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Gewerkschaftliches.

Wieder einmal: Kammergericht und Streitposten.

Das Kammergericht hat durch seine Beurteilung des Streitposten­ftehens allmählich eine Judikatur geschaffen, die geeignet ist, während eines Streits das unbeteiligte Publikum den etwaigen Launen unter­geordneter Polizeibeamter auszuseßen, ohne daß andrerseits der von unfren Scharfmachern gewünschte Zweck erreicht wird, daß das Streit­postenstehen unmöglich gemacht würde.

Die Dresdener Filiale des Metallarbeiter Verbandes hat an] Betrieb den außerhalb des Gewerkvereins Stehenden verfchloffen fel. Mitgliederzahl derart zugenommen, daß sich die Anstellung eines weiteren befoldeten Beamten notwendig gemacht hat.

Soziales.

Aerzte und Krankenkassen.

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Die unbegründeten Denunziationen, welche die Getverkvereinler gegen den Metallarbeiter- Verband richteten, sollen wohl zeigen, daß die Ges werkvereinler zu den staatserhaltenden Elementen gehören, denen die Interessen der Unternehmer mehr am Herzen liegen wie die Inter­essen der Arbeiter, und die man deshalb von etwaigen gegen die Ge­werkschaften gerichteten Unterdrückungsmaßregeln ausnehmen kann. Durch dieses verwerfliche Treiben haben sich die Gewerkvereinler Eine von ca. 550 Personen( Arbeitgeber und Mitglieder selbst gerichtet. Dem mit lebhaften Beifall aufgenommenen Referat der Allgemeinen Orts Krantentasse) besuchte Ver- folgte eine lange Diskussion, hervorgerufen durch das Auftreten eines Zwei Fälle, über die das Kammergericht jüngst verhandelte, fammlung in Magdeburg nahm am Sonntagmittag Stellung Gewerkvereinsmitgliedes, welches verschiedene herzlich unbedeutende mögen das illustrieren: zum Aerzte streit. Der Versammlung wohnten im amtlichen und nichtssagende Dinge nach der Art der besprochenen Gewerkvereins­Der Vorsitzende Cohen von der Berliner Verwaltungsstelle des Auftrage Vertreter der Regierung und des Magistrats bei. Vom versammlung gegen den Metallarbeiter- Verband ins Feld führte. Die Deutschen Metallarbeiter- Verbandes hielt sich neben einigen Streit Referenten, Vorstandsmitglied Brandes, wurde mitgeteilt, daß die Folge der Ausführung des Gewerkvereinlers war, daß mehrere Mit­vosten vor einer Fabrik auf, wo gestreift wurde. Er wollte nicht Versuche des Magistrats, eine Verständigung mit den Aerzten herbei- glieder des Metallarbeiter- Verbandes seine Angaben im Einzelnen auch Streitpostenſtehen, sondern sich lediglich über die Aus- zuführen, an der Hartnäckigkeit der Aerzte resp. ihrer Vertrauens- zerpflückten, als haltlos nachwiesen, und weiter ein Bild von dem fommission" gescheitert seien. Die Aerzte hätten erst dann verhandeln arbeiterfeindlichen Verhalten des Gewerkvereins bei den letzten Streits sichten des Streits in der Eisenmöbelfabrik von Schulz in wollen, wenn der Rendant Wendtland bereits entlassen sei. Darauf der Metallarbeiter entrollten. Nach mehrstündiger Debatte nahm die formieren. Ein Schußmann wies ihn und die Streikposten weg, sei nicht ein einziger Vertreter im Vorstande - weder Arbeitgeber Versammlung einstimmig eine Resolution an, in der gesagt wird: weil an andren Tagen Arbeitswillige belästigt" worden waren. noch Arbeitnehmer eingegangen. Der Vorstand dente gar nicht Da feststeht, daß der Central- Verband der Industriellen Deutschlands Da Cohen nicht folgte, wurde er in zweiter Instanz zu einer Geld- daran, W. zu opfern, schon weil er die angeblichen Beleidigungen" und die mit ihm sympathierenden Kreise systematisch auf die Be­strafe auf Grund der Straßenpolizei- Verordnung verurteilt, weil er einmal bereits vor sieben Monaten und dann außerdienstlich seitigung oder doch auf die weitere Einschränkung des Koalitions einer zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung auf der Straße begangen habe.( W's. Vertrag schreibt vor, daß bei groben rechts hinarbeiten, und daß sie zu diesem Zweck alles ihnen tauglich ergangenen polizeilichen Anordnung" nicht Folge geleistet habe. Dienstlichen Verstößen gegen das Interesse der Kaffe zuerst erscheinende Material sammeln, so ist es geradezu ein Verbrechen Das Kammergericht als Revisionsinstanz erachtete dies Urteil für eine zweimalige Verwarnung und dann erst, wenn die nichts helfen, an der Sache der Arbeiter, und heißt es, den Scharfmachern Wasser bollkommen seinem Standpunkte entsprechend" und verwarf die Sämtliche Redner billigten das Vorgehen des Vorstandes, und und Metallarbeiter( H.-D.) gerade jetzt mit seinen noch dazu voll­die Entlassung resp. dreimonatliche Kündigung zu erfolgen hat.) auf die Mühle liefern, wenn der Gewerkverein der Maschinenbau­Revision Cohens. weiter verpflichteten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einstimmig, ständig unbegründeten und unberechtigten Angriffen gegen den In einer Streitpostenfache der Metallarbeiter Rullefitt und die im Interesse der Kasse getroffenen provisorischen Maßnahmen Metallarbeiter- Verband kommt. Eine Organisation, die so wie der Reichert billigte das Kammergericht die vom Landgericht aus ftrifte einzuhalten und durchzuführen. Der Vorstand hat aus der Getverkverein der Maschinenbau - und Metallarbeiter gegenwärtig gesprochene Freisprechung, weil in diesem Falle festgestellt sei, daß Reihe der bisherigen 120 Aerzte sich 40 herausgesucht und empfiehlt handelt, kann nicht als Organisation betrachtet werden, die als Zweck der sie wegweisende Schußmann gar nicht die Absicht gehabt habe, den Mitgliedern, nur diese zu konsultieren. Darauf erklären in hat, die Intereffen der Arbeiter wahrzunehmen. Die Versammlung Ansicht ausgegangen sei, das Streifpoftenstehen an sich sei zu ver- ab die stampftage in Kraft trete( b. h. die dreifache Gebühr!), fation. verwenn bis dahin diese Repreffibmaßregel" nicht hindern. Das Kammergericht betonte hierbei, daß der Richter die wiederrüdgängig gemacht feil! In einer Erklärung Notwendigkeit der polizeilichen Wegweisung allerdings nicht gab Stotrat Lübbetens als Magistratsvertreter indirekt nachprüfen dürfe. feine Zustimmung dazu, daß der Vorstand weitere Konzessionen an die Aerzte nicht habe machen können und im Falle Wendtland( die übrigen Forderungen der Aerzte standen nicht mit zur Debatte), forrekt verfahren sei.

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die Ruhe und Ordnung zu schüßen, sondern von der falschen H. einer Zuschrift an die Arbeitgeber die Aerzte, daß von Dienstag warnt deshalb alle Metallarbeiter vor dem Beitritt zu dieser Organi­

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Der Standpunkt des Kammergerichts, daß das Gericht nicht nachzuprüfen habe, ob die Anordnung eines Polizeibeamten that­fächlich zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung not wendig sei, muß zu so schlimmen Konsequenzen führen, daß er sich als unhaltbar erweist; er gefährdet geradezu In Köln sollen jetzt auch die Apotheken von der Aufsichts­die öffentliche Ruhe und Ordnung insofern, als er dem Publikum behörde gegen die Krankenkassen mobil gemacht werden. Wie die Rheinische Zeitung " berichtet, verweigern die Apotheken die Aus­jeden Maßstab dafür nimmt, wie es sein Benehmen einzurichtenfertigung der Rezepte, die von den für die Ortskassen thätigen neuen hat. Auf der andren Seite giebt er den einzelnen Polizeibeamten Aerzten gegeben werden und zwar soll das geschehen auf An­das Recht, eventuell ganze Straßenzüge für den Verkehr zu sperren, weisung des Beigeordneten Dr. Fuchs. wenn er eine solche Anordnung" im Interesse der Ruhe und Ordnung" für notwendig erachtet. Da das Gericht nach der kammer­gerichtlichen Entscheidung die Notwendigkeit einer solchen An­ordnung nicht nachzuprüfen hat, tommen wir auf diesem Wege zu einer Polizeidiktatur, die hoffentlich auch wohlthätig auf die Haltung des Kammergerichts einwirken und es zwingen wird, seinen jegigen Standpunkt aufzugeben. Die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter aber werden sich in ihrem Verhalten jeder Entscheidung des höchsten Gerichts anzu­passen wissen. Sie werden nach wie vor bemüht sein, ihr Stoalitionsrecht streng im Rahmen des Gesetzes auszuüben. Jede ungesehene Schlinge aber, in der sich trotzdem ein Streit­posten fing, wird von seinen Nachfolgern sorgfältig vermieden werden.

Berlin und amgegend.

Ein Einseher- Tarif wird zur Zeit zwischen den Vertretern der Arbeitgeber, dem Centralverband der Bautischlermeister und den Ver­tretern der in Berlin bestehenden Einsetzerorganisationen beraten. Derselbe soll dazu dienen, die zahllosen, das Gewerbe beunruhigenden Werkstattdifferenzen dadurch zu beseitigen, daß eine feste Basis für die Lohn- und Arbeitsbedingungen geschaffen wird.

Die Haupt­

Der russisch- japanische Krieg.

London , 15. Februar. Die St. James Gazette" meldet aus Robe vom Freitag, den 12. d. M.: Infolge des Angriffs der Russen auf un­bewaffnete Stauffahrteischiffe beschloß die japanische Regierung alle ihr in die Hände fallenden russischen Schiffe ohne Rücksicht auf das Datum ihres Abganges wegzunehmen. Fünf in Safeho beschlagnahmte Kauffahrteifahrer, welche man in einigen Tagen freigeben wollte, wurden nun dem Prisengericht überwiesen. Russische Meldungen.

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Petersburg, 15. februar. Ein Telegramm des Statthalters Alexejew vom heutigen Tage meldet, daß nach telegraphischer Mit­teilung des Chefs der Kreuzerabteilung Kapitäns Reigenstein die Abteilung untveit der Tsugarischen Straße einen Dampfer vernichtete Die Baderinnen einer Schuhwarenfabrik mit Ladengeschäft, deren und drei Tage lang einen starten Sturm bei 9 Grad Frost und Hauptbeschäftigung darin bestand, die Schnürsenkel in die Stiefel Schneegestöber aushielt. Der Feind sei der Abteilung nicht begegnet. General Pflug meldet aus Port Arthur von heute, im Laufe einzuziehen und die Stiefel in Kartons zu verpacken, erachtete das des gestrigen Tages war die Lage in Port Arthur unverändert. Kammergericht für gewerbliche Arbeiterinnen und nicht für Aus Inkau verlautet gerüchtweise, die Japaner bereiteten Angestellte im kaufmännischen Teil des Betriebes. wurden auf Grund der Gewerbe- Ordnung zu Geldstrafen verurteilt, t Von der Grenzwache der wurden auf Grund der Gewerbe- Ordnung zu Geldstrafen verurteilt, die Landung in Tschingwantao vor. weil sie die Baderinnen in ihrem Fabrikbetriebe des Sonnabends Station Schahepu auf der Sfinmintuner Poststraße eine reitende ist eine Meldung eingetroffen, daß gestern unweit noch nach Uhr beschäftigt hätten. Patrouille fichtbar wurde, die man wegen ihrer Tracht für eine japanische hielt. Eine gleiche Meldung liegt auch von der Station Injatun vor. Wie die Nachforschungen ergeben haben, haben keinerlei japanische Banzerschiffe auf der Reede von Tabungou gelegen.

Die Chefs

Gewerbegerichtswahl. Nach langem Bemühen ist es der organi­fierten Arbeiterschaft in Pößned gelungen, die Behörden zur Er­richtung eines Gewerbegerichts zu veranlassen. Nachdem die städtischen Behörden dies Verlangen der Arbeiter stets ablehnten, wandte man sich an die Regierung, und diese wies die Stadt an, ein Gewerbegericht ins Leben zu rufen. Am Montag, Dienstag und Mittwoch voriger Woche fanden nun die Vertreterwahlen, 36 an der Bahl, statt. Die vom Gewerkschaftskartell aufgestellten 18 Arbeiter­kandidaten wurden glatt gewählt, während aus den Reihen der Ar­beitgeber nur 3 von unsrer Seite gewählt wurden, darunter Land­tagsabgeordneter Paul Seige.

Verfammlungen.

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Der russische Kreuzer Askold" gesunken.

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Tokio , 14. Februar. Der japanische Konsul in Tschifu meldet, daß der Kapitän des amerikanischen Dampfschiffes" Pliades", welches von Port Arthur eingelaufen ist, berichtet, daß der durch japanische Granaten beschädigte russische Kreuzer Askold, der in inneren Hafen lag, am Vormittag des 13. Februar gesunken ist. Die russischen Verluste sollen fich, soweit bekannt, auf 29 Tote und 60 Verwundete auf den Schiffen und 2 Tote in den Befestigungen des Golden Hill belaufen.

Tokio , 15. Februar. Rahon Nagasaki , Safeho, Bussime, Haka­date sind Belagerungszustand erklärt.

welche

Der

Die Fliesenleger Hilfsarbeiter haben einen Tarif ausgearbeitet Saal eine Versammlung einberufen, die der Aussprache über das Der Metallarbeiter- Verband hatte am Sonntag nach Kellers Verhaftung und Mißhandlung japanischer Flüchtlinge. und ihn den Unternehmern eingereicht. Der Tarif soll bis zum Niutschwang, 12. Februar.( Meldung des ( Meldung des Reuterschen 1. Februar 1906 gelten und, wenn er nicht acht Wochen vor Ablauf Verhalten des Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereins der Maschinenbau Bureaus".) Etwa fünfzig Japaner, die sich auf dem Wege nach gekündigt wird, ein weiteres Jahr in Kraft bleiben. und Metallarbeiter diente. Der Referent Cohen sprach über das forderung des Tarifs ist ein vom 15. d. M. ab zu zahlender Mindest- Thema:" Koalitionsrecht und Koalitionszwang". Unter Hintveis Tientsin befanden, find in Taschitschao an der mandschurischen Bahn John von 50 Pf. pro Stunde, der fich vom 1. Februar 1905 ab um auf eine Anzahl bekannter Einzelfälle polizeilichen Vorgehens gegen angehalten und nach Port Arthur gebracht worden. Ihre Fran 5 Pf. erhöht. Die Arbeitszeit soll zehn Stunden betragen. Ueber- ftreifende Arbeiter, sowie gerichtlicher Urteile aus Anlaß der Metall- find unter militärischer Bewachung hier eingetroffen. Der hiesige ameri­stunden sind möglichst zu vermeiden; tvenn fie notwendig arbeiterstreits in Berlin zeigte der Redner, daß das Koalitionsrecht tanische Konsul Miller hat die Freilassung der letzteren erwirkt, Admiral find, sollen fie mit 25 Proz, Nacht- und Sonntagsarbeit für die deutschen Arbeiter nur auf dem Papier steht, da dessen Alerejem aber ihre Wiederinhaftnahme angeordnet. Sie sind sodann mit mit 100 Broz. Zuschlag vergütet werden. Sonnabends wird praktische Ausübung durch Behörden und Unternehmer fast unmöglich allen übrigen in der Mandschurei befindlichen Japanern eben­falls nach Port Arthur geschafft worden. Konjul Miller hat eine Stunde, am Vorabend der großen Feste drei Stunden gemacht wird. Das Bestreben der Unternehmer geht dahin, das falls nach Port Arthur geschafft worden. früher Feierabend gemacht ohne Lohnabzug. Weiter enthält der geltende, schon aufs äußerste beschränkte Stoalitionsrecht noch weiter fein Verhalten auf frühere Zusicherungen gegründet, die russischen Behörden dem japanischen Konsul erteilt hätten, Tarif Bestimmungen, welche für die Fliesenleger bereits durch Ver- eingeengt zu sehen. Der Centralverband der Induſtriellen Deutsch daß nämlich alle Japaner geschützt und ihnen gestattet werden trag festgelegt sind. Dieselben beziehen sich auf Ersatz von Fahr- lands sammelt Material, um die Gesetzgebung nach dieser Richtung solle, das Land zu verlassen, wenn sie es wünschten. gets, Vergütung für auswärtige Arbeiten, Schlichtung von Streitig zu beeinflussen. Um für die Bestrebungen Stimmung zu machen, feiten usw. Ein Teil der Hilfsarbeiter erhält bereits den ge- wird von Seiten der Unternehmer behauptet, die freien Gewerkschaften Ronful hat ferner gegen die grausame Behandlung Einspruch er­forderten Lohn von 50 Bf., biele werden jedoch geringer entlohnt machen das Koalitionsrecht zu einem Stoalitionsawang, sie üben, so hoben, welcher die japanischen Flüchtlinge angeblich von russischen und zwar mit 47, 45 Pf. und noch darunter. Die Beseitigung der wird gesagt, einen unerhörten Terrorismus auf Nichtorganisierte und Soldaten ausgefeßt getvesen sind. Auch gegen einen ungarischen verschiedenartigen und Einführung einheitlicher Löhne ist der Haupt- Angehörige andrer Organisationen aus, um diese zum Beitritt in die Reisenden hatten sich russische Soldaten grobe Ausschreitungen er fächlichste Zweck der Bewegung. Der Tarif ist bei 16 Firmen, welche für freien Gewerkschaften zu zwingen. Alle diese Behauptungen, die sich laubt, und den Konsul Miller, an den er fich gewandt hatte, bedroht. Der kommandierende Offizier hat den Beteiligten sein die Branche in Frage kommen, eingereicht. Einzelne Firmen haben entweder auf unwahre Angaben oder höchstens auf unbedeutende, Bedauern über den Vorfall ausgedrückt. Was die Behandlung der Bedauern über den Vorfall ausgedrückt. Was die Behandlung der die Forderungen bereits bewilligt, andre haben sie abgelehnt, die maklos aufgebauschte Vorgänge stüßen, haben keinen andern 3wed, Flüchtlinge anlangt, so hat nunmehr der russische Civiladministrator meisten haben noch keine entscheidende Antwort gegeben. Gine als die Regierung zu gesetzlichen Maßnahmen gegen die Getverts Bersammlung der Fliesenleger- Hilfsarbeiter, die am Montagabend fchaften scharf zu machen. Alle Arbeiter ohne Unterschied haben die persönlich die Sorge für deren zweckmäßige Behandlung über­tagte, beschloß, daß die Arbeiter jeder Firma durch einen Vertreter bringendste Veranlassung, sich gegen derartige Versuche, das nommen. am Dienstag persönlich beim Geschäftsinhaber vorstellig werden. Soalitionsrecht noch weiter zu beschränken, entschieden zu wehren. Konstantinopel , 15. Februar. Infolge einer Audienz des russi­Wo die Forderungen nicht bewilligt werden, da Nicht nur die freien Gewerkschaften, sondern auch die christlichen und foll am Mittwoch die Arbeit nicht wieder auf- Hirsch- Dunderschen Organisationen müßten fich die Verteidigung des schen Botschafters Sinowjew beim Sultan am Freitag wurde ein Frade veröffentlicht, das den Muselmanen berbietet, ihre Wer zu den geforderten Bedingungen Koalitionsrechts angelegen sein lassen. Statt dessen haben wir ge- Genugt huung über die russische Niederlage aus­arbeitet, erhält von der Verbandsleitung eine Arbeitsberechtigungs- fehen, daß der Hirsch- Dunderſche Gewerkverein der Maschinenbau­tarte. Die Bauarbeiter der andren Berufe werden ersucht, die und Metallarbeiter am Freitag vor acht Tagen eine Versammlung zu drücken. abhielt, die keinen andern Zweck hatte, als den Metallarbeiter- Verband

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genommen werden.

Gewerk­

Man freue fich nicht!

beschäftigten Fliesenleger- Hilfsarbeiter nach dieser Karte zu fragen. zu beschuldigen, daß er die Gewerkvereinler terrorifiere. Was als Letzte Nachrichten und Depeschen

Deutfches Reich.

Das dankbare Crimmitschau ! Dem Bürgermeister Bed mann in Crimmitschau wurde eine jährliche Gehalts­zulage bou 1000 Mart( schreibe tausend Mart) au­gebilligt. Begründet wurde diese Zulage damit, daß in Anbetracht der schwierigen Verhältnisse, in denen der Herr Bürgermeister es weder den Arbeitgebern, noch den Arbeitern recht machen Lonnte, seine Thätigkeit Anerkennung verdiene.-

Gebäude- Einsturz.

200 Bautischler, Einsetzer und Maschinenarbeiter haben gestern angeblicher Bewis für die Behauptung vorgebracht wurde, waren nichts Morgen in den Vororten Steglis, antwis, Friedenau , als fleine unbedeutende Reibereien, welche in Werkstellen, wo Mit- Köln, 15. Februar. In Matarello ftürate gestern das neue Schmargendorf und Groß- Lichterfelde die Arbeit nieder- glieder verschiedener Organisationen nebeneinander arbeiten, hier und Konsumvereins- Gebäude ein, wobei eine Frau getötet und drei gelegt. Der Streit ist eingetreten bei allen Bautischlermeistern, die da wohl vorkommen, die aber nie einen ernsten Charakter haben, Bersonen schwer verlegt wurden. Der Einsturz erfolgte durch die ben ihnen am Mittwoch voriger Woche vorgelegten Netto- Tarif und die nur in denunziatorischer Absicht zu terroristischen Handlungen Erschütterungen des in dem Hause befindlichen, zum erstenmal in nicht anerkannt haben. Zuzug von Angehörigen der obigen aufgebauscht werden können. Ja selbst auf völlig unwahre Angaben, Betrieb gesezten elektrischen Wertes.( Köln . 8tg.") Branchen ist fernzuhalten. die ihnen von irgend einem unzuverlässigen Gewährsmann zuge Die Aussperrung der Diamantarbeiter. tragen sind, kam es den Leitern des Gewerkvereins nicht an. So Amsterdam , 15. Februar.( W. Z. B.) Nachdem die Diamanten­wurde in ihrer Versammlung behauptet, daß der Metallarbeiter= Verband durch unlautere Mittel Mitglieder werbe. Gelegentlich eines schleifer beschlossen haben, für diese Induſtrie eine Anzahl Lehrlinge Schlosserstreiks in der Freeseschen Fabrik sollen zwei Mitglieder des zuzulassen, haben die Arbeiter heute nachmittag in einer Versamm Bewertvereins zum Verbande hinübergezogen worden sein durch das lung den Vorschlag gemacht, eine Kommission zur Untersuchung Versprechen, ihre Mitgliedsdauer im Gewerkverein werde ihnen im der Arbeitsbedingungen zu erneuern. Die Arbeitgeber haben darauf Verbande angerechnet, und dies Versprechen sei nicht gehalten worden. den Beschluß gefaßt, um Mitternacht vom 17. zum 18. d. M. die Die Feststellungen haben nun ergeben, daß gelegentlich jenes Streits Aussperrung zu beginnen. Minister Supper hat eine Vermittelung nur ein Mitglied zum Verbande übergetreten ist, und der Be- zugesagt, um den bestehenden Differenzen ein Ende zu machen. treffende hat schriftlich erklärt, daß sein lebertritt vollkommen frei- Barcelona , 15. Februar.( W. T. B.) Ausständige versuchten dic Dieser Beschluß wurde in geheimer Sigung gegen willig war, daß ihm keine Versprechungen gemacht worden sind und Fabrit eines Wagenbauers in Brand zu stecken. Der Chef der die fünf Stimmen der Socialdemokraten gefaßt. daß ihm gegenüber der Metallarbeiter- Verband feine Verpflichtungen Polizei fandte infolgedessen dem Gouverneur eine Mitteilung, in Schwer bestrafter Terrorismus". Der Maurer Rüdiger arbeitete erfüllt hat, sodaß die von Hirsch Dunderscher Seite aufgestellten welcher er barauf hinwies, daß der Zeitpunkt gekommen sei, strengste mit dem Maurer Brückner auf einem Umbau in Erfurt . Brückner entgegenstehenden Behauptungen aus den Fingern gesogen sind. Noch Maßregeln gegen die Ausständigen zu ergreifen. Es wurden zahl­bersuchte wiederholt den Rüdiger, der dem Verbande nicht angehörte, eine ganze Reihe ähnlicher haltloser Angaben des Gewerkvereins reiche Flugblätter verteilt, in welchen die Arbeiter gegen die Bürger zum Beitritt zu bewegen, indem er diesem die Vorteile vor Augen führte der Redner an und erwies, daß sie unwahr sind. Ferner er- aufgereizt werden. Warschau , 15. Februar. Gelegentlich einer gestrigen Kund­führte. Da alle seine Bemühungen resultatlos verliefen, geriet er innerte er an das unsolidarische Verhalten der Gewerkvereinsleitung in Zorn und rief dem N. zu:" Du bist ein Lump, Streifbrecher, bei dem Mehlichschen Streit und andren Gelegenheiten, wo die Hirsch gebung an der zahlreiche Studenten, sowie eine ein Hund, den man auf die Schienen schmeißen müßte, damit ihm Dunckerschen die Interessen der Arbeiter geschädigt und die Geschäfte große Volksmenge teilnahmen, schoß der irrsinnig ges der Schädel abgefahren wird!" Rüdiger machte bei der Polizei An- des Unternehmertums besorgt haben. Die Gewerkvereinler hätten wordene Graf Demboty, der sich in der Wohnung ein­zeige und gestern erhielt Br. für seine unüberlegten Worte fünf am wenigsten Ursache, sich über Terrorismus zu beflagen, da fie, wo gefchloffen hatte, vom Ballon auf die Menge, wobei drei Pers Wochen Gefängnis. Weil die ruhigen Arbeiter bor Infie in der Mehreit sind, selber den schärfsten Terrorismus gegen fonen getötet und zwanzig verwundet wurden. Erst fulten gefügt werden müssen, beantragte der Amts- andre ausüben. So nehme der Meister in der Englischen Gasanstalt nachdem es gelungen war, den Grafen selbst durch einen Schuß zu anwalt sieben Wochen Gefängnis. nur Arbeiter vom Nachweis des Gewerkvereins an, so daß dieser verivunden, konnte er festgenommen werden.

Berantw. Redakteur: Julius Kaliski , Berlin . Inseratenteil verantwv.: Th. Glocke, Berlin . Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt