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Nr. 112.

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Vorwärts

Berliner Volksblatt.

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Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983.

Propaganda der That!

Sonnabend, den 14. Mai 1904.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984.

der Socialdemokratie nicht mehr gut gemacht werden kann. Desto Man hätte erwarten sollen, daß der gesamte Reichstag die nach­mehr Eile hat's, wenigstens noch die schönen Reste zu retten. gewiesenen Mißstände beklagen, etwas über socialdemokratische Ueber­Daß im Kampfe gegen die Socialdemokratie mit geistigen treibungen hinzufügen und im übrigen, wenn nicht den Wortlaut, Sein diplomatisches Entgegenkommen hat dem Grafen Bülow Waffen nichts auszurichten sei, darüber herrscht nur eine so doch die Tendenz unsrer Resolution billigen( würde. Nichts der­nichts genügt. Den Geistern des reaktionären Umsturzes genügen Meinung von Herrn v. Buch, der erzählt, wie weinende Arbeit gleichen geschah. Mit einem unbegreiflichen Fanatismus, als gelte schönrednerische Unterwerfungen, halbdurchsichtige Versprechungen geber, von ihren Arbeitern gezwungen, für die Socialdemokratie es in der Todesmarter des Dunkelarrestes, in Peitschenhieben, in künftiger Willfährigkeit nicht mehr. Sie schreien nach Thaten. Sie stimmen, bis zu Herrn Lense, dem Oberbürgermeister von Barmen, der Vernachlässigung Kranker, im Strafvollzug an Geistestranten die wissen vielleicht noch nicht ganz genau, was sie wollen, aber sie der vielleicht nicht ganz ohne Bosheit die Herrenhäusler er heiligsten Güter der staatserhaltenden Klassen zu schützen, rottete fich wollen es entschieden. Sie sagen auch noch nicht ganz genau, mahnt, zunächst der Socialdemokratie ihre Organisationen und alles nicht gegen die Mißstände, sondern gegen die Socialdemo was sie wollen, aber auf alle Fälle wollen sie den Sturz des ihre Opferwilligkeit nachzuahmen. Herr v. Manteuffel meint, fratie zusammen. Unter der Führung des freisinnig- boltsparteilichen Mannes, über dessen Regierung sich am Freitag im Herrenhause im geistigen Kampfe würde es ihm und feinen Ge- Arztes Dr. Mugban, dem von der äußersten Rechten brüllender eine Flut wilder Beredsamkeit ergoß. Und während die Lucius und fellen ergehen wie den Russen in der Mandschurei : Beifall gespendet wurde, entstanden geradezu Tollhausscenen rasenden Manteuffel Angriff und Angriff, Anklage auf Anklage häuften gegen Gin flägliches Geständnis erblicher Regierungsweisheit, das noch Sasses( gegen die Socialdemokraten, der sich gerade bei einer Ge­eine Regierung, deren Nachsicht" gegenüber der Socialdemokratie lächerlicher wird durch den Vorwand, die Masse sei eben nicht im legenheit ausspie, bei der man hätte annehmen sollen, daß sie nicht ,, an Schwäche grenze", und die dem fluchwürdigen geheimen stande, die erleuchtete Politik ihrer geborenen Führer zu begreifen. zur socialdemokratischen Parteisache gemacht werden würde, daß alle Reichstags- Wahlrecht durch Einführung des Klosettgefeßes gar noch Die Socialdemokratie, die über den Verstand des Voltes etwas Parteien vielmehr wetteifern würden, ihren guten Willen zu

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Bugeständnisse gemacht habe, spielte Herr v. St he inbaben elegant weniger peffimistisch denkt, will allerdings den Versuch noch einmal beweisen. Niemand erhob sich für unfre Resolution außerhalb mit seinem Bleistift, saß Herr v. Hammerstein, in sich selbst wagen, der den Herren völlig aussichtslos dünkt. Sie wird in unfrer Partei, nur noch der eine Herr v. Gerlach, der dafür mit verkrochen, bei seinen Aften, bemühten sich auch die Herren v. Budde den nächsten Tagen das Protokoll der Herrenhaus - höhnischen Zurufen selbst aus dem Lager seiner engsten politischen und v. Podbielski vollendete Gleichgültigkeit zu heucheln, sizungen vom legten Mittwoch und Freitag in Nachbarschaft überschüttet wurde. indes der angegriffene Ministerpräsident fern blieb, sei es affen im ganzen Reiche verbreiten und es der Einsicht Auf diesen Erfolg tönnen wir stolz sein, denn er beweist aufs im Gefühle der Sicherheit seiner Position, fei es um des Volfes überlassen, ob es, wie Herr v. Wedel mathematisch be- neue, daß in Wahrheit alle ernsten Kulturbestrebungen nur noch von einen verlorenen Posten rechtzeitig zu räumen. Die einzigen rechnen kann, in absehbarer Zeit völlig zur Socialdemokratie über der Socialdemokratie vertreten werden. Und wenn es auch uns efelt, mit wenigen, aber schneidigen Worte, die im Laufe einer dreistündigen gehen oder sich noch rechtzeitig zur Grbweisheit der Manteuffel und so niedrigen, von jedem Ideal verlassenen Gegnern uns herumschlagen Debatte vom Ministertische fielen, richteten sich gegen den Mann, Mirbach bekehren will. zu müssen, so gewinnen wir dafür die reinliche Scheidung und das an­der als einziger in gewissem Sinne als Verteidiger der Re- Eine Socialistendebatte" wird das Protokoll spornende Bewußtsein, daß in unsre Hände das ganze Heil der gierung aufgetreten war: gegen den Professor Gustav Schmoller . unter dieser Flagge seinen Weg ins arbeitende Bolt nehmen dürfen? Stultur gegeben ist, daß wir allein alles thun müssen gegen eine Herr Professor Schmoller, der sich in demütigen Komplimenten Bom Socialismus ist in dieser Debatte herzlich wenig geredet worden. Welt von Barbaren. Wir tragen die ganze Verantwortung vor vor dem Hause der Manteuffel erging und für die Thaten Als Jaurès im Jahre 1885 den blauen Republikaner und Todfeind der Geschichte und diese Verantwortung ist geeignet, unsre Kräfte Manteuffels, des Vaters, des Ministers der Gegenrevolution, des des Socialismus, Jules Ferry , nach dem eigentlichen Endziel seiner zu steigern und jegliche Hindernisse zu überwinden. Rühmens tein Ende finden konnte, der umständlich über die Gefühls Politit fragte, antwortete dieser, sein Ziel sei eine Menschheit ohne Gott In einer ruhigen und flaren Rede hatte unser Genosse Grad­imponderabilien des Hasses" jammerte, die der große Gelehrte Karl und ohne König. Fragt man aber einen preußischen Herrenhäusler, was ein nauer die Mißstände des Strafvollzugs dargelegt, aus der Fülle Mary" in das deutsche Bolt hineingetragen hätte, verspricht sich von Socialdemokrat sei, so sagt er: die Socialdemokraten wollen keinen des Materials einige Fälle erörtert und die Abänderungsvorschläge Gewaltmaßregeln nichts, nichts von der Diktatur eines feudal Gott und feinen König. Es ist nicht das Princip des begründet. aristokratischen Klassenregiments. Ihm, dem emporgekommenen Socialismus, dem der Kampf gilt, er gift allen modernen Forde- Herr Nieberding erhob sich, um das Haus in seiner trockenen Plebejer, der so fromm gegen den Wahn der Volkssouveränität rungen, allem bürgerlichen Liberalismus, der im Westen Manier zu beschwören, die Resolution abzulehnen, die ein Mißtrauens­eiferte und sich dennoch vergeblich um die Thatsache herumzuwinden längst zur Ueberreife gediehen ist, der aber im Deutschen Reiche votum gegen die Verwaltung darstellen würde. Was aber brachte versuchte, daß er im Vorjahre, anläßlich der Landtagswahlen, mit keinen andren Hüter seiner vom Bürgertum schmählich im Stiche der Herr gegen das Auflagematerial vor? Er behauptete, daß der Idee eines Kompromisses mit der Socialdemokratie zum gelaffenen Ideal besitzt als das deutsche Proletariat. Er gift den es teils übertrieben, teils falsch sei, ohne auch nur einen Punft als mindestens gespielt hatte, galt zunächst der heilige Zorn und der Geistern der Aufklärung, dem siegreichen Gedanken der Demo- irrig nachzuweisen, geschweige daß er gewagt hätte, die ver­ingrimmige Hohn seiner gebornen Kollegen. fratie, gilt dem Plane einer Staatsform, die es unmöglich öffentlichten Aftenstücke als gefälscht oder auch nur als Los gegen das Reichstags Wahlrecht! Der macht, erkannte Interessen des Volkes unter einem brutalen ungenau zu behaupten. Das scheint der der neueste neueste Trick Minister des föniglichen Hauses, Herr v. Wedel - laffenregiment zu ersticken. Und wie Fürst Bismard, als er zu sein: Stellen wir Behauptungen auf, so so fordert Piesdorf, war es, der am Freitag als erster in das thaten- bon des verrückten Nobiling Schrotschuß erfuhr, mit der Faust auf man attenmäßige Beweise, geben wir aber diese Beweise und durstige Haus das erlösende Wort warf. Er hat die freie Zeit, die den Tisch schlug und rief:" Jetzt habe ich sie", damit aber nicht die tann man nicht von Fälschungen sprechen, so wird einfach be. ihm der Dienst in der Nähe des Königs übrig läßt, dazu benutzt, Socialdemokraten meinte, die er niemals unterkriegte, sondern die Hauptet, zehnmal behauptet, daß nichts richtig ist. Dahin gleich einen fertigen Plan auszuarbeiten. Abschaffung Liberalen, so kann der neue Vorstoß der reaktionären Pro- schüchterte Herr Nieberding das Urteil des Hauses ein, indem er des geheimen Wahlrechts, Einführung eines paganda der That wohl das deutsche Bürgertum noch ein Stück mitteilte, daß zur höheren Ehre unsrer Resolution gegen eine große mäßigen Census und Erhöhung des Wahlalters tiefer in den Staub treten, aber nichts der Socialdemokratie an- Anzahl meist socialdemokratischer Blätter, darunter gegen den auf mindestens dreißig Jahre! Herr v. Wedel , der über haben, die, treu erkannter Wahrheit, durch alles, was da Vorwärts", Strafantrag gestellt sei. Man weiß, was dabei für die die Gedanken, die man in seiner jezigen Umgebung über das tommen mag, ihren Weg wandelt und sich vor allenen Feststellung der Wahrheit herauskommt: Eine Anzahl Redakteure werden wichtigste Voltsrecht hegt, nichts verriet, glaubte doch aus seiner Wedeln und Manteuffeln so wenig fürchtet, wie vor Gespenstern der Gelegenheit erhalten, die Untersuchungsmethode wieder aus eigner An­früheren Erfahrung als Reichstagsmitglied mitteilen zu können, daß lichte Tag. schauung kennen zu lernen. Sonst hatte Herr Nieberding kein Mittel der die Konservativen für die Beseitigung des jezigen Reichstags- Wahlrechts Entkräftung und Widerlegung. Es sei denn, daß man es für eine hafte und irreführende Mitteilungen aus den Aften zu erschüttern widerlegung hält, daß er die Glaubwürdigkeit des Herrn Leuß und seines Buches über die Zuchthauszustände durch eigentümlich mangel unternahm. Dabei bewies der Staatssekretär, daß er selbst von den Möglichkeiten des heutigen Strafvollzuges keine Ahnung hat. Denn er versuchte Gradnauers Schilderung dadurch aus der Welt zu schaffen, daß diese Greuel durch die neuesten Verfügungen nicht mehr vorkommen könnten; Gradnauer habe diese Neuregelung des Strafvollzuges verschwiegen und ältere Fälle vorgeführt. Dabei be­ruhte die ganze Darstellung unfres Redners ausschließlich gerade auf diesen neuesten Bestimmungen.

zu haben wären. Wenigstens zu seiner Zeit feien alle für die Ab­

um die Mandate.

fchaffung gewesen, aber keiner durfte es sagen aus Angst 13. Mai werden unmittelbar nach Erscheinen des amtlichen Steno­Die Herrenhaus - Reden gegen die Socialdemokratie vom 11. und Als sich dann später der Bicepräsident des Reichstages, Graf gramms im Verlag der Buchhandlung Vorwärts als Agitations­Stolberg, erhob, hätte ein Optimist annehmen können, er ge- broschüre herausgegeben werden. denke namens seiner Fraktion gegen den Vorwurf eines so niedrigen Strauchrittertums, einer so überaus erbärmlichen und feigen Meuchelmördertaktit, entrüstet zu protestieren. Aber Graf Stolberg bestätigte nur seines vorlauteren Kollegen psychologische Erklärung, indem er behauptete, die Frage einer Aenderung des Wahlrechts, auf Grund dessen die konservativen Reichstags- Abgeordneten ge­wählt seien, sei in der Reichstagsfraktion niemals erörtert worden. Soweit sich diese Erklärung auf offizielle Fraktionssigungen bezieht, mag es mit ihr vielleicht ihre Richtigkeit haben.

Politifche Ueberficht.

Berlin , den 13. Mai. Dunkelarreft für die Wahrheit.

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So kläglich Herrn Nieberdings Ausflüchte waren, sie genügten, um Herrn Spahn vom Centrum vollständig zu überzeugen. Er redete eine seiner aus der Bollkampfzeit her bekannten Reichsgerichts­entscheidungen, erklärte sich für durchaus zufrieden, und verwies sogar die ganze Sache an die preußische Instanz.

Schließlich aber übernahm Herr Mugban, der Volksparteiler, die Führung der Parteien des Dunkelarrestes, schimpfte zum Jubel des ganzen Hauses über gestohlene Aftenstücke, Mißbrauch der Bresse , Verleumdungen der Aerzte niemand hatte nur ein Wort des Vorwurfs gegen den Oberarzt von Plößensee geäußert- und stellte fest", daß alles erlogen sei. So endete die Debatte, in die außer Gradnauer noch Stadthagen von unsrer Seite eingriff, mit heftigen Auseinandersetzungen über die Social demokratie.-

Als der socialdemokratische Dreimillionensieg vom 16. Juni den bürgerlichen Parteien den blassen Schrecken in die Glieder jagte, wurde in der Presse eifrig über die Ursachen unsres Erfolges dis­Der Minister des königlichen Hauses hatte das Biel gezeigt. futiert. Im Laufe dieser Unterhaltungen wurde schließlich als ein Aber wo der Weg? Wenn selbst die Herren aus Ostpreußen und Hauptgrund des bürgerlichen Niederganges bezeichnet, daß die bürger­Pommern die Nebellion ihrer schafsgeduldigen Wählerschaft fürchten lichen Parteien immer wieder der Socialdemokratie das Anklage­müssen? Wenn die nationalliberale Partei aus Angst vor der ber- monopol gegen thatsächliche Mißstände überlassen. Das müffe anders haßten Souveränität des wahlberechtigten Voltes dem Verräter werden, auch die Staatserhaltenden müßten sich an der Kritik der seiner Geheimnisse, Herrn Mend, den Laufpaß giebt? Die bestehenden Zustände beteiligen. Manteuffel und Mirbach haben darum feine Sorge. Anfangs schien es, als ob in der That die Lehren des 16. Juni Staatsstreich? Wer wird dieses aufreizende, erbitternde einen Erfolg in dieser Richtung haben würden. Man wetteiferte, wie Wort gebrauchen, δας im ganzen Lande die Geister in der Socialpolitit, so auch in den kritischen Bedenken. Indessen der Rebellion wachruft? Für den Staatsstreich, meint Herr der reaktionäre Instinkt erwies sich bald stärker als die partei­v. Manteuffel, würde die Zeit vielleicht noch tommen, aber jetzt sei diplomatische Absicht. Bereits bei der ersten Gelegenheit, und zwar nicht die Zeit, von ihm zu reden. Und Graf Mirbach hat die bei einem Anlaß, wo man gerade eine besonders heftige Aufwallung Lösung des Rätsels in der Tasche. Wenn ein bestimmter Reichstag der versprochenen bürgerlichen Konkurrenz- Kritit hätte erwarten den Wahlrechtsraub mitzumachen zu feige ist, so appelliert man eben follen, stand die Socialdemokratie wieder ganz allein als Anklägerin an einen andren Reichstag, der eine andre Mehrheit und als Hüterin der Wahrheit, während die bürgerlichen Parteien Das Abgeordnetenhaus beriet am Freitag Initiativanträge hat. Das ist natürlich so gemeint, daß bei Reichstagswahlen, die die Socialdemokratie mit Peitschenhieben zu vertreiben und die und Petitionen. Der freisinnige Antrag betreffend gesetz­sich unter der Parole des Wahlrechtsraubes vollziehen, das jeẞige offenkundige Wahrheit im Dunkelarrest zu Tode zu martern geberische Maßnahmen zur Einführung der fakultativen Wahlrecht auf streng legalem Wege den Bauchaufschlitz an sich selber fuchten. Feuerbestattung wurde nach kurzer Debatte, in der die vollziehen würde. Denn wenn Graf Mirbach es anders meinte, Am Freitag stand im Reichstage unsre Resolution zum Straf- fonservativ- kleritale Mehrheit wieder ihren frömmelnden wenn er etwa dächte, das neue Wahlrecht solle, nach preußischem vollzug zur Debatte, die bezweckt, wenigstens die schlimmsten Standpunkt vertrat, gegen die Stimmen beider freisinniger Muster, oftroyiert werden, so hätte er sich eine ebenso nichts- Mißstände zu beseitigen, Siechen und Geisteskranken Pflege und Parteien, der Nationalliberalen und einiger Freikonservativer würdige wie durchsichtige Heuchelei zu Schulden kommen lassen, wie Schutz zu verschaffen und in den Fällen schwerer Disciplinarstrafen abgelehnt, einige hierzu vorliegende Petitionen durch sie unter erstklassigen Gesetzgebern nicht möglich ist. den Verurteilten zuverlässige Rechtsgarantien zu sichern. Ein furcht- Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Herr v. Manteuffel erzählt ausführlich, wie er es gemacht hätte, bares Anklagematerial war in den letzten Wochen gehäuft worden. Eine längere Debatte rief ein von beiden konservativen er Anno 1908 Reichskanzler gewesen wäre. Er hätte den Was jeder, der längere Zeit im Gefängnis zugebracht hat, längst Parteien und den Nationalliberalen eingebrachter Antrag auf Reichstag gleich nach der Verabschiedung des Zolltarifs aufgelöst wußte, wurde durch die grauenhaften Veröffentlichungen atten- Vorlegung eines Gefeßentwurfs betreffend die Unterhaltung Die dürren Aktenfloskeln redeten der öffentlichen Volksschulen hervor. und wäre Arm in Arm mit Eugen Richter in den Wahlkampf tundig beweisbar gemacht. Der Antrag, gegen den Umsturz gezogen. Daß Herr v. Manteuffel nicht schon die jedes fühlende Herz aufs tiefste erregende Sprache menschlichen der ein Stompromis bildet wie Freiherr bon 1903 Reichskanzler tvar, ist ja ein Fehler, der zum großen Bedauern Elends. 8edli( ft.) in der Begründung hervorhob, ein gedeih­

wenn

Preußischer Landtag.

und