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Sollen

Arbeiter dadurch von der Socialdemokratie abzulösen, daß sie ihnen| Wahlrechts lediglich der Herrschsucht und dem ungezügelten Eigennuß privat, daß dem nicht so sei, dann ist man zu der Frage berechtigt: Zugeständnisse machen. In diesem Zusammenhange leistet das der Herrschenden Cliquen zuzuschreiben sei. Wir, die wir in der Wie steht es mit Dir? Und diese Frage sollte offen und ehrlich Scharfmacherblatt diesen famosen falschen Zungenschlag": Schule großer Meister gelernt haben, auf den Urgrund der Dinge beantivortet werden. Was haben diejenigen zu bieten, welche die Arbeiter mit ein zu schauen, wir wissen, daß die riesigen Umwälzungen, die sich in Ein harmonisches Verhältnis scheint zwischen der Polizei und der paar, nach deren Auffassung gänzlich ungenügenden Reformen und der Struktur der Gesellschaft vollzogen haben, die leitenden Socialdemokratie in Celle zu bestehen. Die dortige Polizeis durch Belehrung der Herrschaft der Socialdemokratie entreißen Klassen um ihrer Selbsterhaltung willen naturnotwendig direktion versorgt nämlich ein in Deutschland wohl noch nicht wollen? Wer letteres versucht, gleicht jemandem, zum Festhalten an Einrichtungen zwingen, ohne welche dagewesener Fall- den socialdemokratischen Verein mit Leftüre. der es für möglich hält, ciuen hungrigen Hund von der vollen fie rettungslos der Massenherrschaft überantwortet würden. Hier der Beweis: Fleischschüssel dadurch wegzulocken, daß er ihm einen wir nun durch unwürdiges Eifern auch die letzten bessern Freunde Polizei- Direktion Celle , 9. Februar 04. mageren Knochen vorhält. Zu befreien find die unteren vor den Kopf stoßen, auf daß sie aus Angst vor dem Kopfabschneiden Celle . Klassen von der geistigen Herrschaft der Socialdemokratie ins Lager der Ueberreaktion flüchten und deren Macht stärken? Wir nur dadurch, daß man wir können es nicht oft genug wieder- würden die wahre Reaktion auf ewig befestigen... holen den socialistischen Führern, Agitatoren und der gesamten socialistischen Bresse das Handwerk legt, die Organisation der Partei in allen Teilen zerstört und die Zugehörigkeit resp. die Unter­stüßung derselben, durch Gesetz für staatsgefährlich erklärt und mit Strafe belegt."

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Wir lassen dem Bismarck- Reptil die lieblichen Wünsche, die es für die Socialdemokratie hat, und die Art, wie es die unteren Klassen" zu befreien" gedenkt. Dies groteske Spiel scharfmacherischer Unzurechnungsfähigkeit fesselt nicht im mindeſten mehr, da es sich allzu alltäglich wiederholt. Erheiternd aber ist der unfreiwillige Vergleich des rasenden Blattes, der nichts weniger zugesteht, als daß die Arbeiterklasse in der heutigen Gesellschaft zur Rolle des hungrigen Hundes verurteilt ist, daß ferner die staatliche und bürgerlich­reformerische Socialpolitik einem mageren Knochen gleicht, daß endlich mur die Socialdemokratie es ist, die der Arbeiterklasse die volle Fleischschüssel giebt. Selten haben die Hamburger Nachrichten" sich so wahrheitlich verplaudert.-

Die politischen Phrasenhelden, denen alles Recht nur als rohe Gewalt erscheint, sehen natürlich in jedem den Arbeitern unbequemen Urteil nichts als die Folge der wachsenden Einsichtslosigkeit der Juristen und der immer stärker hervortretenden, dem Eigennutz des Unternehmertums dienenden Klassenjustiz. Diejenigen Parteigenossen jedoch, die gelernt haben, daß auch die Rechtsanschauungen irgendwo herkommen, werden sich überzeugen müssen, daß dieser Rechts­liberalismus, der die tieferen Grundlagen des Rechts nicht zu erkennen vermag, durch sein blödes Geschrei: gegen die Klaffen­justiz! auf dem besten Wege ist, das Recht selber umzustürzen und damit die Anarchie des ewigen Unrechts zu stabilieren.

Anbei übersende ich 10 Eremplare der Neden des Herrn Reichs­tanzlers zur gefälligen Benuzung. J. V.: Lange, Polizei- Kommissar.

An den Vorsitzenden des Socialdem. Wahlvereins

z. H. des Arbeiters Herrn E. Köppen

hierselbst.

Die Freude bei unsern dortigen Parteigenossen hätten wir sehen mögen!

Aus Industrie und Dandel.

Die Spekulation an der Berliner Börse.

Es giebt Leute, die in jedem Unternehmer von vornherein einen Feind der Arbeiter erblicken. Demzufolge, wenn ein Unter- Gegen die Behauptung der liberalen Börsenpresse, daß an der nehmer nicht jede Forderung der gewerkschaftlich organis Börsenpanit der ersten Tage voriger Woche das Börsengesetz die fierten Arbeiter und womöglich mit Dantesworten bewilligt, meiste Schuld trage, wendet sich in seiner letzten Nummer auch der wenn er schließlich gar einmal gegen die Koalitionen Deutsche Dekonomist", dem sicherlich niemand Börsen­Der rote Tag von Hamburg . Zu dem schönen Wahlsiege in der Arbeiter unwillig ist und ihnen Schwierigkeiten macht, schwagen feindschaft nachsagen kann. In Uebereinstimmung mit den Aus­Hamburg, den wir bereits feierten, führt unser Hamburger Partei- sie über Eigennuz, Ünverstand und ungezügelte Herrichsucht und verführungen des Wirtschaftlichen Wochenberichts" in der vorlegten Organ aus: Was der 16. Juni v. J. für die deutsche Social- langen rücksichtslose Niederwerfung der Herren". Tieferer Einsicht demokratie, das ist der 12. Februar d. J. für die Hamburger Social- fann es jedoch nicht verborgen bleiben, daß die Gestaltung unfres Nummer des" Vorwärts" findet auch er die Ursachen der Deroute in demokratie geworden, ein roter Sieges- und Ehrentag. Das war ein Wirtschaftslebens viel zu mannigfaltig ist, um Erscheinungen, die doch der Ausdehnung des Spekulationskreises auf tapitalschwache oder gar Leben in den zur Wahl stehenden Bezirken! Unfre Parteigenossen nun einmal vorhanden sind und aus sich heraus gewürdigt werden nahezu kapitallose Elemente, die auf geringe Einschüsse bei den arbeiteten, wie immer, fleißig, opferwillig, gewissenhaft und ihrer un- müssen, in die Schablone eines verknöcherten Obsturantismus pressen Banken sich unbedachterweise an der Börse in umfangreichen crmüdlichen Kleinarbeit ist ein wesentlicher Teil des glänzenden zu können. Solcher fläglichen Konsequenzenmacherei dürfen wir Spekulationsgeschäften engagieren und dann, wenn infolge irgend Erfolges zuzuschreiben. Alle Posten waren gut besetzt. Die Plakat- keine Waffen liefern. Selbst auf die Gefahr hin, einer bestimmten welcher Vorgänge ein Kursfall eintritt, sofort sich zur Vornahme träger, die Stimmzettelverteiler, die Mannschaft für die Haus- Meinungsäußerung geziehen zu werden, müssen wir diesen agitation, die Genossen in den Wahllokalen und in den Agitations- Ideologen zurufen: Alles verstehen heißt alles verzeihen! Auch die von Verkäufen gezwungen sehen, da sie in ihrer Mittellosigkeit bureaus in den einzelnen Bezirken usw., sie alle haben im vollsten Koalitionsgegnerschaft der Unternehmer ist nicht in jedem Sinne die geforderten weiteren Einschüsse auf ihr Conto nicht leisten Maße ihre Pflicht und Schuldigkeit gethan. Aber auch die Gegner verwerflich; es fommt immer auf den Standpunkt an. jetten ihre ganze Kraft ein, um sich der Socialdemokraten zn

Die Chemnitzer Boltsstimme" schreibt:

h. w.

fönnen.

Die Presse findet," so schreibt der Dekonomist," für alles crivehren. Die Antisemiten machten frampfhafte Anstrengungen, in( Max Schippel . Vorwort zu: Grundzüge der Handels- eine Erklärung und so konnte man denn nicht bloß an dieser Stelle Barmbeck und Eimsbüttel wenigstens einen Achtungserfolg politik): lesen: das Börsengeseß ist schuld, es hat die Börse ihrer Widerstands­für ihre bisherigen Bürgerschaftsmitglieder Jacobsen und Die politischen Ideologen und Bußprediger, für die sich fraft beraubt, so daß sie durch jede Katastrophe in ihren Grundfesten Raab herauszuschlagen. In Eimsbüttel waren im 64. Bezirk alle" einschneidenden handelspolitischen Umgestaltungen seit einem erschüttert wird. Man wird uns gewiß den Vorwurf nicht machen die Hauptmatadore bei der Hausagitation für Raab thätig, aber es Menschenalter einfach aus der wachsenden Einsichtslosigkeit der Be- tönnen, daß wir gegenüber den mancherlei Mängeln des Börsen nüßte nichts, denn Raab wurde von dem Socialdemokraten, Genossen teiligten und dem immer ungezügelter hervorbrechenden Eigennutz von gefeyes blind find; wir haben dieselben oft genug anerkannt und Stubbe, an die dritte Stelle gedrängt. Sic transit gloria mundi! gemeinſchädlichen Sonderinteressen erklären, werden in dem Buche keine Nicht beffer erging es Herrn Jacobsen in Barmbeck. Als Kuriosum Unterſtüßung, am Ende sogar einen Feind sehen. Sei es drum! Um objektiv kritisiert, um so weniger können wir uns aber auch mit der sei erwähnt, daß der antisemitische Kandidat Westphal im 49. Bezirk so mehr rechne ich auf Verständnis bei Parteigenossen, die obigen Auffassung identifizieren. Wenn wir die Vorgänge der letzten ( Neustadt), für den den ganzen Tag über mit Plakaten und Stimm in der Schule unsrer Meister gelernt haben, große Revolutionen in Woche überhaupt mit dem Börsengesetz in Beziehung bringen wollen, zetteln agitiert wurde, auch nicht eine einzige Stimme den materiellen Grundlagen der Weltwirtschaft und des Völker- so kann das nur in dem Sinne geschehen, daß das Börsen­erhalten hat. verkehrs und die daraus naturnotwendig entspringenden neuartigen gesez nicht nicht im stande gewesen ist und auch Als abends die Wahlresultate bekannt wurden, herrschte im Maßnahmen der internationalen Handelspolitik besser zu würdigen, kein noch so strenges Gesez jemals im stande Lager unsrer Gegner eine sehr faßenjämmerliche Stimmung, ins- wie der gewöhnliche ökonomische Liberalismus, der in sein wird, die Spekulationslust, die Spielleiden­besondere bei den Antisemiten. Dagegen wurden in unsren reich seiner Verständnislosigkeit vor allem für die wirkliche Entwicklung schaft im Volte zu ersticken. Diese Leidenschaft, die Sucht beflaggten Agitationslokalen die Schlag auf Schlag eintreffenden und Lage der europäischen Landwirtschaft, und gar noch unter dem nach möglichst mühelosem Gewinn erscheint uns überhaupt unaus­Siegesnachrichten mit großem Jubel aufgenommen. lancher Feldgeschrei: gegen die Junker!- auf dem besten Wege ist, auch schüttelte ungläubig den Kopf, wenn er die Botschaft erhielt: Zwölf den legten bäuerlichen und ländlichen Wähler in die Arme des rottbar, wobei nur beiläufig erwähnt sein mag, daß die Regierung gewählt, sechs in Stichwahl!" So hoch hatte niemand seine Er- intransigentesten Agrariertums zu treiben und so die Herrschaft des mit dem Börsengeseze wohl dieses Ziel verfolgt hat, daß sie aber wartungen gespannt." Junfertums auf neuer, tragfräftigerer, demokratisch breitester Grund- auf der andern Seite nahezu daran war, eine Sparlotterie zu sanktionieren, und daß sie glaubt, durch eine Ermäßigung der Eine erhebliche Straflektion muß die Kölnische Volkszeitung" lage wie einen ehernen Felsen zu stabilieren." den eignen katholischen Glaubensbrüdern erteilen. Da es den Katho­Totalisatorsteuer den Besuch der Rennplätze und den Rennsport, über lifen möglich ist, sich zur Begründung aller möglichen Arbeiterfeind­dessen Wert wir uns im übrigen fein Urteil erlauben wollen, fördern lichkeiten auf die Papstäußerungen zu beziehen, so glaubte eine fatho­ Echippels Rechtfertigung in Chemnitz genügt der Redaktion des zu müssen. Doch das nur nebenbei. Die Börse hat keine innere lische Firma fogar ihrer Gegnerschaft gegen den Buchdruder- Borwärts" nicht, weil sie zur Klärung der eigentlichen Streitfrage" Widerstandskraft, weil die Zahl der leistungsunfähigen, schwachen tarif durch Citierung eines Saßes aus dem Erlaß Pius X . über nichts beitrüge. Das mag die Redaktion halten wie sie will, jeden- Elemente im Börsengeschäft zu groß ist. Immer wieder haben wir die christliche Demokratie die höhere Weihe geben zu können. Der falls tann man aber von ihr verlangen, daß sie die Rechtfertigung auf das Unsolide hingewiesen, das darin besteht, daß kapital­Erlaß ſeze fest, daß jeglicher nach seinem Belieben über sein des durch ihre Schuld schwer verdächtigten Parteigenossen abdruckt. schwache Elemente auf Grund geringer Einschüsse bei den Banken, Privateigentum verfügen dürfe, der Tarif schränke das Recht Das, was sie darüber bringt, ist nicht einmal ein Auszug, sondern sich an der Börse in umfangreichen Spekulationsgeschäften engagieren. ein, daher sei er verwerflich und die Firma wolle sich eine ganz dürftige Skizze, die keinem Menschen darüber Aufschluß ihm nicht fügen. Die Kölnische Volkszeitung" wendet sich gegen giebt, was Schippel au seiner Rechtfertigung eigentlich gesagt hat. So lange die Sturse steigen, mag der Bank oder dem Banfier diese Auffassung und erregt sich lebhaft über den Unfug" solcher Ausnutzung firchlicher Kundgebungen, der in einzelnen audiatur et altera pars Anstatt diese journalistische und parteigenössische Pflicht des die Deckung genügen, auch wenn sie dann und wann überschritten wird, sobald aber der kleinste Tendenzumschlag eintritt, müssen zur man höre auch den andren Teil fatholischen Blättern immer größeren Umfang an nähme". erfüllen, verschiebt die Redaktion des Vorwärts" den klaren That- eignen Sicherheit weitere Einschüsse gefordert werden. Der Spekulant Sie sagt weiter: bestand, daß Schippel in der Angelegenheit des Vortrags im dritten liegt aber fest, Mittel zu den geforderten Einschüssen hat er nicht, " Die Socialdemokratie hat keine wirksameren Agitations- Berliner Wahlkreise gerechterweise kein Vorwurf treffen kann, durch was bleibt ihm da andres übrig, als die Papiere à tout prix zu mittel, als die Beweisführungen dieser umberufenen Ausleger von die ewige Litanei, daß Schippels Rechtfertigung in Chemnitz die verkaufen, um nur los zu kommen. Nur daraus ist es zu erklären, Encykliken, Motuproprios usw. Der Unfug schadet unendlich der eigentliche Streitfrage" nicht kläre. Wie Schippel zu den Zöllen daß es wirklich zu einem so sinnlosen, unmotivierten Kursstug Sache des Katholicismus, er lähmt und erschwert die socialpolitische und zur Grundrente stehe, das will die Redaktion des Vorwärts" fommen konnte, wie in der letzten Woche am Montag und Dienstag, Aktion des Centrums, säet Mißtrauen in den Kreisen auch der treu wissen. Wenn ihr aber die Antwort auf diese Frage wirklich katholischen Arbeiter. Darum wollten wir einmal in einem krassen das wichtigste ist, warum hat denn dann die Redaktion des daß Papiere davon betroffen wurden, deren innerer Wert über jeden Falle ein Erempel statuieren". " Vorwärts" sich nicht gleich in der ersten Sigung der Fraktion, die Bweifel erhaben ist, und die mit dem russisch- japanischen Striege den Fall Schippel erörterte, selber darüber durch eine Interpellation absolut nichts zu thun haben. an Schippel, beziehentlich durch die kategorische Forderung an ihn, Antwort zu geben. Auskunft geholt? Dort wäre doch die Gelegen­heit dazu gewesen. Eine Tragödie der Jrrungen. Der in Kattowitz geborene Franz Nachdem unire Reichstagsfraktion beschlossen hat, sich durch den Wittet wurde im Jahre 1886 statt eines in Laurahütte geborenen Fraktionsvorstand über die ganze Sache unterrichten zu lassen, wollen Franz Wittek zum Militär eingezogen, wegen Entziehung von der wir vorläufig von weiterer Erörterung Abstand nehmen, bis die Militärpflicht die nicht er begangen hatte, da er russischer Fraktion ihre Ansicht veröffentlicht hat. Aus Rücksicht auf jenen Be­Unterthan ist, sondern sein Doppelgänger zu 40 Tagen Ge- schluß der Fraktion hat übrigens Schippel in Chemnitz auf die detaillierte fängnis verurteilt und mußte dann als Soldat weiter dienen. Darlegung seiner abweichenden Ansichten verzichtet und dies auch in Wegen fortwährender Beschimpfung floh er wieder in seine russische der Versammlung erflärt. Heimat, wurde jetzt beim Schmuggeln in Myslowig ergriffen und Nur ein Punkt sei von uns noch erwähnt. Der Bortvärts" hält wegen Desertion angeklagt. Der 46 Jahre alte Mann, der nun es für angebracht, von einer Mitteilung des Harburger Parteiblattes wieder im Gefängnis figt, mußte als Russe freigefprocher Notiz zu nehmen, worin behauptet ist, Schippel habe vor der Proteſt­werden, er hat aber für einen andren als preußischen bewegung gegen die Bolltarifvorlage seiner Zeit auf der Redaktion Soldat gedient und 40 Tage Gefängnis

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Wir haben alles Mitempfinden für die Kölnische Volkszeitung", daß sie so große Mühe aufwenden muß, um.die blödeste Rückständig keit katholischer Firmen und Zeitungen in socialpolitischen Fragen zurückzuweisen.

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Für die Banken selbst sind solche Reinigungsprozesse in der Regel recht einträglich; denn sie erhalten damit Gelegenheit, die auf den Markt geworfenen Effekten zu niedrigen Kursen zu erwerben; ihr Eintreten als Käufer in solchen Perioden muß aber doch auch wieder als segensreich anerkannt werden, weil sonst leicht auch die Kapitalisten, die als seriöse Besizer von Anlagepapieren an­zusehen sind, deren eigne Urteilskraft aber nicht so weit reicht, um die Situation zu erkennen, von Angst befallen, ebenfalls zur Veräußerung ihrer guten Effekten schreiten. Die Kosten des Verfahrens tragen allein die mittellofen Spekulanten, und das mit Recht, auf Teilnahme andrer Kreise dürfen sie keinen Anspruch erheben. Das Spekulieren mit fremdem Gelde ist und bleibt durch­aus verwerflich und ein in hohem Grade gewagtes Spiel, weil

gesessen! De Gefängnis ab- unsres Blattes erklärt: der Fünfmarkzoll sei fein Wucherzoll, ein nicht selten die ganze Existenz des Spetulanten

Afrika.

Die Boeren gegen die Kulis. Das hervorragendste Organ von Transvaal , der" Bolfsstem", veröffentlicht einen Protest, gezeichnet von Botha, Burger, Delarey und andren Boerenführern, gegen die geplante Einführung asiatischer Arbeitskräfte. Nicht bloß die Unter­zeichner, so heißt es in dem Protest, sondern die überwältigende Mehrheit der Boerenbevölkerung, sei einig in der Verurteilung der von der englischen Regierung geplanten Maßnahmen.

Parlamentarifches.

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Zum Post- Etat ist weiter folgende Centrumsresolution im Reichstag eingebracht worden: Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß die Bestimmungen über die Sonntagsruhe der Post beamten im Reichspostgebiet Anwendung finden sollen auch auf diejenigen kirchlichen Feiertage, welche am Ort des Post­antes von der Mehrheit der Bevölkerung gefeiert werden." Die Ostafrika- Bahn. Der Gefeßentwurf betreffend die Ueber­nahme einer Garantie des Reiches in Bezug auf eine Eisenbahn von Dar es salam nach Mrogoro ist dem Reichtage soeben zu goganden.

Partei- Nachrichten.

,, Aus Bappe schmied' ich kein Schwert."*) Variationen und Thema.

Gewisse politische Trottel halten noch immer an der komischen liberalen Einbildung fest, daß die Aufrechterhaltung des Dreillaffen­*) Jfegrim über Miliz.

höherer agrarischer Zollschuß sei durchaus berechtigt 2c. Wir wissen nicht, ob Schippel sich so ausgedrückt hat, denn wir von der jeweiligen Tendenzveränderung abhängig führen über Gespräche nicht Buch. Jedenfalls nahm und nimmt ist; er steht dem drohenden Verhängnis jederzeit mit völlig ge­Schippel zur Zollfrage eine andre Stellung ein als zum Teil auch bundenen Händen gegenüber." wir. Aber um das zu erfahren, bedurfte es nicht der Harburger Mit­teilung. Das weiß die ganze Partei schon längst. Große Berliner Straßenbahn. In der gestrigen Aufsichtsrais­Auf das, was Schippel denkt oder privat fagt, kommt es aber fizung wurde die von der Direktion für das vergangene Geschäfts­bei der Bewertung seines Verhaltens als Parteigenosse ebenso- jahr vorgelegte Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung genehmigt wenig an, als es in ähnlichen Fällen bei andren Partei- und nach Festsetzung angemessener Abschreibungen und Rücklagen genossen darauf ankommt. Maßgebend ist, was er thut; ins beschlossen, der auf den 12. März d. J. einzuberufenden Generals besondere ob er da, wo die Parteipflicht ruft, in Reih und Glied versammlung die Verteilung einer Dividende von 8 Proz. vor­steht oder nicht. zuschlagen. Andernfalls müßte jede Programmänderung und jeder Parteitags­beschluß den Austritt oder Ausschluß all derer zur Folge haben, die nicht damit einverstanden sind. Wo blieb aber dann die Partei? Dann wäre kein Zusammenhalt mehr denkbar."

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Zugleich wird der Generalversammlung der Antrag auf Er­höhung des Aktienkapitals um 14 297 400 W. zum Zwecke der Be­schaffung von Betriebsmitteln, Bauausführungen usw. zur Beschluß­fassung unterbreitet werden. Die neuen Attien sollen den bisherigen Das Zugeständnis der Chemnißer Volksstimme", daß Schippel Aktionären im Verhältnis einer neuen Aktie von 1200 M. zu 7200 M. in Chemniz auf eine Darlegung seiner Ansichten verzichtet hat, über- alter Aftien zum Kurse von 103 Proz. zum Bezuge angeboten hebt uns eigentlich jeder weiteren Rechtfertigung gegenüber dem werden. Vorwurfe, daß wir Schippels Rechtfertigung" nicht abgedruckt haben. Der Beschluß bedeutet nichts andres, als daß die Stadt Berlin Was er über die Art des Zustandekommens seines Berliner Vor- auch fünftig bei den Mehrerträgnissen der Gesellschaft leer ausgehen trages und über die angebliche unrichtigkeit unsres Berichts in soll. Bekanntlich erhält die Stadt als Entgelt für die Verlängerung dessen, was er schon im Vorwärts" selber darüber behauptet hatte. 12 Broz. des alten Aktienkapitals( 22,87 Millionen Mark), sowie der Chemnitz gesagt hat, war, wie bereits erwähnt, nur eine Wiederholung der Konzession die Hälfte desjenigen Reingewinnertrages, der Daß die Klagen über Kautskys polemische Methoden, mit denen 6 Proz. des neuen Aktienkapitals übersteigt. Durch die jetzige Er Schippel seinen Vortrag in Chemnik füllte, feine Rechtfertigung seiner höhung wird aber selbstverständlich die prozentuale Dividende des Ansichten darstellen, darüber herrscht außerhalb Chemnitz in der Stapitals herabgemindert. Die Herren Stadtsyndici hätten etwas gauzen Parteipresse nur eine Stimme. mehr Aufmerksamkeit aufwenden und die Stadt nicht am Dividenden­

Der Chemnizer Boltsstimme" scheint es nichts auszumachen, Ueberschuß, sondern am Brutto- lleberschuß participieren laffen sollen. ob ein Parteigenosse das für Unsinn hält, was er öffentlich Bei dem jezigen Aktienkapital berechnet sich der Prozentsatz der thut. Natürlich fönnen wir uns nicht mit den un Dividende, bei dem die Gewinnbeteiligung der Stadt Berlin an ausgesprochenen Gedanken eines Mannes beschäftigen, aber es gilt als fängt, auf 7,6 Prozent. Berlin erhält also diesmal einen Anteil selbstverständlich für jeden ehrlichen Politiker, nicht bloß für einen von 343 000 Mart. Socialdemokraten, daß sein politisches Denfen mit seinem politischen Handeln übereinstimmt und wenn man erfährt privat oder nicht

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