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mit Ausnahme von Bayern
Artikels wurde dem Justizminister das Studium dieses Falles auf 1 Gier, wo ein pflichttreuer Beamter ohne Not vor der Deffentlichkeit Jahre in ganz Deutschland das angelegentlichste empfohlen. Auf Grund dieses Artikels hat an den Pranger gestellt worden, halte der Gerichtshof trotz der Un- eine verhältnismäßig rege zu werden. Diese Annahme stehe Amtsrichter Lieber bestraftheit des Angeklagten eine Geldstrafe nicht für genügend, er auch im Einklang mit den Beobachtungen des Zimmerer- Verbandes. Soweit speciell Berlin in Betracht komme, ist die Arbeitslosigkeit den Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Der Angeklagte bestritt die habe vielmehr auf drei Monate Gefängnis erkannt. gegenwärtig weniger groß wie in früheren Jahren; sie betrug früher Absicht der Beleidigung. Der Zweck des Artikels sei Abstellung eines Wir wollen von dem hier in Frage stehenden Einzelfall absehen, im Durchschnitt etwa 7 Proz. der Mitglieder. Im Jahre 1903 sei vorhandenen Uebelstandes gewesen. Die Thatsachen selbst seien ihm aber da der Landgerichtsdirektor im allgemeinen seinem Aerger über diese Ziffer im März auf 3,2 und im April auf 5,8 Proz. gesunken; als verbürgt mitgeteilt und durch Rechercheure bestätigt worden. die Presse Ausdruck giebt, so hätte er auch begründen sollen, auf dagegen seien im März 1904 nur vereinzelte Arbeitslose vorhanden Der als Zeuge vernommene Amtsrichter Lieber bekundete, daß welche Wahrnehmungen sich seine Behauptungen ſtützen. Wenn es gewesen, deren Zahl sich im April allerdings wieder erhöht, jedoch ihm der Gerichtsvollzieher zweiling stets sehr sympathisch ge nach seiner Meinung typisch zu werden scheint, daß leichtfertigerweise das sonst übliche Durchschnittsmaß nicht erreicht habe. Freilich bewesen sei, aber öfter zu berechtigten Beschwerden Veranlassung ge- Sachen in die Deffentlichkeit geschleudert werden, die sich absolut rechtige die günstige Baukonjunktur die Zimmerer nun feineswegs, geben habe, da er aus Gutmütigkeit Schuldnern, bei denen eine anders verhalten als von der Presse dargestellt worden, warum hat etwa die Hände in den Schoß zu legen, denn angesichts der enormen Zwangsvollstreckung vorzunehmen war, unberechtigt Aufschub ge- er dann nicht wenigstens eine Anzahl solcher typischen Erscheinungen Profite der Unternehmer und besonders der Bauspekulanten liege alle währt habe. Die vorgesetzte Behörde habe ihm diese Eigenmächtigfeit wiederholt verwiesen. Durch Verfügung des Präsidenten feien aufgezählt? Wenn dieser Richter eine Ahnung davon hätte, wie sorg- Ursache vor, auch fernerhin mit ganzer Energie auf eine entsprechende Erdie Gerichtsvollzieher ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sie dazu fältig im allgemeinen wenigstens die linksstehende Presse recherchiert, höhung der Arbeitslöhne wie der übrigen Arbeitsbedingungen hinzubevor sie gravierende Dinge an die Deffentlichkeit bringt, wirken. Eine allgemeine Stärkung der Organisation sei aber um so not tein Recht haben, daß sie nur nach dem Gesetz handeln dürfen und dann hätte er nur der Gläubiger Recht zum Aufschub der Zwangsversteigerung fiebente Großmacht" sich troz seiner Animosität gegen Sie wendiger, als die Unternehmer in dieser Beziehung viel von den am Ende doch reservierter verhalten. Arbeitern gelernt hätten. Nicht nur, daß sie sich selbst einer Ortshabe. Der Gerichtsvollzieher 3. fei wiederholt vermahnt worden, wenn man weiter nichts anführen kann als den Umstand, daß organisation anschließen, vereinigen sich die Ortsvereine der Unterer habe aber aus Mitleid sich immer wieder dazu die Presse in hundert Fällen sich auch einmal irrt, dann wiegt diese nehmer auch wieder zu größeren Provinzial- und Landesverbänden hinreißen lassen, gegen die Vorschrift zu verstoßen. Auf die nun einmal in der menschlichen Ünvollkommenheit liegende Er- unter einheitlicher Leitung. So schließt sich der Ring der UnternehmerBeschwerde bom 2. Dezember sei er erst mündlich ge- scheinung nicht schwerer als die Irrtümer, die Staats- organisationen immer enger mit dem ausgesprochenen Zweck, die hört worden, habe sich die Notwendigkeit heraus- anwalte und Richter amtlich begehen. Wie würde es Herrn Arbeitervereinigungen allmählich zu zerdrücken. Die Aussperrung gestellt, nähere Erkundigungen im Comptoir des Schuldners einzuziehen, und es habe sich herausgestellt, daß 3. in diesem Fall Oppermann behagen, wenn man ihm gegenüber da, wo er sich in an der Unterweser wegen Anerkennung des Arbeitsnachweises der seinen Urteilssprüchen geirrt hat, von Leichtfertigkeit reden wollte, Unternehmer zeige als warnendes Beispiel, wohin der nicht weniger als viermal unberechtigt Aufschub be- oder wenn deshalb Vorwürfe in den Fällen erhoben würden, wo die Unternehmerkurs gehe. Unter solchen Umständen werde da die willigt habe; deshalb sei es erforderlich gewesen, ihn zur amtlichen von Staatsanwalten amtlich erhobenen Beschuldigungen durch die er- Organisation der Zimmerer vor neue Aufgaben gestellt. Nicht nur Vernehmung vorzuladen. Als die Frau bei ihm erſchien und ihm folgte Freisprechung des Angeklagten als haltlos hingestellt daß sich die Zimmerer in Zukunft auf größere langwierige Lohndie geistige Erkrankung ihres Ehemannes mitteilte, habe er worden sind? Und in solchen Fällen könnte von der Presse mit viel tämpfe gefaßt machen können, werden sie auch erhebliche Mehropfer tiefes Mitgefühl empfunden, und als sie ihm ihre Notlage vor- größerem Rechte als Redakteuren gegenüber die Philippika des Land- für die Organisation bringen müssen, um dieselbe leiſtungs- und getragen, habe er sich sofort bereit erklärt, mit ihr durchzuberaten, wie ihr zu helfen sei. Des ersten Teiles dieses Gesprächs entfinne gerichtsrats wiederholt werden, da den Richtern und Staatsanwalten manöverierfähig zu erhalten. Dazu sei aber nötig: reges Interesse er sich nicht mehr genau, glaube aber, daß dabei von einer Stundung zur Erforschung der Wahrheit der ganze amtliche Apparat zur Ver- an der Organisation, gegenseitiges Vertrauen der organisierten der Einzahlungen bei der Anstalt Herzberge die Nede war und in fügung steht, die Presse in ihrem schweren Beruf hingegen nur auf Kollegen unter einander und intensive Agitation zur Gewinnung Dann werde der Zimmerer - Verband diesem Zusammenhange das Wort„ Armendirektion" gefallen sein private Auskünfte angewiesen ist. Etwas mehr Reserve wäre hier der noch Unorganisierten. auch allen späteren Anforderungen gewachsen sein und den Maßkönne. Im übrigen habe er der Frau geraten, schleunigst ein gerade bei einem Richter entschieden klüger gewesen. nahmen des koalierten Unternehmertums kalten Blutes entgegensehen Unterstützungsgesuch bei der Justizbehörde einzureichen und dafür fönnen. Sorge zu tragen, daß ihr die Pflegschaft für ihren Mann übertragen würde, damit sie das Gehalt erheben könnte. Er habe ihr dann alles, was notwendig sei, auf einen Zettel geschrieben und sie habe auch die Bedeutung des Zettelinhalts sehr gut verstanden, denn sie habe beim Justizminister ein Unterstützungsgesuch eingereicht und zweimal Unterstügung erhalten. Die
Ehefrau
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Verfammlungen.
Der Religionsstreit in Groß- Lichterfelde
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richtsvollzieher vertrete. Den Thatbestand habe der An- glieder, die ihr heute bloß pro forma angehörten, würde sie los- heiten der Organisation. werden. Die Kirche vermöge sich mit allen Staatsformen ab
geklagte von Gewährsmännern, die nicht zu nennen für ihn ein nobile officium fei, er habe außerdem Recherchen angestellt. Eine Art Boruntersuchung habe er nicht anstellen tönnen, wenn er auch vielleicht darin gefehlt hat, daß er den Grundsatz audiatur et altera pars" nicht genügend berücksichtigte. Schließlich habe doch auch die Frau 3. die Darstellung des Angeklagten bezüglich des Hinweises auf den Armenvorsteher bestätigt und diese Mitteilung kann eine Beleidigung nicht darstellen.
Hier liege wieder ein Fall vor, der leider fast
typisch zu werden scheine,
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Redner erinnert an die Propheten,
In der Charlottenburger Versammlung wurde noch auf den Bericht von der letzten Versammlung der lokalorganisierten Zimmerer Bezug genommen und der daselbst zur Sprache gebrachte Fall von angeblicher Aufnahmeverweigerung eines Nicht- Verbandsmitgliedes in die freie Hilfskasse der Zimmerer als unrichtig geschildert dar hat in der am Donnerstag fortgesetzten Versammlung sein Ende er- gestellt. Die Aufnahmeverzögerung ist demnach lediglich eine Folge des Gerichtsvollziehers 3 weiling, die nach ihrer Angabe mit reicht. Der Besuch der Versammlung war auch diesmal ein ge- der aus den ſtatutarischen Vorschriften der Kaſſe hervorgehenden dem Artikel in keiner Verbindung steht, bekundet dem gegenüber: waltiger. Obgleich von vornherein schon alle Tische aus dem Saale Bestimmungen über die ärztliche Gesundheitsbescheinigung des AufAls sie dem Amtsrichter ihre Notlage geklagt, habe dieser zunächst entfernt waren, mußte bereits um 8 Uhr abgeschlossen werden. zunehmenden. gefagt:„ Wenden Sie sich in Ihrem Bezirk an den Armen vor- Hunderte waren in Garten, an den Fenstern und sogar auf Bäumen Der Verein zur Wahrung der Intereſſen der Maurer hielt am hatten die Ausgesperrten" Plaz gesucht, um von hier aus den 21. April bei Wilfe in der Brunnenstraße seine Generversammlung ste her, vielleicht erhalten Sie da etwas." Darauf habe sie geant- Rednern der beiden feindlichen Weltanschauungen zuzuhören. Punkt ab. Zunächst verlas der Kaffierer Kaufmann die Abrechnung wortet:„ Aber Herr Amtsrichter! Ich als Beamtenfrau kann doch so 8 Uhr eröffnete Genosse Wenzel als Vorsitzender die Versamm vom 1. Quartal 1904. Die Einnahmen beliefen sich auf 5021,06 W., etwas nicht thun. Der Armenvorsteher würde mir doch auch gar lung, um zunächst dem Genossen Geisen- Kersting das Wort wozu ein alter Kassenbestand von 74 533,06 m. kommt; die Ausnichts bewilligen, denn ich habe doch noch eine gute WirtschaftsEinrichtung!" Dann erst habe der Amitsrichter mit ihr beratschlagt, zu geben, der in scharfen Worten die schäbige und verlogene Bericht- gaben betrugen 6641,96 M., der Kassenbestand am Ende des Quartals was sonst gethan werden könnte. Der Zettel habe sich allerdings erstattung des" Teltower Kreisblattes" und des Gemeinnüßigen" also 72 912,16 M. Für Maßregelungen und Sperren wurden 2370 m. Die Generalversammlung erteilte dem Kassierer einauf die bei der Justizbehörde von ihr zu unternehmenden Schritte brandmarkte. Nach einem kurzen Resumee des Referenten Genossen ausgegeben. Bernstein über die letzte Versammlung sprach Pastor Stolten: stimmig Decharge. Darauf berichtete Kaufmann über die letzten bezogen.- Staatsanwaltschaftsrat Schmidt beantragte 150 M.Geld- Der Hauptsatz sei, ob die Religion Privatsache werden solle. Das Vorkommnisse im Beruf und besonders über die verschiedenen Sperren strafe event. 10 Tage Gefängnis. Rechtsanwalt Ulrich plädierte dagegen für Freisprechung. Er nahm für den Angeklagten den sei eine schwierige Frage und nicht leicht zu beantworten. Man könne und Maßregelungen im verflossenen Vierteljahr. Sodann wurde Schuß des§ 193 in Anspruch, da dessen Zeitung die Interessen des Mittel- aus Freundschaft für die Religion zur Bejahung dieser Frage Göbel als Revisor und Wiesner als Thürtontrolleur gewählt. Außerdem befaßte sich die Versammlung mit inneren Angelegen standes, des mittleren Beamtenstandes und speciell der Ge- femmen. Die Kirche würde auch an Stredit gewinnen; alle die MitDie Filiale Berlin des Centralverbandes der Dachdecker hielt am zufinden und sei z. B. in England, Amerika usw. viel unabhängiger vom Staat. Trotzdem glaube er nicht, daß auf diesem Wege das Heil 17. April ihre Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt in die u suchen sei. Auch sei der Staat nicht ganz ohne Interesse an der Tagesordnung teilte der Vorsitzende mit, daß es der Tarifkommission Wenn die Socialdemokratie die Religion als Privatsache nicht gelungen fei, eine Einigung in der Fahrgeldfrage herbeiStirche. amt des Berliner Gewerbegerichts angerufen worden. Beim ersten erkläre, so nehme er an, daß sie eine neutrale Stellung einzuführen. Es ist von seiten der Dachdecker daher das EinigungsAber damit scheine es doch zu hapern. nehmen wolle. Bebel Er Punkt der Tagesordnung: Wie gedenken wir in Zukunft unfern sprach ja einmal im Reichstage von der atheistischen Partei. Arbeitsnachweis zu gestalten?" trat der Referent Görnig es ja gut Der Gerichtshof tam zu einer Verurteilung des bis dahin möglich, neutral zu fein; wenigstens als Deutsche nicht. Bezüglich varm für die Beibehaltung des paritätischen Nachweises ein. der konfessionslosen Schule meinte Redner, daß dann in dem Lehrführlich begründete, führte darin der Hauptsache nach folgendes aus: stoff alle Gedichte, Sprüche usw. mit dem Worte Gott „ ausradiert" nachweiſes hin. Er wies besonders auf die Arbeitsnachweise nach werden müßten. Der Vorwurf wegen des Theologenstreites sei nicht Art der Kühnemänner hin, unter denen namentlich der Metall- sowie der Holzarbeiter- Verband zu leiden haben und ist der Ansicht, daß berechtigt; auch in der Wissenschaft gäbe es Gezänk. Kunst und Er könne nur den Rat diese Organisationen gerne einem paritätischen Arbeitsnachweis zu daß in der leichtfertigsten Weise Sachen in die Deffentlich- Wissenschaft seien kein Erfaz für Religon. Pastor stimmen würden. Der Korreferent Rosenbaum erläutert nament feit geschleudert werden, die sich absolut anders verhalten, Pfleiderers wiederholen, es mit der Religion zu versuchen. als in dem Erzeugnis der Publizistik dargestellt wird und daß dann Mu'ß: Er scheue sich nicht, sich zu seinem Glauben zu bekennen, lich die Art und Weise, wie die Unternehmer die Benuzung des NachDie Arbeitsnachweises. Abstimmung ergab die Sachen vom Verfasser noch zu Bemerkungen benutzt werden, die stimme aber dem Referenten zu, daß die Religion die innerste An- weises umgehen und empfiehlt die Wiederschaffung eines eignen schließlich eine schließlich darin gipfeln, die höchste Stelle des betreffenden Beamten- gelegenheit des Menschen sei. standes aufzufordern, mit der höchsten Schärfe, mit Untersuchung 2c. Die selbst den Machthabern gegenübergetreten feien. Der Professor 3weidrittel- Majorität für die Beibehaltung des paritätischen Arbeitsgegen Beamte vorzugehen. Das geschieht dann, ohne daß der, dem Ladenburg , der auf dem Naturforscher- Kongres erklärte, daß nachweises. Zum 2. Punkt der Tagesordnung: Verbandsangelegen so etwas auf den Redaktionstisch fliegt, der Pflicht nach die Naturwissenschaft einen Glauben an Gott ausschließe, habe diese heiten liegt ein Antrag vor: die Versammlungen in Zukunft auf einen Wochentag abzuhalten. Derselbe wird angenommen und wird Genosse Wetter tommt, auf das genaueste über die Wahrheit der behaupteten That- Stelle in der betreffenden Broschüre gestrichen. fachen Nachforschungen anzustellen. Kommt es dann zur Anklage, nimmt das Wort und fragt alsdann, wo heute denn eigentlich die bestimmt, daß die Versammlungen jeden Donnerstag nach dem 15. dann schüßt man bezüglich des Gewährsmannes gewissermaßen Propheten seien, die gegen die Mächtigen etwas zu sagen wagten? stattfinden. Zum Schluß wird noch eine Resolution angenommen, Amtsverschwiegenheit bor. Andrerseits aber nimmt die( Vielſtimmiges Sehr richtig!) Heute halte man schon selbst Stellen welche lautet:" Die Versammlung nimmt mit Entrüstung Kenntnis Presse sofort Stellung dagegen, wenn eine Behörde sagt: dies und aus der Bibel für revolutionär; die Schleife eines Kranzes mit einer von einem Artikel in dem Verbandsorgan des Bundes deutscher DachDie decker- Innungen, worin mit Bezug auf die Mitglieder unsrer jenes ist uns aus sicherer Quelle zugetragen, aus staatlichem Interesse solchen Bibelstelle sei der Polizeischere zum Opfer gefallen. ist es aber nicht angebracht, die Quelle zu nennen. Dann erhebt Doppelehe Philipps von Hessen sei von der Kirche sanktioniert worden. Organisation von Organisationsschnüfflern und Schnapsbrüdern die die Presse sofort ein Die Behauptung, daß es ohne Religion keine Sittlichkeit gäbe, sei Rede ist. Die Versammlung protestiert entschieden gegen eine dergroßes Geschrei. lächerlich. Sehr viele religionslose Menschen seien mindestens ebenso artige Beschimpfung." Der Verband der Portefeniller usw.( Zahlstelle Berlin ) hielt Sie selbst will ein Beneficium haben, sie will, in dem Willen und sittlich wie andre. Und daß die Religion nicht vor dem moralischen der Tendenz, Uebelstände vor ihr Forum zu ziehen, alles machen und sittlichen Verfall schütze, das beweise die Strafstatistik des Vor- am 20. April in Graumanns Festsälen, Naunynstraße, eine Generalja, dann jahres, nach welcher 58 Geistliche wegen Sittlichkeitsverbrechens, versammlung ab. Der Vorsitzende Hauptmann berichtete über dürfen, wenn dies aber von der Gegenseite geschieht ist es ganz etwas anderes! In dem Anklagefall ist der Amts- Unterschlagung, Untreue, Meineides ysw. verurteilt worden seien. die Thätigkeit der Ortsverwaltung im ersten Quartal 1904, worauf richter, der ganz unnötigerweise mit Namen genannt wurde, ver- um die Religion, wie sie von Professor Pfleiderer in der Ver- Hennig für dieselbe Zeit den Kassenbericht gab. Die Centralantwortlich dafür gemacht worden, daß Zweiling vorübergehend in ſammlung definiert worden sei, kümmere sich der Staat allerdings kasse rechnete mit 1357,60 M. Einnahmen und 1057,01 M. AusGeisteskrankheit verfiel, der Artikelschreiber behauptete, die Be- nicht; die sei schon Privatsache. Aber es handle sich um die Dogmen-, gaben, so daß ein Bestand von 300,59 m. verblieb. Für die Lokal= schwerde, die zur Vorladung des 3. führte, sei nur scheinbar be- die konfessionelle Staatsreligion. An der Hand reichhaltigen kasse betrugen die Einnahmen einschließlich eines Bestandes von gründet" gewesen und es habe nichts weiter dahinter gesteckt. Das Materials beweist Redner die Feindschaft der Kirche gegenüber der 198,53 m. 1167,84 M., die Ausgaben 868,76 M., was einen Bealles wage ein Artikelschreiber in der Presse, der sich nach eigner Wissenschaft; auch die Feuerbestattung scheitere an der Kirche. Daß ſtand von 299,08 m. ergiebt. Mitglieder hatte die Zahlstelle am Angabe seine Kenntnis von den Dingen nur einseitig verschafft hatte. nur dem Volte" die Religion erhalten bleiben solle, beweise der Ende des vorigen Jahres 534 männliche und 27 weibliche, während Nach dem Bericht der Er hätte doch wohl die Verpflichtung gehabt, sich an der zuständigen Umstand, daß z. B. in Lichterfelde die Volksschulen wöchentlich 5, am Ende des jetzt verflossenen Quartals 577 männliche und 31 weibdie höheren Schulen jedoch nur 2 Religionsstunden hätten. Dabei liche Mitglieder in der Zahlstelle waren. Stelle zunächst Gewißheit zu verschaffen! Er habe sich nicht gescheut, werde den Kindern die Mosaische Schöpfungsgeschichte als göttliche Revisoren wurde dem Kassierer Decharge erteilt. Der Bericht vom einen pflichttreuen Beamten vor der Welt so darzustellen, als habe Wahrheit gelehrt, während man selbst daran nicht glaube. Das Arbeitsnachweis stellte für das verflossene Vierteljahr Mangel an er es verschuldet, daß ein alter, gewissenhafter Beamter in Irrfinn sei also die Sittlichkeit, der Jugend offenkundige Lügen als göttliche Arbeit fest. Beim Thätigkeitsbericht der Agitationsfommission verfallen sei. Da höre einfach alles auf! Nach der einmütigen Wahrheiten zu lehren!( Auf die Frage des Redners, wie die rügte Hennig, daß die Beteiligung der Kollegen an den anbe= Ansicht des Gerichtshofes fei es unerhört, in einem solchen Falle Pastoren über die Abstammung des Menschen, der doch mit den raumten Werkstattversammlungen eine verhältnismäßig schwache ge= den Grundsatz„ audiatur et altera pars" einfach unberücksichtigt zu Tieren verwandt sei, dächten, erklärte Pastor Stolten, das sei über- wesen sei. Nach dem Kassenbericht der Agitationskommission war laffen. Nicht nur jener schwere Vorwurf gegen den Amtsrichter liege haupt keine Wissenschaft!) Unter lebhaftem Beifall der Versamm am 18. Januar ein Bestand von 121,61 M. vorhanden. Außerdem in dem Artikel, sondern er habe eine angebliche Thatsache daran geknüpft, die geeignet sei, den Amtsrichter in der öffentlichen Achtung lung unterzog der Redner das heutige Staats- Christentum bezüglich wurden 54,70 M. eingenommen. Die Ausgabe betrug 93,57 M. Ueber die Verhandlungen des herabzuwürdigen. Der Gerichtshof habe nach der eidlichen Be- feiner Stellung gegenüber der kämpfenden Arbeiterklasse einer Der Bestand umfaßt 82,74 M. In seinem Schlußwort ging Genosse Bern Verbandstages berichtete Hauptmann.( Der Vorwärts" hat fundung des Zeugen nicht für erwiefen ansehen können, daß dieser scharfen Kritik. die Frau ursprünglich auf die Armendirektion verwiesen habe, stein in einer halbstündigen Rede auf die Einwände der Gegner bereits einen Bericht über den Verbandstag gebracht.) Im Anschluß ganz abgesehen davon, daß der Angeklagte die Sache so darstellte, noch des näheren ein und schloß seinen Vortrag unter dem stürmischen an seinen Bericht hob Redner hervor, daß der Anschluß an die Beifall der Anwesenden knapp vor der Auflösung der Versammlung, Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands nahe bevorsteht. als habe der Amtsrichter die Frau lediglich auf die Armendirektion so daß es noch möglich war, über eine diesbezügliche Resolution, Danach steht auch dem Anschluß der Berliner Zahlstelle an die Ge= verwiesen. Allerdings sei von der Armendirektion die Rede gewesen, die sich mit dem Parteiprogramm deckt, abstimmen zu lassen. Die werkschaftskommission nichts mehr entgegen. In der folgenden Debatte aber nur hinsichtlich der zu erwirkenden Stundung der in Herzberge zu zahlenden Gebühren. Die Frau sei bei der Aücksprache sehr auf- Annahme derselben erfolgte gegen wenige Stimmen. Kurz darauf wurde diese Anerkennung des Verbandes als einer gleichberechtigten geregt und fassungslos gewesen und wenn sie meint, daß ihr wurde die imposante Versammlung unter brausendem„ Bravo!" der Organisation mehrfach für das erfreulichste Resultat des Verbandstages Teilnehmer vom überwachenden Beamten aufgelöst. Ein christlich erklärt. Die Versammlung billigte durch einen Beschluß das Verauf allgemeiner Hintveis die Armendirektion gegeben In den worden sei, so sei dies mißverständlich. Frau 3. sei außerdem socialer Kandidat der Rechte", der die Mitglieder des Bureaus un halten der Berliner Delegierten auf dem Verbandstage. daß der erhört beschimpfte, mußte leider vom Vorsitzenden aus dem Saale Verbandsausschuß, zu dessen Vorsitzenden der Verbandstag einte feinen Augenblick im Zweifel darüber gewesen, bestimmt hat, wählte die Versammlung als Beisiger Friedrich Bettel sich auf die nachzusuchende Unterstützung aus Justizfonds gewiesen werden. Hahn, Appelt, Karl Lutor und Ernst Fiedler. Die bezog. Von rigorosem Vorgehen gegen den Gerichtsvollzieher sei
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Am 1. Mai findet in der
gar feine Rede, es feien hier leichtfertig Thatsachen in die Welt ge- Die Zahlstelle Berlin des Centralverbandes der Zimmerer hielt aus der Berliner Agitationskommission ausgeschiedenen Mitglieder schleudert worden, als sei eine Art Juſtizmord verübt worden.§ 193 im Laufe dieser Woche fünfaußerordentliche Agitations- wurden durch neue ersetzt. Ferner wurde beschlossen, das Bureau stehe dem Angeklagten nicht zur Seite, denn der Angeklagte habe den Versammlungen ab; eine davon fand am Dienstag im weiter zu führen und einen Beamten mit einem Gehalt von 30 M. Wunsch gehabt, sich an der Behörde und an der Person des Aufsichts- Charlottenburger„ Volkshause" statt, die andern vier in den Berliner pro Woche auf ein Jahr anzustellen. Als Beamter einstimmig ge= richters zu reiben. Ein derartig leichtfertiges Umgehen mit der Ehre Lokalen„ Königsbant"," Graumanns Festsälen"," Königshof" und wählt wurde Johannes Hennig. eines Mitmenschen verdiene strenge Strafe. Es müsse der Hensels Festsälen". Die Referate wurden von den Verbands- Berliner Ressource, Kommandantenstraße, eine Versammlung statt. Centralverband der Glaser. In der am 18. April d. I. Presse mitgliedern H. Kube, H. Knüpfer, P. Reimann und W. Witt zu Gemüte geführt werden, gehalten. Alle Redner behandelten die Frage der gegenwärtigen tagenden gut besuchten Mitgliederversammlung des Centralverbandes daß sie bei der enormen Wichtigkeit, die sie sich selbst als Situation im Zimmererberufe in Verbindung mit den Aufgaben des der Glaser ergab die Abstimmung über den einzigen Punkt der Stellungnahme zum Kündigungstermin unfres siebente Großmacht beimesse, die Verpflichtung habe, Zimmerer- Verbandes. Nach den Berichten des Dr. Jastrowschen Tagesordnung: stets mit der größten Vorsicht und Gewissenhaftigkeit vorzugehen. Arbeitsmarkt" verspreche die Bauthätigkeit auch in diesem Tarifs", die Kündigung desselben am 1. Mai d. I. Bei der daraufs
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