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Gleich ihm schloß sich der Abg. Erzberger vom Centrum im wesentlichen unsrer Kritik an, wenn er natürlich auch wieder aus der socialen Rolle, die er spielte, herausfiel, als er über die Undankbarkeit der Arbeiter und die hohe Belastung des Mittelstandes klagte.

Zum Schluß verstand es der Pole Rulerski, un­gehindert vom Präsidenten auch bei diesem Kapitel des Etats eine Rede gegen die Ostmarkenpolitik des Grafen Bülow zu halten, auf die Graf Posadowsky mit der Erregung, die ihn bei der Polenfrage immer erfaßt, antwortete.

Bevor morgen die Debatte fortgesetzt wird, soll über einige beanstandete Wahlen, darunter auch über die des Ge­nossen Braun entschieden werden.-

Herrenhaus.

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Verbot des Streifpostenstehens auch das Verbot der Weihnachtsfeier wertvoll. Hierdurch wird dem Freiherrn von Heyl amtlich hinzugefügt hatten, da erhob sich die gesamte Geistlichkeit dokumentiert, daß er im Reichstag die Unwahrheit gesagt hat. zu Gunsten des Unternehmertums! In derselben Sigung des Landtages stellte der Genosse Ulrich fest,

Zur Zeit rüsten sich die deutschen Truppen in Südwest- Afrika daß bei den gemeinsamen Besprechungen der Finanzausschüsse der zu einem Rachekriege gegen die Hereros. Trotzdem sich unsre hessischen Ersten und Zweiten Rammer sich Freiherr v. Hehl ein­kolonialen Strafzüge doch wahrhaftig nicht durch übermäßige Milde gehend mit dem Finanzminister über diese An­auszuzeichnen pflegen, hetzt seit Wochen in Deutschland die Bourgeois- gelegenheit unterhalten habe. Da doch nicht angenommen presse die Regierung zu einer besonders drakonischen werden könne, daß Dr. Gnauth dem Wormser Lederkönig andre R ache auf. Man empfiehlt, jeden Herero, der mit den Waffen in Angaben gemacht habe, als die er vor dem ganzen Lande in der der Hand ergriffen werde, zu erschießen, ganz davon abgesehen, daß Kammer mache, v. HeyI aber trotzdem seine Ausführungen im man es für selbstverständlich hält, den Hereros alles Land und Reichstage aufrechterhalte, so sei wohl erwiesen, daß Herr v. Heyl sämtliches Vieh abzunehmen und sie dem Fiskus und den Farmern nicht nur objektiv bon der Wahrheit abges als Zwangsarbeiter, d. h. als Sklaven auszuliefern. wichen sei.-

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Zum ,, Cirkus Busch", der sich am nächsten Montag agrarisch vorstellen wird, läßt der Vorstand des Bundes der Land­

wirte bereits seinen Geschäftsbericht erscheinen. Daraus ist zu

entnehmen:

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Inzwischen sind so unglaubliche Thatsachen über die un erhörte Unterdrückung, Ausbeutung und Miß­Im Herrenhause nahm am Freitag Minister Budde die handlung der Eingeborenen Deutsch - Südwestafrikas bekannt ge­worden, daß man doch erwarten sollte, die deutsche Geistlichkeit Gelegenheit wahr, anläßlich der Beratung der Denkschrift über die geschorene wie die gescheitelte werde sich in einmütigem Protest die Ergebnisse des Betriebes der vereinigten preußischen gegen solch skandalöse Bumutungen an die Regierung erheben. Das 250 000 Mitgliedern. Der Bund hat westlich der Elbe 14 163 Orts­" Der Bund schließt das Jahr 1903 mit einem Bestande von beffischen wo die mit 11000 und hessischen Staatseisenbahnen feinen falschen Zungen- follte man umsomehr erwarten, als die Missionsgesellschaften gruppen mit 139 000 Mitgliedern und östlich der Elbe 17 836 Orts­schlag" zu korrigieren. Vor diesem hohen Hause, wo die ihre geistlichen Freunde über die wahren Ursachen des Herero- Aufstandes gruppen mit 111 000 Mitgliedern. Zur Vorbereitung der Wahlen tonzentrierte Weisheit waltet, war es dem Minister ein nicht im Zweifel gelassen. Vor uns liegt zum Beispiel ein Cirkular wurden 74 Wanderredner verwendet, die 2418 ausschließliche Wahl­leichtes, eine seiner bekannten Scharfmacherreden vom Stapel des Missionshauses Barmen, das vom 27. Februar datiert ist und versammlungen und 6379 allgemeine Versammlungen zu lassen und dafür lebhaften Beifall zu ernten. Herr Budde, unter dem Titel: Ein Wort an unsre Freunde über den Aussland der grimme Socialistentöter, bewies wieder einmal, daß er von den wirklichen Verhältnissen keine Ahnung hat; die Be­hauptungen der socialdemokratischen Presse über die Ver­breitung socialdemokratischer Gesinnung unter den Eisen­bahnern sollen unwahr und Renommage sein! Uns will es vielmehr erscheinen, als ob das, was der Minister dar­Yegte, einer gewissen Renommiersucht entsprungen ist; nach feiner Darstellung finden sich Socialdemokraten nur ganz ver­cinzelt in der Eisenbahnverwaltung, und diese werden sofort entlassen. Gegen ein derartiges gesetz- und verfassungs­widriges Vorgehen kann nicht energisch genug protestiert werden. Kein Minister hat sich um die politische Gesinnung seiner Untergebenen zu fümmern, es geht Herrn Budde absolut nichts an, ob diejenigen Staatsbürger, die die Ehre" haben, sich im Betrieb der preußischen Eisenbahnverwaltung zu mühen, sich politisch als Angehörige einer Partei be­fennen, die der jeweils herrschenden Richtung nicht paẞt. Oder glaubt der Minister vielleicht, daß der Arbeiter mit seiner Arbeitskraft auch seine politische Ueberzeugung ver­Sauft? Solche Scharfmacherreden finden höchstens im Herren­Lause oder dem ihm gleichwertigen Abgeordnetenhause ein Echo, nun und nimmer aber in einem Parlament, dessen Mitglieder sich als Vertreter des Volkes fühlen. Was der Minister im übrigen über socialdemokratischen Terrorismus erzählte, ist so abgeschmackt, daß es der Erwähnung nicht wert ist und seine Schilderungen über Arbeiterverhältnisse und Betriebsunfälle werden durch die von ihm selbst unterzeichnete Denkschrift widerlegt.

Aus den sonstigen Verhandlungen ist zu erwähnen, daß das Haus einem Antrage auf Strafverfolgung unsres Genossen Molkenbuhr wegen Beleidigung des Serrenhauses seine Zustimmung versagte. Nicht ctiva aus principiellen Gründen! Im Gegenteil, grundsätzlich soll jeder, der es wagt, dies vornehmste aller Parlamente auch nur schief anzusehen, aufs strengste bestraft werden. Aber in dem Fall Molkenbuhr liegt die Sache so, daß eine Ver­urteilung selbst dem Justizminister zweifelhaft erscheint, und lediglich aus diesem Grunde verzichten die Herren auf die Straf­verfolgung. In andren Fällen hat das Herrenhaus bekanntlich im Gegensatz zu den Gepflogenheiten andrer Parlamente wiederholt Anklagen wegen Beleidigung erhoben.

abhielten und außerdem eine zum Teil fehr wirksame Haus­der Hereros" unter anderm folgende Darlegungen enthält: agitation entfalteten. In 41 Wahlkreisen wurden 693 000 Flug­ Was die Ursache des Ausstandes ist, entzieht sich ja vorläufig wahlen in 174, bei den preußischen Landtagswahlen in 260 Wahl­blätter verteilt. Der Bund der Landwirte trat bei den Reichstags­noch dem sicheren Urteil. Doch haben unsre Missionare und reisen in Thätigkeit. In 55 Reichstags- Wahlkreisen mußte der Bund wir in unsern Berichten nie ein Hehl daraus gemacht, daß eigne Kandidaten aufstellen, da die ihm von den politischen Parteien neben den fortgeschten Landverkäufen vor allem das von vielen präsentierten Kandidaten wegen ihrer wirtschaftspolitischen Stellung weißen Händlern geübte System des maßlosen Kreditgebens an nicht unterstützt werden konnten. Von den vom Bunde unterstützten die Eingeborenen und die darauf folgende rücksichtslose Eintreibung Kandidaten find 89 gewählt worden. der Schulden, mit andern Worten die Ausbeutung des Die Stimmenzahlen, die sich bei der Reichstagswahl auf die Leichtsinnes der Eingeborenen, Zustände schuf, diejenigen Kandidaten vereinigte, die dem Bund nahe stehen und mit dem Bunde für die Kräftigung des Mittelstandes und der Land­trübe in die Zukunft schauen ließen. Wir verweisen wirtschaft zu wirken gewillt sind, beträgt 1705 531. An Mitglieder­3. B. auf den Brief des Missionars Eich in Nr. 3 der vorjährigen beiträgen gingen 1903 4000 M. ein. Es wird in dem Geschäftss Berichte, Seite 79-81. Wir haben immer wieder unsre bittende bericht ferner des näheren ausgeführt, daß die Abteilung für Rechts­und warnende Stimme erhoben und haben es auch nicht unter- und landwirtschaftliche Ausfünfte, die Verkaufsstelle, die Versicherungs­Iassen, geeigneten Orts vorstellig zu werden. Wenn wir auch Abteilung, die Verkaufsstelle für Maschinen, die landwirtschaftlich­nicht alle Maßnahmen der Regierung begriffen technische Abteilung, die Saatgut- Abteilung, die Genossenschafts­haben und die von ihr zum Schutz der Eingeborenen erlassenen abteilung und die genossenschaftliche Centraltasse des Bundes fämtlich erfreuliche Fortschritte zu verzeichnen haben." Bestimmungen nach unsrer Meinung nicht immer weit genug gingen, müssen wir es doch billig und dankbar anerkennen, daß Bom Russendienst. die Landesregierung des Gouverneurs Leutwein auch das Wohl der Eingeborenen, die sich unter den Schutz der deutschen 8. d. M. datierten Meldung seines äußerst zuverlässigen Warschauer Das Krakauer Parteiblatt Naprzod" schreibt in einer vom Regierung gestellt hatten, ernstlich im Auge behielt und deren Korrespondenten: Recht auch gegenüber den Weißen vertrat, von viclen aber gerade darum cine zum Teil sehr lebhafte Opposition erfuhr.

,, Am 4. d. M. haben die preußischen Gendarmen zehn Defer­teure gefaßt und sie den russischen Behörden in Czeladz bei Sosnowitz ausgeliefert."

bergießen.

Sollte die Nachricht des Naprzod" sich bestätigen, so würden

Wir stehen mit dieser unsrer Auffaffung, daß nicht die That­sache der Kolonisation an und für sich, sondern daß die Rücksichts- Nähe von Beuthent. Die Deserteure sind junge Polen , welche keine Czeladz liegt dicht an der oberschlesischen Grenze und in der losigkeit einzelner Farmer und vieler Händler den Zündstoff gehäuft haben, der jetzt zur Explosion gekommen ist, nicht allein, sondern Neigung haben, für die russische Gewaltpolitit im Osten ihr Blut zu begegnen ihr in Zeitungen der verschiedensten politischen Partei­richtung, leider aber nur noch vereinzelt. Läßt uns diese unsre auerfannten internationalen Staatsgrundsätzen. Die Auslieferung von Deserteuren widerspricht den allgemein Auffassung die Schuld der Hereros keineswegs verkleinern, aber doch in einem milderen Licht erscheinen, dann muß es uns mit tiefem Schmerz erfüllen, daß man fast allgemein einseitig nur wir mit einer Thatsache zu thun haben, die alles Bisherige auf dem den Ruf nach Recht( foll wohl heißen Rache", Red. d. V.") und Gebiet des Ruſſenturfes in Preußen weit übersteigen würde. Die blutiger Bergeltung vernimmt. Wir würden es aufs tiefste beklagen preußischen Behörden haben alle Veranlassung, sich umgehend über müssen, ja wir würden es als einen Widerspruch gegen Recht und die Sache zu äußern und die Deffentlichkeit darüber aufzuklären, ob Billigkeit empfinden müssen, wenn die Folge der nötig gewordenen man in der That die polnischen Deſerteure- wie seiner Zeit den gewaltsamen Niederschlagung des Aufstandes eine willkommene Rechts- Sudenten Kalajew an die russischen Behörden ausgewiesen" hat. losigkeit der Hereros, wie sie befürwortet wird, sein sollte. Die Ehre des deutschen Namens verlangt nicht nur, daß mit Waffengewalt einmal von patriotischer Entrüstung befallen, weil die socialdemo­Knutenverehrer und Völkerrecht. Unsere Reaktionäre werden wieder und mit fester Hand Aufregung und Empörung niedergeworfen wird und kratische Presse keine Thränen über die wohlverdienten Prügel ver­Die Vorlagen sind wieder einmal aufgearbeitet, und die daß die Schuldigen, die das Schwert erhoben und gar zum Mord gießt, die Väterchens Panzerfähne momentan besehen. In demselben Herren" können sich nach den anstrengenden Sizungen der beiden letzten Tage eine neue Ruhepause gönnen. Ja, es ist geschritten sind, die ganze Schwere des Gesetzes trifft; die Ehre ltemzuge, mit dem sie über die socialdemokratische Parteinahme für des deutschen Namens verlangt auch, daß nach dem Siege Japan feifen, nehmen sie selbst aber leidenschaftlich Partei für die nicht ausgeschlossen, daß sie vor Dstern überhaupt nicht mehr den armen Irregeführten und Verblendeten, die sich haben hin- tusche Knute. So spricht beispielsweise die Konser zusammenkommen. Denn, so unglaublich es auch klingt, reißen lassen, Schonung zu teil werde und daß mit der Gerechtig- tive Korrespondenz" von dem heimtüdischen diese Edelsten der Nation werden rebellisch. Während sie sonst ben Etat in 2-3 Sigungen durchbe- raten haben, verlangen keit sich Wilde paart. Daß diese Ueberzeugung immer weitere Minenangriff der Japaner auf die russischen Kriegsschiffe", der einen schnöden Bruch des Völkerrechts" sie diesmal mindestens 8 Tage dafür zur Verfügung zu haben; Kreise unsres Volkes ergreife, vor allen auch die, die in dieser Sache verantwortungsvoll zu raten und zu thaten haben, das ist stellung den Minenangriff als die Teilaktion eines offenen darstelle. Ganz abgesehen davon, daß die japanisch- offizielle Dar und sie drohen, falls der Etat nicht spätestens am 15. März unser herzlichster Wunsch und Gebet." aus dem Abgeordnetenhause an sie gelangt, mit einer all­Gesamtangriffs der japanischen Flotte darstellt ist es an und für Das Missionshaus Barmen hat sich mit diesen Erklärungen sich eine lächerliche Unverschämtheit, Japan einen Bruch gemeinen Arbeitseinstellung. Und das, obwohl es sich um eine Frage des allgemeinen Staatsinteresses handelt. Sollte offenbar nur deshalb nicht direkt an die Deffentlichkeit ge des Völkerrechts vorzuwerfen, weil es die Feindseligkeiten eröffnete, wirklich der Geist schrecklicher Rebellion in das neue Haus aufbieten, um das ekelhafte Nachegeheul unsrer Kolonialschwärmer Abbruch der diplomatischen Beziehungen hatte Japan vollauf allen wirklich der Geist schrecklicher Rebellion in das neue Haus wendet, weil es annahm, ſeine" Freunde" würden ihrerseits alles ohne vorher eine Striegserklärung zu erlassen. Mit den eingezogen fein? zum Schweigen zu bringen. Leider hat es sich getäuscht: alles ist völkerrechtlichen Ansprüchen genügt. Hat nicht auch Preußen 1866 ftumm geblieben! ohne Kriegserklärung die Feindseligkeiten begonnen? vative Korrespondenz" auch ferner für die Stulturmacht der Knute Immerhin jeder nach seinen Geschmack! Mag die Konser­schwärmen!-

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Preußisches Abgeordnetenhaus.

Das Abgeordnetenhaus erledigte am Freitag zunächst den Etat der Gestütsverwaltung. Im Vordergrunde des Interesses standen wiederum die Debatten über die Zustände in Trakehnen. Während sich Abg. Kopsch( frs. Vp.) wie in früheren Jahren der Lehrer annahm, verteidigten die Redner der Rechten im Verein mit dem Minister v. Podbielski das Vorgehen des Landstallmeisters v. Dettingen; es gelang ihnen aber nicht, die Behauptungen des freisinnigen Redners fiber die kulturwidrigen Verhältnisse in Trakehnen zu wider legen, da sie die Diskussion auf das persönliche Gebiet hinüberspielten. Daß dabei nichts herauskommt, ist ein­leuchtend.

erhoben!

Kein Geistlicher hat sich empört gegen die barbarischen Hezereien Und da faselt man noch von einem lebendigen, werk­thätigen Christentum!-

Deutfches Reich.

Die Unwahrhaftigkeit des Freiherrn v. Heyl amtlich attestiert. dieses Jahres mit Bezug auf unfren Genossen Ulrich- Offenbach Herr v. Hehl hatte in der Reichstagsfitung vom 26. Januar

u. a. erklärt:

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Die Kandidatur Jende getrauen sich die Ordnungs"-Parteien zur Ersatzwahl im 20. fächsischen Wahlkreise nicht wieder den Wählern anzubieten. Die Sächs. Nationallib. Korrefp." sagt: Seine Niederlage im letzten Jahre hat gezeigt, daß er wegen seiner hervor­ragenden Stellung in Centralverband der Industriellen von den landwirtschaftlichen Kreisen des Volkes nicht genügend unterstützt wurde, daß er aber andrerseits wegen seiner socialpolitischen An­Die Herrschaften sollten sich nicht allzufehr um eine gute Kandidatur" schauungen von der gesamten Arbeiterschaft bekämpft worden ist." bemühen. Schon die einzige Thatsache der vollkommenen Versagung er ist Mitglied der Finanzkommission des hessischen einer Landtagswahlrechtsreform genügt zum Siege der Social Landtages und hat dort eine Progression zur Ein- demokratie. Die hierauf beginnende zweite Beratung des Etats der tommensteuer vorgeschlagen mit einer rasch und gewandt Bergverwaltung wurde durch ein liebliches Gezänke entworfenen Stala. Wie man mir erzählt, hat der Finanzminister Dem Landtage für Koburg- Gotha ist der Entwurf eines Gesetzes der Nationalliberalen und der Herren vom Centrum ein- keinen Widerspruch entgegengebracht, sondern zwei Beamte damit zur Abänderung des Wahlrechts zugegangen. Der Ent geleitet. Die Vertreter dieser Parteien, die noch vor kurzem beauftragt, diese Stala zu berechnen. Das Resultat soll, wurf beschränkt sich darauf, das Wahlgeheimnis zu sichern Hand in Hand gingen, um durch Zollwucher das Volk aus­tvenn die Mitteilung richtig ist, folgendes gewesen sein, durch Einführung gedruckter Stimmzettel und Wahlcouverts nach zuplündern, warfen sich gegenseitig Wahlbeeinflussungen bei daß die wohlhabenden Klassen mit 118 Proz. ihres Einkommens dem Muster des Reichstags- Wahlgesetzes. Bisher mußten die Wähler den letzten Wahlen im Saarrevier vor. Die Thatsachen selbst berechnet werden sollten. Also eine leberweisung der wohl ihre Stimmzettel im Wahllofal schreiben, konnten aber auch mündlich habenden Klassen an die Armenpflege..." zu Protokoll abstimmen. Diese Freiheit benutzten die Freisinnigen" zu sind ja aus dem Prozeß, der fürzlich in Saarbrüden statt­Trotzdem die Genossen Wurm und Dr. David den Herrn schamloser Wahlbeeinflussung gegenüber der Socialdemokratie, indem fand, noch zur Genüge bekannt. Die Nationalliberalen sollen auf die unrichtigkeit seiner Behauptungen hinwiesen, hielt der Leder- sie die Parole ausgaben, daß alle Freifinnigen mündlich abzustimmen durch Bergbeamte, das Centrum durch die Geistlichkeit die Freiherr sie dennoch aufrecht. Nunmehr erhält Herr v. Heyl seine hätten. Die gegenwärtige Vorlage ist auf einen Landtagsbeschluß schlimmsten Beeinflussungen ausgeübt haben. In der That ist unwahrhaftigkeit auch amtlich attestiert. In der Donnerstagssigung forderte direkte Wahl lehnt die Regierung mit der Begründung bon 1901 zurüdzuführen. Die gleichzeitig in diesem Beschlusse ge­auf beiden Seiten schwer gesündigt worden, und die unfreiwilligen des heifischen Landtages kam der Finanzminister Dr. Gnauth in ab, daß sich die gegenwärtige Regentschaftsperiode zu folcher ein­Enthüllungen einiger Redner bieten wertvolles Material für seiner Rebe zum vorliegenden Etat auch auf die Debatten im Reichs- schneidenden Aenderung nicht eigne. Die Vorlage wird sofort vers die Beurteilung der Wahlfreiheit in Preußen. Die Debatten erinnern unwillkürlich an den Ausspruch von Heinrich Heine tage zu sprechen und erklärte unter anderm wörtlich: über den Rabbi und den Mönch. Vielleicht wird die Aus­einandersetzung dazu beitragen, daß das nächste Mal die feind­lichen Parteien gemeinsam Wahlbeeinflussungen zu Gunsten des bürgerlichen Kandidaten gegen den Socialdemokraten aus­üben. Wurde doch jetzt schon von beiden Seiten darüber ge­flagt, daß der Wahlkreis schon von der Socialdemokratie be­droht sei.

Am Sonnabend wird die Beratung fortgesetzt. Wo bleibt die Geistlichkeit?

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handelt werden.

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Zur bayrischen Wahlrechtsreform.

Ich halte für meine Pflicht festzustellen, daß hierbei ins­besondere dem Herrn Antragsteller Mrich Nurecht geschehen ist; Unrecht geschehen, indem man von ihm angenommen hat, er habe München , 12. Februar.( Privattelegramm.) Zum bayrischen die erfie Stala, die den Antrag Ulrich und Genossen illustrieren Wahlgesetz- Entwurf, der Mitte nächster Woche in der Abgeordneten­sollte, feiner Zeit entworfen. Das ist nicht richtig gewesen. Er fammer zur Beratung tommt, hat die socialdemokratische Fraktion hat, das ist ja im allgemeinen hier und da bei solchen Anträgen den Antrag gestellt, dem Artikel 14 die folgende Fassung zu geben: fo, er hat nur das Dessin uns hingeworfen: Aufhebung der Die Wahl der Abgeordneten ist direkt und geheim. Sie erfolgt Stempelabgaben, Ersatz durch Progression der Einkommen und durch absolute Mehrheit aller in einem Wahlkreise abs Vermögenssteuer, und wir haben uns nun an das Gedanken gegebenen gültigen Stimmen. Lesen gemacht und haben versucht zu konstruieren, wie man das etwa machen würde, wenn man es so machte, wie die Herren Antragsteller es machen würden...."

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Stellt sich bei einer Wahl eine solche Mehrheit nicht heraus, so ist eine weitere Wahlhandlung vorzunehmen, bei welcher die relative Mehrheit ohne Rücksicht auf ihr Verhältnis zur Gesamtzahl der ab­gegebenen gültigen Stimmen entscheidet. Ergiebt sich bei einer dieser Wahlkommissar gezogen wird." Wahlhandlungen Stimmengleichheit, so entscheidet das Los, das vom

Als der Kampf der dürftig entlohnten Crimmitschauer Textil- Der hessische Finanzminister erklärt hier also öffentlich, daß er Proletarier mit den glänzend gestellten Textil- Baronen den höchsten den Antrag unsres Genossen Ulrich falsch aufgefaßt habe. Wie sich Grad erreicht hatte, als das Unternehmertum ganz Deutschlands die bekanntlich später herausgestellt hat, hat er die Gedanken des Genossen Der von der Regierung vorgelegte Wahlgefeß- Entwurf enthält Sache der bedingungslosen Niederwerfung der Arbeiter zu der ihrigen Ulrich nicht richtig gelesen. Immerhin ist die mit anerkennens- die Bestimmung, daß bereits im ersten Wahlgang die relative Mehr­gemacht hatte, als die Behörden dem Versammlungsverbot, dem werter Offenheit gegebene Erklärung des hessischen Finanzministers heit entscheidet.

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