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Auswärtige Amt und die niederländische Regierung Eingaben in beschäftigt. Ob nun ein Fehler an dem zu diesem Zwecke an- 1 dieser Angelegenheit nicht mehr beantworten.

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Morrow

Ueber einen versuchten Raub bei einem in Lanke in der gebrachten Gerüst vorhanden oder ein Fehltritt der Grund war, Sommerfrische lebenden Berliner Bankier wird der Biesenthaler Polizei und Bürger. Wir haben seiner Beit berichtet, mit einem markerschütternden Schrei aus der Höhe des dritten wurde Herr Bankier Stern durch ein Geräusch wach und klingelte furz, einer der Puzer stürzte um die angegebene Zeit plöglich Post" amtlich mitgetheilt: Gegen 1/22 Uhr Nachts am Sonntag daß unser Genosse P. Jahn, weil er ein polizeiliche Vor Stockes herab auf den gepflasterten Hof. Bei dem Fall hatte sofort nach dem Diener. Derfelbe eilte herbei, man leuchtete die ladung zum Bußtag, sowie den darauf folgenden Sonnabend sich der Unglückliche schwere Verlegungen zugezogen. Er wurde Räume ab, fand aber anfänglich nichts Berdächtiges. Als der nicht Folge leisten konnte, am Montag, 16. Mai, früh Morgens mit gebrochenem Bein und ausgefallenem Arm aufgehoben und Diener Morrow fich jedoch dem Wandschrank näherte, dessen 5 Uhr von zwei Polizisten in Zivil aus dem Bette geholt und zunächst in eine der dort befindlichen Wohnungen geschafft, wo Thür ein wenig offen stand, sprang ihm aus demselben nach dem Polizeibureau gebracht wurde, um dort, nach Fest- ihm die erste ärztliche Hilfe zu Theil wurde. Der Berunglückte ein Mann ftellung feiner Berfonalien, fofort wieder entlassen zu werden. ist ein älterer Mann und soll verheirathet und Familienvater sein. gegenwart, den Burschen in den Schrank zurück zu stoßen und hatte so viel Geistesa Wir fanden damals dieses Vorgehen der Polizei als von wenig Rücksichtnahme auf die bürgerlichen Interessen" zeugend. Einen die Thür abzuschließen. Jetzt wurde Lärm geschlagen, Herr Der Prozeß gegen Kamien und Genoffen wird, wie wir Stern holte seinen Revolver, inzwischen war auch der Jagds unbescholtenen Mann, der seit langen Jahren hier wohnt und foeben erfahren, am 1. Juli vor dem Reichsgerichte stattfinden. aufseher Herr Born herbeigeeilt, man öffnete den Schrank, fesselte von dem die Polizei nichts weiter will, als seine Personalien fest- Nachrichten, welche zuerst einen früheren Termin nannten und den Strolch, der angesichts der Waffen und Uebermacht keinen stellen, um 5 Uhr früh durch zwei Polizisten aus dem Bette holen dann wieder die Verhandlung bis über den 15. Juli hinaus ver- Widerstand leistete, und brachte ihn zum Gutsvorsteher Herrn und dann auf dem Bureau bis 8 Uhr warten zu lassen, schoben worden sein ließen, waren lediglich Erfindungen eines Finsterwalder. dazu schien uns tein Anlaß vorzuliegen. Der Einbrecher gab an, in Bernau in Diensten zu Wie wir hiesigen Berichterstatters. Die Anklage richtet sich gegen die drei stehen, er will eine Vergnügungstour" nach Lante unternommen jezt mittheilen können, haben wir uns auch in diesem Berliner und mehrere auswärtige( westdeutsche) Anarchisten. Die und am Nachmittag die Bekanntschaft einer Dienstmagd des Herrn Falle wieder über die Grenzen der bürgerlichen Freiheit gegen- fieben ursprünglich mit verhafteten, später freigelassenen Berliner Stern gemacht haben. Dieselbe hätte mit ihm ein Rendezvous im über der polizeilichen Allgewalt getäuscht. Herrn Jahn ist näm- befinden sich jezt überhaupt außer Strafverfolgung und werden Schloffe vereinbart. Der Abenteurer wurde bald Lügen gestraft. lich auf seine bezügliche Beschwerde von dem Polizeipräsidium sich nicht, wie die erwähnte Korrespondenz angab, vor der Ber - Der Militärpaß, welchen er bei sich führte, lautete auf den Namen der Bescheid geworden, daß dieselbe nicht für begründet habe liner Straffammer zu verantworten haben. Die Bertheidigung Otto Noffte, aus Wittlec, Kreis Stolp , gebürtig, der am 30. April erachtet werden können". Der Umstand, daß Jahn der zwei führt Herr Rechtsanwalt Wreschner. Mal ergangenen Vorladung nicht" Folge geleistet", laffe die von der 1. Kompagnie des in Kulm in Westpreußen garnisonirenden zwangsweise Vorführung, und der weitere Umstand, daß Hand­Jägerbataillons Nr. 2 entlassen worden ist. Auch die Baarschaft Durch das von dem eigenen Vater geführte Fuhrwerk im Betrage von 40 Pfennig, ebenso eine Karte der Umgegend werker größtentheils schon um 6 Uhr Morgens auf Arbeit zu wurde Donnerstag Nachmittag gegen 5 Uhr der Sjährige Sohn von Berlin wurden ihm abgenommen, alsdann schaffte man ihn gehen pflegen", die Zwangssistirung bereits um 51/2 Uhr Morgens des in der Kaiser Friedrichstraße wohnenden Handelsmannsins Amtsgefängniß, vor dessen Thür ein bewaffneter Nacht­durchaus gerechtfertigt erscheinen. Allerhand Hochachtung vor Wagner überfahren. Zur angegebenen Beit spielte der Knabe wächter postirt wurde. Noffte erbrach die Thür, welche zum diefer polizeilichen Weisheit. Also, weil Handwerker ihr Tage- mit mehreren Kameraden auf dem Fahrdamm der genannten Borraum des Gefängnisses führt, und hier gelang es ihm, auf wert früher beginnen müssen als Börsenjobber und ähnliche Straße und lief bei dem Versuche, einen anderen Jungen zu er bisher unaufgeklärte Weise dem Nachtwächter ein Schnippchen nügliche Mitglieder der bürgerlichen Gesellschaft, deshalb hat die haschen, gegen das Pferd des sich gerade in gemäßigter Schnellig zu schlagen und zu entfliehen. Ein sogenanntes Glafermesser, ein Polizei das Recht, sie schon beim Morgengrauen aus dem feit heranbewegende Fuhrwerk seines Vaters und stürzte zu Boden. Brecheisen und einen Stechbeutel hatte der Verbrecher am Thatorte Bette zu holen. Da sage noch einer, daß Preußen kein moderner Obwohl der Handelsmann W. das Gespann sofort zurückriß, zurückgelaffen. Den Militärpaß hatte der Ausreißer wieder an Rechtsstaat ist. gelang es ihm doch nicht das Gefährt rechtzeitig zum Stehen zu fich genommen. Auf Festnahme des Flüchtlings sind 300 Mark bringen und das rechte Vorderrad des Wagens ging dem Kleinen Belohnung ausgesetzt. über beide Beine hinweg. Während der Vater, welchem an dem Unglück durchaus teine Schuld trifft, besinnungslos vom Kutscher­bock fiel und durch Passanten nach seiner Wohnung gebracht wurde, mußte der Sohn, der einen Bruch des rechten Oberschenkels und Quetschung des linken Oberschenkels erlitten, nach dem städtischen Krankenhause überführt werden.

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Studentisches. Bekanntlich ist der zeitige Rektor der Uni­fität sehr um das Zustandekommen eines studentischen Ausschusses bemüht. Da aber infolge der Nichtbetheiligung fast sämmtlicher Korporationen der Ausschuß voraussichtlich nicht das Licht der Welt erblicken wird, wurde seitens eines Romitee's unabhängiger Studenten auf Donnerstag Mittag 12 Uhr eine Versammlung zu einer Besprechung über die Aufgaben des Ausschusses und die Organisation der Wahlbetheiligung einberufen. Von welchem Mit schweren, durch Schläge verursachten Verlegungen Geifte diese unabhängigen Studenten" beseelt sind, geht daraus am Kopf wurde vorgestern Nachmittag ein 7jähriger Knabe in hervor, daß seitens des vom Romitee gestellten Referenten als das Paul Gerhard Stift in der Müllerstraße eingeliefert. Der eins der Hauptziele des neuen Ausschusses betont wurde, daß kleine Sohn des in der Eichhornstraße in Reinickendorf wohnenden derselbe berufen sei, auf Grund des§ 11 des Preßgefeßes den Maurers Kluge war an diesem Tage mit einem um drei Jahre groben Uuwahrheiten der sozialdemokratischen Presse entgegenzu- älteren Spieltameraden in Streit gerathen, im Verlaufe dessen treten, die die Studenten als berufsmäßige Nichtsthuer hinftelle. der größere Junge ein Brett von einem Zaun herunterriß und Daß im übrigen von fast allen Rednern die Erhaltung des mit dieser Waffe, in der sich noch ein langer Nagel befand, seinem Deutschthums, Königsthums und Christenthums gepredigt und Gegner wiederholt auf den Kopf schlug, bis der kleine R., über zur Pflege nationaler Gesinnung aufgefordert wurde, bedarf bei und über mit Blut bedeckt, besinnungslos am Boden lag. Ein dem Geiste, der die heutige Studentschaft zum großen Theile hinzugezogener Heilgehilfe konnte dem Gemißhandelten, dem die noch beseelt, feiner besonderen Erwähnung. Bemerkt sei noch, Kopfhaut mehrfach zerrissen war, nur einen Nothverband anlegen daß die Versammlung ein Komitee von fünf Mitgliedern wählte, und die Ueberführung des Berlegten nach obigem Krankenhause das mit dem Rektor in Unterhandlung treten foll. Wir glauben veranlassen, während der jugendliche Rowdy nach dem Amts aber auch jezt noch, daß ein Ausschuß überhaupt nicht zu Stande bureau fistirt wurde. tommt oder aber dem Untergange bereits vor seiner Geburt ge­weiht ist.

Da es bei der Giltigkeit der Fahrkarten für verschiedene Bahnwege vorkommen fann, daß das Gepäct auf einem anderen Berliner Bahnhof eintrifft, als der Reisende, hat die Eisen­bahnverwaltung, um die Reifenden so schnell als möglich in den Besitz ihres nach Berlin bestimmten Gepäcks zu sehen, bei der Gepäck- Abfertigungsstelle auf dem Bahnhof Friedrichstraße eine Zentralmelde stelle eingerichtet, an welche von allen Berliner Bahnhöfen fehlende bez. üöerzählige Gepäckstücke ge­meldet werden. Bei vorkommenden Unregelmäßigkeiten wird deshalb das Publikum an dieser Stelle die sicherste Auskunft erhalten können. Die Anfragen können durch jede hiesige Gepäck Abfertigungsstelle erfolgen, da diese verpflichtet sind, dieselben an bie Bentralftelle weiterzuleiten.

Möbelpolirer im Thiergarten, nahe dem Denkmal König Friedrich Polizeibericht. Am 16. d. M. Morgens brachte sich ein Wilhelms III., mittelst Pistols einen Schuß in die Schlafe bei und wurde nach der Charitee gebracht. Mittags wurde ein früherer Schankwirth in seiner Wohnung, in der Greifswalder­wurde Abends ein 7jähriger Knabe von einem Bostwagen über straße, erhängt vorgefunden. Vor dem Hause Taubenstr. 36 fahren und erlitt mehrere Rippenbrüche, so daß er nach der Universitätsklinit gebracht werden mußte.

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Gerichts- Beifung.

Der Amts­

Was heißt sofort"? Wegen Bergehens gegen das Ver­einsgesetz batte sich am Freitag der Reichstags- Abgeordnete Rechtsanwalt Arthur Stadthagen vor dem Amtsgericht zu Rixdorf zu verantworten. Am 4. Juli 1891 fand in Rixdorf eine öffentliche Bersammlung statt, in der der Angeklagte einen Vortrag hielt. Nach Schluß desselben wurde so lauter Beifall Von einem Herzschlag getroffen wurde gestern in der gespendet, daß der Gendarm die Versammlung wegen zu Pferdebahn die 25 jährige Gattin eines in der Boyenstraße lauten Beifalls auflöst e. Angeklagter befand sich Neue Pferdebahnlinie! Der Bau der Pferdebahnlinie wohnenden Graveurs. Die junge Frau hatte nach der Charitee mit dem Bureau der Versammlung auf dem der Eingangsthür Gesundbrunnen ( Badstraße)-Pankow im Anschluß der Linien fahren wollen, um ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Den entgegengesetzten Podium, blieb zunächst fißen, ordnete die von ihm Gesundbrunnen nach Kreuzberg , Weidendamer Brücke und Char- Fahrgästen war zwar der leidende Zustand der Frau sofort auf- während des Vortrages gebrauchten Papiere und Broschüren, lottenburg ist nunmehr gesichert, nachdem sich die Pankower Ge- gefallen, aber erst an der Endstation an der Weidendammer nahm langfam Hut und Stock und begab sich, als der Saal halb meinde bereit erklärt hat, die Kosten für die Legung der Geleise Brücke erkannte man, daß die junge Frau während der Fahrt geleert war, vom Podium herab. Jm Saal mußte er noch auf Banfower Gebiet, ca. 40 000 m., selbst aufzubringen. Seitens verschieden war. Man brachte sie in die Portierloge des Hauses mehrere Minuten verweilen, weil die große Menge nicht sofort der Pankower Grundbesitzer find jetzt bereits zum Zwecke des Nr. 134 der Friedrichstraße und ein zufällig anwesender Arzt den Gaal leeren konnte. Die Gendarmen gaben zu, daß die Ent­Pferdebahnbaues 15 000 m. gezeichnet und hoffte man die noch fiellte sofort wiederbelebungsversuche an, die aber erfolglos leerung des Saales mehr als 6 Minuten erfordere, und daß der fehlenden 25 000 m. durch weitere Zeichnungen, sowie durch waren. Durch einen Kellner d- r in demselben Hause befindlichen Angeklagte sich nach etwa 3 Minuten vom Podium herabbegeben Veranstaltungen von Vergnügungen in turzer Zeit aufzutreiben. Restauration wurden die Personalien der Todten festgestellt. habe. Sie bestritten aber, daß der Angeklagte fofort Durch das thatkräftige Eingreifen mehrerer Frauen ruft sich auf diejenigen, die damals das Bureau ge feine Stripturen aufammengelegt habe. Angeklagter be= ist am Donnerstag ein gefährlicher Kinderfreund dingfest gemacht bildet zur Bestätigung seiner Angaben, hält aber jede worden. Gegen 11 Uhr Vormittags bemerkte eine den Treppen Beweiserhebung für überflüssig, da gang des Hauses Fürstenbergerstr. 4 passirende Frau einen jungen, Ermessen anheimzustellen sei, wann er das Podium verlassen es lediglich seinem etwa 20jährigen Menschen, der, ein weinendes 4jähriges Mädchen wolle. Da er noch im Saale mehrere Minuten habe warten auf den Armen haltend, auf dem Absatz der ersten halben Etage müssen, könne von einem Vergehen gegen das Gesetz nicht die stand und bemüht war, das Kind durch Ueberreichung von Rede sein. Erheblich sei überdies, daß seines Erachtens die Auf­Bonbons zu beruhigen. Da der Beobachterin dieser Szene der lösung der Versammlung jedes Grundes entbehrte. Fremde verdächtig vorkam, benachrichtigte sie noch drei Nachbarinnen anwalt beantragte 15 W. als niedrigfte Strafe. Das Gericht von ihren Bemerkungen, und die vier Frauen begaben sich nun beschloß, das damalige Bureau als Zeugen darüber zu laden, ob gemeinschaftlich die Treppen hinunter; diefelben famen gerade Angeklagter sofort Veranstaltungen, sich zu entfernen, getroffen noch rechtzeitig, um ein nichtswürdiges Verbrechen zu verhindern. habe und vertagte deshalb die Sache. Der überraschte Thäter suchte nun die Flucht zu ergreifen, wurde aber von den Hinzugekommenen troß seiner heftigen Gegenwehr Von einer besonderen Erfindungsgabe zeugte der Ueber die Lohn- und Arbeitsbedingungen der Ber so lange festgehalten, bis ein herbeigerufener Schußmann erschien Betrug, der dem Steinfeger Paul Peters zur Last gelegt liner Hausbiener giebt eine Statistik Auskunft, welche sich auf und den Burschen dingfest machte. Auf der Polizeiwache in der wurde, welcher gestern vor der dritten Straffammer des Land­410 organifirte Hausdiener erstreckt. Diefelbe ist von dem Unter- Straußbergerstraße, wohin der Verbrecher gebracht, wurde er als gerichts I stand. Als am Nachmittage des 10. Uktober der ftügungsbund der Hausdiener Berlins im Oftober 1891 auf ein ftellungsloser Monteur Harms rekognoszirt. Kolonialwaaren- Händler Schulz in seinem Laden stand, trat ein genommen worden und bildet eine Hinterlassenschaft desselben, fremder Mann hinein, der das Anliegen an ihn richtete, ihm da der Bund aufgelöst wurde. Die Statistit weist für die in Ueber den Raubmordversuch, den ein Bäckergehilfe in doch 7 M. 50 P1. zu borgen. Der Fremde zeigte dabei auf einen Wochenlohn stehenden Hausdiener einen Durchschnittslohn von Friedenau gegen seinen Meister unternommen hat, haben wir vor der Thür stehenden Mann, welcher einen Verband um den 18 M. 30 Pf. auf. Die Lohnfäge bewegen sich zwischen 10 M. bereits berichtet. Die Verlegungen des Ueberfallenen haben sich Kopf trug und, sich schwer auf eine Ramme stützend, den Eindruck und 22 M. 50 Pf. pro Woche. Der monatlich gezahlte Lohn als wenig gefährlich herausgestellt, der Gehilfe ist in das Unter- machte, als tönne er sich taum auf den Beinen halten. Der Be­ohne Kost und Wohnung bewegt sich zwischen 60 M. suchungsgefängniß in Moabit eingeliefert worden, wo ihm der sucher gab an, daß er der Steinfegmeister Nolte sei. Jener und 100 M., mit Kost oder Wohnung awischen Prozeß gemacht werden wird. Mann habe bei ihm gearbeitet und 30 M. und 75 M., mit Roft und Wohnung zwischen Der Bericht der Kriminalpolizei, welcher den hiesigen er wolle denselben nun ablohnen und per Droschte nach sei verunglückt, 40 M. und 45 M. Auch ein Stundenlohn ist zu ver- Beitungen zugegangen ist, enthält auch den Bafsus, daß der Ge- einem Krankenhause schaffen. Zu seinem Bedauern habe er zeichnen und zwar von 30 Pf. bei neunstündiger Arbeitszeit. hilfe 5 Tage vor dem Ueberfall von seinem Meister in der be- nur wenige Groschen bei sich, er müsse deshalb das Mitleid und Die tägliche Arbeitszeit bewegt sich zwischen 9 und 17 Stunden kannten Herberge zur Heimath, Oranienstraße 105, angenommen das Vertrauen eines Fremden anrufen, da er in der Nähe keine und beträgt im Durchschnitt mehr als 11/2 Stunden. Kündigungs- worden ist! Also wiederum in der Herberge zur Heimath, in Bekannte habe. Der Kaufmann lehnte es ab, das Geld herzu­Die geben, worauf der Besucher eine Geschäftstarte mit dem Namen 410 Hausdiener überhaupt nicht; im anderen Falle überwog die Polizei hat wirklich alle Ursache, dieſem christlichen Unternehmen des Steinfegmeisters Nolte abgab und sich erbot, die Ramnre, achttägige Kündigungsfrist die vierzehntägige um fast das ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken, es scheint sich dasselbe welche der Verunglückte bei sich führte, als Pfand zu lassen. Doppelte. Etwa ein Drittel der Befragten ist noch außer der zu einem Stelldichein für Verbrecher und solche, die es werden Endlich ließ der Kaufmann sich erweichen, er gab das Geld. Geschäftszeit zu arbeiten genöthigt und zwar ohne bestimmte Zeit wollen, ausgewachsen zu haben. Und dabei giebt's in dem Lokale Da die Ramme nicht abgeholt wurde, schrieb der Kaufmann Dauer, zwei Drittel auch des Sonntags. Die Arbeitslosigkeit ist ein Singen und Beten, daß man glauben sollte, man sei unter an Nolte und erfuhr dann, daß er einem raffinirten Betruge zum auch in diesem Berufe eine erschreckende, doch laffen sich lauter Engeln, welche sich nur noch mit den Segnungen des Opfer gefallen. Der Mann, der das Geld erschwindelte, ist in der statistische Zahlen hierüber nicht schaffen. Dieser immerhin noch Jenseits zu beschäftigen wissen. Person des bereits vielfach vorbestraften Angeklagten er unvollkommenen Statistit soll eine weitere folgen. Auch soll Natürlich ist das Liederplärren und das Augenverdrehen mittelt worden, dagegen hat man den verbundenen Helfershelfer der Versuch gemacht werden, die nichtorganisirten Hausdiener nur etwas, was auf der Bühne" aufgeführt wird, hinter den nicht ausfindig machen können. Peters hatte sich dann noch hierzu heranzuziehen. Koulissen sieht es ganz anders aus. Da regiert der Gummi- eines anderen Betruges schuldig gemacht, welcher gleich mit aur schlauch, und bei der schäumenden Weißen werden Pläne aus- Aburtheilung gelangte. Er hatte von Pankow bis Berlin die geheckt, welche die Bewohner Berlins mit Angst und Schrecken zweite Klasse des Borortszuges benutt, obgleich er nur einen erfüllen. Es besteht kein Zweifel mehr: die Herberge zur Heimath Fahrschein dritter Klasse gelöst. In Betreff des ersten Betruges hat allgemach jedes gute Renommee eingebüßt. Wir haben uns legte Peters sich aufs Leugnen, er wollte das Opfer eines ehr des Defteren mit diesem famosen Institut beschäftigen müssen, losen" Menschen geworden sein, jenes Mannes, der anscheinend die Klagen, welche uns über die Angestellten desselben zugegangen schwer verlegt vor der Thüre stand. Der Gerichtshof hatte für find, wollten schier kein Ende nehmen. Diese Ausrede nur ein Lächeln. Es stellte sich heraus, daß die Nach dem neuesten Vorkommniß in Friedenau werden die verfekte Ramme einem anderen Meister gestohlen war. Opfer der Arbeit. Vom Dache gestürzt und auf der Stelle getödtet wurde am Mittwoch Abend der Dachdecker Feller. Der Arbeitgeber ihre Arbeiter wohl nicht mehr so oft aus der Herberge Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten eine Buchthaus­felbe war auf dem Dache des Hauses Adalbertstr. 72 mit Repa- ur Heimath" beziehen", da die dort zur Verfügung stehenden strafe von 1 Jahr 4 Monaten, Jahre Ehrverlust Arbeitskräfte nicht zu den Zuverlässigsten sich rechnen dürfen. und 300 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof billigte dem Angeklagten raturen beschäftigt, als er, wohl vom Schwindel übermannt, ben mit Biebelsprüchen, frommem Gesang und noch frömmeren Pre- noch einmal mildernde Umstande zu und erkannte auf neun Halt verlor und in den Hof hinabstürzte; im Fallen schlug er noch auf das Dach eines Anbaues auf. Der Tod trat sogleich bigten läßt sich eben heut zu Tage Nichts mehr erreichen. Die Monate Gefängniß und ein Jahr Ehrverlust. ein; der aus der Sanitätswache in der Adalbertstraße herbei der Meinung war, daß sie ihren alten Einfluß auf die Massen Theologie ist am Ende ihrer Kenntnisse angelangt, und wenn sie Eine für den öffentlichen Verkehr wichtige Verhand geholte Heilgehilfe Herr Heise, sowie ein später noch hinzu­gezogener Arzt, Herr Dr. Hoffmann, vermochten nur das Ableben zurückgewinnen würde, indem sie in die vielgerühmte soziale lung fand gestern vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I Reform" hineinpfuschte, so ist sie gründlich enttäuscht worden. statt. Der Fuhrherr Fris Pause stand im Dezember v. J. vor bos Unglücklichen zu konstatiren, welches durch Schädelbruch er- Ginen wirklichen Einfluß auf die Massen hat nur noch die der Straffammer des Landgerichts II unter der Beschuldigung, folgt war. Die Leiche wurde nach dem Schauhause geschafft. Gozialdemokratie, welche die heut bestehende Gesellschaftsordnung durch Fahrlässigkeit einen Eisenbahn- Transport, und zwar eine Dampf- Straßenbahn, gefährdet zu haben. Durch die Beweisaufnahme freute sich, wieder Arbeit zu finden. Er fand sie und mit ihr| twa 40 Jahre alt; er war lange Zeit arbeitslos gewesen und nicht blos fliden, sondern von Grund aus umgestalten will. wurde festgestellt, daß der Angeklagte am Nachmittage des Auf der Straße todt zusammengebrochen ist Donnerstag 19. August v. J. feinen mit zwei Pferden bespannten Arbeitswagen Vormittag um 11 Uhr eine Frau, welche einem von der Weiden - vor einem Hause in der Golzstraße unbeaufsichtigt hatte stehen Um Freitag Vormittag gegen 11 Uhr erlitt auf dem Grund- dammer Brücke abfahrenden Wagen der Pferde Eisenbahn nach- laffen, während er ein Schantlofal besuchte. Bald darauf fuhr flücke Hagelsbergerstr. 6 ein Buber einen lebensgefährlichen Sturz. lief. Als sie diefen erreicht hatte, fiel fie plöglich um und ein Dampfwagen der Strecke Nollendorf- Play- Steglig durch die Das auf dem Grundstücke befindliche Gebäude hat mehrere Höfe war todt. Die Leiche wurde dem Schauhause zugeführt, da die Straße, das Geräusch der Maschine machte die Pferde schen und und auf dem zweiten derselben waren Leute mit dem Abpuzen Persönlichkeit der Berstorbenen nicht festgestellt werden konnte. I da die letteren weder abgefträngt, noch sonst irgend welche Hemme

Bengen eines Vorgangs an der Roppenstraße, der sich am 28. Mai, Nachmittags 42 Uhr, ereignete und bei welchem an geblich ein Kriminalschuhmann einen Sistirten, der in Krämpfen niederfiel, mißhandelte und einen Passanten, der seine Entrüstung barüber äußerte, verhaftete, werden ersucht, sich Müncheberger­Straße 21, v. 4 r. lints, zu melden.

den Tod.

Der