglich des Kinder- fügung. Am Tage sind sie daher gezwungen, Schankwirtschaften Streden war der Zugverkehr während dieser Zeit nicht gestört. Eine Strankenhauses die Flidarbeit des Ausschusses. Bezüglich der aufzusuchen, um dort die Mahlzeiten einzunehmen, was erhöhte Verlegung von Personen ist nicht erfolgt. Geschlechtskranken- Station trat er unserm Antrage bei. Dasselbe that Ausgaben im Gefolge hat. Daß solche Thätigkeit frühzeitiges Herr Landau ( Alte Linke"), der seine Fraktion gründlich im Stich Siechtum zur Folge hat, wird jeder objettive Beobachter be­Ein amerikanischer Hochstapler. Wiederum festgenommen wurde ließ und in furzer, aber eindrucksvoller Rede die skandalösen Zustände stätigen. Regenpelerinen, wie sie in andren Städten und auch bei gestern von der hiesigen Kriminalpolizei der 34 Jahre alte amerika­der Geschlechtskranken- Station des Obdachs schilderte. Stadtrat Weigert der Straßenreinigung im Gebrauch sind, scheint man hier nicht zu schaffen gemacht hat und wegen Hochstapelei, Urkundenfälschung und nische Major May v. Schiemang, der den Behörden schon viel zu fennen. So vollzieht sich jene Arbeit das ganze Jahr, hin und wieder antwortete; der Sinn seiner Rede war: wir können nicht. Herr einmal durchbrochen von einem freien Sonntag, der aber nicht bezahlt Betrugs wiederholt bestraft ist. Er verübte mit Briefen, die er sich Sachs, ohne den eine Krankenhausdebatte nicht denkbar ist, be- wird, troydem man von dem Arbeiter verlangt, daß er stets aur bon Militär- und Civilbeamten zu verschaffen wußte, die größten Schwindeleien. Start tvar Hand ist, wenn er gebraucht wird. Plazt ein Drudrohr oder ist ein Seinen und Herrn Edardts Angriffen traten unsre Genossen Hausanschluß verstopft, so hat der Arbeiter nach der Meldung fofort Patenten. Nach seiner legten Strafe von drei Jahren Hoffmann und Bernstein entgegen. Was sie sagten, mißfiel zu erscheinen, ganz gleich, ob er halbtot vor Müdigkeit nach Hause Suchthaus aber ging er so vorsichtig zu Werke, daß es nicht mehr der freisinnigen Mehrheit so, daß sie zu lärmen und zu toben gekommen ist, oder ob er frei hat. Berücksichtigt man diese im gelang, ihn zu überführen, bis er sich jetzt auf den Heiratsschwindel begann, Herr Langerhans schalt, nicht auf die lärmende Mehrheit, Betriebe vielleicht unabwendbaren Erschwerungen und Anforderungen verlegte. Durch ein hiesiges Bureau hatte der Major die Tochter sondern auf die socialdemokratischen Redner. Herr Weigert wies an die Kanalarbeiter, so muß man zugeben, daß die Lohnentschädi- einer Kapitänswitwe im Westen der Stadt fennen gelernt. Er ging einen ihm gemachten Vorwurf zurüd, auch Herr Edardt fuchte gung dafür ganz ungenügend ist. Der Anfangslohn beträgt 3,50 m. alsbald aus und ein und gewann die Zuneigung der Tochter in einen ihm gemachten Vorwurf zurück, auch Herr Edardt suchte und steigt nach fünf Jahren auf 3,75 M. und nach acht Jahren auf hohem Grade. Obwohl er in Amerita verheiratet ist, hatte er nichts sich zu verteidigen, und Bernstein erwiderte beiden, wieder unter 4 M. Wie da ein Familienvater zurechtkommen soll, wo bei einer dagegen, daß alle Borbereitungen für die Verlobungsfeier getroffen fortwährendem Lärm. Dann kam das Schlußwort und die Ab- solchen Lohnentschädigung die Berufsfreudigkeit- die ja doch bei wurden. Die Kapitänswitwe war auch bereit, 10 000 M. für die stimmung, die die Ablehnung unsrer Anträge und die Annahme der den städtischen Arbeitern besonders betont wird herkommen soll, Bürgschaft herzugeben, die der Major seiner Behauptung nach bei herkommen soll, Ausschußvorschläge ergab. das überlassen wir der Beurteilung der Kanalisations- Deputation, der Verheiratung stellen müßte. Die Frau war aber doch vorsichtig Zu Beginn der Sigung hatte sich über die Neubesetzung die ja doch auch aus Herren mit praktischer Erfahrung zusammen- genug, fich endlich nach seiner Persönlichkeit etwas näher zu er fundigen. Zufällig kam sie dabei auch mit einem Kriminalbeamten. der in den Verwaltungsdeputationen frei gewordenen gesezt ist. zusammen, der das Vorleben des Majors genau kannte und ihr beim Centralfomitee zur Belämpfung des Mädchenhandels Anzeigen überraschende Aufschlüsse geben konnte. Um dieselbe Zeit gingen ein, daß ein Mann versuche, viele junge Mädchen unter allerhand Vorspiegelungen nach New York zu loden. Dieser Mann konnte nach der Personalbeschreibung fein andrer sein als der amerikanische Allgemeiner Nachtdienst im Fernsprechverkehr des Reiches mit Major. Daher ging ihm die Kriminalpolizei nun auch von dieser Fraktionen sich verschoben habe. Sein Antrag auf Zurüdverweisung an Bayern , Württemberg und Destreich. Eine allgemeine Einführung Seite aus zu Leibe. Er war aber nicht so leicht zu finden, da er den Ausschuß stieß allenthalben auf Widerstand, aber die Forderung, daß des Nachtdienstes im Fernsprechverkehr des Reichs- Telegraphengebietes den Namen Schumann angenommen hatte und unter dieſem eine für die Stellen der Schuldeputation, deren eine die socialdemokratische mit Bayern , Württemberg und Destreich ist vom Reichspostamt mit feine Junggesellenwohnung in der Invalidenstraße inne hatte. Gestern Frattion beansprucht, eine Bettelwahl stattfinde, mußte geschäfts- Wirkung vom 1. Februar an angeordnet worden. Sämtliche An- ging die Stapitänswitwe zur Bant, um die 10 000 M. für die Bürg­ordnungsgemäß berücksichtigt werden. Herr Cassel fündigte an, stalten, die bisher nur bei Tage untereinander in Verbindung schaft abzuheben. Nach der Auszahlung sollte in einem Weins

stätigte es ihm.

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Stellen eine kleine, aber nicht uninteressante Debatte ent- Genehmigung einer städtischen Anleihe. Wie berichtet wird, hat der sponnen. Unser Genosse Singer wies darauf hin, daß Kaiser nunmehr die vor längerer Zeit vom hiesigen Stadtverordneten­die der Versammlung zur Annahme empfohlenen Vorschläge Kollegium beschlossene Anleihe der Stadt Berlin in der Höhe von des Ausschusses vor der Spaltung der Neuen Linken " 228 Millionen Mark genehmigt. gemacht worden seien, daß aber inzwischen das Stärkeverhältnis der

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er auch in der Verwertung von