Dem Bertrage ist die Liste der zugelassenen Aerzte eingefügt mit folgendem Anhange:
Gerichts- Zeitung.
f. s.
Sehr zahlreich waren die Entweichungen, insbesondere aus den Erfahrung gegründete Wirklichkeit Herrn Diesels erfonnene( Projefte Anstalten, während sie bei den Familien weit geringer waren. Gleich weitaus in Schatten stellt. Die Bewegung gegen die Dividendenjägerei Andre Aerzte als solche, die auf der Liste stehen, können nur wohl erscheint eine allzugroße Beschränkung der Freiheit nicht an- geht auf nichts andres hinaus als darauf, eine„ Bolfskaffe" zu nach vorheriger Genehmigung beider vertragschließenden Parteien gebracht, da namentlich unter den älteren Zöglingen ein solcher Zwang gründen, die die Mittel zur Erweiterung des Betriebes sicherstellt, auf Kosten der Kasse um ärztliche Hilfe angegangen werden. Berbitterung erzeugt, die den Entlassenen leicht auf die Bahn des um das Genossenschaftswesen nicht bloß nach außen für die Konsu Die Wohlthat" der freien Arztwahl besteht also darin, daß die Verbrechens treiben kann. Auffallend erscheint ferner die hohe Zahl menten, sondern auch nach innen für die Produzenten wahrhaft der in Anstalten gegenüber der in Familien Untergebrachten. Die genossenschaftlich zu gestalteit. Kaffe jeden Arzt, der jetzt in Solingen wohnt, zur Kassenpraris zu Begründung zum Gesetze ließ das umgekehrte erwünscht erscheinen, Diesels Buch enthält neben manchem Phantastischen und Vers lassen muß, daß sie aber neu zuziehende nicht ohne Genehmigung und die vorliegende Statistik sieht darin eine nicht ungefährliche stiegenen nichts Wahres und Nichtiges, was von der Genossenschaftss der jetzigen Aerzte zulassen darf, daß sie keinen ohne Ge- Ueberschäßung der Anstaltserziehung. Das gleiche ist auch bei den bewegung nicht längst erkannt und erstrebt wird. nehmigung der Aerzte entlassen darf, daß nur die Aerzte Zwangszöglingen der Fall." das Recht haben, einen Arzt, der pflichtwidrig handelt, Ein weiterer Abschnitt beschäftigt sich mit den Kosten der Fürauszuschließen, und daß die Mitglieder nicht nur die Genehmigung forge- Erziehung. Hervorgehoben sei daraus, daß die Gesamtkosten des Kaffenborstandes, sondern auch der Aerzte- Organisation einholen von 1 677 977,21 M. im Jahre 1900 auf 4 032 740,52 M. im müssen, falls sie den Arzt ihres Vertrauens" tonsultieren wollen, den kleineren die Kommunalverbände, im Jahre 1902 nach vorläufiger Jahre 1902 gestiegen sind. Davon trug den größten Teil der Staat, wenn dieser zufällig nicht auf der Liste der von den Aerzten zu Feststellung der erstere 2 561 915,90 M., die letteren 1 470 824,62. gelassenen steht. Man sollte doch endlich aufhören mit den lächerlichen Deklamationen, daß die freie Arztwahl im Interesse der Mitglieder gefordert wird. Das ist ja alles Humbug. Es handelt sich lediglich um die Interessen der Aerzte. Bei einer Klasse, die von den Mit gliedern selbst verwaltet wird, ist die wahre, freie Arztwahl einzig darin garantiert, daß sich die Staffe die Aerzte aussucht, die ihr genehm sind. Bei dem System, das die Aerzte freie Arztwahl nennen, müssen sich die Versicherten von den Aerzten vorschreiben lassen, welchen Arzt sie wählen dürfen. Enthält doch der Solinger Bertrag noch folgende Bestimmung:
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Mit homöopathischen, Kneipp- oder Naturärzten zu konsultieren, darf von Kassenärzten nicht verlangt werden. Das zusammen mit der Bestimmung, daß ein nicht auf der Liste stehender Arzt nur mit Genehmigung des Aerztevereins fonsultiert werden darf und daß solche Sturpfuscher" natürlich nicht auf der Liste stehen, liefert den Beweis, daß es sich nur darum handelt, die Versicherten in ihrer freien Selbstbestimmung zu beschränken, nicht durch ihre Organisation, sondern durch Leute, die das gar nichts angeht, die lediglich aus materiellen Gründen ein Monopol auf die Behandlung der Stassenmitglieder beanspruchen.
Geistige und geistliche Arbeit.
An der Hamburgischen Gewerbeschule erhalten die Lehrer für vier Stunden 10 M., der Geistliche, welcher die Andachten in der Schule abhält, erhält für eine halbe Stunde 10 M., also achtmal soviel wie die Lehrer. Womit bewiesen ist, daß geistliche Arbeit achtmal soviel wert ist wie geistige.
Der Deutsche Verein für Gasthausreform, der in Weimar feinen Sib hat, eröffnet am 1. April sein erstes Gasthaus. Er hat in Apolda eine fei vier Jahrhunderten bekannte Ausspann- Wirtschaft erworben, die, abgesehen von den Nachbarn, besonders von Landfeuten und wenig bemittelten Reisenden besucht wird; Aufgabe des Vereins ist nun, das Haus so weit zu verbessern, als das bei einer vierprozentigen Verzinsung des angelegten Kapitals möglich ist. Geistige Getränke werden nach wie vor geführt, aber der angestellte Verwalter. der für seine Person abstinent ist, hat keinerlei Vorteil vom Absatz dieser Getränke, während er an allen übrigen Einnahmen beteiligt ist. Natürlich werden die Speisen und alkoholfreien Getränke besonders gepflegt werden. Die Einrichtung eines Lesezimmers, das in Apolda noch fehlt, wird geplant, und die Benutzung aller Räume wird auch Gästen, die nichts verzehren, gestattet sein, wenn fie sich für 10 Pf. eine Stundenkarte lösen oder monateweise abonnieren.
Die Honorierung erfolgt wesentlich nach dem Bauschale von 3,50 M., die Verrechnung nach dem Bonsystem; Behandlung der Die Sonntagsruhe in Italien . Vekanntlich hat die Kammer vor Familienangehörigen muß nach Einzelleistungen nach der Mindest- kurzem den Gesetzentwurf betreffend das Verbot der Sonntagsarbeit tage mit 20 Broz. Rabatt honoriert werden. Aber§ 8 bestimmt: abgelehnt. Der gänzliche Mangel einer gefeßlichen Sonntagsruhe Personen, welche der Versicherungspflicht nicht unterliegen, macht sich in Italien nicht bloß für die Arbeiter im engeren Sinne, weil sie ein Einkommen von über 2000 m. haben, sollen nur sondern auch für die Staats- und Privatbeamten, Angestellte aller dann auf Rechnung der Krankenkasse behandelt werden, wenn Art, Journalisten, kurz für alle physischen und geistigen Arbeiter die Bezahlung der Einzelleistung ohne Rabatt von der Kranken - fühlbar. Die Bewegung für Herbeiführung der Sonntagsruhe hat fasse gewährleistet wird. denn auch sofort wieder eingesetzt und es haben dieser Tage VerDas heißt doch die„ Wohlthaten" der Krankenversicherung für ſammlungen in Genua und Palermo stattgefunden. Daran waren außer den Arbeitskammern auch die Beamtenvereinigungen 2c. versolche Personen einfach ausschließen. treten. Als Redner traten Capriani und andre socialistische Abgeordnete auf.
Menschenfreunde, die Solinger Herren!
Arbeitsnachweis oder Stellenvermittlung.
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Litterarisches.
Rudolf Diesel , Solidarismus. Natürliche wirtschaftliche Erlösung des Menschen. München und Berlin . N. Oldenbourg. 1903.
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10. Januar d. J., bei Sakrow die Tochter des Verlagsbuchhändlers Die Eisbahnkatastrophen auf der Havel , bei der am Sonntag, Sirmie aus Halensee , sowie der Kaufmann Schwital aus Berlin und auf dem Wannsee der Hausdiener May Gelling aus Berlin ertranfen, beschäftigten am Mittwoch die Potsdamer Straflammer in einer sechsstündigen Verhandlung, zu der 21 Zeugen und zwei Sachverständige geladen waren. Angeflagt wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen war der Bächter der Eisbahnen auf der Havel und dem Wannsee , Kaufmann Adolf Steinberg aus Berlin , der sich auf die Frage des Vorfizenden für nichtschuldig erklärte. Er will den gesetzlichen Bes stimmungen, die etwas kompliciert waren, nachgekommen sein. Die im Auftrage des Angeklagten vom Fischermeister Geride abgestedte Habeleisbahn ging von Wannsee aus glatt bis zur Pfaueninsel. Hier mußten die Schlittschuhläufer wegen der offen gehaltenen Rinne für die Fähre über die Landzunge hinweggehen, wo auf der andern Seite bei dem dort stehenden Pavillon die Absteckung der Bahn bis Sakroiv aufs neue begann, und zwar bildete hier das Glienicker Ufer die linke Grenze, während nach der Mitte der Havel zu nur eine Reihe Rohr= büschel standen. Dadurch kam es, daß Schlittschuhläufer troh mehrerer Plakate, die der Restaurateur Braumann aus Moorlate hatte an bringen lassen und die die Inschrift trugen:" Nur auf der Bahn halten", irre wurden und außerhalb der Rohrbüschel liefen. Bei der Satrower Fähre wurde diese Verwirrung noch größer, weil dort von Sakrower Einwohnern wenige Tage vorher, um eine größere Sicher heit zu schaffen, eine Anschlußbahn an die Eisbahn des Angeklagten hergestellt war, die der Fischer Gericke durch Abhauen der Zweige wieder beseitigt hatte, weil er die Sakrower zur Errichtung der Bahn nicht für berechtigt hielt. Dies wurde nun dem Fräulein Luise Mirmse und dem Kaufmann Schwital zum Verhängnis. Mit einer größeren Gesellschaft waren sie von Wannsee aus nach Satrow gelaufen und zwar von der Pfaueninsel ab außerhalb der Rohrbüschel. Frl. Kirmse und Schwital liefen vorweg, wollten bei Moorlate nach Safcow hinüber und gerieten dadurch auf dünnes Eis, sodaß sie einbrachen und ertranfen. Von den Zeugen befundete Redakteur Kirmse, der Bruder der Ertrunkenen, daß er durch die Abgrenzung nicht darüber klar wurde, daß die Bahn links fei. Restaurateur Braumann war dagegen der Ansicht, daß die Bahn schon von weitem kenntlich war, zumal bis Moorlate sechs Plakate angebracht waren. Seiner Ansicht nach habe der Pächter nur die sicheren Stellen der Eisbahn zu markieren. Eine Anzahl Zeugen, darunter mehrere Gendarmen, der Restaurateur Ehrede von der Pfaueninsel , die dortigen Ueberfahrer usw. vertraten gleichfalls die Ansicht, daß die Bahn richtig abgestedt war, während eine Anzahl Schlittschuhläufer über den Lauf der Bahn im Irrtum Die Fleischerinnung des Kreises Niederbarnim hatte einem Gastwirt Dst, der früher Schlächtermeister war, die Stellenvermittlung gewesen sind. Etwa ein Drittel der Läufer ist thatsächlich außerhalb übertragen. Jeder Gefelle, dem eine Stelle nachgewiesen wird, hatte der Bahn gelaufen, meistens wohl, weil das Eis dort besser war. Am eine Mark zu zahlen. Diese Gebühreneinnahme bis zu 500 m. geWenn Herr Rudolf Diesel , der jetzt mit tausend Masten in Abend desselben Tages ertrat ferner auf dem Wansee in der Dunkelhört dem„ Sprechmeister"( Stellenvermittler); was im Laufe des den Ocean feiner Hoffnungen schifft, wie alle socialen Erfinder vor heit der Hausdiener Gelling. Er war auf eine Stelle geraten, auf Jahres mehr einkommt, fällt der Innung zu. Als Sprechbureau hat ihm als ein müder Mann in den Hafen zurückkehrt, damn wird er welcher der Restaurateur Dietrich vorher hatte eisen lassen. Dietrich sich D. ein Zimmer neben seiner Gastwirtschaft eingerichtet. Er ist mit gleichem Recht und gleichem Unrecht wie seine Vorgänger die war, wie festgestellt wurde, seiner Verpflichtung, die Stelle mit Draht verpflichtet, zunächst an Innungsmeister Arbeitskräfte zu vermitteln; Schuld an dem Scheitern seiner Pläne auf den Unverstand der abzusperren, nachgekommen, und auch dem Angeklagten Steinberg wenn diese keinen Bedarf haben, ist ihm auch die Vermittlung an Massen zurückführen. Wären wir heute schon so weit, daß die konnte aus dem Unfall kein strafbares Verschulden nachgewiesen andre gestattet. Ost wurde auf Grund der Gewerbe- Ordnung menschliche Wirtschaft vom Bewußtsein der Gesellschaft geregelt verden, weshalb der Staatsanwalt wegen dieses Falles die Freiangeklagt, weil er nicht die Vorschriften für„ Stellenbermittler" er- werden könnte- und wir werden so weit sein, wenn dieses Bewußt- fprechung beantragte. Wegen des Unfalles bei Satrom beantragte füllt hatte, und das Landgericht I Berlin verurteilte ihn auch zu sein einmal vorhanden sein wird dann würden Herrn Diesels er dagegen sechs Monate Gefängnis gegen Steinberg. Schon aus dem ciner Geldstrafe von 10 M. Angeklagter legte Revision ein und Vorschläge zwar immer noch nur das sehr vervollkommungs- Grunde, daß das Publikum erfährt, wie die Verhältnisse an der Havel machte geltend, es handle sich hier um den Arbeitsnachweis einer fähige Projekt eines Einzelnen bleiben, aber die erste notwendige liegen, sei eine Aufklärung der Sache notwendig gewesen. Der AnInnung und nicht um eine Stellenvermittlung im Sinne der ange- Voraussetzung wäre gegeben, die seine Pläne diskussionsfähig machen geklagte habe durch seine Reklame das Publikum angelockt und es in den Glauben versezt, daß die von ihm abgesteckte Gisbahn auf der zogenen Vorschriften. Das Kammergericht hob die Vorentscheidung auf und verwvies Herr Diesel strebt die allmähliche Umwandlung der kapitalistischen Havel sicher zu betreten sei. Eine einreihige Abstedung der Bahn ges die Sache an das Landgericht mit folgender Begründung zurück: Gesellschaft in eine folidaristische" an. Der Solidarismus" ist nüge aber nicht, um Irrtümer auszuschließen. Der Gerichtshof erAllerdings sei nicht bloß die Verwaltung eines Arbeitsnachweises, eine Komplikation von Sparkassen- und Genossenschaftswesen. Aus fannte wegen des Wannsee - Unfalles auf Freisprechung, wegen des sondern eine Stellenvermittlung" im Thun des Angeklagten zu den Sparpfennigen der Einzelnen soll eine„ Vollstaffe" gegründet Satrower Falles dagegen auf drei Monate Gefängnis. finden. Er veranlaßte die Gesellen, zu bestimmten Meistern zu gehen, werden. Diese Voltskasse arbeitet selbständig und legt außerhalb Steinberg hätte den Eintritt in die Bahn bei der Pfaueninsel so kenntund habe auch erheblich auf ihren Willen eingewirkt, indem er eine der ihr angeschlossenen Betriebe, für deren Schulden sie nur lich machen müssen, daß jeder Irrtum ausgeschlossen erschien. Der Berurteilte hat durch seinen Verteidiger sofort Revision anmelden Mark von jedem genommen und es ihm überlassen habe, das Geld garantiert, die angesammelten Gelder möglichst günstig an. wieder abzuholen, falls er feine Arbeit bekomme. Indeffen sei hier Mitglieder dieser Bollstasie" sollen num Gesellschaften bilden, vom lassen. nicht genügend festgestellt, ob Angeklagter selbständiger Stellen Verfasser Bienenstöcke" geheißen, die ihr Stapital unter Garantie vermittler war oder nur Angestellter der Innung. In letterem Falle der Boltskasse bei Kapitalisten bei Kapitalisten ausleihen und es hätte die Innung beziehungsweise ihr Vertreter den Vorschriften des Zahlung hoher Zinsen binnen fünfzig Jahren amortifieren. Gesezes bezüglich der Stellenvermittler nachkommen müssen. In der Die Bienenstöce" aber find große Produttivgenossenschaften, Richtung seien vom Landgericht noch nähere Feststellungen zu treffen. die die Mitglieder der Volkskasse mit Waren versorgen. Der Wien , 31. März. Die„ Neue Freie Presse" meldet: Die erfte Ferner hätten die Vorinstanzen übersehen, daß die ministeriellen Reingewinn der Bienenstöcke" tommt seinen Mitgliedern, den Lesung des Handelsvertrages zwischen Deutschland und DestreichVorschriften vom 10. August 1901 es Gejindevermietern und Bienen", teils in bar, teils in Form von Wohlfahrtseinrichtungen Ungarn dürfte in mündlichen Konferenzen Mitte April beginnen. ( B. H. ) Brüssel , 31. März. Stellenvermittlern verbiete, Gast- und Schankwirtschaft zu zu gute. Die Handelsvertrags- Verhand treiben. Somit müsse Angeklagter aus diesem andern Grunde be Bemüht man sich, eine solche Entwicklung zu Ende zu denken, lungen zivischen Belgien und Deutschland haben nunmehr begonnen. straft werden, ganz gleich, ob er nun selbständiger Stellenvermittler so wird man finden, daß es der„ Vollstaffe" immer schwieriger Wie lange die Verhandlungen dauern, ist nicht vorauszusehen, doch oder Stellenbermittler der Innung gewesen sei. werden muß, für ihre Kapitalien außerhalb der„ Bienenstöce" eine hofft man in nahebeteiligten Streifen, daß sich keine allzu großen Anlage zu finden. Denn so lange diese Anlage möglich ist, muß Schwierigkeiten ergeben. auch der Kapitalismus noch vorhanden, muß es möglich sein, aus Amnestic . Paris , 31. März.( W. T. B.) Die Kammer nahm einen Geld durch Auspowerung von ungeheuren Massen mehr Geld zu gewinnen. Umgekehrt wird aber auch wieder durch die Berzinsung Entwurf betreffend Amnestie für Vergehen der Presse. und Amortisierung der den„ Bienenstöcken" geliehenen Kapitalien bei Bersammlungen und Ausständen an. Millevoye der Reichtum von Kapitalien erhalten und vermehrt. Das Resultat beantragte die Ausdehnung der Amnestie auf Personen, die vom wäre eine finkende Verzinsung des Wucherkapitals, während der eigentliche Unternehmergewinn den Produzenten zuflöſſe. Die Staatsgerichtshofe verurteilt wurden. Der Antrag wurde mit 331 Boltstasse" würde aber nur dann betriebsfähig werden und betriebs- gegen 214 Stimmen abgelehnt. Die Kammer verlagte sich sodann bis zum 17. Mai. fähig bleiben, wenn ihr einerseits immer neue Mitglieder zuflössen, Verhaftung des Rabinettschefs Nafis. wenn andrerseits die Haftpflicht, die sie für die Bienenstöce" Rom , 81. März.( W. T. B.) Wie„ Giornale d'Italia" meldet, übernimmt, nicht zu großen Stapitalsverlusten führen würde. Nach beiden Richtungen giebt sich der Verfasser sehr optimistischen An- wurde gegen den Kabinettschef des früheren Ministers Nasi, Lombardo, schauungen hin. ein Haftbefehl erlassen. " Die Zahl der der Fürsorge- Erziehung überwiesenen MinderReden wir deutsch : Es handelt sich um die Gründung von Bom ostasiatischen Kriegsschauplak. jährigen ist von 7787 im Jahre 1901 auf 6196 im Jahre 1902 ge- Produktivgenossenschaften, für die aber nicht wie nach Vorschlägen Sönt, 31. März.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Wie fallen. Als Grund dieser erheblichen Verminderung wird angegeben, Früherer der Staat, sondern die Voltskaffe die Garante übernimmt. daß im ersten Jahre unter den verwahrlosten und gefährdeten zur Füllung dieser Volkskaffe sollen die Leute angelockt werden es heißt, haben 500 entlassene koreanische Soldaten in der Nähe von Jugendlichen gewissermaßen aufgeräumt worden ist, so daß der erstens durch die Geringfügigkeit der Beiträge, zweitens durch das Phiönjang einen Aufstand erregt. weitere Zugang naturgemäß geringer sein muß; ferner aber, daß die Recht, die Waren der Produktivgenossenschaft beziehen zu dürfen, drohende Fürsorge- Erziehung viele Eltern veranlaßte, der Erziehung drittens durch die Aussicht, selber" Bienen", d. h. Mitglieder von ihrer Kinder mehr Sorgfalt zuzuwenden, sowie daß die gefürchtete Produktivgenossenschaften werden zu können. Dagegen unterscheiden Maßregel die Jugendlichen selber antrieb, sich mehr im Baume zu halten. Dazu kommt noch ein dritter Grund, der in der Rechtsprechung des Kammergerichts zu suchen ist, die hemmend auf die Stellung von Anträgen und auf Anordnung der Fürsorge- Erziehung durch die Vormundschaftsgerichte gewirkt hat. Von größter Bedeutung sind die beiden zuerst angegebenen Gründe; erweisen sie sich auch in Zukunft als zutreffend, so hat man darin einen sehr großen Erfolg des Gesetzes zu sehen. Das Gesez würde sich damit als ein bedeutsames prophylaktisches Mittel erweisen, das in segensreichster Weise der Verwahrlosung unsrer heranwachsenden Jugend vor zubeugen berufen ist.
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Fürsorge- Erziehung.
Das preußische Ministerium des Innern veröffentlicht soeben einen Bericht über die Ergebnisse der Fürsorge- Erziehung Minderjähriger im Rechnungsjahr 1902 auf Grund des Gesekes vom 2. Juli 1900. Der Bericht sagt selbst, daß bei der kurzen Zeit des Bestehens des neuen Gesezes ein abschließendes Urteil über dessen Wirksamkeit noch nicht gefällt werden kann, will aber trotzdem mehrfache Anzeichen für einen fegensreichen Einfluß des Gefeßes bemerkt haben. Wir geben aus dem Bericht einige der darauf hinzielenden Stellen wieder, möchten aber die Einschränkung, daß die vermuteten guten Wirkungen noch sehr wenig begründet sind, noch stärker betonen, wie der offizielle Bericht. Es heißt in dem offizios veröffentlichten Auszuge aus dem Bericht:
würde.
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ter Letzte Nachrichten und Depefchen.
Handelsvertrags- Verhandlungen.
Zusammenbrüche amerikanischer Gesellschaften. Cleveland ( Ohio ), 31. März.( W. Z. B.) Die Federal Trust Company" erklärte sich zahlungsunfähig. Die Verpflichtungen der Gesellschaft belaufen sich insgesamt auf ungefähr 3 250 000 Dollar, geringer. das nominelle Vermögen ist etwas Boston , 30. März.( B. H. ) Die Union Trust Company hat ihre Geschäftsräume geschlossen. Die Paffiva betragen 1 600 000 Dollar, die Attiva stellen sich nominell etwa eben so hoch. Es soll die Bestellung eines Verwalters beim Gericht beantragt werden.
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Feuersbrunst.
Lyd, 31. März.( W. T. B.) In dem Grenzort Grajewo wurden durch Feuersbrunst 18 Gebäude eingeäschert. Drei Kinder werden vermißt.
sich die" Bienenstücke“ von gewöhnlichen Produktivgenossenschaften dadurch, daß sie nur an Mitglieder der Voltskasse" Waren verkaufen dürfen, die so eine Konsumgenossenschaft darstellen. Die Bienenstöde" hätten so lange die Vollstasse" selbst kreditfähig bleibt vor den gewöhnlichen Produktivgenossenschaften den Vorzug der leichteren Kreditbeschaffung, sie hätten ihnen gegen über den Nachteil, daß ihr Abnehmerkreis auf die Mitglieder der Konsumgenossenschaft Boltstaffe" beschränkt bliebe. Wie die gewöhnliche Produttivgenossenschaft stünde sie hinwiederum im offenen Stonturrenzlampf mit den Privatbetrieben, und nichts rechtfertigt die Annahme, daß sie diesen Konkurrenzlampf besser bestehen würde als Von großer Tragweite ist die Frage, ob das Gesetz im stande andre Produttivgenossenschaften. gelvesen ist, auf die Verminderung der Kriminalität der Jugendlichen Die Begeisterung bermag vieles. Menschen haben oft bewiesen, Köln , 31. März. Die Kölnische Zeitung " meldet aus Cleve, Einfluß auszuüben. Mit Sicherheit läßt sich das für den kurzen daß sie aus Begeisterung ihr Leben opfern, aber kein Mensch kauft das Kriegsgericht verurteilte den Unteroffizier Brauvers von der Zeitraum noch nicht erweisen, indessen ist ein Rückgang zu bemerken, aus Begeisterung schlechte Stiefel. Ja, nicht nur das er vermag 9. Compagnie des Infanterie- Regiments Nr. 56 wegen Mißhandlung er betrug in den Gefängnissen der Justizverwaltung 372, in denen der nicht einmal gut und schlecht als Wareneintäufer deutlich zu unter- Compagnie des Infanterie- Regiments Nr. 56 wegen Mißhandlung Verwaltung des Innern 299 seit 1900. Nun ist ja möglich, daß eine scheiden, das größere Firmenschild, die blankere Spiegelscheibe, die untergebener zu einem Jahre Gefängnis und Degradation. Dem ausgedehntere Anwendung des bedingten Strafaufschubes hierbei gefälligere Bedienung, der scheinbar billigere Preis, die eventuellen felben sind 367 Fälle strafbarer Uebergriffe nachgewiesen. etwas mitspricht, das Hauptverdienst dürfte aber auch hier der Für Rabatte, Rüdvergütungen, Prämien uſw. sind für seine Entscheidung Krankenversicherungstaffe ist verhaftet worden. Die Ursache ist noch Gelsenkirchen , 31. März.( B. H. ) Der Direktor der deutschen forge- Erziehung zuzusprechen sein, was um so mehr Wahrscheinlichkeit von ausschlaggebender Bedeutung. für sich hat, als die Abnahme der jugendlichen Gefängnisbevölkerung Vergleicht man mit Diesels Plänen die Entwicklung, die die nicht ermittelt. Das Fortbestehen der Staffe ist gesichert. vor dem Inkrafttreten des Fürsorge- Erziehungs- Gefeßes von 1899 Genossenschaftsbetvegung aus reichen und zum Teil recht schmerzlichen Sofia , 31. März.( W. T. B.) Der Mörder Stambulows Halju bis 1900 nur sehr geringfügig gewesen ist. Erfahrungen nimmt, so wird man leicht bemerken, daß die auf wurde heute zu 15 Jahren schweren Kerkers verurteilt. Berantw, Redakteur: Paul Büttner , Berlin . Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen u.Unterhaltungsblatt
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